Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Stichwort > Gastgewerbe
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 29

1 2
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
27.09.2019 Schweiz
Gastgewerbe
Personen
Work
Christian Egg
Gastgewerbe
GAV
Volltext
Gastrosuisse trickst bei den Verhandlungen zum neuen GAV: Wirte wollen kantonale Mindestlöhne aushebeln. Mehr und mehr Kantone haben neu einen gesetzlichen Mindestlohn. Den Chefs ist das ein Dom im Auge. Der Verband der Wirte verweigert jetzt deswegen sogar. die GAV-Verhandlungen. Es war ein Durchbruch für Löhne, von denen es sich knapp leben lässt: 2017 gab das Bundesgericht grünes Licht für einen gesetzlichen Mindestlohn von 20 Franken pro Stunde im Kanton Neuenburg. Kurz darauf setzte auch der Kanton Jura dieselbe Marke im Gesetz fest. Und es geht weiter: In Basel und Genf sind Volksinitiativen der Gewerkschaften hängig, die im Minimum 23 Franken pro Stunde für alle fordern. Und im Tessin haben die Stimmenden bereits Ja gesagt zu einem Mindestlohn - gestritten wird noch um seine Höhe. Zwar würden die Gewerkschaften gerne gute Arbeitsbedingungen in Gesamtarbeitsverträgen festlegen. Aber in einigen Bereichen, zum Beispiel im Detailhandel, sträuben sich die Arbeitgeber gegen GAV. Also beschritten die Gewerkschaften den politischen Weg. Im Gastrogewerbe mit seinem allgemeinverbindlichen GAV bezeichnet dies der Wirteverband Gastrosuisse gegenüber Work als „nicht faire Doppelstrategie“. Den Chefs und rechten Politikern sind die kantonalen Mindestlöhne ein Dorn im Auge. Deshalb blasen sie jetzt zum Angriff. Mit einer Motion will zum Beispiel der Urner CVP-Ständerat Isidor Baumann die kantonalen Mindestlöhne aushebeln - ausgerechnet mit den Gesamtarbeitsverträgen. (…).  Christian Egg.
Work, 27.9.2019.
Personen > Egg Christian. Gastrosuisse. GAV. Work, 2019-09-27.
Ganzer Text
20.04.2018 Schweiz
Gastgewerbe
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Gastgewerbe
Volltext
Delegiertenversammlung des Sektors Gewerbe der Unia. Die Arbeitnehmenden wehren sich gegen die politische Instrumentalisierung ihrer Arbeitsbedingungen. An ihrer heutigen Delegiertenversammlung in Bern haben Arbeitnehmende des Gewerbesektors aus der ganzen Schweiz eine Resolution verabschiedet, die die Machenschaften der SVP kritisiert. Sie werfen der Partei vor, betrügerischen Unternehmen in die Hand zu arbeiten. Angesichts des heute auf den Baustellen herrschenden Preiskriegs fordert die Unia eine Stärkung der Massnahmen zum Schutz der Löhne und der Arbeitsbedingungen. Unter dem Deckmantel der nationalen Souveränität hat die SVP einen neuen politischen Angriff auf die Gewerkschaften, die Gesamtarbeitsverträge und die Sozialpartnerschaft gestartet. Sie will den Lohnschutz in der Schweiz abschaffen. Die Aufhebung der Personenfreizügigkeit und der flankierenden Massnahmen hätte zur Folge, dass europäische Arbeitskräfte zu nicht kontrollierten und schlechteren Arbeitsbedingungen als in der Schweiz üblich angestellt würden. Diese Politik leistet betrügerischen Unternehmen Vorschub, die sich über Gesetze und Gesamtarbeitsverträge hinwegsetzen. Zudem verstärkt sie die Unsicherheit und die sozialen Spannungen. Zurück zur Arbeitsrealität auf den Baustellen. An der Delegiertenversammlung sagte Aldo Ferrari, Vizepräsident Unia und Sektorleiter Gewerbe, dazu: "Der in den (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 20.4.2018.
Unia Schweiz > Gastgewerbe. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2018-04-20.
Ganzer Text
21.03.2018 Schweiz
Gastgewerbe
Unia Schweiz

