Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 144

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17.06.2019 Schweiz
Frauen
Junge Welt

Frauenstreik
Volltext
Die Schweiz trägt Lila. Frauenstreik: Hunderttausende beteiligen sich an Protesttag. Grossdemonstrationen im ganzen Land. Schon am frühen Freitagmorgen wird das Bundeshaus, Sitz des Schweizer Parlaments, zum Schauplatz politischer Auseinandersetzungen. Doch die finden diesmal nicht in den Ratshallen statt, sondern vor dem Gebäudeeingang. Bereits gegen neun Uhr haben sich Hunderte Frauen auf dem Bundesplatz vor dem Parlament versammelt. Immer wieder machen sich Gruppen auf, das Gebäude zu verzieren. Im Blick haben sie dabei die beiden Statuen, die den Eingang flankieren. Die Werke des Künstlers Maurice Reymond sollen den „Geschichtsschreiber der Vergangenheit“ und jenen der Gegenwart darstellen. Doch weil eine nur von Männern verfasste Historie nicht vollständig sein kann, montieren die Frauen an diesem Morgen lila Fahnen an den Statuen. Das macht dem Sicherheitsdienst des Parlaments zu schaffen, der solche Ergänzungen nicht zulassen will. Einige Stunden später ist das Ringen entschieden: Auf dem übervollen Bundesplatz drängen sich die Menschen, der Sicherheitsdienst hat sich ins Gebäudeinnere zurückgezogen. Die Statuen tragen nun Schilder, Transparente und rote Plastiklippen. Am Ende des Tages sind beide Figuren schliesslich sogar mit lila Farbe übergossen. Anlass für die Proteste in Bern war der von einem breiten Bündnis landesweit organisierte Frauenstreik in der Schweiz, an dem sich Hunderttausende beteiligten. (…).
Jakob Roth.
Junge Welt, 17.6.2019.
Junge Welt > Schweiz. Frauenstreik. Junge Welt ,2019-06-17.
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16.06.2019 Schweiz
Frauen
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Bilanz
Frauenstreik
Volltext
Deutlich über 500'000 Personen am Frauen*streik 2019 – Starkes Signal für rasche Gangart bei der Gleichstellung. SGB-Bilanz zum Frauen*streik 2019. Der Frauenstreik 2019 hat alle Erwartungen massiv übertroffen. Mit deutlich über 500'000 Teilnehmenden beteiligten sich noch mehr Menschen an diesem Aktions- und Streiktag für die Gleichstellung als am Frauenstreik 1991. Der 14. Juni 2019 geht damit klar als grösste politische Aktion seit dem Generalstreik 1918 in die Schweizer Geschichte ein. Dies zeigt eine Auswertung des Schweizerischen Gewerkschaftsbund aufgrund der definitiven Beteiligungszahlen aus den grossen Städten, die teilweise erst am Freitagabend feststanden. Eine äusserst starke Beteiligung war bereits am Freitagmorgen spürbar. Gegen 100'000 Personen nahmen bis Mittag an ersten Aktionen auf der Strasse oder in Betrieben teil. z.B. in Bern zogen 5‘000 Personen an einer Kinderwagen-Demo durch Berns Gassen. Nicht eingerechnet sind dabei die unzähligen Frauen, die unabhängig von der Teilnahme an einer Aktion, mit Buttons, Foulards oder violett-lila Kleider-Accessoires ihre Unterstützung für die Forderungen des Frauen*streiks signalisierten. Nicht eingerechnet sind auch die unzähligen Frauen, die im Privatleben Zeichen gesetzt haben für mehr Gleichstellung. Ein in der Schweiz noch nie dagewesenes Ausmass erreichte die Beteiligung an den Schlusskundgebungen. Allein in Zürich fand mit gegen 160'000 Menschen die grösste politische Einzeldemo der Geschichte statt. Auch in Lausanne mit gegen 60'000 sowie in (…).
SGB, 16.6.2019.
SGB > Frauenstreik. Bilanz. SGB, 2019-06-16.
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14.06.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Frauenstreik
Volltext
Ein Streik wird wahr! Und Work kommt mit einer Extra-Frauenstreik-Ausgabe. Mit über 60 Frauen auf 18 Seiten. 37 Frauen, die sagen, warum sie am Streik dabei waren: Pflegefachfrauen, Uhrenarbeiterinnen, 1 Regierungsrätin, Serviceangestellte, 1 Bäuerin, Fussballerin Sarah Akanji und die höchste Schweizerin: Nationalratspräsidentin Marina Carobbio Guscetti. Sie unterbrach am 14. Juni die laufende Session im Bundeshaus zwischen 11 Uhr und 11 Uhr 15 für den Frauenstreik. Dies ganz zum Wutanfälleli von SVP-Kläffer Andreas Glarner: „Was für ein Unwort: ‚Frauenstreik‘! Welche normale Frau, meine geschätzten Kolleginnen und Kollegen, will denn streiken? Und wenn ja, wofür?“ Avanti donne alla riscossa!* Work hat aber auch 11 Frauen bei ihren Vorbereitungen für den Frauenstreik über die Schultern geschaut. Den Werkstatt-Team-Frauen des Berner Stadttheaters, die für den Tag aller Tage eine riesige Requisite gebaut haben. Den Kita-Angestellten der Gruppe „Trotzphase“ in Zürich und der Berner Krippeninhaberin Darina Hürlimann. Mit ihren Mitarbeitenden hat sie beschlossen, wirklich zu streiken. A la huelga, mis hermanas!*. Work hat Liliane Valceschini im Vallée de Joux besucht. 1990 träumte die Uhrenarbeiterin von einem -Frauenstreik. Und er wurde wahr: am 14. Juni 1991. Valceschini ist eine bescheidene Heldin der Frauen – und nicht nur sie. Work berichtet auch über die erste Frau beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund. Die „rote Margrit“, Margarethe Faas-Hardegger, war ungestüm, brillant und erfolgreich. Das war den roten SGB-Patriarchen zu anstrengend. Sie stellten sie vor die Tür. (…).  Marie-Josée Kuhn. Work online, 14.6.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Frauenstreik. Work online, 2019-06-14.
