Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 170

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01.07.2020 Schweiz
Arbeitszeit
SGB

Arbeitslosigkeit
Kurzarbeit
Volltext
Wichtige Verlängerung der Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze. Der SGB zu den Bundesratsbeschlüssen. Der SGB begrüsst die Verlängerung der Kurzarbeit von 12 auf 18 Monate. Damit können Arbeitsplätze gesichert werden. Weitere Corona-Entlassungen müssen um jeden Preis verhindert werden. In den Branchen mit tiefen Löhnen ist der Anteil Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit am höchsten. Die damit verbundenen Einkommensausfälle von 20 bis 30 Prozent sind für die Betroffenen nur schwer verkraftbar. Die Leistungen der Kurzarbeit und der Arbeitslosenversicherung reichen hier nicht aus. Hier braucht es 100 Prozent Lohnersatz. Einkommenssicherung für Selbständigerwerbende und Kulturschaffende stärken; Lücken für Härtefälle identifizieren. Durch die Verlängerung und Ausdehnung des Corona-Erwerbsersatzes für Selbständige im Veranstaltungsbereich hat der Bundesrat endlich Klarheit geschaffen. Gerade Kulturschaffende sind dringend auf diese Verlängerung angewiesen, weil der Kulturbereich nach wie vor stark eingeschränkt ist und dies voraussichtlich noch länger bleiben wird. Auch anerkennt der Bundesrat mit seinen Beschlüssen, dass weitere Anstrengungen notwendig sind, damit Härtefälle im Rahmen der Coronakrise erkannt und gemildert werden können. Absicherung der Freizügigkeitsguthaben bei der Auffangeinrichtung BVG. (…).
GB, Medienmitteilung, 1.7.2020.
SGB > Kurzarbeit. SGB, 2020-07-01.
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26.06.2020 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Arbeitslosigkeit
Coronavirus
Volltext
Corona ist nicht schuld. Masken runter, Büros und Beizen auf – ist das Gröbste jetzt überstanden? Bestimmt nicht ökonomisch. Denn nach der Coronakrise fängt die Wirtschaftskrise erst richtig an. In der Schweiz ist die Zahl der Erwerbslosen trotz Kurzarbeit im Vergleich zum Vorjahr um fast 54 Prozent gestiegen. Das ist massiv. Und sie trifft vor allem die Über-55jährigen. SGB-Chefökonom Daniel Lampart hat’s untersucht und ist erschrocken. Doch das ist erst der Beginn: Sämtliche Daten sagen eine grosse Konkurs- und Entlassungswelle für den frühen Herbst voraus. Auch in der Schweiz. Denn die Coronakrise kaschiert eine tiefere Krise des Finanzkapitalismus, die seit 2008 regelmässig zu neuen und immer schärferen Ausbrüchen führt. Das zeigt Work-Autor Oliver Fahrni in seinem Erklärstück. Corona verstärkt den Wahnsinn nur.
Schweinesystem. von Überstanden ist auch das Virus. Gerade noch plante Portugal, mit dem Lockruf „Quasi-Corona-freies-Ferienland“ den Tourismus wieder anzukurbeln. Doch jetzt breitet sich Covid-19 aus wie der Wind. In den Armenvierteln rund um die Hauptstadt Lissabon, dort, wo vor allem schwarze Einwanderer aus den Ex-Kolonien hausen. Kein fliessendes Wasser, kein Geld für Desinfek¬tionsmittel, Wellblechhütten. Jetzt ist auch Lissabon zum Hotspot geworden. (…).
Marie-Josée Kuhn.
Work online, 26.6.2020.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Kuhn%20Marie-Jos%C3%A9e/Kuhn%20Marie-Jos%C3%A9e.%20Coronavirus.%20Wirtschaft.%20Work%20online,%202020-06-26.pdf
26.06.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Armut
Personen
Work
Hans Baumann
Arbeitslosigkeit
Armut
Volltext
Arbeitslosigkeit und Armut in der „reichen Schweiz“. Arbeitslosigkeit und Armut sind Stichworte, die jetzt in der Coronakrise allgegenwärtig sind, auch in der Schweiz. Arbeitnehmende, die auf Kurzarbeit gesetzt oder entlassen werden, kommen wegen der Einkommenskürzung an oder sogar unter das Existenzminimum. Das gleiche gilt für eine grosse Zahl von Selbständigen, die in den letzten Monaten Verdienstausfälle in Kauf nehmen mussten. Über die Hälfte der Haushalte verfügen über weniger als 50’000 Franken Vermögen, ein Viertel der Bevölkerung besitzt gar nichts oder hat gar Schulden. Eine längere Periode mit Verdienstausfällen können die meisten nicht ohne Hilfe durchstehen, sie haben kaum Reserven.
Konstant hoch. Wie die Grafik zeigt, ist Arbeitslosigkeit und Armut kein neues Phänomen. Bereits in den letzten 10 Jahren, die nach der Finanzkrise eigentlich Jahre der Hochkonjunktur waren, ist die Erwerbslosigkeit konstant hoch geblieben. Noch 2018 war die Erwerbslosenquote mit 4,7 praktisch gleich hoch wie 2009; erst im letzten Jahr ging sie etwas zurück. Sehr ähnlich sieht es bei der Armutsquote der Erwerbstätigen aus, die seit 2010 etwa gleich blieb. Als arm gelten Erwerbstätige, die in einem Haushalt leben, der über weniger als die Hälfte des mittleren Einkommens verfügt, 2018 entsprach das bei einem Einpersonenhaushalt 2080, bei einem Vierpersonenhaushalt 4370 Franken. Kein Wunder, dass auch jener Teil der Bevölkerung, der auf Sozialhilfe angewiesen ist, in den letzten 10 Jahren nicht kleiner, sondern sogar grösser geworden ist. (…). 
Work online, 26.6.2020.
Personen > Baumann Hans. Arbeitslosigkeit. Work online, 2020-06-26.
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28.05.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
SGB
Reto Wyss
Arbeitslosigkeit
Volltext
Corona-Arbeitslosigkeit: Die Überbrückungsleistung ist nötiger denn je. Das Parlament muss in der Sommersession beschliessen. In den drei Corona-Monaten März bis Mai ist die Arbeitslosigkeit in der Schweiz richtiggehend explodiert - nämlich von rund 105'000 auf über 160'000 Personen (saisonbereinigt). So etwas hat es in der Schweiz noch nie gegeben. Nur dank den „Lohngarantien“ in Form von Kurzarbeit oder des Corona-Elternurlaubs konnte Schlimmeres wie in den USA verhindert werden: Dort haben alleine im Monat April 20 Millionen Arbeitnehmende ihre Stelle verloren. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt, die Konjunkturaussichten sind nach wie vor trübe. Krise trifft „Ü55“ hart. Besonders stark war der Anstieg bei den jungen Altersgruppen. Weil die Firmen bei den Stellenbesetzungen auf die Bremse traten, war die Stellensuche für diese Gruppe nach der Ausbildung, der Rekrutenschule oder einem Auslandaufenthalt besonders schwierig. Etwas im Schatten der jüngeren leiden aber auch die älteren Berufstätigen stark unter der Krise. Die „Ü55“ sind grundsätzlich viel weniger oft auf Stellensuche als ihre jüngeren KollegInnen, und dennoch hat in dieser Altersgruppe die Zahl der neuen Arbeitslosen in den Monaten März und April um fast 50 Prozent zugenommen. Das ist sehr beunruhigend. Aus dem Gewerkschaftsalltag wissen wir von zahlreichen Betroffenen, die in den letzten beiden Jahren nach längerer Suche endlich wieder eine Stelle gefunden haben. Doch kaum brach die Corona-Krise aus, wurden sie entlassen. (…).  Reto Wyss.
SGB, 28.5.2020.
Personen > Wyss Reto. Arbeitslosigkeit. SGB, 2020-05-28.
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20.05.2020 Schweiz
Personen
Regierung Schweiz
SGB
Daniel Lampart
Arbeitslosigkeit
Bundesrat
Volltext
Massenarbeitslosigkeit verhindern, Kinderbetreuungsstrukturen retten. Reaktion des SGB auf bundesrätliche Corona-Entscheide. Der SGB begrüsst die vom Bundesrat beschlossene Zusatzfinanzierung der Arbeitslosenversicherung (ALV) durch den Bund. Damit können höhere Belastungen der Normalverdienenden verhindert und die wichtigen Lohngarantien fortgesetzt werden. Der Kaufkraftverlust für untere und mittlere Einkommen bleibt ein drängendes Problem. Die familienergänzende Kinderbetreuung spielt eine zentrale Rolle für die Krisenbewältigung. Sie muss in dieser kritischen Zeit unbedingt erhalten werden, damit sie nachher auch ausgebaut werden kann. Die Bestätigung der Unterstützung durch den Bund ist ein erster Schritt. Die breit abstützte Forderung für koordiniertes Vorgehen ist weiterhin offen.
Belastung für Normalverdienende verhindern Der Ausbau der Kurzarbeit hat einer Massenarbeitslosigkeit vorgebeugt und somit eine Katastrophe wie in den USA verhindert. Der SGB hatte eine Zusatzfinanzierung durch den Bund gefordert und begrüsst daher diesen wichtigen Schritt, die ALV mit 14 Milliarden durch den Bund zu unterstützen. Damit die Belastung der Erwerbstätigen nicht steigt, braucht es allerdings noch weiterführende Massnahmen. (…).
Daniel Lampart.
SGB, Medienmitteilung, 20.5.2020.
Personen > Lampart Daniel. Arbeitslosigkeit. Bundesrat. SGB, 2020-05-20.
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07.05.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
SGB
Daniel Lampart
Arbeitslosigkeit
Volltext
Erschreckender Anstieg der Arbeitslosigkeit. Angesichts der Stützungsmassnahmen des Bundes sind Corona-Entlassungen nicht akzeptabel. Die Arbeitslosigkeit explodiert um 40% innerhalb von einigen Wochen: einen solchen Anstieg ist beispiellos. Während der Bund den Unternehmen unter die Arme greift, werden massenweise Arbeitsplätze vernichtet. 50'000 Corona-Entlassungen sind zuviel. Die Arbeitgeber müssen jetzt Solidarität zeigen und Jobs erhalten: das fordert der SGB mit einem Appell. Die heutigen Arbeitslosenzahlen zeigen, wie hart die Corona-Krise für viele Arbeitnehmende ist. In nur zwei Monaten stieg die Zahl der Arbeitslosen um über 40 Prozent oder fast 50'000 Personen (saisonbereinigt). So etwas gab es noch nie. Dabei hat der Bundesrat umfassende Massnahmen ergriffen, um gerade das zu verhindern. Er hat den Zugang zur Kurzarbeit maximal erleichtert, einen Elternurlaub für Arbeitnehmende mit Betreuungspflichten eingeführt sowie weitere Hilfemassnahmen und Kreditgarantien beschlossen. Wenn die Firmen nun in grosser Zahl Personal entlassen, ist das nicht akzeptabel. Besonders erschreckend ist, dass die Arbeitslosigkeit auch in Branchen stark zugenommen hat, welche von den behördlichen Schliessungsentscheiden nicht betroffen waren. So beispielsweise in der Maschinen- und in der Uhrenindustrie, im Baugewerbe und in den Banken. (…).
Daniel Lampart.
SGB, Medienmitteilung, 7.5.2020.
Personen > Lampart Daniel. Arbeitslosigkeit. SGB, 2020-05-07.
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07.05.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Travail.Suisse

