Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 59

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05.12.2018 Schweiz
Personen
SGB
Pierre-Yves Maillard
Giorgio Tuti
Präsident
SGB
Volltext
Der SGB ist bereit. Es spricht für unsere Gewerkschaftsbewegung, dass sich für Paul Rechsteiners Nachfolge zwei sehr gute Kandidaten beworben haben. Sowohl Barbara Gysi als auch Pierre-Yves Maillard hatten das ideale Profil, um den SGB zu präsidieren. Bevor ich auf die künftigen Herausforderungen unseres Dachverbandes eingehe, möchte ich kurz auf Paul Rechsteiners Präsidentschaft zurückblicken. 20 Jahre lang hat er den SGB mit Fingerspitzengefühl, Weitsicht und absoluter Integrität geführt. Er wusste die Politik in den Dienst der Gewerkschaften zu stellen, um die Lebensbedingungen der Beschäftigten und Pensionierten zu verbessern. Dass der SGB heute ein wichtiger politischer Akteur ist, ist auch Paul Rechsteiners Wirken in den letzten 20 Jahren zu verdanken. Dazu gehörte diesen Sommer sein entschiedenes Nein zur Teilnahme an einem runden Tisch über ein Rahmenabkommen mit der Europäischen Union auf Kosten des Lohnschutzes. Die Kämpfe, die ich an Paul Rechsteiners Seite ausgefochten habe, gehen mit Pierre-Yves Maillard weiter. In seiner ganzen Wahlkampagne für das SGB-Präsidium hat unser Waadtländer Kollege immer wieder unterstrichen, wie wichtig Gewerkschaftsarbeit bei der Basis und in den Betrieben ist. Diese Botschaft war ihm aufgrund seiner Erfahrung als Gewerkschaftssekretär beim SMUV wichtig. Unermüdlich hat er gewerkschaftliche und politische (…).
Giorgio Tuti, Präsident SEV und Vizepräsident SGB
SGB, 5.12.2018.
Personen > Tuti Giorgio. SGB. Präsident. SGB, 2018-12-05.
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28.08.2018 EU
Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
Flankiierende Massnahmen
Interview
Volltext
Europäische Union und flankierende Massnahmen. „Rote Linien“ nicht antasten. Die Gewerkschaften werden an den Verhandlungen mit der EU zu den Flankierenden Massnahmen für den freien Personenverkehr nicht teilnehmen. Erläuterungen von Giorgio Tuti, Präsident SEV. Aus welchem Grund lehnen es die Gewerkschaften ab, an den Verhandlungen zu den Flankierenden Massnahmen (FlaM) teilzunehmen? Giorgio Tuti: Der Abbau des Arbeitnehmerschutzes ist nicht verhandelbar! Der Bundesrat hat bei der Frage der FlaM immer eine „rote Linie“ als nicht verhandelbar deklariert. Und auf einmal erklärt Aussenminister Ignazio Cassis im Juni, dass er für eine Lockerung dieser Massnahmen einsteht. Im Anschluss haben wir ein Arbeitsdokument von Johann Schneider-Ammanns Wirtschaftsdepartement (WBF) erhalten, das den Lohnschutz gesamthaft infrage stellt. Natürlich ist die EU eine Liberalisierungsmaschinerie, doch es sind diese beiden FDP-Bundesräte, die nun an den Flankierenden Massnahmen rütteln. Wer die „rote Linie“ zerstört, betreibt Verrat an unseren Arbeitnehmenden. Der Lohnschutz ist nicht mehr garantiert. Das ist indiskutabel! Der SGB nimmt deshalb nicht an den Verhandlungen teil. Um welche Massnahmen handelt es sich konkret? Es gibt die besagte „8-Tage-Regel“, die nun hinterfragt wird. Diese verpflichtet ausländische Unternehmen, ihre in der Schweiz tätigen Mitarbeitenden acht Tage vor deren Einsatz zu melden. Diese Frist braucht es, (…). Yves Sancey, chf.
SEV, 28.8.2018.
Personen > Tuti Giorgio. Flankierende Massnahmen. SEV. 2018-08-28.
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08.08.2018 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
Lohndumping
Transport
Volltext
Kein Abbau der Flankierenden Massnahmen zum Schutz der Schweizer Löhne! GAV und Kontrollen gegen Dumping: Beispiel Strassentransport. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) hat am 8. August an einer Medienkonferenz klargestellt, dass er an den von Bundesrat Schneider-Ammann geplanten Verhandlungen zu den Flankierenden Massnahmen nicht teilnehmen wird. Denn Schneider-Ammann ist offenbar bereit, den Schweizer Lohnschutz nicht nur zu schwächen, sondern der EU-Kommission und dem Europäischen Gerichtshof eine Mitsprache dabei einzuräumen. Giorgio Tuti, Präsident SEV und Vizepräsident SGB, erklärte, warum der Lohnschutz zum Beispiel beim Strassentransport auf keinen Fall geschwächt werden darf. Redetext von Giorgio Tuti an der SGB-Medienkonferenz (es gilt das gesprochene Wort): Im Strassengütertransport herrscht international ein erbitterter Wettbewerb. Umso wichtiger, dass die in der Schweiz geltenden Schutzbestimmungen dort nicht aufgeweicht werden. Nur so können einheimische Transport- und Logistikunternehmen auf dem Markt bestehen, ohne ihre Mitarbeitenden auszubeuten. Ein Blick hinter die Kulissen des liberalisierten Europäischen Verkehrsmarkts enthüllt, dass es in ganz Europa bei den Sozial- und Arbeitsstandards abwärts geht. Grenzenlose Mobilität führt zu grenzenloser Ausbeutung. Die Entwicklungen in der Transportwirtschaft sind ein bitteres Beispiel dafür, welche Konsequenzen uneingeschränkter Wettbewerb und eine fehlende soziale Integration für die
SEV > Lohndumping. Strassenransport. SEV, 2018-08-08.
