Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 23

1
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
22.11.2012 Neuenburg
Genolier
Personen
Spital La Providence
Syna
VPOD Schweiz
Yves Mugny
Arbeitsfriede
GAV
Spital La Providence
Streik
Volltext

Spital Providence (NE): Neuer Schlichtungstermin. Auseinandersetzung im und ums Spital La Providence in Neuenburg: Endlich lädt die Schlichtungsstelle – für Donnerstagmorgen – zu einem Termin. Die Beschäftigten haben die Hoffnung, dass hier nun tatsächliche Lösungsvorschläge gemacht werden. Wenn nicht, war die Übung für die Katze – und einzig Mittel dazu, das Spitalpersonal vom Kampf für seine berechtigten Forderungen abzubringen. Die Gewerkschaften (VPOD und Syna) werden den Arbeitsfrieden respektieren und vorderhand auf Streikmassnahmen verzichten, wie sie es bereits während der vom Staatsrat geführten Verhandlungen getan haben. (...). Yves Mugny.

VPOD Schweiz online, 22.11.2012.
VPOD Schweiz > GAV Spital la Providence. Warnstreik. 2012-11-22.doc.

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06.07.2012 Schweiz
MEM-Industrie
Personen
Unia Schweiz
Unternehmerverbände
Work
Oliver Fahrni
Christian Gusset
Corrado Pardini
Michael Stötzel
Arbeitsfriede
Arbeitszeit
GAV
Gleichstellung
Kündigungsschutz
Mindestlöhne
Volltext

Neuer Gesamtarbeitsvertrag. Das zweite Bein. Diesmal soll nicht ein wenig rumverhandelt werden. Christian Gusset, Unia-Branchenleiter Mem, und Unia-Industriechef Corrado Pardini haben mehr im Sinn: Der 2013er GAV der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (Mem-GAV) soll Massstäbe setzen. Gusset: „Wir wollen einen Vertrag, der eine neue Sozialpartnerschaft begründet.“ (...). Michael Stötzel, Oliver Fahrni.

Work. Freitag, 6.7.2012.
Unia Schweiz > GAV Maschinenindustrie. 2012-07-06.doc.

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08.06.2012 Leuzigen
Personen
Unia Biel-Seeland
Work
Ivan Kolak
Fredi Lerch
Arbeitsfriede
Juso
Volltext

Ivan Kolak weiss, was er will: Gewerkschaftssekretär werden. Auf dem Weg dahin engagiert er sich in der Lokalpolitik und in der Schwulenszene. Der Grenzüberschreiter. Ivan Kolak hat in Beruf und Freizeit ständig mit heissen Eisen zu tun: Lohnverhandlungen, Mobbing von Schwulen am Arbeitsplatz, Arbeitsfrieden, Gemeindepolitik. (...). Fredi Lerch, Peter Mosimann Fotos.

Work. Freitag, 8.6.2012.
Personen > Kolak Ivan. Porträt. 8.6.2012.doc.

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15.05.2012 Schweiz
Arbeitsfriede
Personen
SMUV Biel
SMUV Schweiz
Unia Schweiz
Jean-Claude Rennwald
Arbeitsfriede
Friedensabkommen
Geschichte
Jubiläum
Volltext
Die Uhrenindustrie feiert 75 Jahre sozialer Friede. Gewerkschaft und Arbeitgeber der Uhrenindustrie feiern heute ihre Sozialpartnerschaft, die seit nunmehr 75 Jahren ununterbrochen Bestand hat. An die 200 Gäste der Gewerkschaft Unia und des Arbeitgeberverbands der Schweizer Uhrenindustrie (CP) nahmen an den Festlichkeiten in Neuchâtel teil. Im offiziellen Teil, an dem auch Bundesrat Johann Schneider-Ammann anwesend war, wurde unter anderem an die Pionierrolle erinnert, (...). Jean-Claude Rennwald.

Unia Schweiz, Homepage, 15.5.2012.
Unia Schweiz > GAV. Geschichte. 15.5.2012.doc.