Arbeitslosigkeit
Volltext
Coronakrise: Der Arbeitsmarkt vor grossen Herausforderungen. Die Coronakrise stellt auch den Arbeitsmarkt vor historische Herausforderungen, wie die aktuellen Zahlen des SECO zeigen. Knapp 2 Millionen Arbeitnehmende in Kurzarbeit und eine Zunahme von 17‘789 arbeitslosen Personen bis Ende April übersteigen die Dimensionen von frühere Rezessionen bei weitem. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, kommt der Sicherung der Arbeitsplätze grösste Bedeutung zu. Gleichzeitig müssen die Ausgaben der Arbeitslosenversicherung über zusätzliche Bundesmittel finanziert werden, um das Instrument ALV nicht nachhaltig zu schädigen. Die neusten SECO-Zahlen zur Lage auf dem Arbeitsmarkt zeigen deutlich, wie die Coronakrise auf den Arbeitsmarkt durchschlägt. Die Zahl der arbeitslosen Personen ist alleine im April um über 17‘000 gestiegen. Ende April sind damit 153‘413 Personen in der Schweiz arbeitslos – dies entspricht einer Zunahme von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote ist im April um 0.4 Prozentpunkte auf 3.3 Prozent gestiegen. „Trotz dem Instrument der Kurzarbeit haben bereits mehrere tausend Arbeitnehmende ihre Stelle verloren. Dies zeigt die grosse Herausforderung für den Arbeitsmarkt, deutet aber auch auf vorschnelle Entlassungen durch die Arbeitgeber“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. (…).
Travail,Suisse, 7.5.2020.
Travail.Suisse > Arbeitslosigkeit. Travail.Suisse, 2020-95-07.
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07.05.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
SGB
Daniel Lampart
Arbeitslosigkeit
Entlassungen
Volltext
Angesichts der Stützungsmassnahmen des Bundes sind Corona-Entlassungen nicht akzeptabel, Appell des SGB angesichts des erschreckenden Anstiegs der Arbeitslosigkeit. Die Arbeitslosigkeit explodiert: Innerhalb von nur wenigen Wochen steigt sie um 40%.Ein solcher Anstieg ist beispiellos. Während der Bund den Unternehmen unter die Arme greift, werden massenweise Arbeitsplätze vernichtet: 50'000 Corona-Entlassungen sind zu viel. Die Arbeitgeber müssen jetzt Solidarität zeigen und Jobs erhalten: das fordert der SGB mit einem Appell. Die heutigen Arbeitslosenzahlen zeigen, wie hart die Corona-Krise für viele Arbeitnehmende ist. In nur acht Wochen stieg die Zahl der Arbeitslosen um über 40 Prozent oder fast 50'000 Personen (saisonbereinigt). So etwas gab es noch nie. Dabei hat der Bundesrat umfassende Massnahmen ergriffen, um gerade das zu verhindern. Er hat den Zugang zur Kurzarbeit maximal erleichtert, einen Elternurlaub für Arbeitnehmende mit Betreuungspflichten eingeführt sowie weitere Hilfemassnahmen und Kreditgarantien beschlossen. Wenn die Firmen nun in grosser Zahl Personal entlassen, ist das nicht akzeptabel. Besonders erschreckend ist, dass die Arbeitslosigkeit auch in Branchen stark zugenommen hat, welche von den behördlichen Schliessungsentscheiden nicht betroffen waren. So beispielsweise in der Maschinen- und in der Uhrenindustrie, im Baugewerbe und in den Banken. (…).
SGB, Medienmitteilung, 7.5.2020.
Personen > Lampart Daniel. Entlassungen. Coronavirus. SGB, 2020-05-07.
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07.05.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Syndicom

