Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 111

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30.08.2019 Bern
Gewerkschaftsbund Bern
Personen
Work
Hans-Rudolf Blatter
Fredi Lerch
Interview
Volltext
Gewerkschafter und Sozialdemokrat Hansruedi Blatter: „Heute noch stolzer Bümplizer“. Das rote Bümpliz präge den Westen Berns immer noch, sagt Hansruedi Blatter. Dies, obwohl sein „Dorf“ heute eine SVP-Hochburg sei. Work: Hansruedi Blatter, war das rote Bümpliz wirklich mehr als rote Folklore? Hansruedi Blatter: Auf jeden Fall. Aber zuerst muss man sagen, wie es entstehen konnte: Bereits die Gründung der SP Bümpliz wurde massgeblich von Gewerkschaftern angestossen. Es gab immer eine sehr enge Zusammenarbeit. sowohl im Arbeiterkarteil als auch in all den Arbeitersport- und -kulturvereinen. Und zwar sehr lange: Noch Anfang der 1980er Jahre hat die SP Bümpliz eine eigene 1.-Mai-Feier organisiert. Erst danach ist man gemeinsam hinter der Arbeitermusik her, die fünf Kilometer bis auf den Bundesplatz gezogen zur Feier in der Stadt. Du betonst die kulturelle Zusammenarbeit. Wie war es in der Politik? Obschon sich die Gewerkschaften als konfessionell neutral und parteipolitisch unabhängig verstehen, ist man jahrzehntelang zusammen mit der SP in die Wahlen gezogen. Bei städtischen Wahlen war es zum Beispiel so, dass die Gewerkschaften auf der SP-Liste die Hälfte der Linien bekamen. Wer aus den Branchengewerkschaften kandidierte, bestimmte danach der Gewerkschaftsbund der Stadt. Voraussetzung für diese Kandidatinnen und Kandidaten war stets, dass sie SP-Mitglied waren. Wegen des hohen Organisationsgrads im Westen, hat das manchmal dazu geführt, dass Bümpliz-Bethlehem im Stadtparlament fast die Mehrheit der SP-Fraktion gestellt hat. Seit den siebziger Jahren i(…). Fredi Lerch.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Lerch Fredi. Blatter Hansruedi. Interview. Work online, 2019-08-30.
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09.05.2017 Schweiz
Personen
Werkstatt Fredi Lerch
Fredi Lerch
Monografie
Volltext
Links ist links ist links oder was. Überblicke ich meine Berufsbiografie, muss ich mich für einen Linken halten. Der überwiegende Teil meiner journalistischen Arbeiten erschienen zwischen 1981 und 2014 in der parteiunabhängig linken Wochenzeitung WoZ/WOZ und im Work, der Zeitung der Gewerkschaft Unia. Trotzdem habe ich immer mal wieder darüber nachgedacht, wo ich politisch stehe, habe öffentlich in einem „Geständnis eines Möchtegerns“ bekannt, „kein richtiger Linker“ zu sein und bei anderer Gelegenheit die Frage verneint: „Bin ich am Ende ein Religiöser Sozialist?