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01.05.2018 St. Gallen
1. Mai
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
1. Mai
Referate
Volltext
1. Mai-Rede von Giorgio Tuti, Präsident SEV und Vizepräsident SGB, in St. Gallen. (Es gilt das gesprochene Wort.). Liebe Kolleginnen und Kollegen. Der internationale Tag der Arbeit ist der Tag der Mobilisierung der Arbeitnehmenden und der ganzen Bevölkerung. Der Tag, an dem wir unsere Stimmen laut werden lassen für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen und gegen die zunehmenden Attacken auf die bisherigen Errungenschaften der Arbeiterbewegung. Worum geht es mir heute? Zum Beispiel um die Bekämpfung der Lohndiskriminierung der Frauen. Seit über dreissig Jahren steht die Gleichstellung der Geschlechter in der Bundesverfassung. Seit über zwanzig Jahren ist die Lohngleichheit ausdrücklich im Gleichstellungsgesetz vorgeschrieben. Und doch verdienen Frauen nach wie vor gut 18% weniger als Männer. Fast die Hälfte davon, nämlich 7,4%, sind reine Lohndiskriminierung. Das ist schlicht und einfach ein Skandal! Wie immer, wenn es um die Beseitigung einer für viele kommoden Diskriminierung geht, setzt die bürgerliche Politik auf Freiwilligkeit. Freiwilligkeit heisst, dass niemand muss. Das Resultat: Nur die wenigsten Firmen haben sich am freiwilligen Lohngleichheitsdialog beteiligt. Geändert hat sich punktuell etwas, der Rest bleibt ein Skandal. Nun hat selbst der Bundesrat gesehen, dass das nicht viel bringt. Aber seine Massnahme ist wiederum nur ein kleines Schrittchen. Grosse Unternehmen (…). Giorgio Tuti.
SEV, 1.5.2018
Personen > Tuti Giorgio. 1. Mai 2018. Referat. SEV, 2018-05-01.
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10.10.2017 Schweiz
ETF Europ. Transport-Föderation
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Giorgio Tuti
ETF Europ. Transport-Föderation
Interview
Präsident
Volltext
Interview mit Giorgio Tuti nach 100 Tagen als Präsident der ETF-Eisenbahnsektion. „Ich kämpfe gegen Dumping!“ Seit 100 Tagen steht SEV-Präsident Giorgio Tuti der-Eisenbahnsektion der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF) vor. Das ist ein guter Grund, die heissen Themen der Eisenbahnpolitik genauer zu betrachten. Giorgio, wie fühlst du dich nach 100 Tagen an der Spitze der ETF-Eisenbahnsektion? Ich fühle mich wohl an der Seite meines Steering Committees, das aus 8 Personen besteht, die sehr gute Zusammenarbeit leisten. Das habe ich während unserer Retraite vom 4. und 5. Juli bemerkt, wo wir gemeinsam unsere Arbeitsweise festgelegt und die Aufgaben verteilt haben. Das Klima war sehr kollegial und konstruktiv. Wir sind ein echtes Team – das ist mir sehr wichtig. Mit welchen Problemen hat das Personal der europäischen Eisenbahnen zurzeit vor allem zu kämpfen? Für die Arbeit der ETF-Eisenbahnsektion wurden am ETF-Kongress Ende Mai in Barcelona drei Prioritäten festgelegt: der Kampf gegen Privatisierung und Liberalisierung, das Bekämpfen von Sozialdumping und den Schutz der Arbeitnehmenden einerseits und der Eisenbahn andererseits. Das Steering Committee hat jetzt einen Aktionsplan erstellt, den die Eisenbahnsektion am 30. November diskutieren wird. Woraus besteht dieser Aktionsplan? Kannst du uns Einblick in die wichtigsten Punkte gewähren? Der Fokus liegt natürlich auf den Prioritäten, die ich eben aufgezählt habe. Der Plan ist in drei Phasen unterteilt: In einem ersten Schritt werden die schlimmsten Dumping-Praktiken in Europa – also Dumping bei Lohn, Arbeitszeit und (…). Vivian Bologna, Karin Taglang.
Personen > Tuti Giorgio. ETF. Interview. SEV, 2017-10-10.
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25.09.2017 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
Mitgliederbewegung
Volltext
Mitglieder werben Mitglieder. Liebe Kollegin, Lieber Kollege. Heute setze ich mich vor die Tastatur, um mich mit dir über die Werbung zu unterhalten. „Wie bitte – schon wieder?“, wunderst du dich vielleicht. Es stimmt, der SEV spricht dieses Thema mehrmals pro Jahr an und wendet sich dabei direkt an seine Mitglieder. Warum? Weil die Devise immer noch lautet: «Mitglied wirbt Mitglied». Das ist eine Riesen-Chance, denn du bist unser bester Botschafter, unsere beste Botschafterin. Niemand kennt die kollektiven und individuellen Vorteile einer SEV-Mitgliedschaft besser als du selbst. Dennoch bleibt die Mitgliederwerbung eine grosse Herausforderung, denn es ist nicht selbstverständlich, dass Milizgewerkschafterinnen und -gewerkschafter Neumitglieder anwerben. Wir wollen unsere Gewerkschaft stärken. Der Vorstand SEV hat entschieden, dich als Werber/in zu belohnen. Für jedes Neumitglied, das du geworben hast, erhältst du bis zu 200 Franken Prämien. Zusätzlich zu den bisher üblichen 50 Franken Werbeprämie kommen Reka-Checks im Wert von 100 Franken, die in allen Reka-Ferieneinrichtungen gültig sind, z.B. im Parkhotel Brenscino. Als Mitglied von einem der Unterverbände VPT, AS, LPV und ZPV erhältst du weitere 50 Franken. Und das ist noch nicht alles! Wenn du ein Treffen mit Nichtmitgliedern organisierst, erhältst du zusätzliche Reka-Checks im Wert von 100 Franken. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, dir auf diesem Weg herzlich für dein unermüdliches Engagement zu danken und wünsche dir viel Erfolg im Job sowie im Privatleben. Giorgio Tuti,
SEV, kontakt.sev, 25.9.2017
SEV > Mitgliederwerbung. SEV, 2017-09-25.