Arbeitslosigkeit
Volltext
Erschreckender Anstieg der Arbeitslosigkeit. Angesichts der Stützungsmassnahmen des Bundes sind 50'000 Corona-Entlassungen nicht akzeptabel. (SGB) Die Arbeitslosigkeit explodiert um 40% innerhalb von einigen Wochen: ein solcher Anstieg ist beispiellos. Während der Bund den Unternehmen unter die Arme greift, werden massenweise Arbeitsplätze vernichtet. 50'000 Corona-Entlassungen sind zuviel. Die Arbeitgeber müssen jetzt Solidarität zeigen und Jobs erhalten: das fordert der SGB mit einem Appell. Die heutigen Arbeitslosenzahlen zeigen, wie hart die Corona-Krise für viele Arbeitnehmende ist. In nur zwei Monaten stieg die Zahl der Arbeitslosen um über 40 Prozent oder fast 50'000 Personen (saisonbereinigt). So etwas gab es noch nie. Dabei hat der Bundesrat umfassende Massnahmen ergriffen, um gerade das zu verhindern. Er hat den Zugang zur Kurzarbeit maximal erleichtert, einen Elternurlaub für Arbeitnehmende mit Betreuungspflichten eingeführt sowie weitere Hilfemassnahmen und Kreditgarantien beschlossen. Wenn die Firmen nun in grosser Zahl Personal entlassen, ist das nicht akzeptabel. Besonders erschreckend ist, dass die Arbeitslosigkeit auch in Branchen stark zugenommen hat, welche von den behördlichen Schliessungsentscheiden nicht betroffen waren. So beispielsweise in der Maschinen- und in der Uhrenindustrie, im Baugewerbe und in den Banken. (…).
Syndicom, 7.5.2020.
Syndicom > Arbeitslosigkeit. Syndicom, 2020-05-07.
Ganzer Text
07.04.2020 Schweiz
SGB

Arbeitslosigkeit
Coronavirus
Kurzarbeit
Volltext
Erschreckender Anstieg der Arbeitslosigkeit: inakzeptable Corona-Entlassungen. Die Zahl der Arbeitslosen ist im März so stark gestiegen wie noch nie, seit die Zahlen national erhoben und ausgewiesen werden. Gemäss den Meldungen im Jobroom des Bundes (arbeit.swiss) dürfte sich diese erschreckende Entwicklung im April fortgesetzt haben. Allein seit Ende März, also binnen einer Woche, sind dort weitere 8‘000 Arbeitslose dazugekommen. Die Firmen entlassen in grosser Zahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, obwohl der Bundesrat auf Bitte der Sozialpartner die Kurzarbeit auf mittlerweile fast alle Branchen und Arbeitsverhältnisse ausgedehnt sowie weitere Massnahmen zum Schutz der Löhne und Arbeitsplätze eingeführt hat. Die Arbeitslosenzahlen zeigen, dass selbst Firmen in zahlreichen Branchen, die nach wie vor arbeiten dürfen, viele Leute entlassen haben. So beispielsweise Teile der Industrie, der Verkehrsbranche und des Finanzsektors. Dieses Verhalten der Firmen ist nicht akzeptabel. Der SGB erwartet klar, dass Arbeitgeber mit wirtschaftlichen Problemen nun Kurzarbeit einführen oder vom neuen Corona-Elternurlaub gebrauch machen und jetzt die Corona-Entlassungen stoppen. (…).
SGB, Medienmitteilung, 7.4.2020.
SGB > Coronavirus. Kurzarbeit. SGB, 2020-04-07.
Ganzer Text
07.04.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
SGB

