Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 542

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29.06.2020 Schweiz
Frauen
Löhne
VPOD Schweiz

Lohngleichheit
Lohnkontrolle
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Lohnkontrollen - aber richtig! Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden müssen bis Ende Juni 2021 eine betriebsinterne Lohngleichheitsanalyse durchführen – auch die öffentlichen Arbeitgeber. Das verlangt die Änderung des Gleichstellungsgesetzes, welche am 1.Juli 2020 in Kraft tritt. Mit den Forderungen des Frauenstreiks hat das nichts zu tun: Das Gesetz ist zahnlos, aber vielleicht lässt sich trotzdem etwas damit erreichen. Die neuen Bestimmungen betreffen 0,9 Prozent der Unternehmen, in denen 46 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Schweiz arbeiten. Die Analyse muss mit einem anerkannten Instrument durchgeführt werden, durch eine unabhängige Stelle überprüft und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen über das Ergebnis informiert werden. Das Gesetz hat viele Schwachstellen, gegen welche sich die Gewerkschaften umsonst gewehrt haben: Eine Nichteinhaltung der Lohngleichheit hat keinerlei Sanktionen zur Folge. Die Überprüfung ist nur einmalig vorgesehen und muss nach 4 Jahre nur wiederholt werden, wenn das Ergebnis negativ war. Das Ergebnis muss nur beschränkt offengelegt werden, und die Gültigkeitsdauer des Gesetzes ist auf 12 Jahre beschränkt. Es ist also mehr oder weniger zahnlos. Dennoch können die Gewerkschaften eine gewisse Rolle spielen. (…).

VPOD Schweiz, 29.6.2020.
VPOD Schweiz > Lohngleichheit. Lohnkontrolle. VPOD Schweiz, 2020-0629.
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26.06.2020 Schweiz
Lehrkräfte
VPOD Schweiz

Lehrkräfte
Meinungsumfrage
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Lehrpersonen in der Coronakrise: Wie habt ihr das geschafft? Die Lehrpersonen aller Stufen haben die Schule und andere Bildungseinrichtungen durch die Coronakrise getragen. Der Fernunterricht wurde mit grossem Engagement umgesetzt mit dem Ziel, dass die SchülerInnen und Studierenden ihre Ausbildung fortsetzen oder abschliessen konnten. Wie haben sie das geschafft? Wir möchten das genauer ergründen.
Viele Fragen sind während der Schulschliessungen offengeblieben oder auf später verschoben worden. Rückmeldungen aus den Schulen und anderen Bildungseinrichtungen geben einen vorläufigen Eindruck davon, wo jetzt Handlungs- und Klärungsbedarf besteht. Der Schutz gefährdeter Personen muss weiterhin oberste Priorität haben. Die Schutzkonzepte dürfen keinen Interpretationsspielraum bieten und nicht vom Ermessen der Schulleitung abhängen, weil sonst Druck auf einzelne Betroffene entsteht. Es braucht neutrale (von den Schulleitungen unabhängige) kantonale Ansprechstellen für Fragen rund um den Gesundheitsschutz an den Schulen. Ungelöst ist ausserdem weiterhin das Problem der Arbeitnehmenden, welche mit gefährdeten Personen im gleichen Haushalt leben. Es braucht einheitliche Regelungen und bessere Absprachen zwischen den Kantonen, insbesondere dort, wo es grenzüberschreitende Bildungsräume gibt. (…).
VPOD Schweiz, 26.6.2020.
VPOD Schweiz > Lehrkraefte. Meinungsumfrage. VPOD Schweiz, 2020-06-26.
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25.06.2020 Schweiz
Personen
Rassismus
VPOD Schweiz
Guy Zurkinden
Antirassismus
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Rassismus in der Schweiz - verneint und allgegenwärtig. Mobilisierungen gegen Rassismus und Polizeigewalt haben sich in ganz Europa - auch in der Schweiz - ausgebreitet. Zurecht. Im Mittelpunkt der jüngsten Proteste steht nicht nur der strukturelle Rassismus in Nordamerika sondern auch der stets verneinte Rassismus und das koloniale Erbe der Schweiz. Um den Sklavenhandel zu rechtfertigen, ist der anti-schwarze Rassismus in die DNA unseres Kontinents geschrieben. Kanyana Mutombo, Sekretärin des Carrefour de réflexion et d'action sur le racisme anti-Noir, weist darauf hin, dass Polizeibrutalität und Racial profiling nur ein Teil sind. Rassismus betrifft alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens (Amnesty, Dezember 2014). Arbeitsplätze sind keine Ausnahme Im Gesundheitssektor "schlucken viele ausländische Beschäftigte täglich die Beleidigungen der Patienten", sagt Alma Wiecken, Direktorin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (NZZ, 14. Juni 2020). Schwarze Menschen sind nicht die einzigen Opfer, aber sie werden oft zur Zielscheibe. Das Phänomen ist nicht auf einen Sektor beschränkt: Im vergangenen August prangerte der SSP Trafic Aérian ähnliche Vorkommnisse am Flughafen Genf an. Wie die französische Aktivistin Rokhaya Diallo betont, ist Rassismus untrennbar mit der sozialen Frage verbunden: "Wer sind die Menschen, die von den neoliberalen Arbeitsmarkt- und Rentenreformen am meisten betroffen sind? Frauen und Minderheiten. Arme, afrikanische und eingewanderte Frauen. Wir können es nicht ignorieren" (Le Temps, 16. Juni 2020). (...).  VPOD Schweiz, 25.6.2020.
Personen > Zurkiden Guy. Rassismus. VPOD Schweiz, 2020-06-25.
