Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 15

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20.06.2019 Schweiz
Frauen
Personen
WOZ
Noemi Landolt
Frauenstreik
Volltext
Schluss mit dem Patriarkater! Die Frauenstreik-Bewegung entwickelte eine Wucht, die man(n) nicht mehr ignorieren kann. Der Satz klingt verrückt, doch in meinem Kopf drehte er an diesem Tag Kreise: „Ich wusste nicht, dass es in der Schweiz so viele Frauen gibt.“ Natürlich weiss ich, dass auch hierzulande, so wie fast überall auf der Welt, gut fünfzig Prozent der Bevölkerung Frauen sind. Nur kriegt man das nicht wirklich mit, nicht im öffentlichen Raum, nicht wenn man die Zeitung aufschlägt oder den Fernseher anschaltet, wenn man ins Parlament hineinschaut, in die Teppichetagen, die Literaturfestivals, überall dort, wo jemand die Klappe aufmacht und etwas vermeintlich Wichtiges zu sagen hat. Seit letztem Freitag, dem Frauenstreik vom 14. Juni 2019, wissen wir, dass es mehrere Hunderttausend Frauen gibt, die wirklich etwas zu sagen haben, die wütend sind, die genug haben von Lohnungleichheit und Sexismus, von prekären Arbeitsbedingungen, der Geringschätzung von unbezahlter Arbeit, von Diskriminierung und sexualisierter Gewalt. Hunderttausende Frauen, die auch solidarisch sind. Es protestierten junge und alte Frauen, wie zum Beispiel jene Frau, die im Rollstuhl an die Demo in Zürich kam und – geschoben von einem Mann – ein Schild in den Händen hielt: „Jahrgang 1929. Es eilt!“ Es kamen Archäologinnen und Hebammen. Katholikinnen, Musliminnen und Anarchistinnen. Busfahrerinnen und Kita-Mitarbeiterinnen. Hausfrauen, Migrantinnen, Bio-Schweizerinnen, Politikerinnen. Mütter, Grossmütter, Enkelinnen, (…). Noemi Landolt.
WOZ, 20.6.2019.
Personen > Landolt Noemi. Frauenstreik. WOZ, 2019-06-20.
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13.06.2019 Schweiz
Frauen
Personen
WOZ
Ruth Dreifuss
Noemi Landolt
Interview
Volltext
Wahlen
„Wir müssen wohlwollende Bürokratinnen sein“. Altbundesrätin Ruth Dreifuss ist in die AHV verliebt, hat aber nichts gegen eine Rentenaltererhöhung bei den Frauen. Lohn für Hausarbeit begegnet sie mit Skepsis und den Status von Sans-Papiers hält sie für ein Problem, das man nicht negieren könne – ausser man heisse Mario Fehr. WOZ: Frau Dreifuss, wie haben Sie den 14. Juni 1991 erlebt? Ruth Dreifuss: Ich war unter den Organisatorinnen des Streiks, seit morgens um fünf waren wir gespannt, haben Informationen ausgetauscht, wo etwas passiert. Und wie Sie wissen, war dieses Etwas sehr bestimmt, mit klaren Forderungen, und andererseits sehr fröhlich und fantasievoll. Es war ja eine Wette, ob auch ausserhalb der Gewerkschaftskreise Frauen und Männer mobilisiert werden können. Später am Tag war ich als Vertreterin der Arbeiterinnen und Arbeiter an der Internationalen Arbeitskonferenz in Genf. Zu meiner grossen Freude waren mehrere internationale Sekretärinnen da, ebenfalls in lila Kleidung. Während der Pause von 13 bis 15 Uhr gingen wir spontan zu einer Quartierdemo. Zwei Jahre später war Christiane Brunner Bundesratskandidatin der SP, das Parlament wählte jedoch Francis Matthey an ihrer Stelle. Nach einer Woche mit lautstarken Protesten aus der Frauenbewegung zog sich Matthey zurück. Die SP stellte Sie als zweite Kandidatin auf, und Sie wurden schliesslich zur zweiten Schweizer Bundesrätin in der Geschichte gewählt. Hatten Sie Ihre Wahl Christiane Brunner zu verdanken? Ich wäre (…). Noëmi Landolt.
WOZ, 13.6.2019.
Personen > Landolt Noemi. Dreifuss Ruth. Interview. WOZ, 2019-06-13.