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11.05.2012 Biel
Personen
SMUV Biel
SMUV Schweiz
Uhrenindustrie
Unia Biel-Seeland-Solothurn
Work
Oliver Fahrni
Jean-Claude Rennwald
Arbeitsfriede
GAV
Geschichte
Uhrenindustrie
Volltext
Geschichte eines GAV. Boom und Streik. Die Uhrenindustrie macht trotz Krise Geld wie Heu. Und am 15. Mai wird der Uhren-GAV 75. Ein GAV kann die Sicht auf einen anderen verstellen. Wer in den Geschichtsbüchern nach dem Beginn des „absoluten Arbeitsfriedens“ in der Schweiz sucht, findet das „Friedensabkommen“ der Metall- und Maschinenindustrie vom 19. Juli 1937. Vor allem die Arbeitgeber wollen das diesen Sommer kräftig feiern. In Wahrheit wurde der Kampfverzicht zwischen Arbeit und Kapital schon einige Wochen zuvor, am 15. Mai 1937, festgezurrt: im ersten Uhren-GAV. (...). Oliver Fahrni.

www.unia.ch/Uhrenindustrie.8000.0.html

Work. Freitag, 11.5.2012.
GAV > GAV Uhrenindustrie. Geschichte 1937-2012.doc.

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01.05.2012 BS Kanton
Schweiz
Friedensabkommen
Funke, Der
Juso
Personen
SMUV Schweiz
Renatus Galatti
Miguel Godoy
Konrad Ilg
Arbeitsfriede
Friedensabkommen
Opportunismus
Volltext
75 Jahre Arbeitsfrieden - und nun? Am 19. Juli 2012 wird der Arbeitsfrieden 75 Jahre alt. Ihm wird unter anderem das wirtschaftliche Gelingen der Schweiz, wie auch die guten Arbeitsumstände der Schweizer Arbeiterinnen zugeschrieben. Der Arbeitsfrieden soll Sinnbild dafür sein, dass es in der Schweiz keine Klassen gäbe, sondern nur „Partner", welche die Bedingungen für ihre Zusammenarbeit bei Tee und Kuchen regeln. Kritisiert man ihn, wird man bezichtigt, diese Idylle (...). Miguel Godoy.

Der Funke, Nr. 21, Mai 2012.
Funke, Der > Arbeitsfriede. 75 Jahre.doc.

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09.09.2011 Schweiz
Personen
Regierung Schweiz
Unternehmerverbände
Work
Oliver Fahrni
Arbeitsfriede
Ausbeutung
Vermögen
Volltext

Der soziale Frieden bröckelt. Wilde Schulterklopferei bricht aus. Anlass: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat einen unteren Eurokurs pro Franken von 1.20 festgelegt. Endlich. Der Schritt kommt spät. Und 1.20 als untere Grenze sind noch zu wenig. 1.40 wären besser, sagen der Schweizerische Gewerkschaftsbund und die Unia. Immerhin hat die SNB gehandelt, wo der Bundesrat seit vielen Monaten blamabel versagt. Nicht einmal ein Minipaket zur Stützung der Wirtschaft bringt er durch. Doch beim Gerede über die SNB fällt das Entscheidende aus dem Blick. Was in den letzten sechs Monaten geschehen ist, führt uns den Zustand der Schweiz scharf vor Augen. (...). Oliver Fahrni.

 Work. Freitag, 2011-09-09.
Work >Arbeitsfriede. 2011-09-09.doc.

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01.12.1998 Schweiz
Friedensabkommen
GBI
Personen
Bruno Bollinger
Arbeitsfriede
Auflösung
Boykott
Streik
Volltext

Diskussionsbeitrag. Der Arbeitsfrieden hat sich überlebt. Wenn ein Arbeitgeber sich nicht an den GAV hält, sollten auch wir uns um die Friedenspflicht foutieren. Die Zeit des Arbeitsfriedens ist abgelaufen. Das können wir nach den Verhandlungen für die Erneuerung des Gesamtarbeitsvertrags in der Maschinenindustrie klar festhalten. Diese Erfahrung bestätigt das, was die GBI bereits in ihren Branchen (v.a. Bau und Chemie) mehrmals erlebt hat. Der Arbeitsfrieden war für mich schon immer eine einseitige Angelegenheit. Dieser funktionierte, solange die Arbeitgeber bereit waren, etwas dafür zu geben. Nun sind sie es nicht mehr. Im Gegenteil: Am Schluss der Verhandlungen stehen die Gewerkschaften immer öfter vor der erpresserischen Alternative, entweder zu schlucken, was die Arbeitgeber vorlegen, oder den GAV zu verlieren. (...). Bruno Bollinger, GBI-Bildungsverantwortlicher.

