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Anzahl gefundene Artikel: 34

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
06.11.2018 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
SEV Schweiz
Gianni Frizzo
Industriewerk Bellinzona
Stellenabbau
Volltext
Officine Bellinzona. Arbeitsplätze verteidigen. Die Mitarbeitenden der Officine fordern mit einer Resolution den Erhalt der Arbeitsplätze und Arbeitsvolumen. Und sprechen ihrer Personalkommission volles Vertrauen aus. In der Malerei der Officine ist der Platz eng: Über 300 Personen sind der Einladung der Personalkommission gefolgt. Peko-Präsident Ivan Cozzaglio erklärt einleitend den Zweck der Versammlung: Das Personal der Officine soll über deren Zukunft mitreden können und eine Resolution verabschieden, die der erweiterten Personalkommission ein Mandat für das weitere Vorgehen erteilt. Die Position der Peko umreisst Cozzaglio so: „Niemand von uns ist gegen die Bereitstellung von 120 Millionen für den Umzug der Officine, wie euch einige Vorgesetzte glauben machen wollen. Doch unser Hauptziel bleibt der Erhalt der Arbeitsplätze. Ein Projekt, das mehr als die Hälfte der Stellen streichen will, können wir nicht akzeptieren. Heute entscheiden wir nicht über die Zukunft der Officine, aber wir wollen mit euch diskutieren, welche Linie wir fahren wollen.“ Arbeitsplätze im Mittelpunkt. Gianni Frizzo, Präsident des Vereins „Giù le mani dall’Officina“, hält einleitend zu seiner Präsentation der acht Resolutionspunkte fest, dass die Resolution den bisherigen Kampf für die Zukunft der Officine weiterführe und die Haltung des Personals aufzeige. Kernforderung der Resolution sei die Sicherung der Arbeitsplätze. „Der geplante Stellenabbau resultiert aus der Streichung des Geschäftsbereichs Güterverkehr. Das haben nicht wir erfunden, sondern das hat die SBB selber gesagt“, stellt Frizzo klar. (…). Pascal Fiscalini, Markus Fischer.
SEV, 6.11.2018.
SEV > Industriewerke Bellinzona. Stellenabbau. SEV, 2018-11-06.
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21.11.2017 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
SEV
Karin Taglang
Industriewerke Bellinzona
Volltext
Die Angestellten in den Officine Bellinzona sind besorgt. Officine Bellinzona. Viel ungenutztes Potenzial. Bei einem weiteren Treffen der Diskussionsplattform hat die SBB einige Aspekte aus dem „«Projekt Officine“ vorgestellt. Als Antwort darauf haben die Personalvertreter/innen ihre Positionen präsentiert. Es war der Mediator der Diskussionsplattform – der Anwalt Franz Steinegger – der das Treffen einberufen hat. Damit wollte er den Parteien die Möglichkeit bieten, die zahlreichen Gesichtspunkte der zukünftigen Entwicklung der Officine Bellinzona vertieft zu diskutieren. Dabei ging es vor allem um einen Grundsatzentscheid, den der SBB-Verwaltungsrat im Beisein der zwei Staatsräte Christian Vitta und Claudio Zali gefällt hatte. Zunächst stellten die SBB ihre aktuellen Absichten ausführlich vor: Aufgrund einer Analyse verschiedener Szenarien ist die SBB von der Möglichkeit überzeugt, dass im Tessin innert acht bis zehn Jahren ein neues Industriewerk realisiert werden könne. Dieses soll mindestens den Dimensionen des bestehenden Werks entsprechen (laut der SBB wäre sogar eine Vergrösserung der Fläche um bis zu 20% denkbar) und so geplant werden, dass es den Bedürfnissen für die Wartung moderner Reisezüge entspricht. Die SBB hat unter Angabe eines klaren Zeithorizonts versichert, dieses neue Werk mit dem Unterhalt der Giruno-Züge, die künftig auf der Gotthard-Linie verkehren werden, und der neuen SBB-Neigezügen zu beauftragen. Ferner soll das neue Werk auch sämtliche Wartungsarbeiten übernehmen, die zurzeit in den Tessiner Sitzen von (...). Karin Taglang.
SEV, 21.11.2017.
SEV > Industriewerke Bellinzona. SEV, 2017-11-21.
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24.10.2017 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
SEV Schweiz

