Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 48

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01.07.2019 Schweiz
ILO
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
ILO
Kündigungsschutz
Volltext
Schwarze Liste rauf und runter. Die Normenkommission der ILO pflegt die 25 Länder, die am gröbsten gegen ILO-Kernarbeitsnormen verstossen, auf einer schwarzen Liste zu führen. Es war keine geringe Sensation, als kurz vor Beginn der 108. ILO-Konferenz die Schweiz auf dieser Liste auftauchte, wo man sonst Länder wie Weissrussland oder Sierra Leone findet. Ausgerechnet der Gastgeberstaat der ILO. Und ausgerechnet zum 100-lahr-Iubiläurn. Der Grund ist altbekannt: Die Schweiz hat seit Jahren die von ihr ratifizierte ILO-Konvention 98 nicht umgesetzt, die Arbeitnehmende vor gewerkschaftsfeindlicher Kündigung schützen soll, also etwa gewählte Personaldelegierte oder Vertreterinnen in Pensionskassen davor, dass man sie mit blosser Kündigungsdrohung „gefügig“ macht. Wenn man Organisierte einfach so rausschmeissen kann, lässt sich die Entstehung und/oder die Wirksamkeit von Gewerkschaften schon im Ansatz untergraben. Die Aufforderung der ILO, die Maximalstrafe für missbräuchliche antigewerkschaftliche Kündigung von heute 6 auf wenigstens 12 Monatslöhne heraufzusetzen und in extremen Fällen - analog zum Gleichstellungsgesetz - die Wiedereinstellung vorzusehen, blieb seit Jahren unberücksichtigt, trotz mehrfachen Nachhakens der Gewerkschaften. Der Paukenschlag hatte nun aber Wirkung: Bundesrat Guy Parmelin schlug in der lange hängigen Frage eine Mediation zwischen den Sozialpartnern vor. Aus Sicht von SGB-Zentralsekretär Luca Cirigliano ist der Vorgang ein gutes Beispiel (…).  Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.7.2019.
Personen > Schlatter Christoph. ILO. Kuendigungsschutz. VPOD-Magazin, 2019-07-01.
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11.06.2019 Schweiz
ILO
Personen
SGB
Luca Cirigliano
ILO
Kündigungsschutz
Volltext
Es braucht nun Fortschritte beim Kündigungsschutz, sonst bleibt Druck der Gewerkschaften in ILO bestehen. Schweiz von schwarzer ILO-Liste vorerst gestrichen. Bundesrat Guy Parmelin zeigt den Willen den Schutz vor missbräuchlicher Kündigung von gewerkschaftlich aktiven Arbeitnehmenden endlich zu verbessern. Er will neu unter Einbezug der Experten der Internationalen Arbeitsorganisation ILO eine Mediation zwischen den Arbeitgebern und den Gewerkschaften durchführen. Ziel ist es, innert zwölf Monaten Lösungsvorschläge auszuarbeiten, mit denen der Kündigungsschutz auf das von den ILO-Konventionen geforderte Niveau gehoben werden kann. Aufgrund dieses Vorschlags von Bundesrat Parmelin hat heute der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) zugestimmt, die Schweiz von der schwarzen Liste fehlbarer Länder zu streichen. Im Vorfeld der ILO-Konferenz, die im 100. Jahr ihres Bestehens vom Schweizer Botschafter Jean-Jacques Elmiger präsidiert wird, war die Schweiz auf einer schwarzen Liste von Ländern gelandet, die gegen ILO-Konventionen verstossen. Am Dienstag hat nun der zuständige ILO-Ausschuss auf Antrag der Schweizer Delegation entschieden, die Schweiz aus der Liste zu streichen. Der SGB hat diesem Vorgehen zugestimmt, weil dies eine reelle Chance ist, das Schweizer Kündigungsrecht endlich den völkerrechtlichen Normen anzupassen. Bereits 2003 hatte der SGB eine Beschwerde gegen die Schweiz eingereicht, wegen Nicht-Einhaltung der ratifizierten Konventionen. Seither wurde die Schweiz wiederholt von der ILO gerügt. (…). Luca Cirigliano. SGB, 11.6.2019.
Personen > Cirigliano Luca. Kuendigungsschutz. ILO. SGB, 2019-06-11.
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11.06.2019 Schweiz
ILO
Travail.Suisse

ILO
Kündigungsschutz
Volltext
Schutz gegen gewerkschaftsfeindliche Kündigungen in der Schweiz : endlich ein Schritt in die richtige Richtung. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst den Willen von Bundesrat Guy Parmelin, den Schutz vor gewerkschaftsfeindlichen Kündigungen zu verbessern und die Schweizer Gesetzgebung in Einklang mit den Normen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zu bringen. Damit wird die Schweiz im letzten Moment von der schwarzen Liste jener Länder gestrichen, welche die Normen der ILO nicht einhalten. Über diese Liste wird in den nächsten Tagen im Rahmen der soeben eröffneten Internationalen Arbeitskonferenz die Kommission diskutieren, welche die Anwendung der Arbeitsnormen kontrolliert. Travail.Suisse erwartet jetzt, dass die externe Mediation zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften, welche unter Einbezug der Experten der ILO stattfinden wird, den Schutz gegen gewerkschaftsfeindliche Kündigungen in der Schweiz wirksam verbessern wird. „Die Schweiz will innerhalb der ILO eine zentrale Rolle spielen und sich – was zu begrüssen ist - in den verschiedenen Programmen der technischen Zusammenarbeit der ILO engagieren; sie kann das aber nur glaubwürdig tun, wenn sie die Normen der ILO selber auch einhält“, unterstreicht Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse und Nationalrat. Travail.Suisse wird die durch den neuen Wirtschaftsminister angestossene Kursänderung in Sachen Gewerkschafsfreiheit aktiv begleiten und sich mit Nachdruck für die Verbesserung des Schutzes gegen gewerkschaftsfeindliche Kündigungen engagieren. (…). Travail.Suisse, 11.6.2019.
Travail.Suisse > Kuendigungsschutz. ILO. Travail.Suisse, 2019-06-11.
