Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 173

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01.11.2018 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Barbara Gysi
Pierre-Yves Maillard
Christoph Schlatter
Interview
Präsidium
SGB
Volltext
Nach 20 Jahren mit Paul Rechsteiner: Am 1. Dezember wird das Präsidium des SGB neu besetzt. Wer wird's? Am SGB-Kongress (30.11./1.12., Bern) wird das Präsidium neu vergeben. Vorbehältlich einer Spontankandidatur entscheidet sich das Rennen zwischen Pierre-Yves Maillard und Barbara Gysi. Der VPOD Ist mit 24 zu 5 Stimmen für Gysi. Das VPOD-Magazin hat beide befragt. Die Macht beim SGB-Vorsitz ist wahrscheinlich gar nicht soooo gross (frag Rechsteiner). Warum strebst du dieses Amt an, was möchtest du bewegen? Pierre-Yves Maillard: Es geht im SGB-Präsidium vor allem darum, Vorschläge zu machen und die Leute dafür zu gewinnen. Ich schlage Reformen vor, die wir in meinem Kanton mit Kämpfen und Verhandlungen konkretisiert haben: die Lohnabhängigen davor bewahren, dass sie mehr als 10 Prozent für die Krankenkasse zahlen müssen; den Working Poor und den Alleinerziehenden mit Ergänzungsleistungen helfen; die Jungen, auch diejenigen mit Migrationshintergrund, besser einbeziehen. Neue Realitäten erfordern neue Antworten. Ich bin überzeugt, dass die Gewerkschaften damit konkrete Fortschritte erreichen und neue Kräfte gewinnen. Wie stehen wir Gewerkschaften 2018 in der Schweiz da? Sind wir stark? Oder sind wir schwach? Der SGB ist politisch stark - dank einem guten Draht zu den fortschrittlichen Kräften in der Politik. Aber klar ist auch: Wir brauchen mehr Mitglieder. Beim 100-Jahr-Jubiläum vor 30 Jahren waren wir 100‘000 Köpfe mehr. Um diese Erosion zu stoppen, braucht es auch eine Erneuerung der gewerkschaftlichen Idee. Was heisst es heute, (…). Christoph Schlatter, Interviews.
VPOD-Magazin, 1.11.2018.
Personen > Schlatter Christoph. Interview SGB-Praesidium. VPOD-Magazin, 2018-11-01.
Ganzer Text
01.11.2018 Zürich
Personen
VPOD ZH Kanton
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Jubiläum
Volltext
VPOD Zürich Kanton
Der VPOD Zürich Kanton feiert sein 100-Jahr-Jubiläum im Zürcher Neumarkt. Greulichs Erben. Die Sektion VPOD Zürich Kanton ist 100 Jahre alt geworden. Schauplatz des Fests und der Vernissage des Jubiläumsbuchs war der Zürcher Neumarkt, einst ein Zentrum der Arbeiterbewegung. Ferienhalber meldete sich Regierungsrätin Jacqueline Fehr per Videobotschaft; sie leugnete nicht die Arbeitgeberrolle. in der sie sich jetzt befindet. Umso wichtiger seien starke Gewerkschaften: als Ansprech- und Verhandlungspartner. Die anderen Rednerinnen und Redner überbrachten ihre Glückwünsche persönlich. Michele Dünki-Bättig, Präsidentin der feiernden Sektion, hat gute Chancen, zumindest das 100-Jahr-Jubiläum noch zu erleben. Katharina Prelicz-Huber, die den VPOD auf der nationalen Ebene präsidiert, ist überzeugt, dass es die Gewerkschaft auch nach weiteren 100 Jahren noch geben und noch brauchen wird. Nachdenkliche Töne. Sie streute auch nachdenkliche Töne in ihre Rede: Was seinerzeit, auch von VPOD-Kollegen, unterm Stichwort „Eugenik“ im Burghölzli propagiert und betrieben worden sei, sei Anlass zu tiefer Scham. Markus Notter, ehemaliger Regierungsrat, entlarvte in seiner Rede die angebliche Unterlegenheit staatlicher Betriebsorganisation als Märchen. Beispiel Gebäudeversicherung: So gut und günstig machen es die Privaten nicht in jenen Kantonen, wo diese Sparte privatisiert ist. Allerdings müsse auch das öffentliche Personal beweglich bleiben und dürfe sich nicht in einem „Haben wir immer (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.11.2018.
Personen > Schlatter Christoph. VPOD ZH Kanton. Jubiläum. VPOD-Magazin 2018-11-01.
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01.10.2018 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Paul Rechsteiner
Christoph Schlatter
Flankiierende Massnahmen
Interview
Volltext
Interview mit Paul Rechsteiner. SGB-Präsident, über Lohnschutz und unser Verhältnis zur EU. „Im Herzen der Auseinandersetzung“. Die Gewerkschaften halten an den „roten Linien“ fest: Die flankierenden Massnahmen sind nicht verhandelbar. Paul Rechsteiner erklärt dem VPOD-Magazin, wieso. Und was aus Europa werden soll. VPOD-Magazin: Paukenschlag zum Ende der Sommerpause. Der SGB schletzt die Tür beim Dossier „flankierende Massnahmen“ und verabschiedet sich von einem Rahmenabkommen mit der EU. Paul Rechsteiner: Wir sind für die bilateralen Verträge mit der EU. Aber wir machen nicht mit, wenn es darum geht, den Schweizer Lohnschutz mittels 8-Punkte-Programm nach den Anforderungen der EU-Kommission herunterzufahren - und das in substanziellen Teilen, vom (…).
Interview: Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 201810-01.