Industriewerk Bellinzona
Stellenabbau
Volltext
Personal und Gewerkschaften machen Druck auf die Politik. Officine: Taten statt Worte! Personalvertreter des SBB-Werks Bellinzona übergaben dem Präsidenten des Kantonsparlaments am 17. Oktober eine Petition und sprachen anschliessend bei der Tessiner Regierung vor. Beide Male forderten sie die Politiker auf, bei der SBB energischer als bisher darauf zu pochen, dass sie ihre Versprechen einhält. Bei beiden Treffen stellten die Personalvertreter die Arbeitsplätze ins Zentrum. „Diesbezügliche Sorgen sind mehr als berechtigt, denn seit 2013 hat das SBB-Werk 130 Stellen und 90‘000 Stunden an Arbeitsvolumen verloren“, sagt Gewerkschaftssekretär Pascal Fiscalini, der in der Personaldelegation den SEV vertrat. „Bei der ganzen Diskussion über die Zukunft der Officine ist der Erhalt der Arbeitsplätze der entscheidende Punkt, nicht die Standortfrage. Das Personal erwartet von der Regierung, dass sie sich für seine Interessen und die des ganzen Kantons einsetzt. Leider hat sie am 18. Oktober bei ihrem Treffen mit der SBB noch nicht die Garantien erhalten, die das Personal und die Gewerkschaften beruhigen könnten: nämlich dass die SBB die Verträge einhält, die sie bei der Gründung des Kompetenzzentrums für Bahntechnologie abgeschlossen hat. Und dass sie explizite Garantien zum Arbeitsvolumen in den Officine bis 2026 abgibt.“ Vor dem Treffen mit der Regierung überreichten die Personalvertreter dem Präsidenten des Tessiner Grossen Rats, Walter Gianora, die Petition mit dem Titel „Die SBB muss die Verträge einhalten“, unterschrieben von 347 (…).
SEV, kontakt.sev, 24.10.2017.
SEV > Industriewerke Bellinzona. Stellenabbau. SEV, 2017-10-24.
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12.09.2017 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
SEV Schweiz

Betrieb
Industriewerk Bellinzona
Personalkommission
Volltext
Die erweiterte Peko fordert, im Tessin langfristig Drehgestelle aufzuarbeiten. Treffen der „Diskussionsplattform“ zur Zukunft der Officine. SBB-Werk Bellinzona am Scheideweg? Die Anzeichen werden immer konkreter: Die SBB will im Tessin ein neues Werk für den Unterhalt von Reisezügen bauen. Auf den ersten Blick ist dieses Projekt attraktiv, doch genauer betrachtet hat es auch Haken. Am Dienstag, 5. September, traf die Personalkommission der Officine, erweitert durch Vertreter der Gewerkschaften SEV, Unia und Transfair, die Entscheidungsträger der SBB, um über Ideen zu diskutieren, die das Unternehmen neulich präsentiert hatte. Seit Jahren fordert die erweiterte Peko die Erhöhung des Auftragsvolumens für die Officine. Dass dies nötig ist, hat die SBB sogar selbst im Rahmen der Verträge von 2013 für die Realisierung des Kompetenzzentrums für Bahntechnik schriftlich festgehalten. In diese Richtung hatte die Peko diverse Vorschläge gemacht, darunter jenen, in den Officine die neuen „Giruno“-Züge von Stadler zu unterhalten, die ab 2019 nach und nach alle Fernverkehrsverbindungen durch den Gotthard-Basistunnel gewährleisten sollen. Die SBB hat diesen Vorschlag immer wieder zurückgewiesen, weil in den Officine hohe Investitionen nötig seien und weil diese angeblich nicht dafür geeignet seien, komplette Züge aufzunehmen. Dieses Argument wurde jedoch letztes Jahr widerlegt, als eine einfache, praktische Prüfung zeigte, dass die Officine problemlos auch ganze Reisezugskompositionen wie zum Beispiel die (…). Pietro Gianolli, Karin Taglang.
SEV, kontakt.sev., 12.9.2017.
SEV > Industriewerke Bellinzona. Peko. SEV, 2017-09-12.
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18.04.2017 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
SEV Schweiz
Pietro Gianolli
Karin Taglang
Geschichte
Industriewerk Bellinzona
Volltext
SEV fördert Studie über das „Phänomen“ Officine der SBB in Bellinzona. Der Streik als Ausgangspunkt. Eine Studie des Departements für Betriebswirtschaft, Gesundheit und Soziales der SUPSI, die auch vom SEV unterstützt wurde, soll herausfinden, weshalb die Officine der SBB in Bellinzona seit nunmehr fast zehn Jahren immer wieder ein aktuelles Thema ist. Einen Fall wie den der Officine Bellinzona gibt es kein zweites Mal. Dennoch kann man seine Beispiellosigkeit nicht einzig und allein auf den Streik von 2008 zurückführen. Ein besonderes Ereignis. Natürlich war dieser Streik kein alltägliches Ereignis: Seine Dauer, die Entschlossenheit, mit der er geführt wurde, aber auch die grosse Unterstützung und Beteiligung der Bevölkerung, die man zu wecken vermochte, machten den Streik zu einem besonderen Ereignis. Nicht ohne Grund hatte Bundesrat Moritz Leuenberger an der Pressekonferenz, die auf die Einigung am Ende des Streiks folgte, von einem Konflikt gesprochen, der weit über die Grenzen der Unternehmung hinauswirkte und die Notwendigkeit des „nationalen Zusammenhalts“ aufzeigte. Stets wachsam bleiben. Diese aussergewöhnlichen Umstände allein reichen jedoch nicht aus, um das nach zehn Jahren weiterhin grosse Interesse an der „Frage der Officine“ zu erklären. Das Wichtigste ist, dass die Officine immer noch besteht. Die SBB zeigte sich wiederholt optimistisch und machte Zusicherungen, was deren Zukunft betrifft. Trotzdem, innerhalb der Officine ist weiterhin eine besonders aktive (…). Pietro Gianolli, Karin Taglang.
SEV kontakt, 18.4.2017.
SEV > Industriewerke Bellinzona. SEV, 2017-04-18.
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06.12.2016 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
SEV Schweiz