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15.09.2017 Schweiz
AHV
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
AHV-Revision
Volltext
Giorgio Tuti : „ Wieso ein Ja zu Altersvorsorge 2020“. SEV-Präsident Giorgio Tuti ruft die Arbeiterinnen und Arbeiter auf, bei der Abstimmung vom 24. September beide Vorlagen zur „Altersvorsorge 2020" anzunehmen. „Umfragen zeigen, dass dieser Abstimmungskampf ein Kopf-an-Kopf-Rennen ist, bei dem jede Stimme zählt. Es ist wichtig, die Renten zu sichern!" „Altersvorsorge 2020“: eine komplexe Reformvorlage, die entscheidend für die Arbeitnehmenden ist. Mit dem Eintritt der „Babyboomer“ ins Rentenalter droht der AHV ein Defizit, und wie wir wissen haben die Pensionskassen Mühe, das Rentenniveau garantieren zu können. Daher hat der Kongress des SEV im Mai dem Positionspapier «Sozialpolitik» mit grossem Mehr zugestimmt – und damit auch die Altersvorsorge 2020 unterstützt. Der SEV engagiert sich mit Nachdruck für ein doppeltes Ja am 24. September. Denn die Vorlage bringt wichtige Verbesserungen für die Arbeitnehmenden, indem sie die AHV stärkt. Neurentner erhalten monatlich 70 Franken mehr, Ehepaare bis 226 Franken. Während die Gegner sich vor allem gegen eine Erhöhung der AHV sträuben, die in ihren Augen zu solidarisch ist, verteidigt die Gewerkschaftsbewegung seit längerem diese Aufwertung der ersten Säule. Und die Frauen, die 38% aller AHV-Beiträge bezahlen, erhalten 56% ihrer Leistungen. Das heisst, dass diese Reform auch für sie wichtig ist, trotz der Erhöhung des Frauenrentenalters von 64 auf 65 Jahre. Denn auch wenn dies ein negativer Aspekt ist, so gilt es doch, das Reformpaket in (…). Giorgio Tuti.
SEV, kontakt.sev., 15.9.2017.
Personen > Tuti Giorgio. AHV-Revision. SEV, 2017-09-15.
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30.05.2017 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
Kongress
Referate
Volltext
Rede des Präsidenten SEV. Giorgio Tuti: „SBB, BLS, SOB, rauft euch zusammen!“ Giorgio Tuti eröffnete den Kongress mit einem Appell an SBB, SOB und BLS, zur Fernverkehrskonzession eine Einigung zu finden, um deren folgenreiche Aufteilung zu verhindern. Er kritisierte die Liberalisierungspolitik der EU und des Bundesamts für Verkehr (BAV) und rief dazu auf, am 24. September die Altersvorsorge 2020 anzunehmen. Giorgio Tuti analysierte die Folgen der EU-Liberalisierungspolitik zuerst beim Luftverkehr: „Hier sind heute über 50 Prozent der Arbeitsverhältnisse atypisch“, erklärte Tuti und verwies auf die vielen temporär und befristet Angestellten und Scheinselbstständigen bis hin zu den „Pay-to-Fly-Piloten“: Dies sind bereit, für ihre Arbeit zu bezahlen, weil sie auf ein Soll von Flugstunden kommen müssen für ihre Lizenz, was gewisse Airlines ausnützen: „Das ist ein Skandal!“ Auch im Strassenverkehr führt die Deregulierung zu prekären Arbeitsbedingungen: „Schweizer Chauffeure verdienen im Schnitt 4800 Franken pro Monat, deutsche rund 1500 Euro und bulgarische 215 Euro, bei 57,5 Stunden pro Woche. Es gibt auch Chauffeure, die pro Kilometer bezahlt werden statt pro Monat oder Stunde, damit sie im Stau nichts kosten. Das ist Sklaverei!“ Die Beispiele stammen aus einer Untersuchung der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF), deren Sektion Eisenbahn Giorgio Tuti seit diesem Frühling präsidiert. „Auch bei der Bahn wird überall gedrückt. In Deutschland vermitteln über 120 Leiharbeitsfirmen Personal an die (…). Alberto Cherubini, Markus Fischer
SEV kontakt, 30.5.2017.
Personen > Tuti Giorgio. Referat SEV-Kongress 2017. SEV, 2017-05-30.
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05.04.2017 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Syndicom
Uber
Unia Schweiz
Giorgio Tuti
SBB
Uber
Volltext
Unia, SEV und Syndicom verstärken Druck auf Post und SBB. Keine Zusammenarbeit mit Dumping-Uber! Der Fahrdienstanbieter Uber verletzt mit Steuer- und Sozialdumping Schweizer Recht. Trotzdem hat ihn die Post in ihre Reiseplaner-App eingebunden, und die SBB will bald dasselbe tun. Dagegen protestierten am 4. April die betroffenen SGB-Gewerkschaften Unia, SEV und Syndicom mit Flyern in mehreren Städten und mit einer Aktion samt Medienkonferenz vor den Hauptsitzen von SBB und Post in Bern. In Bern-Wankdorf erklärte SEV-Präsident Giorgio Tuti, warum der SEV eine Zusammenarbeit der SBB mit Uber strikt ablehnt: Die SBB will die Mobilität der Zukunft gestalten und hat dafür eine Reiseplaner-App entwickelt, mit deren Hilfe man individualisierte Reisen von Tür zu Tür mit dem jeweils günstigsten, schnellsten oder den individuellen Bedürfnissen angepassten Transportmitteln planen und buchen kann. Leider ist die SBB der Meinung, dass die Mobilität der Zukunft auch von unsozialen Unternehmen, die weder Steuern zahlen noch das Schweizer Recht einhalten, erbracht werden kann. Die SBB geniesst einen beachtlichen Rückhalt in der Bevölkerung, was sicherlich auch damit zusammenhängt, dass Schweizerinnen und Schweizer wissen, dass die SBB eine Arbeitgeberin ist, welche die Sozialpartnerschaft lebt und sich an die gesetzlichen Bestimmungen der Schweiz hält. Kein SBB-Gütesiegel für Uber! Wenn die SBB den US-Konzern Uber in ihre Reiseplaner-App integriert und damit auch Werbung für diese (…). Giorgio Tuti, Präsident SEV.
SEV kontakt, 5.4.2017.
Personen > Tuti Giorgio. Uber. SBB. SEV, 2017-04-05.
