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Anzahl gefundene Artikel: 26

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30.12.2017 Deutschland
Armut
Junge Welt

Obdachlosigkeit
Volltext
„Es hilft nur die Überwindung des Kapitalismus“. Frankfurt am Main verhängt Ordnungsgelder gegen Obdachlose, die auf der Strasse schlafen. Gespräch mit Astrid Buchheim, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Stadtparlament in Frankfurt am Main. Polizisten in Frankfurt am Main sprechen Obdachlosen, die auf der Strasse schlafen, Platzverweise aus und verlangen von ihnen, wegen „Lagerns im öffentlichen Raum“ 40 Euro Strafe zu zahlen. Wieso greift aus Ihrer Sicht das Ordnungsamt zu solchen Massnahmen? Zu vermuten ist, dass es dem Ordnungsamt darum geht, Armut aus dem Stadtbild der reichen Mainmetropole zu verbannen. Wir kritisieren das scharf. Nicht die Obdachlosen sind das Problem, sondern die Armut der Menschen in der Stadt. Schon am 10. November 2016 hatten wir in einem Antrag festgehalten, dass Hunderte auf der Strasse oder am Flughafen übernachten, und die Stadtverordnetenversammlung aufgefordert, den Magistrat zu beauftragen, ein geeignetes leer stehendes Gebäude über die Wintermonate für sie zur Verfügung zu stellen. Sie brauchen eine geschützte Anlaufstelle, um in Ruhe die Nacht verbringen zu können. In einer solchen Unterkunft könnten Beratungsangebote und Betreuung offeriert werden. Der Antrag wurde abgelehnt. Sie hatten Ordnungsdezernent Markus Frank, CDU, in der Stadtverordnetenversammlung am 14. Dezember nach der Anzahl von gegen Obdachlose verhängten sogenannten „Barverwarnungen“ gefragt. Wie hat er reagiert? Frank meinte, das sei alles (…).
Junge Welt, 30.12.2017.
Junge Welt > Obdachlosigkeit. Junge Welt, 2017-12-30.
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15.11.2017 Deutschland
Junge Welt

Obdachlosigkeit
Volltext
Wohnungsnot
Massen ohne Zuhause. Wohnungs- und Obdachlosigkeit auf Nachkriegsrekordniveau. Bis 2018 1,2 Millionen Menschen betroffen. Zunehmend auch Familien auf der Strasse. Achthundertsechzigtausend Menschen sind im Jahr 2016 ohne Wohnung. Das entspricht einem Zuwachs von 150 Prozent innerhalb von 24 Monaten. Dass weitere 350‘000 hinzukommen werden, ist bereits heute abzusehen; 2018 werden voraussichtlich 1,2 Millionen Menschen in der BRD ohne Wohnung sein. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. (BAGW) stellte am Dienstag ihren Jahresbericht vor. Werena Rosenke und Thomas Specht, Geschäftsführende des Vereins, konstatieren „teils rechtswidrige Zustände“ und „elende Bedingungen“ im Land der „Exportweltmeister“ mit dem Mantra „es geht uns doch noch so gut“. So würden etwa Zeltstädte wegen „Störung der öffentlichen Ordnung“ aufgelöst, ohne dass neue Unterkünfte, zu deren Bereitstellung die Kommunen verpflichtet sind, tatsächlich zur Verfügung gestellt würden. „Herausragendes Negativbeispiel“ auf Länderebene sei der rot-rote Senat in Berlin (2002 bis 2011), der zur Haushaltskonsolidierung mindestens hunderttausend Sozialwohnungen verschachert hat: „Berlin ist eine Katastrophe, das schlechteste Beispiel in ganz Deutschland“, so Specht. Das Problem des Wohnungsmangels gehe indes auf wissentliches Verschulden der Bundesregierungen bereits seit 1990 zurück. Die Zahlen wollten die führenden Politiker gar nicht wissen: „Wenn die Bundesregierung die (…).
Junge Linke, 15.11.2017.
Junge Welt > Obdachlosigkeit. Junge Welt, 2017-11-15.
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26.10.2017 Berlin
Junge Welt
Mietwesen