Arbeitslosigkeit
Coronavirus
Volltext
Inakzeptable Corona-Entlassungen. Erschreckender Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Zahl der Arbeitslosen ist im März so stark gestiegen wie noch nie seit die Zahlen national erhoben und ausgewiesen werden. Gemäss den Meldungen im Jobroom des Bundes (arbeit.swiss) dürfte sich diese erschreckende Entwicklung im April fortgesetzt haben. Allein seit Ende März, also binnen einer Woche, sind dort weitere 8000 Arbeitslose dazugekommen. Die Firmen entlassen in grosser Zahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, obwohl der Bundesrat auf Bitte der Sozialpartner die Kurzarbeit auf mittlerweile fast alle Branchen und Arbeitsverhältnisse ausgedehnt sowie weitere Massnahmen zum Schutz der Löhne und Arbeitsplätze eingeführt hat. Die Arbeitslosenzahlen zeigen, dass selbst Firmen in zahlreichen Branchen, die nach wie vor arbeiten dürfen, viele Leute entlassen haben. So beispielsweise Teile der Industrie, der Verkehrsbranche und des Finanzsektors. Dieses Verhalten der Firmen ist nicht akzeptabel. Der SGB erwartet klar, dass Arbeitgeber mit wirtschaftlichen Problemen nun Kurzarbeit einführen oder vom neuen Corona-Elternurlaub Gebrauch machen, und jetzt die Corona-Entlassungen stoppen. (…).
SGB, 7.4.2020.
SGB > Coronavirus. Arbeitslosigkeit. SGB, 2020-04-07.
Ganzer Text
05.03.2020 Schweiz
Nationalrat
Personen
SGB
Reto Wyss
AHV-Renten
Arbeitslosigkeit
Volltext
SGK-S nimmt Probleme der älteren Arbeitnehmenden nicht ernst genug. Differenzbereinigung zur Überbrückungsleistung. Die Sozialkommission des Ständerats will das ausgewogene Kompromissmodell des Nationalrats zu den Überbrückungsleistungen (ÜL) drastisch kürzen. Nur gut halb so viele Betroffene sollen eine – tiefere – ÜL erhalten können. Dies ist so nicht akzeptabel. Die Probleme der älteren Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt nehmen seit Jahren zu – und die soziale Absicherung in der Zeit zwischen Stellenverlust und Pensionsalter ist klar ungenügend. Diese Fakten sind breit anerkannt, wie gerade der gestrige, sehr klare Entscheid des Nationalrats zur Überbrückungsleistung zeigte. Das von der Grossen Kammer befürwortete Modell ist sehr ausgewogen, indem es einerseits mit strengen Anspruchsvoraussetzungen spezifisch auf die prekärsten Fälle zugeschnitten ist und andererseits harte Schwelleneffekte vermeidet – dies bei sehr überschaubaren Nettokosten, die nicht einmal 10% des Überschusses 2019 des Bundes entsprechen. Die Sozialkommission des Ständerats zerpflückt nun den im Nationalrat gefundenen Kompromiss, indem sie die verschärften Anspruchsvoraussetzungen bestätigt, gleichzeitig aber an den harten Altersgrenzen für den Bezug von ÜL sowie an einem viel zu tiefen Plafond festhält. So sollen Personen, die vor dem 60. Altersjahr ausgesteuert werden – und sei es nur ein Monat – null Anspruch auf ÜL haben, selbst wenn sie ein sehr tiefes Einkommen haben und jahrzehntelang Sozialversicherungsbeiträge bezahlten. (…).  Reto Wyss.
SGB, Medienmitteilung, 5.3.2020.
Personen > Wyss Reto. AHV. Arbeitslosigkeit. SGB, 2020-03-05.
Ganzer Text
31.05.2019 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
Work
David Gallusser
Arbeitslosigkeit
Volltext
Arbeitslosigkeit: Darum täuscht die „Quote“. Die Zeiten sind vorbei, in denen sich die Schweiz mit ihrer tiefen Arbeitslosigkeit brüsten konnte. Die hiesige Erwerbslosenquote pendelte sich in den letzten Jahren nach jedem Abschwung auf einem höheren Niveau ein und erreichte 2018 im Jahresdurchschnitt 4,9 Prozent (siehe Grafik). Im europäischen Vergleich ist die Schweiz damit ins Mittelfeld abgerutscht. Deutschland, die Niederlande, aber auch Polen oder Ungarn haben heute eine tiefere Erwerbslosigkeit. Neben den Erwerbslosen ist auch die Zahl der Beschäftigten, die unfreiwillig Teilzeit arbeiten, laufend gestiegen. Zuletzt waren insgesamt 12 Prozent aller Personen im Erwerbsleben entweder arbeitslos oder unterbeschäftigt. Das ist alles andere als ein Spitzenwert. Beschönigende Quote. Trotz der beunruhigenden Werte behaupten einige Ökonomen, wir hätten Vollbeschäftigung. Sie stützen sich dabei auf die Zahl der Arbeitslosen, die bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemeldet sind. Die so berechnete Arbeitslosenquote betrug nämlich „bloss“ 2,6 Prozent im Jahr 2018. Allerdings greift es zu kurz, nur Arbeitslose beim RAV zu zählen. Viele Arbeitslose können oder wollen keine Leistungen der Arbeitslosenversicherung beziehen, weil sie zum Beispiel bereits eine IV-Teilrente erhalten, ausgesteuert sind oder sich den Auflagen nicht unterordnen wollen. Die erstgenannte Erwerbslosenquote kann diese Arbeitslosen dank einer breit angelegten Umfrage mit berücksichtigen. Sie kommt deshalb auf einen höheren und weniger beschönigenden Wert. Kaum Lohnwachstum. Ein klares (…). David Gallusser.
Work online, 31.5.2019.
Personen > Gallusser David. Arbeitslosigkeit. Work online, 2019-05-31.
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29.11.2018 Deutschland
Arbeitslosigkeit
Junge Welt