Gastgewerbe
Lohnerhöhungen
Volltext
Mindestlöhne im Gastgewerbe steigen um 0,5 Prozent. Die neuen Mindestlöhne für Gastgewerbe und Hotellerie gelten ab 1. April, bei Saisonarbeitsverträgen ab Beginn Sommersaison. Ab dem 1. April gelten neue Mindestlöhne. Dies haben heute die Sozialpartner im Gastgewerbe bekannt gegeben. Jährlich verhandeln die Sozialpartner die Anpassung der Mindestlöhne an die Teuerung. Auf Arbeitnehmerseite sind dies die Unia, die Hotel & Gastro Union und die Syna, auf der Arbeitgeberseite GastroSuisse, hotelleriesuisse sowie die Swiss Catering Association SCA. Die neuen Mindestlöhne werden gemäss des Landesgesamtarbeitsvertrages des Gastgewerbes (L-GAV) auf den 1. April 2018 und bei Saisonarbeitsverträgen auf Beginn der Sommersaison 2018 wie folgt erhöht: Detaillierte Angaben zu den Lohnkategorien siehe www.l-gav.ch. (…).
Unia Schweiz, 21.3.2018.
Unia Schweiz > Gastgewerbe. Lohnerhöhungen. Unia Schweiz, 2018-03-21.
Ganzer Text
08.05.2017 Kuba
Gastgewerbe
Granma

Gastgewerbe
Volltext
Eine Unterstützung für Gasthäuser. In Trinidad wurde ein Grossmarkt für die Versorgung des nichtstaatlichen Sektors mit landwirtschaftlichen Produkten eingerichtet. Die Kapitalanlage übersteigt 85 000 Pesos. Ein neuer Markt, der auf die Stärkung der Versorgungsoptionen der Selbstständigen gerichtet ist, die Dienstleistungen im Tourismus- Sektor anbieten, wurde in dieser Stadt eröffnet, die als führend in der Entwicklung von Formen der nicht-staatlichen Verwaltung im Land gilt und einen signifikanten Zustrom von in- und ausländischen Besuchern erhält. Merca Hostal Trinidad ist der Name der Einrichtung, der dritten ihrer Art, die im Land geschaffen worden sind. Vorher waren zwei andere in Santiago de Cuba und Remedios, Villa Clara, eröffnet worden. Im Angebot sind Zitrusfrüchte, Obst, Gemüse, Knollen, Bohnen und Industrieprodukte wie Säfte, Marmeladen, vorgebackenen Kartoffeln, Tomatenpüree und Kompott, sowie Imkereiprodukte. Gustavo Rodriguez Rollero, Minister für Landwirtschaft, der zusammen mit Jose Ramon Monteagudo Ruiz, Mitglied des Zentralkomitees und der erste Sekretär der Partei in Sancti Spiritus, und Teresita Romero Rodriguez, Präsidentin der Provinzversammlung der Volksmacht, der Eröffnung des neuen Marktes beiwohnte, betonte die Wichtigkeit einer Anstrengung wie dieser für die Betreuung des Tourismus in einer Stadt wie Trinidad und rief dazu auf, die Stabilität der Angebote zu gewährleisten. Rolando Quincoses Arteaga, Leiter von Frutas Selectas in Sancti Spiritus, erklärte, dass die Besitzer von privaten (…).
Granma, 8.5.2017.
Granma > Gastgewerbe. Granma, 2017-05-08.
Ganzer Text
30.03.2017 Deutschland
Gastgewerbe
Junge Welt

