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Anzahl gefundene Artikel: 99

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01.07.2020 Kuba
Geschichte
Granma

Geschichte
Volltext
Der erste Historiker von Havanna. Für Eusebio Leal Spengler, brillanter Fortsetzer des Erbes von Emilio Roig. An diesem 1. Juli 2020 erinnern wir an die Ernennung von Doktor Emilio Roig de Leuchsenring zum Historiker von Havanna vor genau 85 Jahren, ein Ereignis von grösster Bedeutung, nicht nur im Bereich der Kultur und des Kulturerbes der kubanischen Hauptstadt, sondern des gesamten Landes. Zum Zeitpunkt seiner Investitur, die am 1. Juli 1935 erfolgte, war Dr. Roig aufgrund seiner aufrechten nationalistischen und antiimperialistischen Positionen bereits eine anerkannte Persönlichkeit auf dem Gebiet der Gesellschaftswissenschaften, des Rechts und der Geschichtsschreibung Kubas. Ohne Mitglied einer politischen Organisation der Republik zu sein, war Emilio Roig seit seiner Jugend ein Mann linker Ideen. Zeichen dafür sind seine Freundschaft mit Julio Antonio Mella und Rubén Martínez Villena, seine enge Zusammenarbeit mit der kubanischen Aktion Falange und der Gruppe Minorista, von der er als „spiritueller Mentor“ angesehen wurde, sowie seine mutige und offene Opposition gegen die Diktatur Machados. Die Sache des Antiimperialismus war immer eines seiner grossen Themen als Historiker und öffentliche Persönlichkeit. Das Jahr 1935 markierte zwei grosse Ereignisse in der intellektuellen Biographie von Emilio Roig: (…).
Granma, 1.7.2020.
Granma > Geschichte. Granma, 2020-07-01.
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18.06.2020 Kuba
Geschichte
Granma

Ehrungen
Geschichte
Volltext
Ehre dem Generalmajor und treuen Soldaten. Bei einer einfachen aber tiefempfundenen Ehrung für Máximo Gómez wurde an diesem Mittwoch auf dem Friedhof Necrópolis de Colón der Hauptstadt ein Blumengebinde im Namen des kubanischen Volkes niedergelegt. Vor seiner Grabstätte und in einer Haltung der Ehrfurcht anlässlich des 115. Todestages von Máximo Gómez Báez wurde der Generalissimus erneut nachdrücklich als „treuer Soldat“ bezeichnet, „dessen Erbe an Patriotismus und Internationalismus in unseren patriotischen Werten sehr präsent ist“. Bei der Zeremonie, die von Armeekorpsgeneral Ramón Espinosa Martín, Mitglied des Politbüros der Partei und Vizeminister der Revolutionären Streitkräfte, geleitet wurde, wurde das wertvolle Erbe, das er für die nationale Geschichte hinterlassen hatte, gewürdigt, während die politischen und militärischen Beiträge des Mambí-Führers, die universelle Bedeutung haben, hervorgehoben wurden. Dr. Eduardo Torres Cuevas, Direktor des Büros des Martí-Programms, erinnerte an Meilensteine im Leben von Máximo Gómez, wie zum Beispiel den Aufruf zum Macheten-Angriff, und an seine Intoleranz gegenüber der Existenz von Sklaverei in Kuba, die er 1865 kennenlernte, als er 29 Jahre alt war. (…).
Granma, 18.6.2020.
Granma > Geschichte. Maximo Gomez. Granma, 2020-06-18.
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21.05.2020 Kuba
Geschichte
Granma

Geschichte
Gründung
Republik
Volltext
An was erinnert uns der 20. ?. An einem 20. Mai, aber im Jahr 1902, wurde die Republik konstituiert. Es wurden formale Rechte proklamiert, aber was bedeutete die Republik tatsächlich für die Kubaner?
Ungerechtigkeit: Viele von denen, die alles auf dem Schlachtfeld gelassen hatten, als sie für die Unabhängigkeit kämpften, wurden ausgeschlossen. Unterwürfigkeit: Nur die Herren wurden ausgewechselt. Repression: Nicht wenige der besten Kubaner, die gegen die Übel der Republik kämpften, verloren ihr Leben. Ausgrenzung und Diktatur: Das, was auf den schönen Postkarten von Havanna nicht zu sehen ist.
Ich sehne mich nicht nach den Leuchtreklamen. Angesichts des Todes von Mella, Guiteras, Jesús Menéndez, Frank, Abel, Echeverría und so vielen anderen gibt es keinen Grund sich zu freuen. Nach ihnen empfinde ich Sehnsucht. Der 20.Mai ist ein Datum, um sich daran zu erinnern, dass es nicht genügt, eine Republik zu haben. Sie haben es genau gesehen, und es hat ihnen nicht genügt. Es ist ein Datum, um sich zu vergegenwärtigen, dass die Republik allein nichts bedeutet. Sie war genau das Gegenteil von dem, was Martí erträumte, der Republikaner, der an einem 19. Mai in Dos Ríos fiel. Martí hat sich nicht damit begnügt, für die Republik einzutreten. Er war Antiimperialist! Ich sage dies ganz laut, damit man es nicht vergisst: Alles, was er tat, war aus diesem Grund. (…).