GBI-Zeitung, 1998-12-01.
Friedensabkommen > Auflösung. 18-12-1-doc.

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15.11.1993 Schweiz
GBI
GDP
Personen
SMUV
VPOD
Eric Herzog
Walter Renschler
Heinz Thommen
Arbeitsfriede
Streikrecht
Volltext

Rezession - Kampfmassnahmen nehmen zu. Friedenspflicht abschaffen? Die in vielen Gesamtarbeitsverträgen festgeschriebene Friedenspflicht zwischen den Sozialpartnern kommt vermehrt unter Druck. Hauptgrund für dessen verlangte Lockerung oder gar Abschaffung sind nach Ansicht der Gewerkschaften die rezessionsbedingten schlechteren Lohn- und Arbeitsbedingungen. „Die Lockerung oder die Abschaffung der absoluten Friedenspflicht werden wir an den Verhandlungen über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag zur Diskussion stellen“, sagt Heinz Thommen, Zentralsekretär bei der Gewerkschaft Druck und Papier (GDP). „Wenn die Verankerung der absoluten Friedenspflicht verweigert wird, gibt es keinen neuen GAV“, entgegnet Stephan Hegner, Geschäftsführer beim Schweizerischen Verband Grafischer Unternehmungen (SVGU). Fazit: Die 1937 in der Vereinbarung in der Maschinenindustrie erstmals festgeschriebene Friedenspflicht ist heute heftig umstritten. (...). Franz Schaible.

Berner Tagwacht. Montag, 1993-11-15.
Friedensabkommen > Streikrecht. 1993-11-15.doc.

Streikrecht. 1993-11-15.pdf

27.04.1989 Schweiz
Friedensabkommen

Arbeitsfriede
Meinungsumfrage
Volltext

„Friedensabkommen“ stösst nur noch auf Zwei-Drittel-Mehrheit. Kritik am Arbeitsfrieden wächst. Das „Friedensabkommen“ - Arbeitsfrieden in der Schweizerischen Uhren- und Maschinenindustrie - stösst bei zwei Dritteln oder 67 Prozent von 1005 befragten Personen auf Zustimmung. Der Wert lag noch nie so tief. Die Resultate der repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitut „Isopublic“, die seit Jahren im Auftrag der Schweizerischen Arbeitgeberzeitung (SAZ) durchgeführt wird, wurden in der jüngsten Ausgabe der SAZ publiziert. 26 Prozent oder gut ein Viertel der Befragten äusserte sich negativ über den Wert des Abkommens, das eine streikfreie Beilegung allfälliger Arbeitskonflikte vorsieht. Mit 67 Prozent wurde die bisher niedrigste Zustimmungsrate zum „Friedensabkommen“ verzeichnet. Der höchste Wert stammt aus der Umfrage von 1981, als sich 73 Prozent positiv äusserten. Auch bei den von der Erhebung separat ausgewiesenen Gewerkschaftmitgliedern stiess das Abkommen bei 67 Prozent auf Zustimmung. Bei 28 Prozent war die Reaktion kritisch bis ablehnend. (...).

Berner Tagwacht, 1989-04-27.
Friedensabkommen > Meinungsumfrage. 1989-04-27.doc.

Meinungsumfrage. 1989-04-27.pdf

12.02.1988 Schweiz
Öffentlicher Dienst
Personen
VPOD Bildung
Bernhard Degen
Adrian Knoepfli
Thomas Meury
Arbeitsfriede
Friedensabkommen
Streik
Volltext

