Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 124

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11.01.2019 ZH Kanton
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Markus Bischoff
AHV
Unternehmenssteuer
Volltext
Steuerdeals und Taxis: Komplexe Fragen, einfache Antworten. Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Die Welt wird zunehmend komplizierter. Dies verunsichert immer mehr Menschen. In meiner Jugend war noch alles klar: Europa trennte eine Grenze, teils mit Mauern und Zäunen gesichert. Es gab die bösen Amis, die den Weltpolizisten spielten. Und es gab die sogenannte Dritte Welt, die arm war und zu westlichen Standards herangezogen werden sollte. Heute wollen die Amis nicht mehr Weltpolizisten spielen und das autoritäre China blüht und breitet sich aus. Was bleibt ist das Bedürfnis, sich in dieser unübersichtlicher werdenden Welt zu verorten. So werden von links bis rechts vermehrt rote Linien gezogen, die angeblich nicht überschritten werden dürfen. Die Suche nach Kompromissen wird dadurch schwieriger. Sie den eigenen Leuten im Nachhinein zu erklären, wird durch das vorausgegangene Hochhalten der reinen Lehre nahezu unmöglich. Doch zumindest bestätigt man sich und den anderen, auf der richtigen Seite zu stehen. Mittlerweile ist es sogar en vogue, Nachverhandlungen zu bereits abgeschlossenen Vereinbarungen zu fordern. Übersichtlicher wird die Welt dadurch nicht! Auch die Politik in der Schweiz und den Kantonen wird zunehmend komplexer. Im Mai 2019 werden wir über die Steuervorlage 17 abstimmen. Zwei völlig verschiedene Sachen wurden vermengt. Seither heisst das Gesetzespaket Steuervorlage und AHV-Finanzierung (STAF). Wer etwas erreichen will, muss offenbar in anderen Bereichen Zugeständnisse machen. Ob das wohl die hohe Schule der Politik ist? (…).
GBKZ, 11.1.2019.
Personen > Bischoff Markus. Unternehmenssteuer. GBKZ, 2019-01-11.
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08.10.2018 Schweiz
AHV
Personen
Vorwaerts
Siro Torresan
AHV
Steuersenkungen
Volltext
Nicht mit uns! Das Parlament verabschiedete am 28. September die Steuervorlage 17 mit dem AHV-Deal. Milliarden von Staatseinnahmen für Bund, Kantone und Gemeinden in Form von Steuergeschenken an die Unternehmen stehen auf dem Spiel. Das Referendum ist beschlossene Sache und wird auch von der PdA aktiv unterstützt. „Die Vorlage bringt durch die Steuergeschenke an die Unternehmen massive Einnahmenausfälle für den Bund, für die Kantone und für die Gemeinden. Was daran gut sein soll, ist mir schleierhaft. Wir werden alles dafür tun, um diese Steuerreform zu versenken“, erklärt Denis de la Reussille, Nationalrat der Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS), auf Anfrage des vorwärts. Somit ist auch gesagt, dass die Steuervorlage 17 (SV17) praktisch die Fotokopie der Unternehmenssteuerreform III (USRIII) ist, die im Februar 2017 vom Stimmvolk verworfen wurde. Auch bei der SV17 werden sich die Steuerausfälle beim Bund auf mindestens zwei Milliarden Franken belaufen. Und was es für die Kantone bedeutet, zeigen folgende konkrete Beispiele: Im vorauseilenden Gehorsam hat der Halbkanton Basel-Stadt bereits eine Vorlage durch das Parlament gepeitscht. Das Resultat: Die Gewinnsteuer wird von 22 auf 13 Prozent (!) gesenkt, durch die sogenannte Patentbox können Unternehmen bis zu 40 Prozent an Steuern sparen und der Kapitalsteuersatz wird von 5,25 auf 1 Promille gesenkt. Unter dem Strich ergibt sich ein Verlust von 150 Millionen bei den Staatseinnahmen. Gegen diese kantonale Vorlage wurde von verschiedenen linken Organisationen, darunter Basels starke Alternative und die Kommunistische (…). Siro Torresan.
Vorwärts, 8.10.2018.
Personen > Torresan Siro. Steuersenkungen. Nationalrat. Vorwaerts, 2018-10-09.
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01.10.2018 St. Gallen
Links.ch
Personen
SP St. Gallen
Max Lemmenmeier
Abstimmung
AHV
Steuern
Volltext
SP sagt Ja zum AHV-Steuerdeal. Nach langer und engagierter Diskussion haben die Delegierten der SP Schweiz in Olten mit 148 zu 68 Stimmen dem AHV-Steuerdeal zugestimmt. Die Unterstützung des Steuerkompromisses ist ein pragmatischer Entscheid. Für die Delegierten stand das klare Bekenntnis zur AHV und zum sozialen Ausgleich im Zentrum. Für alle im Saal war klar. dass die Unterstützung des AHV-Steuerdeals keine Zustimmung zu den weiterhin bestehenden Steuerprivilegien für internationale Konzerne des Kantons St. Gallen bedeutet. Diese Privilegien werden über kurz oder lang wieder ins Visier der internationalen Staatengemeinschaft geraten. Sie müssen weiter bekämpft werden. wie auch der Steuerwettbewerb national und international weiter eingegrenzt werden muss. Aber die jetzige Vorlage ist ein Schritt in die richtige Richtung, ganz nach Max Webers Bonmot: „Politik bedeutet ein starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmass zugleich.“ Für die Annahme der Steuervorlage sprechen mehrere gewichtige Punkte: 1. Ohne die Steuervorlage auf Bundesebene ist unter den Kantonen mit einem ungeregelten Vorgehen zu rechnen. Es besteht die Gefahr, dass Notmassnahmen ergriffen werden, um eine Abwanderung von Statusgesellschaften zu verhindern. Die reichen Kantone werden ihre Steuern weiter senken, was andere Kantone zum Nachziehen zwingt. Dies wird den Druck besonders auch auf den Kanton St. Gallen erhöhen. Die Konsequenz: Die Steuerausfälle werden deutlich grösser, und der soziale Ausgleich in der AHV geht definitiv verloren. 2. Ein (…). Max Lemmenmeier.
Links.ch, 1.10.2018.
Links.ch > AHV-Revision. Abstimmung. Links.ch, 2018-10-01.