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01.06.2019 Schweiz
ILO
VPOD-Magazin

ILO
Kündigungsschutz
Volltext
ILO: Schweiz von schwarzer Liste gestrichen. (SGB). Aufgrund von Signalen von Bundesrat Guy Parmelin ist die Schweiz wieder von der schwarzen Liste der ILO (Internationale Arbeitsorganisation) genommen worden. Der SGB hat diesem Vorgehen zugestimmt, weil er die Chance sieht, den Kündigungsschutz jetzt endlich zu verbessern. Bundesrat Guy Parmelin zeigt den Willen den Schutz vor missbräuchlicher Kündigung von gewerkschaftlich aktiven Arbeitnehmenden zu verstärken. Er will neu unter Einbezug der Expertinnen und Experten der Internationalen Arbeitsorganisation ILO eine Mediation zwischen den Arbeitgebern und den Gewerkschaften durchführen. Ziel ist es, in Jahresfrist Lösungsvorschläge auszuarbeiten, mit denen der Kündigungsschutz auf das von den ILO-Konventionen geforderte Niveau gehoben werden kann. Aufgrund dieses Vorschlags von Bundesrat Parmelin hat heute der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) zugestimmt, die Schweiz von der schwarzen Liste fehlbarer Länder zu streichen. Er sieht eine reelle Chance, das Schweizer Kündigungsrecht endlich den völkerrechtlichen Normen anzupassen. Bereits 2003 hatte der SGB eine Beschwerde gegen die Schweiz eingereicht, wegen Nicht-Einhaltung der ratifizierten Konventionen. Seither wurde die Schweiz wiederholt von der ILO gerügt. Doch der Bundesrat weigerte sich, die ILO-Empfehlungen umzusetzen. Er war dabei immer den Schweizer Arbeitgebern gefolgt, die eine Verbesserung des Kündigungsschutzes von Mitgliedern von (…).
SGB, 1.6.2019.
VPOD-Magazin > Kuendigungsschutz. ILO. VPOD-Magazin, 2019-06-01.
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01.06.2019 Schweiz
ILO
Personen
VPOD-Magazin
Luca Cirigliano
Briefmarke
ILO
Jubiläum
Volltext
100-Jahr-Jubiläum der ILO wird gross gefeiert - aber von Peinlichkeit überschattet. Schweiz auf schwarzer Liste. Die älteste UNO-Organisation, die ILO (International Labour Organisation) wird 100. Die Schweiz als Erstunterzeichnerin und Gaststaat feiert mit. Und gerät selber auf eine schwarze Liste mit Ländern wie Weissrussland und Sierra Leone. 100 Jahre Völkerrecht für die Arbeitnehmenden: Die Internationale Arbeitsorganisation ILO (oder IAO) feiert dieses Jahr Geburtstag. Die Schweiz war bei der Gründung nach dem Ersten Weltkrieg mit dabei. Und sie ist Gaststaat, denn die ILO hat ihren Sitz in Genf und ist dort die grösste UN-Arbeitgeberin der Stadt. Die Schweiz bewirbt sich dieses Jahr um das Präsidium der Arbeitskonferenz, wo es um sehr viel gehen wird. Kurz: Die Schweiz engagiert sich stark im Rahmen des Jubiläums. Aus der Portokasse. Umso wichtiger ist es, dass die Schweiz das Völkerrecht, die Grundrechte, welche von der ILO statuiert werden, auch umsetzt. Das ist bis heute nicht der Fall - im Gegenteil: Die ILO hat die Schweiz bereits 2004 aufgefordert, den Schutz vor missbräuchlicher Kündigung in Art. 336a des Obligationenrechts zu ändern, weil die dortige Bestimmung der ILO-Konvention 98 nicht entspricht. Die heute maximal möglichen mickrigen 6 Monatslöhne an Entschädigung reichen nicht für einen effektiven Schutz der Arbeitnehmenden aus. In der Realität sind es oft nur 2 bis 3 Monatslöhne, die grössere Firmen aus der Portokasse zahlen können. Die ILO verlangte damals, die maximale (…). Luca Cirigliano.
VPOD-Magazin, 1.6.2019.
Personen > Cirigliano Luca. ILO. Jubiläum. VPOD-Magazin, 2019-06-01.
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24.05.2019 Schweiz
ILO
Personen
SGB
Luca Cirigliano
ILO
Jubiläum
Volltext
100 Jahre Völkerrecht für die Arbeitnehmenden. Schweizer Gewerkschaftsdelegation an 100-Jahre-ILO-Feier. Die älteste UN-Organisation ILO feiert 2019 Geburtstag. Und die Schweiz feiert ganz besonders mit: nicht nur ist unser Land Signatarstaat seit 1919 sondern auch Gaststaat – denn die ILO hat ihren Sitz in Genf und ist dort die grösste UN-Arbeitgeberin der Stadt. Die Schweiz bewirbt sich dieses Jahr auch für das Präsidium der Arbeitskonferenz, wo es um sehr viel gehen wird. Mit einem feierlichen Akt am 8. Mai in Genf unter Anwesenheit der Schweizer Sozialpartner und des SGB-Präsidenten Pierre-Yves Maillard, des UN-Generalsekretärs Antonio Guterres sowie von Bundesrat und Aussenminister Cassis wurde der ILO das 100-Jahr-Jubiläums-Geschenk der Schweiz übergeben: Ein Platz mit Bäumen. Auf dass die Grundrechte und das Soziale gerade in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung der Arbeitswelten immer wichtiger werden. Die Schweiz machte der ILO nicht nur eine Piazza zum Geschenk: auch eine Briefmarke der Schweizer Post wurde präsentiert, welche den Tripartismus darstellt: die gleichberechtigte Arbeit von Gewerkschaften, Arbeitgeberinnen und Staat, wenn es um die Gestaltung der Arbeitswelt geht, Hand in Hand. Die Schweiz und die Eidgenössische Tripartite Kommission für Angelegenheiten der ILO haben auch eine Studie in Auftrag gegeben zum Tripartismus in Zeiten der Globalisierung. (…).
Luca Cirigliano.
SGB, 24.5.2019.
Personen > Cirigliano Luca. ILO. Jubiläum. SGB, 2019-05-24.