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22.03.2017 Schweiz
ETF Europ. Transport-Föderation
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Markus Fischer
Giorgio Tuti
ETF Europ. Transport-Föderation
Präsident
Volltext
Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF). „Nach der Wahl schlief ich noch besser“. Am 9. März ist Giorgio Tuti an die Spitze der Eisenbahnsektion der ETF gewählt worden. Der SEV-Präsident blickt in unserem Interview auf diese Wahl zurück und nach vorne auf die Herausforderungen, die ihm dieses neue Amt in den nächsten vier Jahren bringen wird. Gross ist die Zahl der Gewerkschaften, die davon träumen, ihren Präsidenten an der Schlüsselstelle eines Dachverbandes zu platzieren. Nach dem ETF-Kongress von Ende Mai in Barcelona wird Tuti quasi als höchster Eisenbahngewerkschafter Europas amten. Wie hat er diese Wahl erlebt? Giorgio, hast du in der Nacht vor der Wahl gut geschlafen? Ja, und in der Nacht danach noch besser (lacht). Auch wenn du der einzige offizielle Kandidat warst, war diese Wahl nicht nur eine Formalität… Es handelte sich um eine wirkliche Wahl. Niemand hat gegen mich gestimmt oder sich der Stimme enthalten. Diese Einstimmigkeit macht natürlich Freude, bedeutet aber auch einen gewissen Druck, denn ich stehe nun gegenüber jenen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben, in der Schuld. Worauf ist dieses Vertrauen zurückzuführen? Einerseits auf meine klaren Positionsbezüge in den letzten Jahren im Exekutivausschuss der ETF und in der Eisenbahnsektion. Andererseits auf das Image des SEV in Europa. Die Arbeit, die unsere Gewerkschaft in der Schweiz leistet, insbesondere in der Verkehrs- und Vertragspolitik, hat einen guten Ruf und Auswirkungen auf nationaler und internationaler Ebene. Der SEV ist glaubwürdig, das hat meine Kandidatur begünstigt. Geholfen hat mir (…). Vivian Bologna, Markus Fischer.
SEV, 22.3.2017.
Personen > Tuti Giorgio. Präsident ETF. SEV, 2017-03-22.
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09.03.2017 Schweiz
ETF Europ. Transport-Föderation
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
ETF Europ. Transport-Föderation
Präsident
Volltext
Giorgio Tuti an der Spitze der europäischen Bahngewerkschaften. Der Präsident der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) Giorgio Tuti wurde heute Donnerstag, 9. März, zum Präsidenten der Eisenbahnsektion der europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF) gewählt. Tutis oberstes Ziel ist es, den sozialen Dialog in der Eisenbahnbranche wiederzubeleben. Die Delegierten der Europäischen Transportarbeiterföderation wählten am Donnerstag, 9. März, Giorgio Tuti zum Präsidenten der ETF-Eisenbahnsektion. „Ich bin sehr glücklich über diese Wahl. Die europäischen Gewerkschaften haben mir ihr Vertrauen geschenkt und das freut mich ausserordentlich“, sagt Giorgio Tuti, 53-jährig. Nach seinem Amtsantritt am ETF-Kongress in Barcelona vom 22. bis 26. Mai wird er die Leitung der Sektion übernehmen und die Verhandlungsdelegation der Arbeitnehmerseite im sozialen Dialog anführen. Er will alles daran setzen, diese ins Stocken geratene Verhandlungsplattform wieder in Schwung zu bringen. „Um zu verhindern, dass der Preis für die Liberalisierung und den Wettbewerb von den Arbeitnehmenden bezahlt wird, sind flankierende Schutzmassnahmen unabdingbar“ plädiert Tuti. Die Sektion, welche Giorgio Tuti künftig präsidieren wird, besteht aus 83 Eisenbahngewerkschaften aus 37 europäischen Ländern mit rund 850‘000 Beschäftigten. Als ihr Präsident ist Tuti nun der oberste Bahngewerkschafter Europas. „Nach reiflicher Überlegung entschied ich mich für die Kandidatur, weil es auch für den SEV sehr wichtig ist, auf europäischer Ebene präsent zu sein und mitreden zu können“, begründet Tuti seinen Entscheid, (…).
SEV, 9.3.2017.
Personen > Tuti Giorgio. ETF. Präsident. SEV kontakt, 2017-03-09.
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06.03.2017 Schweiz
ETF Europ. Transport-Föderation
Personen
SEV Schweiz
Karin Taglang
Giorgio Tuti
ETF Europ. Transport-Föderation
Präsident
Volltext
Der SEV-Präsident kandidiert für das Präsidium der ETF-Eisenbahnsektion. Giorgio Tuti stellt sich zur Wahl. Giorgio Tuti ist seit acht Jahren Präsident im SEV. Jetzt kandidiert er für das Präsidium der Eisenbahnsektion in der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF). Die Wahl findet am 9. März statt. Wird Giorgio Tuti zum obersten europäischen Bahngewerkschafter? „Ich werde nicht nach Brüssel ziehen, falls ich gewählt werde. Der SEV bleibt mein Hauptgeschäft“, betont Giorgio Tuti gleich zu Beginn des Gesprächs mit kontakt.sev. Es war auch gar nicht sein Ziel, für das Präsidium der ETF-Eisenbahnsektion zu kandidieren, sondern er wurde von der deutschsprachigen Ländergruppe vorgeschlagen. „Später sicherten mir auch andere Länder wie zum Beispiel Frankreich, Belgien und die nordischen Länder ihre Unterstützung zu.“ Nach reiflicher Überlegung entschied er sich für die Kandidatur, da sie auch für den SEV wichtig ist. Tuti ist bereits heute im Exekutivausschuss der ETF, die in Brüssel angesiedelt ist. Die Eisenbahnsektion der Europäischen Transportarbeiter-Föderation besteht aus 83 Eisenbahngewerkschaften aus 37 europäischen Ländern und umfasst rund 850‘000 Beschäftigte. Das klingt nach viel Arbeit: „Konkret müsste ich als Präsident der ETF-Eisenbahnsektion die Sitzungen der Sektion leiten und mit den Mitgliedern der Sektion die Gewerkschaftsposition definieren“, erklärt Tuti. Zudem würde er die Verhandlungsdelegation im sozialen Dialog führen. Auf europäischer Ebene sei der soziale Dialog – die Verhandlungsplattform zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer – ins Stocken geraten. (…). Karin Taglang.
SEV, 6.3.2017.
Personen > Taglang Karin. ETF. Giorgio Tuti. SEV, 2017-03-06.