Granma, 21.5.2020.
Granma > Geschichte. Republik. Granma, 2020-05-21.
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19.05.2020 Kuba
Geschichte
Granma

Frauen
Volltext
Vilma lebendig im heutigen Kampf der Frau. Die Ehrung der Heldin des Guerilla- und Untergrundkampfes Vilma Espín Guillois an ihrem 13. Todestag begleitete ein Blumengebinde, das ihr von ihrem Kampf- und Lebensgefährten, Armeegeneral Raúl Castro Ruz, gewidmet wurde. Es kam Teresa Amarelle Boué, Mitglied des Politbüros der Partei und Generalsekretärin des kubanischen Frauenverbandes FMC, zu, dieses Blumengebinde vor dem Monolithen im Mausoleum für die Helden und Märtyrer der II. Front des Ostens Frank País zu platzieren, während das Blumengebinde im Namen des kubanischen Volkes von Leyanis Riquelmes Batista, Präsidentin des städtischen Verteidigungsrates, niedergelegt wurde. Vilma gedachte auch Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez, der an diesem Tag auf seinem Twitter-Account schrieb: „Mit Vilma in Zeiten des Kampfes. Vilma immer präsent“. Um das Erbe des ewigen FMC-Präsidentin hervorzuheben, zitierte der kubanische Präsident in einem weiteren Tweet eine Reflexion des historischen Führers der kubanischen Revolution, Fidel Castro Ruz, über die Revolutionärin, als er sagte: „Die immer intelligenten, gelassenen, revolutionären und liebenswürdigen Worte Vilmas“. (…).

Granma, 19.6.2020.
Granma > Vilma Espin. Todestag. Granma, 2020-06-19.
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25.04.2018 Serbien
Geschichte
Junge Welt

Antikommunismus
Geschichte
Volltext
Umgeschriebene Geschichte. In den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens soll die Erinnerung an den Sozialismus aus der Öffentlichkeit verbannt werden. Der Geschichtsrevisionismus in Serbien nimmt immer skurrilere Formen an. Am 27. Februar hat der Bürgermeister der Stadt Zrenjanin, Cedomir Janjic, dem Ministerium für öffentliche Verwaltung und lokale Selbstverwaltung den Vorschlag weitergeleitet, seine Stadt in Petrovgrad umzubenennen. Janjic gehört der in Belgrad regierenden Serbischen Fortschrittspartei (SNS) an. Ginge es nach Janjic und seiner SNS, erhielte die Stadt in der Vojvodina, die vor 70 Jahren nach dem Kommunisten und Partisanen Zarko Zrenjanin benannt wurde, den Namen, den sie zwischen 1935 und 1941 getragen hatte. Unterstützt wird das Vorhaben von rechten Gruppen und lokalen Geschäftsleuten. Die Umbenennung von Orten, Strassen und Plätzen ist kein neues Phänomen. Bereits Anfang der 1990er Jahre begannen die neuen Machthaber in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens, diejenigen Namen zu ersetzen, die an Sozialismus, Antifaschismus und die Ideale von „Brüderlichkeit und Einheit“ erinnerten. Die Klassenfrage wurde durch die nationale ersetzt. Neue Namensgeber wurden gesucht und gefunden: Figuren aus der Monarchie, der Zeit der Staatsgründungen im 19. Jahrhundert oder sogar aus den Reihen der Kollaborateure während des Zweiten Weltkriegs. Der öffentliche Raum wurde und wird den jeweiligen nationalen Erzählungen und Mythen angepasst. Die neue Geschichtsschreibung soll dabei die (…).
Junge Welt, 25.4.2018.
Junge Welt > Serbien. Geschichte. Junge Welt, 2018-04-25.
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16.02.2018 Kosovo
Geschichte
Junge Welt