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17.05.2019 Schweiz
ILO
Personen
SGB
Luca Cirigliano
ILO
Kündigungsschutz
Volltext
Zu lascher Kündigungsschutz: Schweiz auf schwarzer Liste der UNO. Rüge der Internationalen Arbeitsorganisation ILO. Die Schweiz gerät kurz vor der 100-Jahr-Feier der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) unter Druck. Sie soll schärfer gegen missbräuchliche Kündigungen von gewerkschaftlich aktiven Arbeitnehmenden, Mitgliedern von Personalkommissionen oder StiftungsrätInnen in Pensionskassen vorgehen. Die ILO hat die Schweiz auf eine Schwarze Liste mit den 40 bedenklichsten Fällen von Verletzungen der ILO-Konventionen gesetzt. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) fordert Bundesrat und Parlament auf, nun rasch Abhilfe zu schaffen. Konkret wird der Schweiz vorgeworfen, die Menschenrechte beim Kündigungsschutzes von gewerkschaftlich aktiven Arbeitnehmenden zu verletzen, die von der ILO-Konvention 98 geschützt werden, welche die Schweiz ratifiziert hat. Bereits 2004 hatte die ILO gegenüber dem Bundesrat festgehalten, dass die im Obligationenrecht (Art. 336a Abs 2) vorgesehene maximale Entschädigung von sechs Monatslöhnen bei missbräuchlicher Kündigung nicht genügend abschreckend wirke. Vielmehr könne so Arbeitnehmenden missbräuchlich gekündigt werden, um sie mundtot zu machen. Wie Studien zeigen, werden die fehlbaren Arbeitgeber meist nur zur Zahlung von 2-3 Monatslöhnen verurteilt. Das bezahlen sie dann aus der Portokasse. Die ILO verlangte damals von der Schweiz, die maximal mögliche Entschädigung auf (...). 
SGB, 17.5.2019.
Personen > Cirigliano Luca. Kuendigungsschutz. ILO. SGB, 2019-05-17
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17.05.2019 Schweiz
ILO
Unia Schweiz

ILO
Kündigungsschutz
Volltext
Gewerkschaftsrechte: Schweiz auf schwarzer Liste. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat die Schweiz auf eine schwarze Liste von Ländern gesetzt, welche die Gewerkschaftsrechte nicht ausreichend respektieren. Die IAO kritisiert den ungenügenden Kündigungsschutz für Vertreter/innen der Arbeitnehmenden. Dieses Jahr wird die ILO, die ihren Sitz in Genf hat, 100 Jahre alt. Die Schweiz wird das Präsidium für die im Juni stattfindende ILO-Jubiläumskonferenz innehaben. Ausgerechnet in diesem Jahr findet sich die Schweiz auf einer Liste von 40 Ländern wieder, welche internationale Abkommen der ILO nicht einhalten. Aus Europa werden neben der Schweiz nur Belarus und Griechenland gelistet. Schutz von Gewerkschafter/innen stärken. Der Grund für die Listung ist der ungenügende Kündigungsschutz für in den Betrieben aktive Gewerkschafter/innen, Personalvertreter/innen und Mitglieder der Stiftungsräte von Pensionskassen. Das Schweizer Obligationenrecht sieht heute nur eine Entschädigung von maximal 6 Monatslöhnen bei missbräuchlicher Entlassung vor. In der Realität werden von den Gerichten meist nur Strafen von 2-3 Monatslöhnen ausgesprochen. Das sind Peanuts. Die Schweiz muss ihre Verpflichtungen erfüllen. Seit 2004 verlangt die ILO, dass die Schweiz in ihren Gesetzen die internationalen Normen bezüglich Kündigungsschutz verankert, die sie in ILO-Abkommen ratifiziert hat. Doch die hiesigen Arbeitgeber wehren sich beharrlich. Angesichts der Untätigkeit der Schweiz verstärkt die ILO nun den (…).
Unia Schweiz, 17.5.2019.
Unia Schweiz > Kuendigungsschutz. ILO. Unia Schweiz, 2019-05-17.
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29.03.2019 Schweiz
ILO
Personen
Work
Ralph Hug
ILO
Jubiläum
Volltext
Stachel im Fleisch des Kapitalismus. 100 Jahre Internationale Arbeitsorganisation (ILO). Und immer wieder kassiert die Schweiz von der ILO eine Rüge. Mag sie den Geburtstag dieser wichtigen Uno-Tochter deshalb nicht feiern? Grosse Party in Berlin: Am 12. März feierte die Prominenz den hundertsten Geburtstag der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) lobte die Institution als «Vorkämpferin für menschenwürdige Arbeit». Und die Schweiz? Hier ist der runde Geburtstag der Uno-Tochter kein Thema. Obwohl sie in Genf zu Hause ist. Auch dass die ILO derzeit eine neue Norm gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ausarbeitet, ist den Medien keine Notiz wert. Trotz #MeToo. Arbeit ist keine Ware. Kein Wunder, denn die offizielle Schweiz hat zur ILO ein eher gespanntes Verhältnis. Jährlich kassiert sie von ihr nämlich eine Rüge, weil sie die Normen für den Schutz von gewerkschaftlichen Vertrauensleuten verletzt (siehe Artikel unten). Auch kritisiert die ILO regelmässig das geschönte Bild der Arbeitslosigkeit. Nach ihrer international anerkannten Messmethode ist diese in der Schweiz doppelt so hoch, als sie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) verkündet. Denn das Seco rechne die Ausgesteuerten und Älteren auf Arbeitssuche nicht ein. Seit je ist die ILO ein Stachel im Fleisch des Kapitalismus. Ihre Aufgabe ist es, Standards für menschenwürdige Arbeit aufzustellen. Damit steht sie im Dauerkonflikt mit der Wirtschaft. ILO-Generaldirektor Guy Ryder muss auch im Jubiläumsjahr anmahnen: „Arbeit ist keine Ware!“ (…).  Ralph Hug.
Work online, 29.3.2019.
Personen > Hug Ralph. ILO. Jubiläum. Work online, 2019-03-29.