Gastgewerbe
Mindestlöhne
Volltext
Zu nah am Mindestlohn. Systemgastronomie: Beschäftigte wollen mehr verdienen als das gesetzliche Minimum. Über die Vertreter der grossen Fastfoodketten findet Pinar Zerik nur wenig schmeichelhafte Worte. Arrogant seien sie, überheblich und stur. Trotzdem muss Zerik mit ihnen Kontakt halten. Als Mitglied der Tarifkommission der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) soll sie die Tarifverhandlungen in der Systemgastronomie zu einem guten Abschluss bringen. Und gut wäre es, so Zerik, wenn in den Filialen von McDonald’s, Starbucks und Co. künftig keine Hungerlöhne mehr gezahlt würden. Ganz anders würden es die Unternehmer sehen. „Sie wollen, dass unsere Löhne nah am Mindestlohn bleiben.“ Momentan würden die meisten ihrer Kollegen – Zerik arbeitet bei Starbucks – 8,84 Euro in der Stunde erhalten. Näher am Mindestlohn geht nicht. Am Mittwoch traten Beschäftigte der Systemgastronomie aus Ostdeutschland in einen ganztägigen Warnstreik, zu dem die NGG aufgerufen hatte. Rund 200 Personen beteiligten sich an einer Protestkundgebung in der Berliner Innenstadt. Hintergrund des Arbeitskampfs sind Tarifverhandlungen mit dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS). Mittlerweile drei Gesprächsrunden verliefen ergebnislos. Gewerkschaft und Beschäftigte verlangen Lohnsteigerungen von sechs Prozent. „Die Verhandlungen drohen zu scheitern“, sagte Sebastian Riesner, Gewerkschaftssekretär der NGG. Die Unternehmer wollen die untersten Löhne nur um drei Cent anheben – von 8,84 Euro in der Stunde auf 8,87 Euro. „Wer Vollzeit arbeitet erhält dann 5,07 Euro im Monat mehr, brutto. (…). Johannes Supe.
Junge Welt, 30.3.2017.
Junge Welt > Mindestlöhne. Gastgewerbe. Junge Welt, 2017-03-30.
Ganzer Text
30.01.2017 Schweiz
Gastgewerbe
Unia Schweiz

DV
Gastgewerbe
Volltext
Sektor Tertiär: Präsent in der Fläche, fokussiert in der Tiefe! An der heutigen Delegiertenversammlung (DV) des Sektors Tertiär der Unia blickten die Delegierten auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Die Delegierten verabschiedeten eine Resolution gegen die drohenden Verschlechterungen des Arbeitsgesetzes. Wachsende Mitgliederentwicklung. Getragen durch gewerkschaftliche Erfolge wie die Verteidigung des L-GAV im Gastgewerbes und die Versenkung des Ladenöffnungsgesetzes gewann der Sektor Tertiär der Unia 2016 so viele Mitglieder, wie nie zuvor: Der Mitgliederbestand bei Diensleistungsberufen stieg um 3,7% auf rund 55‘000 Personen. Die Mobilisierungen der Mitarbeitenden bei der Spitex Willisau sowie gegen die Delokalisierung beim multinationalen Versicherungskonzern Generali oder gegen den Taxi-Dienst Uber sind zukunftsweisend. Der erfolgreiche Aufbau in der Langzeitpflege wird fokussiert weitergeführt. Eindrückliche Erfolge bei GAV-Abschlüssen. Trotz schwierigen Rahmenbedingungen ist es der Unia gelungen, für die Dienstleistungsberufe eindrückliche Erfolge zu erzielen: Sie erneuerte oder verbesserte wichtige GAV in Hotellerie und Gastgewerbe sowie der Sicherheits- und Personalverleihbranche trotz zum Teil heftigen Widerständen. Neu wurde ein GAV in der privaten Erwachsenenbildung beim Institut ECAP abgeschlossen. Gegen Stress am Arbeitsplatz und Angriffe auf das Arbeitsgesetz. (…).
Unia Schweiz, 30.1.2017.
Unia Schweiz > Dienstleistungsbetriebe. DV. Unia Schweiz, 2017-01-30.
Ganzer Text
04.07.2016 Schweiz
Gastgewerbe
Unia Schweiz

Gastgewerbe
GAV
Volltext
Neuer L-GAV im Gastgewerbe ab 2017. Dem L-GAV sind 27‘000 Arbeitgeber und rund 200‘000 Arbeitnehmende im Gastgewerbe unterstellt. Die Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter des Gastgewerbes haben den neuen Landes-Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV) genehmigt und ratifiziert. Der neue Vertrag tritt am 1. Januar 2017 in Kraft. Der L-GAV 2017 ist das Ergebnis zweijähriger Verhandlungen zwischen den Arbeitnehmerorganisationen Hotel&Gastro Union, Syna, Unia und den Arbeitgebervertretern Swiss Catering Association (SCA), GastroSuisse und hotelleriesuisse. Errungenschaften verteidigt. Der neue L-GAV sichert die wichtigsten Errungenschaften der Vergangenheit (Mindestlohn, 13. Monatslohn, 5. Ferienwoche, Arbeitszeitkontrolle) und bringt weitere Verbesserungen für die Beschäftigten. Wichtige Neuerungen sind: (…).
Unia Schweiz, 4.7.2016.
Unia Schweiz > Gastgewerbe. GAV. Unia Schweiz, 2016-07-04.
Ganzer Text
12.08.2015 Schweiz
Löhne