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27.09.2018 Schweiz
Personen
SP Schweiz
WOZ
Yves Wegelin
AHV
Steuern
Volltext
Steuer-AHV-Deal. Die SP hat den Sieg verspielt. Am 12. Februar 2017 stand die linke Politprominenz mit erhobenen Fäusten auf der Bühne des Berner Kulturzentrums Progr. Sie hatte gesiegt – und wie. Die Stimmbevölkerung hatte mit satten 59 Prozent Nein zur Unternehmenssteuerreform III gesagt, die alte Steuerprivilegien für globale Konzerne durch neue ersetzt hätte. Und nun? Eineinhalb Jahre danach hat die SP kürzlich mitgeholfen, eine fast identische Reform durchs Parlament zu bringen. Ende dieser Woche werden die Delegierten der SP und des Gewerkschaftsbunds (SGB) ihre Position zum Deal festlegen. Auch der Steuer-AHV-Deal will die alten Privilegien vor allem durch einen Abzug für Forschungs- und Entwicklungskosten ersetzen sowie durch eine Patentbox, mit der geistiges Eigentum steuerlich privilegiert wird. Einige Verbesserungen gibt es: Die zinsbereinigte Gewinnsteuer (ein fiktiver Zinsabzug auf Eigenkapital) soll nur Zürich einführen können. Zudem werden bestehende Privilegien etwas eingeschränkt: Firmen sollen nur noch gewisse Kapitaleinlagen steuerfrei an AktionärInnen ausschütten können; und GrossaktionärInnen sollen gegenüber dem Bund neu siebzig statt fünfzig Prozent ihrer Dividenden versteuern. Schliesslich soll die AHV durch höhere Beiträge von Bund, Firmen und Angestellten gestärkt werden. Die SP-Führung hat den Sieg verspielt. Nach ihrem Sieg an der Urne waren alle Kameras auf sie gerichtet. Es war der Moment, um eine grundsätzliche Umkehr der Schweizer Steuerpolitik zu fordern. Der globale Wettlauf, den die Schweiz mit rekordtiefen Steuern vorantreibt, ist eines (...). (…). Yves Wegelin.
WOZ, 27.9.2018.
Personen > Wegelin Yves. SP Schweiz. Steuern. WOZ, 2018-09-27.
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23.08.2018 Schweiz
AHV
Personen
WOZ
Dominik Gross
AHV
Unternehmenssteuer
Volltext
Standpunkt zum AHV-Steuer-Deal Keine Angst vor dem mobilen Kapital! Die Schweiz ist keine harmlose Mitläuferin im Steuerwettbewerb, sie ist vielmehr eine der Lokomotiven, die die globalen Unternehmenssteuern in den Abgrund zieht. Die Folgen des AHV-Steuer-Deals wären aber auch im Inland zu spüren – dabei hätte der Deal nicht einmal die behaupteten Auswirkungen auf die Arbeitsplätze. Das private Wirtschaftsforschungsinstitut BAK Basel legt jedes Jahr eine Weltrangliste der Gebiete mit den tiefsten Unternehmenssteuern der Welt vor. Sie ist als Service für wanderungsfreudige Konzerne gedacht, die sich für eine Ansiedlung in der Schweiz interessieren. 2017 lag in dieser Liste nur Hongkong vor den „besten“ Schweizer Kantonen. In Hongkong zahlten Konzerne im Durchschnitt einen effektiven Steuersatz von 9,9 Prozent, in Nidwalden oder Luzern waren es knapp über 10 Prozent, St. Gallen lag etwas über 14 Prozent. Der Bundesrat, die Wirtschaftslobbys und leider auch eine Vierfünftelmehrheit des Parlaments stellen die Schweiz gebetsmühlenartig als eine harmlose Mitläuferin im internationalen Steuerwettbewerb dar, die schauen muss, dass sie im Kampf der Konzerne um Kapital und Arbeitsplätze nicht den Anschluss verliert und damit die Abwanderung ihrer Firmen riskiert. Die Aufstellung des BAK Basel zeigt: Die Schweiz ist mitnichten eine harmlose Mitläuferin im globalen Steuerwettbewerb, sie ist vielmehr eine der Lokomotiven, die die Unternehmenssteuern in den Abgrund ziehen. (…). Dominik Gross
WOZ, 23.8.2018.
Personen > Gross Dominik. AHV. Unternehmenssteuer. WOZ, 2018-08-23.
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16.08.2018 Schweiz
AHV
Personen
WOZ
Mattea Meyer
Fabian Molina
Cédric Wermuth
AHV
Unternehmenssteuer
Volltext
„Für alle statt für wenige geht anders“. Der 12. Februar 2017 ist einer dieser Tage, die in Erinnerung bleiben. Knapp sechzig Prozent der Stimmberechtigten lehnten die Unternehmenssteuerreform III ab, die zu Milliardenausfällen auf Kosten der Bevölkerung geführt hätte. Der geplante Steuer-AHV-Deal führt noch tiefer in diese Sackgasse. Die Abstimmung war eine Schlappe für eine Allianz von der Grünliberalen Partei bis zu Economiesuisse und eine klare Absage an ihre neoliberale Politik des Steuerwettrüstens, die wenige GewinnerInnen und viele VerliererInnen kennt. Eineinhalb Jahre später scheint es so, als habe es dieses Nein nie gegeben. Die Vorlage des Bundesrats – SV 17 genannt – gleicht in wesentlichen Zügen der verworfenen Unternehmenssteuerreform III (USR III). Der ständerätliche Vorschlag, der Steuer-AHV-Deal, macht beim Kapitaleinlageprinzip zwar eine kleine Korrektur der Fehler der USR II. Gleichzeitig kommt die kleine Kammer den GrossaktionärInnen mit einer tieferen Mindestbesteuerung von Dividenden entgegen. Und auch die ersten Beratungen in der nationalrätlichen Wirtschaftskommission zeigen, dass die Rechte an ihrer ideologischen Linie festhält. Der Steuer-AHV-Deal verpasst den Moment, einen Ausweg aus der Steuerdumpingstrategie einzuschlagen, mit der die Schweiz international jährlich bis zu 35 Milliarden Franken an Steuersubstrat vernichtet. Ein Steuerwettbewerb, der nie zum Vorteil der Menschen ist, sondern Reichtum noch stärker bei einer globalen Elite (…). Mattea Meyer, Cédric Wermuth, Fabian Molina.
