Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Stichwort > Vermögen
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 48

1 2
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
11.06.2019 Schweiz
Ems-Chemie
Personen
Unia Schweiz
Christoph Blocher
Vermögen
Volltext
Blochers kassieren mehr Dividenden als alle 3'075 Mitarbeitenden zusammen verdienen. Der Unterschied zwischen dem tiefsten und höchsten Lohn (Lohnschere) in den grössten Unternehmen der Schweiz verharrt 2018 mit 1:134 auf sehr hohem Niveau. Neben den CEOs und Geschäftsleitungen kassieren besonders die Aktionäre: Insgesamt 56.5 Mia. Franken wurden an sie ausgeschüttet. Die Blochers sahnen am meisten ab: Sie zahlten sich selbst 301.6 Mio. Franken an Dividenden aus – 57.6 Mio. Franken mehr, als ihre weltweit 3'075 Mitarbeitenden bei der EMS-Chemie zusammengerechnet verdienten. Die Unia hat das Verhältnis der tiefsten zu den höchsten Löhnen in den 36 grössten Unternehmen der Schweiz untersucht. Die Lohnschere ging 2018 zwar minim zurück, betrug jedoch immer noch 1:134 (1:136 im Vorjahr). Am weitesten klaffen die Löhne bei der UBS auseinander, wo Abzocker-Spitzenreiter Sergio Ermotti mit einem Bruttolohn von 13.9 Mio. Franken 267 Mal mehr verdient als seine Mitarbeiterin mit dem tiefsten Lohn. Aktionäre kassieren, Angestellte verlieren. Allein in den untersuchten 32 börsenkotierten Unternehmen profitierten die Aktionäre 2018 von Ausschüttungen über 56.5 Mia. Franken. Ganz im Gegensatz dazu die Mitarbeitenden: Nestlé und Novartis, zwei der Unternehmen, die 2018 Dividenden in Milliardenhöhe auszahlten und grosse Aktien-Rückkauf-Projekte durchführten, kündigten im gleichen Jahr einen Abbau von 550 bzw. von über 2’000 Stellen an. EMS Chemie: Familie Blocher zockt ab. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 11.6.2019,
Personen > Blocher Christoph. Einkommen. Unia Schweiz, 2019-06-11.
Ganzer Text
11.06.2019 Schweiz
Ems-Chemie
Personen
Unia Schweiz
Christoph Blocher
Ems-Chemie
Vermögen
Volltext
EMS-Chemie: Verdienst des Personals vs. Ausschüttungen an die Familie Blocher 2018 in Franken. Die Lohnschere verharrt 2018 mit 1:134 auf sehr hohem Niveau. Am weitesten klaffen die Löhne bei der UBS auseinander, wo Abzocker-Spitzenreiter Sergio Ermotti mit einem Bruttolohn von 13.9 Mio. Franken 267 Mal mehr verdient als sein/e Mitarbeiter/in mit dem tiefsten Lohn. Die Unia untersucht in ihrer jährlichen Lohnschere-Studie den höchsten und tiefsten Lohn in den 36 grössten Schweizer Unternehmen (Lohnschere). 2018 ging die Lohnschere nur minim zurück, von 1:136 auf 1:134. Die Entschädigungen der Geschäftsleitungsmitglieder stiegen in den untersuchten Konzernen auf insgesamt fast 1 Mia. Franken, diejenigen aller CEOs zusammen auf 181.8 Mio. Franken. Im gleichen Jahr sanken die Reallöhne in der Schweiz um 0,4 Prozent! Aktionäre kassieren, Angestellte verlieren. Allein in den 32 untersuchten börsenkotierten Unternehmen profitierten die Aktionäre 2018 von Ausschüttungen über 56.5 Mia. Franken. Ganz im Gegensatz dazu die Mitarbeitenden: Nestlé und Novartis, zwei der Unternehmen, die 2018 Dividenden in Milliardenhöhe auszahlten und grosse Aktien-Rückkauf-Projekte durchführten, kündigten im gleichen Jahr einen Abbau von 550 bzw. über 2’000 Stellen an. EMS-Chemie: Familie Blocher zockt ab.n Bei drei Unternehmen, EMS-Chemie, Partners Group und Swiss Re, waren die Ausschüttungen an die Aktionäre 2018 höher, als die Löhne aller Mitarbeitenden zusammen. Besonders grotesk ist dies bei der EMS-Chemie: (…). Unia Schweiz, 11.6.2019.
Personen > Blocher Christoph. Einkommen. Vermoegen. Unia Schweiz, 2019-06-11.