Personen > Schlatter Christoph. Paul Rechteinher. Interview. VPOD-
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01.10.2018 Schweiz
Personen
SGB
VPOD-Magazin
Paul Rechsteiner
Christoph Schlatter
Präsidium
SGB
Volltext
Paul Rechsteiner. Rechtsanwalt, SP-Ständerat, scheidender SGB-Präsident, St. Gallen. Eingetragene Marke. Vor 20 Jahren hat Paul Rechsteiner das 5GB-Präsidium übernommen; jetzt tritt er zurück. Zeit für eine Bilanz - und-für den (nur beschränkt erfolgreichen) Versuch, den Menschen hinter dem Markenzeichen „Schnauz“ zu ergründen. Bei Paul Rechsteiner gibt sich derzeit die Weltpresse die Klinke in die Hand: NZZ, Financial Times, VPOD-Magazin... Die Nachfrage hat zwei Gründe: Die Weigerung des SGB, an der von Bundesrat Schneider-Ammann betriebenen „Weiterentwicklung“ der flankierenden Massnahmen teilzunehmen, schafft Gesprächsbedarf. Und: Rechsteiner tritt beim Kongress Ende November von seinem Amt als SGB-Präsident zurück. Das Gefühl eines Epochenendes stellt sich nicht allein wegen der langen Amtszeit ein (Rechsteiner präsidiert den Gewerkschaftsbund seit 20 Jahren und liegt damit im ewigen Ranking an zweiter Stelle). Die Aufmerksamkeit beruht auch darauf, dass Rechsteiner nicht nur Marken gesetzt hat, sondern geradezu selber zur Marke geworden ist. Ohne Hausmacht. Er war, als er 1998 in Davos gewählt wurde, der einzige Kandidat. Und er war der erste SGB-Vorsitzende, der nicht als Präsident eines der grossen Mitgliedsverbände ins Amt kam. „Ohne Hausmacht schaffst du das nie“, sei ihm damals zugeraunt worden. Aber der junge Rechtsanwalt machte aus dem vermeintlichen Manko eine Tugend und aus dem SGB eine schlagkräftige Organisation. Es gelang ihm, neue Verbände (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.10.2018.
Personen > Schlatter Christoph. Paul Rechsteiner. Biografie. VPOD-Magazin, 2018-10-01.
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01.10.2018 Schweiz
Emigranten
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Einwanderung
Saisonnierstatut
Volltext
Die Schweiz und ihre ausländischen Arbeitskräfte. „Quer durch die Arbeiterschaft“. Von 1914 bis zur Jahrtausendwende versuchte die Schweiz, die Zuwanderung nach ihren wirtschaftlichen Bedürfnissen zu steuern - ohne Rücksicht auf Menschenwürde. In diese „Barackenschweiz“ kann niemand zurückwollen. „Gegen die Zuwanderung von Ausländern gibt es nichts einzuwenden. Dies allerdings unter der Voraussetzung, dass sie sich nicht in der Schweiz niederlassen wollen.“ Was der Bundesrat 1924 schrieb, war im Wesentlichen bis in die 1990er Jahre eine Konstante der schweizerischen Politik. Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs waren Europas Grenzen offen gewesen. Nach 1918 blieb die kriegsbedingte Abschottung bestehen, später unterstützt von der Weltwirtschaftskrise und von nationalistischen und faschistischen Strömungen. Auch als nach dem Zweiten Weltkrieg ein beispielloser Wirtschaftsaufschwung die Schweiz erfasste, wollte man keine dauerhafte, sondern eine „rotierende“ Zuwanderung, die zugleich, wie dann in der Krise der 1970er Jahre, als Konjunkturpuffer diente. Hier arbeiten, nicht hier leben. Ausländische Arbeitskräfte sollten ins Land kommen: zum Arbeiten, nicht zum Leben. Integration wurde unterbunden, namentlich durch das unselige Saisonnierstatut. Dieses war schon 1934 „erfunden“ worden, es entfaltete seine Wirkung aber vor allem zwischen 1951 und 1970, als insgesamt 3 Millionen Saisonnierbewilligungen ausgestellt wurden. Die Zuwanderer, mehrheitlich Männer, kamen aus Italien, später vermehrt auch aus Spanien, Portugal, aus dem damaligen Jugoslawien (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.10.2018.
Personen > Schlatter Christoph. Einwanderung. VPOD-Magazin, 2018-10-01.
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01.06.2018 Schweiz
Baumeisterverband
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Baumeisterverband
Rentenalter
Volltext
Streit um die Rente mit 60 und um den Landesmantelvertrag. Baustelle Bau. Im Baugewerbe herrscht dicke Luft. Die Auffangeinrichtung BVG hat den Vertrag mit der Stiftung FAR gekündigt: Die Rente mit 60 ist in Gefahr. Die Unia droht einen heissen Herbst an. Es war einer der grössten und wirkungsmächtigsten Streiks der jüngeren Zeit: Im November 2002 legten in der ganzen Schweiz rund 15‘000 Bauarbeiter ihre Arbeit nieder. Am meisten Aufmerksamkeit erregte die Blockade des Baregg-Tunnels, eines der Nadelöhre im Schweizer Strassennetz. Nicht nur der dadurch erzeugte Stau war lang - auch das juristische Nachspiel zog sich hin. Am Ende verurteilte das Bundesgericht mehrere GBI-Leute wegen Nötigung. Zu diesem. Zeitpunkt war aber die politische Ernte längst eingefahren. Der Streik auf dem Bau hatte den entscheidenden Impuls für eine Einigung in der Frage des flexiblen Altersrücktritts gegeben. Es dauerte nach der Baregg-Aktion keine Woche, bis der Vertrag für die Einführung des Rentenalters 60 (Stiftung Flexibler Altersrücktritt FAR) unterzeichnet war. Fast wie bei der AHV. Das ist für die körperlich hart arbeitenden Bauarbeiter eine gewichtige Errungenschaft: dass sie 5 Jahre eher in Pension gehen können und bis zum ordentlichen Pensionierungsalter eine Überbrückungsrente bekommen, die 65 Prozent des letzten Jahreslohns plus 6‘000 Franken Sockelbetrag ausmacht. Rund 18‘000 Personen haben bisher davon profitiert. Wer bezahlt? Gemäss dem FAR-Vertrag erwirtschaftet die Branche selber die Mittel für diese (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, Juni 2018.
Personen > Schlatter Christoph. Rentenalter. Baumeisterverband. VPOD-Magazin, 2018-06-01.