WOZ online, 16.8.2018.
Personen > Molina Fabian. AHV. WOZ online, 2018-08-16.
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09.08.2018 Schweiz
AHV
Personen
WOZ
Regula Rytz
Sarah Schmalz
AHV
Interview
Volltext
„Hochproblematisch“. Die SP-Spitze hat den AHV-Steuer-Deal gefeiert, Grünen-Präsidentin Regula Rytz jubelt nicht und fordert eine Trennung der Vorlagen. WOZ: Frau Rytz, die Sanierung der AHV und ein neues Steuerrecht sollen zu einem Päckchen geschnürt werden. Dieser Kompromiss sei alternativlos, sagen die Befürworter. Regula Rytz: Zwingend ist nur die Abschaffung des kantonalen Sondersteuermodells. Bei der Ausgestaltung der Steuerreform gibt e natürlich verschiedenste Modelle. Wer hier von Alternativlosigkeit spricht, greift die demokratischen Gestaltungsmöglichkeiten an. Es geht aber auch um die AHV. Die linken Befürworter des Deals sagen, man habe das Beste herausgeholt - bei beiden Vorlagen. Genau das kritisiere ich! 2017 wurde die Unternehmenssteuerreform III an der Urne trotz des damals schon immensen Drucks der OECD abgelehnt. Es wurde nicht goutiert, dass die Reform zu enormen Steuerausfällen geführt und den nationalen und internationalen Wettbewerb weiter angeheizt hätte. Aus meiner Sicht verschenkt die Linke diesen Abstimmungserfolg gerade. Der Deal bringt auf der Steuerseite lediglich kleinste Anpassungen. Die vom Bundesrat gewollte Anhebung der Dividendenbesteuerung in den Kantonen wird weitgehend eliminiert. Natürlich ist die Stabilisierung der AHV zentral, aber man kann dafür doch nicht das Ziel der Steuergerechtigkeit opfern. Sie fordern in einem Vorstoss in der nationalrätlichen (…).
Interview Sarah Schmalz.
WOZ, 9.8.2016.
Personen > Schmalz Sarah. Regula Rytz. Interview. WOZ, 2018-08-09.
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12.07.2018 Schweiz
Uber
Unia Schweiz

AHV
Uber
Volltext
Neues Rechtsgutachten zu Uber-Fahrer/innen. Gutachten: Uber muss Fahrer/innen bei AHV versichern. Ein neues Rechtsgutachten behandelt die sozialversicherungsrechtliche Stellung von Uber-Fahrer/innen. Es kommt zum Schluss, dass die Chauffeur/innen sozialversicherungsrechtlich unselbständig sind, also als Angestellte von Uber behandelt werden müssen. In dem Gutachten im Auftrag der Gewerkschaft Unia legen Prof. Dr. iur. Thomas Gächter und MLaw Michael E. Meier vom Rechtswissenschaftlichen Institut der Universität Zürich detailliert dar, dass im Fall der Uber-Fahrer/innen in der Schweiz sozialversicherungsrechtlich eine unselbständige Erwerbsarbeit vorliegt. So tragen sie nicht das unternehmerische Risiko, was ein zentrales Merkmal einer Selbständigkeit wäre. Zudem befinden sich die Fahrer/innen in einer arbeitsorganisatorischen Abhängigkeit von Uber, etwa indem sie zahlreiche Weisungen befolgen müssen und einem Bewertungssystem unterliegen. Insgesamt überwiegen laut der Studie die Merkmale, die für eine unselbständige Erwerbstätigkeit sprechen. Das bedeutet, dass Uber seine Fahrer/innen bei den Sozialversicherungen (AHV/IV, Unfallversicherung) anmelden und Arbeitgeberbeiträge leisten muss. Uber muss Fahrer/innen ordentlich anstellen. Bisher behandelt Uber seine Fahrer/innen als Scheinselbständige und weigert sich, seine Arbeitgeberpflichten wahrzunehmen. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 12.7.2018.
Unia Schweiz > Uber. AHV. Unia Schweiz, 2018-07-12.
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28.06.2018 Schweiz
AHV
Travail.Suisse

AHV
Rentenalter
Volltext
Die AHV braucht mehr Mittel, aber kein höheres Frauenrentenalter. Die Reform der AHV kostet, das war schon bei der Abstimmung über die Altersvorsorge 2020 klar. Die Vorschläge des Bundesrates zeigen, dass die nächste Reform noch teurer wird. Der Sanierungshorizont wird deutlicher verlängert. Die Erhöhung des Rentenalters der Frauen ohne adäquate Kompensation wird allerdings nicht mehrheitsfähig sein. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, hat immer eine solide Zusatzfinanzierung gefordert ohne Leistungskürzungen. Auch die zukünftigen Rentnerinnen und Rentner sollen mit ihrer Rente genügend Geld zum Leben haben. Die geburtenstarke Babyboomer-Generation kommt in Pension. Die AHV benötigt deshalb in den kommenden Jahren mehr Geld zur Finanzierung der Renten. Travail.Suisse will wegen dieser zwischenzeitlichen Herausforderung nicht. die Leistungen für alle kommenden Rentner-Generationen kürzen. Die Schweiz kann die Renten aller Generationen finanzieren. Ein Schlechtreden der AHV ist nicht am Platz. Es braucht aber eine gute Finanzierung. Travail.Suisse hat immer ein Baby-Boomer-Mehrwertsteuerprozent gefordert in Kombination mit weiteren Massnahmen. Der Bundesrat schlägt nun eine Finanzierung mit einer Erhöhung der Mehrwertsteuer vor. Der Zeithorizont wurde im Vergleich zur Altersvorsorge 2020 verlängert, was die Vorlage teurer macht, aber für (...).
Travail.Suisse, 28.6.2018.
Travail.Suisse > AHV. Rentenalter. Travail.Suisse, 2018-06-28.