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14.06.2018 Schweiz
Personen
Versicherungen
WOZ
Noemi Landolt
Überwachung
Versicherungen
Volltext
Versicherungsspione. Wie der Delfin im Thunfischnetz. Nicht nur mutmassliche VersicherungsbetrügerInnen werden von Detektiven observiert. Auf den Aufnahmen sind unweigerlich auch Verwandte und FreundInnen der Verdächtigten zu sehen. Was ist mit ihrer Privatsphäre? „Stefanie Müller und ihr Mitbewohner im Baugeschäft. (...). Müller und ihr Mitbewohner vor einem Regal mit Bodenbelägen. Müller und ihr Mitbewohner im roten Toyota“, steht in einem Artikel der „Republik“. In einem Beitrag der „Rundschau“ wiederum sieht man „Bettina“ im Café mit einer Freundin und „Bettina“ beim Spaziergang mit ihrer Schwester. Es gab in den letzten Wochen immer wieder Medienberichte über Menschen, die von Sozialversicherungen überwacht wurden. Mit auf den Aufnahmen der Detektive nicht .nur die Verdächtigten selbst, sondern auch ihre Freundinnen, Mitbewohner und Angehörige. „Beifang“ nennt man das. Wie der Delfin im Thunfischnetz. Kein Problem fürs BSV. Das von der Versicherungslobby im Parlament durchgepeitschte Gesetz zur Überwachung von Versicherten, gegen das nun das Referendum zustande gekommen ist, legalisiert nicht nur massive Eingriffe in die Privatsphäre von mutmasslichen VersicherungsbetrügerInnen, , sondern unweigerlich auch in jene ihrer Angehörigen. Man könnte jetzt sagen: Das liegt in der Natur der Sache, der Überwachung, dass immer auch Leute davon betroffen sind, die selbst gar nicht unter Verdacht stehen. Kollateralschaden sozusagen. (…). Noemi Landolt.
WOZ, 14.6.2018.
Personen > Landolt Noemi. Versicherungen. Überwachung. WOZ, 2018-06-14.
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16.02.2017 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
WOZ
Noemi Landolt
Abstimmung
Einbürgerung
Volltext
Erleichterte Einbürgerung. Tous ceux qui sont ici. Erleichterte Einbürgerung Ja – juhu! Die Zeiten sind so beschissen, dass man sich schon über minimalste Fortschritte freuen muss, wenn man sich links der Mitte überhaupt mal freuen können will. Doch dass im Jahr 2017 überhaupt noch über so eine Vorlage abgestimmt werden musste, ist ein Armutszeugnis. Progressiv geht anders. Gerade wenn man sich so gerne als urdemokratisch darstellt, als Land, wo Volkes Stimme eben noch zählt. Wer ist dieses Volk, wenn nicht jene, die hier leben und arbeiten, Steuern und AHV-Beiträge bezahlen, Kinder oder Geschäfte grossziehen, heiraten, sich scheiden lassen? Gehörte ihnen nicht auch eine Stimme, selbst wenn sie mal nicht freundlich grüssen, irgendwann gegen ein Gesetz verstossen haben, arbeitslos oder (noch schlimmer!) von der Sozialhilfe abhängig werden? In Schweden beispielsweise werden bei einer Einbürgerung weder Sprach- noch Landeskenntnisse getestet, und auch der Strafregisterauszug muss nicht blütenrein sein (siehe WOZ Nr. 5/2017). Exknackis einbürgern, die kein Wort Schwedisch sprechen? Ist Schweden des Wahnsinns? Hält eine Demokratie das aus? Sie hält es nicht nur aus, sondern erfreut sich bester Gesundheit. Je mehr Leute mitreden und über Gesetze bestimmen können, von denen sie selbst betroffen sind, desto eher ist es eine Demokratie. In der Schweiz kann sich neu ab 2018 nur noch einbürgern lassen, wer über eine Niederlassungsbewilligung (C-Ausweis) verfügt. Die Anforderungen an Integration und Sprachkenntnisse steigen weiter an. Mal abgesehen davon, dass – wie jüngst eine Studie des (…). Noëmi Landolt.
WOZ, 16.2.2017.
Personen > Landolt Noemi. Einbürgerung. Abstimmung. WOZ, 2017-02-16.