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01.05.2018 Schweiz
Generalstreik
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Generalstreik
Volltext
Ewige Wahrheiten. Mit diesem Heft beginnt eine Serie über den Landesstreik. 100 Jahre werden es im November sein, dass die Arbeiterschaft auch in der Schweiz genug hatte von Hunger, Krieg und Kriegsgewinnlern. Einige der Forderungen von 1918 betreffen die politische Partizipation. Die Teilhabe der Frauen gelang bekanntlich erst 1971. Schneller ging es mit der verlangten Proporzwahl: Schon 1919 wurde der Nationalrat nach diesem Verfahren gewählt. Die Sozialdemokratie erhoffte sich von der Umstellung ein stärkeres Gewicht gegen den zuvor übermächtigen Freisinn, der damals auch 6 von 7 Bundesräten stellte. Das Erhoffte trat ein, aber nicht im gewünschten Ausrnass. Die FDP stürzte tatsächlich ab, verlor 40 von bisher 103 Sitzen und stellte noch 60 von 189 Nationalräten. Die Katholisch-Konservativen, die späteren Christlichdemokraten, kamen auf 41 Mandate - minus 1. Die sozialdemokratische Fraktion wuchs von 20 auf 41 Köpfe. (Schmachvoll: Robert Grimm, der Führer des Landesstreiks, verlor seinen Sitz und konnte nur dank dem Verzicht eines Genossen nachrücken.) Die grösste Gewinnerin bei der Wahl 1919 war indes die BG B, die Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei. die später zur SVP mutierte. Sie konnte statt bisher 4 nun 29 Nationalräte nach Bern schicken. Ironie der Schweizergeschichte: Ausgerechnet die heutige Blocher-Partei verdankt ihr erstes Erstarken zumindest zu Teilen jenem (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, Mai 2018.
Personen > Schlatter Christoph. Generalstreik. VPOD-Magazin, 2018-05-01.
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01.04.2018 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Pensionierte
Tagung
Volltext
Verbandskonferenz Pensionierte in Olten. Späte Liebe. Wenn sich die VPOD-Pensionierten treffen, mischen sich Politik, Lebenshilfe und Geselligkeit. An der von 80 Mitgliedern besuchten Verbandskonferenz im März in Olten war das nicht anders. Gegen Ende der Konferenz brach es mit Urgewalt aus einem der Teilnehmer heraus: „Wir sind doch hier in Olten, wo vor 100 Jahren das Oltener Komitee getagt und den Generalstreik beschlossen hat“. Der Kollege konnte insofern etwas beruhigt werden, als VPOD und SGB des Jubiläums sehr wohl gedenken und zahlreiche Aktivitäten vorgesehen haben. Die Intervention zeigte indes, dass namentlich bei den Kolleginnen und Kollegen aus der Westschweiz ein kämpferischer Geist herrscht, der auch im Ruhestand keine Ruhe geben will. Persönliche Risiken. Dem entsprach ein anklagendes Referat zur Flüchtlingspolitik von Claude Calame, Direktor der Ecole des Hautes Etudes en Seiences Sociales Paris. Der Kollege möchte nicht nur den Diskurs verschieben - indem er von Exilierten statt von Flüchtlingen spricht. Er will zugleich die Rolle der Schweiz ins Visier nehmen, die als Hort für unfairen Handel viel zum weltweiten Ungleichgewicht beiträgt. Calames Rede war zugleich ein Plädoyer für eine humanere Asylpolitik. In der Diskussion war zu erfahren, dass einzelne Kollegen persönliche Risiken auf sich nehmen, um Flüchtlingen in prekärer Lage zu helfen. Der Vormittag (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, April 2018.
Personen > Schlatter Christoph. Pensionierte VPOD. VPOD-Magazin, 2018-04-01.
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01.04.2018 Zürich
Personen
Verwaltung Zürich
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Arbeitsplatz
Verwaltung
Volltext
Verwaltungen wie diejenige der Stadt Zürich wollen Büroräume flexibilisieren. Keine bleibende Statt. Öffentliche Verwaltungen bilden im Allgemeinen nicht die Speerspitze in Bezug auf Desksharing und andere mobile Arbeitsformen. Die Stadt Zürich will jetzt vorwärtsmachen, zumindest dort, wo neu- oder umgebaut wird. Natürlich läuft das neue Bürokonzept, das der Stadtrat der Stadt Zürich genehmigt hat, unter einer englischen Bezeichnung: worksmart@zürich ... Ausgangspunkt ist der wachsende Flächenbedarf der seinerseits die Hauptursache in der steigenden Bevölkerungszahl hat. Die Verwaltung wächst sogar leicht überproportional, was logisch ist, denn der Zuzug generiert ja zusätzliche Aufgaben. Allerdings zeigt der Vergleich von 20II und 20I6, dass die Zahl der beschäftigten Personen nur geringfügig gestiegen ist. Die höhere Zahl der Vollzeitäquivalente resultiert hauptsächlich aus einer Erhöhung des durchschnittlichen Beschäftigungsgrads. Dieser stieg über das gesamte Personal hinweg von 74,2 auf 77,5 Prozent - stärker bei den Frauen (von 64,4 auf 70,2 Prozent), weniger bei den Männern (von 86,2 auf 88,4 Prozent). Damit liegen die Geschlechter bei den Vollzeitäquivalenten (11‘573) Männer, 11‘370 Frauen) praktisch gleichauf. Es lässt sich also sagen, dass die Stadtzürcher Verwaltungshandlungen fast präzis hälftig von Männern und von Frauen vorgenommen werden. 2016 standen (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, April 2018.
Personen > Schlatter Christoph. Verwaltung Zürich. Arbeitsplätze. VPOD-Magazin, 2018-04-01.
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01.12.2017 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Generalstreik
Jubiläum
Volltext
Eine SGB-Tagung macht den Auftakt zum 100-Jahr-Jubiläum des Landesstreiks vom November 1918. Die siegreichen Geschlagenen. Der SGB hat den Startschuss zum 100-lahrJubiläum des Landesstreiks gegeben, das im November 2018 begangen wird. Die schwerste innenpolitische Krise der Schweiz schuf den Boden für sozialen Fortschritt. Es beginnt mit einem Streik der Bankangestellten - ausgerechnet! - und einem lokalen Generalstreik in Zürich. Der Bundesrat lässt die Armee aufmarschieren. Die Antwort des Oltener Aktionskomitees (quasi eine „Exekutive“ der Arbeiterbewegung): eintägiger Generalstreik. Nach Zusammenstössen zwischen Demonstrierenden und der Armee in Zürich wird der Landesstreik unbefristet ausgerufen. Vom 12. bis zum 14. November I9I8 streikt eine Viertelmillion Arbeiterinnen und Arbeiter. Alles bleibt friedlich. Trotzdem mobilisiert der Bundesrat weitere Truppen. Wird daraus ein Bürgerkrieg? Um ein Blutbad zu verhindern, beschliesst das Oltener Komitee contre coeur den Abbruch des Streiks. Dieser Entscheid ist bereits gefallen, als die Armee in Grenchen drei junge Uhrenarbeiter erschiesst. Von hinten. Knirschen im Gebälk. An diese Morde und ihre späte Aufarbeitung erinnert Paul Rechsteiner, SGB-Präsident, zum Eingang der gutbesuchten Tagung im „National“ in Bern. War der Landesstreik von 1918 eine Niederlage? Nur auf den ersten Blick. Adrian Zimmermann spricht mit einem Wort Robert Grimms von den „siegenden Geschlagenen“. Auch Rechsteiner unterstreicht, dass sich bereits mit den (…).. Mit Foto. Christoph Schlatter.