Arbeitsfrieden - Friedenspflicht – Treuepflicht. Viel Ideologie dahinter. Dank dem typisch schweizerischen Arbeitsfrieden herrschen in unserem Land, bei kleiner Arbeitslosigkeit, grosser Wohlstand und politische Stabilität: So lautet eine weit verbreitete Meinung, und sie wurde letztes Jahr anlässlich der an die erstmalige Unterzeichnung des Friedensabkommens vor 50 Jahren erinnernden Feiern ausgiebig zelebriert. Was aber steckt dahinter? Dieser Frage gingen kürzlich Kolleginnen und Kollegen an einem VPOD-Bildungskurs zum Thema „Arbeitsfrieden - Friedenspflicht – Treuepflicht“ nach. Mit dem sorgsam gepflegten angeblichen „Sonderfall Schweiz“ setzte sich - an dem von Verbandssekretär Thomas Meury geleiteten und von 20 Kolleginnen und Kollegen besuchten Kurs - der Basier Historiker Bernard Degen kritisch auseinander. (...). Mit Fotos. Adrian Knoepfli.

Der öffentliche Dienst, 1988-02-12.
Friedensabkommen > Knoepfli Adrian. Arbeitsfreide. 1988-02-12.doc.

Knoepfli Adrian. Arbeitsfriede. 1988-02-12.pdf

04.09.1987 Zürich
GBH
GDP
GTCP
Personen
Tages-Anzeiger
WOZ
Fredi Aeberli
Hans Schäppi
Erich Schmid
Arbeitsfriede
Friedensabkommen
Inserat
Volltext

Ablehnung eines Gewerkschaftsinserats im Zürcher Tages-Anzeiger. Turbulenzen um den Arbeitsfrieden. Im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der Gewerkschaft Druck und Papier (GDP) heisst es beispielsweise in Artikel 102: „Die Arbeitnehmer sind für das ihnen anvertraute Material verantwortlich. Sie haben die ihnen zur Ausführung überwiesenen Arbeiten auszuführen und sich die Verschwiegenheit über alle im Betriebe vorkommenden Arbeiten und die ihnen zur Kenntnis gelangenden Manuskripte zur Berufsehre zu machen.“ Ins Deutsche übersetzt heisst das nichts anderes, als dass jeder Hafenkäs, den SetzerInnen setzen, KorrektorInnen korrigieren und DruckerInnen in die Walzen schieben müssen, vertraglich zu ihrer eigenen Berufsehre wird – und rechnet man sich aus, in welchem durchschnittlichen Verhältnis in der Schweiz das Berufsleben ein Menschenleben beansprucht, so bedeutet dies, dass mehr als die Hälfte der ganzen bei den Druckereiangestellten vorhandenen Ehre sich unter das Diktat jeden Hafenkäses stellen muss. Auch wenn er sich direkt gegen ihre Interessen wendet und ihre Ehre verletzt. (...). Erich Schmid.

WOZ. Donnerstag, 1987-09-04,
WOZ > Friedensabkommen. Tages-Anzeiger. 1987-09-04.doc.

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03.09.1987 Schweiz
GTCP Schweiz
Personen
Ewald Kaeser
Arbeitsfriede
Friedensabkommen
Sozialpartnerschaft
Volltext

50 Jahre Friedensabkommen in der Maschinen- und Metallindustrie. Kein Grund zum Feiern! Zunächst ein Zitat. Ein führender Liberaler unserer Zeit hat einmal geschrieben „Der Arbeitsvertrag als Vertrag zwischen Gleichen muss darum Fiktion bleiben, weil der Unternehmer Kraft seines Kapitaleigentums und der damit verbundenen Verfügungsgewalt über unvergleichlich grössere Machtchancen verfügt als der Arbeiter.“ Man muss nun die Frage stellen: Hat sich mit dem jetzt so hochgespielten Friedensabkommen an der einseitigen Verfügungsgewalt der Unternehmer etwas geändert? Ich glaube im Gegenteil, mit dem Friedensabkommen erweckt man die Fiktion von gleichwertigen Partnern, die es in Wirklichkeit nicht gibt. Zwangsläufig führt diese Politik zur Schwächung der Gewerkschaft und Arbeiterbewegung. (...). Ewald Kaeser, ehem. Präsident GTCP.

Die Gewerkswchaft,1987-09-03.
Friedensabkommen > Kaeser Ewald. 1987-09-03.doc.