Geschichte
Volltext
Ein scheiterndes Experiment. Vor zehn Jahren erklärte sich das Kosovo für unabhängig. Der Staat ist bis heute eine Art Kolonie des Westens – und ein Hort der Mafia. Hannes Hofbauer ist Historiker und Verleger. Er schrieb an dieser Stelle zuletzt am 1. Dezember 2017 über das Ende des Jugoslawien-Tribunals. Von ihm erschien 2008 im Wiener Pro¬media-Verlag: „Experiment Kosovo. Die Rückkehr des Kolonialismus.“ Am 17. Februar 2018 jährt sich die Unabhängigkeitserklärung des Kosovo zum zehnten Mal. Die ausländischen Verwalter geben sich nach aussen zufrieden, die einheimische politische Elite feiert und hofft darauf, dass sie der immer näher rückende juristische Bannstrahl wegen ihrer Verstrickungen in die organisierte Kriminalität verschonen möge, die US-Armee beflaggt ihr grosses Militärcamp, und die jungen Einwohner des Kosovo träumen von der Emigration. Kein anderes Land in Europa ist politisch, wirtschaftlich und militärisch so abhängig wie die gewaltsam abgespaltene (ehemalige) serbische Provinz. Kosovos Staatlichkeit war von Anfang an eine überwachte, Personal der Vereinten Nationen und der Europäischen Union hatte sich ebenso wie ausländisches Militär bereits unmittelbar nach dem Rückzug der serbischen Truppen im Juni 1999 festgesetzt. In rasender Geschwindigkeit erfolgte die Errichtung einer wahrhaften Kolonialverwaltung, an der sich auch nach der feierlich verkündeten Unabhängigkeit grundsätzlich nichts geändert hat. Die höchste Autorität im Land bleibt der jeweilige Chef der (…).
Junge Welt, 16.2.2018.
Junge Welt > Kosovo. Geschichte. Junge Welt, 2018-02-16.
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23.11.2017 Zürich
Geschichte
Personen
Vorwärts
Konrad Farner
Geschichte
Kapitalismus
Volltext
Liberalismus in Reinkultur. Konrad Farner (1903-1974) zeigt in einer Rede zur 600-Jahr-Feler von Zürichs Beitritt zum Eidgenössischen Staatenbund die Klassenkämpfe vom Mittelalter bis heute. Unser Ausschnitt porträtiert den Autokraten Alfred Escher. „Schaffer und Raffe“. Der Kapitalismus akkumuliert sich in Zürich stärker als irgendwo in der Schweiz. Ja, er konzentriert sich hier, er konzentriert sich in Form von Fabriken, Handelsgeschäften, Banken und Verkehrsmitteln. Er konzentriert und repräsentiert sich in der gewaltigsten Persönlichkeit der damaligen Schweiz, in einer Persönlichkeit, die als „Princeps“, wie man ihn nennt, als Fürst und Führer, Stadt und Land tatsächlich beherrscht, in Alfred Escher. Er ist es, der das alte Bürgermeisteramt auch jetzt ausübt: Er ist ein neuer Diktator, ebenso eigenmächtig wie seine Vorgänger, ebenso herrschsüchtig und leidenschaftlich, so begabt und rücksichtslos, so weitblickend, energisch und talentiert. Er ist, um zeitgenössische Worte zu gebrauchen, der „Schaffer und Raffer“, wie ihn Zürich noch nie erlebt: Regierungspräsident, mehrmals Präsident des Nationalrates, einflussreichstes Mitglied der Bundesversammlung, Gründer und Leiter der Kreditanstalt, Präsident der Nordostbahn, Initiant der Gotthardbahn und deren Direktionspräsident. Er ist der „Eisenbahnkönig“ überhaupt - der Konzessionsvertrag der Nordostbahn wird im Jahr 1853 dreifach unterzeichnet: im Namen des Regierungsrates vom Präsidenten Alfred Escher, im Namen der Aufsichtsbehörde der Kantonalbank, (…). 
Vorwärts, 23.11.2017.
Personen > Farner Konrad. Zürich. Geschichte. Vorwärts, 2017-11-23.
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01.07.2017 Sowjetunion
Funke, Der
Geschichte