Personen > Schlatter Christoph. Generalstreik. Jubiläum. VPOD-Magazin, 2017-12-01.
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01.12.2017 Schweiz
Personen
PSI
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Kongress
PSI
Volltext
Der 30. PSI-Weltkongress tagte vom 30. Oktober bis 3. November in, Genf. Gut gebrüIIt, Löwe. Wahl und Weltverbesserung: Der 30.Weltkongress der Internationale der öffentlichen Dienste PSI (Public Services International) tagte in Genf. Der Service public ist weltweit unter Druck - weltumspannend soll auch die gewerkschaftliche Antwort sein. Die südafrikanische Ökonomin Ann Pettifor braucht starke Bilder: Die Offshorefirmen solle man wieder ans Shore - ans heimische Gestade - holen. Und da die zitternde Maus namens Privatwirtschaft sich vor allem fürchte, was tatsächlich ein Risiko bedeute, müsse der brüllende Löwe öffentlicher Sektor eben in die Lücke springen und dort investieren, wo Profit nicht garantiert ist. Wir befinden uns am Panel Nr. 5 über Steuergerechtigkeit am PSI-Weltkongress 2017 zu Genf. Zum Ende dieser Diskussion machen sich die Widersprüche im Spätkapitalismus bemerkbar. Kollegin Ann vermisse ihr rosengoldenes iPhone, lässt die Moderatorin wissen. Wer es finde, möge es doch bitte abgeben. Die Herstellerfirma des Geräts gehört just zu den übelsten Steuertrickserinnen des Planeten... Einen Tag später. Gerade hat der VPOD-Generalsekretär gesprochen. Zur Debatte steht Punkt 21 der Satzung, die Frage nämlich, ob man den Sitz der PSI statutarisch festlegen solle. Stefan Gigers überzeugendes Votum für „Kanton Genf. Schweiz“ erhält viel Beifall sowie Schulterklopfen aus Deutschland und Österreich, die mit der Schweiz zu den „German Speaking Countries“ gezählt werden. Mit Fotos. Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.12.2017.
Personen > Schlatter Christoph. PSI. Kongress. VPOD-Magazin, 2017-12-01.
Ganzer Text
01.12.2017 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Luca Cirigliano
Christoph Schlatter
Interview
Kündigungsschutz
Volltext
Interview mit Luca Cirigliano, Zentralsekretär SGB, Jurist, zum Gleichgewicht zwischen den Sozialpartnern. “Der Kündigungsschutz ist ausgehöhlt”. Zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmenden herrscht ein Ungleichgewicht. Es braucht Regeln, damit auf Augenhöhe verhandelt werden kann. Leider ist der ohnehin schwache Artikel 336 des Obligationenrechts (OR) durch die Rechtsprechung weiter entkernt worden. VPOD-Magazin: Luca Cirigliano, wer über die Balance zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmenden nachdenkt, um die es in diesem Dossier gehen soll, kommt schnell einmal auf Artikel 336 des Obligationenrechts. Darin wird ein gewisser Kündigungsschutz für Arbeitnehmende postuliert. Luca Cirigliano: Einerseits wird die rechtmässige Ausübung der gewerkschaftlichen Tätigkeit zugestanden, andererseits sollen gewählte Vertreterinnen und Vertreter beispielsweise in Stiftungsräten oder Personalkommissionen besonders geschützt sein. Wobei die Sache einen Haken hat... Genau, denn auch für den Fall, dass eine Kündigung nachträglich von einem Gericht als missbräuchlich bezeichnet wird, bleibt sie gültig. Und auch für die Anerkennung der Missbräuchlichkeit ist die Hürde hoch. Wo kein Kläger, da kein Richter: Die Arbeit-nehmerin selbst muss klagen, sie trägt das Prozessrisiko. Und sogar wenn es ihr gelin-gen sollte zu belegen, dass die Kündigung tatsächlich wegen ihrer Rolle in den genannten Institutionen erfolgte - und nur deswegen, so ist in vielen Fällen dennoch wenig (…). Interview: Christoph Schlauer.
VPOD-Magazin, Dezember 2017.
Personen > Cirigliano. Kündigungsschutz. Interview. VPOD-Magazin, 2017-12-01.
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01.11.2017 Sowjetunion
Personen
VPOD-Magazin
W. I. Lenin
Christoph Schlatter
Oktoberrevolution
Volltext
Die Vorgeschichte der Oktoberrevolution spielt in der Schweiz. Moskau einfach. Lenin in Bern und Zürich, die Konferenzen von Zimmerwald und Kiental - und die von Fritz Platten organisierte Reise im „plombierten“ Eisenbahnwagen: Die Vorgeschichte der Oktoberrevolution hat sich zu grossen Teilen in der Schweiz abgespielt. 1914 war Lenin und seiner Ehefrau, Nadeschda Krupskaja, die Reise aus Galizien in die Schweiz gelungen. Zuerst wohnte das Paar in Bern. Es las die halbe Landesbibliothek, wie eine Ausstellung diesen Sommer gezeigt hat. Lenin verschlang in mehreren Sprachen Historisches und Politisches, aber auch Werke über die „Fleischversorgung des Deutschen Reiches“ und über „Höhenklima und Bergwanderungen in ihrer Wirkung auf den Menschen“. Die Bibliotheken seien in Zürich besser, befand man nach dem Umzug. Lenin arbeitete in der Zentralbibliothek und im Sozialarchiv. Das Haus an der Spiegelgasse 14 wurde in den 1970er Jahren ersetzt; die 1928 angebrachte Gedenktafel überlebte: „Hier wohnte vom 21. Februar 1916 bis 2. April 1917 Lenin, der Führer der russischen Revolution.“ Lenins waren Untermieter des Schuhmachers Titus Kammerer, kamen ihren finanziellen Verpflichtungen stets nach und konnten nur nachts lüften, weil ihr Zimmer zum Hof ging und dort tagsüber die Wurstfabrik allzu grässlich stank. Lenin war auf beiden internationalen sozialistischen Konferenzen von Zimmerwald (1915) und Kiental (1916) dabei, bei welchen eine Handvoll Sozialistinnen und Sozialisten die 1914 zerbrochene Internationale (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, November 2017.