Produktion
Volltext
Im Laufe des Sommers kümmerte sich die Officine in Bellinzona um zwei Prototypen. Wichtiger Auftrag für die Officine in Bellinzona. Officine saniert Flirts. Vor wenigen Tagen hat die SBB bestätigt, dass sie die Officine Bellinzona mit der Sanierung der Flirt-Züge beauftragen wird. Die Information, die die Personalvertreter im Mai erhalten hatten, war allem Anschein nach definitiv: Die Officine Bellinzona hat den Auftrag erhalten, die Flirt-Züge zu sanieren. Dem Auftrag gehen zwei Prototypen voraus, um den Prozess zu optimieren. Die SBB klärt den Umfang des Auftrags in einem Communiqué: 144 der 171 Flirt-Züge in der Flotte der SBB und ihren Tochtergesellschaften sollen saniert werden. Nötig sind die Sanierungsarbeiten wegen der Korrosion des Wagenunterbodens, die durch das Wasser der sanitären Anlagen hervorgerufen wurde. Die Sanierung bietet auch Gelegenheit, Schäden zu beheben, die durch Steinschlag an einzelnen Wagen entstanden sind. Bei einer Kadenz von 15 Zügen pro Jahr wird die Sanierung voraussichtlich bis mindestens 2024 dauern. So öffnet sich für die Officine ein wichtiger Aktivitätsbereich: Es werden spezifische Kompetenzen für die Anti-Korrosionsbehandlung gebraucht. Diese ist eine Kernkompetenz des Personals der Officine. Ein positiver Schritt, aber… Wie seinerzeit bereits angetönt, löst dieser Auftrag das Problem der fehlenden Aufträge nicht vollständig, auch wenn er einen wichtigen Beitrag leistet. (…). Pietro Gianolli/kt
SEV, 6.12.2016.
SEV > Industriewerke Bellinzona. Flirts. SEV, 2016-12-06.
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17.05.2016 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Pietro Gianolli
Industriewerke Bellinzona
Volltext
Neue Verhandlungsrunde mit der SBB zum Industriewerk Bellinzona. Hoffnung für Zukunft der Officine. Personal und SBB wollen bis Ende Mai Lösungen für eine Erhöhung des Arbeitsvolumens und ein langfristiges Geschäftsmodell finden. Die Nichteinhaltung des vereinbarten Auftragsvolumens seitens der SBB und ihre Ausflüchte gegenüber den Sozialpartnern und Behörden haben im April eine Protestwelle ausgelöst. In kontakt.sev Nr. 7 berichteten wir über die Personalversammlung vom 18. April und die Übergabe einer Resolution an den Präsidenten des Tessiner Kantonsparlaments. Der 1.-Mai-Umzug startete direkt vor den Toren des Industriewerks (IW), und Gianni Frizzo, Präsident der Personalkommission (Peko), sprach auf dem Platz vor dem Regierungsgebäude. Danach erläuterten die Peko und Vertreter von SEV, Transfair und Unia (erweiterte Peko) der parlamentarischen Geschäftsprüfungskommission die Situation und die Forderungen des Personals: Dieses hat angesichts des Fehlens einer positiven Perspektive und des drohenden „programmierten Niedergangs“ des IW die Mitarbeit seiner Vertreter im Stiftungsrat des 2013 gegründeten „Kompetenzzentrums für nachhaltige Mobilität und Bahntechnik“ suspendiert und will die Volksinitiative für die Schaffung eines Bahntechnikpools wieder aktivieren. Die Initiative war 2013 zugunsten des Kompetenzzentrums zurückgestellt worden. Am Tag danach empfing eine Regierungsdelegation, bestehend aus Vizepräsident Manuele Bertoli, Claudio Zali und Christian Vitta, die erweiterte Peko und Vertreter der SBB. Erste positive Signale. (…). Pietro Gianolli, Markus Fischer.
SEV, 17.5.2016.
Personen > Gianolli Pietro. Industriewerke Bellinzona. SEV, 2016.05.17.
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03.03.2016 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Industriewerk Bellinzona
Stellenabbau
Volltext
SBB-Industriewerk Bellinzona. wird im Tessin wieder zum politischen Thema. Extreme Spannung acht Jahre nach dem Streik. Im IW Bellinzona wächst die Sorge um die Zukunft der Arbeitsplätze, obwohl oder gerade weil die SBB zu beruhigen versucht. Am 18. Februar trafen sich in Luzern Vertreter/innen von SBB, Personal, Gewerkschaften und Behörden unter der Leitung des Urner Rechtsanwalts Franz Steinegger, der sich nach dem Streik von 2008 als Moderator der „runden Tische“ bewährt hatte. Das Treffen hatte die Tessiner Regierung angeregt, nachdem Personal und Gewerkschaften Alarm geschlagen hatten, weil vor allem in der zweiten Hälfte des letzten Jahres die SBB-Aufträge, besonders beim Wagenunterhalt, markant eingebrochen waren. Denn die SBB hatte sich 2013 in den Abkommen im Hinblick auf die Gründung des Kompetenzzentrums für nachhaltige Mobilität und Bahntechnik verpflichtet, das Volumen der Aufträge ans IW beizubehalten. Am Treffen wurde denn auch klar festgehalten, dass die SBB diese Pflicht vernachlässigt hat. Die SBB begnügte sich damit, die heute fehlenden 30% an Aufträgen im Vergleich zu 2013 als „Rückstände bedingt durch aussergewöhnliche Umstände“ zu erklären. Und sie erlaubte sich, noch während des Treffens eine «beruhigende» Medienmitteilung zu verschicken, in der sie Stabilität in den nächsten fünf Jahren und Investitionen von 20 Millionen Franken im IW versprach. Vertrauen verloren. (…). Markus Fischer, Gi.
SEV, kontakt.sev, 3.3.2016.
Personen > Fischer Markus. Industriewerke Bellinzona. SEV, 2016-03-03.
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30.10.2015 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
SEV Schweiz