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28.06.2018 Schweiz
AHV
Personen
SGB
Gabriela Medici
AHV
Rentenalter
Volltext
Probleme der Altersversorgung nicht gelöst – Nein zu Frauenrentenalter 65. Ein höheres Frauenrentenalter lehnt der SGB ab. Die im Gegenzug dafür vorgeschlagenen Kompensationsmassnahmen stellen keinen Ausgleich dar für die realen Probleme der betroffenen Frauen. Die heutigen Probleme der Altersvorsorge können nur mit einer Erhöhung der AHV-Renten gelöst werden. Die Pensionskassenrenten sinken. Die Renten aus 1. und 2. Säule reichen je länger je weniger, um nach der Pension den Lebensstandard in angemessener Weise fortzusetzen. So wie es die Verfassung verlangt. Und ein immer grösserer Teil der AHV geht für Krankenkassenprämien und Gesundheitsausgaben drauf. Das sind die grossen Probleme der Schweizer Altersvorsorge. Die heute vom Bundesrat publizierte Vernehmlassung zur Reform der 1. Säule klammert die Frage der Rentenhöhe aus und gibt hier keine Antwort. Im Gegenteil: Mit der vorgeschlagenen Erhöhung des Frauenrentenalters schafft der Bundesrat neue Probleme und verschliesst sich vor der Realität, dass gerade diese Massnahme ein wesentlicher Grund für die Ablehnung der Altersvorsorge 2020 war. Positiv ist immerhin, dass der Bundesrat eine AHV-Zusatzfinanzierung vorschlägt, welche die finanzielle Lage der AHV bis 2030 sichern soll. Wobei der SGB eine Erhöhung der Lohnbeiträge der Mehrwertsteuer vorzieht. Die derzeit im Parlament hängige Zusatzfinanzierung der AHV im Rahmen (…). Gabriela Medici.
SGB, 28.6.2018.
Personen > Medici Gabriela. AHV. Rentenalter. SGB, 2018-06-28.
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15.02.2018 Schweiz
AHV
Travail.Suisse

AHV
Sparmassnahmen
Volltext
Altersvorsorge: Es braucht Zusatzfinanzierungen, keine Leistungskürzungen. Der Arbeitgeberverband meint, die Altersvorsorge mit Leistungskürzungen sanieren zu können. Das ist ein Irrweg. Nur weil die Leute länger leben und grosse Generationen ins Rentenalter kommen, brauchen sie nicht weniger zum Leben. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert deshalb eine solide Zusatzfinanzierung. Wer so tut, als ob sich die Altersvorsorge ohne weiteres gesund sparen liesse, verkennt die heutigen Realitäten. Hohe Gesundheitskosten, ungelöste Probleme bei den älteren Arbeitnehmenden, aber z.B. auch Sparmassnahmen bei den Ergänzungsleistungen für tiefe Einkommen setzen die Altersvorsorge der angehenden Rentnerinnen und Rentner unter Druck. In der 2. Säule werden die Renten im überobligatorischen Bereich vielerorts drastisch gekürzt. Dies trotz guten Anlagerenditen. Das Verfassungsziel - die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung nach der Pensionierung – ist für viele Betroffene gefährdet. Travail.Suisse fordert deshalb in der AHV ein Baby-Boomer-Mehrwertsteuerprozent und weitere Zusatzfinanzierungen. Die Bevölkerung ist durchaus bereit, sich die Altersvorsorge etwas mehr kosten zu lassen, wenn die Leistungen gesichert werden. Aber nicht kombiniert mit einem höheren Frauenrentenalter. Die Forderung des Arbeitgeberverbands, wonach die Arbeitnehmerinnen mehr bezahlen und dafür länger arbeiten sollen, wird nicht mehrheitsfähig sein, war doch die Erhöhung des (…).
ail.Suisse, 15.2.2018.
Travail.Suisse > AHV. Sparmassnahmen. Travail.Suisse, 2018-02-15.
Ganzer Text
15.02.2018 Schweiz
AHV
Personen
SGB
Daniel Lampart
AHV
Sparmassnahmen
Volltext
Abbauforderungen der Arbeitgeber verschärfen Probleme in der Altersvorsorge. Der SGB zur Medienkonferenz des Arbeitgeberverbandes. Die heute vom Arbeitgeberverband präsentierten Abbauvorschläge werden die Probleme in der Altersvorsorge verstärken, statt sie zu lösen. Bereits heute sinken die Pensionskassenrenten. Obwohl die Schweiz reicher wird und die Gewinne in den Firmen steigen. Das hat es hierzulande noch nie gegeben. Wer in den nächsten Jahren in Rente geht, kann unter Umständen bis zu einem Drittel weniger Rente haben. Lebensversicherungen, Banken und Berater kassieren derweil Milliarden an Verwaltungskosten und Gebühren in der 2. Säule. Die AHV-Renten sind stabil, was positiv ist. Doch ein immer grösserer Teil der AHV-Rente wird durch die höheren Gesundheitskosten und Krankenkassenprämien aufgefressen. Vielen Pensionierten bleibt weniger Geld zum Leben. Die Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 Jahre war ein entscheidendes Element bei der Ablehnung der Altersvorsorge 2020. Weil die Probleme der älteren Arbeitnehmenden ungelöst sind und die Arbeitgeber bisher nichts Wesentliches dagegen unternommen haben. Und weil die Rentensituation vieler Frauen ungenügend ist. Aus diesen Gründen braucht es umfassende Massnahmen zur Sicherung der Renten. Die Pensionskassen-Rentenverluste müssen kompensiert werden. Bei den laufenden Renten braucht es einen Ausgleich für die stark steigenden Gesundheitskosten. (…). Daniel Lampart.
SGB, 15.2.2018.
Personen > Lampart Daniel. AHV. Sparmassnahmen. SGB, 2018-02-15.
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21.12.2017 Schweiz
AHV
Vorwärts
Christiane Jaquet-Berger
AHV
Referendum
Volltext
Vor dem Scheideweg. Am 9. Dezember hat sich das Referendumskomitee gegen die Altersvorsorge 2020 zum letzten Mal getroffen. Thema war der zukünftige Kampf für ein gerechtes Rentensystem. Die Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) und die Westschweizer Partei Solidarités arbeiteten schon längere Zeit an einem Initiativprojekt zur Altersvorsorge. Während sie früher zwei verschiedene Vorschläge diesbezüglich gemacht hatten, traten sie nun am Abschlusstreffen des Referendumkomitees gegen die Altersvorsorge 2020 in Olten am 9. Dezember mit einem gemeinsamen Dokument vor und erklärten, sie seien „sich in der Hauptforderung einer solchen Initiative einig: die Integration der 2. Säule in die AHV-IV; und damit der Übergang von einem auf dem Kapitaldeckungsverfahren basierten zu einem auf dem Umlageverfahren beruhenden System“. Die Übereinkunft der beiden Organisationen umfasst auch folgende Orientierungen: „1. Eine Minimalrente von 4000 Franken im Monat und eine Maximalrente von 8000 Franken im Monat. Diese Rente wird nach dem Mischindex an die Entwicklung der Lebenskosten angepasst. 2. Versichertenbeiträge an die neue AHV auf das gesamte Einkommen. 3. Ein auf 64 Jahre für Frauen und auf 65 Jahre für Männer plafoniertes Rentenalter, mit der Möglichkeit einer vorzeitigen Pensionierung im Einverständnis zwischen den Vertretungen von Arbeitnehmerlnnen und Arbeitgeberinnen. 4. Eine Anrechnung von Erziehungs- (…). Christiane Jaquet.
