Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 345

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28.08.2019 Schweiz
Personen
Regierung Schweiz
SGB
Dore Heim
Finanzen
Medien
Volltext
Publizistische Vielfalt stärken, aber keine Geschenke verteilen! Zu den medienpolitischen Plänen des Bundesrats. Der SGB begrüsst die Absicht des Bundesrats zu einer stärkeren Unterstützung der schweizerischen Medien. Die Massnahmen sollen aber die publizistische Vielfalt bewahren helfen und kein Geschenk für die umsatzstarken Medienhäuser Tamedia, Ringier, NZZ und CH Media sein! Für den SGB ist klar, dass nur die Medienunternehmen für ihre Angebote eine Förderung erhalten dürfen, die einem Gesamtarbeitsvertrag unterstehen, die die redaktionelle Unabhängigkeit garantieren und den Medienschaffenden gute Arbeitsbedingungen gewähren. Die Unternehmen, die eine Unterstützung wollen, müssen beweisen, dass sie sich für die publizistische Vielfalt und eine qualitativ hochstehende Berichterstattung einsetzen. Eine private Gewinnabführung aus geförderten Bereichen muss verboten sein. Heute kontrollieren gerade noch vier Medienhäuser den Medienmarkt in der Schweiz. Und sie setzen alle auf die gleiche Strategie: Zentralredaktionen, Stellenabbau und Mantelsysteme. Die publizistische Vielfalt schwindet akut dahin, was für das direkt demokratische System der Schweiz eine bedrohliche Entwicklung ist. Pragmatische Lösungen. Der SGB ist darum erleichtert, dass das UVEK unter der Leitung von Bundesrätin Sommaruga jetzt pragmatische, schnell realisierbare Massnahmen vorschlägt und auf ein neues Mediengesetz verzichtet. Angesichts der einbrechenden TV-Werbeeinnahmen (…). Dore Heim.
SGB, 28.8.2019.
Personen > Heim Dore. Medien. Finanzen. Bundesrat. SGB, 2019-08-28.
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31.05.2019 Schweiz
AHV
Personen
Work
Clemens Studer
AHV
Finanzen
Volltext
Nach dem Ja zur Steuer-AHV-Vorlage: Jetzt muss die AHV weiter gestärkt werden. Rund zwei Drittel der Abstimmenden und alle Kantone sagen Ja zur Steuer-AHV-Vorlage (Staf). Trotzdem schwingen die rechten Parteien schon wieder den Sozialabbau-Hammer. Die Linke hat bessere Ideen. Dank dem Ja des Volkes zur Steuer-AHV-Vorlage fliessen der AHV nun jährlich 2 Milliarden Franken zu. Das ist eine gute Nachricht. Denn diese Zusatzfinanzierung der AHV schafft Zeit, eine Reform der Altersvorsorge im Interesse der Lohnabhängigen auszuarbeiten. Erste Vorschläge des Bundesrates kommen im Spätsommer. Die Auseinandersetzungen werden episch sein. Die zentralen Fakten: Die AHV: Das wichtigste und soli¬darischste Schweizer Sozialwerk braucht vorübergehend mehr Geld, weil die Babyboomer in Rente gehen. Die AHV ist im soliden und preisgünstigen Umlageverfahren finanziert (die heutigen Jungen bezahlen die Renten der heutigen Alten, das Geld wird nicht gespart). Die Renten sind zwar stabil, bleiben aber hinter der Lohnentwicklung zurück. Seit 1980 bereits um mehr als 10 Prozent. Verschärft wird dieser Rückstand durch die explodierten Krankenkassenprämien, die im Teuerungsausgleich nur mangelhaft berücksichtigt sind. Das führt dazu, dass immer weniger der AHV-Rente für den eigentlichen Lebensunterhalt zur Verfügung steht. Die Pensionskassen . Die Leistungen der Pensionskassen werden immer kleiner, obwohl die Beiträge seit Jahren steigen. Die BVG-Renten sind seit 2005 im Mittel um fast 9 Prozent gesunken. Hier gehört die Krise zum System. Denn die Pen¬sions (…). Clemens Studer.
Work online, 31.5.2019.
Personen > Studer Clemens. AHV. Work online, 2019-05-31.
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20.02.2019 Schweiz
AHV
Personen
SGB
Gabriela Medici
AHV
Finanzen
Volltext
AHV 21: Bundesrat muss die richtigen Schlüsse ziehen
Botschaft AHV 21 erst nach der Abstimmung über das umstrittene AHV-Steuerpaket.
Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) begrüsst, dass der Bundesrat die Botschaft AHV 21 erst nach der Abstimmung über das umstrittene AHV-Steuerpaket ausarbeitet und vorlegt. Denn von der Abstimmung am 19. Mai hängt ab, ob der AHV jährlich 2 Mrd. Franken zugeführt werden und die AHV-Finanzierung rasch stabilisiert werden kann – mit der sozialsten Finanzierungsmethode überhaupt, nämlich über eine leichte Anhebung der Lohnprozente und eine Erhöhung der Bundesmittel.
Wenig überraschend zeigt die Vernehmlassung zur AHV 21, dass die vorgeschlagenen Massnahmen äusserst umstritten sind. Etwa das – vom SGB dezidiert abgelehnte – höhere Frauenrentenalter oder die Höhe der notwendigen Zusatzfinanzierung. In seiner Aufzählung unterschlägt der Bundesrat einen wichtigen Punkt: Die Renten aus AHV und Pensionskassen reichen zusammen immer weniger, um den Verfassungsauftrag zu erfüllen, wonach die Renten zusammen „die gewohnte Lebenshaltung in angemessener Weise“ ermöglichen sollen. Denn die Pensionskassenrenten der NeurentnerInnen sind in den letzten Jahren stetig gesunken. Und sie sinken weiter. Deshalb braucht es eine Erhöhung der (...) Gabriela Medici.
SGB, 20.2.2019.
Personen > Medici Gabriela. AHV. Finanzierung. SGB, 2019-02-20.
14.02.2019 Schweiz
AHV
Travail.Suisse