Rollmaterial
Unterhalt
Volltext
SEV begrüsst Wartung der Gotthardzüge durch SBB. SBB behält Unterhalt: der einzig richtige Entscheid. Was eine Selbstverständlichkeit hätte sein sollen, wurde nun doch richtig entschieden: Die SBB macht den Unterhalt an den neuen Gotthard-Zügen in den eigenen Werken. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV ist erleichtert, dass die SBB nun doch entschieden hat, ihr eigenes Fachwissen im Fahrzeug-Unterhalt anzuwenden und auszubauen. Seit langem fordert der SEV, dass sich die SBB vorbehaltlos zu ihren Unterhaltswerken bekennt. Nun ist dies erfolgt; die Fremdvergabe bei den ETR-610-Kompositionen bleibt damit ein einmaliger Ausrutscher. Unterhalt muss eine Kernkompetenz der Bahnunternehmen bleiben. „Wenn die Hersteller den Unterhalt übernehmen - wie dies europäisch als Trend auszumachen ist und im Rahmen des 4. Eisenbahnpakets politisch teilweise gar gefordert wird -, begeben sich die Bahnen in Abhängigkeiten, deren Folgen nicht abzusehen sind“, betont SEV-Präsident Giorgio Tuti. Neben dem Verlust an Fachwissen ist vor allem das grosse Risiko zu berücksichtigen, dass in der rund 40-jährigen Lebensdauer der Fahrzeuge Hersteller verkauft oder verlagert werden oder gar ganz verschwinden. Im Interesse der integrierten Bahn kann eine solche Entwicklung nicht in Frage kommen. (…).
SEV, 30.10.2015.
SEV > Industriewerke Bellinzona. Rollmaterial. SEV, 30.10.2015.
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20.10.2015 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
SEV Schweiz