Arbeitslosigkeit
Armut
Volltext
Arm trotz Arbeit. Beschäftigtenquote der BRD bei 79 Prozent. Linke kritisiert prekäre Verhältnisse. Deutschland hat EU-weit die zweithöchste Erwerbstätigenquote nach Schweden. 79 Prozent der 20- bis 64jährigen gehen einer bezahlten Tätigkeit nach, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. 2007 waren es noch 73 Prozent. Im EU-Durchschnitt stieg die Quote binnen zehn Jahren nur um zwei Punkte auf 72 Prozent. Spitzenreiter ist Schweden mit aktuell 82 Prozent. „Vor allem die Erwerbsbeteiligung von Frauen hat in den vergangenen Jahren zugenommen“, erklärten die Statistiker. In Deutschland erhöhte sie sich von 67 auf 75 Prozent. Im EU-Durchschnitt gehen rund 78 Prozent der Männer, aber nur 66 Prozent der Frauen einer Arbeit nach. Am häufigsten berufstätig waren Frauen in Schweden (80 Prozent) und Litauen (76 Prozent). Deutschland lag mit 75 Prozent an dritter Stelle. Dabei war hierzulande fast jede zweite erwerbstätige Frau teilzeitbeschäftigt. Die Industriestaaten-Organisation OECD sieht Handlungsbedarf in Deutschland, um mehr Frauen zu einem Arbeitsplatz zu verhelfen. „Durch den Ausbau qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung für Kleinkinder aus ungünstigeren sozioökonomischen Verhältnissen und die Ausweitung des Ganztagsangebots an Grundschulen wird das Kompetenzniveau der Bevölkerung auf lange Sicht angehoben“, heisst es im aktuellen Wirtschaftsausblick (Siehe JW vom 22. November). Gleichzeitig könnte dadurch insbesondere Müttern erleichtert werden, Familie und längere Arbeitszeiten miteinander zu vereinbaren. Die Beamten der Bundesagentur für Arbeit sind (…).
Junge Welt, 29.11.2018.
Junge Welt > Arbeitslosigkeit. Armut. Junge Welt, 2018-11-29.
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01.02.2018 Deutschland
Arbeitslosenversicherung
Junge Welt

Arbeitslosigkeit
HartzIV
Volltext
Amt für Akkumulation. Die Bundesagentur für Arbeit häuft Rekordüberschuss aus Beiträgen an. Derweil klagen die Jobcenter über Unterfinanzierung. Die Jobcenter klagen über chronische Unterfinanzierung. Jahr für Jahr schichten sie deshalb Hunderte Millionen Euro aus dem Budget für „Eingliederung“ in ihren Verwaltungsapparat um. Die übergeordnete Behörde der Hartz-IV-Ämter, die Bundesagentur für Arbeit (BA), häuft zugleich dicke Finanzpolster aus Beiträgen abhängig Beschäftigter an. Im Jahr 2017 erwirtschaftete sie so einen Überschuss von 5,5 Milliarden Euro. Das berichtete am Sonnabend zuerst die Nachrichtenagentur „dpa“. Damit seien die Rücklagen nunmehr auf fast 17 Milliarden Euro angewachsen. Für die Überschüsse sorgten vor allem hohe Beschäftigung und sinkende Arbeitslosigkeit im Land der Exportweltmeister, erklärte BA-Vorstandschef Detlef Scheele gegenüber „dpa“. Bis Ende 2018 werde seine Behörde wohl fast 20 Milliarden Euro, bis 2022 sogar gut 43 Milliarden Euro auf der hohen Kante angesammelt haben, schätzte die BA im November. Deshalb plädiert Scheele nun dafür, die Beiträge für die Arbeitslosenversicherung zu senken. „Wir stellen uns darauf ein“, sagte er. Aktuell sind drei Prozent vom Bruttolohn fällig, je zur Hälfte vom Beschäftigen und vom Unternehmer zu zahlen. Die Beitragsbemessungsgrenze liegt im Osten bei 5‘800, im Westen bei 6‘500 Euro. Sinkende Beiträge fordern unter anderem auch die Wirtschaftsverbände. Peter Clever, stellvertretender Vorsitzender im Verwaltungsrat der BA und Mitglied der (…).
Junge Welt, 2.1.2018.
Junge Welt > Hartz-IV. Arbeitslosenversicherung. Junge Welt, 2018-01-02.
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30.01.2018 Deutschland
Armut
Junge Welt

Arbeitslosigkeit
Armut
Volltext
In der Armutsfalle. Nordrhein-Westfalens Regierung hat kein Konzept für die von sozialen Missständen gebeutelten Regionen des Landes. In Nordrhein-Westfalen entwickelt sich vor allem das Ruhrgebiet immer schnelleren Schrittes zur Armutsregion Nummer eins. Die Deindustrialisierung der letzten Jahrzehnte ging einher mit Erwerbslosigkeit und prekären Arbeitsverhältnissen. Forderungen nach einem Investitionsprogramm, wie sie die Linkspartei erhoben hatte, wurden sowohl seitens der früheren „rot-grünen“ Regierung unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) als auch der amtierenden Landesregierung von CDU und FDP unter Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) geflissentlich ignoriert. Während die Chefin der Arbeitsagentur NRW, Christiane Schönefeld, Anfang Januar eine angeblich „sinkende Arbeitslosigkeit, steigende Beschäftigung und hohe Nachfrage nach Arbeitskräften+ ausgemacht haben will und bei der Vorstellung der Arbeitsmarktzahlen für 2017 von einem „erfreuliche(n) Ende eines guten Jahres am Arbeitsmarkt in NRW“ spricht, dürfte diese Wahrnehmung bei den finanziell Deklassierten wie Hohn klingen. „Denn mit den nicht registrierten 254‘704 Personen werden ca. 40 Prozent der arbeitslosen Menschen inzwischen in der offiziellen Statistik schlichtweg verschwiegen. Würden also die tatsächlichen Zahlen mit 917‘127 arbeitslosen Menschen zugrunde gelegt, würde das Loblied auf das angebliche deutsche Beschäftigungswunder eher zu einer monatlichen Bankrotterklärung“, kritisierte (...).
Junge Welt, 30.1.2018
Junge Welt > Armut. Arbeitslosigkeit. Junge Welt, 2018-01-30.
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18.07.2017 Deutschland
Junge Welt