11.06.2020 Schweiz
Musikschule
VPOD Schweiz

Finanzkrise
Musikschulen
Volltext
Musikschulen brauchen Unterstützung. Die Musikschulen sehen dem neuen Schuljahr mit grossen Sorgen entgegen. Sie befürchten, dass die Schülerinnen und Schüler ausbleiben. Nichts war normal dieses Frühjahr, auch nicht in den Musikschulen. Fernunterricht ist bei Instrumenten doppelt schwierig, und die Übertragung von Musik mit den vorhandenen Programmen ist für musikalische Ohren oft qualvoll. Jetzt kommt eine grosse neue Sorge dazu: Die Schülerinnen und Schüler könnten im Herbst ausbleiben. Aufgrund der Teilschliessungen (Fernunterricht) konnten die Musikschulen keine «Tage der offenen Tür» organisieren und die Instrumente vorführen, wie sie es normalerweise im Frühjahr machen. Diese Veranstaltungen sind aber unverzichtbar, um das Interesse der Kinder zu wecken und neue Anmeldungen zu bekommen. Ausserdem werden einige Familien wegen finanziellen Schwierigkeiten infolge der Pandemie darauf verzichten müssen, ihre Kinder an der Musikschule einzuschreiben oder zurückzumelden. Dies umso mehr, als die Gebühren bekanntlich mancherorts recht hoch sind. Musiklehrpersonen des VPOD in der Westschweiz haben sich daher mit einem Brief an das Bundesamt für Kultur BAK gewandt und gefordert, dass zusätzliches Geld aus dem Kulturfonds für die Musikschulen bereit gestellt wird. Damit sollen die Schulkosten für Familien mit niedrigen Einkommen finanziert werden. (…).

VPOD Schweiz, 11.6.2020.
VPOD Schweiz > Musikschulen. Finanzen. VPOD Schweiz, 2020-06-11.
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02.06.2020 Schweiz
Bundesgericht
Personen
VPOD Schweiz
Christoph Schlatter
Bundesgericht
Mitbestimmung
Volltext
Nicht ohne uns – Bundesgericht klärt Mitbestimmung in der Vorsorge. Die zweite Säule ist in der Schweiz paritätisch konzipiert. Beide Parteien, Arbeitgeber und Arbeitnehmende, bestimmen gemeinsam. Auch beim Wechsel der Vorsorgeeinrichtung. Das hat das Bundesgericht endlich klargestellt. Der VPOD begrüsst, dass das Bundesgericht das gesetzlich verankerte Mitbestimmungsrecht der Arbeitnehmenden beim Wechsel der Pensionskasse bestätigt hat (9C_409/2019). Der Entscheid war überfällig: Endlich ist schwarz auf weiss bestätigt: Echte Mitwirkung bedeutet, dass die Wahl der Vorsorgeeinrichtung eine gemeinsame von Arbeitgeber und Arbeitnehmenden ist. Damit sollen einseitig von Arbeitgeberinteressen geleitete Wechsel, die das Personal schlechter stellen, unterbunden werden. Das Bundesgericht verlangt dabei nicht einfach eine kurze Information: „Es reicht nicht, das Personal nur zu orientieren und/oder anzuhören. Vielmehr bedarf es dessen Zustimmung zum Anschlusswechsel“ Die Arbeitnehmenden müssen folglich frühzeitig über die relevanten Kriterien verfügen, um ihr Einverständnis zu geben. Auch für das PK-Netz ist klar, dass das Urteil Signalwirkung hat, denn der Sachverhalt ist keineswegs ein Einzelfall. Im Gegenteil: Der Kampf um echte Mitbestimmung in der zweiten Säule ist aktueller denn je. Die Zeiten sind vorbei, in denen im Regelfall eine betriebseigene Pensionskasse für die Altersvorsorge der Angestellten sorgte. Die Zahl der betrieblichen Kassen sinkt von Jahr zu Jahr. (…). Christoph Schlatter.
VPOD Schweiz, 2.6..2020.
Personen > Schlatter Christoph. Mibestimmung. Bundesgericht. VPOD, 2020-06-02.
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28.05.2020 Schweiz
Öffentlicher Verkehr
Personen
VPOD Schweiz
Kurt Altenburger
Coronavirus
Öffentlicher Verkehr
Volltext
Lockerungsmassnahmen im Nahverkehr. Der öffentliche Verkehr wurde ab Ende April schrittweise wieder hochgefahren. Es wird jedoch noch eine gewisse Zeit ins Land ziehen, bis sich wieder eine gewisse Normalität einstellen wird. Das neue Virus COVID-19 hat auch den öffentlichen Verkehr (öV) mit hoher Tragweite erfasst. Nachdem der Bundesrat an die Bevölkerung appelliert hat, in dieser ausserordentlichen Lage, zu Hause zu bleiben und unnötige Fahrten mit dem öV zu vermeiden, wurde das öV-Angebot wegen der stark gesunkenen Nachfrage ab Mitte März schrittweise reduziert. Abgestimmt auf das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben konnte der öffentliche Verkehr ab Ende April schrittweise wieder hochgefahren werden. Es wird jedoch noch eine gewisse Zeit ins Land ziehen, bis sich wieder eine gewisse Normalität einstellen wird. Wirtschaftliche Situation im öV angespannt. Wirtschaftlich sieht es für die öV-Branche düster aus. Während der ausserordentlichen Lage fehlen 80 bis 90 Prozent der Einnahmen, was im Jahr 2020 zu hohen Defiziten führen dürfte. Weil die Transportunternehmen von Gesetzes wegen bei den bestellten Leistungen keine Gewinne anstreben dürfen, werden sie jedoch kaum in der Lage sein, die Einnahmenausfälle zu kompensieren. Die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für den öffentlichen Verkehr müssen aufgearbeitet und abgefedert werden. Die Ausarbeitung einer dringlichen Botschaft für die Beratung in der Herbstsession des Bundesparlaments ist in Ausarbeitung.  (: …). Kurt Altenberger.
VPOD Schweiz, 28.5.2020.
Personen > Altenberger Kurt. Coronavirus. öV. VPOD Schweiz, 2020-05-28.