Personen > Schlatter Christoph. Lenin W. I. VPOD-Magazin, 2017-11-01.
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01.11.2017 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Christoph Schlatter
3. Internationale
IGB Internationaler Gewerkschaftsbund
Volltext
Die Positionierung gegenüber der III. Internationale ist auch im nachmaligen VPOD umstritten. Gefährdete Einheit. Der VPOD im Jahr 1921: Der frisch aus Strassenbahnern und Staatsarbeitern fusionierte Verband ringt um Orientierung und Einheit. Der Verbandstag muss über die Haltung zur kommunistischen Gewerkschaftsinternationale entscheiden. Erst 1919 findet man in der Verbandspresse der VPOD-Vorläufer ausführlichere Debatten, die um die Einordnung der Entwicklung in Russland seit 1917 kreisen. Wem soll man Glauben schenken? Jenen Russlandheimkehrern, die anerkennend von der Umwälzung berichten, aber die „ungeheuren Schwierigkeiten des Aufbaues der neuen, der sozialistischen Wirtschaft in Russland“ zu bedenken geben? Oder jenen, die „nur von Greueltaten, von Mord- und Totschlag, von Bestechlichkeit, Diebstahl, Raubanfällen, Arbeitslosigkeit, Hunger und Elend“ zu erzählen wussten – „natürlich anonym und ohne Angaben über Ort und nähere Umstände“? 1919 wird in Moskau die II!. Internationale gegründet, die sogenannte Komintern, die recht bald ein Bekenntnis verlangen wird. Gegen die “Gelben”? 1920 entsteht - wenn auch vorerst nicht unter diesem Namen - der heutige VPOD: Der Schweizerische Strassenbahnerverband und der Schweizerische Gemeinde- und Staatsarbeiterverband, beide 1905 gegründet, schliessen sich zusammen. Das Jahr 1920 ist aber - auf Ebene der Partei - auch ein Jahr der Spaltung: Als die Sozialdemokratische Partei im Dezember auf ihrem Parteitag (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, November 2017.
Personen > Schlatter Christoph. IGB. VPOD. VPOD-Magazin, 2017-11-01.
Ganzer Text
01.10.2017 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Betreuungsberufe
Volltext
Zaghafte Vorschläge des Bundesrats zur Entlastung pflegender und betreuender Angehöriger. Die grosse Lücke. Der Bundesrat will zwar pflegende und betreuende Angehörige entlasten. Doch das Vereinbarkeitsproblem, das entsteht, wenn die alte Mutter plötzlich Unterstützung im Alltag braucht, löst er mit seinen Ideen nicht ansatzweise. Im Februar hat der Bundesrat angekündigt, dass er pflegende und betreuende Angehörige zeitlich und finanziell entlasten will. „Wer ein krankes Familienmitglied pflegen muss, soll sich an seinem Arbeitsplatz kurzfristig freistellen lassen können“, schreibt er. Er denkt zudem an einen länger dauernden Betreuungsurlaub, den er allerdings nur im Hinblick auf schwer erkrankte oder verunfallte Kinder einführen will. Ziel sei, dass die Eltern während der Pflege der Kinder im Erwerbsleben bleiben können; angedacht ist ein Ersatz des Lohnausfalls analog zur Mutterschaft. Mit der Ausweitung der Betreuungsgutschriften in der AHV sollen zudem auch jene besser geschützt werden, die Verwandte mit lediglich leichter Hilflosigkeit betreuen (bisher ist mittlere Hilflosigkeit die Voraussetzung dafür, dass in der AHV Gutschriften gemacht werden können). Grössere Distanzen. Für die Betreuung von pflegebedürftigen Erwachsenen - also namentlich für die Sorge für die eigenen Eltern, wenn sie Unterstützung benötigen - ist offenbar kein Betreuungsurlaub vorgesehen, wie er etwa (siehe folgende Seiten) in Deutschland (wenn auch schlecht finanziert) oder in Österreich (wenn auch ohne Rechtsanspruch) besteht. (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, Oktober 2017.
Personen > Schlatter Christoph. Betreuungsberufe. VPOD-Magazin, 2017-10-01.
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01.10.2017 GR Kanton
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Gleichstellungsbüro
Volltext
Menschen im VPOD. Tamara Gianera, Leiterin der Stabsstelle für Chancengleichheit von Frau und Mann, Chur. Gender-Überraschung. Die Historikerin Tamara Gianera arbeitet als Leiterin der Bündner Chancengleichheitsstelle mit schmalen Ressourcen, aber beharrlich. Immerhin hat sie (vor fast 20 Jahren) Erfahrung gesammelt in einer der wenigen Branchen, in denen Frauen mehr als Männer verdienen. Die Chefin der Stelle hat ein 60-Prozent-Pensum, die Administrativkraft arbeitet zu 30 Prozent. 45 Stellenprozente besetzt die Juristin, 35 die wissenschaftliche Mitarbeiterin. Ja, es liegt eine gewisse Paradoxie darin, dass ausgerechnet bei der Gleichstellungsstelle jene Art von Teilzeitarbeit geleistet wird, vor der die Frauen ansonsten flächendeckend gewarnt werden. Auch Tamara Cianera würde lieber mehr als weniger arbeiten. Aber die Finanzen, welche von der Politik für die Aufgabe bereitgestellt werden, sind begrenzt. Wo ein grosses Problem mit kleinen Ressourcen (und ohne Weisungsrecht) zu bearbeiten ist, braucht es einen langen Atem. Grosser Nachholbedarf. Tamara Gianera, italienisch-kroatische Seconda-Bündnerin, ist eine der letzten, die ihr Geschichtsstudium noch im alten System abgeschlossen haben. Um die Deadline nicht zu verpassen, musste sie Gas geben und den Job als Sekretärin der SP Graubünden aufgeben, der mehr als einmal die akademischen Erfordernisse auf den zweiten Platz verdrängt hatte. Frisch lizenziert, gelang ihr der Sprung ins „richtige“ Berufsleben nicht so glatt wie (…). Christoph Schlatter.
VPODS Magazin, Oktober 2017.
Personen > Schlatter Christoph. Gleichstellung. Frauen. VPOD-Magazin, 2017-10-01.