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14.06.2019 Schweiz
Personen
Work
Vania Alleva
Frauenstreik
Volltext
Unia-Chefin Vania Alleva zum Frauenstreik: „Heute ist unser Tag!“ Der heutige 14. Juni wird in die Geschichtsbücher eingehen. Als Unia-Präsidentin bin ich deshalb besonders stolz, dass wir Gewerkschafterinnen wieder eine führende Rolle an diesem Frauenstreik- und Aktionstag übernehmen. Wie schon 1991. Damals waren es die Uhrenmacherinnen im Vallée de Joux, die genug hatten von den skandalösen Lohnunterschieden – und einen Frauenstreik wollten. Christiane Brunner boxte ihn dann durch alle Gewerkschaftsgremien. Gegen grimmigen Widerstand. Sie war damals Zentralsekretärin beim Schweizerischen Metall- und Uhrenarbeiterinnenverband (SMUV). Dieser ging später in der Unia auf. Ich bin stolz auf diese, unsere Frauengeschichte. Wir Nachfolgerinnen von Christiane Brunner haben es heute schon weniger schwer: Der Antrag für einen Frauenstreik am 14. Juni 2019 fand in den Gewerkschaften schnell breite Unterstützung. Das ist auch ein Zeichen dafür, dass die Gewerkschaften weiblicher geworden sind. 2019 ist nicht mehr 1991: Seither haben wir unter anderem das Gleichstellungsgesetz, die Mutterschaftsversicherung und die Fristenlösung erkämpft. Doch das reicht nicht. Mit der Lohngleichstellung zum Beispiel geht und geht es nur im Schneckentempo voran. Dabei machen wir seit Jahren Druck. Auf alle erdenklichen Arten: vom freiwilligen Lohngleichheitsdialog über Verhandlungen mit den Arbeitgebern bis hin zur jüngsten Revision des Gleichstellungsgesetzes. (…). Vania Alleva.
Work online, 14.6.2019.
Personen > Alleva Vania. Frauenstreik. Work online, 2019-06-14.
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14.06.2019 Bern
Personen
Stadttheater Bern
Work
Anne-Sophie Zbinden
Frauenstreik
Stadttheater
Volltext
Am 14. Juni ist das Werkstatt-Team des Stadttheaters Bern fast vollständig am Frauenstreik. Frauen ins Rampenlicht! Die Frauen und Männer der Theaterwerkstatt Felsenau haben für den Tag der Tage eine einmalige Requisite kreiert. Work war beim letzten Anstrich dabei. Alte Backsteinmauern, lichtdurchflutete Räume, verwinkelte Gänge: Ein Ort, wie geschaffen für ein Schauspiel. In den Fabrikhallen der ehemaligen Spinnerei Felsenau dreht sich tatsächlich alles ums Theater, doch die Hauptrollen spielen hier Schreinerinnen, Kascheure, Malerinnen und Schlosser. Es ist die Werkstatt des Stadttheaters Bern. Zurzeit arbeiten die 20 Mitarbeitenden am Bühnenbild für die Oper „Der Barbier von Sevilla“. Und an einer ganz aussergewöhnlichen Requisite: einer Faust im Frauensymbol. Dieses Bühnenbild feiert am 14. Juni Premiere. Schreinerin Rose Marie Hintermeister (51) sagt: „Ich war von Anfang an Feuer und Flamme für den Frauenstreik!“ Hintermeister ist die einzige Frau in der Schreinerei. Sie arbeitet seit 10 Jahren in der Theaterwerkstatt und ist mit ihren Arbeitsbedingungen eigentlich zufrieden. Trotzdem: „Ich werde am 14. Juni auf die Strasse gehen, weil es mich nervt, dass man Frauen körperlich weniger zutraut als Männern“, sagt die Frau, die ihre männlichen Kollegen um einen Kopf überragt. Und: „Ich finde es unsäglich, dass das gleiche Verhalten bei Männern als stark angesehen wird und bei Frauen als „hysterisch›.“ Hintermeister und ihre Kolleginnen und Kollegen erstellen pro Jahr 21 grosse und (...). Bühnenbilder. Anne-Sophie Zbinden.
Work online 14.6.2019.
Personen > Zbinden Anne-Sophie. Frauenstreik. Stadttheater. Work online, 2019-06-14.
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14.06.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Patricia D Incau
Frauenstreik
Kinderbetreuung
Volltext
Zürcher Kinderbetreuerinnen im Streik-Endspurt. „Der 14. Juni ist erst der Anfang!“ Am 14. Juni streiken auch Kinderbetreuerinnen in Zürich mit. Work hat die Gruppe „Trotzphase“ an ihrem letzten Vernetzungstreffen besucht. Ein Sommerabend am Sihlquai, rund eine Woche vor dem Frauenstreik: Im Jugendlokal „Planet 5“ laufen die Vorbereitungen für das letzte Treffen. Fünfzehn gelernte Kinderbetreuerinnen sitzen im Kreis. Lorena Campagnoli (28) eröffnet die Runde. Heute sind drei neue Gesichter dabei: Amara, Nina und Stephanie. Alle anderen kennen sich schon länger. Gemeinsam sind sie in der „Trotzphase“ aktiv. Einer Gruppe von Kita-Angestellten, die seit rund drei Jahren für bessere Arbeitsbedingungen kämpft. Seit Monaten arbeiten sie für den Frauenstreik. Lorena fasst zusammen: „Wir sind übernächtigt und mega motiviert.“ Selber machen. Und dann sind schon wieder alle auf den Beinen. Draussen wird das letzte Transparent gemalt. ¬Lorena schüttelt Farbflaschen, Rebecca Lüthi (25) sortiert Scha¬blonen. „DIY“, „Do it yourself“, lautet das Motto. Selbstgemacht sind zum Beispiel auch die Streik-Bandanas. Violette Tücher für ins Haar oder für um den Hals. Hunderte davon haben die jungen Frauen hergestellt und verteilt. „Das war eine riesige Büez“, sagt Rebecca. Und es war bei weitem nicht das einzige. „Wir haben alle Kitas in Zürich angeschrieben und sie über den Streik ¬informiert. Wir gingen (…). Patricia D'Incau.
Work online, 14.6.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Frauenstreik. Kinderbetreuerinnen. Work online, 2019-06-14.