Industriewerke Bellinzona
Protestversammlung
Volltext
Industriewerkpersonal „besetzt“ Parlamentssaal. Politik will mitkämpfen gegen „programmierten Niedergang“. Die Mitarbeitenden des Industriewerks Bellinzona sind über die sinkenden SBB-Aufträge sehr besorgt. Darum zogen sie letzten Dienstag über Mittag zum Parlamentsgebäude, um Behörden und Politiker/innen um Unterstützung zu bitten. Die Stimmung im Demonstrationszug und im vollbesetzten Grossratssaal ist dieselbe wie 2008 während dem Streik. „Kaum zu glauben, dass seither sieben Jahre vergangen sind“, meint ein Journalist. Vom Auftragseinbruch betroffen ist heute der Wagenunterhalt, den die SBB 2008 in Bellinzona belassen wollte. Die Lokabteilung dagegen, die damals nach Yverdon verlegt werden sollte, scheint noch ein besser gefülltes Auftragsbuch zu haben, obwohl es zu ihrer Zukunft ebenfalls offene Fragen gibt. Insgesamt aber nehmen die im IW Bellinzona geleisteten Arbeitsstunden spürbar ab, und die SBB scheint die Strukturen an die gesunkene Nachfrage anpassen zu wollen. Der Wille, bei anderen Kunden neue Aufträge hereinzuholen, scheint ermattet zu sein. Hinzu kommen weitere ungünstige Faktoren wie der starke Franken und der immer härtere internationale Wettbewerb. Basis legen für den Turn-around. (…).
SEV, 20.10.2015.
SEV > Industriewerke Bellinzona. Protestaktion. SEV, 20.10.2015.
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01.05.2014 Bellinzona
Funke, Der
Industriewerke Bellinzon
Personen
Gianni Frizzo
Industriewerk Bellinzona
Interview
Volltext
Officine Bellinzona. Bereits 2008 hat sich Gianni Frizzo, der Streikführer der Officine in Bellinzona, dazu bereit erklärt, ein Interview mit uns zu führen. Beinahe sechs Jahre später haben wir ihn an der Jugendkommission der Gewerkschaft Unia wieder getroffen. Er war so freundlich und hat uns ein weiteres Interview gewährt. Wie ist heute, fünf Jahre nach dem Streik, die Lage im Werk? Die Lage ist nach wie vor schwer für uns. Es ist ein täglicher Kampf den Respekt und die Würde zu verteidigen, welche wir uns durch den Streik erkämpft haben. Unsere Mitsprache wird täglich in Frage gestellt. Wir haben viel erreicht und konnten durchsetzen, dass die Officine nicht geschlossen werden. Die SBB mag jetzt zwar ihre Taktik geändert haben, sie geht langsamer vor, Salamitaktik sozusagen, aber ihr Endziel bleibt dasselbe wie 2008. Das sehen wir an vielen Beispielen wie etwa das der Restrukturierungen in den Officine von Biasca. Die SBB drückt einem entweder den Stempel Leben oder Tod auf. Wenn man einmal den Todesstempel hat, ist es schwierig noch etwas zu retten. Das haben wir aber geschafft zu verhindern und halten uns bereit für weitere Angriffe. Existieren die Betriebsversammlungen und Mitspracherechte noch, oder hat sich das geändert? (…). Die Redaktion.
Der Funke, Nr. 33. Mai 2014.
Personen > Frizzo Gianni. Interview. Der Funke, Nr. 33, Mai 2014.
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03.06.2011 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Unia
Work