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03.09.1987 Schweiz
Friedensabkommen
Personen
Widerspruch
WOZ
Bernhard Degen
Arbeitsfriede
Friedensabkommen
Streik
Volltext
Widerspruch

Der Arbeitsfrieden – Ausdruck schweizerischer Überlegenheit. Wenn in diesem Sommer die Maschinen- und Metallindustriellen gemeinsam mit dem SMUV das 50jährige Bestehen des Friedensabkommens feiern, so wollen sie damit weniger das Geschichtsbewusstsein auffrischen, als einmal mehr die Einzigartigkeit und Überlegenheit des schweizerischen Modells der Sozialpartnerschaft propagieren. Mit beachtlichem finanziellem und organisatorischem Aufwand sollen einmal mehr zwei Botschaften in Medien und Öffentlichkeit verankert werden: 1. Die Schweizer sind seit Jahrhunderten der gütlichen Einigung, der Konfliktregelung nach Treu und Glauben, verpflichtet. 2. Diese Konsensbereitschaft, namentlich der Arbeitsfrieden der letzten Jahrzehnte, ist der Grundpfeiler des schweizerischen Wohlstandes. Einzelne Elemente dieses Weltbildes entsprechen durchaus der Alltagserfahrung eines Grossteils der Öffentlichkeit. Wie steht es aber mit ihrer Verknüpfung? Ist da vielleicht nicht der Wunsch der Vater manchen Gedankens? (...). Mit Foto. Bernhard Degen.

WOZ. Donnerstag, 1987-09-03.
Friedensabkommen > Degen Bernhard. Arbeitsfriede.1987-09-03.doc.

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03.09.1987 Schweiz
Personen
SMUV Schweiz
WOZ
Bernhard Degen
Konrad Ilg
Max Weber
Arbeitsfriede
Friedensabkommen
Richtlinienbewegung
Volltext

Konrad Ilg und Max Weber.  Nachdem sich Ilg gegen die demokratische Richtlinienbewegung wandte, nachdem er vom ASM-Präsidenten Dübi in dieser Richtung bearbeitet worden war und einen Verzicht auf diese „aggressive Politik“ und zur loyalen Zusammenarbeit mit den Behörden aufgefordert hatte, schrieb Max Weber daraufhin, die „Ereignisse im Ausland hätten auch hierzulande manche Leute eingeschüchtert“. Sie hätten den „Mut verloren“ und suchten ihr Heil im „Nachgeben“. Weber stellte dann klar: „Es gibt für die Arbeiterbewegung Grenzen, hinter die sie nicht mehr zurück  darf.“ Konrad Ilg, der sich von Webers Plädoyer für die Demokratie angegriffen fühlte, konterte darauf, er halte die von Weber geäusserte Auffassung für „vollständig abwegig“ und sage ihr „den schärfsten Kampf an“. (...). Bernhard Degen.

WOZ. Donnerstag, 1987-09-03.
SMUV Schweiz > Richtlinienbewegung. 1987-09-03.doc.

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02.09.1987 Zürich
GBH
GDP
GTCP
Personen
SSM Schweizer Syndikat Medienschaffender
VPOD
WOZ
Mathias Knauer
Hans Stürm
Nina Stürm
Arbeitsfriede
Friedensabkommen
Veranstaltung
Volltext

Gegenveranstaltung im Zürcher Volkshaus, am 2.9.1987. 50 Jahre Arbeitsfrieden sind genug! Vor 50 Jahren verzichteten die Gewerkschäften der Schweizer Metall- und Maschinenindustrie im sogenannten „Friedensabkommen“ auf die Anwendung jeglicher Kampfmassnahmen und insbesondere auf das Streikrecht. Was damals für 50‘000 Metaller Geltung erlangte, setzte sich über die Jahrzehnte hinweg - begünstigt durch Hochkonjunktur und Integration der Arbeiterbewegung in den Konkordanzsumpf - als Ideologie des Arbeitsfriedens hierzulande durch und ist so leicht nicht mehr wegzubringen. Am 4. September feiert die Gewerkschaft SMUV zusammen mit den Arbeitgebern und 1500 geladenen Gästen im Zürcher Kongresshaus  das 50-Jahr-Jubiläum  des Friedensabkommens. Damit die Öffentlichkeit nicht dem Irrtum verfällt, die ganze Arbeiterbewegung sei Anhängerin des Arbeitsfrieden, wollen verschiedene Zürcher Gewerkschaftssektionen mit einer Veranstaltung im Volkshaus einen Gegenpunkt setzen. (...). Mit Plakat.