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20.05.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Elvira Wiegers
Gesundheitsschutz
Spitalpersonal
Volltext
Bundesrat setzt wichtige Schutzbestimmungen für das Spitalpersonal wieder in Kraft. Während sich die Corona-Pandemie in der Schweiz mit Wucht ausbreitete, beschloss der Bundesrat vor zwei Monaten mit einer Hüftschussverordnung, die minimalen Gesundheitsschutzbestimmungen betreffend Pausen und Ruhezeiten für das Spitalpersonal aufzuheben. Der VPOD lancierte deshalb im März eine Petition, die von 80'000 Personen unterschrieben wurde, und überreichte diese dem Bundesrat mit dem dringenden Appell, die teilweise Sistierung des Arbeitsgesetzes in den Spitälern rückgängig zu machen. Der VPOD ist zufrieden mit dem heutigen Beschluss des Bundesrates, die wichtigen Schutzbestimmungen des Arbeitsgesetzes für das Spitalpersonal ab Anfang Juni wieder in Kraft.
Elvira Wiegers.
VPOD Schweiz, 20.5.2020.
Personen > Wiegers Elvira. Spitalpersonal. VPOD Schweiz, 2020-05-20.
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15.05.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Lea Ziegler
Coronavirus
Politik
Volltext
Keine Rückkehr zur sogenannten „Normalität". Der Zusammenhang zwischen dem Coronavirus und der Umweltkrise ist offenkundig. Die Profit- und Sparpolitik der letzten Jahre hat das Gesundheitssystem an den Rand gebracht. ArbeitnehmerInnen, die sich um die elementarsten Bedürfnisse der Menschen kümmern, müssen zusehen, wie ihre Rechte per Federstrich weggewischt werden. Die Pandemie fordert einen hohen Tribut: Neben dem unglaublichen Verlust an Menschenleben und dem weltweit verursachten Leid haben sich die sozialen Ungleichheiten auch in der Schweiz weiter verstärkt. Auch hier gilt: wir sind nicht alle gleich betroffen von COVID19. Wir sind dem Ansteckungsrisikon nicht alle auf die gleiche Weise ausgesetzt, haben nicht alle die gleichen Ressourcen, um uns zu schützen und die wirtschaftlichen Folgen treffen uns nicht gleich hart. Jetzt schon gibt es massive soziale Kollateralschäden: Entlassungen, die Verarmung von Sans-papiers, prekär Beschäftigten und Selbständigen, eine zum Teil brenzlige Verringerung des Einkommens durch Kurzarbeit oder Verdienstausfallentschädigungen. Sowie auch die physische und psychische Erschöpfung derjenigen, die an vorderster Front stehen oder Homeoffice zusammen mit häuslichen Aufgaben und Kinderbetreuung bewerkstelligen. (…).
Lea Ziegler, Tanja Lantz
VPOD Schweiz > Coronavirus. Politik. VPOD Schweiz, 2020-05-15.
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14.05.2020 Schweiz
Migration
VPOD Schweiz

Klimawandel
Volltext
Nachhaltigkeit, Solidarität, Klimagerechtigkeit! Die Migrationskommission des VPOD unterstützt den „Challenge for Future“ der Klimabewegung am 15. Mai. Wir fordern einen Ausbau des Service public als Beitrag zum sozial-ökologischen Wandel und eine solidarische Migrationspolitik. Zwischen Wirtschafts-, Klima- und Migrationspolitik gibt es starke Zusammenhänge. Der Reichtum der Länder des globalen Nordens basiert auch darauf, dass die Menschen dort mehr Energie verbrauchen als dies für alle Menschen weltweit möglich wäre. Unsere Wirtschafts- und Lebensweise ist die Ursache für den viel zu hohen Ausstoss an Kohlendioxid (CO2), der zur Erwärmung der Erdatmosphäre führt. Der Klimawandel wird vor allem von den reichen Gesellschaften vorangetrieben. Dass die Länder des globalen Südens den Preis für unseren Reichtum bezahlen müssen, verstösst gegen die Klimagerechtigkeit. Dort führen Trinkwassermangel, Missernten und ein steigender Meeresspiegel zu einer Zunahme an Klimaflüchtlingen. Eine Studie der Weltbank rechnet in Afrika, Südasien und Lateinamerika mit bis zu 143 Millionen Klimaflüchtlingen bis 2050. Obwohl die meisten sich in ihrem eigenen Land in Sicherheit zu bringen suchen, wird auch die Anzahl der Migrationsbewegungen über Staatengrenzen hinweg ansteigen. Es sollte politisch selbstverständlich sein, dass wir die Menschen bei uns aufnehmen, die vor den Folgen des von uns erzeugten Klimawandels flüchten müssen. (…). VPOD-Migrationskommission.
VPOD Schweiz, 14.5.2020.
VPOD Schweiz > Migration. Klimawandel. VPOD Schweiz, 2020-05-14.
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11.05.2020 Schweiz
Kinder
VPOD Schweiz

Arbeitsbedingungen
Kinderbetreuung
Volltext
Tag der Kinderbetreuung. Tag der Kinderbetreuung - es braucht nicht nur Beifall, sondern Geld! Der Tag der Kinderbetreuung soll dazu beitragen, die Leistungen und die Arbeitsbedingungen der Kinderbetreuer*innen in Kitas und Tagesfamilien ins öffentliche Bewusstseins zu bringen und die gesellschaftliches Bedeutung dieser Arbeit in den Fokus zu rücken. Er findet international schon seit mehreren Jahren immer am Montag nach dem Muttertag statt, dieses Jahr am 11. Mai. Breiten Kreisen ist diese Jahr zum ersten Mal richtig bewusst geworden, wie wichtig die familienergänzende Kinderbetreuung für die Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Alltags ist. Es ist deutlich geworden, dass das Missverhältnis von öffentlicher Aufgabe und privater Lösung den berechtigten Erwartungen der Gesellschaft nicht gerecht wird. Es braucht daher grundsätzlich eine klare, langfristige Unterstützung durch die Politik: Die familienergänzende Kinderbetreuung muss als Teil des Bildungssystems verstanden und wie dieses behandelt werden. Sie muss für die Eltern kostenlos sein. Betreuungseinrichtungen müssen durch öffentliche Gelder finanziert werden und Non-Profit-Organisationen sein. Der VPOD fordert 1% vom BIP für die Kinderbetreuung im vorschulischen Bereich (bis 4 Jahre). Diese Zahl beruht auf den Empfehlungen des Netzwerk Kinderbetreuung der EU, der OECD, und Unicef. (…).