Oktoberrevolution
Sowjetunion
Volltext
Trotz wirtschaftlicher Rückständigkeit, Analphabetismus, Krieg und Zerstörung, ergriffen die Arbeiterinnen und Arbeiter Russlands im Oktober 1917 die Initiative, nahmen ihr Schicksal in die eigenen Hände und begannen die Gesellschaft in ihrem Sinn zu gestalten. Ein wahrhaft historisches Ereignis. Heute, 100 Jahre später, steht die Menschheit vor einer ähnlichen Aufgabe. Die kapitalistische Krise offenbart vor aller Augen die zerstörerischen Auswirkungen des alles durchdringenden Kapitalismus. Längst sind die feudalen Strukturen, welche in Russland ein bestimmender Faktor waren, ausgemerzt, die Ausbeutung und Unterdrückung, der Krieg und die Zerstörung, Armut und Arbeitslosigkeit hingegen sind noch immer Realität; sie sind zwingender Teil des kapitalistischen Systems und auf Weltebene allgegenwärtiger als jemals zuvor. Dieses System zu überwinden, wie es die Russische Revolution für einen kurzen Zeitraum vorgemacht hat, ist heute die dringlichste Aufgabe der Menschheit; konkret stellt sich die Frage: Sozialismus oder Barbarei. Angesichts dieser Tatsache erstaunt es kaum, dass die Russische Revolution auch heute noch die Gemüter erhitzt. Während sie von bürgerlichen Medien, KommentatorInnen und HistorikerInnen verteufelt wird, nehmen wir das 100jährige Jubiläum zum Anlass, uns eingehender mit den Ereignissen von damals und ihren Lehren für die revolutionäre Arbeit heute zu befassen. Die internationale marxistische Strömung und der Funke als ihre Schweizer Sektion, verteidigen die Russische Revolution gegen (…). Die Redaktion.
Der Funke, Juli-August 2017.
Funke, Der > Oktoberrevolution. Der Funke, 2017-07-01.
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20.12.2016 Kuba
Geschichte
Granma