AHV
Finanzen
Volltext
Die AHV braucht deutlich mehr Mittel. Die heutigen Zahlen zeigen es klar und deutlich: Die AHV braucht in den nächsten Jahren Zusatzeinnahmen. Ein erster Schritt zur Stabilisierung der finanziellen Situation der AHV kann nach Ansicht von Travail.Suisse, der unabhängigen Dachorganisation der Arbeitnehmenden, mit der Unterstützung der Steuervorlage STAF gemacht werden. Diese würde der AHV 2 Milliarden Franken zuführen. Das allein reicht jedoch nicht. Im Rahmen der anstehenden Reform muss die AHV mit einer substanzielleren Zusatzfinanzierung ausgestattet werden. Die heute veröffentlichten negativen Zahlen zum AHV-Fonds sind keine Überraschung. Der demografische Druck durch die Baby-Boomer und die gestiegene Lebenserwartung zeichnet sich schon lange ab. Dementsprechend kommen Zusatzbelastungen auf die AHV zu. Bisher konnte die AHV mit guten Anlageergebnissen das Loch jeweils noch stopfen. Im letzten Jahr sah es anders aus: Wie die meisten Pensionskassen oder auch die Suva verlor die AHV wegen des Rückgangs der Finanzmärkte zusätzlich Geld. Umlagedefizite mit Zusatzfinanzierung stoppen. Im Gegensatz zu den Pensionskassen ist es jedoch nicht die Hauptaufgabe der AHV, mit Anlagen Geld zu verdienen. Deshalb ist die Anlagepolitik nicht das Hauptproblem der AHV, sondern die in den nächsten Jahren markant steigenden Umlagedefizite. „Die AHV ist angesichts der demografischen Herausforderungen schlicht unterfinanziert“, betont Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. (…).
Travail.Suisse, 14.2.2019.
Travail.Suisse > AHV. Finanzierung. Travail.Suisse, 2019-02-14.
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14.02.2019 Schweiz
AHV
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
AHV
Finanzen
Volltext
Die AHV verdient eine solide Finanzierung – Bund muss Verantwortung übernehmen. Der AHV-Fonds Compenswiss musste 2018 Verluste auf seinen Anlagen hinnehmen. Auch die AHV ist damit Opfer des schlechten Anlagejahres geworden. Der AHV-Fonds Compenswiss musste 2018 Verluste auf seinen Anlagen hinnehmen. Auch die AHV ist damit Opfer des schlechten Anlagejahres geworden. Nach einem guten Anlageergebnis 2017 handelt es sich dabei um den grössten Anlageverlust seit Ausbruch der Finanzkrise vor zehn Jahren. Er hat hart erarbeitete Beiträge der Versicherten und der Arbeitgeber vernichtet und ist schmerzhaft. Anders als bei den Renten der beruflichen Vorsorge hängt die Gesundheit der AHV-Finanzen in erster Linie von der Lohnsumme ab, die in der Schweiz verdient wird. Wesentlich schlimmer ist die Lage bei den Renten der 2. Säule, die stark unter der Tiefstzinsphase leiden. Die Pensionskassenrenten sind seit 2005 im Mittel um fast 9 Prozent gesunken. Die AHV entwickelt sich dagegen grundsätzlich stabil, obwohl es wegen der Baby-Boomer-Generation im nächsten Jahrzehnt einen finanziellen Mehrbedarf gibt. Gleichzeitig ist aber für den SGB klar: um den künftigen RentnerInnen ein anständiges Rentenniveau zu sichern, braucht es eine Stärkung der AHV. Der SGB erarbeitet dazu eine Initiative für eine 13. AHV-Rente. Denn die AHV hat für alle mit tiefen und mittleren Löhnen das beste (…). Thomas Zimmermann.
SGB, 14.2.2019.
Personen > Zimmermann Thomas. AHV. Finanzen. SGB, 2019-02-14.
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20.12.2017 Schweiz
AHV
Travail.Suisse

AHV
Finanzen
Volltext
Finanzierung der AHV rasch und nachhaltig sichern: Jetzt braucht es ein Baby-Boomer-Prozent! Travail.Suisse begrüsst, dass der Bundesrat die demografisch bedingte Finanzierungslücke in der AHV rasch füllen will. Dass die AHV Zusatzeinnahmen braucht, ist unbestritten und prioritär zu behandeln. Der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden fordert mindestens ein Baby-Boomer-Mehrwertsteuerprozent für die AHV. Gleichzeitig ist weiterhin klar, dass das Leistungsniveau in beiden Säulen erhalten werden muss. Travail.Suisse wird den Bundesrat an diesem Bekenntnis messen. Soll eine Neuauflage der Reform mehrheitsfähig sein, müssen zudem alle Seiten des Neins berücksichtigt werden. Der Vorschlag des Bundesrats, das Frauenrentenalter anzuheben, ignoriert dies. Hier muss nachgebessert werden. Mit jedem Jahr Untätigkeit erhöht sich durch die massiv steigende Anzahl Neurentner/-innen der Finanzbedarf der AHV erheblich. Ziel muss bleiben, dass der AHV-Fonds im Jahr 2030 einen Fondsstand von 100 Prozent einer Jahresausgabe aufweist. Dafür braucht es eine Anhebung der Mehrwertsteuer um mindestens 1 Prozentpunkt, ein „Baby-Boomer-Prozent“. Da der Finanzbedarf bis 2030 jedoch weit über diese eine Mehrwertsteuerprozent hinausgeht, braucht es eine Ergänzung durch weitere Finanzierungen. Für Travail.Suisse ist eine reine AHV-Finanzierungsvorlage deshalb ein denkbarer erster Schritt im Reformprozess. In der zweiten Säule hat sich gezeigt, dass das Misstrauen gross ist. Eine (…).
Travail.Suisse, 20.12.2017.
Travail.Suisse > AHV. Finanzen. Travail.Suisse, 2017-12-20.
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15.11.2017 Schweiz
AHV
Travail.Suisse