Arbeitslosenunterstützung
Arbeitslosigkeit
Volltext
„Die Menschen sollen vom Amt gestresst werden“. Die Erwerbsloseninitiative „Basta!“ begleitet Leistungsberechtigte bei Gängen zum Jobcenter. Gespräch mit Enrico de Boni, aktiv in der selbstorganisierten Erwerbsloseninitiative „Basta!“, die im Berliner Stadtteil Wedding arbeitet. Weitere Informationen: basta.blogsport.eu. Keiner soll allein ins Jobcenter gehen müssen, darüber haben Sie am Samstag im Rahmen der „Pride Parade“-Demonstration in Berlin gesprochen. Ihre Erwerbsloseninitiative „Basta!“ organisiert Unterstützung für die Gänge ins Amt. Warum ist das notwendig? Es gibt ein grosses Machtungleichgewicht zwischen den Mitarbeitern der Jobcenter und denen, die dort hingehen müssen. Oft behaupten die Angestellten etwa Dinge, die einfach nicht stimmen. Dann heisst es zum Beispiel, dass eine Person, die nicht unsere Landessprache spricht, hier auch kein Geld beantragen könne. Sie müsse erst jemanden mitbringen, der übersetzen kann, schliesslich werde in Deutschland ja deutsch gesprochen. Andere Antragsteller, die aus dem EU-Ausland kommen, werden einfach weggeschickt. Aber auch Menschen aus Deutschland werden unter Druck gesetzt. Man zwingt sie, verschiedene Dokumente zu unterzeichnen; weigern sie sich, heisst es, ihre Anträge würden nicht bearbeitet. Doch das stimmt so in der Regel nicht. Meist wird den Mitarbeitern des Jobcenters dennoch geglaubt. Man denkt ja nicht daran, dass der Vertreter eines Amts einen belügen könnte. Deswegen wollen wir die Menschen in eine Lage bringen, in der (…).
Junge Welt, 18.7.2017.
Junge Welt > Arbeitslosigkeit. Beratung. Junge Welt, 2017-07-18.
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18.07.2017 EU
Neues Deutschland

Arbeitslosigkeit
EU
Volltext
Generation arm und arbeitslos. EU-Jahresreport zu Beschäftigung und sozialer Lage setzt Schwerpunkt auf junge Menschen. Am Montag stellte EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen in Brüssel den jährlichen Beschäftigungs- und Sozialbericht vor. Auf einer Pressekonferenz sprach sie über die diesbezüglich „neuesten Trends“. Diese sind nach Ansicht der Kommission ausgesprochen positiv. So sei mit über 234 Millionen erwerbstätigen Menschen die Beschäftigungsquote in der EU heute höher als je zuvor. Gleichzeitig sei die Arbeitslosenquote „auf dem niedrigsten Stand seit Dezember 2008“. Zehn Millionen Jobs seien seit 2013 entstanden. Auch wenn nur 70 Prozent der erwerbsfähigen Menschen einen Arbeitsplatz hätten, könne alles in allem, so das Fazit der Kommissarin, von wirtschaftlichem und sozialem Fortschritt in Europa gesprochen werden. Der hohe Preis dieses „Fortschritts“ fand hingegen kaum Erwähnung. Besonders deutlich wurde dies, als Thyssen auf die Frage eines Journalisten, wie sie zur Arbeitsmarktreform des französischen Präsidenten Emmanuel Macron stünde, antwortete: „Da kann ich eigentlich nur begeistert sein, denn Strukturreformen sind genau das, was wir brauchen.“ Die „Reform“ sieht unter anderem vor, die Mitbestimmung der Gewerkschaften einzuschränken und Abfindungen für Beschäftigte bei illegalen Kündigungen zu deckeln. Problematisiert wurde allerdings, dass die jüngeren Generationen europäischer Bürger es deutlich schwerer auf dem Arbeitsmarkt haben als ältere Beschäftigte. Sie seien häufiger (…).
Neues Deutschland, 18.7.2017.
Neues Deutschland > EU. Arbeitslosigkeit. Neues Deutschland, 2017-07-18.
Ganzer Text
17.07.2017 Deutschland
Neues Deutschland

Arbeitslosigkeit
Volltext
Nur wenige Langzeitarbeitslose finden regulären Job. Nur rund jeder achte Betroffene wurde 2016 im ersten Arbeitsmarkt beschäftigt. Nur wenige Langzeitarbeitslose finden einen neuen, regulären Job. Bei den Betroffenen, die im vergangenen Jahr ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten, war nur in rund jedem achten Fall eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt der Grund. Dies geht aus der Antwort der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann (LINKE) hervor. Viele Betroffene fielen aufgrund von Krankheit, Rente oder Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen aus der Statistik. Insgesamt gab es im Durchschnitt des vergangenen Jahres 993‘073 Langzeiterwerbslose. 12,2 Prozent nahmen eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt auf. 17,3 Prozent wurden wegen Arbeitsunfähigkeit aus der Statistik gestrichen. Für Kurzzeiterwerbslose, die weniger als zwölf Monate arbeitslos waren, war 2016 in fast jedem dritten Fall eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt der Grund für die Beendigung der Arbeitslosigkeit. Zimmermann erklärte, die Gründe, warum Langzeiterwerbslose nicht mehr als arbeitslos gezählt werden, seien nur zu einem kleinen Teil auf eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt zurückzuführen. „Die Bundesregierung muss endlich die Realität zur Kenntnis nehmen und deutlich mehr für die vielen langzeiterwerbslosen Menschen tun.“ So müsse ausreichend Geld zur Unterstützung und für gute öffentlich geförderte Beschäftigung zur Verfügung gestellt werden. (…).
Neues Deutschland, 17.7.2017.
Neues Deutschland > Arbeitslosigkeit. Neues Deutschland, 2017-07-17.
Ganzer Text
15.07.2017 Deutschland
Arbeitslosigkeit
Junge Welt