Obdachlosigkeit
Volltext
Wohnungsnot
Ohne Dach überm Kopf. Berliner Medien und Politiker bauschen ein altes Thema auf: Prostitution im Tiergarten. Obdachlose sollen aus dem Park vertrieben werden. Hintergrund: Wohnungsnot. Vor allem in deutschen Grossstädten droht immer mehr Menschen der Verlust ihrer Wohnung. Während die Mieten in Metropolen wie Berlin, Köln, Hamburg und München ins Unermessliche steigen, können immer mehr Menschen die Kosten dafür nicht mehr aufbringen. Mangels öffentlicher und jährlich erhobener Statistiken ist die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe auf Schätzungen angewiesen. In ihren letzten Veröffentlichungen heisst es, dass im Jahr 2014 ca. 172‘000 Haushalte (2012: 144‘000) unmittelbar betroffen gewesen seien. Zwar sei es in rund 50 Prozent der Fälle gelungen, die Wohnung durch präventive Massnahmen zu erhalten, doch habe es „insgesamt 86.000 neue Wohnungsverluste in 2014, davon ca. 33‘000 (38 Prozent) durch Zwangsräumungen und ca. 53‘000 (62 Prozent) sogenannte kalte Wohnungsverluste“, gegeben. Beim „kalten“ Wohnungsverlust kommt es nicht zur Zwangsräumung, sondern die Mieter, vor allem Alleinstehende, „verlassen“ die Wohnung ohne Räumungsverfahren oder vor dem Zwangsräumungstermin, erläutert die BAG Wohnungslosenhilfe. Zugleich warnt der Zusammenschluss, dass ein ausschliesslicher Blick auf die Zwangsräumungszahlen „das Ausmass neu entstehender Wohnungslosigkeit“ verkenne. Als Ursache für den dramatischen Anstieg der Wohnungslosenzahlen, (...).
Junge Welt, 26.10.2017.
Junge Welt > Obdachlosigkeit. Junge Welt, 2017-10-26.
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05.10.2017 Deutschland
Armut
Junge Welt

Obdachlosigkeit
Volltext
Obdachlose weggetrickst. Stadt Hamburg unterläuft Rechtspflichten im Umgang mit unfreiwilliger Wohnungslosigkeit. Sozialarbeiter fordern Ankunftshäuser. Hintergrund: Sozialbehörde versus Vermieter. Sie kamen morgens um sechs. Eine ganze Hundertschaft von Behördenvertretern stürmte am Dienstag vergangener Woche zwei Häuser an der Seehafenstrasse in einer eher unwirtlichen Gegend des südlichen Hamburger Bezirks Harburg. Zum Team gehörten Mitarbeiter von Zoll und Polizei ebenso wie Vertreter von Arbeitsagentur, Gesundheits- und Jugendschutzämtern, Bauaufsicht und Steuerverwaltung. Ziel der Razzia: Hamburgs Sozialbehörde will skrupellosen Vermietern, die mit überhöhten Mieten für heruntergekommene Wohnungen abkassieren, das Handwerk legen. Die „Hamburger Morgenpost“ berichtete am Tag darauf von Müllbergen in den kontrollierten Wohnungen, von Schimmel an den Wänden, Ratten und Kakerlaken. 142 Personen seien angetroffen worden, fast alle aus Rumänien. 36 von ihnen hätten das Angebot der Behörden angenommen, woanders untergebracht zu werden. Der Verdacht, dass die Wohnungen unbewohnbar sind, aber sich allerdings nicht bestätigt, schrieb die „Mopo“, so dass die Häuser nicht geräumt werden mussten. Die Sozialbehörde wirft dem Vermieter vor, die Notlage der Bewohner auszunutzen, wie das Strassenmagazin „Hinz & Kunzt“am Donnerstag letzter Woche berichtete. Die Wohnungen seien so dicht wie irgend möglich belegt. In einer Dreizimmerwohnung seien zum Beispiel drei jeweils vierköpfige (…).
Junge Welt, 5.10.2017.
Junge Welt > Obdachlosigkeit. Junge Welt, 2017-10-05.
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21.04.2017 Deutschland
Junge Welt
Obdachlosigkeit