Vorwärts, 21.12.2017.
Vorwärts > AHV. Referendum. Vorwärts, 2017-12-21.
Ganzer Text
20.12.2017 Schweiz
AHV
Frauen
Unia Schweiz

AHV
Rentenalter
Volltext
Verfehlte Vorschläge des Bundesrates zur Altersvorsorge. Keine Reform der Altersvorsorge auf dem Buckel der Frauen. Der Bundesrat hat seine Vorschläge zur Reform der Altersvorsorge skizziert. Leider hat er aus der Ablehnung der „Altersvorsorge 2020“ nichts gelernt: Einmal mehr sollen die Frauen mit einer Erhöhung des Rentenalters die Hauptlast tragen. Das ist nicht akzeptabel. Der Bundesrat will die Frauen mit einer Rentenaltererhöhung einseitig für eine neue Reform der Altersvorsorge bezahlen lassen. Die in Aussicht gestellten hypothetischen „Massnahmen im Zusammenhang mit der Erhöhung des Rentenalters der Frauen“ sind ein Hohn und verkennen die zentrale Botschaft der Abstimmung über die „Altersvorsorge 2020“: Ohne ausreichende Kompensation für die Frauen in der AHV und ohne längst überfällige Massnahmen zur Durchsetzung der Lohngleichheit steht eine Erhöhung des Frauenrentenalters nicht zur Diskussion. Gerechte Reform mit Stärkung der AHV. Gerade die Abstimmung vom 24. September hat gezeigt: Eine Reform der Altersvorsorge ist nur mit einer Stärkung der AHV möglich. Diese stabilste, solidarisch finanzierte Säule unserer Altersvorsorge ist insbesondere für viele Frauen die Haupteinnahmequelle im Alter. Die Unia setzt sich weiterhin für eine gerechte Reform ein, welche die AHV stärkt und langfristig sichert. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 20.12.2017.
Unia Schweiz > Rentenalter. AHV. Unia Schweiz, 2017-12-20.
Ganzer Text
20.12.2017 Schweiz
AHV
Travail.Suisse

AHV
Finanzen
Volltext
Finanzierung der AHV rasch und nachhaltig sichern: Jetzt braucht es ein Baby-Boomer-Prozent! Travail.Suisse begrüsst, dass der Bundesrat die demografisch bedingte Finanzierungslücke in der AHV rasch füllen will. Dass die AHV Zusatzeinnahmen braucht, ist unbestritten und prioritär zu behandeln. Der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden fordert mindestens ein Baby-Boomer-Mehrwertsteuerprozent für die AHV. Gleichzeitig ist weiterhin klar, dass das Leistungsniveau in beiden Säulen erhalten werden muss. Travail.Suisse wird den Bundesrat an diesem Bekenntnis messen. Soll eine Neuauflage der Reform mehrheitsfähig sein, müssen zudem alle Seiten des Neins berücksichtigt werden. Der Vorschlag des Bundesrats, das Frauenrentenalter anzuheben, ignoriert dies. Hier muss nachgebessert werden. Mit jedem Jahr Untätigkeit erhöht sich durch die massiv steigende Anzahl Neurentner/-innen der Finanzbedarf der AHV erheblich. Ziel muss bleiben, dass der AHV-Fonds im Jahr 2030 einen Fondsstand von 100 Prozent einer Jahresausgabe aufweist. Dafür braucht es eine Anhebung der Mehrwertsteuer um mindestens 1 Prozentpunkt, ein „Baby-Boomer-Prozent“. Da der Finanzbedarf bis 2030 jedoch weit über diese eine Mehrwertsteuerprozent hinausgeht, braucht es eine Ergänzung durch weitere Finanzierungen. Für Travail.Suisse ist eine reine AHV-Finanzierungsvorlage deshalb ein denkbarer erster Schritt im Reformprozess. In der zweiten Säule hat sich gezeigt, dass das Misstrauen gross ist. Eine (…).
Travail.Suisse, 20.12.2017.
Travail.Suisse > AHV. Finanzen. Travail.Suisse, 2017-12-20.
Ganzer Text
23.11.2017 Schweiz
AHV
Personen
SGB
Doris Bianchi
Dore Heim
AHV
Bundespersonal
Volltext
Bundespersonal einmal mehr das Bauernopfer? In den Verhandlungen zum Voranschlag 2018 schmieden die Räte zwei heisse Eisen. Einerseits muss die AHV zu ihren Mitteln kommen. Andererseits gilt es den blinden Sparkurs auf dem Rücken des Bundespersonals zu stoppen. Mit der Ablehnung der Reform Altersvorsorge 2020 entgehen der AHV Finanzen, einerseits die Mehrwertsteuereinnahmen in Milliardenhöhe, die befristet bis Ende dieses Jahres der Invalidenversicherung zu Gute kommen. Andererseits hätte die Reform auch eine höhere Beteiligung des Bundes an der AHV-Finanzierung mit sich gebracht. Der Bund hätte dem AHV-Fonds im Jahr 2018 zusätzlich rund 442 Mio Franken überweisen müssen. Entsprechend ist diese Ausgabe auch im Voranschlag 2018 aufgeführt. Die Ablehnung der Reform führt nun dazu, dass der Bund diesen Betrag der AHV nicht mehr schuldet und daraus einen Überschuss generieren kann. 442 Millionen für die AHV. Für den SGB ist klar, dass dieser Überschuss dennoch der AHV zu Gute kommen muss. Die höhere Beteiligung des Bundes an der AHV-Finanzierung wurde weder in der parlamentarischen Debatte noch im Abstimmungskampf kritisiert. Zudem ist die AHV auf zusätzliche Mittel angewiesen. Die Finanzkommission des Nationalrates folgte dieser Logik. Ihre Schwesterkommission möchte hingegen diese Entlastung des Budgets teilweise dem Bahninfrastrukturfonds zufliessen lassen. Die Eidgenössischen Räte müssen in der Wintersession diese Differenz zu (…). Doris Bianchi. Dore Heim.