WOZ. Donnerstag, 1987-08-28.
GDP > Friedensabkommen. Veranstaltung 1987-09.02.doc.

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28.08.1987 Schweiz
Diskussion Zürich
GBH
GDO
GTCP
Personen
WOZ
Hans Baumann
Ezio Canonica
Vasco Pedrina
Hans Schäppi
Arbeitsfriede
Diskussion
Friedensabkommen
Sozialpartnerschaft
Volltext

Bilanz von 50 Jahren Arbeitsfrieden aus Gewerkschaftssicht. Eine Sackgasse. Hans Baumann, Sekretär GBH, Vasco Pedrina, Sekretär Schweizerische Arbeiterbildungszentrale, Hans Schäppi, Präsident GTCP, versuchen im folgenden Artikel aufzuzeigen, wie die Arbeitsfriedenpolitik die Gewerkschaften in der Schweiz in eine Sackgasse führte. Gleichzeitig knüpfen sie an dieser Bilanz an, um Elemente einer alternativen, offensiven Gewerkschaftspolitik zu formulieren. Arbeitsfrieden und Sozialpartnerschafts-ideologie haben die Gewerkschaftsbewegung nicht nur demobilisiert, sondern auch dazu geführt, dass die Gewerkschaften auf die Ebene der betrieblich und vertraglich  zu vereinbarenden Arbeitsbedingungen zurückgebunden wurden. Damit haben sie bewusst auf die Formulierung eigener, wirtschaftspolitischer Alternativen verzichtet. (...).

WOZ. Donnerstag, 1987-08-28.
Diskussion > Friedensabkommen. 1987-08-28.doc.

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21.08.1987 Schweiz
Friedensabkommen
Personen
SMUV Schweiz
Solothurner AZ
Clément Moreau
Arbeitsfriede
Friedensabkommen
Sozialpartnerschaft
Volltext

Weittragende Bedeutung. In der Vorläuferin der „AZ“ (im „Volk“ also) vom 20. Juli 1937 war unter dem Titel „Das Abkommen in der schweizerischen  Maschinenindustrie„ zu lesen: „Am 16. Juli 1937 ist zwischen den Vertretern des Arbeitgeberverbandes schweizerischer Maschinen- und Metallindustrieller und denjenigen des Schweizerischen Metall- und Uhrenarbeitnehmerverbandes ein Abkommen über die Regelung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse unterschrieben worden, was von weittragender Bedeutung ist. Darnach sollen in Zukunft Lohn- und Arbeitsbedingungen auf dem Wege friedlicher und schiedsgerichtlicher Auseinandersetzungen geregelt  werden. Der Schweizerische Metall- und Uhrenarbeitnehmerverband hat in Anbetracht der grundsätzlichen Tragweite der Vereinbarung sich verpflichtet gefühlt, seine Mitglieder über die Erwägungen, den Sinn und Zweck des Abkommens in einer Aufklärungsschrift aufs genaueste zu informieren.“ (...). Holzschnitt von Clément Moreau.

Solothurner AZ. Freitag, 1987-08-21.
SMUV Schweiz > Friedensabkommen. 1987-08-21.doc.

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24.07.1987 Zürich
Friedensabkommen
Gewerkschaften
Personen
Widerspruch
Hans Baumann
Bernhard Degen
Vasco Pedrina
Hans Schäppi
Jakob Tanner
Arbeitsfriede
Opportunismus
Sozialpartnerschaft
Volltext

Realität eines Mythos. Arbeitgeberverband und Gewerkschaft feiern das 50jährige Bestehen des Friedensabkommens in der Maschinen- und Metallindustrie. Aus diesem Anlass setzt sich der soeben erschienene „Widerspruch“-Sonderband* kritisch  mit  dem schweizerischen Modell der Sozialpartnerschaft auseinander. 15 Autorinnen und Autoren - Historiker, Sozialwissenschafter und Gewerkschaftsfunktionäre - befassen sich mit verschiedenen Aspekten des Arbeitsfriedens und der schweizerischen Gewerkschaftspolitik. (...).