Gewalt
Obdachlosigkeit
Volltext
„Gewalt gegen Wohnungslose ist Dauerthema“. In Hamburg soll ein Mann den Schlafsack eines Obdachlosen angezündet haben. Das ist kein Einzelfall. Gespräch mit Julia von Lindern. Julia von Lindern ist Diplomsozialpädagogin beim Düsseldorfer ¬Straßenmagazin „fiftyfifty“. Regelmässig kommt es zu Übergriffen auf Wohnungslose. In der vergangenen Woche wurde ein 24jähriger Mann in Hamburg festgenommen: Er soll einen Schlafsack angezündet haben, in dem ein Obdachloser schlief. Wie erklären Sie sich diesen Hass? Gewalt gegen Wohnungslose ist ein Dauerthema. Allein 2016 gab es mindestens 17, seit 1989 mindestens 502 Todesfälle durch Gewalt gegen wohnungslose Menschen. Bei den Motiven spielen menschenverachtende und extrem rechte Einstellungen eine zentrale Rolle. Rund 20 Prozent der Taten haben einen offen rechtsextremen Hintergrund, die Täter sind organisierte Neonazis oder vertreten offensiv eine rechte Weltanschauung. Diese Zahlen wurden von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. erhoben. Die Dunkelziffer ist mit ziemlicher Sicherheit erheblich höher. Der Hass gegen Wohnungslose ist in der neonazistischen Ideologie bereits fest verankert. Der rechte Szenebegriff „Penner klatschen“ spricht für sich und zeigt gleichzeitig, welche Bereitschaft zum Gewaltexzess gegen die aus ihrer sozialdarwinistischen Sicht „Asozialen“, „Faulen“ oder „Minderwertigen“ vorhanden ist. Betrachtet man diese Gewalt im gesamtgesellschaftlichen Kontext wird klar, dass zunehmende Verarmung, Ausgrenzung und Diskriminierung von erheblichen Teilen der Bevölkerung die (…). Interview: Markus Bernhardt.
Junge Welt, 21.4.2017.
Junge Welt > Obdachlosigkeit. Gewalt. Junge Welt, 2017-04-21.
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07.04.2017 Deutschland
Junge Welt

Interview
Obdachlosigkeit
Volltext
„Sie haben keine Wahl, sie werden bleiben“. Der Hamburger Bezirk Mitte vertreibt Obdachlose. Im Visier sind gerade jene, die zum eigenen Schutz eine Plane oder ein Zelt nutzen. Gespräch mit Stephan Nagel. Stephan Nagel ist Referent für Wohnungslosen-, Suchtkrankenhilfe und Armut beim Diakonischen Werk Hamburg. Der Hamburger Bezirk Mitte hat Anfang der Woche die Räumung einer „Platte“ – also eines Ortes, an dem Obdachlose schlafen – am Alsterfleet angedroht. Die Verdrängung geht in der Hansestadt offenbar weiter. Ja, nach unseren Beobachtungen nehmen die Vertreibungen von obdachlosen Menschen, die im öffentlichen Raum nächtigen, zu. Empörend ist, dass besonders solche betroffen sind, die einen einfachen Schutz, sei es ein Zelt, eine Plane oder Unterstand, nutzen. Letzteres wird dann als „Verfestigung“ gedeutet, die nicht geduldet werden soll. Wer sich ohne jeden Schutz in Wind und Regen legt, hat etwas bessere Chancen, unbehelligt zu bleiben. Was die Platte am Alsterfleet betrifft: Einige der dort Nächtigenden haben den Ort offenbar aufgrund der Räumungsverfügung bereits verlassen. Das Strassenmagazin „Hinz und Kunzt“ berichtet, die Platte sei sehr aufgeräumt gewesen. Glauben Sie der offiziellen Begründung, Anwohner hätten sich beschwert? Es ist sehr unwahrscheinlich, dass tatsächlich Störungen von dieser Platte für Nachbarn ausgegangen sind. Manchmal fühlen sich Passanten allerdings bereits durch den blossen Anblick von obdachlosen Menschen verunsichert und gestört. Darauf können (…). Interview: Kristian Stemmler.
Junge Welt, 7.4.2017.
Junge Welt > Obdachlosigkeit. Interview. Junge Welt, 2017-04-07.
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25.03.2017 Deutschland
Junge Welt