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09.11.2016 Schweiz
Personen
Service public
SEV Schweiz
Daniela Lehmann
Karin Taglang
Giorgio Tuti
DV
Service public
Volltext
Workshop
Delegiertenversammlung AS zum Thema „Service public – wie weiter?“ Die Delegiertenversammlung des Unterverbands AS am 25. Oktober stand im Zeichen des Service public. Giorgio Tuti, Präsident SEV, und Daniela Lehmann, Koordinatorin Verkehrspolitik, hielten einen Workshop zum Thema. Bevor sich die Delegierten dem Service public widmen konnten, mussten allerdings einige Traktanden abgehandelt werden. Die Delegierten nahmen das Budget 2017 und den Antrag, eine 20%-Stelle für eine/n Werber/in zu schaffen, an. Zudem wählten sie vier GAV-Ersatzdelegierte. Peter Käppler, Zentralpräsident AS, informierte über aktuelle gewerkschaftliche Themen: Bei Railfit20/30 hofft er auf Verhandlungen und forderte die Versammelten auf, sich aktiv um Neumitglieder zu bemühen, um den SEV bei den nächsten GAV-Verhandlungen zu stärken. Käppler bedauert, dass die Medien nicht über die AHVplus-Demo berichteten, weil diese zu kurz vor der Abstimmung stattfand. Die misslungene Mobilisierung bei den Stiftungsratswahlen der Pensionskasse SBB erwähnte er ebenfalls. Was ist Service public? Der Nachmittag war dem Service public gewidmet. Die beiden Gäste Giorgio Tuti und Daniela Lehmann lieferten die Service-public-Definition des Bundesrats als Diskussionsgrundlage und erläuterten die Regeln und Bedingungen. Tuti betonte vor allem, dass der Service public flächendeckend zugänglich sein muss, was stark mit der Finanzierung zusammenhängt. Problematisch wird es, wenn die Gewährleistung (…). Karin Taglang.
SEV, Unterverband Administration & Services, 9.11.2016.
SEV Schweiz > DV. Service public. SEV, 2016-11-09.
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28.09.2016 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Giorgio Tuti
SBB
Sozialabbau
Stellenabbau
Volltext
Railfit 20/30: Massive Stellenreduktion und Sozialabbau. SBB-Personal bezahlt Zeche. Die Massnahmen sind noch brutaler als erwartet: schlechtere Anstellungsbedingungen, weniger Service public, weniger für die Angestellten und die Pensionierten. So sieht die Vision Railfit 20/30 aus, mit der die SBB das Budget bis 2020 um jährlich 1,2 Milliarden senken und 1400 Stellen wegsparen will. Nicht akzeptierbar. Was die Direktion der SBB am letzten Donnerstag enthüllt hat, ist eine direkte Kampfansage gegen das Personal, dem die Direktion 0,8% weniger Lohn geben will, indem es die Risikoprämie der Pensionskasse selber tragen soll. Dabei steht dieser Entscheid gar nicht der Direktion zu, sondern dem paritätisch zusammengesetzten Stiftungsrat! Auch die 100-fränkigen Rail Checks, die die Pensionierten bisher erhielten, sollen wegfallen. Freude herrscht? Ausserdem will die SBB den GAV schwächen und 1400 Stellen streichen. Was wird aus dem Service public, wo bleibt die Sicherheit? Die Argumente der SBB. CEO Andreas Meyer begründete das Sparprogramm am 22. September in Bern mit der Notwendigkeit, die Fahrpreise sowie die Abgeltungen der Leistungsbesteller (Bund und Kantone) möglichst stabil zu halten oder gar zu senken, damit die Bahn gegenüber Auto, Fernbus und Lastwagen konkurrenzfähig bleibt. Denn die Bewältigung des Verkehrswachstums verursache hohe Kosten: Allein von 2016 bis 2020 investiere die SBB über 22 Mia. Franken ins Rollmaterial, in den Unterhalt und Ausbau der Infrastruktur (auch wegen des Behindertengleichstellungsgesetzes) und in Angebote wie (…). Giorgio Tutu, Präsident SEV. Markus Fischer.
SEV, kontakt, 28.9.2016.
Personen > Fischer Markus. SBB. Stellenabbau. SEV, 2016-09-28.
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26.09.2016 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
Abstimmung
AHVplus
Volltext
Eine Niederlage, die auch ein Zeichen ans Parlament ist. Initiative AHVplus wird mit 59,4 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Wir, die Gewerkschaften, wollten diese Abstimmung gewinnen. Die Volksinitiative AHVplus hätte allen Rentnerinnen und Rentnern dort eine Verbesserung gebracht, wo sie am meisten nützt: bei der AHV. Es sollte nicht sein. Das bürgerliche Lager, tatkräftig unterstützt von praktisch allen Medien und im Hintergrund befeuert von Banken und Versicherungen, die ihre Pfründen bei der zweiten Säule gefährdet sahen, hat eine Angstkampagne geführt. Ihre Argumente (die Erhöhung sei nicht zu bezahlen, die Generationensolidarität werde überstrapaziert) haben besser gewirkt als unsere. Die Niederlage hat sich abgezeichnet, denn unsere Mittel waren begrenzt. Dennoch sind die 40,6 Prozent Ja-Stimmen ein deutliches Zeichen ans Parlament. Es sind weit mehr als bloss die Stimmen des linken Lagers. Es ist schwierig, eine Initiative zu gewinnen. Deutlich einfacher ist es, ein Referendum zugewinnen. Erst recht mit einem solchen Resultat im Rücken. Dessen müssen sich die Parlamentarierinnen und Parlamentarier bewusst sein, wenn sie in diesen Tagen die Rentenreform behandeln. Zu dieser Reform wird es zweifellos eine Volksabstimmung geben, und dort hat niemand etwas zu verlieren, denn alles, was das Parlament plant, ist Abbau. Also aufgepasst: Wir sind bereit! Giorgio Tuti.
SEV, 26.9.2016.
SEV > AHVplus. Abstimmung. SEV, 2016-09-26.