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29.09.2016 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
WOZ
Noemi Landolt
SBB
Stellenabbau
Volltext
Kein Schwein mehr am Bahnhof. Die SBB kündigen den grössten Stellenabbau ihrer Geschichte an. Mani Matter wäre nicht erfreut. In Mani Matters Lied sind die Züge stets schon abgefahren oder noch nicht angekommen. Was es aber bei ihm gibt am Bahnhof, sind Menschen: jene, die warten, aber eben auch einen Bahnhofvorsteher mit Mütze und einem Weichensteller mit schwarzen Händen. Wovon würde Matter heute singen? Das Lied der Bahnhöfe, wo keine Sau da ist, um eine Frage zu klären, die der Billettautomat nicht beantworten kann? Das Lied eines Staatsbetriebs im Fitnessstudio? Und was ist schon wieder ein Bahnhofsvorstand? Wer das noch weiss, gehört vermutlich zu jener Generation von Menschen, die ihre Zugbillette nicht mit dem Smartphone kauft - und somit auch nicht zur gewünschten Kundschaft der SBB. Fit und schlank. Letzte Woche haben die SBB das grösste Sparprogramm ihrer Geschichte angekündigt. Die Massnahme ist Teil eines grösseren Pakets mit dem vielsagenden Namen „RailFit20/30“. Fit bedeutet: 1,2 Milliarden Franken einsparen und bis im Jahr 2020 1400 Stellen abbauen. 200 davon im Verkauf, da immer mehr Menschen ihre Tickets sowieso im Internet, per Handy oder an den Automaten bezögen. 250 weitere Stellen werden in der Verkehrssteuerung gestrichen, die weitgehend automatisiert sei. Die sorgt über eine Zentrale für einen zuverlässigen Betrieb und die Behebung von Störungen. „Langfristig zahlt sich das nicht aus, die Retourkutsche kommt bald“, prophezeit Manuel Avallone von der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV). Noemi Landolt.
WOZ, 29.9.2016.
WOZ > SBB. Stellenabbau. WOZ, 2016-09-29.
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14.04.2016 Le Locle
Partei der Arbeit
Personen
WOZ
De la Reussille
Noemi Landolt
Interview
Partei der Arbeit
Stadtpräsident
Volltext
Durch den Monat mit Denis de la Reussille. Teil 2. Wo ist das Porträt von Che Guevara? Denis de la Reussille hegte eigentlich nie politische Ambitionen. Doch schon als Jugendlicher trat er der Partei der Arbeit bei und protestierte gegen eine neue Rutschbahn in der Badi von La Chaux-de-Fonds. WOZ: Monsieur de la Reussille, in der radikalen Linken gibt es ja immer auch eine gewisse Skepsis Exekutivämtern gegenüber, weil man dabei Kompromisse eingehen muss. Sie sind seit zwanzig Jahren in der Stadtregierung von Le Lode. Kennen Sie diese Angst? Denis de la Reussille: Ein Teil der radikalen Linken befürchtet tatsächlich, ihre Prinzipien zu verraten, wenn sie ein Exekutivamt einnimmt. Die Partei der Arbeit in der Romandie vertrat jedoch stets die Meinung, dass wir wo immer möglich Verantwortung übernehmen sollten. Aber darf ich eine Frage beantworten, die Sie mir gar nicht gestellt haben? Schiessen Sie los. Vor ein paar Jahren konnten wir die Ergänzungsleistungen auf Gemeindeebene erhöhen. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir das entgegen dem nationalen Trend und dem ganzen Missbrauchsdiskurs geschafft haben. Viele vor allem ältere Menschen haben sich bei uns bedankt, da sie wieder ein Geschenk für ihre Enkel kaufen konnten. Sie sind seit sechzehn Jahren Stadtpräsident, seit letztem Herbst Nationalrat. Haben Sie weitere politische Ambitionen? Nein, die hatte ich nie. Ich bin ja in La Chaux-de-Fonds geboren und aufgewachsen und engagierte mich dort in der PdA. Nach Le Locle bin ich nur des Fussballs wegen gekommen. Und dann fragte mich die PdA, ob ich für das Stadtparlament kandidiere. Mit Foto. (…). Noemi Landolt.
WOZ, 14.4.2016.
Personen > Landolt Noemi. Interview Denis de la Reussille. WOZ, 2016-04-14.