Der öffentliche Dienst. 1987-07-24.
Widerspruch >Friedensabkommen. Doc.

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18.07.1987 Schweiz
Friedensabkommen
Personen
SMUV Schweiz
Solothurner AZ
Konrad Ilg
Arbeitsfriede
Friedensabkommen
Geschichte
Volltext

Ein paar Fakten als „Vorgeschichte“. AZ. Natürlich ist eine solche Vereinbarung (das Friedensabkommen), die nunmehr die Bewährungsprobe eines halben Jahrhunderts bestanden hat, nicht von ungefähr entstanden. Das Friedensabkommen bildet vielmehr die reife Frucht einer langen „Verhandlungskultur“, wie sie in der Schweiz seit jeher praktiziert wird. Das Miteinander von Menschen verschiedener sozialer Stellung, Sprache und Konfession, politischer Überzeugungen und wirtschaftlicher Interessen ist auf die Dauer nur in einem Klima der Kooperation möglich. So nimmt es auch nicht wunder, wenn man in der Entwicklung, die dem Friedensabkommen vorausgegangen ist, eine ganze Reihe kooperativer Schritte feststellen kann. Erste Kontakte reichen bis 1907 zurück, nachdem es 1905 noch zu harten Auseinandersetzungen gekommen war (mit Ausschreitungen, die den Einsatz von Polizei und Militär erforderlich machten). (...).

Solothurner AZ. Samstag, 1987-07-18.
Friedensabkommen > Geschichte. 1987-07-18.doc.

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29.05.1987 Schweiz
Baumeisterverband
GBH

Arbeitsfriede
Friedensabkommen
Landesmantelvertrag
Streik
Volltext

GBH vor schwierigen Vertragsverhandlungen. Sowohl der Schweizerische Baumeisterverband wie die Gewerkschaft Bau und Holz (GBH) haben den bestehenden Landesmantelvertrag im Baugewerbe auf den 31. Dezember 1987 gekündigt. Wie bekannt, gingen am 25. März in 13 Städten der Westschweiz 6000 bei der GBH organisierte Arbeiter auf die Strasse und hielten während der Arbeitszeit Versammlungen ab. Dies als Protest gegen die Weigerung des Baumeisterverbandes, allgemeine Lohnverbesserungen zu gewähren, «aber auch um den Forderungen im Hinblick auf die Erneuerung des Landesmantelvertrages Nachdruck zu verschaffen und die Öffentlichkeit über die unbefriedigenden Arbeitsbedingungen in der Bauwirtschaft aufzuklären. (...).

Der öffentliche Dienst, 1987-05-29.
GBH > Landesmantelvertrag. 1987-05-29.doc.

Ganzer Text

18.03.1987 Biel
Schweiz
SMUV Schweiz
Uhrenindustrie

Arbeitsfriede
Friedensabkommen
Sozialpartnerschaft
Volltext

Was bedeutet dieses Signet? Arbeitsfriede bedeutet nicht nur das Nichtvorhandensein von Konflikten. Das bedeutet auch, dass Bedingungen geschaffen werden, die das Ausbrechen eines Arbeitskampfes unwahrscheinlich machen. Aus Anlass des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des ersten Gesamtarbeitsvertrages von nationaler Bedeutung in der schweizerischen Uhrenindustrie haben die Sozialpartner in dieser Branche, die  Arbeitgeberkonvention und der SMUV, das oben abgebildete Signet geschaffen. Was drückt nun dieses Signet aus? Was soll damit symbolisiert werden? (...). Mit Signet.

SMUV-Zeitung, 1987-03-18.
Friedensabkommen > Signet. 1987-03-18.doc.

Signet. 1987-03-18

09.11.1983 Schweiz
PTT-Union

Kongress
Arbeitsfriede
Kongress der PTT-Union abgeschlossen. Arbeitsfriede ja, aber... Die Gewerkschaften bleiben Anhänger des Dialogs zwischen den Sozialpartnern. Sie sind aber nicht bereit, für die Erhaltung des Arbeitsfriedens jeden Preis zu bezahlen.
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