“ Einfach gemacht haben es mir die Umstände nicht, mich links einzureihen, obschon ich seit je links gewählt und abgestimmt habe: Aus beruflichen Gründen bin ich als Journalist nie einer Partei beigetreten. Schon deshalb gelte ich bei richtigen Linken bis heute als eher unsicherer Kantonist, nicht nur, weil ich keine Mitgliederbeiträge bezahle. Das WOZ-Kollektiv der frühen Jahre bestand fast ausschliesslich aus Leuten, die mit oder ohne Abschluss von einer Uni kamen. Sie wussten ihr Linkssein in Worte zu fassen, die meine kleinbürgerlich-moralische Empörtheit zumeist schamhaft verstummen liess. Dass ich mit meinem Minderwertigkeitskomplex manchmal kokettiert habe, hat mich – ich geb’s zu – zu einem eher mühsamen Kollektivmitglied gemacht. Und was mich als Gewerkschafter betrifft: Weil ich nicht mit der schrumpfenden Zahl der Festangestellten auf den Zeitungsredaktionen solidarisch sein mochte, die mir ab 2002 als freiem Journalisten (…). Fredi Lerch.
Werkstatt, 9.5.2017.
Personen > Lerch Fredi. Monografie. Werkstatt, 2017.05-09.
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23.05.2014 Schweiz
Geschichte
Personen
Work
Fredi Lerch
Geschichte
Internet
Soziale Sicherheit
Volltext
Starke neue Website zur Geschichte der sozialen Sicherheit: Eine Fundgrube für alle. Der Sozialstaat Schweiz ist nicht vom Himmel gefallen, er wurde erkämpft. Wie, wann und warum? Das können wir jetzt alles nachschauen. Im Internet. Unfall? Suva! Entlassen? Arbeitslosenkasse! Krank? Krankenkasse! Behindert? Invalidenversicherung! Pensioniert? AHV-Rente! 1848, bei der Gründung des Bundesstaats, gab's noch keine dieser Einrichtungen. Die industrielle Revolution hatte damals die Warenwelt explodieren lassen und die Fabrikherren reich gemacht. Sie brachte aber auch die miserablen Lebensverhältnisse des Proletariats: Zerstörung der Selbstversorgung, lange Arbeitszeiten, kaum Lohn, gefährliche und ungesunde Arbeitsbedingungen, Armut und Elend, Unterernährung, Wohnungsnot, mangelnde Hygiene, Krankheit und frühes Siechtum. Hilfe kam ausschliesslich von privater Seite, als Almosen und punktuell: von Nonnen und Pfarrherren, von Schulmeistern und Fabrikantengattinnen. Der Schriftsteller C.A. Loosli hat solche Leute später als „Philanthropophagen“ verspottet - als menschenfressende Menschenfreunde. Gerechterweise muss man sagen: Die Almosenwirtschaft hat im Einzelfall geholfen. Aber, wie schon Heinrich Pestalozzi gesagt hat: „Wohltätigkeit ist das Ersäufen des Rechts im Mistloch der Gnade.“ (…). Fredi Lerch.
www.geschichtedersozialensicherheit.ch
Work, 23.5.2014.
Personen > Lerch Fredi. Soziale Sicherheit. Informationen. Work, 23.5.2014.
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15.11.2012 Bern
Migros
Personen
Unia Region Bern
Work
Fredi Lerch
Arbeitsbedingungen
Migros
Strafanzeige
Volltext