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07.04.2016 Le Locle
Partei der Arbeit
Personen
WOZ
De la Reussille
Noemi Landolt
Interview
Partei der Arbeit
Stadtpräsident
Volltext
Gönnt Ihnen Ihre Partei keine Lohnerhöhung? Der Kommunist Denis de la Reussille ist Stadtpräsident von Le Locle im Neuenburger Jura. Seine eigene Partei, die Partei der Arbeit, kämpfte mit einem Referendum gegen die Lohnerhöhung für ihren Genossen und seine Regierungskollegen. Denis de la Reussille: „In Spanien hat Podemos übrigens auch die Löhne ihrer Exekutivmitglieder gesenkt. Es geht um grundlegende politische Prinzipien.“ WOZ: Monsieur de la Reussille, Sie sitzen seit Herbst für die PdA, die Partei der Arbeit, im Nationalrat und sind seit sechzehn Jahren Stadtpräsident von Le Locle. Die Bevölkerung hat dort am Wochenende über die Gehaltserhöhung für Sie und die anderen Mitglieder der Stadtregierung abgestimmt und diese abgelehnt. Sind Sie enttäuscht? Denis de la Reussille: Nein, überhaupt nicht. Mein Lohn hat mir in den letzten sechzehn Jahren ein gutes Leben ermöglicht. Das wird auch weiterhin so sein. Während in Baden oder Biel die Senkung der Löhne der Gemeindepräsidenten gefordert wird, wollte das Parlament von Le Locle den Lohn der Stadtregierungsmitglieder erhöhen. Ist das nicht aussergewöhnlich in Zeiten, in denen alle den Gürtel enger schnallen? Absicht des Stadtparlaments war es, unser Pensum von fünfzig auf achtzig Prozent zu erhöhen, damit wir mit Kantonsbehörden und Vertretern anderer Städte auf Augenhöhe verhandeln können. Die Lohnerhöhung wäre damit einhergegangen. Ihre eigene Partei hat dagegen das Referendum ergriffen… Es war die Basis der PdA, die das Referendum ergriffen hat. (…). Noëmi Landolt. WOZ, 7.4.2016.
Personen > Landolt Noemi. Interview Denis de la Reussille. WOZ, 2016-04-07.
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22.10.2015 Schweiz
Nationalratswahlen
Personen
WOZ
Noemi Landolt
Nationalratswahlen
Volltext
Die neuen Köpfe. Ade Mörgeli, hallo Meyer. Der neue Nationalrat verzeichnet ein paar beunruhigende Neuzugänge. Es gibt aber auch erfreuliche Gesichter, unter anderem aus der Westschweiz. Wir wollen nicht allzu viele Worte verlieren über die Abgewählten: Tschüss, Christoph Mörgeli (SVP/ZH) und Hans Fehr (SVP/ZH), adieu, Ex-Autopartei-Sesselschnarcher Roland Borer (SVP/SO) und Geissbock-Zottel-Hirt Ernst Schibli (SVP/ZH). Vermissen werden wir sie wahrhaftig nicht. Ganz im Gegensatz zu Aline Trede (Grüne/BE), die mit ihren Vorstössen zu diversen Themen von Elternurlaub bis Überwachungstechnologien auch dem neuen Parlament gutgetan hätte - bietet dieses doch durchaus Grüselpotenzial. Insbesondere wenn wir den Kopf nochmals nach rechts drehen, so weit rechts, wie es nur geht. Dann sehen wir Andreas Glarner (SVP/AG): Auf seiner Website schreibt Glarner von einer bedrohten Schweiz, die in wenigen Jahrzehnten umgeben sein werde von muslimischen Staaten (Frankreich, Deutschland). Der Slogan seines Wahlkampfs (illustriert mit blutigem Messer und IS-Symbolik): „Kopf hoch statt Kopf ab!“ Die ebenfalls neu gewählte Mattea Meyer (SP/ZH) wird also alle Hände voll zu tun haben, wenn sie sich wie bisher im Zürcher Kantonsrat ebenso für Sans-Papiers wie für Steuergerechtigkeit starkmachen möchte. Denn an Glarners Seite stehen Leute wie Erich Hess (SVP/BE), unermüdlicher Kämpfer gegen das Berner Terroristen- und Chaotennest Reitschule und gerngesehener Gast in satirischen Fernsehformaten (…). Noemi Landolt.
WOZ, 22.10.2015.
WOZ > Nationalratswahlen. Wahlergebnisse. WOZ, 22.10.2015.