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10.06.2016 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Peter Moor
Giorgio Tuti
Interview
Service public
Volltext
Die Abstimmung war nicht das Ende der Diskussion über den Service public. „Wir wollen eine menschliche Bahn“. Am Schluss war das Resultat deutlicher als weit herum erwartet. Die Initiative „Pro Service public“ wurde klar abgelehnt, besonders auch aus den Kreisen des betroffenen Personals. Dafür hat sich der SEV eingesetzt, und deshalb bleibt er nun auch am Thema dran, wie Giorgio Tuti im Interview bestätigt. Kontakt.sev: Giorgio Tuti, was war deine Reaktion, als du am Abstimmungssonntag die ersten Resultate hörtest? Giorgio Tuti: Zuerst war ich erleichtert, dass unsere Kampagne erfolgreich war, später war ich dann erstaunt über den Nein-Anteil, der aufgrund der Umfragen nicht so hoch zu erwarten war. Der SEV hat sich stark in der Abstimmungskampagne engagiert, unter anderem mit einem offenen Brief in mehreren Zeitungen, den du mitunterzeichnet hast. Das haben nicht alle Mitglieder verstanden, weil sie durchaus Sympathien für die Anliegen der Initianten hatten. Diese Sympathien waren das ganz grosse Missverständnis bei dieser Abstimmung! Was die Initianten sagten und was in ihrem Initiativtext stand, war bei weitem nicht dasselbe. Deshalb mussten wir unsern Mitgliedern, aber auch den Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs und der andern öffentlichen Dienste klar sagen: Man präsentiert euch hier eine Mogelpackung. Wäre es wirklich möglich gewesen, mit einem Ja die Schliessung von Poststellen und Bahnschaltern zu verhindern, dann hätten wir diese Initiative unterstützt – aber das tat sie eben nicht. Mit andern Worten: Die Initiative ist abgelehnt, die Sorgen bleiben bestehen? (…). Peter Moor, Interview.
SEV, 10.6.2015.
Personen > Moor Peter. Service public. Abstimmung. SEV, 2016-06-10.
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01.05.2016 Bern
1. Mai Bern
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
1. Mai
Referate
Volltext
1.-Mai-Rede von Giorgio Tuti, Präsident SEV und Vizepräsident SGB, auf dem Bundesplatz in Bern. „Wir müssen die AHV stärken, die für 2/3 der Leute das wichtigste Einkommen im Alter darstellt“. Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen. In diesem Haus – im Bundeshaus – betreibt man zurzeit eine Politik, die nicht aufgehen wird. Hier werden Steuergeschenke an Reiche beschlossen. Hier werden Steuergelder in die Armee und in die Landwirtschaft gesteckt und das nicht zu knapp. Gleichzeitig werden massive Sparübungen durchgezogen auf Kosten der Normalsterblichen, auf Kosten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, der Familien, der Jugend und der Rentnerinnen und Rentner. Diese Politik wird aber nicht aufgehen, denn das Volk wird sich dagegen wehren. Es wird sich auf der Strasse und an der Urne dagegen wehren. Das ist sicher! Nehmen wir als Beispiel die Renten. Nehmen wir die AHV – unsere AHV. Privatversicherer und Banken, bürgerliche Parteien, Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände versuchen seit Jahren die AHV schlecht zu reden, um sie zu verschlechtern. Man könnte sagen, dass sie es schon seit der Entstehung im Jahre 1948 probieren. Wie oft haben wir erlebt, dass diese Kreise unter dem Vorwand von Horrorszenarien versucht haben die AHV zu demontieren. Erhöhung des Rentenalters, Verschlechterung der Leistungen und das Kappen des Teuerungsausgleiches waren jeweils ihre Rezepte. Wir haben diese Pläne stets mit Referenden bekämpft und das auch erfolgreich. (…). Giorgio Tuti, Referat 1. Mai 2016 in Bern
SEV, 1.5.2016.
Personen > Tuti Giorgio. 1.Mai Bern. Referat. SEV, 2016-05-01.
Ganzer Text
31.03.2016 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
Interview
Service public
Volltext
Giorgio Tuti: „Wird die Initiative ‹Pro Service public› angenommen, bewirkt sie genau das Gegenteil dessen, was ihr Name verspricht.“ SEV bekämpft Initiative “Pro Service public” vehement. Der Name trügt: Der Service public würde geschwächt. Die grossen Gewerkschaften der öffentlichen Dienste sind gegen die Initiative mit dem attraktiven Namen „Pro Service public“. SEV, Syndicom und VPOD stehen ein für einen starken, gut organisierten öffentlichen Dienst, während sich die von Konsument/innen-Organisationen lancierte Initiative bei näherer Betrachtung als nicht zielführend, ja als Boomerang erweist. Giorgio Tuti, SEV-Präsident und Vizepräsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB, erklärt warum. kontakt.sev: Wieso ist diese Initiative abzulehnen? Giorgio Tuti: Zuerst möchte ich daran erinnern, dass die drei Service-public-Gewerkschaften des SGB nicht nur die Mitarbeitenden ihrer Organisationsbereiche mit gut vernehmbarer Stimme vertreten, sondern sich täglich und hartnäckig für den Erhalt und die Stärkung des Service public einsetzen. Die Volksinitiative „Pro Service public“ erweckt den Eindruck, das gleiche Ziel zu verfolgen und den öffentlichen Dienst stärken zu wollen. Doch in Wahrheit trifft dies nicht zu, sondern die von ihr vorgeschlagenen Massnahmen gehen in die falsche Richtung. Falsch in welchem Sinn? (…). Françoise Gehring, Markus Fischer.
SEV, 31.3.2016.
Personen > Tuti Giorgio. Interview Markus Fischer. SEV, 2016-03-31.
Ganzer Text
15.02.2016 Schweiz
Bundesverwaltungsgericht
Personen
SEV Schweiz
Peter Moor
Giorgio Tuti
Löhne
Lokomotivführer
Volltext
Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist nicht weitergezogen worden. Das Urteil, das nicht nur Lokführerlöhne sicher macht. Die Beschwerdefrist ist abgelaufen, und nun steht fest: Weder Crossrail noch das Bundesamt für Verkehr ziehen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts weiter. Der SEV hat also recht bekommen mit der Auslegung, was branchenüblich ist. Damit ist auch eine deutliche Klärung entstanden, was die Sicherung von Schweizer Löhnen gegenüber dem Druck aus dem Ausland betrifft. Der Rechtsstreit um die Lokführerlöhne der Crossrail in Brig ist vorerst beendet: Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ist nicht angefochten worden. Damit ist der Sachverhalt klar: Bahnunternehmen mit Sitz in der Schweiz sind verpflichtet, ihrem Personal die in der Schweiz üblichen Löhne zu bezahlen. Ausländische Löhne dürfen nicht mit einbezogen werden, wenn es darum geht festzulegen, wie hoch der branchenübliche Lohn ist. In den Worten des Bundesverwaltungsgerichts: „Massgebend für die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die Arbeitsbedingungen der Branche einhält oder nicht, sind die Verhältnisse bei den schweizerischen EVU.“ Politische Unterschiede brauchen Auslegung. In seinem Urteil geht das Bundesverwaltungsgericht auf die Entstehungsgeschichte der Artikel 8c und folgende des Eisenbahngesetzes ein. Erstmals geregelt wurde diese Frage im Rahmen der Bahnreform 1, Ende der 90er-Jahre. Damals gab es in den beiden eidgenössischen Räten eine Diskussion, ob „landesübliche“ oder (…). Peter Moor, Interview.