SGB, 23.11.2017.
Personen > Bianchi Doris. AHV. Bundespersonal. SGB, 2017-11-23.
Ganzer Text
15.11.2017 Schweiz
AHV
Travail.Suisse

AHV
Finanzen
Volltext
Vorstand von Travail.Suisse fordert eine solide Finanzierung der AHV über ein Baby-Boomer-Prozent. Die Reform der Altersvorsorge ist am 24. September 2017 an der Urne gescheitert. Neben einem bürgerlichen gab es auch ein sozialpolitisch begründetes Nein. Unbestritten ist aber, dass die AHV eine Zusatzfinanzierung braucht, um die Baby Boomer-Generation zu finanzieren. Der Vorstand von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, hat an seiner heutigen Vorstandssitzung einstimmig eine Resolution verabschiedet, die mindestens ein Baby Boomer-Prozent in der Mehrwertsteuer fordert. Die Analysen zur gescheiterten Reform der Altersvorsorge zeigen, dass es sowohl ein bürgerliches Nein (v.a. gegen den AHV-Zuschlag), als auch ein sozialpolitisches gab (v.a. gegen eine Erhöhung des Frauenrentenalters). Eine neue Reform kann nur mehrheitsfähig sein, wenn beide Seiten dieses Neins berücksichtigt werden. Klar ist aber: Die AHV braucht zwingend eine Zusatzfinanzierung – je früher desto besser. Für den Vorstand von Travail.Suisse muss der erste Schritt in Richtung einer zügigen Finanzierungslösung gehen. „Die Finanzierungslücke in der AHV muss schnellstmöglich geschlossen werden. Wir alle wissen, dass sich mit jedem Jahr Untätigkeit der Finanzbedarf erheblich erhöht“, sagt Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. Die Resolution fordert, dass der AHV-Fonds im Jahr 2030 einen Fondsstand von 100 Prozent einer Jahresausgabe aufweist. (…).
Travail.Suisse, 15.11.2017.
Travail.Suisse > AHV. Finanzen. Travail.Suisse, 2017-11-15.
Ganzer Text
30.06.2017 Schweiz
AHV
Personen
SGB
Daniel Lampart
AHV
Mehrwertsteuer
Volltext
Mehrwertsteuer für die AHV hat einkommenspolitisch progressive Wirkung. Ein Ziel der „Altersvorsorge 2020“ ist es, die Finanzen der AHV für die Jahre bis gegen 2030 zu stabilisieren. Dazu erhält die AHV mehr Geld aus der Mehrwertsteuer MWSt. Weil die IV weniger Geld braucht, wandern die 0,3 MWSt-Prozent, die heute der IV zugutekommen, an die AHV. Zusätzlich wird die MWSt um 0,3 Prozentpunkte erhöht, so dass der MWSt-Satz künftig 8,3 statt 8 Prozent betragen wird. Damit braucht die AHV für viele Jahre kein zusätzliches Geld. Die Anpassung der AHV-Renten an Löhne und Teuerung ist gesichert. Und die Forderungen der Arbeitgeber nach Rentenalter 67 sind vom Tisch. Dennoch gibt es gewisse Gegner, welche die MWSt-Erhöhung kritisieren. Sie sei unsozial. Doch das stimmt nicht. Bei jedem zusätzlichen Franken für die AHV-Kasse profitieren die unteren Einkommen viel stärker als Topverdienende. Denn auch Einkommensmillionäre bekommen höchstens die AHV-Maximalrente von aktuell 2‘350 Franken pro Monat (Alleinstehende) bzw. 3525 Franken pro Monat (Paare), bezahlen aber genauso auf dem gesamten Konsum - auch auf dem Luxusauto oder dem Galadinner in St. Moritz - Mehrwertsteuern. Wird die MWSt für die AHV verwendet, hat sie unter dem Strich eine einkommenspolitisch progressive Wirkung. Dazu kommen weitere Beiträge aus den Banken und Versicherungen. Auf Finanzdienstleistungen wird den Kunden zwar keine Mehrwertsteuer belastet. (…). Daniel Lampart.
SGB, 30.6.2017.
Personen > Lampart Daniel. AHV. Mehrwertsteuer. SGB, 2017-06-30.
Ganzer Text
29.06.2017 Schweiz
AHV
Personen
Work
Ralph Hug
AHV
Geschichte
Volltext
70 Jahre Hass von Rechts. Von Anfang an reden die Rechten die AHV schlecht. Vor 70 Jahren sagte die Schweiz Ja zur AHV. Frappant: Ihre Feinde ziehen heute mit denselben Argumenten gegen das wichtigste Sozialwerk der Schweiz. Am 6. Juli 1947 sagte das Stimmvolk mit überwältigender Mehrheit Ja zur Einführung einer Alters- und Hinterlassenenversicherung (siehe Text unten). Die Abstimmung wurde nötig, weil Wirtschaftskreise zusammen mit Erzföderalisten und Rechtskatholiken das Referendum ergriffen hatten. Damals traten für die AHV noch alle vier Bundesratsparteien ein. FDP-Bundesrat Walther Stampfli hatte die Vorlage ausgearbeitet. Heute steht die FDP an der Spitze der Gegner der Altersvorsorge 2020. Gab es früher noch einen Volksfreisinn mit Sinn fürs Gemeinwohl, gibt es inzwischen nur noch einen Wirtschaftsfreisinn am Gängelband der Arbeitgeber. Letzte Woche beschimpfte ihr Präsident Valentin Vogt am Arbeitgebertag die Altersvorsorge 2020 als «lethargische Scheinreform». Genau gleich tönten die Wirtschaftsverbände schon vor siebzig Jahren. Wer die damaligen Behauptungen der AHV-Feinde mit den heutigen vergleicht, reibt sich die Augen: es sind dieselben. Dass das System AHV auch heute noch tadellos funktioniert, straft die Horrorszenarien der Gegner Lügen. Hier der Beweis in sechs Punkten. Ikonisch: Die Plakate des Künstlers Hans Erni prägten 1947 den Abstimmungskampf um die Einführung der AHV und gehören bis heute zu den bekanntesten politischen Plakaten der Schweizer Geschichte. (…). Ralph Hug.