AHV
Finanzen
Volltext
Vorstand von Travail.Suisse fordert eine solide Finanzierung der AHV über ein Baby-Boomer-Prozent. Die Reform der Altersvorsorge ist am 24. September 2017 an der Urne gescheitert. Neben einem bürgerlichen gab es auch ein sozialpolitisch begründetes Nein. Unbestritten ist aber, dass die AHV eine Zusatzfinanzierung braucht, um die Baby Boomer-Generation zu finanzieren. Der Vorstand von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, hat an seiner heutigen Vorstandssitzung einstimmig eine Resolution verabschiedet, die mindestens ein Baby Boomer-Prozent in der Mehrwertsteuer fordert. Die Analysen zur gescheiterten Reform der Altersvorsorge zeigen, dass es sowohl ein bürgerliches Nein (v.a. gegen den AHV-Zuschlag), als auch ein sozialpolitisches gab (v.a. gegen eine Erhöhung des Frauenrentenalters). Eine neue Reform kann nur mehrheitsfähig sein, wenn beide Seiten dieses Neins berücksichtigt werden. Klar ist aber: Die AHV braucht zwingend eine Zusatzfinanzierung – je früher desto besser. Für den Vorstand von Travail.Suisse muss der erste Schritt in Richtung einer zügigen Finanzierungslösung gehen. „Die Finanzierungslücke in der AHV muss schnellstmöglich geschlossen werden. Wir alle wissen, dass sich mit jedem Jahr Untätigkeit der Finanzbedarf erheblich erhöht“, sagt Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. Die Resolution fordert, dass der AHV-Fonds im Jahr 2030 einen Fondsstand von 100 Prozent einer Jahresausgabe aufweist. (…).
Travail.Suisse, 15.11.2017.
Travail.Suisse > AHV. Finanzen. Travail.Suisse, 2017-11-15.
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02.10.2017 Deutschland
Air Berlin
Junge Welt

Air Berlin
Finanzen
Volltext
Air Berlin gibt kein Geld zurück. Hunderttausend Kunden bleiben auf den Kosten für gestrichene Flüge sitzen. Rund 100‘000 Kunden der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin bekommen für ihre gestrichenen Flüge erst einmal kein Geld zurück. Ein Unternehmenssprecher bestätigte diese Zahl von Betroffenen am Samstag der „Deutschen Presseagentur“. Es handelt sich vor allem um Fluggäste mit Fernzielen, die vor dem 15. August, dem Tag der Insolvenzanmeldung, Tickets gekauft haben. Deren Geld gehört zur Insolvenzmasse der Fluggesellschaft, es ist damit bis zum Ende des Verfahrens gesperrt. Im günstigsten Fall erhalten die Kunden dann als Gläubiger einen kleinen Teil des Kaufpreises zurück. Anders sei die Lage für Passagiere mit Flugscheinen, die sie nach dem 15. August erworben hätten, sagte der Sprecher. „Dieses Geld legen wir zur Seite.“ Sollte ein Flug ausfallen, werde der Ticketpreis komplett erstattet. Air Berlin hatte am vergangenen Montag angekündigt, die Langstreckenflüge bis zum 15. Oktober nach und nach einzustellen. Der Vorstand des Verbraucherzentrale-Bundesverbands, Klaus Müller, nannte es in der „Rheinischen Post“. (Samstagausgabe) „erschreckend, wenn so viele Menschen mit teuer bezahlten Langstreckentickets Opfer der Insolvenz von Air Berlin wurden“. Airlines sollten ebenso zum Abschluss einer Insolvenzversicherung verpflichtet werden, wie es bei Reiseveranstaltern für Pauschalreisen bereits der Fall sei. Air Berlin verhandelt derzeit mit Lufthansa und Easyjet über einen Verkauf grosser Teile des Unternehmens. (…).
Junge Welt, 2.10.2017.
Junge Welt > Air Berlin. Finanzen. Junge Welt, 2017-10-02.
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05.09.2017 Schweiz
FDP
Personen
SGB
Doris Bianchi
AHV-Revision
Finanzen
Volltext
Kein Diktat der leeren Kassen bei der AHV! Das dreckige Spiel von FDP und SVP: Erst aushungern, dann aushöhlen. Mein früherer Nachbar Giovanni musste Ende der 1990er-Jahre wegen Rückenschmerzen seinen Job als Pneumonteur aufgeben. Die IV gewährte ihm eine halbe Rente. Weil er Zeitungen austrug, kam er einigermassen über die Runden. Dramatische IV-Rentenkürzung. 2012 wurde Giovanni von der IV-Stelle aufgeboten: Unter dem Titel „eingliederungsorientierte Rentenrevision" überprüfte die IV seinen Rentenanspruch nochmals. Nun befand sie, dass seine Schmerzen überwindbar seien. Obwohl sich an seinem Gesundheitszustand nichts geändert und er keinerlei Aussicht auf eine Erhöhung des Arbeitspensums hatte, kürzte die IV Giovannis laufende Rente um die Hälfte. Seither kämpft Giovanni ums finanzielle Überleben. Er musste Ergänzungsleistungen beantragen. Solch dramatische Rentenkürzungen sind die Folge der Sparmassnahmen bei der IV. Erinnern wir uns: Die IV rutschte Mitte der 90er-Jahre in die Schulden. FDP und SVP lehnten im Parlament die nötige Erhöhung der Lohnbeiträge für die IV oder eine solide Zusatzfinanzierung stets ab. Und dies bewusst. Ihr Ziel ist ein Diktat der leeren Kassen: Es braucht ein Defizit, das als anstössig gilt, um den Sozialstaat auszuhöhlen. So wie es bereits Margret Thatcher predigte. Bei der IV ist diese Taktik des Sozialabbaus leider aufgegangen. FDP und SVP wollen die AHV in die Schuldenwirtschaft treiben. Nun versuchen sie das gleiche dreckige Spiel bei der AHV. (…). Doris Bianchi.
SGB, 5.9.2017.
Personen > Bianchi Doris. AHV. Finanzen. FDP. SGB, 2017-09-05.
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11.03.2017 Deutschland
Junge Welt