VPOD Schweiz, 11.5.2020.
VPOD Schweiz > Kinderbetreuung. Arbeitsbedingungen. VPOD Schweiz, 2020-05-11.
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11.05.2020 Schweiz
Bildung
Personen
VPOD Schweiz
Christine Flitner
Gesundheitsschutz
Kindertagesstätten
Volltext
Kitas und Schulen - Das Personal muss geschützt werden. Abstandsregeln sind in der Kita nur schwer umsetzbar. Mit der Wiedereröffnung der Schulen und dem „Hochfahren“ der Kinderbetreuung stellen sich Fragen zum Schutz des Personals und der Kinder. Vielen Betroffene haben Sorgen und Bedenken, weil alle wissen, dass Abstandsregeln mit Kindern nicht wirklich eingehalten werden können. Es ist in den letzten Wochen deutlich geworden, dass viele Fragen rund um den Schutz vor dem Corona-Virus bisher nicht beantwortet werden können. Die Wiedereröffnung der Schulen, die mit der Öffnung der Kinderbetreuung für alle einhergeht, wird daher von vielen Betroffenen mit Sorgen und Bedenken gesehen. Allen Beteiligten muss klar sein, dass Abstandsregeln von 2 Metern in der Arbeit mit Kindern nicht eingehalten werden können. Von älteren Kindern kann man erwarten, dass sie die Distanz zu den Erwachsenen einhalten. Einem Kindergartenkind oder noch jüngeren Kindern beim Zuknöpfen der Jacke zu helfen oder Essen zu geben, ohne ihm nahe zu kommen, ist aber nicht möglich und wäre auch pädagogisch unsinnig. Ausserdem ist der Wiedereinstieg nach der zweimonatigen Pause für kleinere Kinder fast wie ein Neubeginn – das Betreuungspersonal ist auch dadurch jetzt ganz besonders gefordert. Entgegen den ausdrücklichen Empfehlungen der Fachleute und des VPOD wurde die Beschränkung der Gruppengrössen in Kitas vom Bundesamt für Gesundheit inzwischen aufgehoben. (…). Christine Flitner.
VPOD Schweiz, 11.5.2020.
Personen > Flittner Christine. Kita. Gesundheitsschutz. VPOD Schweiz, 2020-05-11.
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09.05.2020 Schweiz
Emigranten
Personen
VPOD Schweiz
Johannes Gruber
Coronavirus
Emigranten
Volltext
MigrantInnen während der Corona-Krise. Am 9. Mai tauschten sich die Mitglieder der VPOD-Migrationskommission an einer Videokonferenz über die spezifischen Probleme von Migrant*innen während der Corona-Krise und entsprechenden Handlungsbedarf aus. An einer Videokonferenz diskutierten Mitglieder der Migrationskommission die Auswirkungen der Corona-Krise auf Migrant*innen. Oft sind sie es, die zuerst ihre Stelle verlieren. Die Arbeitslosigkeit bedeutet für sie oft auch die Erfahrung von Armut, da keine finanziellen Rücklagen vorhanden sind, der Zugang zu Sozialversicherungen versperrt ist und Sozialhilfe aus Angst vor Verlust der Aufenthaltsbewilligung nicht bezogen werden kann. Die Migrationskommission wird in den nächsten Tagen zu diesem Thema eine offizielle Stellungnahme verabschieden. Auch zum "Challenge for Future" der Klimabewegung wird die Migrationskommission am 15. Mai eine Resolution beschliessen, denn der Klimawandel entzieht vielen Menschen die Lebensgrundlagen an ihren angestammten Orten und nötigt sie zu Flucht und Auswanderung. Die Migrationskampagne des VPOD "Gleiche Rechte für alle!" wird in den nächsten Wochen und Monaten fortgeführt. Nach Verschiebung der Abstimmung über die "SVP-Begrenzungsinitiative" auf den 27. September stehen zurzeit die Arbeits- und Lebensbedingungen während der Corona-Krise im Fokus der Kommissionsarbeit, gerade von prekären MigrantInnen wie Geflüchteten und Sans-Papiers. (…). Johannes Gruber.
VPOD Schweiz, 9.5.2020.
Personen > Gruber Johannes. Coronavirus. Emigranten. VPOD Schweiz, 2020-05-09.
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04.05.2020 Schweiz
NGO
VPOD Schweiz

Finanzen
NGO
Volltext
Leistungsverträge: NGO tragen das wirtschaftliche Risiko. Soziale Institutionen der Schweiz sind chronisch unterfinanziert. Daher springen oft NGOs in die Bresche und übernehmen als private Organisationen öffentliche Aufgaben. Aber: sie tragen dabei das volle wirtschaftliche Risiko. Die sozialen Institutionen des Staates und der Kantone sind unterfinanziert, das lässt sich nach Wochen der Covid-19-Massnahmen nicht mehr leugnen. Ebenso ist deutlich geworden, dass nicht die Mittel für eine bessere Finanzierung fehlen, sondern der politische Wille, der gemeinnützigen Arbeit im Allgemeinen den Stellenwert einzuräumen, der ihr zusteht. Gleich sieht die Situation aus bei den gemeinnützigen Nichtregierungsorganisationen (NGO), die im Auftrag des Staates, der Kantone oder der Gemeinden Aufgaben übernehmen, für die das Gemeinwesen – also die öffentliche Hand – die Verantwortung trägt. Auch sie sind, wie wir jetzt gerade feststellen können, systemrelevant. NGO unterstützen und beraten Menschen, für die das Leben aus diversen Gründen erschwert ist: Stellensuchende, Obdachlose, Geflüchtete, Migrant*innen, Opfer von häuslicher Gewalt, fremdplatzierte Kinder, pflegebedürftige Pensionär*innen, körperlich oder psychisch beeinträchtigte Personen, Menschen in Vollzugsprogrammen und viele mehr. Zu den Organisationen gehören unter vielen anderen Sprach-, Berufsbildungs- und Beratungseinrichtungen oder Organisationen für betreutes und begleitetes Wohnen. (…).