Work online, 29.6.2017.
Personen > Hug Ralph. Geschichte. Work online, 2017-06-29.
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29.05.2017 Schweiz
Personen
SGB
UBS
Doris Bianchi
AHV
UBS
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Warum die UBS die AHV schlechtredet. Angstmacherei für skrupellose Geschäfte auf dem Buckel verängstigter BürgerInnen. Seit Jahren veröffentlicht die Grossbank UBS mindestens einmal pro Jahr eine sogenannte Studie, in der sie die AHV schlecht redet. Auch letzte Woche wieder. So weit so schlecht. Diesmal hat's mir aber „den Nuggi usegschlage". Denn nur ein paar Tage zuvor hatte mir ein UBS-Berater einen Werbeprospekt zur Altersvorsorge in die Hand gedrückt. Und diese machte klar, welch schamlose Strategie hinter der AHV-Miesmacherei der UBS steckt: Skrupellose Geschäfte machen auf dem Buckel verängstigter Bürgerinnen und Bürger. Die Angstmacherei läuft immer nach demselben Muster: Die UBS schwingt die Demografie-Keule und bläut den potenziellen Kunden ein, dass die AHV nicht mehr zu finanzieren sei. Kein Wort davon, dass die AHV heute im Vergleich zu 1975 die Anzahl ausbezahlter Renten von 900'000 auf 2,2 Millionen mehr als verdoppelt hat, die Lohnbeiträge dafür aber nie erhöhen musste. Kein Wort davon, dass alle Studien der letzten 30 Jahre, die der AHV desaströse Finanzlöcher voraussagten, nie eingetroffen sind. Warum auch die neuste "Studie" der UBS das Papier nicht wert ist, auf dem sie geschrieben ist, lesen sie hier. Seit neustem betont die UBS nun auch die Probleme der Pensionskassen. Diese stecken wegen der rekordtiefen Zinsen unbestrittenermassen in einer schwierigen Situation. Doch das kann kein Grund sein, das Dreisäulen-System in einer Grafik so darzustellen, dass (…). Doris Bianchi.
SGB, 29.5.2017.
Personen > Bianchi Doris. UBS. AHV. SGB, 2017-05-29.
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01.05.2017 Schweiz
Funke, Der
Personen
Florian Sieber
AHV
Volkspension
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Rentenreform in der Schweiz und in Europa. Kürzungen, Qualen, Kompromisse. Wieder einmal ist die Schweiz kein Sonderfall: Angriffe auf die Renten stehen in einem Europa der Krise hoch im Kurs. Weswegen diese Rentenkürzungen kein Zufall sind und wie wir Linke gegen sie kämpfen müssen, wenn wir nicht untergehen wollen. „Die Regierung hat im wahrsten Sinne des Wortes meine Möglichkeiten zu überleben zerstört. Mein Überleben, das durch eine würdevolle Rente gesichert sein sollte, die ich selbst über 35 Jahre eingezahlt habe, ist bedroht. Ich finde keine andere Lösung, als die eines würdevollen Endes, bevor ich anfange im Müll zu suchen, um mich zu ernähren." Es ist der Morgen des 4.4.2012. Der 77-jährige pensionierte Athener Dimitris Christoulas nimmt die U- Bahn in Richtung Zentrum. Er steigt beim Syntagma, dem zentralen Platz Athens aus. Hier, direkt vor dem griechischen Parlament, heftet Christoulas einen Brief an einen Baum und schiesst sich eine Kugel in den Kopf. Die obenstehenden Worte stammen aus seinem Abschiedsbrief. Dimitris Christoulas, der pensionierte Apotheker, der keinen anderen Ausweg als den Freitod sah, sollte kein Einzelfall bleiben. In einer EU, in der die Massen die Zeche für die Misswirtschaft der KapitalistInnen zahlen, ist die Zahl der Selbstmorde seit Beginn der Krise jährlich um 8000 höher gewesen als noch vor 2009. Die Freitode sind Ausdruck einer Politik von Kürzungen und Sparprogrammen, die nicht mehr als Scherben von manchen Existenzen übrig lässt und wegen der gerade bei älteren Generationen die Hoffnungslosigkeit grassiert. Die Verlorenen und die Betrogenen. (…). Florian Sieber, Juso Thurgau.
Der Funke, Mai 2017, Nr. 60.
Personen > Sieber Florian. AHV. Referendum. Der Funke, Mai 2017.
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07.04.2017 Schweiz
AHV
Personen
Vorwärts
Siro Torresan
AHV
Referendum
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Referendum unterschreiben! Wie angekündigt, hat ein linkes Komitee mit der PdAS das Referendum gegen die Altersvorsorge 2020 ergriffen. SP und Gewerkschaften unterstützen die Reform. Eine Reform, die dazu führt, dass die Pensionskassen um Milliarden reicher werden, dessen Renten aber kontinuierlich sinken. Die SozialdemokratInnen und die Gewerkschaft akzeptieren eine Rentenkürzung von 12 Prozent bei der Pensionskasse (2. Säule) durch die Senkung des Umwandlungssatzes, die Erhöhung des Rentenalters der Frauen, die Erhöhung der Lohnabgaben für die 2. Säule, die Erhöhung der Mehrwertsteuer und Verschlechterungen bei der Witwen - sowie Waisenrente. Dies alles für 70 Franken mehr AHV im Monat und die Erhöhung der Ehepaarrenten. 86 Jahre alt muss eine Frau mit einer AHV-Rente von 1500 Franken werden, um mit den 70 Franken Rentenerhöhung die 18‘000 Franken Renteneinbusse wieder auszugleichen, welche sie wegen des um ein Jahr späteren Eintritts ins Rentenalter erleidet. Und noch eine kleine Rechnung: Bei einem angenommenen BVG-Alterskapital von 400 000 Franken beträgt der Rentenverlust durch die Senkung des Umwandlungssatzes 3200 Franken im Jahr, 266 Franken monatlich. Dazu kommen die Preiserhöhungen, die durch die erhöhte Mehrwertsteuer verursacht werden. Zu behaupten, die um 70 Franken höhere AHV- Rente im Monat wäre einen Ausgleich dafür, grenzt an Verarschung. Ein Tropfen auf dem heissen Stein. (…). Siro Torresan.