Abonnemente
Finanzen
Volltext
Auf zum Endspurt! Die Kampagne „Dein Abo zur rechten Zeit“ läuft noch zwei Wochen. Abonnements, Genossenschaftsanteile und Spenden weiterhin dringend benötigt. Weil Anfang Oktober 2016 das JW-Schiff in äusserst schwieriges Fahrwasser geriet, wurde die aktuelle Aktion gestartet, um die Lage zu stabilisieren. Wir sind ein gutes Stück vorangekommen, aber noch haben wir nicht alle Ziele erreicht – dafür stehen die nächsten zwei Wochen zur Verfügung. Erst dann wird abgerechnet. Hauptziel der Aktion: Den Bestand bezahlter Abonnements erhöhen! Denn das Erstellen einer Tageszeitung verursacht sehr hohe Kosten. Bei einer tatsächlich unabhängigen Zeitung kommen jene, die sie nutzen, auf Dauer nicht darum herum, sich an diesen über ein Abonnement zu beteiligen. Falls Sie also noch kein Abo haben: Wir freuen uns über Ihre Einsicht in die Notwendigkeit und Ihr Print- oder Onlineabo! Und falls Sie schon eins haben: Prüfen Sie bitte, ob Sie nicht zu Ihrem Print- oder Onlineabo ein preisgünstiges Zusatzabo nutzen wollen. Und empfehlen Sie uns weiter. Auch wenn das nicht einfach ist: Jedes Abo zählt! In den letzten zwei Wochen der Aktion liegt der Schwerpunkt darauf, Onlineabonnenten zu gewinnen. Gleichzeitig wollen wir aber mit der Kampagne die Situation in Verlag und Genossenschaft neu sortieren und stabilisieren. Deshalb bitten wir um den Kauf von Genossenschaftsanteilen und um Spenden. Damit wollen wir uns nicht nur auf schwierige Zeiten und Rechtstrend einstellen, sondern gerade deswegen den Handlungsspielraum dafür, neue Leserinnen und Leser zu gewinnen, deutlich erweitern. (…). Verlag, Redaktion, Genossenschaft
Junge Welt, 11.3.2017.
Junge Welt > Abonnemente. Finanzen. Junge Welt, 2017-03-11.
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31.12.2016 Deutschland
Junge Welt

Abonnemente
Finanzen
Volltext
Klare Verhältnisse. Teil 2: Genossenschaft LPG Junge Welt e.G. stellt 2016 Verlag 8. Mai GmbH auf stabile Grundlage. Junge Welt will auch im neuen Jahr für Unruhe sorgen - auf stabilem Fundament. Eine wichtige Voraussetzung für die weitere Existenz der Tageszeitung junge Welt konnte im Jahr 2016 geschaffen werden: Die Genossenschaft LPG Junge Welt e.G. hat Beschlüsse umgesetzt und die Verlag 8. Mai GmbH, in der die junge Welt erscheint, auf stabile Grundlagen gestellt. Am 5. April 1995 schien es soweit: Die Tageszeitung Junge Welt sollte eingestellt werden, der damals herausgebende Verlag in den Konkurs geschickt. Aber wenige Tage später übernahm der neugegründete Verlag 8. Mai GmbH die Geschäfte und brachte die Junge Welt weiter heraus. Dafür konnte der damalige Betriebsratsvorsitzende Koschmieder gerade mal die 25‘000 DM mobilisieren, die zwingend erforderlich waren. Schon deshalb hielten die meisten dieses Projekt für nicht überlebensfähig – wie konnte es auf einer so schwachen ökonomischen Grundlage möglich sein, eine Tageszeitung zu betreiben? Eine Genossenschaft sollte das richten, die dann nicht zufällig am 7. Oktober 1995 konstituiert wurde. Im März 1998 besass diese genug Anteile und übernahm 52 Prozent des Stammkapitals am Verlag 8. Mai. Der ehemalige Betriebsratsvorsitzende blieb Minderheitsgesellschafter mit 48 Prozent der Anteile. In den kommenden Jahren kämpften Verlag, Redaktion und Genossenschaft auf einem komplizierten Markt, der bis heute vor allem durch Niedergang gekennzeichnet ist. Trotz positiver Aboentwicklung schlossen auch beim Verlag der Jungen Welt die Geschäftsjahre (…). Gabriele Senft.
Junge Welt, 31.12.2016.
Junge Welt > Finanzen. Junge Welt, 2016-12-31.
Ganzer Text
17.12.2016 Deutschland
Junge Welt

Abonnemente
Finanzen
Volltext
Das gibt Kraft! Junge Welt hat beste Chancen, stabilisiert in die nächste Runde der Klassenkämpfe zu gehen. Damit wir auch im kommenden Jahr eine qualitativ hochwertige linke Tageszeitung herausgeben und kämpferisch verbreiten können, brauchen wir dringend die dafür notwendige materielle Basis. Deshalb haben wir Mitte Oktober unsere Kampagne „Junge Welt stärken – Dein Abo zur rechten Zeit“ gestartet. Auf der 22. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am 14. Januar in Berlin werden wir kurz vor der Podiumsdiskussion eine erste Bilanz ziehen, die Aktion wird allerdings erst mit unserem Cuba-Libre-Empfang am Freitag, 17. März 2017, auf der Buchmesse in Leipzig abgeschlossen. Zu beiden Terminen wollen wir Sie schon heute herzlich einladen. Kioskleser steigen um. Wichtigster Faktor für die ökonomische Stabilisierung und deshalb auch Schwerpunkt der Aktion: möglichst viele zusätzliche Online- und Printabos! Vor allem Leserinnen und Leser, die die Junge Welt zwar nutzen, aber noch nicht abonniert haben, sollen davon überzeugt werden, dass ohne ihr Abo die Junge Welt nicht existieren kann. Das kommt an, wobei der Printabobestand bis jetzt stärker steigt als der der Onlineabos. Spannend auch der starke Zuspruch aus dem europäischen Ausland (bisher 78 neue Abonnenten). Eine Folge dieser positiven Entwicklung: Nicht wenige Kioskleser steigen jetzt auf ein Abo um. Hier müssen wir aktiv werden und den Einzelverkauf ankurbeln. Denn viele entdecken die Junge Welt am Kiosk und werden vom Gelegenheitsleser zum Abonnenten. (…).
Verlag, Redaktion, Genossenschaft
Junge Welt,17.12.2016.
Junge Welt > Abonnemente. Finanzen. Junge Welt, 2017-12-17.
Ganze Welt
24.11.2016 Schweiz
Post
Syndicom