Betriebsschliessung
Entlassungen
Industriewerk Bellinzona
Streik-Komitee

Officine: Es gärt erneut. Bellinzona. Eigentlich wollte Bundesrätin Doris Leuthard den runden Tisch um die SBB-Werkstätten in Bellinzona Ende Mai beenden. Zur Erinnerung: Im März 2008 hatte der SBB-Konzern den Abbau von 127 Stellen bei den Officine angekündigt. Ein wochenlanger Streik zwang die SBB zum Rückzieher. Seither arbeiteten Belegschaft und SBB unter Vermittler Franz Steinegger an Lösungen. Erfolgreich. Die Officine stellten zusätzliche Arbeitende ein. Doch seit ein paar Monaten spitzt sich der Konflikt erneut zu. Sprecher des Streikkomitees nennen die Lage „dramatisch“: Kader haben den Job hingeschmissen, auch der Werksdirektor. „Sie wollen uns langsam sterben lassen“, sagt ein Officine-Arbeiter. Jetzt hat das Streikkomitee die Verlängerung des runden Tisches erzwungen.

 

Work. Freitag, 3.6.2011.

Unia > Industriewerke Bellinzona. Streikkomitee. 3.6.2011.doc.

16.04.2011 Bellinzona
Biberist
Deisswil
Industriewerke Bellinzon
Kartonfabrik Deisswil AG
Netzwerk Arbeitskämpfe
Papierfabrik Biberist

Volltext

Sappi Biberist: Schliessung verhindern! „Die jetzigen Eigentümer zerstören Werte, die über 150 Jahre gewachsen sind. Werte, die nie mehr zurückgeholt werden können." Das die Worte von Walter Blaser, Gemeindepräsident von Biberist, gegenüber SF aktuell. Er erinnert daran, dass erst vor wenigen Jahren eine Fernwärmeleitung von der Kehrrichtverbrennung zum Werk gezogen wurde, die 8 Mio. gekostet habe. Nicht nur die Belegschaft, sondern auch die umliegenden Gemeinden und Zulieferbetriebe würden im Falle einer Schliessung der Papierfabrik grosse Probleme bekommen. Vor einem halben Jahr noch habe der SAPPI-Konzern gegenüber der Solothurner Regierung das Werk in Biberist als „Perle" bezeichnet. Darum könne es heute keine wirtschaftliche Notwendigkeit für eine Schliessung geben. Formell gehört die Papierfabrik Biberist zwar seit drei Jahren dem südafrikanischen SAPPI-Konzern. In Tat und Wahrheit sind es jedoch die Arbeiterinnen in der Region, die seit Generationen dort arbeiten, welche die Werte geschaffen haben, die der Konzern jetzt zerstören will. Denn, wie der Gemeindepräsident auch gesagt hat: „Es gibt nicht manche Familie, die - über Generationen hinweg - nicht verwurzelt oder verhängt ist mit diesem Betrieb." (...).

Netzwerk Arbeitskämpfe. Papierfabrik Biberist, 16.4.2011.
Netzwerk Arbeitskämpfe, 16.4.2011.

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04.12.2009 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Work

Industriewerk Bellinzona
SBB-Cargo
Streik-Komitee
Anruf beim Bundesrat. Officine Bellinzona: Der runde Tisch geht weiter. Eigentlich wollte der SBB-Konzern die Verhandlungen mit der Belegschaft über die Zukunft der Officine von Bellinzona Ende November beenden. Doch die "letzte" Sitzung zwischen Streikkomitee, Vermittler Franz Steinegger und den SBB verlief für die Manager nicht wie geplant. Auf Druck der Belegschaft und nach einem Anruf bei Bundesrat Moritz Leuenberger wurde die Weiterarbeit beschlossen. Offen ist die Zukunft der Werkstätten bis 2020. Bisher gibt es keine verbindlichen SBB-Zusagen. Der Konzern will über 700 Millionen in den Unterhalt investieren, davon nur 17 Millionen in Bellinzona. Einen Teilerfolg konnten die Officine verbuchen: Drei Personen werden direkt Aufträge von anderen Bahnbetreibern in Bellionzona akquirieren. Work 4.12.2009
19.11.2009 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
Streik
Work
Oliver Fahrni
Gianni Frizzo
Betriebsschliessung
Industriewerk Bellinzona
Volltext