Obdachlosigkeit
Volltext
Allein auf der Strasse. Verein warnt: Wohnungslosigkeit unter Jugendlichen wächst. Zehntausende fallen aus den Netzen, deutlich mehr als angenommen. In Deutschland leben offenbar weit mehr Jugendliche auf der Strasse als bisher angenommen. Das geht aus einer Studie hervor, die das Deutsche Jugendinstitut (DJI) am Freitag veröffentlichte. Interviews mit Betroffenen und Betreuern von Noteinrichtungen ergaben danach, dass aktuell vermutlich rund 37‘000 junge Menschen unter 26 Jahren keine feste Bleibe haben. Zu zwei Dritteln handele es sich um Jungen und junge Männer, ein Drittel seien Mädchen und Frauen. Jeder vierte von ihnen lebe durchgängig auf der Strasse. Die anderen finden meist Unterschlupf bei Bekannten oder Freunden. Etwa ein Fünftel aller Betroffenen sei minderjährig. Vor zwei Jahren war das DJI von insgesamt etwa 21‘000 Betroffenen ausgegangen. Auch bei den neuen Zahlen handelt es sich um Schätzungen. Da nicht alle Jugendlichen Hilfe in Anspruch nehmen, ist eine hohe Dunkelziffer wahrscheinlich. „Strassenjugendliche bleiben in Städten oft unsichtbar und konnten somit vermutlich nicht adäquat erfasst werden“, konstatiert Autorin Carolin Hoch in einer Mitteilung des Vereins, der in München und Halle (Saale) ansässig ist und Geld unter anderem vom Bund und von den Ländern erhält. Der habe zudem nicht in allen Landkreisen Hilfeeinrichtungen gefunden, die befragt werden konnten. Generell sind die Zahlen zur Wohnungslosigkeit in der BRD nur Schätzungen. Es wird hierzulande nicht erhoben, wie viele Menschen auf der Strasse leben und auf Hilfsangebote angewiesen sind. Betroffene selbst sagten am häufigsten aus, (…). Susan Bonath.
Junge Welt, 25.3.2017.
Junge Welt > Obdachlosigkeit. Junge Welt, 2017-03-25.
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03.03.2017 Deutschland
Armut
Junge Welt

Armut
Obdachlosigkeit
Volltext
Und die Profite sprudeln. Armutsbericht. Die Zahl der Armen in Deutschland hat einen neuen Höchststand erreicht. Armut betrifft fast ein Sechstel der deutschen Bevölkerung: knapp 13 Millionen Menschen. Zu keiner Zeit seit der Einverleibung der DDR gab es so viele Abgehängte. Armut ist unübersehbar: unter Berliner Brücken, in Frankfurter Bahnhöfen, in Hamburger Parks – zum Beispiel. Darum verwundert der neue Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbandes nicht. Er belegt nur eine Entwicklung, die seit langem bekannt ist; eine Tendenz, welche die Regierenden beharrlich gleichgültig ignorieren – und fördern. Die Koalitionäre feiern in Berlin lieber die deutschen Exportüberschüsse. Die kletterten im vergangenen Jahr auf 253 Milliarden Euro. Das ist ein neuer Rekordwert seit dem Ende der DDR, und ein Achtel des gesamten Bruttoinlandsproduktes. Auch das steigt immer weiter: Mit 3,13 Billiarden Euro schufen Beschäftigte im Deutschland des Jahres 2016 doppelt so viele Werte wie 1991. Zu verdanken ist das auch einem boomenden Niedriglohnsektor und den seit Jahren stagnierenden mittleren Einkommen. Und während die Wirtschaft brummt, wächst die Zahl derer, die von ihrer Arbeit nicht mehr leben können. „Unterbeschäftigt“ nennt die Bundesagentur jene, die mit Hartz IV aufstocken müssen. Im Februar lebten mit 6,1 Millionen wieder mehr Menschen von dieser minimalen Grundsicherungsleistung. Anstatt die Wirtschaft an die Kandare zu nehmen, dafür zu sorgen, dass alle vom Boom profitieren, lässt die (…). Susan Bonath.
Junge Welt, 3.3.2017.
Junge Welt > Armut. Obdachlosigkeit. Junge Welt, 2017-03-03.
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01.02.2017 Berlin
Junge Welt
Wohnungsbau