Arbeitslosigkeit
HartzIV
Volltext
Einfach wegdefiniert. Weniger „Arbeitslose“, dafür mehr Hartz-IV-Bezieher in prekären Jobs. Erwerbslose in der BRD sind immer länger ohne Job. Diese Negativmeldung der Bundesregierung, die vor einigen Tagen die mediale Runde machte, konnte Springers „Bild“ nicht unerwidert lassen. In Berlin sei das alles anders, schrieb das Blatt am Donnerstag. Die „Hartz-IV-Hauptstadt“ entwickele sich positiv. Das gehe aus derselben Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Demnach mussten Erwerbslose letztes Jahr im bundesdeutschen Durchschnitt 629 Tage von Hartz IV leben, 74 Tage länger als 2011. In Berlin waren Betroffene hingegen im Schnitt „nur“ noch 448 statt 463 Tage erwerbslos. Auch die Zahl der Erwerbslosen sei in der Hauptstadt zurückgegangen, freute sich das Blatt. 2011 hätten dort fast 190‘000 Menschen keinen Job gehabt, fünf Jahre später „nur noch“ 145‘000. Das liege wohl daran, dass Berliner Jobcenter viele Massnahmen anbieten, will „Bild“ erfahren haben. Dass dies mehr Propaganda als Grund zur Freude ist, zeigen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (BA). So leben in Berlin seit Jahren ziemlich konstant 400‘000 erwerbsfähige Hartz-IV-Berechtigte. Hinzu kommen mehr als eine Viertelmillion betroffene Kinder und Jugendliche. Das heisst: Nur gut ein Drittel der erwachsenen Leistungsberechtigten fiel 2016 in die Arbeitslosenstatistik. Bis zum März ist deren Zahl sogar weiter auf 128‘000 gesunken, anders als die der Hartz-IV-Bezieher insgesamt. Bundesweit steigt die Zahl der Hilfebedürftigen seit Monaten sogar nen (…). Junge Welt, 15.7.2017.
Junge Welt > Arbeitslosigkeit. HartzIV. Junge Welt, 2017-07-15.
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27.04.2017 Schweiz
Syndicom

Arbeitslosigkeit
Kündigungsschutz
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Ältere Arbeitnehmende brauchen mehr Schutz, nicht bloss Appelle. Konferenz über ältere Arbeitnehmende bringt ungenügende Resultate. Die dritte Nationale Konferenz zum Thema ältere Arbeitnehmende hat nur ungenügende Resultate gebracht. Nach wie vor gibt es unterschiedliche Einschätzungen über die Dringlichkeit des Problems. Obwohl das Problem real ist und die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe 55 plus in den letzten Jahren stärker angestiegen ist als die Arbeislosigkeit insgesamt. Obwohl das für die Betroffenen besonders schlimm ist, weil sie im Gegensatz zu jüngeren Arbeitslosen deutlich länger brauchen, um wieder eine Stelle zu finden. Obwohl in den Alterskategorien 55 plus deshalb der Anteil der Langzeitarbeitslosen besonders hoch ist. Und obwohl bei den 50- bis 64-jährigen die Sozialhilfequote in den letzten Jahren um rund 50 Prozent gestiegen ist. Für den Schweizerischen Gewerkschaftsbund braucht es angesichts dieser Situation nicht nur Appelle an die Vernunft, sondern konkrete Verbesserungen. Die Lage der älteren Arbeitnehmenden muss verbessert werden. Das ist auch im öffentlichen Interesse. Wenn Arbeitgeber ihre Verantwortung den älteren Arbeitnehmenden gegenüber nicht wahrnehmen, leiden nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Allgemeinheit muss finanziell einspringen. Folgende Vorschläge stehen im Vordergrund: (…).
Syndicom, 27.4.2017.
Syndicom > Arbeitslosigkeit. Kündigungsschutz. Syndicom, 2017-04-27.
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25.04.2017 Schweiz
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
Arbeitslosigkeit
Kündigungsschutz
Volltext
Ältere Arbeitnehmende brauchen mehr Schutz nicht bloss Appelle. Konferenz über ältere Arbeitnehmende bringt ungenügende Resultate. Die dritte Nationale Konferenz zum Thema ältere Arbeitnehmende hat nur ungenügende Resultate gebracht. Nach wie vor gibt es unterschiedliche Einschätzungen über die Dringlichkeit des Problems. Obwohl das Problem real ist und die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe 55 plus in den letzten Jahren stärker angestiegen ist als die Arbeitslosigkeit insgesamt. Obwohl das für die Betroffenen besonders schlimm ist, weil sie im Gegensatz zu jüngeren Arbeitslosen deutlich länger brauchen, um wieder eine Stelle zu finden. Obwohl in den Alterskategorien 55 plus deshalb der Anteil der Langzeitarbeitslosen besonders hoch ist. Und obwohl bei den 50- bis 64-jährigen die Sozialhilfequote in den letzten Jahren um rund 50 Prozent gestiegen ist. Für den Schweizerischen Gewerkschaftsbund braucht es angesichts dieser Situation nicht nur Appelle an die Vernunft, sondern konkrete Verbesserungen. Die Lage der älteren Arbeitnehmenden muss verbessert werden. Das ist auch im öffentlichen Interesse. Wenn Arbeitgeber ihre Verantwortung den älteren Arbeitnehmenden gegenüber nicht wahrnehmen, leiden nicht nur die Betroffenen, sondern auch die Allgemeinheit muss finanziell einspringen. Folgende Vorschläge stehen im Vordergrund: (…). Thomas Zimmermann.
SGB, 25.4.2017.
Personen > Zimmermann Thomas. Arbeitslosigkeit. Kündigungsschutz. SGB, 2017-04-25.
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20.03.2017 Deutschland
Arbeitslosigkeit
Junge Welt