Ganzer Text
01.09.2017 EU
Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Personenfreizügigkeit
Volltext
15 Jahre Personenfreizügigkeit mit der EU - Bund und SGB ziehen Bilanz über Zuwanderung. Nicht allein die Bilateralen. Seit 15 Jahren gilt zwischen der Schweiz und der EU die Personenfreizügigkeit. Sie ist aber bei Weitem nicht der einzige Grund für das Ansteigen der Zuwanderung. Das Internet etwa gehört mit zu den Treibern, wie SGB-Chefökonom Daniel Lampart darlegt. Die Personenfreizügigkeit wäre allein schuld an der Zunahme der Zuwanderung? Aus der Perspektive von SGB-Chefökonom Daniel Lampart ist das eine von rechts nationaler Seite verzerrte und getrübte Sicht der Dinge, mit der in erster Linie Politik gemacht wird. Tatsächlich waren - so zeigt es auch der jüngste Observatoriumsbericht des Bundes zum Freizügigkeitsabkommen - die Jahre nach 2002 von starker Zuwanderung geprägt, namentlich von gut Ausgebildeten und besonders aus Deutschland. Aber die vertraglichen Rahmenbedingungen sind nur eines von mehreren Elementen, die zu diesem Anstieg beigetragen haben. So hat sich die Wirtschaft generell internationalisiert. Heute arbeiten mehr Leute aus unterschiedlichen Ländern in der gleichen Firma, was sich unter anderem daran ablesen lässt, dass bereits gegen ein Fünftel der Berufstätigen (20I5: I8,7 Prozent) an der Arbeit „üblicherweise“ Englisch sprechen. Natürlich hat das Internet zu dieser Entwicklung stark beigetragen. Heute werden fast alle Jobs dort ausgeschrieben und sind so weltweit sichtbar. Vor 2002 wurden offene Stellen vor allem in der lokalen und nationalen Presse annonciert (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, September 2017.
VPOD-Magazin > Personenfreizügigkeit. VPOD-Magazin, 2017-09-01.
Ganzer Text
01.07.2017 Zürich
Personen
VPOD-Magazin
Zentralbibliothek
Christoph Schlatter
Jubiläum
Volltext
Ein schön gemachtes Buch feiert das Jubiläum einer Zürcher Institution – „Wissen im Zentrum: 100 Jahre Zentralbibliothek“. Zettelwirtschaft. Die Zentralbibliothek Zürich feiert ihr 100-jähriges Bestehen. Der schöne Jubiläumsband schält wesentliche Entwicklungen heraus, etwa jene von der Zettel- zur Datenwirtschaft. Auch die Arbeitsbedingungen und die Organisation des Personals kommen zur Sprache. Vor 100 Jahren wurden in Zürich die Stadt- und die Kantonsbibliothek in einem Neubau vereinigt. Der Band, der dieses Jubiläum feiert, ist eine Augenweide. Die Geschichte und damit die Bestände der Vorläuferinstitutionen reichen ja viel weiter zurück. Davon zeugen die Bilder: Die drei Stadtheiligen tragen ihre Köpfe unterm Arm in einem Gebetbuch aus dem 15. Jahrhundert. Aus dem 16. Jahrhundert stammt ein Mini-Koran. Landkarten und Stadtpläne finden sich. Der frühe Globi von 1939. Und ein alter Globus aus St, Gallen, Objekt eines interkantonalen Kulturgüterstreits, der sich von 1712 bis 2009 erstreckte. VPOD seit 1959 vor Ort. Das Buch ist ein Gemeinschaftswerk von fünf Autorinnen und Autoren. Der Gewerkschafter stürzt sich naturgemäss zunächst auf den Beitrag von Adrian Knoepfli, der das Personal in den Mittelpunkt stellt. Zu Beginn waren die Arbeitsbedingungen vergleichsweise komfortabel, zumal für die Bibliothekare. Die ihnen gewährte 40-Stunden-Woche und die 4 Wochen Ferien waren allerdings mit der Erwartung verknüpft, „dass sie ausserhalb ihrer Amtszeit wissenschaftlicher Arbeit obliegen“. Der Hauswart (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, Juli 2017.
Personen > Schlatter Christoph. Zentralbibliothek. Jubiläum. VPOD-Magazin, 2017-07-01.
Ganzer Text
01.05.2017 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Karl Marx
Christoph Schlatter
Film
Filmvorführung
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Der deutschfranzösische Spielfilm „Der junge Karl Marx“ von Raoul Peck kommt im Mai ins Kino. Die drei von der Denkstelle. Schulfernsehen? Wenn, dann im allerbesten Sinn: „Der junge Karl Marx“ ist a) ein Zeitgemälde und schneidet b) die richtigen Fragen an. Gezeigt werden die Jahre zwischen 1844 und 1848, als sich Marx und Engels fanden und das Kommunistische Manifest schrieben. Den kenn ich doch! Woher nur? Ach so: Stefan Kosanke, der in „Der junge Karl Marx“ den Friedrich Engels gibt, hatte soeben seinen letzten - mutmasslich tödlichen - Einsatz als Dortmunder „Tatort“-Ermittler, Als er im Film zum ersten Mal Karl Marx (August Diehl) begegnet, schlägt ihm Herablassung entgegen. Allerdings nur kurz: Die beiden erkennen einander rasch als kluge Denker an. Marx ist womöglich der brillantere Kopf, im Film wie im Leben. Aber Engels hat andere Stärken. Er verfügt über Geld. Er besitzt Sinn fürs Notwendige. Und er bewältigt nächtliche Zechtouren neben- und nachwirkungsfrei, sehr im Gegensatz zum Freund. Auf Augenhöhe. Auch ein zweistündiger Film wie derjenige von Raoul Peck kann nicht alle Wünsche erfüllen. Das entsetzliche Elend der Unterschichten tritt lediglich in - allerdings bildstarken - Episoden zutage. Mehr Raum erhält die persönliche Geschichte der Hauptfiguren, zu denen auch Jenny Marx (Vicky Krieps) und Mary Bums (Hannah Steele), die spätere Frau Engels, zählen. Starke Charaktere: Jenny ist, auch wenn sie dem unsteten Leben des Mannes viele Opfer zu bringen hat, eine Partnerin auf Augenhöhe, ob in Trier, Paris oder Brüssel. Mary, die Fabrikarbeiterin mit der frechen Klappe, erleben wir als (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, Mai 2017.
Personen > Schlatter Christoph. Marx Karl. Film. VPOD-Magazin, 01.05.2017.