Obdachlosigkeit
Volltext
Obdachlose zählen nicht. Alles wird in der BRD dokumentiert. Aber nicht, wie viele ohne Wohnung sind. Dabei müssen immer mehr in der Kälte schlafen. Obdachlosigkeit ist nichts, wovon die Regierenden etwas wissen wollen. Sie machen das, was so viele machen, wenn ihnen ein Bettler begegnet: Sie gucken weg. Entsprechend kommt das Problem in der offiziellen Statistik gar nicht erst vor. Bis heute existiert dazu keine bundeseinheitliche Berichterstattung auf gesetzlicher Grundlage, lediglich Nordrhein-Westfalen erhebt von Amts wegen Daten. Allein an Rhein und Ruhr lebten demnach 2015 mehr als 20‘000 wohnungslose Personen. Deutschlandweit sind es nach Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) über 335‘000. Und es werden immer mehr. Bis 2018 rechnet der Verband mit 536‘000 Betroffenen. Berlin gilt gemeinhin als „Hauptstadt der Obdachlosen“. Das Thema kocht dort seit Jahren immer dann hoch, wenn es bitterkalt ist. Aktuell üben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Druck auf den Senat aus, ausreichend Notquartiere für Menschen einzurichten, die vor dem Frost Schutz suchen. Im Rahmen der „Berliner Kältehilfe“, eines von Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und Landesregierung getragenen Programms, werden derzeit rund 800 Schlafplätze angeboten, im Februar sollen rund 100 dazukommen. Den Bedarf deckt das nicht annähernd. In der Hauptstadt könnten bis zu 20‘000 Menschen ohne festen Wohnsitz leben. Nach Angaben des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) fristeten davon 3‘000 dauerhaft ein Dasein auf der Strasse. Am Montag schlug die BVG Alarm, weil immer mehr Zufluchtsuchende (…). Ralf Wurzbacher.
Junge Welt, 1.2.2017.
Junge Welt > Obdachlosigkeit. Berlin. Junge Welt, 2017-02-01.
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16.01.2017 Deutschland
Junge Welt

Interview
Obdachlosigkeit
Volltext
„Es geht um Leben oder Tod“. Wohnboxen für Obdachlose: Sinnvolle Hilfe vor dem Erfrieren oder zynischer Versuch, sie aus dem Stadtbild zu verdrängen? Ein Gespräch mit Thomas Specht. Thomas Specht ist Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft ¬Wohnungslosenhilfe e. V. (BAG – W). In Köln baut ein Hobbyschreiner 2,8 Quadratmeter grosse Wohnboxen und verschenkt sie an Obdachlose: So würden sie zumindest nicht nass, wie im Zelt oder Schlafsack auf der Strasse. Was halten Sie davon? Für uns ist Wohnungslosigkeit ein soziales Problem. Prinzipiell sind die Kommunen verpflichtet, menschenwürdige Notunterkünfte in ausreichender Zahl bereitzustellen – unabhängig davon, was private Initiativen bieten. Die mobilen Wohnboxen sind ein Grenzfall. Einerseits können sie beim „nackten Überleben“ helfen, andererseits erfüllen sie nicht die minimalen Standards staatlich zu gewährender Notversorgung: Etwa gibt es darin zum Beispiel keine abschließbaren Schränke, von Bau¬standards kann gar keine Rede sein. Die Boxen liegen geringfügig über dem Niveau von Schlafsäcken, die ebenso für Menschen, die hierzulande auf der Strasse leben, mitunter ausgegeben werden. Beide Varianten sind nur für eine verschwindend geringe Teilgruppe von Wohnungslosen sinnvoll; einzig für jene, die sich konsequent weigern, vorhandene Notunterkünfte aufzusuchen. Doch auch sie gilt es davon zu überzeugen: Gerade bei Drogen- oder Alkoholabhängigen oder psychisch Kranken ist die Gefahr gross, dass sie bei Minusgraden die Lage falsch einschätzen und dann erfrieren. (…). Interview: Gitta Düperthal.
Junge Welt, 16.1.2017.
Junge Welt > Obdachlosigkeit. Interview. Junge Welt, 2017-01-16.
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05.01.2017 Deutschland
Jugend
Junge Welt