Arbeitslosigkeit
Arbeitsvermittlung
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Jobcentern fehlt der Respekt. Mehr laufen, besser essen: Ämter drängen Arbeitslose, ihre Erwerbsfähigkeit zu erhalten. Mit solchen Themen befasste sich der Kongress Armut und Gesundheit. „Übergriffig“ – das Wort benutzt Thomas Steffens oft, wenn er über Jobcenter spricht, die sich der Gesundheit ihrer Klienten angenommen haben. Mit „motivierenden Gesundheitsgesprächen“ würden die Leistungsberechtigten dazu aufgefordert, ihr Verhalten zu ändern. Mehr Sport machen, weniger Fettes essen – alles nach Massgabe des Amts. „Bei einem Beschäftigten wissen wir: Dessen Arbeitgeber hat es nichts anzugehen, ob der Angestellte am Ende des Tags um den See läuft oder sich auf das Sofa legt.“ Den Leistungsberechtigten gegenüber fehle dieser Respekt, sagt Steffens, der bei der Diakonie Deutschlands für medizinische Rehabilitation zuständig ist. Vielmehr handelten die Ämter – „übergriffig“. Die Runde „Arbeitslosigkeit – Kritik gegenwärtiger Gesundheitsstrategien“, bei der Steffens am vergangenen Freitag sprach, war nur eine von über 100 Veranstaltungen, die im Rahmen des diesjährigen Kongresses Armut und Gesundheit stattfanden. Die zweitägige Konferenz (Donnerstag und Freitag) in Berlin zog mehr als 2‘000 Besucher an. Ausgerichtet wurde sie von verschiedenen Sozialverbänden und Krankenkassen; auch staatliche Stellen wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Bundesfamilienministerium sind an ihr beteiligt. Zum Umgang der Jobcenter mit Hartz-IV-Berechtigten sprach neben Steffens auch Elene Weber, ebenfalls von der Diakonie. Den Erwerbslosen würden oft Angebote zur Verbesserung ihrer (…). Johannes Supe.
Junge Welt, 20.3.2017.
Junge Welt > Arbeitslosigkeit. Stellenvermittlung. Junge Welt, 2017-03-20.
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11.01.2017 Schweiz
Arbeitslosigkeit
SGB

Arbeitslosigkeit
Stellenbewerbung
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121a: Arbeitslosenvorrang konsequent umsetzen! SGB-Vorstand bezieht Position. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB hat an seiner Vorstandssitzung vom 11. Januar den vom Parlament im Rahmen der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative beschlossenen Arbeitslosenvorrang diskutiert. Er befürwortet diese Massnahme. Sie muss jetzt aber konsequent umgesetzt werden, damit die Arbeitslosen künftig rascher eine Stelle finden - unabhängig von der Farbe ihres Passes. Zahlreiche Probleme im Arbeitsmarkt bleiben damit aber vorläufig nicht gelöst. Für langjährige ältere Arbeitnehmende braucht es einen besseren Kündigungsschutz. Ausserdem wurden die Bestimmungen zum Schutz vor Lohndumping nicht genügend verschärft. Die Anhebung der Sanktionen von 5000 auf 30‘000 Fr. sowie die erleichterte Verlängerung von Normalarbeitsverträgen mit Mindestlöhnen sind zwar positiv, reichen aber nicht, um flächendeckend durchzusetzen, dass in der Schweiz Schweizer Löhne bezahlt werden müssen. Der Bund muss dazu die Hürden bei der Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeitsverträgen senken. Es braucht mehr Kontrollen. Und bei offensichtlichen Missbräuchen müssen die Kantone konsequent Arbeitsunterbrüche verfügen. Der SGB-Vorstand begrüsst, dass mit den Beschlüssen des Parlaments die bilateralen Verträge erhalten und keine neuen Diskriminierungen von Arbeitnehmenden eingeführt werden. In der Diskussion wurde festgehalten, dass stabile Beziehungen zur EU, dem grössten Wirtschaftspartner der Schweiz, für die Arbeitnehmenden von grösster Bedeutung sind. Ausserdem ist es für die Arbeitnehmenden wichtig, (…).
SGB, 11.1.2017.
SGB > Arbeitslosigkeit. Arbeitsmarkt. SGB, 2017-01-11.
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06.01.2017 Schweiz
Junge Welt
SGB

Arbeitslosigkeit
SGB
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Starke Währung, weniger Jobs. Schweizer Gewerkschaftsbund besorgt: Das BIP stagniert, während die Erwerbslosenzahl steigt. Schuld sei die Nationalbank. Die Krise ist auch in der Schweiz angekommen. Daran hat der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) bei seiner Jahrespressekonferenz in Bern am Mittwoch keinen Zweifel gelassen. Die Befunde des Dachverbands: Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf stagniert, die Kaufkraft der Beschäftigten nehme ab, und die öffentlichen Dienste werden durch Sparprogramme geschwächt. Nur eine Zahl steige: die der Erwerbslosen. Offiziell betrage die Arbeitslosenquote in der Schweiz nur 3,3 Prozent, so der SGB-Chefökonom Daniel Lampart. Doch würden bei diesem Wert jene Erwerbslosen, die wegen Langzeitarbeitslosigkeit „ausgesteuert“, also in die Sozialhilfe verschoben wurden, nicht mitgezählt. Gleiches gelte für Jugendliche, die vor ihrer Erwerbslosigkeit noch nicht mindestens 12 Monate lang gearbeitet haben. Entsprechend liege die tatsächliche Arbeitslosenquote bei 4,7 Prozent - einen halben Prozentpunkt über jenem Wert, der sich bei einer vergleichbaren Berechnungsart für die Bundesrepublik ergibt. „Das hat es in der Geschichte noch nicht gegeben“, so Lampart. Seit Beginn der Krise im Jahr 2008 sei gerade die schweizerische Maschinenindustrie getroffen worden. 14 Prozent der Stellen in der Branche seien verloren gegangen. Der Gewerkschaftsbund macht den „starken Franken“ für die schwieriger werdende Wirtschaftssituation der Schweiz verantwortlich. Die Aufwertung der Landeswährung ist aus Sicht der Gewerkschafter von der Schweizerischen Nationalbank (...). Florian Sieber.
Junge Welt, 6.1.2017.
Junge Welt > Schweiz. SGB. Arbeitslosigkeit. Junge Welt, 2017-01-06.
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