Salome Schärer.
VPOD Schweiz, 4.5.2020.
VPOD Schweiz > NGO. VPOD Schweiz, 2020-05-04.
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01.05.2020 Schweiz
1. Mai Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Tanja Lantz
1. Mai Schweiz
Volltext
Ein ganz gewöhnlicher 1. Mai? Zum ersten Mal in der Geschichte gab es heute am Tag der Arbeit keine Demos und keine Kundgebungen in der Schweiz. Zum Schutz der Gesundheit hiess es Abstand halten. Doch der 1. Mai steht seit 130 Jahren für Solidarität, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte. Wichtiger den je, wo sich alles dem Virus unterordnen muss. Die Dringlichkeit spüren wohl viele, den der 1. Mai wurde nicht nur digital und vor dem Bildschirm zelebriert. Es gab an vielen Orten kleine Aktionen, Transparente an Fassaden, Balkonaktionen und Lärmkonzerte. Viele und auch wir wollten zeigen: wir stehen zusammen im Kampf, im Herzen und im Gedanken aneinander. Die COVID-Krise bringt vieles an die Oberfläche: Menschen in den Tieflohnbranchen sind stark betroffen, stehen in Kurzarbeit und erhalten nur 80% ihres üblichen Lohnes. Viele Arbeitnehmende haben Mühe, sich und ihre Familien durchzubringen. Die Marginalisierten in der Gesellschaft, Menschen ohne Heimat, gültigen oder bewilligten Aufenthaltstatus, Geflüchtete, die zwischen Grenzen festsitzen werden in der Krise ignoriert oder vertröstet. Die Menschen, die in der Grundversorgung arbeiten gelten als „systemrelevant" und halten das Land am Laufen. Aber oftmals erhalten auch sie nicht die Wertschätzung, soziale Absicherung, Chancen und Löhne, die sie eigentlich verdienen. Vor allem diejenigen, die Menschen betreuen und pflegen, stehen seit Wochen in vordester Reihe, werden freundlich beklatscht, in den Himmel gehoben und vertröstet. (…).
Tanja Lantz.
VPOD Schweiz, 1.5.2020.
Personen > Lantz Tanja. 1. Mai Schweiz. VPOD Schweiz, 2020-05-01.
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28.04.2020 Schweiz
Personen
SGB
VPOD Schweiz
Katharina Prelicz-Huber
Kinderbetreuung
Medienkonferenz
Referate
Volltext
Koalition für Kinderbetreuung. Stellungnahme von Katharina Prelicz-Huber, Präsidentin VPOD, Mitglied Präsidialausschuss SGB, Nationalrätin (Grüne). Keine Kitakrise nach der Coronakrise! Die Massnahmen zur finanziellen Entlastung derBetreuungseinrichtungen sind nach wie vor ein Flickenteppich. Damit ist die Existenz der Betreuungseinrichtungen bedroht, und es führt dazu, dass Eltern zurzeit vielerorts die Aufrechterhaltung eines systemrelevanten Angebots ohne unmittelbare Gegenleistung finanzieren.Die Pandemie hat deutlich gemacht, dass die Betreuungseinrichtungen für Vorschulkinderwie für Schulkinder tragende Stützen unserer Wirtschaft und Gesellschaft sind. Die familienergänzende Kinderbetreuung ist Service Public und hat bei der Bewältigung der Pandemie eine wichtige Aufgabe, und Bund und Kantone sind in der Verantwortung – auch finanziell. Die Schweiz würde massiv Schaden nehmen, wenn am Ende der Corona-Krise das Betreuungsangebot aufgrund von Konkursen und Schliessungen massiv ausgedünnt wäre. Schon jetzt berichten viele Kitas von Vertragskündigungen, weil die Eltern die bekanntlich hohen Kosten der Betreuung nicht länger ohne Gegenleistung tragen wollen oder können. Auch bleiben die Neuanmeldungen aufgrund der unsicheren allgemeinen Lage aus und in vielen Kantonen rufen die Behörden sogar dazu auf, keine neuen Kinderin die Kitas zu bringen Kitas können ihre Kosten so nicht decken. Die Folgen liegen auf der Hand: Auch ein vorübergehender Rückgang bei den Plätze nwürde zu einem Rückgang der Erwerbstätigkeit bei den Frauen (erfahrungsgemäss (...). Katharina Prelicz-Huber,
VPOD Schweiz, 28.4.2020.
Personen > Prelicz-Huber Katharina. Kinderbetreuung. Referat. VPOD Schweiz, 2020-04-28.
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24.04.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Elvira Wiegers
Haushalthilfen
Volltext
Home care day: die häusliche Pflege und Betreuung wird sich selbst überlassen. Der heutige Home care day steht ganz im Zeichen der ambulanten Pflege und Betreuung. Dieser Bereich und das dort beschäftigte Personal wird gerade mit sehr schwierigen Situationen in Privathaushalten sich selbst überlassen. Aufgrund des teilweise fehlenden Schutzmaterials werden Personal und KlientInnen gleichermassen gefährdet. Zudem führt der chronische Personalmangel in diesem Bereich zu einer massiven Überbelastung vieler Angestellten. Der VPOD fordert Bund und Kantone auf, die Gesundheitsversorgung zu koordinieren und die ambulante Pflege und Betreuung, wo nötig, mit mobilen Pflegeteams zu unterstützen. Zur ambulanten Versorgung gehört auch die sogenannte 24-Std.-Betreuung. Hier kumulieren sich die Probleme noch mehr. Zum einen, weil viele Pendelmigrantinnen nicht einreisen können und damit keinen Anspruch auf einen Lohn haben. Der VPOD fordert, dass auch diese Betreuerinnen Anrecht auf Lohnersatz erhalten und dass die Haushalte bei der Versorgung betagter Angehöriger angemessen unterstützt werden. (…).
Elvira Wiegers.
VPOD Schweiz, F24.4.2020.