Vorwärts, 7.4.2017.
Personen > Torresan Siro. Altersvorsorge. Referendum. Vorwärts, 2017-04-07.
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17.02.2017 Schweiz
AHV
Personen
Work
Ralph Hug
AHV
Reform
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„70.- mehr, sonst geht’s bachab“. AHV-Reform: Nach dem Debakel bei der Unternehmenssteuerreform III müssen die Rechten umdenken. Mit der AHV habe das rein gar nichts zu tun. So tönten die Verliererinnen und Verlierer nach dem Nein zur Unternehmenssteuerreform. Hat es aber doch. Die Lehre aus der krachenden Niederlage von Bundesrat, SVP, FDP, GLP, BDP und der Kantone kann nur eine sein: Das Volk will soziale Reformen. Gerade bei der Altersvorsorge 2020. Ohne bessere Renten wird jede Vorlage Schiffbruch erleiden. Das hat CVP-Chef Gerhard Pfister klar erkannt. Er sagt: „70 Franken mehr, sonst geht’s bachab.“ Seine Partei spielt bei diesem Geschäft das Zünglein an der Waage. Zwei Modelle. Die Kardinalfrage bei der laufenden AHV-Reform lautet: Wo und wie werden die schwindenden Pensionskassenrenten kompensiert? Ohne Ausgleich würden sie um 12 Prozent sinken. Bis jetzt tanzten FDP und SVP nach der Pfeife von Economiesuisse, Gewerbeverband und Arbeitgeberpräsident Valentin Vogt. Diese wollen das Rentenalter heraufsetzen und die vom Ständerat beantragte AHV-Rentenerhöhung von 70 Franken weghaben. Und dies um jeden Preis. Die Wirtschaftslobbyisten haben im Nationalrat deshalb ein eigenes Modell durchgedrückt. Ganz nach dem Motto: Sollen doch die Versicherten mehr zahlen für weniger Rente. Und so sehen die beiden Modelle aus: Modell Ständerat: Kompensation für die sinkenden Pensionskassenrenten sowohl in der 1. als auch in der 2. Säule. Zuschlag von 70 Franken (…). Ralph Hug.
Work, 17.2.2017.
Personen > Hug Ralph. AHV. Reform. Work, 2017-02-17.
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03.12.2016 Schweiz
Unia Schweiz

AHV
Kongress
Kündigungsschutz
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Ausserordentlicher Kongresstag der Gewerkschaft Unia in Biel. Mehr Schutz und Rechte für die Arbeitnehmenden – Arbeit und Privatleben müssen vereinbar sein. Die Delegierten der Gewerkschaft Unia haben an einem ausserordent¬lichen Kongresstag in Biel vier Positionspapiere verabschiedet. Sie legen die Haltung und Forderungen der Unia in zentralen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen fest und legen die programmatische Basis für die Gewerkschaftsarbeit in den kommenden vier Jahren. Ende Oktober beschloss der ordentliche Kongress der Unia in Genf die strategischen Ziele der grössten Schweizer Gewerkschaft für die nächsten vier Jahre und bestellte die nationalen Leitungsgremien neu. An einem zusätzlichen Kongresstag in Biel haben heute die Delegierten das inhaltliche Fundament für die Arbeit in den kommenden Jahren verabschiedet. Zur Diskussion standen vier Positionspapiere zu zentralen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und rund 120 Änderungsanträge. AHV ausbauen statt Rentenalter erhöhen. Für die Unia bedeutet soziale Sicherheit nicht „Almosen für Bedürftige, sondern soziale Rechte für alle“. Deshalb verlangt sie im ersten Positionspapier ein System umfassender sozialer Absicherung, das niemanden ausschliesst und die immer ausgeprägtere soziale Ungleichheit bekämpft. Die Unia bekämpft eine Erhöhung des Rentenalters und strebt stattdessen einen Ausbau der AHV, Modelle der Frühpensionierung in Branchen mit beschwerlichen Tätigkeiten und die Beseitigung aller Diskriminierungen in den Sozialversicherungen an. Flankierende Massnahmen verbessern, Kündigungsschutz verstärken. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 3.12.2016.
Unia Schweiz > Kongress 3.12.2016. Unia Schweiz, 2016-12-03.
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28.10.2016 Schweiz
AHV
Unia Schweiz

AHV
Kongress
Referendum
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Unia-Kongress will jede Verschlechterung bei der Altersvorsorge bekämpfen. An ihrem zweiten Kongresstag haben die rund 350 Delegierten der Gewerkschaft Unia eine Kampagne gegen Sozialabbau, gegen eine unsoziale Sparpolitik und gegen Steuergeschenke für Reiche und Unternehmen beschlossen. Sie lehnen die im Rahmen der Altersreform 2020 geplanten Verschlechterungen klar ab und wollen dagegen das Referendum ergreifen. „Nach drei Jahrzehnten immer aggressiverer Umverteilungspolitik zu Gunsten der Reichen und Superreichen droht die Schweiz ihr soziales Gleichgewicht zu verlieren“, halten die Unia-Delegierten in einer Resolution fest. Die Unterschiede zwischen wenigen ganz Reichen und der grossen Mehrheit würden immer grösser und der Steuerwettbewerb blute die öffentlichen Finanzen aus und führe zu einem Abbau beim Service public. Die unsoziale Finanzierung der Krankenkassen belaste immer mehr Leute immer stärker und die Angriffe auf die AHV und andere Sozialversicherungen würden die Schwächsten besonders hart treffen. Gegen diese falsche Spar- und Abbaupolitik will die Unia in den nächsten Jahren eine aktive Kampagne führen. Referendum gegen Abbau bei der Altersvorsorge angekündigt. Als inakzeptabel lehnt die Unia insbesondere die im Rahmen der Altersreform 2020 geplanten Angriffe auf die Altersvorsorge ab. Jede Erhöhung des Rentenalters, die Kürzung der AHV-Witwen- und Kinderrenten und die Senkung des Umwandlungssatzes bei der zweiten Säule will die Unia mit einem Referendum bekämpfen. Zudem beschlossen die Delegierten, dass sich die Unia „an vorderster Front“ (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 28.10.2016.
Unia Schweiz > Kongress. AHV. Unia Schweiz, 2016-10-28.
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