Der Hosenlupf hat sich gelohnt. Dank dem Streik und knochenharter Arbeit an einem Industriekonzept haben die Arbeitenden ihre Fabrik gerettet. „Nehmen wir unser Schicksal in die eigenen Hände“, sagte der Elektriker Gianni Frizzo zur streikenden Belegschaft der SBB-Werkstätten in Bellinzona. Es war in den ersten Märztagen 2008. So etwas ist im Kapitalismus nicht vorgesehen: dass die Arbeitenden über die Organisation des Betriebs mitreden, über Ziele und wirtschaftliche Strategien, über Personal und Investitionen. „Es ging um ein Stück Selbstbestimmung“, sagt der Maschinenschlosser Sandro Marci vom Streikkomitee.
Frizzos Spruch war mehr als ein Slogan. (...). Oliver Fahrni.

Work online, 19.11.2009.
Personen > Fahrni Oliver. Industriewerke Bellinzona. Streik. Work. 2009-11-19.

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17.09.2009 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
Mischa Suter
Betriebskampf
"Die Wut, die Unzufriedenheit ist da". Betriebskampf. Wie kann man sich in der Krise gegen die Angriffe der Patrons zur Wehr setzen? In Bellinzona trafen sich am Wochenende ArbeiterInnen aus der ganzen Welt, um über die Gewerkschaftsbewegung von unten zu reden. (...). Mit Foto. Mischa Suter. WOZ. Donnerstag, 17.9.2009
03.07.2009 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
Unia
Work
Renzo Ambrosetti
Gianni Frizzo
Vorstand
Unia-Co-Präsident Renzo Ambrosetti zum Krach im Tessin: "Es geht nicht um den Streik!". In der Unia-Sektion Bellinzona wurde ein Machtkampf ausgetragen und entschieden. Jetzt nimmt Unia-Co-Präsident Renzo Ambrosetti Stellung. Der harte und lange Streik der SBB-Mechaniker von Bellinzona weckte 2008 landesweit Zustimmung und Solidarität. Am vorigen Freitag wurden der charismatische Streikführer Gianni Frizzo und andere Mitglieder des Streikkomitees aus dem Vorstand der Unia-Sektion Bellinzona abgewählt. Jetzt erheben Frizzo und manche Medien schwere Vorwürfe gegen die Unia. Work konfrontierte die Unia-Leitung mit den Vorhaltungen. (...) Interview. Foto Karl Mathis. Work 3.7.2009
06.03.2009 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
Gianni Frizzo
Streik
"Der Kampf hat sich gelohnt". Streikführer Frizzo zieht ein Jahr nach dem Streik im SBB-Werk in Bellinzona Bilanz. Die Arbeitsniederlegung hat in der ganzen Schweiz für Aufsehen gesorgt. Auch die SBB haben ihre Lehren gezogen. Es ist ruhig geworden rund um das Industriewerk Bellinzona. Spruchbänder und Gewerkschaftsfahnen sind verschwunden. Und doch: "Wenn wir nicht gestreikt hättren, wären wir heute sicher nicht hier", sagten gestern Vertreter des damaligen Streikkomitees in einem Treffen mit den Medien. Und Streikführer Gianni Frizzo bilanzierte kurz und knapp: "Der Kampf hat sich gelohnt - wir haben bewiesen, dass die Manager nicht immer recht habhen". (...). Mit Foto. Gerhard Lob. BaZ 6.3.2009
06.03.2009 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
Gianni Frizzo
Streik
"Der Kampf hat sich gelohnt". Streikführer Frizzo zieht ein Jahr nach dem Streik im SBB-Werk in Bellinzona Bilanz. Die Arbeitsniederlegung hat in der ganzen Schweiz für Aufsehen gesorgt. Auch die SBB haben ihre Lehren gezogen. Es ist ruhig geworden rund um das Industriewerk Bellinzona. Spruchbänder und Gewerkschaftsfahnen sind verschwunden. Und doch: "Wenn wir nicht gestreikt hättren, wären wir heute sicher nicht hier", sagten gestern Vertreter des damaligen Streikkomitees in einem Treffen mit den Medien. Und Streikführer Gianni Frizzo bilanzierte kurz und knapp: "Der Kampf hat sich gelohnt - wir haben bewiesen, dass die Manager nicht immer recht habhen". (...). Mit Foto. Gerhard Lob. BaZ 6.3.2009
19.09.2008 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
Work
Oliver Fahrni
Film
Industriewerk Bellinzona
"Giu le mani!": Der Dokumentarfilm aus Bellinzona. Um 7 Uhr 30 haben sie für den Streik gestimmt. Ein Streikfilm, der bewegt: Als er am Filmfestival in Locarno gezeigt wurde, hatte sogar Festivaldirektor Marco Solari Tränen in dne Augen. (…). Mit Foto. Oliver Fahrni. Work 19.9.2008
19.09.2008 Bellinzona
Schweiz
Industriewerke Bellinzon
Personen
SBB-Cargo
Work
Oliver Fahrni
Gianni Frizzo
Industriewerk Bellizona
SBB-Cargo
SBB-Cargo: Vierte Verhandlungsrunde in Luzern über diue Werkstätten Bellinzona. Jetzt liegt sogar eine Personalerhöhung drin. Mit harter, aber kluger Verhandlungstaktik zwingt das Streikkomitee der Officine die SBB, auch über die Struktur des Konzerns zu verhandeln. (…). Foto Urs Flüeler. Oliver Fahrni. Work 19.9.2008
19.09.2008 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
Work
Oliver Fahrni
Verhandlungen
Jetzt liegt sogar eine Personalerhöhung drin. SBB Cargo: Vierte Verhandlungsrunde in Luzern über die Werkstätten Bellinzona. Mit harter, aber kluger Verhandlungstaktik zwingt das Streikkomitee der Officine die SBB, auch über die Struktur des Konzerns zu verhandeln. (…). Mit Foto. Oliver Fahrni. Work 19.9.2008
29.08.2008 Bellinzona
Unia
Industriewerke Bellinzon