Anzeige gegen Migros-Erlebnisbad Bernaqua in Bern: Drohungen, Druck und ungesundes Klima. Die Unia zeigt das Migros-Erlebnisbad Bernaqua wegen Verletzung des Arbeitsgesetzes an. Die früheren Angestellten M’mah Soumah und Hyrije Krasniqi prüfen Klagen wegen missbräuchlicher Kündigung. Westside: So heisst das Freizeit- und Einkaufszentrum im Westen der Stadt Bern mit 55 Geschäften, 11 Kinos, 10 Restaurants und mit Bernaqua, einem Erlebnisbad. Bernaqua wird von der Neue Brünnen AG, einer Tochter der Genossenschaft Migros Aare, betrieben und ist, so verspricht die Eigenwerbung, eine „Quelle der Lebensfreude“. (...). Fredi Lerch.

Work online 15.11.2012.
Unia Region Bern > Migros Bern. Arbeitsbedingungen. 2012-11-15.doc.

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15.11.2012 Bern
Personen
Work
Fredi Lerch
Gesundheitsschutz
Volltext
Westside
Drohungen, Druck und ungesundes Klima. Die Unia zeigt das Migros-Erlebnisbad Bernaqua wegen Verletzung des Arbeitsgesetzes an. Die früheren Angestellten M’mah Soumah und Hyrije Krasniqi prüfen Klagen wegen missbräuchlicher Kündigung. Westside: So heisst das Freizeit- und Einkaufszentrum im Westen der Stadt Bern mit 55 Geschäften, 11 Kinos, 10 Restaurants und mit Bernaqua, einem Erlebnisbad. Bernaqua wird von der Neue Brünnen AG, einer Tochter der Genossenschaft Migros Aare, betrieben und ist, so verspricht die Eigenwerbung, eine „Quelle der Lebensfreude“. Als Arbeitsort aber war das Bad in den letzten zwei Jahren genau das Gegenteil: Das 14köpfige Reinigungs- und Wäschereiteam ist in den letzten gut anderthalb Jahren fast ganz ausgewechselt worden. Wer sich gegen die miesen Arbeitsbedingungen wehrte, wurde entlassen. Wer sich nicht wehrte, wurde von der Teamleitung so lange schikaniert, bis er oder sie ging. Claus Hansen ist einer von ihnen Er war im Reinigungs- und Wäschereiteam. Ihm hat es gereicht, als er an Schlafstörungen zu leiden begann: „Ich habe gekündigt, um meine psychische und körperliche Gesundheit zu schützen. Auch dass immer wieder gute Kolleginnen und Kollegen kündigten oder entlassen wurden, hat mich sehr deprimiert.“ Damit meint er zum Beispiel Hyrije Krasniqi oder M’mah Soumah: Beide fühlten sich schikaniert, beide wehrten sich, beide wurden entlassen. M’mah Soumah: „Als ich einmal beim Bodenwischen im Untergeschoss sang, wurde mir sogar das verboten. (…). Fredi Lerch.
Work, 15.11.2012.
Personen > Lerch Fredi. Bernaqua. Gesundheitsschutz. Work, 2012-11-15.
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08.06.2012 Leuzigen
Personen
Unia Biel-Seeland
Work
Ivan Kolak
Fredi Lerch
Arbeitsfriede
Juso
Volltext

Ivan Kolak weiss, was er will: Gewerkschaftssekretär werden. Auf dem Weg dahin engagiert er sich in der Lokalpolitik und in der Schwulenszene. Der Grenzüberschreiter. Ivan Kolak hat in Beruf und Freizeit ständig mit heissen Eisen zu tun: Lohnverhandlungen, Mobbing von Schwulen am Arbeitsplatz, Arbeitsfrieden, Gemeindepolitik. (...). Fredi Lerch, Peter Mosimann Fotos.

Work. Freitag, 8.6.2012.
Personen > Kolak Ivan. Porträt. 8.6.2012.doc.

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20.11.2010 Lützelflüh
Personen
Fredi Lerch

Unser Gotthelf! Ja, aber  welcher? Jeremias Gotthelf nachhaltig ehren: Darin waren sich im Gotthelf-Jahr 2004 alle einig. Seither sind eine Edition in Arbeit und ein Zentrum in Planung. Aber nicht alles, was mit Gotthelf getan wird, ist nachhaltig. (...). Mit Foto. Fredi Lerch. Bund. Samstag, 20.11.2010
19.11.2010 Schweiz
Männer
Personen
Work
Fredi Lerch
Männer

Mann in Frauenberuf. Alain Ebner (23) hat schon in diversen Jobs gearbeitet. Jetzt lernt er den Beruf, dem seine ganze Leidenschaft gilt: Kosmetiker. Schönheitspflege ist Frauensache? Das war einmal. Heute achten auch Männer auf Aussehen und Körperpflege. "Mein Beruf ist im Kommen", sagtr Alain Ebner. (...).

Fredi Lerch. Work. Freitag, 19.11.2010. Standort: Sozialarchiv.