Finanzen
Post
Volltext
Post mit solidem Ergebnis – künstliche Verschlechterung bei Poststellen. Die Post präsentiert heute ein solides Quartalsergebnis. Während der Betriebsertrag stieg, war der Gewinn auf hohem Niveau leicht rückläufig. Das Ergebnis zeigt aber vor allem eines: Mit buchhalterischen Umlagerungen versucht die Post, das Ergebnis von Poststellen und Verkauf gezielt zu verschlechtern, um Legitimation für Poststellenschliessungen zu schaffen. Was Syndicom bereits mehrmals betonte, wird im dritten Quartalsbericht von 2016 offiziell bestätigt: Die Post frisiert erneut die Zahlen von Poststellen und Verkauf (PV), indem sie rentable Bereiche nicht mehr PV zurechnet, sondern PostMail, PostFinance und PostLogistics. Syndicom erachtet das als äusserst unredlich. Damit wird der Bevölkerung und der Politik vorgegaukelt, dass eine dringende Notwendigkeit bestehe, Poststellen zu schliessen. Es ist Zeit, dass die Politik diesem Gebaren Einhalt gebietet und dieses Ergebnis nicht als Entscheidungsgrundlage für die Entwicklung des Poststellennetzes akzeptiert. Der Post-Konzern steht auf finanziell solidem Fundament, um anstehende Herausforderungen zu meistern. Dafür braucht es aber eine Digitalisierungsstrategie, die über einzelne Pilotprojekte hinausgeht und auch die Mitarbeitenden umfasst. Syndicom erwartet von der Post, dass sie dazu den Dialog mit den Sozialpartnern intensiviert und auf alle Bereiche ausweitet.
Syndicom, 24.11.2016.
Syndicom > Post. Finanzen. Syndicom, 2016-11-24.
Ganzer Text
19.11.2016 Deutschland
Junge Welt