Personen > Wiegers Elvira. Hauspflege. VPOD Schweiz, 2020-04-24.
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13.04.2020 Schweiz
Kinder
VPOD Schweiz

Kinderbetreuung
Petition
Volltext
Keine Betreuungskrise nach der Coronakrise – Eltern, Personal und Betreuungseinrichtungen für faire Finanzierung. Bund, Kantone und Gemeinden müssen die Existenz der Einrichtungen der familien- und schulergänzenden Kinderbetreuung sichern und die Eltern von ihrer Beitragspflicht entlasten. Das fordern Eltern, Betreiber/innen und Mitarbeitende der Einrichtungen in einer gemeinsam initiierten Petition des Verbands Kinderbetreuung Schweiz, kibesuisse, und des VPOD, Verband des Personals öffentlicher Dienste, welche heute mit über 12’400 Unterschriften an die Mitglieder der SODK, die Kommissionsmitglieder der WBK-N und WBK-S und die Mitglieder der Parlaments übergeben wurde. Betreuungseinrichtungen unterstützen und damit Eltern von der Beitragspflicht entlasten. Die Massnahmen zur finanziellen Entlastung von Kindertagesstätten, Tagesfamilienorganisationen und schulergänzenden Tagesstrukturen sind nach wie vor ein Flickenteppich. Einige Kantone und Gemeinden haben nach wie vor gar keine oder zumindest keine zufriedenstellenden Regelungen kommuniziert. Damit wird nicht nur die Existenz der Betreuungseinrichtungen, sondern es führt dazu, dass Eltern zurzeit vielerorts die Aufrechterhaltung eines systemrelevanten Angebots ohne unmittelbare Gegenleistung finanzieren. Die Unterzeichnenden der Petition «Keine Betreuungskrise nach der Coronakrise» fordern, dass die Kantone und Gemeinden koordiniert mit dem Bund rasch klare und unbürokratische Finanzhilfen bereitstellen. (…).
VPOD Schweiz, 13.4.2020.
VPOD Schweiz > Kinderbetreuung. Petition. VPOD Schweiz, 2020-04-13.
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10.04.2020 Schweiz
VPOD Schweiz

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Endlich: Bundesrat schützt Risiko-Arbeitnehmende. Endlich hat der Bundesrat den unheilvollen Artikel 10c der Corona-Verordnung präzisiert, die bisher die Arbeitnehmenden auch dann zur Arbeit schickte, wenn sie einer Corona-Risikogruppe angehören. Der VPOD begrüsst die lange fällige Änderung. Der Bundesrat hat heute den Schutz für die gefährdeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wieder verstärkt - der VPOD begrüsst das. Neu gilt: "Der Arbeitgeber ist in der Pflicht, besonders gefährdete Personen von zu Hause aus arbeiten zu lassen, wenn nötig durch eine angemessene Ersatzarbeit." Wenn die Präsenz unabdingbar ist, muss der Arbeitgeber die betreffende Person durch Änderung der Abläufe oder des Arbeitsplatzes schützen. Wichtig ist die neue Möglichkeit eines Arbetinehmer-Vetos: "Eine besonders gefährdete Person kann eine Arbeit ablehnen, wenn sie die Gesundheitsrisiken als zu hoch erachtet." Dann muss der Arbeitgeber die betroffene Person unter Lohnfortzahlung freistellen. Er kann aber ein ärztliches Attest verlangen, dass die Zugehörigkeit zu einer (nicht welcher) Risikogruppe nachweist. Der VPOD ist befriedigt, dass die gewerkschaftliche Inrtervention endlich Wirkung gezeigt hat. Es wäre absurd, ausgerechnet den Gefährdeten die Beweislast aufzuerlegen - nach bisheriger Regelung hätten sie unter dem Risiko des Stellenverlusts die Behörden einschalten müssen. Insbesondere im Gesundheits- und Sozialbereich ist das neue Arbeitnehmer-Veto wertvoll. Auch der SGB ist erleichtert, dass gefährdete Arbeitnehmende nun nicht mehr dazu gezwungen werden können, zur Arbeit zu gehen. (…).
VPOD Schweiz, 10.4.2020.
VPOD Schweiz > Coronavirus. Gesundheitsschutz. VPOD Schweiz, 2020-04-10.
Ganzer Text
09.04.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Christine Flitner
Berufsbildung
Volltext
Lehrabschlussprüfungen für alle AbsolventIinnen gesichert! Aufatmen für die 75000 Jugendlichen, welche diesen Sommer ihre Lehrabschlussprüfung machen wollen: Sie alle sollen ihr Abschlusszeugnis erhalten, wenn sie über die entsprechenden Kompetenzen verfügen. Die zuständigen Stellen haben sich jetzt auf eine schweizweite Lösung geeinigt, die allen diesjährigen Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern ihren Berufsabschluss ermöglicht. Für die Überprüfung der praktischen Arbeit wird pro berufliche Grundbildung eine schweizweit durchführbare, für den jeweiligen Beruf passende Variante gewählt. Die schulischen Prüfungen in den Berufskenntnissen und der Allgemeinbildung finden nicht statt, hier zählen die Erfahrungsnoten. Die Sicherstellung der Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten ist oberstes Gebot. Der VPOD begrüsst die Entscheidung, auf die Erfahrungsnoten abzustellen und die theoretischen Prüfungen auszusetzen, da es den Druck auf alle Beteiligten (Schüler, Familien, Lehrer) in der aktuell ohnehin schwierigen Situation verringert. Die Noten der Ausbildungszeit sind eine zuverlässigere Beurteilungsgrundlage als eine einzelne Prüfung. Darüber hinaus ist der VPOD der Meinung, dass unter den gegebenen Umständen "Grenzfälle" flexibler als üblich behandelt werden sollen und Möglichkeiten wie z.B. eine Wiederholungsprüfung im Herbst und/oder ein erleichterter Zugang zur Wiederholung angeboten werden sollten. Manche Auszubildende erleben am Arbeitsplatz schwierige (…). Christine Flitner
VPOD Schweiz, 9.4.2020.