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14.06.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Sandra Künzi
Frauenstreik
Volltext
Für üsi Schwiiz. Hüt geht’s los. Mir streiked! Im Pischi. Ich wollte ja vorher noch schnell die Post holen und hab vor lauter Juhee den Schlüssel i de Wonig vergessen. Mir streiked! Im ganze Land. Sogar in der Urschweiz. Im Schwyzer Parlament sitzen doch glatt 91 Männer zu 9 Frauen. Da haben die Schwyzerinnen allen Grund für „Mehr Frauen in Wirtschaft, Politik und Verwaltung“. Frauen-Viertelstündli. Fribourg: « Mieux qu’un rêve: une grêve! » Es gaat doch nüt über en coole Reim. Aarau: „Wir fordern, dass die Luxussteuer auf Tampons und Binden aufgehoben wird!“ Genau, Tampons werden mit fetten 7,7 Prozent besteuert, Katzenstreu nur mit 2,5 Prozent. Sölli mir öppe Katzestreu i d Underhose tue? Ticino: „Rispetto!“ statt Risotto. „Uns reicht’s!“ ruft Schaffhausen vor dem Equal-pay-Schwumm in der Rhybadi. Luzern: „Ja, wir heis¬sen auch Männer willkommen!“ So härzig! Bern richtet sich da etwas differenzierter an die Adresse streikwilliger Manne: „Stell dich nicht in den Vordergrund, gib keine Befehle!“ Hey, sogar im Parlament wird hüt gstreikt. Von 11.00 bis 11.15 pausiert der Nationalrat. Bravo! Dieses Frauen-Viertelstündli isch ja kein Vergleich zu den zwei Stunden Pause, die anno 2010 beantragt ¬wurden, um einen Fussballmatch zu sehen. Doch hört, hört die ewigen Jammeri: Wenn das Parlament wegen dieser „frustrierten“ furiosen Frauen tatsächlich 15 Minuten nicht schaffen darf, dann soll es bei der Abstimmig über den Zivilschutz (die glatterwiis au grad hüt am 14. Juni stattfindet) doch eifach auch die Frauen zum (…). Sandra Künzi.
Work online, 14.6.2019.
Personen > Kuenzi Sandra. Frauenstreik. Work online, 2019-06-14.
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14.06.2019 Schweiz
Personen
Work
Jonas Komposch
Frauenstreik
Volltext
Uhrenarbeiterin Liliane Valceschini hatte den Geistesblitz, der die Schweiz veränderte. „Dann träumte ich von einem Frauenstreik“. Der Frauenstreik von 1991 war ihre Idee. Nun verrät Liliane Valceschini (81), wie es dazu kam und was der Streik mit ihrer italienisch-schweizerischen Familiengeschichte zu tun hat. Work: Frau Valceschini, der historische Frauenstreik von 1991 hat seinen Ursprung bei Ihnen im Jura. Wie kam es dazu? Liliane Valceschini: An einem Treffen unserer Gewerkschaftssektion diskutierten wir über die Lohnungleichheit in ¬unserer Branche. Auch wenn eine Uhrenarbeiterin exakt dieselbe Arbeit machte wie ihr Kollege, verdiente sie mit Sicherheit weniger als er. Das beschäftigte uns ungemein. Und dann habt ihr direkt an Streik gedacht? So schnell ging das nicht. Diese Idee hatte ich erst auf dem Nachhauseweg. Moment. Sie ganz alleine sind auf diese Idee gekommen? Ja. Aber wissen Sie, wenn nicht ich diesen Einfall gehabt hätte, wäre vielleicht sonst wer darauf gekommen. Aber Sie wussten, dass die Isländerinnen bereits 1975 einen grossen Frauenstreik organisiert hatten? Nein. Damals gab es ja noch keine sozialen Medien und so. Ich fuhr also mit dem Auto von der Versammlung nach Hause. Während der ganzen Fahrt grübelte ich über Möglichkeiten, um endlich die Lohngleichheit durch¬zusetzen. Plötzlich hatte ich einen Geistesblitz. Ich realisierte, dass es bald genau zehn Jahre her sein würde, seitdem am 14. Juni 1981 die Lohngleichheit in der Bundesverfassung festgeschrieben worden war. Zehn (…). Jonas Komposch.
Work online, 14.6.2019.
Personen > Komposch Jonas. Valceschini Liliane. Frauenstreik. Interview. Work online, 2019-06-14.
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14.06.2019 Luzern
Reinigung
Unia Zentralschweiz

Frauenstreik
Gratisarbeit
Volltext
Frauen*streik mit erstem konkreten Erfolg. Reinigungsfrauen streiken erfolgreich gegen Gratisarbeit in Luzern. Mit einem rund dreistündigen Streik haben sich Mitarbeiterinnen der A&M Duraes Reinigung+Hauswartung GmbH gegen Gratisarbeit, unbezahlte Reisezeit und ein schlechtes Betriebsklima gewehrt. Ihr gemeinsamer Kampf war ein voller Erfolg: In der Zwischenzeit konnte mit dem Inhaber eine Lösung vereinbart werden. Die A&M Duraes Reinigung+Hauswartung GmbH sei laut Eigenwerbung „eines der beliebtesten Reinigungsunternehmen der Zentralschweiz“. Weniger beliebt ist die Unternehmung aber bei ihren Mitarbeiterinnen: Gratisarbeit, unbezahlte Reisezeiten sowie ein Betriebsklima, in dem Belästigung und Beleidigungen zum Alltag gehören, prägen die Luzerner Unternehmung. Die rund 24 Mitarbeiterinnen müssen jeweils je eine Viertelstunde unbezahlt das für den Tag nötige Material vor- und nachbereiten und Aufträge ausserhalb von Luzern werden erst bezahlt, wenn die Mitarbeiterinnen vor Ort angekommen sind. Die Reisezeit – obwohl im Auftrag der Unternehmung – bleibt unbezahlt. Anlässlich des heutigen Frauen*streiks sind deshalb heute Morgen die Mitarbeiterinnen der Luzerner Unternehmung in Streik getreten. Gemeinsam mit der Gewerkschaft Unia forderten sie ein Ende der Gratisarbeit, bezahlte Reisezeit nach Arbeitsgesetz sowie ein Betriebsklima, das von gegenseitigem Respekt geprägt ist. Streik zeigt Wirkung. (…).
Unia Zentralschweiz, 14.6.2019
Unia Zentralschweiz > Reinigung. Frauenstreik. Unia Zentralschweiz, 2019-06-14.