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14.12.2018 Schweiz
ILO
Personen
Work
Patricia D Incau
ILO
Löhne
Volltext
Der neue internationale Lohnbericht der ILO Zeigt: Löhne steigen im Schneckentempo. Schwacher Zuwachs, dafür riesige Ungleichheit: Das ist das Ergebnis einer globalen Lohnauswertung. Für Berufstätige in der ganzen Welt geht es mit den Löhnen kaum vorwärts. Das zeigt der globale Lohnbericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Sie hat Daten aus 136 Ländern ausgewertet. Das Resultat: 2017 ist der weltweite Lohnzuwachs durchschnittlich auf 1,8 Prozent 1 geschrumpft. 2016 waren es noch 2,4 Prozent. Damit ist die Lohnentwicklung so schlecht wie während der letzten Finanzkrise. Zwar war die Arbeitsproduktivität im Zeitraum der Erhebung leicht schwächer. Alleine damit lasse sich das geringe Lohnwachstum aber nicht erklären, hält die ILO fest. Einfluss hätten auch Faktoren wie die steigende Anzahl von Teilzeitstellen und der Einsatz von neuen Technologien. ILO-Generaldirektor Guy Ryder mahnt: „Stagnierende Löhne sind ein Hemmschuh für Wirtschaftswachstum“. Regierungen müssten deshalb zusammen mit den Sozialpartnern Wege für sozial und wirtschaftlich nachhaltige Lohnzuwachses finden. Frauen diskriminiert. Die ILO untersuchte auch die Lohnungleichheit zwischen Frau und Mann. Das Resultat: Weltweit liegt der Lohnunterschied nach wie vor bei durchschnittlich 20 Prozent. Die Schweiz liegt mit 18,1 Prozent nur leicht darunter. Im Vergleich mit 26 Ländern mit ähnlichen Einkommen bel die Schweiz in Sachen Lohnungleichheit den siebten Platz. Die Berechnungen der LO (…).  Patricia D’Incau.
Work, 14.12.2018.
Personen > D’Incau Patricia. ILO. Löhne. Work, 2018-12-14.
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31.08.2018 Genf
ILO
Personen
Work
Christian Egg
ILO
Temporärarbeit
Volltext
Ausgerechnet die Internationale Arbeitsorganisation. Die ILO baut in Genf mit „Billig“-Temporären. Ausgerechnet auf der Baustelle der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sind mehr als die Hälfte der Bauarbeiter nur temporär angestellt. Mit weniger Rechten und weniger Lohn. José Sebastiao von der Unia Genf staunte nicht schlecht. Als er und seine Equipe die Baustelle am Hauptsitz der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) kontrollieren, treffen sie ganz viele Maurer an, die nicht regulär angestellt sind. Sondern von einem Temporärbüro. Und zu schlechteren Bedingungen als ihre Kollegen. Sie er¬halten nur den Mindestlohn und ¬werden von der Firma nur aufgeboten, wenn es genug Arbeit gibt. Reklamieren verboten. Das ist zwar legal. Aber die Büezer sind der Firma völlig ausgeliefert. „Bei den Temporären lautet das Motto: Wer reklamiert, kann am nächsten Tag nicht mehr kommen“, sagt Unia-Mann Sebastiao. Es ist die Waadtländer Baufirma Orlatti (800 Angestellte), die hier renoviert. Doch die Kontrolle der Unia im Juli hat gezeigt: Nur gerade 10 der anwesenden Maurer sind von Orlatti regulär angestellt. Weitere 19 hat die Firma von zwei Temporärbüros angefordert. Das hat System. Laut Einsatzplänen, die Work vorliegen, waren seit Beginn der Arbeiten im April fast immer mehr Temporäre vor Ort als Festangestellte. Und das ausgerechnet bei der ILO. Sebastiao sagt: „Die ILO sollte weltweit für faire Arbeitsbedingungen sorgen. An ihrem eigenen Hauptsitz macht sie das Gegenteil.“ Zwar sagt die ILO, sie habe „sofort“ bei Orlatti i(…). Christian Egg.
Work online, 31.8.2018.
Personen > Egg Christian. ILO. Temporärarbeit. Work online, 2018-08-31.
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21.02.2018 Schweiz
ILO
Personen
SGB
Luca Cirigliano
ILO
Menschenrechte
Volltext
Nein zur Anti-Menschenrechts-Initiative der SVP. SVP will nur Schweizer Recht. Aber welches? Der Ständerat wird am 13. März über den neuesten Angriff der SVP auf die Menschenrechte befinden. Er diskutiert dann jene Anti-Menschenrechtsinitiative, welche mit der Beschwörung der "Selbstbestimmung" den Schutz der Europäischen Menschenrechtskonvention sowie der ILO-Konventionen abschaffen möchte. Dies wäre für die Schweizer Arbeitnehmenden fatal. Wunsch der SVP ist es, die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) und Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über die Hintertür zu kündigen. Die Initianten geben vor, so die Souveränität der Schweiz zu stärken. De facto werden aber die Rechte von uns allen geschwächt. Die durch die EMRK garantierten Rechte sind als Grundrechte in unserer Verfassung verankert. Sie sind kein fremdes Recht, sondern Schweizer Recht. Wer unsere Menschenrechte beschneidet, schwächt unsere Demokratie, unsere Sicherheit und unsere Freiheit. Angriff auch auf die Arbeitnehmenden. Gerade Arbeitnehmende und gewerkschaftlich organisiertes Personal sind in ihrem Alltag auf ein gut funktionierendes Menschenrechtssystem angewiesen. So stehen uns aus Verfassung, EMRK und ILO-Völkerrecht verschiedene Grundrechte zu: das Recht, sich im Betrieb zu organisieren und Informationen auszutauschen, Schutz vor antigewerkschaftlichen Kündigungen, Schutz von Whistleblowern und Zutritts- und Informationsrechte am Arbeitsplatz. Aber auch die (…). Luca Cirigliano.
SGB, 21.2.2018.
Personen > Cirigliano Luca. Menschenrechte. ILO. SGB, 2018-02-21.
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06.06.2017 Schweiz
ILO
Personen
SGB
Luca Cirigliano
ILO
Kündigungsschutz
Volltext
Schweizer Kündigungsschutz als ILO-Thema. ILO-Konferenz behandelt Ausbau der Arbeitsrechte.