Finanzen
Redaktion
Volltext
Am Abgrund? Wie wir mit junge Welt trotz aller Schwierigkeiten linke Gegenkultur entwickeln. Jetzt junge Welt unterstützen und abonnieren: www.jungewelt.de/kampagne. Die junge Welt steckt in ökonomischen Schwierigkeiten, das haben wir an dieser Stelle und in einer Presseerklärung ausführlich dargestellt. Was wiederum von vielen Agenturen, Zeitungen und Fachorganen aufgegriffen wurde, zuletzt berichtete die in Berlin erscheinende Tageszeitung (taz) über unsere Probleme. In ihrer Printausgabe vom 10.11.16 titelte sie den Beitrag noch recht sachlich: „Jung und marxistisch. Die junge Welt steht am Abgrund und ringt um Abonnenten…“. Dem Onlineredakteur war das wohl zu gefällig, weshalb er die Ankündigung des ansonsten genau gleichen Textes etwas dramatisierte: „Niedergang der jungen Welt. Marxismus im Dauerminus. Die Zeitung steht am Abgrund und ringt um Abonnenten…“. Was wir nicht wollen. Wahr ist jedenfalls, dass wir um jedes einzelne Abo ringen! Denn wir können unsere Zeitung künftig nur machen, wenn wir über Abonnements genug Geld einnehmen, um damit die Kosten für ihre Herstellung zu bezahlen. Wir wollen auch künftig nicht in erster Linie mit Kaffee handeln oder ins Immobiliengeschäft einsteigen oder unser Geld mit Managermeetings verdienen. Sondern mit einer linken Tageszeitung. Wir gehen tatsächlich davon aus, dass wir genug Menschen finden werden, die bereit sind, dafür ein Print- oder Onlineabo abzuschliessen. Auch mit Hilfe unserer Leserinnen und Leser, die bereits ein Abo haben. (…).
Verlag, Redaktion und Genossenschaft
Junge Welt, 19.11.2016.
Junge Welt > Redaktion. Finanzen. Junge Welt, 2016-11-19.
Ganzer Text
27.07.2016 Neuenburg
Personen
Schifffahrt
SEV Schweiz
Peter Anliker
Vivian Bologna
Finanzen
Schifffahrt
Volltext
Schifffahrt auf dem Neuenburger- und Murtensee LNM. Die LNM kreuzt momentan in trüben Gewässern. Ein Artikel im L’Express/L’Impartial vom 1. Juli führte zum Eklat. Ausgehend von den schwer defizitären Zahlen der LNM des letzten Jahres, waren es die Vorstellungen von VR-Präsident Olivier Arni und von Direktor Jean-Jacques Wenger, die den SEV zur schriftlichen Reaktion - mit Kopie an die Presse - bewogen. „Wir haben der Presse entnommen, dass die LNM in einer Phase der tiefgreifenden Veränderungen ist und in der letzten Kurve auf die Strategie 2022, die den Aktionären Anfang 2017 präsentiert werden soll. Das Personal befürchtet, am Schluss vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Deshalb fordert es ein Treffen mit dem VR-Präsidenten am Ende der Schifffahrtssaison“, erklärt SEV-Gewerkschaftssekretär Jean-Pierre Etique, der die entsprechende Forderung am 4. Juli an Olivier Arni gesandt hat. Die 21 Angestellten fordern insbesondere Garantien zur Zukunft des Unternehmens und ihrer Arbeitsplätze. Die Strategie 2022 der LNM muss das Personal einschliessen und zu einem Resultat führen, das die heutigen Arbeitsplätze in der Region sichert. Das Personal wird keine Auslagerungen hinnehmen. Olivier Arni hat Jean-Pierre Etique am 11. Juli geantwortet. Er gibt sich beruhigend: „Die Strategie 2022 wird den Aktionären anlässlich einer ausserordentlichen GV Anfang 2017 präsentiert. Es ist klar, dass die Strategie vorgängig dem Personal unserer Unternehmung präsentiert werden wird, denn ohne dieses können wir ganz einfach die Leistungen an unsere Kunden nicht in der gewünschten Qualität erbringen.“ (…). Vivian Bologna, Peter Anliker.
SEV, 27.7.2016.
Personen > Bologna Vivian. Schifffahrt. Neuenburgersee. SEV, 2016-07-27.
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27.05.2016 Schweiz
AHV
Personen
SGB
Daniel Lampart
AHV
Finanzen
Volltext
Der Bund hat der AHV mehr als 10 Milliarden genommen - dank den Überschüssen der letzten Jahre könnte er der AHV das Geld zurückgeben. Seit vielen Jahren greift der Bund regelmässig in die AHV-Kasse und zweigt für sich Geld ab, das eigentlich der AHV gehört. Oft verpackt in sogenannte Sparpakete. In der Summe kamen die Übergriffe des Bundes die AHV teuer zu stehen. Er schuldet der AHV insgesamt weit über 10 Milliarden. Ein Bericht des BSV hat alle Übergriffe auf die AHV im Rahmen von Ausgabenkürzungen des Bundes bis 2013 dokumentiert und kommt auf zehn Sparpakete, welche zu Einnahmenausfällen von aufaddiert fast 8 Mrd. Fr. geführt haben. Dazu kommt die Halbierung der Zinsen auf der IV-Schuld, die eigentlich aus der Bundeskasse bezahlt werden müssen (jährlicher Einnahmenausfall ca. 120 Mio. Fr., 2016 und 2017). Vom AHV-Mehrwertsteuerprozent aus dem Jahr 1999 zweigt der Bund jährlich 17 Prozent in die eigene Kasse ab (ca. 400 Mio. pro Jahr). Mit der Einführung des NFA übernahm der Bund nur 19.55 statt wie zuvor Bund und Kantone 20 Prozent der AHV-Ausgaben. Das sind nochmals fast 200 Mio. Fr. jährlich. Weitere AHV-Ausfälle von rund 400 Mio. Fr. pro Jahr ergeben sich aus der Unternehmenssteuerreform II. Wegen dieser müssen Dividendenerträge aus Beteiligungen von 10 Prozent und mehr nur noch teilweise versteuert werden. Für die Firmeneigentümer wird es attraktiver, sich AHV-freie Dividenden statt eines AHV-pflichtigen Lohns bzw. ein Selbständigeneinkommen auszuzahlen. (…). Daniel Lampart.
SGB, 27.5.2016.
Personen > Lampart Daniel. AHV. Finanzen. SGB, 2016-05-27.
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30.11.2015 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Peter Moor
Barbara Spalinger
Finanzen
Öffentlicher Verkehr
Volltext
Der Bund will seinen Anteil an der Finanzierung des Regionalverkehrs reduzieren. Dringend gesucht: Viel Geld für den Regionalverkehr. 880 Millionen Franken: das sind die Mehrkosten, die der Bundesrat zwischen 2018 und 2021 allein im Regionalverkehr erwartet. Zahlen soll vor allem das Personal. Der öffentliche Regionalverkehr wächst und wächst - zurzeit um 4 bis 5 Prozent pro Jahr. Um diese Nachfrage zu bewältigen, braucht es Ausbauten beim Angebot, was laufend zusätzliche Fahrzeuge erfordert, sowohl auf der Strasse als auch auf der Schiene. Der Bundesrat hat ausrechnen lassen, was das für die Jahre 2018 bis 2021 bedeutet: Mehrausgaben von 880 Millionen Franken. Dazu stellt der Bundesrat fest, dass heute Bund und Kantone zusammen die Hälfte der Kosten des Regionalverkehrs tragen. Diese Aufteilung stellt er nun in Frage. Die Zusatzkosten sollen vor allem die Transportunternehmen und die Passagiere tragen. Auch die Kantone sollen daran zahlen, wobei sich der Bundesrat nicht über das Ausmass äussert. Dies tut er nur bei seinem eigenen Anteil: Der Bund will nur 160 der 880 Millionen übernehmen, was bedeuten dürfte, dass auch die Kantone in diese Grössenordnung gehen werden. Personal in der Zitronenpresse. Weniger Beiträge des Bundes, weniger Beiträge der Kantone, und grosse Zurückhaltung bei Tariferhöhungen. Da bleibt nur ein Ort, wo das Geld herkommen kann: Aus den Unternehmen, mit andern Worten vom Personal, das anscheinend weiter ausgepresst werden kann. (…). Peter Moor, Barbara Spalinger.
SEV, 30.11.2015.
Personen < Spalinger Barbara. Öffentlicher Verkehr. Finanzierung. SEV, 30.11.2015.
Ganzer Text
19.10.2015 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Peter Moor
Finanzen
SEV
Volltext
Finanzen des SEV unter dauerndem Spardruck. Budget trotz garstigem Umfeld ausgeglichen. Möglichst keine Mitglieder verlieren, möglichst viele zusätzliche werben und Ausgaben sorgfältig planen: Auf diesem Weg will der SEV seine finanzielle Zukunft sichern. Vor rund einem Jahr diskutierte der Vorstand SEV Sparmassnahmen. Er setzte vor allem bei der Kommunikation an. Nun widmete er sich der andern Seite der Rechnung und besprach die Resultate einer Arbeitsgruppe, die sich mit neuen Einnahmemöglichkeiten beschäftigt hatte. Dabei zeigte sich: Neue Einnahmen sind fast noch schwieriger zu finden als Sparmöglichkeiten. Letztlich blieben zwei konkrete neue Massnahmen. Jugendliche sollen nach Abschluss der Ausbildung noch bis zum Jahresende beitragsfrei im SEV bleiben, damit sie in aller Ruhe die Vorteile der Mitgliedschaft erkennen können. Heute kommt es häufig vor, dass sie in der Hektik des Lehrabschlusses vorschnell die Mitgliedschaft aufkündigen. Bei Bedarf Spenden suchen. Und: Wo es um bestimmte einzelne Aktionen oder Vorhaben geht, soll der SEV versuchen, Spendenaktionen durchzuführen; damit sind nicht Bettelbriefe gemeint, wie sie von andern Organisationen regelmässig ins Haus flattern, sondern punktuelle Anfragen. Weitere Massnahmen werden ebenfalls geprüft, wobei diese aber auf Bestehendem aufbauen. So steht etwa eine Weiterentwicklung der Kalender-Unfallversicherung zur Diskussion. (…). Peter Moor
SEV, 19.10.2015.
Personen > Moor Peter. SEV. Finanzen. SEV online, 19.10.2015.
Ganzer Text
16.07.2015 Griechenland
EU
Personen
Syriza
Elmar Altvater
EU
Finanzen
Volltext
Kommentar von Elmar Altvater. Ein Pyrrhussieg des Euroliberalismus. Die Sparauflagen der Eurostaaten schaden nicht nur Griechenland. Sie sind auch ein Sargnagel für das Projekt Europa. Das Datum des 13. Juli muss man sich merken. In Brüssel wurde an diesem Tag das Projekt eines einigen, demokratischen und sozialen Europa begraben. Es ist der Tag eines kalten Staatsstreichs in einem Euroland. Das „ochi“ der Mehrheit des griechischen Volks beim Referendum vom 5. Juli wird wenige Tage später auf dem Gipfel der Euroregierungen in ein „nai“ umgezwungen. Alexis Tsipras, der mit 61 Prozent Zustimmung eindeutig als Sieger aus der Volksabstimmung vom 5. Juli hervorgegangen ist, muss zu Kreuze kriechen, das Gegenteil des Volkswillens ausführen und die vom Volk abgelehnten Sparmassnahmen umsetzen. Er soll, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Krokodilstränen in den Augen jammerte, das „verloren gegangene Vertrauen“ wiedergewinnen. Dem griechischen Parlament werden nur drei Tage gewährt, um den Willen der Gläubiger zu vollziehen. Für demokratische Entscheidungsfindung bleibt keine Zeit, die Termine fälliger Raten drängen. In Athen und anderswo gehen die Menschen gegen dieses Diktat und gegen die Erniedrigung durch die derzeit Mächtigen auf die Strasse. Das ist Form und Forum der Demokratie heute. (…).
Elmar Altvater ist emeritierter Professor für Politikwissenschaft und lebt in Berlin.
WOZ, 16.7.2015.
WOZ > Griechenland. EU-Finanzierung. WOZ, 16.7.2015.
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26.03.2015 Schweiz
AHV
Personen
SGB
Doris Bianchi
AHV
Finanzen
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SGB weist AHV-Panikszenarien zurück - Mittelentzug muss gestoppt werden. SGB-Kommentar zum AHV-Umlageergebnis. Dass das Umlageergebnis der AHV erstmals seit 1999 in die roten Zahlen gerutscht ist, überrascht nicht: Einerseits wurden der AHV in den letzten Jahren wegen der Unternehmenssteuerreform II jährlich 300-400 Mio. Fr. entzogen, denn viele Unternehmer zahlen sich vermehrt AHV-befreite Dividenden statt Löhne aus. Andererseits ist die Erwerbslosigkeit in der Schweiz so hoch wie nie (nach IAO-Definition). Damit entgehen der AHV ebenfalls Lohnbeiträge. Denn Ausgesteuerte bezahlen gar keine Lohnbeiträge und Arbeitslose auf deutlich tieferen Löhnen. Panikszenarien gekoppelt an Abbauforderungen, wie sie nun wegen den neusten AHV-Zahlen herumgeboten werden, weist der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) deshalb entschieden zurück. Die demografische Alterung der Gesellschaft ist seit der Gründung der AHV eine Realität. Wegen stark gestiegener Lebenserwartung und deutlich gesunkener Geburtenrate ist das Verhältnis zwischen Beitragszahlenden und RentenbezügerInnen von 6,5:1 auf 3,4:1 gesunken. Trotzdem steht die AHV noch heute mit Reserven von 45 Mrd. Fr. äusserst robust da. Seit 1975 hat sich die Zahl der RentnerInnen auf mehr als 2 Millionen verdoppelt. (…). Doris Bianchi.
SGB, 26.3.2015.
Personen > Bianchi Doris. AHV. Finanzen. SGB, 2015-03-26.
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23.10.2014 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Peter Moor
Finanzen
SEV
Sparmassnahmen
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Der Vorstand SEV verabschiedet ein Massnahmenpaket zur finanziellen Stabilisierung. Mittelfristige Sparmassnahmen aufgegleist. Neben der kurzfristigen Finanzperspektive des Budgets beschäftigte sich der Vorstand SEV auch mit den Aussichten für die nächsten Jahre. Er war sich einig: Ohne Leistungsabbau geht es nicht. Seit 1993 kennt die Mitgliederentwicklung des SEV nur eine Richtung: nach unten. Zwar lassen sich in der Regel die Austritte durch Eintritte ausgleichen. Nicht kompensieren kann der SEV die gegen 1000 Todesfälle, die er jedes Jahr zu beklagen hat. Aufgrund der Altersstruktur wird sich dies in den nächsten Jahren kaum ändern. Dies wirkt sich zwangsläufig auf die Finanzlage aus. Entsprechend gilt es, rechtzeitig zu handeln, um nicht plötzlich unter Druck zu stehen und kaum noch Handlungsspielraum zu haben. Im März hatte der Vorstand deshalb eine Arbeitsgruppe eingesetzt, um nach Sparmöglichkeiten zu suchen, ohne die Attraktivität für die Mitglieder zu verschlechtern. Ausgeklammert blieb deshalb der Berufsrechtsschutz als elementare Dienstleistung. Die Arbeitsgruppe widmete sich ausdrücklich nur der Ausgabenseite; eine weitere Arbeitsgruppe soll die Einnahmen näher betrachten. (…). Peter Moor.
SEV-Zeitung, 23.10.2014.
SEV-Zeitung > SEV. Finanzen. SEV-Zeitung, 23.10.2014.
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16.02.2014 Schweiz
Löhne
Unia Nordwestschweiz