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14.06.2019 Schweiz
Frauen
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
Frauenstreik
Volltext
Ausrufezeichen für die Gleichstellung - Dutzende Schulen und Kitas bestreikt. „Lohn. Zeit. Respekt.“» - Gleichstellung in der Arbeitswelt, lauten die Forderungen der Gewerkschafter*innen. Überall in der Schweiz fanden zudem bereits hunderte Aktionen im öffentlichen Raum statt. Überall in der Schweiz haben Frauen zum Auftakt des Frauen*streiks 2019 erste Ausrufezeichen gesetzt für die Gleichstellung von Frauen und Männern. In der Westschweiz werden Dutzende Schulen und Kindertagesstätten bestreikt. In Dutzenden von Firmen fanden zum Auftakt des Streik- und Aktionstages Streikkaffees statt. Und in Luzern haben Mitarbeiterinnen einer Reinigungsfirma nach drei Stunden Streik einen vollen Erfolg erzielt: Sie protestierten gegen Gratisarbeit, unbezahlte Reisezeiten sowie für ein besseres Betriebsklima. Der Arbeitgeber hat nun zugesichert, dass Vor- und Nachbearbeitungsarbeiten sowie die Reisezeit ab sofort bezahlt werden. Sie alle setzen sich unter dem Motto „Lohn. Zeit. Respekt.“ ein für mehr Gleichstellung in der Arbeitswelt. Unter anderem fordern sie flächendeckende Mindestlöhne von 4‘000 Fr./Monat und GAV-Abdeckung in Branchen mit hohem Frauenanteil, um Frauen am unteren Ende des Lohngefüges und in «typischen» – und damit schlecht bezahlten – Frauenberufen besser zu stellen. Sie fordern Investitionen in Kinderkrippen, Tagesschulen, Spitex und Betreuungsangebote für erwachsene Pflegebedürftige, um Frauen von unbezahlter Care-Arbeit zu entlasten und ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt (…). Thomas Zimmermann.
SGB, 14.6.2019.
Personen > Zimmermann Thomas. Frauenstreik. SGB, 2019-06-14.
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14.06.2019 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Frauenstreik
Volltext
Vom Detailhandel über die Uhrenindustrie bis auf die Strasse: Die Schweiz bebt! Schweiz steht nicht still. Die Schweiz bebt! Von Le Locle und Le Sentier über Wangen und Winterthur bis hin nach Genf und Grenchen haben bis heute Mittag bereits unzählige Frauen in Betrieben überdeutlich gezeigt: „Wir wollen mehr. Wir haben mehr verdient. Mehr Respekt – mehr Lohn – und mehr Zeit!“. Der Frauen*streik ist in vollem Gang. Bis jetzt haben bereits unzählige Frauen mit vielfältigen Streikaktionen in den Betrieben auf der Strasse diesen Tag zu einem historischen Tag gemacht. Das ist überwältigend! Die Frauen setzen heute ein mächtiges Zeichen: Es braucht Schub bei der Gleichstellung. Es braucht Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit. Überall in der Schweiz laufen Streiks, Streikpausen sowie verlängerte Mittagpausen und unzählige Aktionen. Allen gemeinsam ist, dass die Frauen Anerkennung, Wertschätzung und mehr Lohn verlangen. Etwa am historischen Vallée de Joux, dem Herz der schweizerischen Uhrenindustrie, wo der Frauenstreik 1991 seinen Anfang nahm. Hier haben heute über 500 Frauen in einer verlängerten Mittagspause mehr Respekt und mehr Zeit verlangt. In der Berner Altstadt haben 500 Verkäuferinnen um 11 Uhr ihre Arbeit unterbrochen und auf der Marktgasse für die Anerkennung ihrer Arbeit, mehr Lohn und Ladenöffnungszeiten, die eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie erlauben, demonstriert. Walk-Outs und verlängerte Mittagspausen gab es ausserdem bei der Swatch-Gruppe Nivarox in Le Locle. Und einen (…).
Unia Schweiz, 14.6.2019.
Unia Schweiz > Frauenstreik. Unia Schweiz, 2019-06-14.
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14.06.2019 Schweiz
Frauen
SGB

Frauenstreik
Volltext
Grösste politische Demonstration der neueren Geschichte - Klares Signal für rasche Gangart bei der Gleichstellung. Der 14. Juni 2019 geht als grösste politische Demonstration in die neuere Geschichte der Schweiz ein, grösser als der Frauenstreik 1991. Über den gesamten Tag gesehen beteiligten sich mehrere Hunderttausend Frauen an den Aktionen, Streiks und Arbeitsniederlegungen des Frauen*streiks. Die Kundgebungen erreichten in allen grossen Städten historische Dimensionen. Besonders bemerkenswert war die enorme Zahl junger Frauen. Dies alles zeigt, dass es bei der Gleichstellung der Frauen im Erwerbsleben und in der Gesellschaft jetzt vorwärts gehen muss und vorwärts gehen wird. Rasch durchgesetzt werden muss der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“. Es ist nicht akzeptabel, dass bereits Berufseinsteigerinnen gegenüber ihren männlichen Kollegen beim Lohn benachteiligt werden. Abhilfe schaffen Lohnanalysen mit Kontrollen und Sanktionen. Auch müssen die Möglichkeiten der Frauen, sich beruflich zu entwickeln verbessert werden. Das bedeutet unter anderem, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessert werden muss. Dank Investitionen in Kinderkrippen, Tagesschulen, Spitex und Betreuungsangebote für erwachsene Pflegebedürftige werden Frauen entlastet. «Typische» Frauenberufe gehören aufgewertet. Dazu braucht es flächendeckend Mindestlöhne von 4‘000 Fr./Monat und GAV-Abdeckungen in Branchen mit hohem Frauenanteil. Entschieden entgegengetreten werden muss (…).
SGB, 14.6.2019.
SGB > Frauenstreik. Bilanz. SGB, 2019-06-14.
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14.06.2019 Schweiz
Frauen
Löhne
Syndicom

Frauenstreik
Lohngleichheit
Volltext
Lohn. Zeit. Respekt! Frauen*streik 2019. Der Karriereverlauf von Frauen ist anders. Frauen arbeiten eher Teilzeit. Mit tiefen Pensen. Sie übernehmen die Hauptverantwortung bei der Kinderbetreuung und im Haushalt. Später dann kommt die Pflege der Angehörigen. Insgesamt übernehmen Frauen so 2/3 der unbezahlten Arbeit. Die Folge sind starke Mehrfachbelastung, tiefere Einkommen und später tiefe Renten. Damit Frauen die gleichen Karrierechancen haben, müssen die Rahmenbedingungen gegeben sein. Das bedingt eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit ausreichend Kinderbetreuungsangeboten, mit finanzieller Unterstützung, mit Job-Sharing- und Teilzeitmodellen in Führungspositionen und mit guten Absenzenregelungen bei Betreuungsaufgaben. Gerade die Digitalisierung bietet hier Chancen. Faire Löhne und Lohngleichheit. Die Lohngleichheit muss in allen Betrieben erfüllt werden. Damit alle Frauen den ihnen zustehenden Lohn erhalten. Denn der Lohnunterschied liegt noch immer bei rund 20%. Hinzu kommt: Frauen haben im Alter eine durchschnittlich 40% tiefere Rente als die Männer. Darum fordern wir Lohnanalysen mit Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten. Gesamtarbeitsverträge in Branchen mit hohem Frauenanteil und anständige AHV-Renten ohne Rentenaltererhöhung. Mehr Zeit und Geld für Betreuungsarbeit. Der „Gender Time Gap“ bezeichnet die Kluft der Arbeitszeit zwischen Frauen und Männern. Frauen arbeiten zumeist in Teilzeitanstellungen, weil sie mit Familie und Haushalt doppelt (…).