Hierzulande sind gewerkschaftlich Aktive und WhistleblowerInnen immer noch nur sehr ungenügend gegen missbräuchliche Kündigung geschützt. Der SGB wird dafür sorgen, dass dieses Thema an der 106. Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zur Sprache kommt. Das Problem: in der Schweiz sind gewerkschaftlich Aktive und WhistleblowerInnen nur sehr mangelhaft gegen antigewerkschaftliche Kündigung geschützt. Sie können wegen Teilnahme an GAV-Verhandlungen, gewerkschaftlichen Aktivitäten oder gar wegen unbequemen Fragen entlassen werden. Selbst wenn ein Gericht solche Entlassungen als missbräuchlich feststellt, kann das Opfer höchstens mit 6 Monatslöhnen als Entschädigung rechnen. In der Praxis sind es zumeist nur 2 bis 3 Monatslöhne. Damit sind die ILO-Empfehlungen für Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen nicht respektiert! Bundesrat soll handeln
Der SGB wird sich an der 106. Konferenz der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), die vom 5. bis zum 16. Juni in Genf stattfindet, dafür einsetzen, dass diese Fragen wieder auf den Tisch kommen. Denn die Konferenz wird den notwendigen Ausbau der Arbeitsrechte diskutieren. Dazu wird sie einen Bericht mit Empfehlungen an die Regierungen erarbeiten. Dieser wird die ILO-Erklärung von 2008 zu einer fairen Globalisierung weiterentwickeln. Der SGB wird an der Konferenz fordern, (…). Luca Cirigliano.
SGB, 6.6.2017.
Personen > Cirigliano Luca. Kündigungsschutz. ILO. SGB, 2017-06-06.
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01.04.2017 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Luca Cirigliano
Crowdworker
Home-Office
ILO
Volltext
ILO-Studie bestätigt Handlungsbedarf beim Horne-Office - der SGB fordert gesetzliche Anpassungen. Regeln fürs Heimspiel. Eine neue ILO-Studie bestätigt, dass Arbeiten zuhause sowohl Chancen wie Risiken birgt. Sie fordert, den rechtlichen Schutz für die Betroffenen anzupassen. Am praktikabelsten ist aus Sicht des SGB eine Aktualisierung des Heimarbeitsgesetzes. Die digitalen Technologien ermöglichen es zunehmend, an beliebigem Ort und zu beliebiger Zeit zu arbeiten. Man kann Dinge jetzt von zuhause aus erledigen, aus dem Ausland - oder auch während der Ferien. Das Positive daran: weniger Arbeitsverkehr und mehr Potenzial für die Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Betreuungsaufgaben. Auf der anderen Seite drohen den Beschäftigten längere Arbeitszeiten, Arbeitsverdichtung und eine Entgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit. Dies alles kann zu Stress, Krankheit und sozialen Verlusten führen. Eine neue Untersuchung der Internationalen Arbeitsorganisation ILO stellt nun fest, dass regelmässig im Horne-Office Arbeitende aufgrund der starken Durchlässigkeit zwischen Arbeit und Familienzeit bzw. Freizeit stärker gestresst sind und häufiger an Schlafstörungen und Angst leiden als Beschäftigte, die ausschliesslich im Büro tätig sind. Auch der Bundesrat hat in seinem Bericht 2016 ähnliche Probleme festgestellt. Handeln will er trotzdem nicht... Austausch und Pausen garantieren. Der ILO-Bericht enthält mehrere Empfehlungen. Er verlangt, dass alle Arbeitnehmenden bei der Telearbeit gleich behandelt werden. Horne-Office soll rechtsgleich eingesetzt werden und freiwillig sein. Auch für Beschäftigte im Horne-Office ist der (…). Luca Cirigliano.
VPOD-Magazin, April 2017.
Personen > Cirigliano Luca. Heimarbeit. ILO. VPOD-Magazin, 2017-04-01.
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22.06.2016 Schweiz
ILO
Personen
SGB
Luca Cirigliano
ILO
Kündigungsschutz
Volltext
Schutz vor antigewerkschaftlichen Kündigungen: Studie stellt Handlungsbedarf fest. Die Schweiz muss das Kündigungsrecht endlich grundrechtskonform und sozialpartnerschaftlich gestalten! Das Schweizer Kündigungsrecht ist in gewissen Teilen weder menschenrechtskonform, noch entspricht es den Grundsätzen der Uno-Organisation für Arbeit (ILO) und der EMRK. Zu diesem Schluss kommt eine Studie im Auftrag des Bundesrats. Der Bundesrat hatte die Studie bei den Professoren Jean-Philippe Dunand und Pascal Mahon von der Uni Neuenburg in Auftrag gegeben. Bereits letzten Oktober war der erste Teil der Studie publiziert worden, mit verheerendem Fazit. Dieses bestätigt nun der am 22. Juni veröffentlichte zweite Teil, der sich insbesondere mit dem Schutz streikender Arbeitnehmender beschäftigt: Die beiden Professoren stellen grosse Defizite beim Schutz von ArbeitnehmervertreterInnen gegen antigewerkschaftliche, missbräuchliche Kündigungen fest. Das Schweizer Obligationenrecht (OR) verletzte ILO- und von der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) garantierte Grundrechte. SGB fordert konkrete Projekte für besseren Kündigungsschutz. Nun darf es nicht bei der Feststellung von Handlungsbedarf bleiben. Der SGB fordert konkrete Projekte, um das Schweizer Kündigungsrecht grundrechtskonform und gemäss den Bedürfnissen einer echten Sozialpartnerschaft zu gestalten. Sollte der Bund seine Verantwortung gegenüber den menschenrechtlichen Verpflichtungen nicht wahrnehmen, müsste mit vermehrten Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gerechnet werden. (…). Luca Cirigliano.
SGB, 22.6.2016.
Personen > Cirigliano Luca. Kündigungsschutz. ILO. SGB, 2016-06-22.