Personen > Flittner Christine. Berufsbildung. Lehrabschluss. VPOD Schweiz, 2020-04-09.
Ganzer Text
08.04.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Elvira Wiegers
Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Wir fordern Solidarität mit den Schwächsten und die Einhaltung ihrer Rechte. In den ersten Tagen der Pandemie hielt der Bund fest, dass gefährdete Personen unter Lohnfortzahlung beurlaubt werden können, falls sie ihre Arbeit nicht im Homeoffice erledigen können. Dies nach Einreichen einer persönlichen Erklärung. Der Arbeitgeber konnte seinerseits ein ärztliches Attest verlangen. Diese Regelung hat der Bundesrat am 20. März geändert: Gefährdete Personen können seither weiterhin zur Arbeit aufgeboten werden, sofern der Arbeitgeber die Schutzmassnahmen gewährleisten kann. Als solche gelten das Händewaschen und ein Sicherheitsabstand von zwei Metern zu anderen Menschen. Doch wer kontrolliert, ob die Schutzmassnahmen am Arbeitsplatz gewährleistet sind? Die zuständigen Arbeitsinspektorate sind bereits in normalen Zeiten überlastet. Tausende gefährdete Personen arbeiten heute tagtäglich im Gesundheitsbereich, so etwa in der häuslichen Pflege, in Alters- und Pflegeheimen oder in Krankenhäusern. Sie stehen oft in engem Kontakt mit COVID-PatientInnen, sei es in ihrer Funktion als FaGe, PflegehelferInnen, diplomierte Pflegefachfrauen oder Reinigungskräfte: "Wenn ich nicht gehe, werde ich gefeuert, und wenn ich gehe, riskiere ich meine Haut", hören wir von den Betroffenen. Dabei handelt es sich keineswegs um Einzelfälle. Täglich erreichen uns Hilferufe und Anfragen aus allen Regionen. Sie zeigen, dass die Arbeitgeber diese Regelung umfassend durchsetzen. Anbei ein paar Beispiele: (…). Elvora Wiegers.
VPOD Schweiz, 8.4.2020.
Personen > Wiegers Elvira. Coronavirus. Gesundheitsschutz. VPOD Schweiz, 2020-04-08.
Ganzer Text
07.04.2020 Schweiz
Personen
SGB
VPOD Schweiz
Reto Wyss
Coronavirus
Pflegepersonal
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Coronakrise: Das Arbeitsgesetz muss auch in den Spitälern weiter gelten. Gemeinsame Medienmitteilung der folgenden Organisationen und Verbände: Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB), Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD), Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte (vsao), Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK), Travail.Suisse und der Gewerkschaft Syna. In COVID-19-Spitalabteilungen sind die Vorschriften zu den Arbeits- und Ruhezeiten ausser Kraft gesetzt. Eine breite Koalition aus Verbänden der Arbeitnehmenden verlangt nun vom Bundesrat, auf seinen Entscheid zurückzukommen. Und macht einen Gegenvorschlag. Per 21. März hat der Bundesrat in COVID-19-Spitalabteilungen die Arbeits- und Ruhezeitvorschriften des Arbeitsgesetzes sistiert. Dieser Beschluss ist ohne vorgängige Information, geschweige denn Konsultation der Arbeitnehmenden im Gesundheitswesen gefällt worden. Die pauschale Ausserkraftsetzung von Arbeits- und Ruhezeitvorschriften ist für die unterzeichnenden Verbände nicht hinnehmbar. Gerade in Situationen ausserordentlicher Belastung bedarf es eines konsequenten Schutzes für das Gesundheitspersonal, denn mit dessen Wohlbefinden steht und fällt auch die erfolgreiche Bewältigung der aktuellen Krise. Die gesetzlich festgelegten Arbeits- und Ruhezeitvorschriften werden bereits seit Langem nur ungenügend eingehalten, weshalb eine Legitimierung dieser Praxis durch den Bundesrat gerade in der jetzigen Situation das völlig falsche Signal ist. Denn während sich viele Arbeitgeber weiterhin an das . (…).. Reto Wyss.
SGB, 7.4.2020.
Personen > Wyss Reto. Coronavirus. Pflegepersonal. SGB, 2020-04-07.
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02.04.2020 Schweiz
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VPOD Schweiz
Christoph Schlatter
Coronavirus
Sozialbereich
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VPOD fordert Schutz und Klarheit für den Sozialbereich. Der VPOD ist besorgt über den Umgang mit dem Coronavirus im Sozialbereich. Während das Gesundheitswesen im Fokus von Politik und Medien steht, sehen sich soziale Einrichtungen mit ihren Fragen und Problemen weitgehend alleingelassen – insbesondere im stationären Bereich, wo nicht, wie bei Beratungsdiensten, auf Telekommunikation ausgewichen werden kann. Menschen mit Unterstützungsbedarf müssen auch in Corona-Zeiten weiterhin betreut werden. Man kann sie weder auf die Strasse stellen noch einfach so zu ihren Eltern schicken, zumal wenn diese selbst schon im Grosselternalter sind. Häufig sind Klientinnen und Klienten sozialer Institutionen selbst Angehörige der Corona-Risikogruppen. Dennoch ist die Betreuung ohne körperliche Nähe je nach Art des Handicaps nur schwer oder gar nicht zu erbringen. Im Gegensatz zu den Spitälern, die Knowhow und Routine in solchen Fragen besitzen, fehlt es in sozialen Einrichtungen häufig an allem: an Material wie Schutzkleidung und Masken ebenso wie an Kenntnissen über den richtigen Umgang damit. Dass Personal, das selbst einer Risikogruppe angehört, in diesem Umfeld nicht eingesetzt werden kann, müsste eine Selbstverständlichkeit sein. Der Bundesrat hat aber nach über einer Woche geballten Protests von Arbeitnehmerseite den Artikel 10c der Covid-Verordnung 2 noch immer nicht korrigiert. In ihrer jetzigen Fassung wälzt die Verordnung die Verantwortung für die Einhaltung d (…). Christoph Schlatter.