Finanzen
Mindestlohn-Initiative
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Studie zeigt: Mindestlohn-Initiative problemlos finanzierbar. Am 18. Mai kommt die Volksinitiative der Gewerkschaften für einen gesetzlichen Mindestlohn zur Abstimmung. Eine neue Studie des Ökonomen Beat Baumann zeigt: Die Einführung eines Mindestlohns ist gesamtwirtschaftlich problemlos zu bewältigen. Sie würde, über mehrere Jahre verteilt, rund 1,6 Mia. Franken oder 0,5% der AHV-Lohnsumme kosten. Im Gegenzug nehmen die Sozialversicherungen zusätzlich rund 300 Mio. Franken mehr ein und die Sozialhilfe spart 100 Mio. Franken. In der Schweiz verdienten im Jahre 2010 rund 330'000 Personen weniger als den von der Initiative der Gewerkschaften geforderten Mindestlohn von 22 Franken pro Stunde bzw. für eine Vollzeitstelle 12 x 4'000 Franken im Monat. Auf Basis von Daten des Bundesamtes für Statistik und des Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat Beat Baumann, Ökonom der Gewerkschaft Unia, in einer Studie berechnet, wie viel die Anhebung der Löhne kosten und mit welchen Zusatzeinnahmen die Sozialversicherungen bzw. Entlastungen die Sozialhilfe rechnen könnten.