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09.06.2016 Kuba
ILO

ILO
Volltext
Ansprüche des Südens sollen in der ILO vorangetrieben werden. Kuba rief im Rahmen eines Ministertreffens der Bewegung der Blockfreien dazu auf, die Ansprüche der Länder des Südens innerhalb der Internationalen Arbeitsorganisation ILO voranzutreiben. „Die Bewegung hat ein grosses Potenzial um substantiell zu den Diskussionen beizutragen, zu denen wir in diesen Tagen aufgerufen werden“, sagte die kubanische Ministerin für Arbeit und Soziale Sicherheit, Margarita González, bei einem Treffen im Rahmen der 105. Internationalen Arbeitskonferenz in Genf. In diesem Zusammenhang bezog sie sich auf die breitgefächerte Mitgliedschaft, die Vielfalt und die Erfahrungen und Traditionen im politischen, sozialen und kulturellen Bereich. González betonte die Notwendigkeit, dass die Blockfreien innerhalb der ILO mit grösserer Dynamik die Themen, die für die Länder des Südens von Bedeutung sind, wie Demokratisierung des ILO Verwaltungsrats (das höchste Entscheidungsorgan in der Periode zwischen den Konferenzen) vorantreiben müssten. Sie erwähnte auch Themen wie die Reform der Arbeitsmethoden und der Arbeitsweise der Organe, die mit der Überwachung und der Erfüllung der internationalen Normen durch die Regierungen beauftragt sind. Sie soll dazu führen, dass die Diskussionen und die Entscheidungen auf der Basis der Prinzipien der Transparenz, Objektivität, Unparteilichkeit und Nicht-Politisierung vonstatten gehen. (…).
Prensa Latina(PL).
Granma, 9.6.2016.
Granma > ILO. Granma, 2016-06-09.
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24.05.2016 Schweiz
ILO
Personen
SGB
Luca Cirigliano
ILO
Kündigungsschutz
Volltext
Kündigungsschutz verbessern! Schweiz unter Beobachtung der ILO-Konferenz. An der nächsten ILO-Jahreskonferenz wird sich die Schweiz vor einem Ausschuss erklären müssen, weil sie die Rechte von Gewerkschaftsmitgliedern nicht genügend schützt. Es droht ihr eine Schwarze Liste, sollte sie sich nicht an internationales Recht anpassen. Die nächste Jahreskonferenz der Internationalen Organisation für Arbeit (ILO) findet vom 30. Mai bis 11. Juni 2016 in Genf statt. Dieses Jahr hat der Ausschuss der ILO, welcher für die Einhaltung der Konventionen zuständig ist, einen Bericht zur Schweiz veröffentlicht. Der Bericht ist alles andere als rosig: Bei der Einhaltung der Konventionen Nr. 87 und 98, welche die Gewerkschaftsfreiheit schützen, weist die Schweiz grosse Defizite auf. Sie hat die Empfehlungen der ILO, aufgrund einer Klage des SGB verfasst, immer noch nicht umgesetzt. Kündigungsschutz genügt nicht. Der Bericht hält fest, dass in der Schweiz Personen, denen gekündigt wird, weil sie sich z.B. im Rahmen von GAV-Verhandlungen oder sonstigen Gewerkschaftsaktivitäten für die Interessen der Angestellten eingesetzt haben, keinen genügenden Schutz durch das Gesetz haben. Das Gleiche gälte für Whistleblower. Tatsächlich sieht das Schweizer Obligationenrecht in diesen Fällen für die Gerichte nur vor, den Arbeitgeber zur Zahlung von maximal sechs Monatslöhnen zu verurteilen. In der Realität werden aber meist nur 2-3 Monatslöhne ausgesprochen: ein Hohn für Opfer von missbräuchlichen Kündigungen, die später jahrelang keine Arbeit (…). Luca Cirigliano.
SGB, 24.5.2016.
SGB > ILO. Kündigungsschutz. Luca Cirigliano. SGB, 2016-05-24.
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23.05.2016 Schweiz
ILO
Personen
SGB
Luca Cirigliano
ILO
Kündigungsschutz
Volltext
Kündigungsrecht anpassen! Schweiz unter Beobachtung der ILO-Konferenz. An der nächsten ILO-Jahreskonferenz wird sich die Schweiz vor einem Ausschuss erklären müssen, weil sie die Rechte von Gewerkschaftsmitgliedern nicht genügend schützt. Es droht ihr eine Schwarze Liste, sollte sie sich nicht an internationales Recht anpassen. Die nächste Jahreskonferenz der Internationalen Organisation für Arbeit (ILO) findet vom 30. Mai bis 11. Juni 2016 in Genf statt. Dieses Jahr hat der Ausschuss der ILO, welcher für die Einhaltung der Konventionen zuständig ist, einen Bericht zur Schweiz veröffentlicht. Der Bericht ist alles andere als rosig: Bei der Einhaltung der Konventionen Nr. 87 und 98, welche die Gewerkschaftsfreiheit schützen, weist die Schweiz grosse Defizite auf. Sie hat die Empfehlungen der ILO, aufgrund einer Klage des SGB verfasst, immer noch nicht umgesetzt. Kein genügender Kündigungsschutz. Der Bericht hält fest, dass in der Schweiz Personen, denen gekündigt wird, weil sie sich z.B. im Rahmen von GAV-Verhandlungen oder sonstigen Gewerkschaftsaktivitäten für die Interessen der Angestellten eingesetzt haben, keinen genügenden Schutz durch das Gesetz haben. Das Gleiche gälte für Whistleblower. Tatsächlich sieht das Schweizer Obligationenrecht in diesen Fällen für die Gerichte nur vor, den Arbeitgeber zur Zahlung von maximal sechs Monatslöhnen zu verurteilen. In der Realität werden aber meist nur 2-3 Monatslöhne ausgesprochen: ein Hohn für Opfer von missbräuchlichen Kündigungen, die später jahrelang keine Arbeit mehr finden und manchmal gar von der Sozialhilfe leben müssen. (…). Luca Cirigliano, Zentralsekretär SGB.
SGB, 23.5.2016.
Personen > Cirigliano Luca. Kündigungsschutz. ILO. SGB, 2016-05-23.