Syndicom, 14.6.2019.
Syndicom > Frauenstreik. Lohngleichheit. Syndicom, 2019-06-14.
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12.06.2019 Schweiz
Frauen
Travail.Suisse

Frauenstreik
Volltext
Manifest zum Frauenstreik: „Frauen und Männer gemeinsam für Gleichberechtigung am 14. Juni 2019“. Der Frauenstreik vom kommenden Freitag ist von grosser Bedeutung. Denn obschon Fortschritte in der Gleichstellung gemacht worden sind, gibt es noch immer zu viele Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, setzt sich gemeinsam mit seinen Mitgliedern aktiv für eine reale Gleichstellung der Geschlechter ein. Travail.Suisse und seine Mitgliedsverbände haben an ihrer Delegiertenversammlung vom 24. April 2019 ein Manifest zu Gunsten des Frauenstreiks verfasst. Diese Forderungen stehen im Zentrum: Wir wollen die Lohndiskriminierung vor Ort und konkret bekämpfen. Wir wollen, dass die Mütter auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr diskriminiert werden. Wir wollen Rahmenbedingungen, die es erlauben, Erwerbstätigkeit und Betreuungs- und Pflegearbeit zu vereinbaren. Wir wollen, dass der Staat Massnahmen trifft, um die Elternschaft zu vereinfachen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern. Wir wollen, dass die Arbeitsbedingungen der Zukunft und neue Arbeitsmodelle menschenwürdig sind. Am 14. Juni an den Frauenstreik für eine echte Gleichstellung. Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist leider in der Realität noch immer nicht verwirklicht. „Gute 8 Prozent der Lohndifferenz sind nicht erklärbar, das macht gemäss Bundesamt für Statistik knapp 8 Milliarden Franken, die Frauen jährlich an Lohn einbüssen“, sagt Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik bei Travail.Suisse. (…). Travail.Suisse, 12.6.2019.
Travail.Suisse > Frauenstreik. Travail.Suisse, 2019-06-12.
Ganzer Text
31.05.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Frauenstreik
Volltext
Galaktisch relevant. Schreib doch nicht schon wieder über diesen Frauenstreik! Das sagte mir vor zwei Tagen eine gute Freundin und rümpfte ihre schöne Nase: Da fällt in Grossbritannien Theresa May, da stürzt in Österreich die ganze schwarz-blaue Regierung, da erhebt sich in Italien nach reüssierten EU-Wahlen der Neofaschist Salvini über alle anderen: und du, was schreibst du? Über einen Frauenstreik, der noch nicht mal stattgefunden hat. Und ich sagte: Warum denn nicht? Warum nicht über den Frauenstreik schreiben? Da ist wenigstens was los, was schon lange nicht mehr los war: Power to the people! Unter dem Pflaster der Strand. Da planen Gewerkschafterinnen in einem grossen Schweizer Industriebetrieb am 14. Juni ein Picknick. Und bei einem grossen Detailhändler einen Stand und eine grosse Pause für alle Verkäuferinnen. Da bauen Frauen keck ein grosses Patriarchat, das sie am 14. Juni öffentlich aufstellen werden, damit wir es zerstören können. Und da montieren katholische Kirchenfrauen pinkige Bischofsmützen und schwarze Gummistiefel, als Symbol dafür, dass sie „aus dem Sumpf der katholischen Kirche waten wollen“. Sprich, aus Sexismus, Missbrauchsskandalen heraus. Wenn das nicht ein Editorial wert ist, sagte ich. Schliesslich hat der Frauenstreik schon begonnen. Runter vom Olyp. Schon jetzt machen Frauen im Tagesrhythmus aufsehenerregende Agit-Aktionen für den schönsten Tag aller Tage. Sie schreiben den Frauenstreik auf Mauern. Auf Stauseemauern – und filmen sich im Morgengrauen abschüssig am (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 31.5.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Frauenstreik. Work online, 2019-05-31.
Ganzer Text
31.05.2019 Schweiz
Personen
Work
Sandra Künzi
Frauenstreik
Volltext
Für mehr Määh. Hey, nume nöd ins Bockshorn jagen lassen vo de Grossverdiener! Am 14. Juni kann jedi Frau auf irgendeine Geissart streiken, sogar beim Schaffen. Man kann zum Beispiel den ganzen Tag lang immer „Määh!“ statt „Ja“ sagen. Es muss ja nicht laut sein. Im Gegenteil, so ein sanftes, unterwürfiges „Määh“ wirkt Wunder. Oder nimm einen pflegebedürftigen alten Mann im Rollstuhl mit zur Arbeit, weil du einfach niemand anderen gefunden hast, der ihn betreuen kann: „Chef, können Sie mir mal helfen, meinen alleinstehenden, dementen Onkel auf die Rampe zu hieven?“ Wir brauchen keine Eier… Sehr einfach, aber wirkungsvoll sind bequeme Wanderschuhe zum Deux-pièces. Hinter dem Bankschalter kein (arbeitsrechtliches) Problem, auf dem Weg zum Kopierer oder in die Kantine ein Eyecatcher vom Strübschten. Und so bequem. Man kann sich aber auch einfach einen lustigen Schnauz ankleben am 14. Juni und so go schaffe. So ein Schnauz hat ja keinerlei negativen Einfluss auf die Patientenbetreuung. Oder dichte Augenbrauen: „Was, Sie kennen Frida Kahlo nicht, jefe? Incredíble!“ Wirkungsvoll zum Deux-pièces sind bequeme Wanderschuhe. …Wir haben Pferdeschwänze. Oder einfach mal einen saloppen Pferdeschwanz wie die deutschen Fussballerinnen: „Wir brauchen keine Eier, wir haben Pferdeschwänze.“ Quizfrage: Wann beginnt die Frauen-Fussball-WM? ¬Genau, am 7. Juni in Frankreich. Schagge und ich gehen erst streiken und schauen dann England-Argentinien (21.00). Ich bi natürlich für England, erschtens, weil sie mir chli leid tun wegen ihrem Brexit-Theater, zweitens, weil sie den (…).  Sandra Künzi.