VPOD Schweiz, 2.4.2020.
Personen > Schlatter Christoph. Coronavirus. Sozialbereich. VPOD Schweiz, 2020-04-02.
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02.04.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Christine Flitner
Homeoffice
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Der grosse Irrtum übers Homeoffice. Seit vielen Jahren wird Homeoffice als die Wunderwaffe zur Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit dargestellt. Ein riesiges Missverständnis. Aufgrund der aktuellen Epidemie machen nun breite Kreise erstmals Erfahrungen mit Homeoffice und stellen plötzlich fest, dass die Realität ganz anders ist als in Gleichstellungsbroschüren propagiert wird. Wer zuhause arbeitet, spart sich die Arbeitswege und kann den Tag eventuell etwas flexibler gestalten als im Betrieb. Er oder sie kann aber nicht gleichzeitig Kinder betreuen. Erstaunlicherweise gibt es aber nach wie vor breite Kreise, die das glauben. In der aktuellen Situation, in der die Kinder den ganzen Tag zuhause sind, eventuell noch ein schulisches Programm absolvieren müssen, den Computer dafür benötigen, wenige Aussenkontakte und kein Schulmittagessen haben, ist es völlig ausgeschlossen, dass sich ein Erwachsener gleichzeitig um die Bedürfnisse der Kinder kümmert und seine Berufsarbeit erledigt. Erwerbsarbeit und Kinderbetreuungszeiten müssen daher auch im Homeoffice klar getrennt werden, und wer keine andere Betreuungsmöglichkeit für seine Kinder hat, muss von der Arbeit freigestellt werden. Bei der Arbeit im Homeoffice stellen sich weitere Fragen: Wer zahlt meinen Lohn, wenn ich die Kinder betreuen muss? Bin ich versichert? Kann ich auf meinem eigenen Laptop arbeiten?, und andere mehr. Ein Informationsblatt des VPOD gibt Auskunft zu Fragen rund ums Homeoffice.
Christine Flitner.
VPOD Schweiz, 2.4.2020.
Personen > Flittner Christine. Homeoffice. VPOD Schweiz, 2020-04-02.
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01.04.2020 Schweiz
VPOD Schweiz

Coronavirus
Kindertagesstätte
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Endlich eine Lösung für die Kitas! Die Kitas hängen aufgrund der Corona-Krise in der Luft und fürchten um ihre Existenz. Mit einem offenen Brief hat sich der VPOD daher an den Bund und die Konferenz der Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK gewandt. Jetzt scheint endlich Bewegung in die Sache zu kommen. Der Bundesrat hat in der COVID-19 Verordnung 2 Art. 5 Abs 3 und 4 die Kantone dazu verpflichtet, ein Betreuungsangebot aufrecht zu erhalten für Kinder, die nicht privat betreut werden können. Die Umsetzung wurde jedoch den Kantonen überlassen. Die Kantone setzten die Vorgaben uneinheitlich um – mit unklaren Kostenfolgen für Eltern und Kitas. Manche schlossen die Krippen ganz, stellen jedoch eine Notbetreuung zur Verfügung (z.B. Basel-Stadt, Fribourg, Genf, Solothurn u.a.), andere änderten nichts am bestehenden Angebot (z.B. Aargau) und die dritten haben bestimmte Personalkategorien festgelegt, die ihre Kinder noch bringen dürfen (z.B. Zürich), geben aber keine Auskunft darüber, wer nun für die Elternbeiträge aufkommt.. Dazu kommen die Aufrufe vieler Kantone, die Eltern sollten die Kinder doch nach Möglichkeit «freiwillig» aus der Kita nehmen. Das führt zu der widersprüchlichen Situation, dass Eltern von Kita-Kindern, welche den behördlichen Empfehlungen folgen, zwar keinen Lohnersatz erhalten (da die Einrichtungen ja offen sind), eventuell auch keinen Lohn (da sie ihre Kinder betreuen müssen), aber dennoch Elternbeiträge zahlen sollten. Das ist für viele Eltern finanziell gar nicht möglich. (…).
VPOD Schweiz, 1.4.2020.
VPOD Schweiz > Kindertagesstaette. VPOD Schweiz, 2020-04-02.
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26.03.2020 Schweiz
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VPOD Schweiz
Elvira Wiegers
Coronavirus
Spitalpersonal
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Arbeitsgesetz: Bundesrat stösst Spitalpersonal vor den Kopf. Das Spitalpersonal appelliert an den Bundesrat, die Aufweichung des Gesundheitsschutzes zurückzunehmen. Über 40'000 Menschen unterzeichneten in kürzester Zeit die Petition. Doch der Bundesrat stellt sich taub. Der Entscheid des Bundesrates vom vergangenen Freitag, die wichtigsten Bestimmungen des Arbeitsgesetzes in den mit COVID-PatientInnen überlasteten Spitälern mit sofortiger Wirkung auszusetzen, hat das Spitalpersonal und die Bevölkerung mobilisiert. Der VPOD (Verband des Personals öffentlicher Dienste) hat Anfang Woche eine Online-Petition lanciert, welche den Bundesrat auffordert, seine Entscheidung rückgängig zu machen. In knapp zwei Tagen unterzeichneten schweizweit über 40’ 000 Menschen diesen Appell und setzten damit ein deutliches Zeichen für den Schutz des Spitalpersonals. Sie alle haben verstanden, dass der Schutz des Personals eine wichtige Voraussetzung ist für den Schutz von uns allen. Bei der heutigen Pressekonferenz gab Bundesrat Parmelin sogar auf konkrete Nachfragen nur ausweichende Antworten zu diesem Thema. Der Appell von 40'000 Personen zum Schutz des Spitalpersonals stiess auf taube Ohren. Der Bundesrat weigert sich, den gesetzlichen Rahmen des Arbeitsgesetzes zum Schutz des Spitalpersonals beizubehalten. (…).
Elvira Wiegers.
VPOD Schweiz, 26.3.2020.
Personen > Wiegers Elvira. Coronavirus.. Pflegepersonal. VPOD Schweiz, 2020-03-26.
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