Geschichte
Volltext
Sancti Spíritus gedenkt der historischen Kampagne in Las Villas. In Städten und Dörfern der Provinz wird der 58. Jahrestag des Sieges der Rebellen begannen. José Ramón Monteagudo Ruiz, Erster Parteisekretär der Provinz Sancti Spíritus, grüsst die neuen Mitglieder des Jugendverbandes UJC. Verschiedene Gemeinden der Provinz Sancti Spiritus gedenken der in den letzten Monaten des Jahres 1958 unter dem direkten Kommando der Kommandanten Ernesto Che Guevara und Camilo Cienfuegos durchgeführten historischen Kampagne im Gebiet der ehemaligen Provinz Las Villas, wenn sie in diesen Tagen den 58. Jahrestag ihrer Befreiung begehen. In Fomento, dem ersten freien Gebiet von Las Villas, versammelten sich Tausende von Menschen auf dem Platz 26. Juli. Sie erinnerten an die Grosstaten von Che, die Tapferkeit der Gefallenen bei der Einnahme der Stadt und die wichtigsten Errungenschaften der Revolution im Escambray-Gebirge, das bis zum Sieg der Revolution im Januar 1959 eine Hölle von Ungerechtigkeiten, Vertreibung, Missbrauch und unhygienischen Bedingungen war. Im Rahmen der Feier überreichte José Ramón Monteagudo Ruiz, Mitglied des Zentralkomitees und erster Parteisekretär von Sancti Spiritus, neuen Mitgliedern des Jugendverbandes und der Partei ihre Ausweise und nahm dann an der Eröffnung mehrerer Gemeindeobjekte teil, wie ein Heim für werdende Mütter, einen Lebensmittelladen und den ersten Teil eines Marktkomplexes neben dem Platz 26. Juli. Ähnliches geschah in Taguasco, (…). Juan Antonio Borrego.
Granma, 20.12.2016.
Granma > Geschichte. Sancti Spiritus. Granma, 2016-12-20.
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14.04.2016 Schweiz
Geschichte
WOZ
David Hunziker
Geschichte
Internetportal
Volltext
Intervention in die umkämpfte Zone. Über die Onlineplattform „Geschichte der Gegenwart“ mischen sich GeisteswissenschaftlerInnen in politische Debatten ein. Nach zweieinhalb Monaten steht fest: Das stösst auf Interesse. Erst gerade im Januar 2016 aufgeschaltet, hat die Plattform „Geschichte der Gegenwart“ bereits einen Coup gelandet: Ein vom Romanisten Jens Andermann verfasster Aufruf gegen die Menschenrechtsverletzungen der Regierung Mauricio Macri in Argentinien sorgte im Land selber für Aufsehen: Der Beitrag wurde in der Presse diskutiert und gar vom Präsidenten höchstpersönlich sowie von Expräsidentin Kirchner auf Twitter geteilt. Über 35‘000 Mal wurde dieser Text bereits aufgerufen. Geschichtsprofessorin Svenja Goltermann, die zusammen mit dem Historiker Philipp Sarasin den Anstoss zur Gründung der Plattform gegeben hat, gibt sich im Gespräch überzeugt: „Was wir zu sagen haben, interessiert.“ Insgesamt 170‘000 Klicks verzeichnete die Seite bisher. Bei den Schweizer Themen liefen Sarasins Artikel zu Blochers Elitebegriff und zu Roger Köppels Göring-Editorial in der „Weltwoche“ besonders gut. Immer mehr ProfessorInnen von Schweizer Unis drängen in die Welt der BloggerInnen. Die Ergebnisse ihrer Forschung, die sonst meist in Fachpublikationen versickern, sollen in verständlicher Sprache an die Öffentlichkeit gelangen. Die fünf HerausgeberInnen von „Geschichte der Gegenwart“, allesamt Geisteswissenschaftlerlnnen der Uni Zürich, wollen darüber hinaus auch dezidiert (…). David Hunziker.
WOZ, 14.4.2016.
WOZ > Geschichte. Internet-Plattform. WOZ, 2016-04-14.
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01.04.2015 Schweiz
Geschichte
Personen
Work
Hans-Ulrich Jost
Geschichte
Volltext
Streit um unsere Wurzeln - jetzt schaltet sich Geschichtsprofessor Hans-Ulrich Jost ein: „Die Rütli-Schweiz ist eine Legende“. Rütlischwur, Wilhelm Tell und Neutralität: Die Mythen der SVP helfen nicht, die moderne Schweiz zu verstehen, sagt Geschichtsprofessor Hans Ulrich Jost. Diese haben vor zweihundert Jahren nämlich die europäischen Grossmächte erfunden. Nun ist offenbar sogar dem bürgerlichen Historiker und ehemaligen Mitarbeiter der NZZ, Thomas Maissen, der Kragen geplatzt. Er hat ein Buch publiziert. Ein Buch gegen die Geschichtsfälschungen der SVP, dieses „rechtspopulistische Bollwerk“. Eine Schrift gegen die Schlagworte, mit denen Christoph Blocher, Christoph Mörgeli (SVP) und Roger Köppel (SVP und „Weltwoche“) in diesem Jubiläumsjahr nur so um sich werfen. „Gegen fremde Richter“, gegen Habsburg (heute die EU), für Wilhelm Tell, für die Schweizer Neutralität seit der Schlacht von Marignano (1515) und für die unabhängige Schweiz seit dem Rütlischwur (1291). Die SVP versucht, der Geschichte der Schweiz die Schlagworte ihres Programms aufzupfropfen. Gegen dieses Machwerk will Maissen „den heutigen geschichtswissenschaftlichen Kenntnisstand ins politische Streitgespräch“ einbringen. So zerzaust Maissen zum Beispiel die SVP-Behauptung, die Eidgenossen hätten nach der Schlacht von Marignano (1515) die ewige Neutralität eingeführt. Purer Unsinn. (…). Hans-Ulrich Jost.
Work online, 1.4.2015.
Personen > Jost Hans-Ulrich. Geschichte Schweiz. Work online, 1.4.2015.
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01.04.2015 Schweiz