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01.05.2017 BE Kanton
Personen
Spitäler
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
GAV
Spitäler
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Die Zukunft der Spitäler. Der neue GAV der Berner Spitäler ist nahezu flächendeckend. Die Insel ist keine Insel mehr. Am 1. Januar 2018 tritt ein Berner Spital-Gesamtarbeitsvertrag in Kraft, der auch die Insel-Gruppe und die Psychiatrie umfasst. Mit 18‘000 Beschäftigten von der Oberärztin bis zur Reinigungskraft ist er der grösste seiner Art. Und setzt ein Zeichen: Für ein Spital braucht es alle. In den Augen von Bettina Dauwalder, VPOD-Regionalsekretärin, ist der umfassende Spital-GAV ein wichtiger Schritt hin zu mehr Schutz für die Beschäftigten. Bisher galt der GAV lediglich für die Regionalspitäler; die Insel-Gruppe besass einen Betriebsvertrag. Als dritter Player rückt jetzt noch die dreigliedrig organisierte Psychiatrie unter den Schirm, die eben erst verselbständigt worden ist. Ein Zugeständnis an die Arbeitgeber ist das neue Lohnsystem, das eine Abkehr von den bisherigen Lohnklassen und -stufen zugunsten von - flexibleren - Lohnbändern bringt. „Die Mitarbeitenden werden sich vermehrt um ihre Löhne kümmern müssen, und statt in Klassen und Stufen wird nun viel stärker in Franken und Rappen gerechnet“, sagt Dauwalder. Bei der Überführung gilt Besitzstandwahrung. Keine Fliegenfalle. Die Lohnverhandlungen - auch das ist aus VPOD-Sicht wichtig - finden weiterhin zwischen den Personalverbänden und den Arbeitgebern statt. (Neben dem VPOD sind der SBK - Berufsverband in der Pflege - und der VSAO - Vertretung der Assistenzärzte und Oberärztinnen - in den GAV involviert; die Arbeitgeber haben ein gemeinsames (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, Mai 2017.
Personen > Schlatter Christoph. Spitäler. GAV. VPOD-Magazin, 2017-05-01.
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01.04.2017 Schweiz
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Film
Frauenstimmrecht
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Cunnilingus in Trogen. Der Überraschungserfolg dieses Kinofrühlings ist der Schweizer Spielfilm „Die göttliche Ordnung“ von Petra Volpe. In einem Appenzeller Dorflehnt sich eine junge Hausfrau gegen ihr fremdbestimmtes Schicksal auf. Die Geschichte ist fiktiv und nicht durchwegs ganz plausibel. Die drei Landpomeranzen, die nur knapp den Mut zusammengekratzt haben, nach Zürich an die Frauendemo zu reisen, nahmen dort ohne merkliches Zögern an einem psychedelischen Workshop zur Entdeckung der eigenen Vulva teil? Die Frauen des Dorfes, denen kaum ein Widerwort gegen ihre bräsigen Männer über die Lippen kommt, brachten urplötzlich den Mut zum Ehevollzugs- und Haushaltsstreik auf? Der Schwiegervater verberge sein geheimes Sexheftli nicht besser als unterm Kopfkissen, wo er doch weiss und will, dass das Bettenmachen der Hausfrau obliegt? Das alles spielt aber keine Rolle, weil der Film mit Witz und Tempo im Jahr 1971 einfährt. Und weil er die Figuren zwar leicht überzeichnet, aber nur jene der Lächerlichkeit preisgibt, die es nicht besser verdient haben. Zum Beispiel die Vorsitzende des „Aktionskomitees gegen die Verpolitisierung der Frau“. Anders die Protagonistin: Marie Leuenberger legt ihre Nora zurückhaltend und glaubwürdig an. Erst allmählich erkennt diese junge Ehefrau und Mutter die Recht- und Machtlosigkeit ihres Geschlechts – das Schicksal ihrer zwangsversorgten Nichte hilft, die Augen zu öffnen. Unter wiederholtem Erschrecken vor dem eigenen Mut begibt sie sich auf den langen Marsch. (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, April 2017.
Personen > Schlatter Christoph. Frauenstimmrecht. Film. VPOD-Magazin, 2017-04-01.
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01.03.2017 Schweiz
Einkommen
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Ergänzungsleistungen
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Allianz wehrt sich gegen Abbau bei den Ergänzungsleistungen (EL). Quasi eine Pflegeversicherung. Kein Abbau bei den Ergänzungsleistungen (EL): Mit diesem Appell ist eine breit verankerte Allianz an die Öffentlichkeit getreten. Sie wehrt sich gegen Sparübungen auf dem Buckel der Schwächsten. Dringend anpassungsbedürftig sind die Mietzinsmaxima. Ursprünglich waren sie, als sie 1965 beschlossen wurden, als Übergangsinstrument gedacht: Ergänzungsleistungen sollten nur so lange fliessen, bis AHV und IV für alle die Existenzsicherung garantieren. Es kam anders: Trotz erster und zweiter Säule steigen die Ausgaben für die EL an - sie hat für die Älteren die Rolle einer Pflegeversicherung übernommen, zumal seit 1987 auch Heim und Spitex daraus bezahlt werden können. Bei der IV sind es heute schon 45 Prozent, die auf EL angewiesen sind (bei der AHV: I2 Prozent). Die Unterschiede zu einer Versicherung: Die EL sind via Steuern und somit sozial finanziert. Aber es handelt sich um eine Bedarfs-leistung - der Anspruch muss nachgewiesen werden, wenn auch weniger aufwendig als bei der Sozialhilfe. Das festgelegte Mindesteinkommen ist das höchste, das im Schweizer Sozialstaat zur Anwendung kommt. Auf dem Buckel der Schwachen. Die „Allianz Ergänzungsleistungen“ umfasst Behinderten-, Senioren-, Frauen-, Arbeitnehmenden- und Mieterorganisationen. Sie will verhindern, dass die EL, dieser wichtige Pfeiler des Sozialstaats, von dem heute 320‘000 Personen profitieren, geschwächt werden. Deshalb bekämpft sie die in der Revision des Ergänzungsleistungsgesetzes (ELG) vorgesehenen (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin. März 2017.
Personen > Schlatter Christoph. Ergänzungsleistungen. VPOD-Magazin 2017-03-01.