Unia Nordwestschweiz. Medienmitteilung. 16.2.2014.
Unia Nordwestschweiz > Mindestlohn-Initiative. Finanzierung. Unia. 2014-02-16.

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30.01.2014 Schweiz
Wikipedia
WOZ

Besitzverhältnisse
Finanzen
Struktur
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Wikipedia-Benz. Wikipedia hat sich mit 27 Millionen Artikeln in 280 Sprachen zur weltweit „wichtigsten Informationsquelle" gemausert und strebt an, als „Weltkulturerbe“ eingestuft zu werden. Allein die deutsche Ausgabe umfasst 1,7 Millionen Artikel mit 4,6 Millionen Seiten Umfang. Wikipedia hat einen guten Ruf und ist sehr beliebt. Allerdings wissen die Nutzerlnnen zu wenig über diese Internet-Enzyklopädie, also über die Entstehung, die Struktur und das Funktionieren von Wikipedia sowie über involvierte lnteressen. Dieses Wissensdefizit kompensiert jetzt in kompakter und verständlicher Form die Studie „Verdeckte PR in Wikipedia. Das Weltwissen im Visier von Unternehmen“ von Marvin Oppong. Zwar verfügt Wikipedia über Grundprinzipien, Richtlinien und ein Regelwerk, aber mit der Durchsetzung dieser Normen sieht es nicht gut aus. (...).
Rudolf Walther.

WOZ, 30.1.2014.
WOZ > Wikipedia. Besitzverhältnisse. WOZ. 2014-01-30.

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05.06.2013 Schweiz
AHV
Initiativen Schweiz
Personen
SGB
Ewald Ackermann
AHVplus
Finanzen
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In keiner anderen Versicherung ist das Preis-Leistungs-Verhältnis so komfortabel. AHVplus ist problemlos finanzierbar. AHVplus bringt allen einen Zuschlag von 10 % auf die Rente. Wenn man AHVplus vollständig über Lohnbeiträge finanzieren will, kostet das jeden Arbeitnehmenden 0,55 zusätzliche Lohnprozente. Nirgendwo sonst kriegt man für so wenig Geld später eine solche Leistung. Und: der Beitrag kann auch tiefer sein, denn neben den Lohnprozenten gibt es auch andere Finanzierungsmöglichkeiten. Die Frau in Beige wehrt mit erhobener Hand ab, aber, immerhin, sie läuft nicht einfach weiter: (...). Ewald Ackermann.

SGB, 5.6.2013.
Personen > Ackermann Ewald. AHVplus. Finanzierung. SGB. 2013-06-05.

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30.11.2012 Schweiz
Demonstrationen Zürich
Unia Schweiz
Vania Alleva
Renzo Ambrosetti
Pierluigi Fedele
Nico Lutz
Martin Tanner
Finanzen
Geschäftsleitung
Präsidium
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Vania Alleva und Renzo Ambrosetti ins Co-Präsidium der Unia gewählt. An ihrem zweiten Kongresstag haben die 339 anwesenden Delegierten der Gewerkschaft Unia ein neues Co-Präsidium gewählt. Sie bestätigten dabei Renzo Ambrosetti in seinem Amt und wählten mit Vania Alleva zum ersten Mal eine Frau und Seconda ins höchste Amt. Das Votum der Unia-Delegierten heute Nachmittag war eindeutig: Sie bestätigten den bisherigen Unia Co-Präsidenten Renzo Ambrosetti und wählten neu Vania Alleva mit 253 Stimmen ins Co-Präsidium. Das stellt eine doppelte Premiere dar, denn erstmals führt eine Frau und Seconda die grösste Gewerkschaft der Schweiz. (...).

Unia Kommunikation, 30.11.2012.
Unia Schweiz > Kongress. Unia Schweiz. 2012-11-30. Präsidium.doc.

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