Geschichte
Personen
Work
Robert Grimm
Hans-Ulrich Jost
Geschichte
Volltext
Aufmüpfige Geschichtsbücher. Von Grimm bis Max Frisch. Der Streit um die Geschichte der Schweiz ist fast so alt wie ihre Geschichte selbst. Geschichte ist hochpolitisch. Regierende sind daran interessiert, die Vergangenheit so darstellen zu können, dass sie ihre politische Macht legitimiert. Die offizielle Schweiz hat deshalb immer wieder harsch auf Publikationen reagiert, die eine Gegengeschichte von unten und von links schrieben. (…).
Hans Ulrich Jost
Work online, 1.4.2015.
Personen > Jost Hans-Ulrich. Geschichte Schweiz. Work online, 1.4.2015-1.
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21.08.2014 Schweiz
Geschichte
Personen
Work
Hans-Ulrich Jost
1. Weltkrieg
Volltext
Hurra! Es ist Krieg! Die Schweiz schwelgt in Kriegserinnerungen: Neutralität, Soldaten, Alltag. Was dabei verschwiegen wird, sagt der Geschichtsprofessor Hans Ulrich Jost. 1914 hatten hohe Militärs, Wirtschaftsführer und Politiker den Ersten Weltkrieg vom Zaun gerissen. Heute, hundert Jahre danach, feiern Presse, Radio und Fernsehen das Ereignis in allen Tönen. Und einige Historiker benutzen die Konjunktur, um ihrerseits dicke Bücher auf den Markt zu werfen. Auch die Schweiz schwelgt in Erinnerungen. Es wird viel über Neutralität, Soldaten und Kriegsalltag geschrieben. Einiges wird allerdings auch verschwiegen oder nur am Rande erwähnt. Etwa, dass Industrie und Banken tüchtig am Krieg mitverdienten. Kriegsmaterial wurde mit viel Gewinn ins Ausland geliefert. Kredite und Fluchtgelder brachten all den Banken schöne Profite. Die Neutralität machte profitable Geschäfte mit allen Kriegführenden möglich. Krieg gegen das Volk. Verheimlicht wird ebenfalls, dass es nicht nur um einen Krieg zwischen den Staaten, sondern auch um einen Krieg der führenden Eliten gegen das eigene Volk ging. (…).Hans Ulrich Jost.
Work online, 21.8.2014.
Work > Erster Weltkrieg. Work online, 21.4.2014.
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14.08.2014 Schweiz
Geschichte
Personen
WOZ
Pit Wuhrer
1. Weltkrieg
Volltext
„Der erste Weltkrieg“. Die Macht und die Inkompetenz. Kann man epochale Ereignisse wie den Ersten Weltkrieg auf wenigen Seiten fundiert beschreiben? Der Historiker Volker Berghahn hat das geschafft. Mindestens zwanzig Millionen Tote, etwa ebenso viele, oft bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte Verletzte, ganze Armeen, die an den vielen Fronten buchstäblich verbluteten, Hungersnöte, Massenstreiks, später der Kollaps von drei Monarchien und des Osmanischen Reichs, Revolutionen in Mittel- und Osteuropa (darunter zwei in Russland 1917), schliesslich ein fataler Friedensvertrag und neue Staaten auf dem Balkan, sowie im Nahen Osten, deren Grenzverlauf bis heute das Weltgeschehen prägt: Der Erste Weltkrieg war in der Tat die „Urkatastrophe“ (so der US-amerikanische Historiker George F. Kennan) des 20. Jahrhunderts. Zu ihr haben zahllose HistorikerInnen pünktlich zum 100. Jahrestag des Kriegsbeginns dicke Bücher publiziert. Aber wer soll die alle lesen? Eine Erfindung der Propaganda. (…). Pit Wuhrer.
WOZ, 14.8.2014.
WOZ > Erster Weltkrieg. Buchbesprechung. WOZ, 14.8.2014.
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23.05.2014 Schweiz
Geschichte
Personen
Work
Fredi Lerch
Geschichte
Internet
Soziale Sicherheit
Volltext
Starke neue Website zur Geschichte der sozialen Sicherheit: Eine Fundgrube für alle. Der Sozialstaat Schweiz ist nicht vom Himmel gefallen, er wurde erkämpft. Wie, wann und warum? Das können wir jetzt alles nachschauen. Im Internet. Unfall? Suva! Entlassen? Arbeitslosenkasse! Krank? Krankenkasse! Behindert? Invalidenversicherung! Pensioniert? AHV-Rente! 1848, bei der Gründung des Bundesstaats, gab's noch keine dieser Einrichtungen. Die industrielle Revolution hatte damals die Warenwelt explodieren lassen und die Fabrikherren reich gemacht. Sie brachte aber auch die miserablen Lebensverhältnisse des Proletariats: Zerstörung der Selbstversorgung, lange Arbeitszeiten, kaum Lohn, gefährliche und ungesunde Arbeitsbedingungen, Armut und Elend, Unterernährung, Wohnungsnot, mangelnde Hygiene, Krankheit und frühes Siechtum. Hilfe kam ausschliesslich von privater Seite, als Almosen und punktuell: von Nonnen und Pfarrherren, von Schulmeistern und Fabrikantengattinnen. Der Schriftsteller C.A. Loosli hat solche Leute später als „Philanthropophagen“ verspottet - als menschenfressende Menschenfreunde. Gerechterweise muss man sagen: Die Almosenwirtschaft hat im Einzelfall geholfen. Aber, wie schon Heinrich Pestalozzi gesagt hat: „Wohltätigkeit ist das Ersäufen des Rechts im Mistloch der Gnade.“ (…). Fredi Lerch.
www.geschichtedersozialensicherheit.ch
Work, 23.5.2014.
Personen > Lerch Fredi. Soziale Sicherheit. Informationen. Work, 23.5.2014.
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01.03.2013 Schweiz
GBH Schweiz
Geschichte
Personen
Unia Schweiz
Katharina Kerr
Rebekka Wyler
Arbeiterbewegung
EU
EWR
Personenfreizügigkeit
Volltext