Work online, 31.5.2019.
Personen > Kuenzi Sandra. Frauenstreik. Work online, 2019-05-31.
Ganzer Text
31.05.2019 Zürich
Frauen
Vorwärts
Sabine Hunziker
Frauenstreik
Interview
Volltext
Trage rot am Freitag. Erkennungszeichen haben eine unglaublich grosse Wirkung und unterstützen den Frauen*streik. Im Sinne eines Countdowns bis zum 14. Juni lancierte das Streikkomitee „Bildung“ und der VPOD. Zürich eine spannende Kampagne. Anna-Lea Imbach vom VPOD erklärt die Aktion. Der Aufruf fand sich in den „sozialen Medien“ rund um den Prauen*streik: „Um mit Kolleg*innen ins Gespräch zu kommen und uns als Streikunterstützer-innen zu outen, tragen wir ab sofort jeden Freitag rot. Unterstütze auch du den Frauen*streik. Zeige dich am Freitag in rot und poste dein Foto unter #frauenstreik2019 und #roterfreitag. Wirklich fanden sich bald viele Fotos im Netz, wo Frauen und Männer sich mit roten Schals, Shirts oder Pullovern und so weiter Solidarität zeigten. Sichtbarkeit schaffen. Doch was genau steht hinter der Kampagne? Warum zeigen sich viele Aktivist*innen mit roten Kleidern? Anna-Lea Imbach vom VPOD erklärt es in einem Kurzinterview: Jeden Freitag rote Kleider tragen: um was geht es bei der Kampagne? Die Aktion ist beim zweiten Treffen des Streikkomitees Bildung am 14. Januar entstanden. Wir hatten Dana Blanchard zu Besuch. Sie ist ehemalige Lehrerin und Aktivistin in den Lehrer*innenstreiks in den USA. Wir haben sie am 11. und 12. Januar im Volkshaus getroffen, wo sie im Rahmen einer Veranstaltung am Anderen Davos einen Workshop leitete. Spontan luden wir sie ein, an unsere Sitzung des Streikkomitees Bildung zu kommen, um von ihren Streikerfahrungen zu berichten. Hier ein Auszug (…). Sabine Hunziker.
Vorwärts, 31.5.2019.
Vorwärts > Frauenstreik. Vorwaerts, 2019-05-31.
Ganzer Text
17.05.2019 Schweiz
Frauenstreik
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Blocher Christoph
Frauenstreik
Volltext
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Kuhn%20Marie-Jos%C3%A9e/Kuhn%20Marie-Jos%C3%A9e.%20Magdalena%20Martullo-Blocher.%20Work%20online,%202019-05-17.pdfBlochers: Noch ein Streikgrund. Ganz de Bappe ist Ems-Chefin Magdalena Martullo-Blocher ja nicht nur äusserlich, sondern auch, wenn es um die Gleichstellung geht. Nämlich dagegen. Sie ist gegen Frauenquoten in den Verwaltungsräten und Geschäftsleitungen von Firmen. Gegen einen Vaterschaftsurlaub. Und dagegen, dass der Bund Krippenplätze mitfinanziert. Jetzt poltert die Multimillionärin auch noch gegen den Frauenstreik am 14. Juni: „Alle unsere Mitarbeitenden, ob Mann oder Frau, haben am 14. Juni sicher anderes zu tun, als zu streiken“, - meint sie. Und droht den Gewerkschaften bei Streik mit der „Kündigung des Kollektiv-Arbeitsvertrags“. Herrlibergig halt, wie ihr Daddy. Dieser kämpfte schon 1985 gegen das neue Eherecht. Und für die Beibehaltung des Ehemannes als Befehlshaber der Familie. Und seine Partei stellte sich gegen den Gleichstellungsartikel, die Mutterschaftsversicherung und die automatische Strafverfolgung von Ehemännern, die ihre Ehefrauen vergewaltigen. Während einzelne Parteisoldaten gleichzeitig gegen die Gleichstellungsbüros Sturm liefen und laufen. Alleine das Büro der Stadt Zürich wollte die SVP 2002, 2003, 2007, 2009, 2017 und 2018 mit Vorstössen abschaffen oder schrumpfen. Martullo-Blocher poltert gegen den Frauenstreik. Familiensaga. Und Silvia Blocher? Was sagt sie eigentlich zur Sache der Frau? Für Mutter Blocher war es nur selbstverständlich, dass sie ihren Beruf an den Nagel hängte und „mein Mann das Geld nach Hause bringen würde“ Das wissen wir, seit sie 2007 in der „Weltwoche“ ein bisschen Familiensaga placierte und Mitleid mit den (…). Marie-Josée Kuhn
Work online, 17.5.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Magdalena Martullo-Blocher. Work online, 2019-05-17.
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01.05.2019 Schweiz
1. Mai Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

1. Mai Schweiz
Frauenstreik
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Tag der Arbeit 2019. 1. Mai im Zeichen des Frauen*streiks. Am heutigen Tag der Arbeit gehen in zahlreichen Städten und Gemeinden der Schweiz Tausende von Menschen auf die Strasse. Der diesjährige 1. Mai steht im Zeichen der Mobilisierung für den Frauen*streik- und Aktionstag vom 14. Juni. An den Kundgebungen und Maifeiern sprechen viele Frauen, die Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit fordern. Die Frauen in der Schweiz sind wütend. Das zeigen sie deutlich am heutigen 1. Mai. Sei es in Zürich, Bern, Basel, Altdorf, Lausanne, Lugano oder Sion: Überall fordern die Frauen an den Kundgebungen und Maifeiern Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit. Im Vorfeld des Frauen*streik und -aktionstag vom 14. Juni zeigt sich: Die Frauen in der Schweiz sind viele und sie sind bereit zu kämpfen. Ungerechtigkeit hat ein Geschlecht. Unia-Präsidentin Vania Alleva spricht morgens in Winterthur ZH und abends in Altdorf UR. In ihrer Rede betont sie, dass wir heute statt sozialem Ausgleich und Integration eine zunehmende Ungleichheit und eine verstärkte Diskriminierung erleben. „Die Ungerechtigkeit hat auch ein Geschlecht. Wir Frauen verdienen in der reichen Schweiz im Schnitt immer noch 17 Prozent weniger als unsere männlichen Kollegen. Das ist der Schnitt. Im gewerkschaftlichen Alltag treffen wir oft noch krassere Fälle an. Dagegen wehren wir uns auf der Basis starker Werte: Solidarität, sozialer Ausgleich, Gerechtigkeit und Freiheit.“ Kein Gesetz erlaubt Diskriminierung der Frauen. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung. 1.5.2019.