Detailhandel
Gastgewerbe
Tiefstlöhne
Volltext
Tieflohnproblem nicht vom Tisch. Bericht des Bundes zu Tieflohnbranchen. Die Schweiz hat nach wie vor ein Tieflohnproblem. Zwar hat es dank dem Einsatz der Gewerkschaften für gerechte Löhne - nicht markant zugenommen, wie ein am Mittwoch veröffentlichter Bericht des Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) zeigt. Doch liegen die Löhne von einer halben Million Menschen unterhalb der Tieflohnschwelle. Und über 200 000 Menschen verdienen weniger als 22 Fr./Stunde, wie sie die Mindestlohn-Initiative verlangte. Gross ist das Problem vor allem in Branchen ohne flächendeckenden Gesamtarbeitsverträge (GAV), wie etwa dem Detailhandel oder dem Gartenbau. Wenn es dort Verbesserungen gibt, profitieren überdurchschnittlich viele Menschen davon. Denn mit über 105‘000 zählt der Detailhandel am meisten Tieflohnstellen. In diesen Branchen weigern sich jedoch die Arbeitgeber, in einem GAV allgemein gültige Mindestlöhne zu verankern. Deshalb müssen die Hürden für die Allgemeinverbindlicherklärung von GAV gesenkt werden. (…).
SGB, 12.8.2015.
SGB > Gastgewerbe. Tiefstlöhne. SGB, 12.8.2015.
Ganzer Text
01.09.2014 Schweiz
Gastgewerbe
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Gastgewerbe
Volltext
Gegen Wildwuchs im Gastgewerbe. Die Unia Branchenkonferenz Gastgewerbe fordert konkrete Massnahmen gegen die negativen Folgen der Liberalisierungspolitik der letzten 25 Jahre. Als stark betroffene Branche wendet sie sich zudem gegen die Ausgrenzung von Migrant/innen und die Ecopop-Initiative. Die Unia-Branchenkonferenz Gastgewerbe vom 1. September beschäftigte sich mit den schwierigen Arbeitsverhältnissen in vielen Betrieben. Die Aufhebung der Bewilligungspflicht für Gastgewerbetriebe hat entgegen den Versprechungen der Liberalisierungsturbos nicht zu einer Win-win-Situation für alle Beteiligten - Arbeitnehmende, Gäste und Arbeitgeber - geführt. Vielmehr prägen betrügerische Konkursen, nicht einbezahlte Sozialversicherungsbeiträge, schlecht ausgebildete Arbeitgeber und Lohndumping den Arbeitsalltag. Es gibt zu wenige Kontrollen und die Qualität der Dienstleistungen nimmt ab. Unter den Betrieben tobt ein harter Konkurrenzkampf, der zu unzähligen Gesetzes- und Vertragsverstössen auf Kosten der Arbeitnehmenden führt. Konkrete Massnahmen gefordert. (…).
Unia Schweiz, 1.9.2014.
Gastgewerbe > Arbeitsbedingungen. Konferenz. Unia, 1.9.2014.
Ganzer Text
22.08.2014 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
Gastgewerbe
Mehrwertsteuer
Volltext
Zu Hause teurer essen? Nein zur Gastro-Initiative. Der Branchenverband GastroSuisse will mit einer Volksinitiative erreichen, dass Restaurants und TakeAways künftig den gleichen Mehrwertsteuersatz bezahlen und die Verpflegung über die Gasse steuerlich nicht mehr bevorteilt wird. Das wirkt auf den ersten Blick durchaus sympathisch. Doch die Initiative sagt nicht, wie das Problem konkret gelöst werden soll. Die Gefahr ist gross, dass am Schluss Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen die Leidtragenden sind. Am 28. September kommt die Initiative zur Abstimmung. Die Ausgangslage: Für Restaurants gilt heute der Normalsteuersatz von 8 Prozent. Demgegenüber zahlen TakeAway-Anbieter (Essen „über die Gasse“) nur 2,5 Prozent. Sie profitieren vom sozialpolitisch begründeten Lebensmittel-Mehrwertsteuersatz. Die Gastro-Initiative verlangt nun, dass „gastgewerbliche Leistungen dem gleichen Steuersatz wie die Lieferung von Nahrungsmitteln unterliegen“. Ausgenommen sind alkoholische Getränke, Tabak und andere Raucherwaren, die auch weiterhin mit einem eigenen Satz besteuert werden. (…). Thomas Zimmermann.
SGB, 22.8.2014.
SGB > Gastgewerbe. Mehrwertsteuer. Initiative. SGB, 22.8.2014.
Ganzer Text
20.03.2014 Bern
Gastgewerbe
Hotel Bern
Personen
Work
Oliver Fahrni
Gastgewerbe
Hotel Bern
Mindestlöhne
Volltext