Ganzer Text
19.05.2016 EU
Armut
ILO
Junge Welt

Armut
ILO
Volltext
Kapitalismus macht arm. UN-Bericht: Armut nimmt in Industriestaaten wegen prekärer Beschäftigung und Arbeitslosigkeit zu. Die Lüge, jeder könne es im Kapitalismus zu etwas bringen, gehört zum Grundrepertoire der bürgerlichen Ideologie. Für alle, die es nicht schaffen, existierte knapp ein halbes Jahrhundert ein Sozialstaat. Doch dieser wird spätestens - seit dem Sieg der Konterrevolution über den Sozialismus demontiert. Das Resultat ist, dass in den westlichen Industrieländern die Anzahl von gesicherten Vollzeitstellen sinkt und es gleichzeitig immer mehr Erwerbsarmut gibt. Laut einem am Mittwoch in Genf vorgestellten Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) nimmt die Armut infolge von Arbeitslosigkeit und wegen schlecht bezahlter Beschäftigung zu. „In vielen Industrieländern können Sozialleistungen einfach nicht mehr die Einkommenslücke erwerbsarmer Menschen kompensieren“, sagte der ILO-Generaldirektor, Guy Ryder, am Mittwoch zur Vorstellung des jüngsten Weltarbeitsmarktberichts der UN-Sonderorganisation. Laut ILO hat sich diese Entwicklung seit dem Beginn der Weltwirtschaftskrise 2008 verschärft. Der Studie zufolge gelten im Durchschnitt I7,2 Prozent der EU-Bevölkerung als arm - gemessen am jeweiligen mittleren Einkommen ihrer Länder. In Deutschland, einem der reichsten Staaten der Welt, seien es 16 Prozent. Als arm wird dabei angesehen, wer einschliesslich staatlicher Hilfeleistungen mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens seines Landes auskommen muss. Demnach wäre in der BRD jeder Zehnte trotz Arbeit arm, erklärte die ILO. (…).
Junge Welt, 19.5.2016.
Junge Welt > Armut. ILO. Junge Welt, 2016-05-19.
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01.11.2015 Schweiz
Personen
SGB
Luca Cirigliano
ILO
Kündigungsschutz
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Studie im Auftrag des Bundes: Schweizer Kündigungsrecht ist nicht völkerrechtskonform. Rausschmiss muss teurer werden. Jetzt ist es offiziell: Das Schweizer Kündigungsrecht erfüllt weder die Vorgaben der ILO noch jene der EMRK. Eine Studie der Uni Neuenburg bestätigt den SGB: Es braucht dringend bessere Gesetze. Auf Druck des SGB haben das Bundesamt für Justiz und das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco bei der Universität Neuenburg eine Untersuchung zum Kündigungsschutz in Auftrag gegeben. Fragestellung: Ist das Schweizer Recht in diesem Punkt mit dem Völkerrecht konform? Die Studie, die jetzt vorliegt, gibt eine vernichtende Antwort: Das Schweizer Kündigungsrecht erfüllt weder die Vorgaben der Internationalen Arbeitsorganisation ILO noch jene der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK). Das Gutachten bestätigt damit die Forderungen des SGB: Die Schweizer Gesetze müssen dringend reformiert werden! SGB-Klage am Anfang. Bereits vor einigen Jahren hatte der SGB wegen fehlendem Kündigungsschutz für Vertrauensleute, für Mitglieder von Personalkommissionen sowie für Stiftungsrätinnen und -räte von Pensionskassen bei der ILO geklagt. Die Klage wurde gutgeheissen. Trotzdem lief wenig, was konkrete Verbesserungen im Gesetz angeht. Alle bisherigen Vorschläge für mehr Schutz hat der Bundesrat aufgrund des Drucks der Arbeitgeber und rechtsbürgerlicher Parteien gleich wieder schubladisiert. Zur Erinnerung: In der Schweiz herrscht fast grenzenlose Kündigungsfreiheit. (…). Luca Cirigliano.
VPOD-Magazin, November 2015.
Personen > Cirigliano Luca. Kündigungsschutz. EMRK. VPOD-Magazin, November 2015.
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02.10.2015 Schweiz
ILO
Personen
SGB
Luca Cirigliano
ILO
Kündigungsschutz
Volltext
Das Schweizer Kündigungsrecht ist nicht völkerrechtskonform. Studie im Auftrag des Bundes kommt zu klaren Ergebnissen. Jetzt ist es offiziell: Das Schweizer Kündigungsrecht erfüllt weder die Vorgaben der ILO noch der EMRK. Eine Studie der Uni Neuenburg bestätigt den SGB. Nun braucht es dringend bessere Gesetze! Auf Druck des SGB und seiner Verbände haben das Bundesamt für Justiz (BJ) und das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) beim Studienzentrum für Arbeitsbeziehungen der Universität Neuenburg eine Studie in Auftrag gegeben. Sie sollte die Situation des Kündigungsschutzes von Arbeitnehmenden, besonders von Arbeitnehmervertretern, analysieren. Ziel war, das Schweizer Recht auf seine Konformität mit dem Völkerrecht zu überprüfen. Nun liegt die Studie vor. Das vernichtende Fazit: Das Schweizer Kündigungsrecht erfüllt weder die Vorgaben der Internationalen Arbeitsorganisation ILO noch diejenigen der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK). SGB-Klage am Anfang. Bereits vor einigen Jahren hatte der SGB bei der ILO wegen fehlendem Kündigungsschutz für Vertrauensleute, Mitglieder von Personalkommissionen sowie Stiftungsrätinnen und -räte von Pensionskassen eingereicht. Zur Erinnerung: in der Schweiz herrscht fast grenzenlose Kündigungsfreiheit. Arbeitgeber können Angestellte nach Gutdünken entlassen, auch unbequeme Angestellte, die sich für die Rechte ihrer KollegInnen (…). Luca Cirigliano.
SGB, 2.10.2015.
Personen > Cirigliano Luca. Kündigungsschutz. ILO. SGB, 2.10.2015.