Unia Schweiz > 1. Mai Schweiz. Frauenstreik. Unia, 2019-05-01.
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01.05.2019 Zürich
1. Mai Zürich
Gewerkschaftsbund ZH Kanton

1. Mai Zürich
Frauenstreik
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Bunte 1. Mai-Demo in Zürich mit 16‘000 Teilnehmenden, Unter dem Motto #Frauenstreik2019 demonstrierten heute 16‘000 Menschen friedlich durch Zürich. Die vom Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich (GBKZ) organisierte Demonstration führte vom Helvetiaplatz zum Sechseläutenplatz. Inhaltlich standen die Anliegen der Frauenstreik-Bewegung im Mittelpunkt. „Es war richtig unseren Umzug in den Dienst der Mobilisierung zum Frauenstreik am 14. Juni zu stellen. Der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern ist in Zürich besonders gross. Und gerechte Löhne sind seit jeher ein Anliegen der Gewerkschaften“, sagte Markus Bischoff, GBKZ-Präsident und Bewilligungsinhaber der Maidemonstration. Auch Hauptrednerin Barbara Gysi kritisierte in ihrer Rede die ökonomischen Unterschiede zwischen Frau und Mann: „Durchschnittlich monatlich 1455 Franken oder 18,3 Prozent verdienen Frauen für die gleiche Arbeit weniger als ihre Kollegen. Das Erwerbseinkommen der Frauen ist um 108 Milliarden tiefer als dasjenige der Männer. Und sie leisten zwei Drittel der unbezahlten Carearbeit im Umfang von unglaublichen 400 Milliarden Franken! Das ist nicht akzeptierbar und muss sich endlich ändern.“.
GBKZ, 1.5.2019.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > 1. Mai Zuerich. GBKZ, 2019-05-01.
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01.05.2019 Schweiz
1. Mai Schweiz
Unia Schweiz

1. Mai Schweiz
Frauenstreik
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1. Mai im Zeichen des Frauen*streiks. In der ganzen Schweiz beteiligen sich heute Tausende an den 1. Mai Feiern. Am heutigen Tag der Arbeit gehen in zahlreichen Städten und Gemeinden der Schweiz Tausende von Menschen auf die Strasse. Der diesjährige 1. Mai steht im Zeichen der Mobilisierung für den Frauen*streik- und -aktionstag vom 14. Juni. An den Kundgebungen und Maifeiern sprechen viele Frauen, die Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit fordern. Die Frauen in der Schweiz sind wütend. Das zeigen sie deutlich am heutigen 1. Mai. Sei es in Zürich, Bern, Basel, Altdorf, Lausanne, Lugano oder Sion: Überall fordern die Frauen an den Kundgebungen und Maifeiern Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit. Im Vorfeld des Frauen*streik und -aktionstag vom 14. Juni zeigt sich: Die Frauen in der Schweiz sind viele und sie sind bereit zu kämpfen. Ungerechtigkeit hat ein Geschlecht. Unia-Präsidentin Vania Alleva betont in ihren Reden in Winterthur und Altdorf, dass wir heute statt sozialem Ausgleich und Integration eine zunehmende Ungleichheit und verstärkte Diskriminierung erleben. „Die Ungerechtigkeit hat auch ein Geschlecht. Wir Frauen verdienen in der reichen Schweiz im Schnitt immer noch 17 Prozent weniger als unsere männlichen Kollegen. Das ist der Schnitt. Im gewerkschaftlichen Alltag treffen wir oft noch krassere Fälle an. Dagegen wehren wir uns auf der Basis starker Werte: Solidarität, sozialer Ausgleich, Gerechtigkeit und Freiheit.“ Kein Gesetz erlaubt Diskriminierung der Frauen. (…).
Unia Schweiz, 1.5.2019.
Unia Schweiz > 1. Mai Schweiz. Frauenstreik. Unia Schweiz, 2019-05-01
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25.04.2019 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Frauen
Frauenstreik
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50 Tage bis zum Frauen*streik. Frauen wollen Respekt – mehr Lohn – mehr Zeit! Ob im Detailhandel, in der Pflege oder in der Industrie: Die Frauen sind bereit für den Frauen*streik und -aktionstag vom 14. Juni. Heute, 50 Tage vor dem Frauen*streik, zeigen sie in zahlreichen Städten, dass sie viele sind und bereit sind zu kämpfen. Heute hängen in den Städten Zürich, Bern, Basel, Lausanne, Lugano, Brig, Sierre, Sion und Yverdon Riesentransparente an Gebäuden, Baustellen oder Brücken: Darauf sichtbar sind Frauen, die am 14. Juni am Frauen*streik und -aktionstag teilnehmen werden oder sich mit den Streikenden solidarisieren. Allen gemein ist, dass sie einstehen für Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit für Frauen! Die Arbeit der Frauen ist unterbewertet. Arbeit auf Abruf, kleine Arbeitspensen, unfreiwillige Teilzeit, Schichtarbeit, und tiefe Stundenlöhne: So sieht der Alltag vieler Frauen aus. Die Arbeit der Frauen wird weniger ernst genommen und weniger honoriert. Ob Reinigungspersonal, Verkäuferinnen oder Pflegeangestellte: Frauen arbeiten häufiger Teilzeit und haben aufgrund von Familienpflichten öfter Unterbrüche in der Erwerbsbiographie. Zusätzlich verdienen sie weniger als Männer und haben vielfach mickrige Löhne. Die Lohnungleichheiten wirken sich auch negativ auf ihre Renten aus und die Diskriminierung setzt sich im Alter fort: Frauenrenten sind ganze 37 Prozent tiefer als Männerrenten. Jede Arbeit ist wichtig und verdient Respekt. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 25.4.2019.