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07.11.2014 Schweiz
Bundesgericht
Personen
Syndicom-Zeitung
Noemi Landolt
Gewerkschaftsrechte
Hausfriedensbruch
Volltext
Die Gewerkschaft darf in die Betriebe. Das Bezirksgericht Bülach bestätigte kürzlich das Zutrittsrecht der Unia auf einer Baustelle im Kanton Zürich. Auf dieses Urteil können sich die Schweizer Gewerkschaften stützen. Für die Arbeitgeber wird es schwieriger, die Gewerkschaften zu kriminalisieren und bei ihrer Arbeit zu behindern. Strafanzeigen wegen Hausfriedensbruchs sind ein grosses Problem für GewerkschaftssekretärInnen. Im Vorfeld von Protestaktionen besuchen sie die Betriebe, um die Arbeiterinnen über den aktuellen Stand von Vertragsverhandlungen zu informieren und für Kundgebungen zu mobilisieren. Andere Besuche dienen der Überprüfung der vertraglich ausgehandelten Lohn-, Sicherheits- oder Gesundheitsbestimmungen. Kommen die Chefs, geben die GewerkschafterInnen in der Regel ihre Personalien an, manchmal werden sie dann aber trotz der in der Verfassung festgehaltenen Gewerkschaftsrechte angezeigt. So geschehen in Bülach. Nach Baustellenbesuchen der Unia zwischen November 2011 und Juni 2012 hatten zwei Baufirmen sowie ein Hotelbesitzer Anzeige erstattet. Die FunktionärInnen hatten die Baustelle nach Aufforderung der Bauleitung nicht verlassen bzw. gegen schon ein bestehendes Hausverbot verstosen, heisst es in der Anklageschrift. (…).
Noemi Landolt.
Syndicom-Zeitung, 7.11.2014.
Syndicom-Zeitung > Gewerkschaftsrechte. Bundesgericht. Syndicom-Zeitung, 7.11.2014.
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28.08.2014 Zürich
Personen
Unia Schweiz
WOZ
Noemi Landolt
Hausfriedensbruch
Koalitionsfreiheit
Verfassung
Volltext
Es muss möglich sein, Missstände vor Ort aufzudecken. Fünf Unia-SekretärInnen verteidigen sich vor Gericht gegen eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch. Ein neues Rechtsgutachten kommt zum Schluss, dass ein Verstoss gegen ein Hausverbot rechtmässig sein kann - nicht nur bei einem Streik. Zumeist verlaufen Besuche von GewerkschafterInnen problemlos: Bauarbeiter im März 2012 auf einer Baustelle in Höngg, Zürich. „Das Zutrittsrecht ist existenziell für die Gewerkschaftsarbeit“, sagte ein Gewerkschaftssekretär im Zeugenstand. Vor dem Bezirksgericht in Bülach sitzen am vergangenen Montag fünf seiner KollegInnen, vorgeworfen wird ihnen (teils mehrfacher) Hausfriedensbruch. Solche Anzeigen sind ein grosses Problem im Alltag von GewerkschaftssekretärInnen. Im Vorfeld von Protestaktionen besuchen sie Baustellen, Spitäler oder Restaurants, um die ArbeiterInnen über den aktuellen Stand von Vertragsverhandlungen zu informieren und für Kundgebungen zu mobilisieren. Steht keine Protestkundgebung an, dienen die Besuche der Überprüfung der vertraglich ausgehandelten Vorschriften bezüglich Lohn-, Sicherheits- oder Gesundheitsvorkehrungen. Kommen die Chefs, so geben die verantwortlichen GewerkschafterInnen in der Regel ihre Personalien an, manchmal werden sie dann trotz in der Verfassung festgehaltener Gewerkschaftsrechte angezeigt. (…). Noëmi Landolt.
WOZ online, 28.8.2014.
WOZ > Hausfriedensbruch. Unia. WOZ online, 28.8.2014.