02.07.2010 Zurzach
Personen
Work
Fredi Lerch

"Wir warten auf grünes Licht". Paolo Savi und die Hightech-Tüftler in Zurzach AG haben ein neues Vlies entwickelt. Es kann Öl aus dem verschmutzten Meerwasser saugen. Ein Nebenprodukt aus dem Labor der Firma HelQ könnte zur Waffen gegen die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko werden. (...). Foto Nelly Rodriguez. Fredi Lerch. Work. Freitag, 2.7.2010
02.07.2010 Schweiz
Gotthard-Tunnel
Personen
Work
Fredi Lerch
Arbeitsbedingungen
Gotthard-Tunnel
Löhne
Noch hundert und fünf Tage bis zum Durchstich. Gotthard-Basistunnel: Unterwegs mit Polier Eibel und Sicherheitschef Decasper im Stollen unter dem Piz Vatgira. 4,3 Millionen Tonnen Fels müssen raus aus dem Stollen für den Gotthard-Basistunnel. Daran arbeiten etwa 1700 Bergleute unter Tag. Work hat sie besucht. (...). Fotos Alexander Egger. Fredi Lerch. Work. Fretiag, 2.7.2010
01.07.2010 Sedrun
Gotthard-Tunnel
Personen
Work
Fredi Lerch
Gotthard-Tunnel
Tunnelbau
Volltext
Noch hundert und fünf Tage bis zum Durchstich! 4,3 Millionen Tonnen Fels müssen raus aus dem Stollen für den Gotthard-Basistunnel. Daran arbeiten etwa 1700 Bergleute unter Tag. Work hat sie besucht. In der Umkleidekabine liegt alles bereit: ein oranger Overall, grüne Gummistiefel, Schutzhelm und Schutzbrille, dazu ein weisses T-Shirt. „Das wird unten schnell durchgeschwitzt sein“, sagt Raymund Decasper. Er ist auf der Baustelle des Neat-Zwischenangriffs Sedrun Chef für operative Sicherheit. Ein Teil des Installationsplatzes hier im Talgrund ist überdacht und heisst Staziun Alpina. Ein Umsteigebahnhof für die Arbeiter. Vom Dorf herunter kommen sie mit einer Standseilbahn. Hier steht auf Schmalspurschienen die Stollenbahn bereit. Eine elektronische Tafel zeigt die nächste Abfahrt an: 10.55 Uhr. Decasper mahnt zum Einsteigen. Es gibt nicht viele Personenfahrten. Mit der Bahn werden vor allem Material und Ausbruch transportiert. Es wird schwarz und laut, als der niedere Zug südwärts in den Tunnel einbiegt. Umsteigen nach wenigen Minuten. Ein grosser, vergitterter Käfig, das ist der Lift. Weniger als eine Minute braucht er für die Fahrt von 1340 Metern über Meer hinunter ins Röhrensystem des entstehenden Gotthard-Basistunnels auf 500 Metern. Von unten herauf warmer Fahrtwind und in den Ohren zunehmender Druck, den man im Dunkeln weggähnt. An der Stollenbrust. Der Lift führt in die kathedralenhohe Multifunktionstelle: Materiallager auf hohen Stelzen, schweres Gerät, irgendwo erhöht ein Standbild der (…). Fredi Lerch.
Work, 1.7.2010.
Personen > Lerch Fredi. Gotthard-Tunnel. Work, 2010-07-01.
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04.06.2010 Buckten
Comedia
Personen
Work
Sabri Derdiyok
Fredi Lerch
Sekretär
Die neuen Schweizer sind da. Als Sekretär der Gewerkschaft Comedia berät Sabri Derdiyok die Kollegen bei Problemen an ihrem Arbeitsplatz. Sabri Derdiyok ist aus der Osttürkei in die Schweiz gekommen. Sein Sohn spielt an der Fussballweltmeisterschaft für die Schweizer Nationalmannschaft. (...). Mit Foto von Sabri Derdiyok. Fredi Lerch. Work. Freitag, 4.6.2010
21.05.2010 Schweiz
Personen
Work
Fredi Lerch

Jeder Stich ein Schmerz. Alle können Tattoos machen, Aber nur, wer sich immer weiterbildet, kann es wirklich. Nathalie Verdon übt einen Beruf aus, den man in keiner Schule lernt. (...). Foto Yoshiko Kusano. Fredi Lerch. Work. Freitag, 21.5.2010. Standort: Sozialarchiv
01.04.2010 Schweiz
Personen
Sans-Papiers
Work
Fredi Lerch
Gerüstbauer
Sans-Papiers
"Ich musste leben!". Als man Lazim Bakija vom Saisonnier zum Papierlosen machte, wurde er Aktivist der Bewegung der Sans-papiers. Heute kämpft er für die Gerüstbauer. Der Gerüstbau gleicht den anderen Arbeiten auf dem Bau: ähnlich hart und mindestens so gefährlich. Trotzdem ist der Lohn rund 10% tiefer. (...). Foto von Marco Zanoni. Fredi Lerch. Work. Donnerstag, 1.4.2010
05.03.2010 Münchenstein
Personen
Work
Fredi Lerch