Das Hotel Bern macht es vor. Der oberste Wirt, Klaus Künzli, warnt vor dem grossen Beizen sterben, sollte die Mindestlohninitiative gewinnen. Reine Angstmacherei. Wenig, was der Mensch so treibt, ist ihr fremd: Maria Texeira hat viel gehört und gesehen in den 19 Jahren als Zimmerfrau im 4-Sterne-Hotel Bern. Doch das wird die Portugiesin Work nie erzählen. Diskretion gehört zum Beruf. Sie macht eines dieser vielen unsichtbaren Metiers, ohne die nichts mehr ginge. Ganz unten in der Hierarchie. Wie etwa die Hilfsarbeiten in der Hotelküche. Texeiras Mann und ihr Sohn arbeiten unten in der Küche. Über eines allerdings spricht Maria Texeira ohne Zögern: ihren Lohn. Er beträgt 3700 Franken. 13 Mal im Jahr.  Dieses Salär erfüllt exakt die Kriterien der Mindestlohninitiative der Gewerkschaften, über die wir am 18. Mai abstimmen: 22 Franken die Stunde, 4000 Franken im Monat, auf zwölf Monate gerechnet. Ein lebensnotwendiges Minimum, sagt die Unia: Wer voll arbeitet, soll davon leben können. Arbeitende sollen nicht mehr Sozialhilfe vom Staat erbetteln müssen, damit sie über die Runden kommen. Das ist unwürdig. Und eine fragwürdige Subventionierung von Unternehmergewinnen. Doch 330‘000 verdienen in der reichen Schweiz immer noch weniger. Zu wenig. 46‘000 davon im Gastgewerbe.  Eigentlich nur logisch, wenn das Best Western Hotel Bern den Lohn der Mindestlohninitiative heute schon bezahlt: Das Volkshaus, wie es früher hiess und neuerdings wieder heisst, gehört der Gewerkschaft Unia. Oliver Fahrni.

Work online, 20.3.2014.

Work > Gastgewerbe. Mindestlöhne. Work. 2014-03-20.

Ganzer Text

06.03.2014 Schweiz
Gastgewerbe
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Gastgewerbe
Mindestlohn-Initiative
Volltext
Jammeri-Wirte. Die Gegner der Mindestlohninitiative haben den Abstimmungskampf eröffnet. Sie schicken den obersten Wirte-Patron, Gastrosuisse-Chef Klaus Künzli, vor, um der Nation via „Sonntagsblick“ Angst einzujagen. Angst vor dem grossen Beizensterben („Machen Hunderte Beizen dicht?“). Und Angst vor Preisaufschlägen. Komme die Initiative der Gewerkschaften, über die wir am 18. Mai abstimmen und die 4000 Franken Mindestlohn für alle verlangt, durch, würde das zig „Wirte ins Verderben“ stürzen. Derart dramatisiert Künzli. Derselbe Künzli, der noch 2003 der „NZZ“ diktiert hatte: „Wir haben zu viele Beizen in der Schweiz.“ Für Hoteliers oder Wirte müssten minimale Anforderungen aufrechterhalten werden, zu deren eigenem Schutz. Ein Mindestlohn von 22 Franken für alle könnte gerade im Gastgewerbe so eine schützende Anforderung sein. Denn im Unterschied zu anderen Branchen erfüllt das Gastgewerbe die Forderungen der Mindestlohninitiative schon heute fast. In den letzten zwölf Jahren hat die Branche riesige Lohnfortschritte gemacht. Flächendeckend mit dem Gesamtarbeitsvertrag. Was Jammeri-Künzli verschweigt: Seine Branche ist gar keine Tieflohnbranche mehr. Nach einem langen Marathonlauf steht sie kurz vor dem 4000er-Gipfel. Künzli könnte also ein stolzer Befürworter der Mindestlohninitiative sein. Aus konkurrenztechnischen Überlegungen müsste er es sogar sein. Denn niemand hat mehr Interesse an einem Mindestlohn von 4000 Franken als jene, die ihn schon bezahlen. Noch vier Lohnrunden. (…). Marie-Josée Kuhn.