SEV, 15.2.2016.
Personen > Moor Peter. Bundesverwaltungsgericht. Löhne. SEV, 2016-02-15.
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20.11.2015 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Peter Moor
Giorgio Tuti
SBB
Stellenabbau
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SBB präsentiert zweistufiges Sparprogramm mit grossem Stellenabbau. SBB braucht mehr, nicht weniger Personal. Paukenschlag der SBB: Ihr Sparprogramm sieht bis 2020 den Abbau von über tausend Stellen vor; im Jahr 2030 will die SBB gar um20 Prozent billiger arbeiten als jetzt. Es hatte sich abgezeichnet: Im Sommer schrieb die SBB den Auftrag für eine „Gesamtkostenanalyse“ aus. Diesen Auftrag hat sie jetzt vergeben, und zwar an McKinsey, die Sanierungsfirma mit bekannter Vergangenheit als SBB-Abbauerin. Schöne Verpackung, grässlicher Inhalt. Aber die SBB mochte die Analyseresultate nicht abwarten und gab gleich auch bekannt, was beim Programm mit dem unsäglich beschönigenden Titel „Railfit 20/30“ herauskommen soll: Einsparungen von 550 Millionen Franken jährlich ab 2020, und von sagenhaften 1,75 Milliarden Franken jährlich ab 2030. Damit verbunden sei bis 2020 ein Stellenabbau in unbekannter Höhe, der aber über den bereits bekannten 900 Stellen liegen dürfte, gab SBB-Chef Andreas Meyer vor den Medien bekannt. Dank geschickter Verpackung schaffte es die SBB allerdings, dass die Medien praktisch nur die Zahl 900 verbreiteten. Doch der SEV wies umgehend darauf hin, dass bei diesen Vorzeichen zweifellos ein Abbau in vierstelliger Höhe zu erwarten sei. „Völlig unrealistisch“. Ein solcher Abbau ist für SEV-Präsident Giorgio Tuti völlig unrealistisch: „Angesichts des Angebotsausbaus, der der SBB bevorsteht, wird sie in den nächsten Jahren sicher nicht weniger, sondern deutlich mehr Personal (…). Peter Moor, Giorgio Tuti.
SEV kontakt.sev, 20.11.2015.
SEV > SBB. Stellenabbau. SEV, 20.11.2015.
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23.10.2015 Schweiz
Personen
Syndicom-Zeitung
Peter Moor
Giorgio Tuti
Interview
Jahresziele
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Das Interview zum Jahresanfang. Giorgio Tutis fünf freudige Tage im 2016. Vor dem SEV liegen sehr arbeitsintensive Monate, sowohl politisch als auch gewerkschaftlich. Präsident Giorgio Tuti freut sich darauf, mindestens fünf Erfolge feiern zu können. Kontakt.sev: Das Jahr 2016 hat 366 Tage; auf welchen freust du dich am meisten? Giorgio Tuti: Ich hoffe auf mehr als einen: Schon bald kommt der Tag, an dem wir uns freuen, dass wir die zweite Gotthard-Strassenröhre zugunsten des öffentlichen Verkehrs gebodigt haben. Es könnte ein weiterer folgen, wenn wir die schädliche Pro-Service-public-Initiative ablehnen. Und die Krönung wäre, wenn wir sagen könnten, dass wir eine 10-prozentige Rentenerhöhung für aktuelle und zukünftige Rentnerinnen und Rentner erreicht haben dank AHVplus. Das ist der politische Teil. Ich freue mich aber auch auf den Tag, an dem wir einen guten GAV mit der BLS haben abschliessen können, und dann gibt es auch noch den Tag, an dem wir sagen können, dass das Programm Railfit der SBB nicht so umgesetzt wird wie angekündigt, weil man nämlich die prognostizierte Zunahme des Verkehrs sicher nicht mit weniger Leuten bewältigen kann. Das wären fünf freudige Tage! Und welchen Tag hättest du am liebsten schon hinter dir? (zögert lange und lacht) Den Zahnarzttermin! Fast alles, was du genannt hast, fällt in die erste Jahreshälfte. Das gibt also eine sehr intensive Zeit. Wie will der SEV das bewältigen? (…). Peter Moor, Interview.
Syndicom-Zeitung, 23.10.2015.
Personen > Tuti Giorgio. SEV-Programm. Interview Peter Moor. Syndicom-Zeitung, 23.10.2015.
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09.06.2015 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Peter Anliker
Giorgio Tuti
Kongress
Referate
SEV
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Begeisternde Rede von SEV-Präsident Giorgio Tuti. Wie gerecht ist die Schweiz? Ein Rückblick auf Erreichtes und ein Ausblick auf die nächsten Ziele, das sind die Elemente der Kongressrede von Giorgio Tuti. Er wusste die Delegierten erneut zu begeistern. Was in den letzten zwei Jahren mit der gewerkschaftlichen Arbeit erreicht wurde, ist für alle Mitglieder im Sozialbericht nachzulesen. Trotzdem liess es sich Giorgio Tuti nicht nehmen, ein paar besonders wichtige Punkte noch speziell herauszugreifen. Ein politischer Erfolg, der zentral ist für die Zukunft des öffentlichen Verkehrs, konnte bei der FABI-Abstimmung erzielt werden. Der SEV hat hier massgeblich zum guten Ergebnis beigetragen. Gewerkschaftliche Erfolge konnten mit dem Abschluss von acht neuen Gesamtarbeitsverträgen erzielt werden: im touristischen Bereich, im Bus- und Nahverkehrsbereich, im Bahnbereich - teils nach langem und hartem „Bohren“, wie Tuti sagte. Erneuert wurden die GAV von SBB und SBB Cargo, Tuti zeigte sich „stolz auf die neuen Elemente“, die neuen Pensionierungsmodelle. Leider konnte bei der Abstimmung über zwei Initiativen kein Erfolg erzielt werden: Eine Zustimmung zur Mindestlohn-Initiative und zur 1:12-Initiative hätte die Schweiz „ein klein wenig gerechter gemacht“, stellte Tuti fest. Geld ist ungerecht verteilt. (…). Peter Anliker.