Kenntnisreich aufgearbeitete Nachkriegsgeschichte: Die Schweizer Gewerkschaften und Europa. Vom „Ja, aber“ zum „Nein, wenn nicht…“ Nachkriegseuropa fand zunächst auf wirtschaftlicher Ebene zusammen. Die Schweizer Gewerkschaften brauchten ein Weilchen, bis sie merkten, dass sie von diesem Projekt mitbetroffen sind. Und noch etwas länger, bis es gelang, den „Hebel Europa“ wirksam einzusetzen. Die Verflechtungen des schweizerischen Wirtschaftsraums und der Schweizer Politik mit dem europäischen und dem globalen „Ausland“, stellten auch die Schweizer Gewerkschaften vor neue Aufgaben. Die Zürcher Historikerin und SP-Politikerin Rebekka Wyler hat diese Geschichte mit Recherchen in Gewerkschafts- und Firmenarchiven und in Gesprächen mit Zeuginnen und Zeugen des Prozesses aufgearbeitet. (...). Katharina Kerr.

VPOD-Magazin, 1.3.2013.
Arbeiterbewegung Schweiz > Geschichte. Rebekka Wyler. 1.3.2013.

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05.11.2012 Schweiz
Geschichte
Personen
Work
Bernhard Degen
Mario König
Matthias Preisser
Historisches Lexikon
Volltext

Der elfte Band des Historischen Lexikons der Schweiz ist erschienen. Von Streik bis Sozialismus. Jetzt ist auch der S-Band des Historischen Lexikons der Schweiz da: der Band für Gewerkschaften und Linke. Wussten Sie, dass die erste Sozialversicherung der Schweiz die Militärversicherung war (heute Erwerbsersatzordnung, EO)? Wussten Sie, dass die AHV erst 1948 kam? Oder dass in der Schweiz zum Schutz des Gewerbes von 1915 bis 1952 keine Hotels gebaut werden durften (Hotelbauverbot) und von 1933 bis 1945 keine neuen oder erweiterten Warenhäuser? Und wussten Sie, dass der Schweizerische Gewerkschaftsbund zwischen 1951 und 7974 kein einziges Referendum ergriffen hat? Das alles sind Randnotizen, die (...). Matthias Preisser.

Work. Freitag, 2.11.2012.
Personen > Preisser Matthias. Historisches Lexikon. Work 2.11.2012.

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03.05.2012 La Chaux-de-Fonds
Arbeiterbewegung
Geschichte
Personen
Michael Bakunin
Helen Brügger
Ernest-Paul Graber
Karl Marx
Charles Naine
Gemeinderat
Parlament
Stadtplanung
Volltext
100 Jahre linke Regierungsmehrheit. In „La Tscho“ ticken die Uhren links. Erfolgreich und sozialverträglich regieren SozialistInnen seit hundert Jahren in La Chaux-de-Fonds. Am 13. Mai dürfte in der Uhrenstadt im Neuenburger Jura das zweite Jahrhundert linker Herrschaft beginnen. Es war der 12. Mai 1912, als in La Chaux-de-Fonds zum ersten Mal Gemeindewahlen nach dem Proporzsystem stattfanden. Gewählt wurden zwanzig Mitglieder des bürgerlichen Blocks, ebenso viele der Sozialistischen Partei. Die Pattsituation führte zu mehrwöchigen Auseinandersetzungen, bis (...). Mit Foto "Arbeitsbeschaffungsprogramm".

Raymond Spira (Hrsg.): « La Chaux-de-Fonds 1912-2012. Histoires d'une ville de gauche ». Editions Alphil. Neuenburg 2012. 180 Seiten. 37 Franken.
Helen Brügger.

WOZ. Donnerstag, 3.5.2012.
Geschichte > Geschichte. La Chaux-de-Fonds. 1912-2012.doc.

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26.01.2012 Rorschach
Arbeiterstrandbad
Geschichte
Personen
Stefan Keller
Volltext

Lokale Weltgeschichte. Die grossen und kleinen Leute in Rorschach. Ein Buch über eine wenig bekannte Stadt am Bodensee erzählt auf exemplarische Weise vom Alltag im 20. Jahrhundert. Die alte Industriestadt Rorschach am Bodensee ist ein Ort, den man westlich von Winterthur nur wegen seiner Erwähnung (...). Mit Foto. Stefan Keller.

WOZ. Donnerstag, 2012-01-26.
Personen > Keller Stefan. Rorschach. 2012-01-26.doc.