Unia Schweiz > Frauenstreik. Unia Schweiz, 2019-04-25.
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01.04.2019 Schweiz
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Natascha Wey
Frauenstreik
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Der VPOD organisiert den Frauenstreik am 14. Juni online und offline. Vom Liken zum Streiken. Die Mobilisierung für den Frauenstreik nimmt Fahrt auf. Kollektive haben sich gebildet, Manifeste werden geschrieben, Streikideen vorbereitet. Auch der VPOD ist an der Organisation des 14. Juni an vorderster Front dabei. Das Interesse am geplanten Frauenstreik (oder: „Frauen*streik“, siehe unten) ist riesig. Am 14. Februar haben wir vom VPOD unseren Aufruf www.frauenstreikI9.ch lanciert. Seither haben sich gegen 4‘000 Interessierte eingetragen; sie möchten Infos, sie wollen sich engagieren, sie haben Geld gespendet - oder alles zusammen. Erfreulich: Es sind auch viele Noch-nicht-Mitglieder aus VPOD-Branchen dabei, die sich einbringen möchten. Willkommen im Club! Das VPOD-Frauenstreikteam ist daran, die Streikwilligen in Absprache mit den Regionen zu kontaktieren und sie zu unterstützen, damit der 14. Juni ein grosser Erfolg wird. Parallel dazu liefern wir Grundlageninformationen. Zum Ablauf am fraglichen Freitag sind bereits einige Elemente fix: Um 11 Uhr soll es in der gesamten Schweiz einen gemeinsamen Moment geben, an dem Aktionen, Flashmobs oder sonstige Proteste laut werden. Um 15.30 Uhr ist dann für alle Frauen Arbeitsschluss. Dieser Zeitpunkt gilt, weil Frauen immer noch 20 Prozent weniger verdienen und daher, auf einen 8-Stunden Tag gerechnet, ab 15.24 Uhr gratis arbeiten. Gegen Abend wird es dann an vielen Orten Demos und Feste geben. Ist der Streik erlaubt? „Dürfen wir überhaupt streiken?“, möchten viele wissen. Dazu haben VPOD-Gleichstellungssekretärin Christine Flitner und VPOD-Generalsekretär Stefan Giger ein Merkblatt ausgearbeitet (zu finden unter www.vpod.ch). Um es vorwegzunehmen: (…). Natascha Wey.
VPOD-Magazin, 1.4.2019.
Personen > Wey Natascha. Frauenstreik. VPOD. VPOD-Magazin, 2019-04-01
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29.03.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Patricia D Incau
Frauenstreik
Katholizismus
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Das Bündnis für den Frauenstreik wird immer breiter: Auch die Katholikinnen wollen streiken. Mehr als fünfzehn Organisationen rufen inzwischen zum Frauenstreik am 14. Juni auf, von links bis bürgerlich. Die Organisatorinnen vom Women’s March haben schon zugesagt. Sie hatten nach der Wahl von US-Präsident Donald Trump in Zürich und Genf grosse Frauenprotestmärsche organisiert. Mit dabei ist auch Amnesty International. Genauso wie die Grünen, die SP und die Rentnerinnen von der Grossmütterrevolution. So wie der bürgerliche Frauendachverband Alliance F, der 400’000 Frauen vertritt. Er organisiert am 14. Juni einen Anlass im Bundeshaus und ruft seine Mitglieder dazu auf, auch an anderen Streikaktivitäten teilzunehmen. Und jetzt haben auch die Katholikinnen beschlossen: Am 14. Juni werden die Kirchen pink. Am 15. und 16. Juni auch. Gleich drei Tage lang will der katholische Frauenbund (SKF) streiken. Das sind 600 Vereine mit insgesamt 130’000 Mitgliedern, die finden: Gleichstellung kann nicht vor der Kirchentür enden. Wann sonst sollten sie also streiken, wenn nicht am Wochenende, wenn an den Altären Hochbetrieb herrscht? SKF-Sprecherin Kathrin Winzeler sagt es so: „Die Gleichberechtigung ist in der katholischen Kirche nicht vorhanden. Noch nicht einmal auf dem Papier.“ Alle bedeutenden Posten seien bis heute Männern vorbehalten. Das stört die Kirchenfrauen. Aber auch, dass Papst Franziskus Abtreibung mit einem Auftragsmord gleichsetzt. (…). Patricia D'Incau.
Work online, 29.3.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Frauenstreik. Katholikinnen. Work online, 2019-03-29.
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15.03.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Frauenstreik
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Der Frauenstreik ist lanciert. Schon der Start war ein Riesenfest! Rund 500 Frauen aus der ganzen Schweiz haben in Biel gemeinsam Schwung geholt. Für den Frauenstreik am 14. Juni. Sturmtief Eberhard fetzt ums Bieler Volkshaus, La Rotonde, der rote, runde Bau aus den 1930er Jahren, Sinnbild der Arbeiterinnen- und Arbeiterstadt. Regen peitscht gegen Scheiben. Doch drinnen im Saal mit den hohen, schmalen Fenstern ist es heiss. Über 500 Frauen sitzen, stehen, gehen und applaudieren. Oder buhen. Klopfen Beifall mit den Füssen. Eine trägt eine pinkige Perücke, eine andere ein lila Traineroberteil. Unia-Frauen tragen lila Zylinder und halten poppige Plakate in die Höhe: „Mehr Lohn, mehr Zeit, mehr Respekt!“ Und zwei mit Frauenzeichen auf den Wangen lachen breit. Alle sind sie gekommen, den Frauen-streik zu lancieren. Und zu hören, wo, wer, was schon plant. An der roten Balustrade prangt das violette Transparent: „14. Juni 2019, Frauen*streik“. Auftritt der Sprecherin des Frauenstreikkollektivs Freiburg: „Bei uns müssen wir zahlen, wenn wir demons-trieren wollen“, sagt sie ins Mikrophon. Der Saal buht. Die Frau fährt fort: „Am Frauentag am 8. März gingen wir dann halt auf einem Platz immer im Kreis und demonstrierten so. Wir übten schon für den Frauenstreik.“ Der Saal klatscht. Auftritt des Streikkollektivs der Uni Bern. Sie hatten am 8. März die WC-Türen mit Zahlen zur körperlichen und strukturellen Gewalt gegen Frauen vollgeklebt: „Schliesslich stirbt in der Schweiz alle zwei Wochen eine (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 15.3.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Frauenstreik. Koordination. Work online, 2019-03-15.
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