Work online, 6.3.2014.

Personen > Kuhn Marie-Josée. Wirteverband. Editorial Work. 2014-03-06.

Ganzer Text

25.10.2012 Schweiz
Gastgewerbe
Personen
Unia Schweiz
Mauro Moretto
Gastgewerbe
GAV
Mindestlöhne
Volltext

Ergebnis der Verhandlungen für 2013 der Sozialpartner des L-GAVs des Gastgewerbes. Die Gespräche zwischen den Sozialpartnern im Gastgewerbe standen in den letzten Monaten im Zeichen der angespannten wirtschaftlichen Situation der Branche, welche massgeblich durch den überbewerteten Franken, die Schuldenkrise im Euro-Raum und das allgemein schwierige ökonomische Umfeld geprägt ist. Die Vertragspartner sind sich einig, dass gerade in einer derartigen Konstellation eine stabile Sozialpartnerschaft und ein stabiler Landes-Gesamtarbeitsvertrag (L-GAV) wichtig sind und die Verantwortung gegenüber der Branche gemeinsam wahrgenommen werden muss. (...).

 Gemeinsame Medienmitteilung, 25.10.2012.
Unia Schweiz > Gastgewerbe. GAV. 25.10.2012.

Ganzer Text

01.09.2011 BE Kanton
Lyss
GKB
Links
Löhne
Personen
Corrado Pardini
Gastgewerbe
Links
Lohndumping
Mindestlöhne
Volltext

Gegen Lohndumping. Die Berner Regierung informierte jüngst über die Mindestlöhne im Kanton. Die tiefsten sind noch tiefer als im schweizerischen Schnitt. Gärtner, Serviceangestellte, Reinigungspersonal und der Detailhandel sind besonders betroffen. Die in diesen Branchen bezahlten Tiefstlöhne sind so tief, dass sie als rechtswidrig gelten. Es braucht deshalb ein politisches Signal - eine schweizweite Verständigung auf gewisse Lohnminimas. Die Erkenntnis muss sich durchsetzen: Wer Tiefstlöhne bezahlt, handelt ökonomisch falsch und unmoralisch. Er belastet vorsätzlich die öffentliche Hand, die via Sozialhilfe die Differenz zwischen dem bezahlten Lohn und dem notwendigen Mindesteinkommen subventioniert. Er macht Profite auf dem Buckel der Gesellschaft. (...). Corrado Pardini.

Links, September 2011.
Personen > Pardini Corrado. Lohndumping. 2011-09-01.doc.

Pardini Corrado. Lohndumping. 2011-09-01.pdf

19.03.2010 Schweiz
Gastgewerbe
Unia Schweiz
Work

Ausbildung
Gastgewerbe
Weiterbildung
Weiterbildung lohnt sich. Der neue Landesmantelvertrag 2010 für das Gastgewerbe gewichtet die Aus- und Weiterbildung der Angestellten höher, als dies beim alten L-GAV der Fall war. So hält der neue Vertrag ausdrücklich fest, dass Angestellte Anrecht auf 3 bezahlte Arbeitstage für berufliche Weiterbildung haben. Weiter regelt er, welche Ausbildungen durch den Weiterbildungsfonds gefördert und unterstützt werden. Aus- und Weiterbildung im Gastgewerbe lohnen sich. Denn das neue Lohnsystem, das ab 2012 in Kraft tritt, honoriert Aus- und Weiterbildung mit höheren Löhnen. Die Unia informiert in den nächsten Wochen in den Betrieben über die Verbesserungen. Work. Freitag, 19.3.2010
22.01.2010 Schweiz
Ferien
Unia Schweiz
Work
Judith Stofer
Ferien
Gastgewerbe
Neu: 5 Wochen Ferien für alle. Der Gesamtarbeitsvertrag im Gastgewerbe ist jetzt in Kraft. Die rund 200'000 Angestellten des Gastgewerbes können sich freuen. Der neue Landes-GAV bringt Verbesserungen. Mauro Moretto, Unia-Verantwortlicher für das Gastgewerbe, ist stolz auf das Verhandlungsergebnis. Der jahrelange Einsatz für einen neuen griffigeren Gesamntarbeitsvertrag hat sich gelohnt. (...) Judith Stofer. Work 22.1.2010
21.01.2010 Schweiz
Personen
WOZ
Patrik Maillard
Arbeitslosigkeit
Gastgewerbe
Mindestlöhne
Vom Tellerwäscher zum Arbeitslosen. Hungerlöhne. Gespart wird in Zeiten der Wirtschaftrskrise überall. Schweizer Gastgewerbe leiden darunter, vor allem die Ungelernten. Auch mit dem neuen Gesamtarbeitsvertrag wird ihre Lage nicht besser. (...). Patrik Maillard. WOZ 21.1.2010
15.11.2009 Biel
Unia Biel-Seeland