Industriewerk Bellizona
Mediation
Wirren um runden Tisch. Mediator sagt Verhandlungstermin im Ringen um SBB-Cargo-Werk Bellinzona ab. Als Mediator am Runden Tisch von SBB-Cargo hat Franz Steinegger ein einziges Sanktionsmittel: Er kann Verhandlungstermine absagen. Diese Notbremse hat er gezogen, weil die Beschlüsse über konkrete Sanierungsmassnahmen in einer neuen Grundsatzdebatte unterzugehen drohen. (…). Mit Foto. Alexander Grass. Bund 29.8.2008
10.04.2008 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon


Streik mit vier Gegentoren. Bellinzona. Der Cargo-Streik wurde gewonnen, zum Sieg im Schweizer Fussballcup hat es dann doch nicht gereicht. Ein Wochenende in der angriffigsten Stadt der Schweiz. Der Schaffhauser Sänger GUZ im Radio. Das Lied passt ganz gut zu Bellinzona und zu allen anderen Kleinstädten, wo erheblich Stellen abgebaut werden und dabei nicht viel zurückbleibt ausser bereits tagsüber gespenstisch leeren Gassen. (…). Foto Florian Bachmann. Gino Filadoro und Daniel Ryser. WOZ 10.4.2008
01.04.2008 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon

Verwaltungsrat
Industriewerk
Was ohne Einigung droht. Die SBB können ein Schiedsgericht einberufen und den Streikenden mit fristloser Kündigung drohen. Trotz leichter Entspannung im Ringen um das SBB-Cargo-Werk in Bellinzona bereiten die SBB die weiteren Schritte vor. Im Vordergrund steht die Einberufung eines Schiedsgerichts. Im Cargo-Streit ist gestern wieder leise Hoffnung auf eine Lösung auf dem Verhandlungsweg aufgekeimt. Während Marco Solari bei SBB, Streikenden und der Tessiner Regierung sondiert, haben die SBB weitere Schritte vorderhand auf Eis gelegt. Damit ist das Ultimatum sistiert, das SBB-Chef Andreas Meyer am Freitag den Streikenden gesetzt hatte. Trotz der leichten Entspannung ist aber weiterhin nicht ausgeschlossen, dass die Gewerkschaften die Teilnahme am runden Tisch ausschlagen. Der SBB-Verwaltungsrat hat die Geschäftsleitung beauftragt, diesen Fall vorzubereiten. (…). Mit Foto. Christof Forster. Bund 1.4.20908
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