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04.11.2010 Biel
Lyss
Nidau
Arbeitsgericht
Geschichte

Auflösung
Arbeitsgericht Biel/Bienne1895-2010. Jubiläumsschrift des Arbeitsgerichts der Stadt Biel und Anschlussgemeinden. 70 Seiten, zweisprachig. Arbeitsgericht der Stadt Biel, November 2010.
01.11.2010 Biel
Geschichte
Personen
Tobias Kästli

Wilhelm Gassmann (1845-1892) - Citoyen und Bourgeois. Er wurde nur 47 Jahre alt. Aber er nutzte seine Zeit, war als Drucker und Verleger tätig, profilierte sich als Offizier und Politiker, äusserte sich pointiert und musste von seinen Gegnern viel einstecken. (...). Mit Foto von Tobias Kästli. Tobias Kästli. Bieler Tagblatt. Montag, 1.11.2010.
01.11.2010 Zürich
Geschichte
Personen
Volkshaus
Fritz Brupbacher
Urs Kälin
Stefan Keller
Christoph Schlatter
Rebekka Wyler
Jubiläum
Volltext

Frisch gebadet. Das Zürcher Volkshaus wird 100 Jahre alt: Grund für eine Publikation. Und was für eine schöne! Überaus interessant ist ja auch die Geschichte dieses Hauses im Zürcher Kreis 4: Praktisch alle wichtigen Fragen und Debatten, die die Arbeiterbewegung im letzten Jahrhundert beschäftigt (und teilweise gespalten) haben, können an seinem Beispiel durchdekliniert werden. Der Jubiläumsband tut genau das, auf ebenso lehrreiche wie  unterhaltsame Weise. Themenkreis Volksgesundheit: Das Volkshaus bot Bad und Dusche, als es das in den Wohnungen, zumal im Arbeiterviertel Aussersihl, noch nicht gab. Der Abstinenzgedanke stiess nicht nur auf  Gegenliebe; manch einer - wie der Arzt Fritz  Brupbacher - spottete über die sozialreligiöse Verdammung der „Vergnügungen des Bauches und der Zunge“. (...). Christoph Schlatter. VPOD-Magazin, November 2010.

 

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17.05.2010 Biel
Geschichte
Personen
Tobias Kästli
Zweisprachigkeit Biel
Wie Biel eine zweisprachige Uhrenstadt wurde. Nachdem 1842 die Indiennedruckerei im Pasquart als grösster Industriebetrieb Biels eingegangen war, überlegte der eingebürgerte deutsche Emigrant Ernst Schüler, wie Ersatz zu schaffen sei. Er schlug 1844 dem Gemeinderat vor, einziehenden Uhrmachern aus dem Jura seien Einzugsgeld un  Einsassengeld zu erlassen. Wirtschaftsförderung durch Steuererlass! (...). Mit Foto von Tobias Kästli. Tobias Kästli. Bieler Tagblatt. Montag, 17.5.2010
19.04.2010 Biel
Geschichte
Personen
Tobias Kästli

Die einen sind im Dunkeln, die anderen sind im Licht. Es ist das schönste Haus an der Schmiedengasse, und darin, im zweitten Stock, eine Wohnung, die noch fast so aussieht wie damals, als der Arzt Emil Lanz und seine Frau Laura, geborene Bloesch, dort wohnten. Gemusterte Tapeten, schwere Holzmöbel, gemalte Porträts an den Wänden, Vitrinen voller Bücher, Holzschränke vollgestopft mit Schachteln, in denen Hunderte von Briefen, Kaufurkunden, Fotografien und sonstigen Erinnerungsstücken aufbewahrt sind. Emil Lanz (1851-1926) sichtete und ordnete die alten Dokumente, die von seinen Vorfahren mütterlicherseits und von denen seiner Frau auf ihn gekommen waren. (...). Mit Foto von Tobias Kästli. Tobias Kästli. Bieler Tagblatt. Montag, 19.4.2010

15.03.2010 Biel
Geschichte
Personen
Tobias Kästli
Guido Müller

Wenn das Armengut von den Reichen verprasst wird. Guido Müller, sozialdemokratischer Bieler Stdtpräsident von 921 bis 1947, war der Meinung, erst dank dem Wahlsieg der Linken nach dem Generalstreik von 1918 sei das "alte Biel" definitiv zu Ende gewesen. Aus einem ziemlich verkommenen Gemeinwesen sei damals, hell und zukunftsfroh, das "neue Biel" hervorgegangen. Zwischen neuem und altem Biel sah er eine tiefe Kluft. Seine Geschichtsauffassung hat auch mich in meiner Jugend geprägt. Ich schrieb ein Buch über das "rote Biel". Was vorher war, interessierte mich kaum. Heute sehe ich, dass manches, womit wir es heute zu tun haben, weit zurückweist in die frühe Neuzeit und ins Mittelalter. In erster Linie natürlich die Häuser und Gassen der Altstadt. Aber auch gewisse Institutionen sind in ihren Ursprüngen sehr alt: die Kirche, die Schule, das Spitalwesen. Sie prägen bestimmte Verhaltensweisen, die sich bis heute in ähnlicher Form immer wieder zeigen. (...). Mit Foto von Tobias Kästli. Tobias Kästli. Bieler Tagblatt. Montag 15.3.2010
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