Jugend
Obdachlosigkeit
Volltext
Sich selbst überlassen. Immer mehr jugendliche Obdachlose. Verein will helfen, Regierung ist überfordert. Tausende Kinder und Jugendliche leben auf Deutschlands Strassen. Abgekoppelt von staatlicher Hilfe schlagen sie sich durch. Markus Seidel, Sprecher der Stiftung „Off Road Kids“, registriert seit Jahren steigenden Hilfebedarf. Vor allem versteckte Obdachlosigkeit breite sich aus. Er meint Jugendliche, die bei wechselnden Bekannten Unterschlupf finden, aber den Kontakt zu Eltern, Behörden und Einrichtungen abgebrochen haben. Ihnen bietet die Stiftung nun mit der Onlineplattform „Sofahopper“ die Option, sich anonym Hilfe zu holen. Dies werde „erstaunlich gut angenommen“, konstatierte Seidel am Dienstag im Gespräch mit Junge Welt.Dass mehr obdachlose Jugendliche Schlafplätze finden, liegt nach seiner Erfahrung an der wachsenden Vernetzung im Internet. „Sie tauschen sich in sozialen Netzwerken aus“, sagte Seidel. Dort habe sich das Onlineangebot bereits herumgesprochen. Den Kontakt nähmen Betroffene oder ihre Bekannten meist über den Chat auf. „Die Streetworker rufen dann zurück“, erklärte er. Zunächst werde ein „Handlungsschema“ erarbeitet. In Hamburg, Berlin, Köln und Dortmund können Betroffene auch die Streetwork-Stationen direkt aufsuchen, ergänzte die „Sofahopper“-Betreuerin Ines Fornacon gegenüber Junge Welt. „Wenn nötig, fahren wir auch raus.“ Schuld am Absturz vieler Betroffener ist laut Fornacon „ein mangelhaft finanziertes, starres System“. „Viele sind schon in der Schule gescheitert, später kommen sie mit dem Druck und der Bürokratie der Arbeitsvermittlung nicht klar“, rügte sie. Tatsache ist: (…). Susan Bonath.
Junge Welt, 5.1.2017.
Junge Welt > Obdachlosigkeit. Junge Welt, 2017-01-05.
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16.06.2011 GE Kanton
Genf
Asloca
Personen
Wohnungsbau
Helen Brügger
Obdachlosigkeit
Volltext
Wohnungsnot

Genfer Wohnungsnot. Hauptgrund für sozialen Abstieg. Mehr als 5000 Gesuche für eine Sozialwohnung sind bei den zuständigen Stellen des Kantons Genf hängig. Auf der entsprechenden Warteliste der Stadt Genf stehen 3500 Menschen. In guten Jahren kann vielleicht ein Zehntel von ihnen damit rechnen, eine Wohnung zu erhalten. Die Stadt verfügt über 5200 Sozialwohnungen. Geschiedene mit Kindern und MieterInnen, die zwangsgeräumt wurden, haben bei der Vergabe dieser Wohnungen Vorrang - doch auch hier gibt es eine Warteliste von mehreren Hundert Personen. Die Wohnungsnot in Genf ist akut: laut der Mieterinnenorganisation Asloca ist sie das Resultat neuer Besitzverhältnisse. Nicht mehr institutionelle, langfristig orientierte InvestorInnen bestimmen die Marktpreise, sondern spekulativ orientierte Immobiliengesellschaften mit kurzfristigen Renditezielen von dreizehn bis achtzehn Prozent. (...).
Helen Brügger.

WOZ. Donnerstag, 16.6.2011.
Personen > Brügger Helen. Wohnungsnot. 16.6.2011.doc.

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14.01.2009 Luzern


Obdachlosigkeit
Alle Obdachlosen finden Unterschlupf. Mehr als 40 Obdachlose hat eine Umfrage im November gezählt. Jetzt scheint klar: Niemand muss frieren. Überlebenshilfe und Stadtverwaltung waren alarmiert, als der Verein für kirchliche Gassenarbeit im November bei einer Umfrage ermittelt hatte, dass mehr als 40 Obdachlose in der Stadt Luzern leben. Über die hohe Zahl herrschte Verwirrung, denn Polizei und Stadtverwaltung waren von deutlich weniger Obdachlosen ausgegangen. (...). Mit Foto. Silvia Weigel. Neue Luzerner Zeitung 14.1.2009
12.01.2009 Bern
Pinto

Obdachlosigkeit
Aus der Kälte ins warme Bett. In der Stadt Bern harren einige Obdachlose auch in klirrender Kälte draussen aus. Auf einem nächtlichen Patrouillengang sammeln Mitarbeiter des Projekts Pinto sie ein. Sie betonen, dass es für alle ein Bett hat. (...). Mit Foto. Annina Hasler. Bieler Tagblatt 12.1.2009
01.11.2007 Bern