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23.09.2015 Schweiz
ILO
Personen
SGB
Vasco Pedrina
Armut
ILO
Volltext
Soziale Dimension mit hohem Stellenwert. Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung bekennt Farbe. Am 25. bis 27. September treffen sich die höchsten Regierungsvertreter an der Uno-Generalversammlung in New York, um die „Agenda für eine nachhaltige Entwicklung im Hinblick auf das Jahr 2030“ formell zu verabschieden. Die neue Agenda verleiht der sozialen Dimension einen zentralen Platz. Die neue, mit breiter Beteiligung der Zivilgesellschaft ausgehandelte Agenda soll die „Millenniumsziele 2001-2015“, ein Programm für Bekämpfung von Armut in den Entwicklungsländern, ersetzen. Das ablaufende Programm hat einige wichtige Teilerfolge vorzuweisen, es hat viel beigetragen zur Halbierung der extremen Armut, zur Bekämpfung von Krankheiten und zu mehr Bildungschancen. Die neue Agenda hält nicht nur Entwicklungs- und Schwellenländer an, die vereinbarten neuen 17 Ziele umzusetzen. Die Geberländer werden ebenfalls in die Pflicht genommen. Auch die Schweiz wird ihre Politik an diesen Zielen messen lassen müssen. Und das gilt dann auch für die Innenpolitik. Wer die neue Agenda respektiert, wird die Energiewende 2050 nicht verwässern können. Zum ersten Mal verbindet die Weltgemeinschaft die Bekämpfung von Armut mit Nachhaltigkeit. Die Bewahrung unseres Planeten bekommt einen hohen Stellenwert. Und auch zum ersten Mal findet die soziale Dimension der Nachhaltigkeit ihren richtigen Platz. (…). Vasco Pedrina.
SGB, 23.9.2015.
Personen > Pedrina Vasco. Armut. ILO. SGB, 23.9.2015.
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01.07.2015 Schweiz
ILO
VPOD-Magazin

Gesundheitsschutz
ILO
Streikrecht
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104. Internationale Arbeitskonferenz in Genf: Massnahmen gegen psychosoziale Risiken. Aufruf zum Handeln. Über 600 Delegierte aus fast 200 Ländern waren im Juni in Genf an der Internationalen Arbeitskonferenz (IAK). Luca Cirigliano, Leiter der Schweizer Arbeitnehmerdelegation, erläutert die wichtigsten Themen. Interview. VPOD-Magazin: Welches waren die wichtigsten Fragen an dieser - 104. - Internationalen Arbeitskonferenz? Luca Cirigliano: Aus Schweizer Optik kann ich vier Dinge nennen: die Diskussion darüber, ob aus der ILO-Konvention 87 ein Streikrecht ableitbar ist, der Bericht über die psychosozialen Risiken der Arbeit und die Themen Landwirtschaft und Katar. Das Streikrecht galt einst als akzeptiert, bis einzelne Arbeitgeberdelegationen dies 20I2 zu bestreiten begannen und sich weigerten, fragliche Fälle innerhalb der ILO-Normenkommission zu beurteilen. Die Normenkommission hätte sich mit dieser Weigerung selbst aus dem Rennen genommen. An der diesjährigen Konferenz haben die Arbeitgeber eingelenkt. Sie akzeptieren, dass in der Kommission Fälle wegen Verletzung von Konvention 87 behandelt werden. Das ist erfreulich - und für die Gewerkschaften vieler Länder eine Frage von Leben und Tod. (…).
VPOD-Magazin, Juli 2015.
VPOD-Magazin > ILO. Internationale Arbeitskonferenz. VPOD-Magazin, Juli 2015.
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06.03.2015 Schweiz
Personen
Unternehmerverbände
Work
Ralph Hug
ILO
Streikrecht
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Streikrecht bei der Uno: Erfolg für die Gewerkschaften. Die Arbeitgeber knicken ein. Endlich anerkennt die ILO, die Internationale Arbeitsorganisation, das Recht auf Streik. Ein Durchbruch! Der Druck der Gewerkschaften hat gewirkt: Die Arbeitgeber haben ihren Widerstand gegen die Verankerung des Streikrechts in der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) aufgegeben. Damit anerkennt die Organisation künftig das Recht auf Streik offiziell. Von nichts kommt nichts. Der Zeitpunkt war nicht zufällig. Mitte Februar stand auf Transparenten in Genf: „Wir lassen uns das Streikrecht nicht nehmen!“. Hunderte nahmen an der Demo teil. Gleichentags fanden in vielen Städten auf der Welt Kundgebungen statt. Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) hatte zur Verteidigung des Streikrechts aufgerufen. Dieses sei ein Menschenrecht, so der Gewerkschaftsbund: „Ohne Streikrecht sind wir alle Sklaven.“ Der Strassenprotest richtete sich konkret gegen die Blockadepolitik der Arbeitgeber in den Gremien der ILO. Ex-Unia-Präsident Vasco Pedrina ist Mitglied der Schweizer Delegation in der Uno-Behörde. Er kennt die Taktiken der Gegenseite gut: „Die Arbeitgeber wehrten sich hartnäckig dagegen, dass das Streikrecht explizit verankert wird.“ Dabei hätten die Juristen dieses Recht bereits vor Jahrzehnten indirekt anerkannt. Schweizer Blockierer. (…). Ralph Hug.
Work, 6.3.2015.
Personen > Hug Ralph. Streikrecht. ILO. Work, 2015-03-06.
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25.10.2013 Schweiz
ILO
SEV Schweiz
Unia Schweiz
VPOD Schweiz

ILO
Kündigungsschutz
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Die Schweiz muss endlich ihren Verpflichtungen nachkommen! Ungenügender Kündigungsschutz von gewerkschaftlich aktiven MitarbeiterInnen. Heute fand in Bern eine ausserordentliche Delegiertenversammlung (a.o. DV) des Sektors Industrie der Unia statt. An der Versammlung referierte u.a. Dr. Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Die Delegierten verabschiedeten gemeinsam mit den Gewerkschaften Syndicom, SEV und VPOD eine Resolution, in welcher sie Verbesserungen der Gewerkschaftsrechte in den Gesamtarbeitsverträgen und in den Gesetzen verlangen. Hauptthema der a.o. DV war der Kündigungsschutz für gewerkschaftliche Vertrauensleute, Mitglieder von Personalvertretungen und Mitglieder von Stiftungsräten. Die Schweiz hat zwar die IAO-Abkommen Nr. 87 (Schutz des Vereinigungsrechts) und 98 (Recht auf Kollektivverhandlungen) ratifiziert, aber bisher nicht im Schweizerischen Recht umgesetzt. 2012 hat der SGB deshalb bereits zum zweiten Mal bei der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) geklagt. Eine erste Klage wurde bereits 2006 gut geheissen. Es braucht eine Gesetzesänderung. (…).
Syndicom, 25.10.2013.
Syndicom > ILO. Kündigungsschutz. Syndicom. 2013-10-25.

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