"Typische Frauenberufe gibt es nicht". Rahel Felber, Holzbildhauerin, Tierpräparatorin und Kunstgiesserin: Sind das nicht lauter Männerberufe? Kunstobjekte konzipieren ist das eine. Kunstobjekte umsetzen etwas anderes. In Münchenstein BL wird hergestellt, was später in Galerien und Museen steht. Die Tramstation am Rande des Walzwerk-Areals in Münchenstein BL heisst noch von früher her "Brown Boveri". 1999 ist hier mit der Aluminium AG das Industriezeitalter untergegangen. Seither sind auf dem Areal mehr als sechzig Kleinbetriebe, Büros und Ateliers entstanden. Zwei der ehemaligen Produktionshallen belegt seit 2006 die Kunstbetrieb AG. Zu dritt hat man angefangen, unterdessen arbeiten hier zehn bis elf Leute. "Vor allem Künstlerinnen und Künstler kommen mit Konzepten oder Modellen zu uns", sagt Rahel Felber. (...). Foto Roland Schmid. Fredi Lerch. Work 5.3.2010
22.01.2010 Schweiz
Personen
Work
Fredi Lerch

"Pännele" ist harte Büez. Wer dieser Tage zwischen Murten, Schwarzenburg, Thun und Burgdorf nach der Pannenhilfe ruft, begegnet vielleicht Heinz Fankhauser. Im Winter hat TCS-Patrouilleur Fankhauser viel Arbeit. Er fährt täglich 200 Kilometer, um stehengeblebeene Autos zu "depannieren". (...). Foto Peter Mosimann. Fredi Lerch. Work 22.1.2010
22.01.2010 Schweiz
Personen
Triumph AG
Work
Fredi Lerch

Die zornigen BH-Näherinnen von Manila und Bangplee. Der Unterwäschekonzern Triumph schliesst Tochterfirmen in Asien und schasst gewerkschafltich aktive Arbeiterinnen. Das Geschäft in Asien läuft gut. Trotzdem hat Triumph dort 3600 Näherinnen auf die Strasse gestellt. Diese besetzen jetzt in Bangkok die Räume des Arbeitsministeriums. (...). Mit Foto. Fredi Lerch. Work 22.1.2010. Standort: Sozialarchiv
04.12.2009 Zürich
Personen
Work
Fredi Lerch