Obdachlosigkeit
Unterkunft
Obdachlose finden Unterschlupf und Betreuung beim Bahnhof SBB. Der Verein Schwarzer Peter bietet erneut einen Wärmeraum an. Obdachlose können sich im Wärmeraum an der Güterstrasse aufhalten, ohne weggewiesen zu werden. Letztes Jahr wurde das Angebot rege benutzt. "Die ersten standen gestern schon vor der Türe und haben gefragt, wann der Wärmeraum endlich aufgehe", sagt Irène Langacher. Nadja Widmer. BaZ 1.11.2007
08.06.2007 Bern
Partei der Arbeit Bern

Obdachlosigkeit
Weniger Schlafplätze für Obdachlose. Die Mehrheit des Stadtrates findet es richtig, die Notbetten an der Hodlerstrasse aufzuheben. Allerdings wurde der Gemeinderat auch aufgefordert, bei Bedarf "rasch und unbürokratisch" wieder mehr Schlafplätze anzubieten. Eine ganzjährig geöffnete Notschlafstelle solle die Stadtregierung in Bern anbieten- dies hatte Carolina Aragon (PdA) in einer Motion gefordert. Berner Zeitung 8.6.2007
22.11.2006 BS Kanton
Notschlafstelle

Obdachlosigkeit
Mehr Betten für Obdachlose verlangt. Im Winter brauchen mehr Obdachlose ein Bett in einer Notschlafstelle. Die grossen Städte haben sich darauf eingestellt. In Zürich stehen in der kalten Jahreszeit 68 statt 52 Betten bereit. Bern, das mit 220 Notbetten schon im Sommer ein grosses Angebot zur Verfügung stellt, erhöht die Kapazität um 8 Plätze. In Basel gibt es rund 50 Notschlafplätze. BaZ 22.11.2006
13.11.2003 BS Kanton


Obdachlosigkeit
Hausbesetzer sind nun obdachlos. An der Rebgasse 11 befinden sich keine Besetzer mehr, sondern Handwerker. Das Haus wurde polizeilich geräumt. An einer Kundgebung forderten Besetzer und Sympathisanten Wohnraum für alle. Foto André Muelhaupt. Martina Rutschmann. BaZ 13.11.2003
13.11.2003 BS Kanton


Demonstration
Hausbesetzung
Obdachlosigkeit
Hausbesetzer sind nun obdachlos. An der Rebgasse 11 befinden sich keine Besetzer mehr, sondern Handwerker. Das Haus wurde polizeilich geräumt. An einer Kundgebung forderten Besetzer und Sympathisanten Wohnraum für alle. Foto André Meulhaupt. Martina Rutschmann. BaZ 13.11.2003
09.05.2003 Luzern


Obdachlosigkeit
Mehr Obdachlose in Luzern. Drogensüchtige, Reisende, Leute, die den Zug verpasst haben – immer mehr Leute benützen die Notschlaffstelle. Neue Luzerner Zeitung 9.5.2003
04.07.1992 Bern
Heime

Obdachlosigkeit
Ab September gibt’s im Hospiz zur Heimat keine warme Suppe mehr. Die vor allem von Bedürftigen und Obdachlosen besuchte Beiz des Hospiz zur Heimat schliesst Ende August. Die Stadt Bern will die Defizite des Restaurants nicht mehr tragen - und erwägt für die Herberge ein neues Konzept. Berner Zeitung 4.7.1992
29.12.1988 Schweiz


Armut
Obdachlosigkeit
Obdachlosigkeit in der Schweiz. Nicht wahrgenommen, verdrängt und dennoch steigend. Berner Tagwacht 29.12.1988
25.11.1988 Zürich
Sozialdienst
WOZ

Armut
Obdachlosigkeit
Sozialhilfe
Zürichs Sozialamt hat eine Idee. Der Winter und die Obdachlosen vor der Türe. WOZ 25.11.1988
25.11.1988 Zürich
Sozialdienst

Obdachlosigkeit
Zürichs Sozialamt hat eine Idee. Der Winter und die Obdachlosen vor der Türe. WoZ 25.11.1988
14.09.1988 BE Kanton


Obdachlosigkeit
Obdachlosigkeit nimmt akut zu. Berner Tagwacht 14.9.1988
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