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01.03.2017 Schweiz
Personen
Uber
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Interview
Sozialmissbrauch
Uber
Volltext
Interview mit Kurt Pärli, Professor für Soziales Privatrecht an der Universität Basel (und VPOD-Mitglied). “Uber betreibt Sozialmissbrauch”. Rechtsprofessor Kurt Pärli hat sich in einem Gutachten mit dem Taxidienst Uber befasst. Mit dem VPOD-Magazin erörtert er, ob - oder: warum - Uber-Fahrer Arbeitnehmer sind und was solche Plattformwirtschaft für den Sozialstaat bedeutet. VPOD-Magazin: Kurt Pärli, lass uns mit Marx anfangen, den du ja auch in deiner Basler Antrittsvorlesung mehrfach zitiert hast Bei Marx definiert der Besitz der Produktionsmittel den Kapitalisten gegenüber dem Proletarier, der nur seine Arbeitskraft zu Markte tragen kann, Im Fall Uber besitzt der Fahrer aber immerhin das Auto - und also das Produktionsmittel. Kurt Pärli: Die Sache ist ein wenig komplizierter. Wir finden bei solchen Systemen ein Dreiecksverhältnis vor: Plattform - Leistungserbringer - Endkunde. Zu analysieren sind die rechtlichen Beziehungen zwischen den einzelnen Playern. Uber findet das ganz einfach. Es handle sich lediglich um einen Vertrag über die Nutzung einer App, den man sowohl mit dem Fahrer als auch mit der Kundin abschliesse. Das ist offenkundig nicht die ganze Wahrheit, was ich auch in meinem Gutachten erläutere. Zunächst zur Beziehung zwischen Uber und dem Fahrgast. Hier kommt ein Personenbeförderungsvertrag zustande. Genau so, wie wenn ich in Bern ins Bären-Taxi steige. Oder wenn ich ein SBB-Billett kaufe. Uns interessiert aber vor allem das Verhältnis zwischen Uber und dem Fahrer. Vielleicht müssen wir ein kleines (...). Christoph Schlatter, Interview.
VPOD-Magazin, März 2017.
Personen > Schlatter Christoph. Uber, Sozialmissbrauch. VPOD-Magazin, 2017-03-01.
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01.12.2016 Schweiz
NGO
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Löhne
NGO
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Umfrage des Büros „Kampahire“ zu Löhnen, und Lohnzufriedenheit in Non-Profit-Organisationen. Gute Menschen, gute Löhne. Das Lohnniveau bei Schweizer Non-Profit-Organisationen liegt, wenn man die hohe Qualifikation der Beschäftigten' in Betracht zieht, unter demjenigen der öffentlichen Hand. Einen Lohnrückstand der Frauen findet man auch hier. Dies hat eine Umfrage des Büros „Karnpahire“ ergeben. Frauen verdienen bei schweizerischen Non-Profit-Organisationen ungefähr 10 Prozent weniger als Männer, Ihr Medianlohn liegt rund 700 Franken unter demjenigen der Männer. Noch ausgeprägter sind die Unterschiede auf Kaderstufe, also bei Angehörigen der Geschäftsleitung, bei Abteilungs- und Teamleiterinnen. Ist der Lohnunterschied willkürlich oder durch Erfahrung, Dienstalter oder Ausbildung begründet? Je nach Lohntransparenz, die im Unternehmen herrscht, werden die Lohndifferenzen von den Betroffenen als mehr oder weniger legitim angesehen. Hochqualifizierte unterbezahlt. Der Aussage „In meiner Organisation erhalten Männer und Frauen bei gleichwertigem Profil den gleichen Lohn“ stimmt in Organisationen mit Lohntransparenz eine sehr gros se Mehrheit der Beschäftigten zu: über 90 Prozent der Männer, weit über 80 Prozent der Frauen. Wo keine Lohntransparenz herrscht, ist die Unzufriedenheit vor allem unter weiblichen Beschäftigten grösser: Ein Drittel der Frauen (und ein knappes Fünftel der Männer) ist der Ansicht, dass das Prinzip „gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“ bei ihrem Arbeitgeber verletzt sei. Für VPOD-NGO-Sekretärin Catherine Weber ist das wenig erstaunlich. (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, Dezember 2016.
Personen > Schlatter Christoph. NGO. Löhne. VPOD-Magazin, 2016-12-01.
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01.12.2016 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Luca Cirigliano
Christoph Schlatter
Arbeitszeit
Interview
Volltext
Interview mit Luca Cirigliano, SGB-Sekretär. „Der Mensch benötigt Rhythmen, um gesund zu bleiben. Mit Luca Cirigliano, dem Arbeitsrechtsspezialisten des SGB, hat sich das VPOD-Magazin über Fragen rund um die Arbeitszeit unterhalten. Die Rechten wollen die totale Deregulierung und damit die Preisgabe jahrhundertealter Errungenschaften. VPOD-Magazin: Die Ständeräte Karin Keller-Sutter und Konrad Graber haben Vorstösse zur weiteren Aufweichung des Arbeitsgesetzes bzw, der Pflicht zur Arbeitszeiterfassung lanciert. Und die zuständige Kommission steigt darauf ein. Luca Cirigliano: Dabei ist es kein Zufall, dass die beiden Parlamentarischen Initiativen gleichzeitig eingereicht und von gleichen Begriffiichkeiten geprägt sind. Sie sind zwei Elemente in einem einzigen Vorhaben: De-regulierung. Keller-Sutter will die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung weiter aushöhlen, Graber zielt auf die wesentlichen materiellen Elemente des Arbeitnehmerschutzes. Seit Anfang Jahr ist der Verzicht auf Arbeitszeiterfassung legal, aber an klare Bedingungen gekoppelt. Die Regelung bringt zum Ausdruck, dass Beschäftigte - auch solche, die gut verdienen - nicht einfach Freiwild sind. Streicht man die GAV-Pflicht, wie Keller-Sutter das will, dann fallen insbesondere die Gesundheitsrnassnahmen dahin. Oder werden wertlos, weil der Arbeitgeber sie einseitig verfügen und mit einer Obstschale erledigen kann, die er alle paar Wochen in den Pausenraum stellt. Was ist genau unter „Arbeitnehmern mit leitender Tätigkeit“ und „Fachspezialisten“ zu verstehen? Für diese Gruppen wird die Aufhebung der Zeiterfassung ja angestrebt. (…). Interview: Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, Dezember 2016.
Personen > Schlatter Christoph. Arbeitszeit. Luca Cirigliano. VPOD-Magazin, 2016-12-01.
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