Alarm in Projektionskabine 3. Jozo Barukcic hat im Kino vier Filme gleichzeitig im Auge. Statt auf Spektakel und Happy Ends achtet er auf unsaubere Klebestellen und Staub. Kino.Operateur? Eine DVD starten kann doch jedes Kind. Ja, aber keine Xenon-Bogenlampen in einem 35-Millimeter-Projektor auswechseln. (...). Fotos Nelly Rodriguez. Fredi Lerch. Work 4.12.2009
26.11.2009 Schweiz
Personen
Fredi Lerch
Journalismus
Wems nicht passt, der gehe. Journalismus heute. Stuckateur, Spitzenklöpplerin, Dammbauer: Es gibt Kunsthandwerke, deren grosse Zeit vorbei ist. Zählt nicht auch der Journalismus - sogar der kritische - dazu? Ich möchte ja eigentlich auch nicht Journalist sein. Das kann hören, wer mit jenen redet, die konsumieren, was wir Journis anrichten. Ich auch nicht, möchte man antworten, würde die Selbstachtung nicht gebieten, dem, was man tut, einen Sinn abzugewinnen. (...). Mit Foto von Niklaus Meienberg. Fredi Lerch. WOZ 26.11.2009
06.11.2009 Bern
Personen
Work
Fredi Lerch
Migranten
Sprache
"Sprachen lernt man spielend". L'Aquila, Bern, Thun: Stationen der italienischen Auswanderin Manuela Di Marino Demenga. Italienischunterricht mit Erwachsenen ist ein Traumjob, sagt Manuela Di Marino Demenga. Den erteilt sie gerne auch in einem Laden oder im italienischen Restaurant. (...). Foto Patric Spahni. Fredi Lerch. Work 6.11.2009
22.10.2009 Schweiz
Berufe
Personen
SBB
Work
Fredi Lerch
Streckenwärter
Volltext
Die Geleise sind am Limit. Jetzt räche sich, dass jahrelang beim Unterhalt gespart worden sei, sagt Heinz Emmenegger. Und prüft mit kritischem Blick die Schiene. Das weisse Blechschild am Bahnhof Gisikon-Root LU trägt die Aufschrift „53-1“: 53,1 Kilometer ab Hauptbahnhof Zürich, heisst das. Einmal pro Woche kommt Heinz Emmenegger hier zu Fuss vorbei, abwechselnd von Luzern oder von Rotkreuz her; das eine Mal vor allem das linke, das andere Mal vor allem das rechte Geleise im Blick. Bevor er weitergeht, verlangt er per Handy beim Zentralstellwerk ein „Wechselbetriebsverbot für das Geleise 400“. Bis zum Widerruf dieses Verbots fahren die Züge auf der rechten Spur ausschliesslich in Richtung Rotkreuz: „So sehen wir garantiert alle Züge von vorn, wenn wir Richtung Ebikon gehen“, sagt er. Eine Sicherheitsmassnahme. Die Arbeit an den Geleisen verlangt stundenlange Konzentration: „Wenn ich auf dem Geleise knie und ein Zug von hinten kommt – die Schrecksekunde kann ich mir gar nicht leisten. Ich wäre sofort tot.“ Herzstück und Kopf. Nach einer Rechtskurve verliert sich das Geleise hinter Gisikon als vier Kilometer langes schnurgerades Band. Ein übersichtliches Gelände zwar, aber hier fahren die Züge mit 140 Kilometern pro Stunde. Jedes Mal, wenn ein Zug naht, streckt Emmenegger in seiner grellorangen Arbeitskleidung den rechten Arm weit in die Höhe. Eine Sicherheitsmassnahme: So weiss der Lokführer, dass der Mann am Trassee den Zug gesehen hat. Wir gehen hintereinander auf dem „Bankett“, dem schmalen Streifen zwischen geschottertem Geleise und Böschung. Wenn Emmenegger sagt: „Es isch suuber“, heisst das, es sei kein Zug in Sicht. (…). Fredi Lerch.
Work, 22.10.2009.
Personen > Lerch Fredi. Streckenwärter. Work, 2009-10-22.
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24.09.2009 Regensdorf
Personen
Studer Revox AG
Work
Fredi Lerch
Betriebsschliessung
Studer Revox AG
Volltext
„Wir wollen Studer retten“. Die digitalen Hightech- Mischpulte von Studer stehen in allen Studios der Welt. Die Firma rentiert. Trotzdem wird sie vom US-amerikanischen Besitzer Harman geschlachtet. „Hier wird ruiniert, was sechzig Jahre funktioniert hat.“ Mit dieser Parole haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Studer Professional Audio in Regensdorf ZH am 22. September die Arbeit niedergelegt und ein Protestfest gefeiert. In seiner Rede hat SP-Nationalrat Max Chopard-Acklin als Leiter des Unia-Industrieteams Aargau/Zürich den Kanton Zürich aufgerufen, jetzt den Tatbeweis der Krisenbekämpfung und der Wirtschaftsförderung zu erbringen: „Es geht hier um ein Unternehmen mit Tradition, mit interessanten Arbeitsplätzen und mit guten Produkten.