Gastgewerbe
13. Monatslohn im Gastgewerbe! Rund 200'000 Arbeitnehmende arbeiten im Gastgewerbe. Sie dürfen mit dem neuen Gesamtarbeitsvertrag zufrieden sein. Anstellungen im Gastgewerbe sind unbeliebt. Die Unzufriedenheit drückt sich in einer Fluktuation aus, die in keiner anderen Branche so hoch ist wie hier. 40% der Gastro-Angestellten sind Ungelernte. Man hört immer wieder von Hungerlöhnen, die selbst in noblen Luxushotels bezahlt werden sowie von Überzeiten, die weder entgolten noch kompensiert werden können. Das Image der Branche, in der mehrheitlich Frauen angestellt sind, ist schlecht. (...). Strada Nr. 24, 15.11.2009, Archiv Schaffer.
03.07.2009 VS Kanton
Personen
Unia Wallis
Work
Matthias Preisser
13. Monatslohn
Gastgewerbe
Die Walliser  Serviceangestellte Cornelia Cina (26) strahlt, denn: endlich erhält sie den 13. Den neuen Gesamtarbeitsvertrag findet Cornelia Cina toll. Jetzt komme es aber auf die Umsetzung an. "Phantastisch!" freut sich Cornelia Cina. Endlich wird auch die 26-jährige Walliser Serviceangestellte den 13. Monatslohn bekommen. Und zwar vom ersten Tag. an. Ohne Wenn und Aber. Bisher gab es für Cina und ihre Kolleginnen und Kollegen im Gastgewerbe im ersten halben Jahr gar keinen 13., dann ein halbes Jahr den halben, schliesslich dreiviertel und erst ab dem dritten Jahr den vollen 13. Und das Ganze von vorne bei jedem Stellenwechsel. Dabei habe sie doch nie etwas gegen einen 13. Monatslohn gehabt, sagt Cina lachend. Wie auch, hatte sie doch damit um die 3500 Franken brutto mehr im Jahr. (...). Foto Peter Mosimann. Matthias Preisser. Work 3.7.2009
03.07.2009 Schweiz
Personen
Unia Schweiz
Work
Matthias Preisser
Gastgewerbe
GAV
Der neue Gastro-GAV setzt auf Aus- und Weiterbildung. Mit gutem Grund: Jetzt kriselt es auch im Gastgewerbe gehörig. Der neue Gastgewerbevertrag kommt gerade im richtigen Moment. Die Krise ist im Gastgewerbe angekommen, weiss Samra Ludajni: "Abgänge werden nicht mehr oder nur noch teilweise ersetzt, sagt die Servicefachfrau, die in einem mittelgrossen Berner Restaurant arbeitet, "und weniger Personal bedeutet mehr Arbeit für alle". Den Wirten scheinen im Moment zwar die am 1. Juli in Bern undim Wallis in Kraft getretenen Rauchverbote mehr Sorgen zu machen. Doch die Zahlen, die Peter Hohl von der Swiss Catering Association bei der Präsentation des neuen GAV präsentierte, sprechen für sich: Lag bei Beginn der GAV-Verhandlungen die Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr noch bei rund 8%, ist sie seither kontinuierlich gesunken, auf minus 4%. (...). Matthias Preisser. Work 3.7.2009
19.02.2009 Rüdtligen
Gastgewerbe
Personen
Work
Matthias Preisser
Gastgewerbe
Tiefstlöhne
Volltext