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08.05.2014 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
WOZ
Noemi Landolt
Mindestlohn-Initiative
Rüstung
Volltext
Gripen und Mindestlohn. Guter alter Kalter Krieg. Wer die Diskussionen über die Abstimmungsvorlagen vom 18. Mai zum Mindestlohn und zum Gripen-Kampfjet mitverfolgt, wähnt sich bisweilen um Jahrzehnte zurückversetzt. Die Gripen-BefürworterInnen kultivieren das Bild der Schweiz als wehrhafter Kleinstaat, der seinen Wohlstand gegen Neider zu verteidigen hat, und beschwören den alten Ost-West-Konfiikt wieder herauf. Russland als Gefahr für die schweizerische Souveränität erhält sogar ein eigenes Kapitel im aktuellen Lagebericht des Nachrichtendiensts des Bundes. Die bewaffneten Auseinandersetzungen in der Ostukraine kommen da nicht ungelegen. „Manchmal braucht es solche Ereignisse, damit uns wieder bewusst wird, dass Sicherheit ein sehr wichtiges Gut ist“, sagte Ueli Maurer am letzten Samstag im „Tages-Anzeiger“. Wenn er nicht gerade Interviews gibt, ist Major Maurer dieser Tage auf Gripen-Werbetour unterwegs mit grüner Giesskanne und einem Miniaturchalet ohne Dach, um zu illustrieren, was der Schweiz drohe, wenn keine neuen Kampfjets gekauft würden. (…). Noemi Landolt.
WOZ, 8.5.2014.
WOZ > Abstimmungen 18.5.2014. WOZ, 8.5.2014.
Ganzer Text
25.02.2010 BS Kanton
Abstimmungen Schweiz
Personen
Noemi Landolt
Forschung
Gentechnologie
"Für das Seelenheil der Forschung". Volksabstimmung vom 7. März. Mit der Vorlage "Forschung am Menschen" scheinen fast alle zufrieden. Für den Basler Appell gegen Gentechnologie aber ist die Verfassungsänderung nicht akzeptabel. WOZ: Am 7. März stimmen wir darüber ab, ob die Forschung am Menschen wie bisher auf Kantonsebene oder auf Verfassungsebene geregelt sein soll. Der Basler Appell gegen Gentechnologie empfiehlt die Ablehung des Artikels. Weswegen? (...). Interview. Mit Foto. Noemi Landolt. WOZ. Donnerstag, 25.2.2010
12.02.2009 Zürich
Alternative Liste
Flüchtlinge
Personen
SP Zürich
Noemi Landolt
Gesundheitsschutz
Tuberkulose, staatlich gefördert. Asyl und Gesundheitsversorgung. Die Menschenrechtsgruppe Augenauf warnt: In Schweizer Asylunterkünften und Gefängnissen nehmen Tuberkuloseerkrankungen zu. Wie gravierend sind die Mängel bei der medizinischen Versorgung von Flüchtlingen? In einem Postulat verlangen die Zürcher KantonsrätInnen Markus Bischoff (AL), Marcel Burlet und Julia Gerber Rüegg (beide SP) diese Woche einen unabhängigen Untersuchungsbericht zur medizinischen Situation im Flughafengefängnis Kloten sowie zur Seuchenprävention insbesondere bei Tuberkulose-Erkrankungen. (...). Noemi Landolt. WOZ 12.2.2009
08.01.2009 Zürich
Hausbesetzung
Personen
Sans-Papiers
Noemi Landolt
Bleiberecht
Sans-Papiers
Die Kraft der Schützlinge. Zürcher Kirchenbesetzung. Die Aktion war nicht nur bemerkenswert, weil sie die unhaltbare Zürcher Härtefallpraxis publik machte. Sondern auch, weil sich die Flüchtlinge in einer Basisbewegung selbst wehrten. Beobachtungen in der Prediger- und der St.-Jakobs-Kirche. Es war ein ungewöhnliches Bild, das sich am vergangenen Sonntag und in den Wochen davor jeden Morgen in der Zürcher Predigerkirche bot. Ein Haufen verschlafener Menschen in Wollsocken und langen Unterhosen, die durch die Kirche schlurften, Schlafsäcke zusammenrollten, Decken falteten. Irgendwo dazwischen die Sigristin, die daran erinnerte, dass in einer Viertelstunde die Orgel- und Gesangsprobe beginne. (...). Foto Florian Bachmann. Noemi Landolt. WOZ 8.1.2009
04.09.2008 Schweiz
Personen
Flüchtlinge
Noemi Landolt
Asylgesetz
Petit à petit: Es lohnt sich, zu kämpfen. Asylbewegung. Wo liegen die Probleme, was sind die Perspektiven? Eine Montage von Gesprächen aus dem lokalen Widerstand, von Lausanne über Zürich nach St. Gallen. (…). Mit Foto. Noemi Landolt. WOZ 4.9.21008
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