“ Tatsächlich ist die Firma Studer akut bedroht, obschon sie floriert. Goldesel geschlachtet. In den letzten zwei Jahren hat sich für die Studer-Angestellten Puzzlestein an Puzzlestein gereiht: Die Marketing-Abteilung wurde aufgelöst; die Funktion des Finanzchefs wurde gestrichen; das Mitarbeiter-Info verschwand: Trotz gutem Geschäft wurde entlassen statt investiert. Auch mehrere Manager mussten gehen, weil sie sich für den Standort Regensdorf eingesetzt hatten. Und Jahr für Jahr undurchsichtiger bastelte der Harman-Konzern ein Gruppenergebnis aus den guten Studer-Zahlen und den schlechten Zahlen der Schwesterfirma Soundcraft zusammen. „Wir haben uns schon gefragt: Was ist die Strategie hinter all dem? Wollen die Manager Studer kaputtmachen?“ sagt Elke Dähler. (…). Fredi Lerch.
Work, 24.9.2009.
Personen > Lerch Fredi. Studer Revox AG. Betriebsschliessung. Work, 2009-09-24.
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03.07.2009 Bern
Personen
Unia Schweiz
Work
André Daguet
Fredi Lerch
Pensionierung
"Niemand soll meinen, es gebe nur einen einzigen Weg". Unia-Gewerkschafter André Daguet (62) geht in Pension. Dass es die Unia gibt, ist nicht zuletzt auch André Daguets Verdienst. Denn Berührungsängste, das hatte der Mann, der aus der SP kam, noch nie. Man stelle sich das am Firmensitz eines anderen Betriebes mit tausend Angestellten vor: Ein Geschäftsleitungsmitglied bittet zum Gespräch ausgerechnet in das Büro jenes Mannes, der ihn in einer Kampfwahl ausgstochen hat. Genau das tut André Daguet. "Renzo Ambrosetti ist weg", sagt er, "gehen wir in sein Büro, dort können wir in Ruhe reden". (...). Foto Yosiko Kusano. Fredi Lerch. Mit Foto. Fredi Lerch. Work 3.7.2009
02.07.2009 Schweiz
Personen
SMUV
Work
André Daguet
Fredi Lerch
Geschichte
Unia Schweiz
Volltext
„Niemand soll meinen, es gebe nur einen einzigen Weg“. Dass es die Unia gibt, ist nicht zuletzt auch André Daguets Verdienst. Denn Berührungsängste, das hatte der Mann, der aus der SP kam, noch nie. Er geht nun in mit 62 in Pension. Man stelle sich das am Firmensitz eines anderen Betriebs mit tausend Angestellten vor: Ein Geschäftsleitungsmitglied bittet zum Gespräch ausgerechnet in das Büro jenes Mannes, der ihn in einer Kampfwahl ausgestochen hat. Genau das tut André Daguet. „Renzo Ambrosetti ist weg“, sagt er, „gehen wir in sein Büro, dort können wir in Ruhe reden.“ Daguet erzählt mit lebhaften Gesten, manchmal die Hände auf seiner Wohlbeleibtheit gefaltet, manchmal die Haare beidhändig nach hinten streichend: engagiert, vital, jugendlich. Nur die Narbenspitze im Ausschnitt seines schwarzen Hemdes sagt etwas anderes: Kein Jugendlicher hat eine Bypass-Operation hinter sich. Am 1. Juni ist Daguet 62 geworden. Damit hat er das Rentenalter erreicht, das für die Unia gilt. Niederlage im Dienst der Sache. Mitte der neunziger Jahre leiten die Präsidentin des Schweizerischen Metall- und Uhrenarbeiterverbands (SMUV), Christiane Brunner, und Vasco Pedrina, Präsident der Gewerkschaft Bau und Industrie (GBI), einen Annäherungsprozess zwischen den beiden Gewerkschaften ein. Im Herbst 1996 wird André Daguet als Quereinsteiger in die SMUV- Geschäftsleitung gewählt. Damit wird er eine zentrale Figur in diesem Prozess. Die Zeit ist reif: Der SMUV braucht die GBI, um neues Leben in seine etwas erstarrte Bürokratie zu bringen; (…). Fredi Lerch.
Work, 2.7.2009.
Personen > Lerch Fredi. Andre Daguet. Work, 2009-07-02.
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19.06.2009 Bern
Personen
Fredi Lerch
Fredi Lerch
Carl Albert Loosli
Erwin Marti

Denker und Mahner. Mit "Bümpliz und die Welt" ist der letzte Band der C.A.Loosli-Werksausgabe erschienen. 7 gewichtige Bände umfasst die von Fredi Lerch und Erwin Marti mit grosser Sorgfalt betreute Ausgabe der Werke von Carl Albert Loosli. Band 5, der zuletzt erschienene der Reihe, zeigt  den Publizisten als Kämpfer zwischen allen Fronten. (...). Mit Foto. Charles Cornu. Bund 19.6.2009
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