Nur 1366 Franken 65 für eine 48-Stunden-Woche! Alchenflüh BE: Mit Phantasieverträgen und Hungerlöhnen probiert Wirt Martin Andrist seinen Gasthof zu halten. Doch jetzt wehrt sich Servierfrau Rita Scarpa*. 800 Franken für den tamilischen Hilfskoch. 1367 Franken für die Serviceangestellte. Und 2484 Franken für den Küchenchef. Das sind weder 60er-Jahr-Löhne noch solche aus Osteuropa. Es sind die Löhne im Landgasthof Bären Alchenflüh in der Berner Gemeinde Rüdtligen-Alchenflüh, direkt bei Burgdorf gelegen. Der „Bären“ hat am 10. Januar nach dem fünften Pächterwechsel innerhalb von zehn Jahren wieder mal neu eröffnet. (...). Matthias Preisser.

Work online, 19.2.2009.
Personen > Preisser Matthias. Tiefstlöhne. Gastgewerbe. Work. 2009-02-19.

Ganzer Text

 

24.01.2009 Schweiz
Unia Schweiz

Gastgewerbe
GAV zustande gekommen. Die Sozialpartner im Schweizer Gastgewerbe haben sich über die Grundzüge eines neuen GAV geeinigt. Nun sollen diese juristisch überprüft und ausformuliert werden. Der Vertrag soll per 2010 in Kraft treten. Die Einigung zwischen den Arbeitgeber- und  Arbeitnehmerorganisationen kam nach anderthalbjährigen Verhandlungen zustande. Bund 24.1.2009
23.01.2009 Schweiz
Syna
Unia Schweiz

Gastgewerbe
Der neue Gesamtarbeitsvertrag ist in Sichtweite. Die sechs Sozialpartner im Schweizer Gastgewerbe sind sich im Grundsatz einig. Der Gastgewerbe-Gesamtarbeitsvertrag ist der grösste GAV in der Schweiz. Er regelt die Arbeitsbedingungen von über 200'000 Arbeitnehmenden. Am 1. Januar 2010 soll er in Kraft treten. Nach anderhalb Jahren Verhandlungsdauer haben sich die sechs Sozialpartner im Gastgewerbe am 19. Dezember 2008 auf die Grundzüge eines neuen GAV geeinigt. Im Gegensatz  zum alten GAV soll der neue klarer, verbindlicher und einfacher fomuliert werden. "Ein wichtiges Ziel der Sozialpartner Unia, Syna, Hotel&Gastro Union, Swiss Catering Association, Gastrosuisse und Hotelleriesuisse ist es, mit guten Arbeitsbedingungen die Gastrobranche aufzuwerten, sagt Mauro Moretto, Unia-Verantwortlicher für das Gastgewerbe. (...). Mit Foto. Judith Stofer. Work 23.1.12209
01.10.2008 Schweiz
Unia Schweiz

Gastgewerbe
Lohn
Gastgewerbe: Unia verlangt Qualitätsoffensive. Die Branchenkonferenz Gastgewerbe der Gewerkschaft Unia verlangt eine nachhaltige Qualitätsentwicklung zwecks Lösung der strukturellen Probleme. "Der grösste Trumpf sind dabei die Mitarbeitenden", schreibt Unia. Erfahrenes und gut qualifiziertes Personal bleibe dann in der Branche, wenn die Arbeit eine sichere Existenz und Entwicklungsperspektiven biete. Unter 3500 Franken im Monat geht gemäss Unia gar nichts. VPOD-Magazin, Oktober 2008. 1.10.2008
07.09.2007 Saas Fee
Gastgewerbe
Personen
Unia Wallis
Work
Andrea Bauer
Gastgewerbe
Kurz vor dem Saukübel. Achtung: Dieser Artikel könnte Ihren Appetit gefährden! Kritik des Servicepersonals am Essen, das ihnen die Wirte auftischen, ist alltäglich. Denn was vorgesetzt wird, ist häufig unappetitlich. Eine Servicefachangestellte aus Saas Fee VS erkundigt sich bei der Unia Oberwallis. "Darf mein Chef die Essenspauschale vom Lohn abziehen, auch wenn ich nie im Hotel esse?". Auf die Rückfrage von Gewerkschaftssekretärin Renata Werlen, warum sie denn nicht dort esse, antwortet die Frau: "Aus Ekel - wir bekommen die Resten von den abgeräumten Tellern der Gäste vorgesetzt". (…). Mit Foto. Andrea Bauer. Work 7.9.2007
1 2


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden