Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 675

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14.12.2018 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Gleichstellung
Lohngleichheit
Volltext
Wichtiger Schritt Richtung Lohngleichheit – Weitere Schritte sind nötig. Revision des Gleichstellungsgesetzes passiert die Schlussabstimmung. Das Parlament hat in der Schlussabstimmung ein Zeichen für die Lohngleichheit gesetzt und die Revision des Gleichstellungsgesetzes verabschiedet - dies auch dank dem hartnäckigen Einsatz der Gewerkschaften. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB begrüsst, dass mit der Gesetzesrevision endlich verbindliche Massnahmen gegen die fortwährende Lohndiskriminierung geregelt sind, erachtet die nun beschlossen Verbesserungen jedoch als zu schwach. Der Frauen*streik vom 14. Juni 2019 wird Druck für die kompromisslose Umsetzung machen. Es war ein langes Ringen um die Massnahmen zur Bekämpfung der Lohndiskriminierung, die das Parlament am 14. Dezember beschlossen hat. Für den SGB ist es empörend, dass die bürgerliche Mehrheit den Vorschlag des Bundesrates auf jede nur erdenkliche Art und Weise abgeschwächt hat. Sie hat damit verhindert, dass die Arbeitgeber endlich vollumfänglich in die Verantwortung genommen werden, wie es die Verfassung verlangt. Kontrollen und Sanktionen wären nötig. Und es ist falsch, die neuen Bestimmungen nach 12 Jahren wieder aus dem Gesetz zu streichen. Trotzdem: gegen vehementen Widerstand haben die Gewerkschaften und die Frauen einen Fortschritt erkämpft. Sie haben sich jahrzehntelang unermüdlich für Verbesserungen bei der Lohngleichheit eingesetzt, zuletzt an der Kundgebung (…). Regula Bühlmann.
SGB, 14.12.2018.
Personen > Buehlmann Regula. Lohngleichheit. SGB, 2018-12-14.
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14.12.2018 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Daniel Lampart
Flankiierende Massnahmen
Volltext
Kein Rahmenabkommen auf Kosten unserer Löhne. SGB-Sekretariatsleiter Daniel Lampart zu den Angriffen auf die FlaM. Wegen der Angriffe auf die Flankierenden Massnahmen haben viele Leute in den letzten Monaten realisiert, wie wichtig der Schweizer Lohnschutz ist. Und wie wichtig es ist, diese Angriffe abzuwehren. Nicht nur in der Schweiz: Der Schweizerische Gewerkschaftsbund hat in den letzten Monaten viele Briefe von den bedeutenden Europäischen Gewerkschaften erhalten, bei den Flankierenden nicht nachzugeben. Damit es beim Lohnschutz in Europa aufwärts und nicht abwärtsgeht. Die Gegner der Flankierenden sitzen grösstenteils im Inland. Etwa der Wirtschaftsflügel der SVP mit Nationalrätin Martullo-Blocher, der Think Tank der Grosskonzerne „Avenir Suisse“, aber auch Teile der Entourage von FDP-Bundesräten. Im Ausland ist insbesondere die EU-Kommission dagegen. Die deutschen Handwerker sind gespalten. Viele haben sich mit den Schweizer Flankierenden arrangiert. Sie wollen selber mehr Lohnschutz, um Dumpingkonkurrenz abzuwehren. Die Flankierenden Massnahmen wurden im Rahmen der Bilateralen I eingeführt – nach der verlorenen Volksabstimmung zum EWR. Die Bilateralen haben in einer Volksabstimmung nur eine Chance, wenn sie der breiten Bevölkerung nützen. Und wenn garantiert ist, dass in der Schweiz Schweizer Löhne bezahlt werden. Die Schweiz hat europaweit höchste Löhne und braucht deshalb den besten Schutz. In Deutschland verdienen ausgebildete Handwerker (…). Daniel Lampart.
SGB, 14.12.2018.
Personen > Lampart Daniel. Flankierende Massnahmen. SGB, 2018-12-14.
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11.12.2018 Schweiz
Löhne
Travail.Suisse

Lohnverhandlungen
Medienkonferenz
Volltext
Ergebnisse und Bewertung der Lohnrunde 2019. Einladung zu einer Medienkonferenz. Sehr geehrte Damen und Herren. Am 9. August haben wir Ihnen unsere Forderungen für die Löhne 2019 präsentiert. Inzwischen sind die meisten Lohnverhandlungen abgeschlossen. Aus diesem Anlass ziehen Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, und die angeschlossenen Verbände Syna, transfair und Hotel&Gastro Union Bilanz und bewerten die erzielten Resultate. Gerne laden wir Sie aus diesem Anlass zur Medienkonferenz ein: Dienstag, 18. Dezember 2018, 9.30 Uhr, im Vatter Business Center (Saal „Carl Albert Loosli“ im 6. Stock), Bärenplatz 2, Bern. Teilnehmen werden: Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik Travail.Suisse. Arno Kerst, Präsident der Gewerkschaft Syna. Stefan Müller-Altermatt, Nationalrat und Präsident Transfair. Roman Helfer, Leiter Sozialpolitik&Projekte in der Romandie, Hotel&Gastro Union. Die Medienmappe wird vor Ort abgegeben oder kann bei Linda Rosenkranz, Leiterin Kommunikation Travail.Suisse (e-mail) vorab bestellt werden. Für weitere Informationen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit sehr gerne zur Verfügung. (…)..
Travail.Suisse, 11.12.2018
Travail.Suisse > Lohnverhandlungen, Medienkonferenz. Travail.Suisse, 2018-12-11.
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30.11.2018 EU
Löhne
Personen
Work
Andreas Rieger
Lohndumping
Volltext
Rahmenabkommen CH–EU: Freie Bahn für Dumper. Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Jetzt wissen wir, was die EU-Verhandler beim Rahmenabkommen von der Schweiz verlangen: Nicht nur die Verkürzung der Anmeldefrist bei Entsendungen und die Dezimierung der Kautionen, die vorsorglich hinterlegt werden müssen. Sondern auch eine Reduktion der Lohnkontrollen. Lange wollte man uns weismachen, dass es nur um eine modernere, effizientere Abwicklung von grenzüberschreitenden Aufträgen gehe. Auch FDP-Bundesrat Ignazio Cassis und Chefverhandler Roberto Balzaretti haben diesen Unsinn verbreitet. Doch: Weniger Kontrollen bringen keine Modernisierung, sondern freiere Bahn für Lohndumper. Damit macht sich die EU-Kommission zum verlängerten Arm jener Firmen aus Deutschland und anderswo, welche die Löhne drücken und tricksen wollen. Diese Firmen wollen bei Entsendungen in die Schweiz die Regeln nicht einhalten, die hier gelten. Sie wollen dabei jedoch nicht erwischt werden. Das geht am besten, wenn die Schweizer Kontrollen abgebaut werden. Die Beschissenen wären die Arbeitnehmenden. Dass die Vertreter der EU sich für solches hergeben, ist unverschämt. Dabei geht es ihnen nicht nur um die Schweiz. Der EU-Chefbeamte Joost Korte sagte es mir in Brüssel direkt ins Gesicht: „Wenn wir eure Lohnschutzmassnahmen akzeptieren, wollen andere Länder ähnliches.“ Effektiv haben die deutschen Zöllner, die Lohn- und Sozialdumping bekämpfen sollen, die Situation nicht richtig im Griff. Und die Österreicher werden des Dumpings im Burgenland nicht mehr Herr. Auch (…). Andreas Rieger.
Work online, 30.11.2018.
Personen > Rieger Andreas. EU. Lohndumping. Work online, 2018-11-30.
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16.11.2018 Schweiz
Löhne
Personen
Work
Martin Jakob
13. Monatslohn
Volltext
Am „Dreizehnten“ gibt es nichts zu rütteln, wenn er im Vertrag steht. Ein fester Teil des Lohns – ganz ohne Bittibätti. Ist ein dreizehnter Monatslohn im Vertrag vereinbart, wird er zum festen Bestandteil Ihres Gehalts. Kürzungen sind nur in Ausnahmen erlaubt. „Es wird ein dreizehnter Monatslohn vergütet.“ So oder ähnlich steht es in vielen Arbeits- und Gesamtarbeitsverträgen. Mit dieser Formulierung wird der Dreizehnte zum festen Lohnbestandteil, den Ihnen die Firma genauso schuldet wie die zwölf Monatslöhne. So weit, so gut und jedenfalls sicherer als eine Gratifikation oder ein Bonus. Bei diesen Vergütungen ist der Spielraum der Firmen deutlich höher (siehe unten). Dagegen sind viele Argumente, die eine Firma vielleicht anzuführen versucht, um den dreizehnten Monatslohn zu streichen oder zu kürzen, schlicht untauglich, wenn dieser vertraglich vereinbart ist: Der Dreizehnte darf weder von der individuellen Arbeitsleistung noch vom Geschäftsgang abhängig gemacht werden. Er muss auch bezahlt werden, wenn jemand unterm Jahr die Firma verlässt. Die Vergütung ist dann allerdings nur anteilsmässig geschuldet. Beim Austritt per 30.Juni zum Beispiel ist ein halber Monatslohn geschuldet. Das gälte auch, falls diese Person bereits im April freigestellt wurde, das Arbeitsverhältnis aber unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist erst auf den 30. Juni endet. So wird gerechnet. Grundsätzlich entspricht der dreizehnte Monatslohn der Summe der 12 monatlich ausbezahlten Löhne. geteilt durch 12. Also 8,33 Prozent. Bei (…). Martin Jakob.
Work, 16.11.2018.
Personen > Jakob Martin. Dreizehnter Monatslohn. Work, 2018-11-16.
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03.11.2018 BE Kanton
GKB
Löhne

Mindestlöhne
PostCom
Volltext
Resolution, 3.11.2018, a.o. DV GKB. Schweinerei: Der Mindeststundenlohn für die Postbranche von 18.27 Franken! Die staatliche Regulationsbehörde für den Postmarkt, die Postcom, legte am 11. Oktober 2018 den Mindeststundenlohn für die Postbranche bei Fr. 18.27 fest. Dieser Entscheid ist vor allem für die Angestellten der Schweizerischen Post, welche in den Bereichen Brief- und Paketzustellung tätig sind, ein Schlag ins Gesicht. Der Entscheid erhöht den Lohndruck auf sie in unhaltbarer Art und Weise. Dieser Entscheid hilft den grossen ausländischen Anbietern in der Paketzustellung sich ein möglichst grosses Stück vom Kuchen abzuschneiden, während alle Zustellerinnen in dieser Branche die Zeche mit Tiefstlöhnen bezahlen. Die Postcom legt in voller Absicht einen Stundenlohn fest, welcher die bereits bestehenden prekären Lohnverhältnisse in dieser Branche weiter zementiert und damit die Ausbeutung der Arbeitnehmenden vorantreibt. Wenn man sich an den schlechten Arbeitgeberbeispielen dieser Branche orientiert, kann es nicht besser herauskommen. Es wäre ein leichtes gewesen, den umgekehrten Weg zu gehen und die Anstellungsbedingungen des grössten Arbeitgebers in diesem Markt - die der Schweizerischen Post AG - als Ausgangslage festzulegen. Die Postcom missachtet mit ihrem Entscheid auch Entwicklungen der jüngeren Zeit in Sachen Mindestlöhne: Neuenburg und Jura haben mit kantonalen Abstimmungen für ihre Kantonsgebiete 20 Franken als Mindeststundenlohn festgelegt! Kommt (…).
GKB, 3.11.2018.
GKB > Mindestlöhne. Post. Resolution DV. GKB, 2018-11-03.
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02.11.2018 Schweiz
Löhne
Personen
Work
Christian Egg
Ärzte
Lohngleichheit
Volltext
Nach ihrem Sieg vor Gericht fordert die Ärztin Natalie Urwyler: „Spitäler, lasst eure Löhne durchleuchten!“ Ärztinnen verdienen systematisch weniger als Ärzte, zeigt eine neue Studie. Und zwar fast einen Drittel. Nur dank der Prahlerei der Männer merkte die Ärztin Natalie Urwyler, dass sie deutlich weniger verdiente als ihre männlichen Kollegen. Das erste Mal vor 15 Jahren, als Assistenzärztin am Berner Inselspital. „Beim Feierabendbier merkte ich: Ein Kollege, der gleich alt war und gleich qualifiziert, verdiente mehrere Hundert Franken mehr pro Monat.“ Lohnklage. Als sie beim Spital nachfragte, stellte sich heraus: Sie war irrtümlicherweise zwei Lohnklassen zu tief eingeteilt worden. Das Spital zahlte ihr den Lohn nach. Alles gut also? Nein, sagt Urwyler. Denn später habe sie wieder weniger verdient als ihre Kollegen. Die heute 44jährige errang kürzlich einen Durchbruch: Das Berner Obergericht hob ihre Kündigung durch das Inselspital auf (Work beichtete rebrand.lyjSiegfuerdieFrauen). Noch hängig ist der zweite Teil von Urwylers Klage gegen das Spital. Wegen Lohndiskriminierung. „Die habe ich erlebt und kann sie auch beweisen.“ Jetzt bestätigt eine Studie des Bundesamts für Gesundheit: Ärztinnen verdienen systematisch weniger als Ärzte. Und zwar im Schnitt 29 Prozent, also fast einen Drittel. Auch der Verband der Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte VSAO stellt fest: „Innerhalb der Lohnbänder. wie es sie in vielen Spitälern gibt, bestehen oft Unterschiede, die nicht erklärbar sind.“ (…). Christian Egg.
Work, 2.11.2018.
Personen > Egg Christian. Aerzte. Lohngleichheit. Work, 2018-11-02.
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02.11.2018 EU
Löhne
Personen
Work
Andreas Rieger
EU
Löhne
Volltext
Verhandlungen CH-EU: Wer hat’s verbockt? Wer hat das Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU vermasselt? Das wird die Frage sein, sollten die Verhandlungen für den wünschenswerten Staatsvertrag nun auf Eis gelegt werden. War es Paul Rechsteiner, der „sture“ Gewerkschafter, wie viele Medien jetzt behaupten? Nein, denn er hat nur einen schlechten Deal verhindert, der den Lohnschutz abbauen wollte. Einen Deal, der überdies an der Urne gescheitert wäre. Poker und Fake. Verbockt haben es andere: Stefan Brupbacher, FDP-Generalsekretär und Strippenzieher von Bundesrat Johann Schneider-Ammann. Bundesrat ¬Ignazio Cassis, der „Praktikant“ im Aussendepartement. Und Roberto Balzaretti, der flunkernde Chefunterhändler. Sie alle wussten, dass gegen Ende der Verhandlungen zwei oder drei Knacknüsse übrigbleiben würden. Ihr Poker: Wir geben beim Lohnschutz nach, dann wird die EU auch zurückkrebsen. In der Öffentlichkeit begannen sie die Acht-Tage-Regelung schlechtzureden. Hintenrum verbreiteten sie die Lüge, die Gewerkschaften würden sich am Lohnschutz bereichern. In vertraulichen Gesprächen log Balzaretti, alle Differenzen mit der EU seien ausgeräumt, die Schweiz müsse nur noch beim Lohnschutz nachgeben. Das glaubten ihm sogar einige gutgläubige Genossen der SP Schweiz. Nun ist der Fake aufgeflogen, es liegen nach wie vor mehrere Knacknüsse auf dem Tisch. Verbockt haben es auch die Verhandler der EU. Sie liessen sich von süddeutschen Patrons einspannen, (…)..Andreas Rieger.
Work, 22.11.2018.
Personen > Rieger Andreas. EU. Lohnschutz. Work, 2018-11-02.
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25.10.2018 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
Einkommensverhältnisse
Löhne
Volltext
Aufschwung jetzt für gerechtere Einkommensverteilung nutzen! SGB stellt Verteilungsbericht vor. Die gewerkschaftliche Lohnpolitik ab der zweiten Hälfte der 1990er Jahre hat viele Erfolge vorzuweisen. Dank den Mindestlohnkampagnen und den Fortschritten bei den Gesamtarbeitsverträgen sind die unteren Löhne deutlich gestiegen – im Unterschied zu vielen anderen Ländern in Europa. Und trotz Finanzkrise und Frankenüberbewertung erhöhten sich die Löhne insgesamt. Eine grosse verteilungspolitische Fehlentwicklung ist, dass die oberen und obersten Löhne deutlich stärker stiegen. Die Lohnschere ist auch in der Schweiz aufgegangen. Heute gibt es in der Schweiz rund 14‘000 Personen mit einem Lohn von einer halben Million Franken und mehr – gegenüber rund 3000 Mitte der 1990er Jahre. Verschärft wird die Schere zwischen den Top-Verdienenden und den restlichen LohnbezügerInnen durch eine unsoziale Steuer- und Abgabenpolitik. Während Steuersenkungen vor allem die höchsten Einkommen entlasteten, leiden die unteren und mittleren Einkommen überdurchschnittlich stark unter den explodierten Krankenkassenprämien. Denn die Prämienverbilligungen haben nicht Schritt gehalten mit der Prämienexplosion. So hat sich die Prämienbelastung trotz der Prämienverbilligungen für viele Haushalte mit tiefen und mittleren Einkommen mehr als verdoppelt. Die Last ist damit für viele mit bescheidenen Einkommen, aber auch für viele Familien mit Kindern nicht tragbar. (…). Thomas Zimmermann.
SGB, 25.10.2018
Personen > Zimmermann Thomas. Einkommensverteilung. SGB, 2018-10-25.
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19.10.2018 EU
Löhne
Personen
Work
Andreas Rieger
EU
Löhne
Volltext
Stagnierende Löhne: Ohne Druck geht gar nichts. Für die Arbeitgeber scheint die Zeit für Lohnerhöhungen nie gut genug. Läuft die Wirtschaft schlecht, sollen die Lohnabhängigen warten. Gar Lohnsenkungen erwartet man von ihnen. Läuft dagegen die Wirtschaft heiss, gelten Lohnerhöhungen als schlecht, weil sie die Inflation anheizen würden. Seit zwei Jahren erleben wir einen Ausnahmezustand: Nachdem die EU-Spitze und die Zunft der Ökonomen jahrelang Lohnstillstand oder gar Abbau verlangt haben, rufen sie nun nach Lohnerhöhungen. Denn der Aufschwung soll durch verstärkte Konsumkraft festen Boden bekommen. Bloss: trotz diesen erfreulichen Signalen gehen die Reallöhne bei der Mehrheit der Lohnabhängigen nicht rauf. Verwundert fragen sich die Ökonomen in Europa, warum zum Beispiel in Spanien die Löhne stagnieren. Dies trotz sinkender Arbeitslosigkeit und kräftig wachsender Wirtschaft. Die Globalisierung sei schuld, ¬sagen die einen, das Problem sei die technologische Revolution, sagen die anderen. Für die dritten sind die Lohnabhängigen selbst verantwortlich: sie hätten sich an stagnierende Löhne gewöhnt und forderten keine Lohnerhöhungen mehr. Wer ist schuld? Nüchtern betrachtet ist klar: Lohnerhöhungen müssen die Arbeitergeber beschliessen und das tun sie bisher kaum. Weil sie nicht dazu gezwungen werden. Auch nicht vom Arbeitsmarkt. Dazu erklärt die NZZ: Die Arbeitslosenstatistik sei «irreführend». Viele Leute hätten nur befristete Stellen und kleine Arbeitspensen, sie würden aber als beschäftigt gelten. Der Druck des Arbeitsmarkts auf die Arbeitgeber ist also noch zu klein. (…). Andreas Rieger.
Work online, 19.10.2018.
Personen > Rieger Andreas. EU. Löhne. Work online, 2018-10-19.
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18.10.2018 NE Kanton
Löhne
Vorwaerts

Mindestlöhne
Volltext
Mindestlohn im Test. Im Kanton Neuenburg gibt es nun schon seit einiger Zeit einen Mindestlohn. Bei der Umsetzung gibt es einige Probleme: Betroffene wehren sich nicht Immer und ohne Sanktionen fehlen dem Kanton die Massnahmen zur Durchsetzung. Der Mindestlohn im Kanton Neuenburg wird im nächsten Jahr 20,02 Franken pro Stunde betragen. Es ist eine Erhöhung um mehr als 30 Rappen, um die Preisentwicklung auszugleichen. Die Erhöhung, die im kantonalen Amtsblatt kürzlich angekündigt wurde, wird etwa 2‘700 Menschen, mehrheitlich Frauen, zugutekommen. die den Mindestlohn im Kanton erhalten. Für manche von ihnen wird die Erhöhung jedoch nur auf dem Blatt vollzogen. Auch wenn es keine offiziellen Zahlen dazu gibt, wurde von verschiedenen AkteurInnen darauf hingewiesen, dass es Schwierigkeiten gibt, den Mindestlohn, der im August 2017 eingeführt wurde; durchzusetzen. „Nach neun Monaten seit der tatsächlichen Anwendung - der Staatsrat hatte eine Übergangsperiode bis Anfang 2018 verordnet - können wir einige erste Erkenntnisse aus unseren Erfahrungen ziehen“, sagt Catherine Laubscher, Regionalsekretärin der Unia Neuenburg. „Es gibt wirklich ein Problem bei der Anwendung des Mindestlohn, hauptsächlich in den Freizeitbranchen wie Fitness, Kino oder Gastgewerbe. Wir begleiten Dutzende Fälle von Menschen, die den unbezahlten Teil ihres Gehalts einklagen.“ Dass diese Zahl niedrig erscheint, erklärt die Gewerkschafterin mit zwei Gründen: Bei allen Fällen, die wir betreuen, handelt es sich um Personen, die das Unternehmen schon verlassen haben. Niemand von (...). Mohamed Musadak.
Vorwärts, 18.10.2018.
Vorwaerts > Mindestlöhne. NE Kanton. Vorwaerts, 2018-10-18.
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22.09.2018 Schweiz
Demonstrationen Bern
Löhne
VPOD Schweiz

Demonstrationen Bern
Lohngleichheit
Volltext
Streik liegt in der Luft! Wir Frauen haben genug! 20’000 Frauen und Männer demonstrierten am Samstag in Bern für Lohngleichheit und gegen sexistische Diskriminierung. Lohndiskriminierung, niedrige Löhne in den „typischen“ Frauenberufen und Teilzeitarbeit führen nach wie vor zu eklatanter ökonomischer Benachteiligung. Die Gewerkschaftsfrauen haben genug: Die Kundgebung war für den VPOD zugleich ein sichtbarer Auftakt zum geplanten Frauenstreik 2019. Auch wenn Berufe kein Geschlecht haben, bleibt die Arbeitswelt doch segregiert. In der Kinderbetreuung arbeiten beispielsweise zu 90 % Frauen: Die Qualifikationen werden nicht wirklich anerkannt, die Löhne sind niedrig und der Sektor steht unter einem starken Druck, die Kosten weiter zu senken. „Wir wollen mehr Wertschätzung der Frauenberufe und ein Ende der Geschlechtertrennung am Arbeitsmarkt“, sagt VPOD-Präsidentin Katharina Prelicz-Huber. Frauen verdienen im Durchschnitt ungefähr ein Fünftel weniger als die Männer. Diese Differenz ist auf der Grundlage eines Vollzeitjobs berechnet. Da die meisten Frauen Teilzeit arbeiten, weil sie neben der Erwerbsarbeit zwei Drittel der unbezahlten Arbeit schultern, beträgt der durchschnittliche Unterschied auf der Lohnabrechnung ca. 32%. Diese Lohnungleichheit muss endlich behoben werden – denn sie hat Folgen für die Rentenbildung. Die Renten der Frauen liegen 37% unter denjenigen der Männer. „Damit Frauen überhaupt die Möglichkeit haben, auf anständige Renten zu kommen, braucht es höhere Löhne, nicht ein höheres Rentenalter, und endlich auch echte Vereinbarkeit“, fordert Christine Flitner, VPOD-Sekretärin (…).
VPOD Schweiz, 22.9.2018.
VPOD Schweiz > Lohngleichheit. Demo Bern. VPOD Schweiz, 2018-09-22
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03.09.2018 Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Medienkonferenz
Volltext
Medienkonferenz Lohngleichheit. Aktionen und Kampagne der Unia für Lohngleichheit. Die Gewerkschaft Unia lädt Sie ein zur Medienkonferenz am Dienstag, 11. September, um 9.00 Uhr, im Vatter Business-Center, Bärenplatz 2, Bern. Gleichentags findet eine spektakuläre Aktion für Lohngleichheit statt um 7.30 Uhr auf dem Bundesplatz Bern. Liebe Medienvertreterinnen und –vertreter. Im Parlament wird momentan über die Revision des Gleichstellungsgesetzes beraten. Es geht darum, dass die in der Verfassung seit 37 Jahren verankerte Lohngleichheit zwischen Mann und Frau endlich durchgesetzt wird. Doch der Vorlage wurde im Laufe der Beratung die meisten Zähne gezogen, inhaltlich ist sie inzwischen völlig unzureichend Die Bürgerlichen unternehmen alles, um die Wirkungskraft der Revision so gering wie möglich zu halten. Die Unia ruft daher alle auf, am 22. September in Bern auf die Strasse zu gehen und ein Zeichen gegen die Lohnungleichheit zu setzen! Mit einer Medienkonferenz und einer spektakulären Aktion im Vorfeld der Demo präsentiert die Gewerkschaft Unia am 11. September ihre Kampagne für Lohngleichheit. Referentinnen sind: Corinne Schärer, Geschäftsleitungsmitglied Unia, Virginie Pilault, Mediensprecherin Unia. Wir freuen uns, Sie bei diesem Anlass begrüssen zu dürfen. Gerne laden wir Sie auch zu unserer grossen Kundgebung für Gleichstellung und gegen Diskriminierung ein, die am 22. September in Bern stattfindet (Beginn: 13.30 Uhr auf der Schützenmatte). (…).
Unia Schweiz, Medieneinladung, Unia Schweiz, 3.9.2018.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Medienkonferenz. Unia Schweiz, 2018-09-03.
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31.08.2018 Schweiz
Löhne
Personen
Work
Vasco Pedrina
Clemens Studer
Interview
Personenfreizügigkeit
Volltext
Ex-Unia-Co-Chef Vasco Pedrina warnt: „Ohne Lohnschutz ist der bilaterale Weg tot“. Gewerkschafter Vasco Pedrina (68) ist im Unruhestand. Als erster hat er die neuere Migrationspolitik der Schweiz aufgearbeitet. Work: Sie zeichnen in Ihrem neuen Buch den Weg der Schweiz nach, von der alten Personenfreizügigkeit über die Kontingentspolitik zur neuen Personenfreizügigkeit mit der EU. Welches System diente oder dient den Lohnabhängigen am meisten? Vasco Pedrina: Die neue Personenfreizügigkeit mit den flankierenden Massnahmen zum Schutz der Schweizer Arbeitsbedingungen und der Schweizer Löhne. Sie ist nämlich eine Erfolgsgeschichte. Grundsätzlich ist Personenfreizügigkeit im Interesse der Lohnabhängigen. Damit sie aber nicht von Arbeitgebern missbraucht wird, braucht es flankierende Massnahmen. Wir müssen diese nicht nur verteidigen, sondern auch weiterentwickeln. Momentan läuft von rechts ein neuer Frontalangriff auf Personenfreizügigkeit, flankierende Massnahmen und die Bilateralen. Nicht nur die SVP will zurück zur Kontingentswirtschaft. Offensichtlich nehmen auch Teile der Arbeitgeberverbände und der FDP einen solchen Systemwechsel in Kauf. Sehr stossend, denn das Kontingentssystem mit all seinen menschenfeindlichen Auswüchsen ist grandios gescheitert. Keines ihrer Ziele haben seine Urheber erreicht. Weder wurde die Zuwanderung gebremst, was die Absicht war; noch wurden die Arbeitsbedingungen und die Löhne der Schweizer Lohnabhängigen geschützt, was man versprochen hatte.(…). Clemens Studer.
Work online, 31.8.2018.
Personen > Studer Clemens. Vasco Pedrina. Interview. Work online, 2018-08-31.
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29.08.2018 Schweiz
Coop
Löhne
Unia Schweiz

Coop
Lohnerhöhungen
Volltext
Coop: Es braucht endlich eine Lohnerhöhung für alle! Die Unia-Konferenz der Coop-Mitarbeitenden fordert: Endlich eine generelle Lohnerhöhung! Die Unia-Konferenz der Coop-Mitarbeitenden fordert eine Lohnerhöhung von 2,5 Prozent. Sie soll allen Angestellten zu Gute kommen. Der grosse Beitrag der Angestellten zur Produktivitätssteigerung muss gewürdigt und die Teuerung ausgeglichen werden. Seit 2013 hat Coop keine generelle Lohnerhöhung mehr gewährt, obwohl die Krankenkassenprämien und die Mieten angestiegen sind. Auch dieses Jahr wird das Leben wieder teurer. Es braucht also endlich wieder eine Lohnerhöhung für alle! Immer mehr leisten. Die Angestellten müssen immer mehr Aufgaben in immer kürzerer Zeit und mit immer weniger Personal erledigen. Ihrem grossen Einsatz und ihrem entscheidenden Beitrag zur Produktivitätssteigerung muss Rechnung getragen werden. Von der geforderten Lohnerhöhung von 2,5 Prozent muss deshalb mindestens die Hälfte generell sein. Mit dem Rest soll die Situation der langjährigen Angestellten verbessert werden. Gute Ergebnisse des Grossverteilers. Coop blickt auf ein erfolgreiches 2017 zurück (Steigerung des Umsatzes um 3 Prozent) und für das erste Halbjahr 2018 zeichnet sich im Detailhandel ein besseres Ergebnis als im Vorjahr ab. Ausserdem hat der zweitgrösste Schweizer Grossverteiler sowie der Detailhandel insgesamt ein grosses Interesse daran, dass die Kaufkraft der Arbeitnehmenden steigt. (…).
Unia Schweiz, 29.8.2018.
Unia Schweiz > Coop. Lohnerhöhungen. Unia Schweiz, 2018-08-29.
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17.08.2018 Schweiz
Löhne
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Flankiierende Massnahmen
Löhne
Volltext
Lohnschutz-Ausverkauf. Der Knall platzte mitten in die träge Sommerhitze: Die Gewerkschaften werden nicht mehr mit Bundesrat -Johann Schneider-Ammann über den Ausverkauf der flankierenden Massnahmen verhandeln. Sie zeigen ihm und Aussenminister Ignazio Cassis die rote Karte. Weil die beiden FDP-Bundesräte den Schweizer Lohnschutz «frontal attackieren» und vor der EU sowie der Wirtschaftslobby einknicken. Bisher hatte der Bundesrat stets versprochen, er würde bei den Verhandlungen mit der EU um ein Rahmenabkommen eisern am Schweizer Lohnschutz festhalten. Doch nun haben erst Cassis, dann auch Schneider-Ammann dieses Versprechen im Alleingang gebrochen. Wie grundsätzlich, zeigt Work-Autor Clemens Studer im Detail. Im grossen Work-Interview sagt Unia-Chefin Vania Alleva deshalb: „Schneider-Ammann stellt alles zur Disposition. Ausserdem sollen künftig EU-Instanzen über den Schweizer Lohnschutz entscheiden.“ Das könne man sich nicht bieten lassen. Dorer tutet. So weit, so richtig: die Gewerkschaften verteidigen den Lohnschutz für uns Arbeitnehmende. Das ist ihr Daseinszweck. Umso mehr, als dieser spezielle Schweizer Lohnschutz auch wirkt. In der Schweiz sind die untersten Löhne in den letzten zehn Jahren nicht ab¬gesackt wie im umliegenden Europa, im Gegenteil. Zwar wächst die Lohnungleichheit auch hier, aber weniger heftig. Das ist mit ein Erfolg der Schweizer Spezial-Combo: Bilaterale plus flankierende Mass¬nahmen. Doch es ist nicht dieses kleine Wunder, (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 17.8.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Flankierende Massnahmen. Work online, 2018-08-17.
Ganzer Text
17.08.2018 Schweiz
Löhne
Personen
Work
Vania Alleva
Clemens Studer
Flankiierende Massnahmen
Interview
Volltext
FDP-Bundesräte greifen unsere Löhne frontal an. Die Gewerkschaften lassen die Gespräche über Verhandlungen um ein Rahmenabkommen mit der EU platzen. Unia-Chefin Alleva erklärt, warum. Work: Vania Alleva, die Gewerkschaften nehmen nicht an den von Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann organisierten Verhandlungen über die flankierenden Massnahmen teil. Warum diese Gesprächsverweigerung? Vania Alleva: Weil Abstriche bei den Arbeitnehmerrechten für uns nicht verhandelbar sind. Wir haben diesen Entscheid nicht leichtfertig gefällt. Er hat eine längere Vorgeschichte. Erzählen Sie! Der Bundesrat hat für die Verhandlungen mit der EU über ein Rahmenabkommen eine rote Linie definiert und versprochen, dass er nicht über die flankierenden Massnahmen diskutieren wird. Denn sie garantieren, dass in der Schweiz Schweizer Löhne bezahlt werden müssen. Doch FDP-Aussenminister Ignazio Cassis brach dieses Versprechen im Frühsommer, als er in einem Radiointerview die sogenannte 8-Tage-Regel lächerlich machte – eine wichtige Voraussetzung für die Durchsetzung des Lohnschutzes auch bei Entsendebetrieben. Übrigens: Bei der Einführung der 8-Tage-Regel zählten wir 90’000 Entsendungen, heute sind es 240’000. Das ist die grösste Zahl pro Kopf europaweit. Sekundiert wurde Cassis von seinem FDP-Kollegen Johann Schneider-Ammann. Wir haben daraufhin beim Bundesrat interveniert, und dieser hat vor den Sommerferien nochmals seine roten Linien (…). Clemens Studer.
Work online, 17.8.2018.
Personen > Alleva Vania. Flankierende Massnahmen. Interview. Work online, 2018-08-17.
Ganzer Text
16.08.2018 EU
Schweiz
Löhne
Personen
WOZ
Yves Wegelin
Flankiierende Massnahmen
Löhne
Volltext
Ein Nein für Europa. Die Reaktion war etwas gar klischiert, als Gewerkschaftschef Paul Rechsteiner letzte Woche die Tür zuknallte und verkündete, dass der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) nicht bereit sei, über die flankierenden Massnahmen zu verhandeln: Der SGB sei stur, hiess es – genau wie der Verband Travail.Suisse, der sich dem SGB angeschlossen hat. Der Bundesrat habe doch klargemacht, dass er nicht die Substanz des Lohnschutzes hinterfrage, sondern lediglich dessen technische Umsetzung. Die EU verlangt in den laufenden Verhandlungen über ein Rahmenabkommen entsprechende Änderungen. Die Kritik ist jedoch schnell leiser geworden. Denn es ist zu offensichtlich, dass es sehr wohl um die Substanz des Lohnschutzes geht. Erstens ist die Haltung der EU glasklar: Sie möchte den Schweizer Lohnschutz am liebsten ganz weghaben. Zweitens stellte Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann in seiner Einladung an die Sozialpartner, die die WOZ einsehen konnte, insgesamt sieben Massnahmen zur Diskussion: neben der Achttageregel, nach der EU-Firmen Einsätze in der Schweiz acht Tage zuvor anmelden müssen, auch die Kautionspflicht zur Bezahlung allfälliger Bussen oder die Sperrung sündiger Firmen. Zudem hält das Papier fest, dass die flankierenden Massnahmen im Rahmenabkommen geregelt werden sollen. Das bedeutet, dass sie von nationalem Recht zu Vertragsrecht würden, wodurch die EU über deren Auslegung mitreden könnte. Dass es bei den Gesprächen um die Substanz (…). Yves Wegelin.
WOZ, 16.8.2018.
Personen > Wegelin Yves. Flankierende Massnahmen. WOZ, 2018-08-16.
Ganzer Text
09.08.2018 Schweiz
Löhne
Travail.Suisse

Lohnerhöhungen
Volltext
Arbeitnehmende müssen zwingend vom Wachstum profitieren. Die Wirtschaftslage ist so gut wie lange nicht mehr und auch die Aussichten sind erfreulich. Deshalb ist es jetzt endlich an der Zeit, die Arbeitnehmenden am Wirtschaftswachstum zu beteiligen und zwar mit Lohnerhöhungen von mindestens 2 Prozent. Um einen weiteren Kaufkraftverlust der Arbeitnehemnden zu verhindern müssen wieder vermehrt generelle Lohnmassnahmen durchgeführt werden. Die Arbeitnehmenden haben mit viel Einsatz und grosser Flexibilität mitgeholfen, den jetzigen Wirtschaftsboom zu ermöglichen. Prognosen des SECO lassen ein Wirtschaftswachstum von 2.4 Prozent für das laufende Jahr erwarten. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, und die angeschlossenen Verbände Syna, transfair und Hotel&Gastro Union ist klar, dass dieser Aufschwung den Arbeitnehmenden zugutekommen muss. Es braucht deshalb zwingend spürbare Lohnerhöhungen von mindestens 2 Prozent. Grosser Nachholbedarf bei den Löhnen. In den vergangenen Jahren mussten sich die Arbeitnehmenden mit bescheidenen Lohnerhöhungen und teilwiese gar mit Nullrunden zufrieden geben. Dies hat mitgeholfen, in den Krisenjahren und in der Zeit des stark überbewerteten Frankens die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhalten. Durch die anziehende Teuerung haben die Arbeitnehmenden 2017 erstmals seit 10 Jahren sogar einen Reallohnverlust erleiden müssen. Von der wirtschaftlichen Erholung resp. dem (…).
Travail.Suisse, 9.8.2018.
Travail.Suisse > Lohnerhöhungen. Travail.Suisse, 2018-08-09.
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08.08.2018 Schweiz
Löhne
SGB

Flankiierende Massnahmen
Löhne
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Flankierende Massnahmen zum Schutz der Löhne: Kein Verrat an den Lohnabhängigen! Keine Teilnahme des SGB an den FlaM-Abbau-Verhandlungen des WBF. Der SGB wird an den von Bundesrat Schneider-Ammann geplanten Verhandlungen zu den Flankierenden Massnahmen FlaM nicht teilnehmen. Das Departement Schneider-Amman hat für diese Verhandlungen Ziele definiert, die nicht nur darauf hinauslaufen, den Lohnschutz in der Schweiz substanziell zu schwächen. Sondern es wurde auch das Ziel gesetzt, den FlaM-Gegnern in der EU-Kommission und im EuGH ein Mitspracherecht bei den Schweizer FlaM zu geben. Obwohl der Bundesrat im Juli seinen früheren Beschluss bekräftigte, dass die FlaM nicht angetastet werden („rote Linien“). Aus den Verhandlungen sollen gemäss dem Auftrag des Departementes Schneider-Ammann (WBF) Vorschläge resultieren, wie FlaM in „einer von der EU akzeptierten Form“ ausgestaltet werden können, die zudem „vor einer allfälligen Einschätzung des EuGH Bestand haben“ müsse. Diese Vorgabe bricht mit allen bisherigen Beschlüssen, dass die Schweiz ihre europaweit höchsten Löhne eigenständig schützen kann. Wenn der EU-Kommission und dem EuGH Kompetenzen zu den FlaM gegeben werden, wird der Druck auf den Schweizer Lohnschutz massiv steigen. Die Kommission und der EuGH haben verschiedene EU-Länder wie Österreich oder Luxemburg gezwungen, einen Teil ihrer Schutzmassnahmen aufzugeben. (…).
SGB, 8.8.2018.
SGB > Löhne. Flankierende Massnahmen. SGB, 2018-08-08.
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08.08.2018 Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Flankiierende Massnahmen
Löhne
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Die Attacke auf die FlaM bedroht die Rechte aller Arbeitnehmenden. Für einen effektiven Lohnschutz braucht es Kontrollen. Zu wenige Kontrollen, zu viel Lohndumping, Diskriminierung prekärer Arbeitnehmerkategorien und insgesamt zu schwache Arbeitnehmerrechte – das sind die Probleme des Schweizer Arbeitsmarktes. Die Flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit müssen deshalb dringend verstärkt werden. Die unverantwortlichen Angriffe der FDP-Bundesräte auf den Arbeitnehmerschutz führen in ein Desaster. An der gemeinsamen Medienkonferenz vom 8. August 2018 haben der SGB, die Unia sowie der SEV zu den unverantwortlichen Angriffen der FDP-Bundesräte auf den Arbeitnehmerschutz Stellung bezogen. Fazit: Die Schweiz muss noch bestehende Diskriminierungen abbauen und die Flankierenden Massnahmen stärken. Dabei sind nicht die Grenzen zu schützen, sondern die Löhne und Arbeitsbedingungen. Alles andere führt ins Desaster. Denn: Der Arbeitnehmerschutz ist nicht verhandelbar.
Unia Schweiz, 8.8.2018.
Unia Schweiz > Löhne. Flankierende Massnahmen. Unia Schweiz, 2018-08-08.
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08.08.2018 Schweiz
Löhne
SGB
VPOD Schweiz

Flankiierende Massnahmen
Löhne
Volltext
Flankierende Massnahmen zum Schutz der Löhne: Kein Verrat an den Lohnabhängigen. Der SGB wird an den von Bundesrat Schneider-Ammann geplanten Verhandlungen zu den Flankierenden Massnahmen FlaM nicht teilnehmen. Das Departement Schneider-Amman hat für diese Verhandlungen Ziele definiert, die nicht nur darauf hinauslaufen, den Lohnschutz in der Schweiz substanziell zu schwächen. Sondern es wurde auch das Ziel gesetzt, den FlaM-Gegnern in der EU-Kommission und im EuGH ein Mitspracherecht bei den Schweizer FlaM zu geben. Obwohl der Bundesrat im Juli seinen früheren Beschluss bekräftigte, dass die FlaM nicht angetastet werden („rote Linien“). Aus den Verhandlungen sollen gemäss dem Auftrag des Departementes Schneider-Ammann (WBF) Vorschläge resultieren, wie FlaM in „einer von der EU akzeptierten Form“ ausgestaltet werden können, die zudem „vor einer allfälligen Einschätzung des EuGH Bestand haben“ müsse. Diese Vorgabe bricht mit allen bisherigen Beschlüssen, dass die Schweiz ihre europaweit höchsten Löhne eigenständig schützen kann. Wenn der EU-Kommission und dem EuGH Kompetenzen zu den FlaM gegeben werden, wird der Druck auf den Schweizer Lohnschutz massiv steigen. Die Kommission und der EuGH haben verschiedene EU-Länder wie Österreich oder Luxemburg gezwungen, einen Teil ihrer Schutzmassnahmen aufzugeben. In Bezug auf die Instrumente geht es um viel mehr als um die 8-Tage-Regel. So will das WBF beispielsweise den ganzen Lohnschutz über (…).
VPOD Schweiz, 8.8.2018.
VPOD Schweiz > Löhne. Flankierende Massnahmen. VPOD Schweiz, 2018-08-08.
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08.08.2018 Schweiz
Löhne
Personen
Travail.Suisse
Adrian Wüthrich
Flankiierende Massnahmen
Löhne
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Flankierende Massnahmen: Travail.Suisse diskutiert nicht über reine Abbauvorlage. Die flankierenden Massnahmen (FlaM) sind ein Streitpunkt in den Verhandlungen um das Rahmenabkommen mit der EU. Auf grund dessen hat Bundesrat Johann Schneider-Ammann in den vergangenen Wochen das Gespräch mit Sozialpartnern und Kantonen gesucht. Nach ersten Gesprächen hat sich leider gezeigt, dass die Verhandlungen zu den FlaM auf eine Abbauvorlage hinsteuern. Deshalb hat Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, beschlossen, die Gespräche abzubrechen. Am 4. Juli hat Bundesrat Schneider-Ammann informiert, dass er die Meinung der Sozialpartner und Kantone zu den offenen Punkten im Bereich der Personenfreizügigkeit einholen will. Travail.Suisse-Präsident Adrian Wüthrich hat erste Gespräche mit Bundesrat und Sozialpartnern geführt. „Unsere Position war immer klar: Erstens dürfen die FlaM unter keinen Umständen abgebaut werden und zweitens muss die Schweiz den Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen eigenständig regeln können“, sagt Wüthrich. Travail.Suisse hat sich bis jetzt gesprächsbereit gezeigt, doch die Entwicklungen in den letzten beiden Tagen haben gezeigt, dass alle Vorschläge auf einen Abbau der FlaM zielten. „Das ist ein absolutes No go für Travail.Suisse. Auf dieser Basis machen Gespräche keinen Sinn. Rote Linien sind rote Linien, sie dürfen nicht (…).
Adrian Wüthrich, Präsident Travail.Suisse und Nationalrat
Travail.Suisse, 8.8.2018.
Travail.Suisse > Löhne. Flankierende Massnahmen. Travail.Suisse, 2018-08-08.
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02.08.2018 Schweiz
Löhne
Travail.Suisse

Lohnerhöhungen
Medienkonferenz
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Lohnherbst 2018: Die Arbeitnehmenden müssen zwingend besser am Aufschwung beteiligt werden! Einladung zu einer Medienkonferenz. Sehr geehrte Damen und Herren. Die Wirtschaftslage in der Schweiz präsentiert sich gut und auch die Aussichten sind positiv. Die Arbeitnehmenden in der Schweiz haben mit grossem Einsatz und bescheidener Lohnentwicklung dazu beigetragen, die schwierigen letzten Jahre zu meistern. Die Wirtschaft brummt schon länger wieder, die Arbeitnehmenden haben davon noch nicht viel profitiert. Es besteht definitiv Nachholbedarf bei den Löhnen, nicht zuletzt auch, damit der private Konsum weiterhin eine wichtige Stütze der Konjunktur bleibt. Gerne präsentieren Ihnen Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, und die Mitgliedorganisationen Syna, Hotel & Gastro Union und transfair an einer Medienkonferenz die branchenspezifischen Lohnforderungen für den Lohnherbst 2018. Dazu laden wir Sie zu einer Medienkonferenz ein, die am Donnerstag, 9. August 2018, 9.30 Uhr, im Vatter Business Center (Saal „Loosli“, 6. Stock), Bärenplatz 2, Bern stattfinden wird. Es nehmen teil: (…).
Travail.Suisse, 2.8.2018.
Travail.Suisse > Lohnerhöhungen. Travail.Suisse, 2018-08-02.
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18.07.2018 Schweiz
Löhne
Syna
Unia Schweiz

Lohnerhöhungen
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Gastgewerbe: Mindestlöhne steigen 2019 um bis zu 1,3 Prozent. Dank dem L-GAV steigen die Löhne im Gastgewerbe. Die Mindestlöhne im Gastgewerbe werden ab 1. Januar 2019 um 1 bis 1,3 Prozent erhöht. Darauf haben sich die Sozialpartner im Gastgewerbe geeinigt. Jedes Jahr verhandeln Gewerkschaften und Arbeitgeber die Mindestlöhne für das Gastgewerbe und die Hotellerie. Für 2019 haben sie sich auf eine Erhöhung der Mindestlöhne für alle Lohnkategorien um 1 bis 1,3 Prozent geeinigt. Die Mindestlöhne 2019:
Der Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes (L-GAV) garantiert den Beschäftigten einen Mindestlohn je nach Ausbildung und Berufserfahrung. Er sieht vor, dass die Mindestlöhne jedes Jahr neu ausgehandelt werden. Die Vertragsparteien sind auf Arbeitnehmerseite die Unia, Syna und Hotel und Gastro Union, auf der Arbeitgeberseite GastroSuisse, hotelleriesuisse sowie die Swiss Catering Association SCA.
Unia Schweiz, 18.7.2018.
Unia Schweiz > Lohnerhöhungen. Unia Schweiz, 2018-07-18.
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