SEV, 9.6.2015.
Personen > Anliker Peter. Giorgio Tuti. SEV-Kongress 2015. SEV, 9.6.2015.
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01.05.2015 Zürich
1. Mai Zürich
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
1. Mai Zürich
Referate
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„Setzen wir uns ein für mehr Gerechtigkeit und gegen Ausgrenzung“. Die Schweiz ist so reich wie noch nie. Aber die Einkommen und Vermögen sind extrem ungleich verteilt, und die sozialen Gegensätze nehmen zu. Die Schere zwischen oben und unten öffnet sich weiter. Die Einkommensentwicklung der Topverdiener und der Normalverdiener klafft weit auseinander. Seit 1996 sind die Löhne des bestbezahlten Prozentes real um rund 40 Prozent gestiegen, während die tiefen und mittleren Löhne nur um 8 bzw. 12 Prozent zulegten. Berufsleute mit einer Lehre mussten sich mit weniger als 5 Prozent begnügen. Noch grösser als bei den Löhnen ist der Unterschied der Einkommensentwicklung im Rentenalter, denn die 2. und 3. Säule verlängern die Ungleichgewichte des Erwerbslebens ins Alter und verschärfen sie. Es kommt dazu, dass die AHV-Renten, gemessen an der wirtschaftlichen Entwicklung, immer mehr an Wert verlieren und nicht mit der Lohnentwicklung Schritt halten. Die AHV-Renten sind seit 1975 real nicht mehr erhöht worden, sondern lediglich in Anwendung des Mischindexes einigermassen der Teuerung angepasst worden. Statt korrigierend einzugreifen, hat die Politik die zunehmend ungleiche Lohnentwicklung noch verstärkt: Die obersten Einkommensschichten wurden vor allem bei den direkten Steuern entlastet, die unteren und mittleren Einkommen dagegen über Abgaben und insbesondere die Krankenkassenprämien deutlich mehr belastet. (…). Giorgio Tuti.
SEV, 1.5.2015.
Personen > Tuti Giorgio. 1. Mai Zürich 2015. Referat. SEV, 1.5.2015.
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26.01.2015 Schweiz
Gotthard-Tunnel
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
Gotthard-Tunnel
Referendum
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Erfolg für das Referendum: 125‘573 Unterschriften gegen den zweiten Gotthard-Strassentunnel eingereicht. Volles Rohr gegen die Röhre. In bloss drei Monaten haben 125 573 Stimmberechtigte das Referendum gegen den zweiten Autobahntunnel am Gotthard unterzeichnet. Die im Verein „Nein zur 2. Gotthardröhre“ zusammengeschlossenen rund 50 Organisationen, zu denen auch der SEV zählt, liessen 75‘731 Unterschriften beglaubigen. Die Einreichung wurde zum Fest für jene, denen die Respektierung des Volkswillens und der Verfassung am Herzen liegt. Vertreter aller Organisationen, die sich für die Unterschriftensammlung engagiert haben, trafen sich zum Einreichen der Unterschriften bei der Bundeskanzlei - unter ihnen auch die Spitze des SEV: Präsident Giorgio Tuti, Vizepräsidentin Barbara Spalinger und Vizepräsident Manuel Avallone. Jon Pult, Präsident der Alpeninitiative, begrüsste die Anwesenden auf Rätoromanisch und gab seiner grossen Genugtuung darüber Ausdruck, dass das Referendum zustande gekommen ist. „Wenn es eines starken Zeichens bedurft hat, so ist es jetzt da: das Tessin will keine zweite Röhre! Die Tessiner Regierung und die Tessiner Vertreter/innen der bürgerlichen Parteien im Bundeshaus sind keineswegs repräsentativ für die Stimmung in der Bevölkerung. Das südliche Tessin ist ganz besonders betroffen, die Bevölkerung leidet seit Jahren unter der schlechten Luft und dem Chaos auf den Strassen.“ Laut Jon Pult zeigt das ausgezeichnete Ergebnis der Unterschriftensammlung, dass der Schutz des Alpenraums in der Schweiz gut verwurzelt ist. (…). frg, pan.
SEV, 26.1.2015.
SEV > Gotthardtunnel. Referendum. SEV. 2015-01-26.
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23.10.2014 Schweiz
Autobusbetrieb
Personen
SEV-Zeitung
Giorgio Tuti
Autobusbetriebe
Liberalisierung
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Kein Bedarf nach Fernbussen in der Schweiz. Strassenlobby zielt ins Leere. Die Busunternehmen wollen eine „Liberalisierung“ des Fernverkehrs, Infrastrukturkosten der Allgemeinheit anlasten und auf rentablen Linien Rosinen picken. Der Vorstoss der Strassenlobby zielt ins Leere: Sie ist mit ihrer Forderung nach Fernbussen in der Schweiz völlig allein. Und dies aus gutem Grund, denn der Bedarf besteht schlicht nicht. Der SEV fordert die zuständigen Stellen auf, die bisherige erfolgreiche Verkehrspolitik nicht zu untergraben. Zurzeit machen sich in der Schweizer Verkehrspolitik die Liberalisierer stark bemerkbar. Nachdem das Bundesamt für Verkehr im Sommer seine fragwürdige Strategie publiziert hat, folgt ihm nun die Strassenlobby. Die Forderung nach der Zulassung von Fernbussen schwappt aus Deutschland in die Schweiz über, unbesehen der völlig unterschiedlichen Ausgangslage. „Das einzigartige Bahnangebot der Schweiz ist der tragende Pfeiler der Verkehrspolitik“, hält SEV-Präsident Giorgio Tuti fest. Mit dem Ja des Schweizer Volks zu Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur FABI wurde ein klares Zeichen gesetzt, dass die Bahn das zentrale Verkehrsmittel bleiben soll. (…). SEV.
SEV-Zeitung, 2.10.2014.
SEV-Zeitung > Autobusbetriebe. Liberalisierung. SEV-Zeitung, 23.10.2014.
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