Ganzer Text
19.10.2018 Schweiz
Personen
Vermögen
Work
David Gallusser
Besitzverhältnisse
Vermögen
Volltext
Reichtum: Wer hat, dem wird gegeben. Die Vermögen sind sehr ungleich verteilt. In der Schweiz besitzen die reichsten 2 Prozent so viel steuerbares Vermögen wie die restlichen 98 Prozent. Diese starke Konzentration der Vermögen befeuert die Einkommensungleichheit. Und sie kann die Vermögenskonzentration von selbst weiter verstärken. Der Grund sind die Vermögenserträge. Wenigen Reichen fallen grosse Kapitalerträge zu. Die grosse Mehrheit erhält hingegen meist nur wenig Zinsen oder Dividenden. Das erlaubt den Besitzenden grosser Vermögen immer weiter davonzuziehen. Höhere Renditen. Neue Studien aus Skandinavien zeigen, dass die Reichsten nicht nur in absoluten Beträgen viel mehr erhalten, sondern auch auf jedem Franken Vermögen. Die Unterschiede sind eindrücklich: Während die «ärmere» Hälfte der norwegischen Bevölkerung auf jedem Franken Finanzvermögen in ihrem Besitz pro Jahr durchschnittlich 0,2 Rappen Ertrag erzielt, sind es beim reichsten Prozent 6,4 Rappen. Eine ähnliche Untersuchung für Schweden rechnet vor, wie diese höheren Renditen die Vermögen der reichsten Schwedinnen und Schweden seit den 1980er Jahren stetig vergrössert und so die Vermögensschere geöffnet haben. Viele Aktien. Hinter den ungleichen Renditen steckt die Zusammensetzung der Vermögen. Wer nur wenig besitzt, hat das Vermögen zu grossen Teilen auf dem Bankkonto, das heutzutage kaum Zinsen abwirft. Wer mehr besitzt, leistet sich oftmals Wohneigentum. Neben möglichen Wertsteigerungen wirft das Eigenheim in der Regel keinen Ertrag ab. Höhere Rendite gibt es erst, (…).David Gallusser.
Work online, 19.10.2018.
Personen > Gallusser David. Vermögen. Besitzverhältnisse. Work online, 2018-10-19.
Ganzer Text
19.10.2018 Russland
Personen
Work
Christian Egg
Mafia
Vermögen
Volltext
Alexei Fedoritschew: Russen-Mafia am Werk? Zuerst handelte der, Russe Alexei Fedoritschew mit Autoersatzteilen. Oder, laut einer anderen Quelle, mit Eisenbahnschwellen. Auf jeden Fall verdiente er während des Zusammenbruchs der Sowjetunion seine ersten Millionen. Dann stieg er dick ins Geschäft mit Schwefel ein, der in der chemischen Industrie sowie für Dünger verwendet wird. Und wurde immer reicher. Luscher Deal? Das wirkliche Vermögen des 63jährigen (Wohnsitz im Steuerparadies Monaco, verheiratet mit dem Ex-Playboy-Model Uliana Tseytlina) ist nicht bekannt. Er selber sagt, er habe mehr als eine Milliarde allein in der Ukraine investiert. In der aktuellen Liste der reichsten Russen des US-Magazins „Forbes“ taucht der Schwefelhändler aber nicht auf. Dort sind Personen aufgeführt, die mehr als eine Milliarde Dollar besitzen. Möglicherweise ist Fedoritschew also nur ein kleiner Fisch unter den Oligarchen. Klar ist: Noch heute verdient er sein Geld mit Schwefel und Dünger sowie Getreide. Was den Handel mit Gerste angeht, soll seine Firma Fedcom Invest sogar zu den weltgrössten Playern gehören. Mehr als drei Millionen Tonnen pro Jahr liefert die Firma alleine von der Ukraine nach Saudiarabien, weiss die Zeitung „The National“ aus den Arabischen Emiraten zu berichten. Und nicht immer geht bei diesen Deals alles glatt. Dieser Ansicht ist zumindest die ukrainische Antikorruptionsbehörde, in deren Visier Fedoritschew letztes Jahr geriet: Er wurde verdächtigt, 295‘000 Tonnen Gerste gestohlen zu haben. Fedoritschew bezeichnete die Untersuchung der Behörde als „haltlose Schmutzkampagne“. (…). Christian Egg.
Work, 19.10.2018.
Personen > Egg Christian. Mafia. Russland. Work, 2018-10-19.
Ganzer Text
17.08.2018 Schweiz
Bundesamt für Statistik
Personen
Work
Hans Baumann
Armut
Bundesamt für Statistik
Vermögen
Volltext
Bund belegt: Reiche werden reicher, Arme zahlreicher. Die neuste Bundessteuer-Statistik zeigt es deutlich: Die Reichsten in der Schweiz werden immer reicher. Unterdessen besitzt das reichste Prozent der Steuerzahlenden fast 42 Prozent des gesamten Vermögens. Das sind über 730 Milliarden Franken und ein neuer Rekord. Die anderen 99 Prozent müssen sich in den Rest teilen. Auf der unteren Stufe der Wohlstandspyramide sieht es ganz anders aus. Die Anzahl jener, die Sozialhilfe beanspruchen müssen, und auch ihr Anteil an der Bevölkerung haben seit 2010 deutlich zugenommen. Die Sozialhilfequote stieg von 3 auf 3,3 Prozent. Grund für den nochmaligen Anstieg im Jahr 2016 waren übrigens nicht ausschliesslich die höheren Flüchtlingszahlen. Die Zahlen gingen bei Schweizerinnen und Schweizern ungefähr gleich stark nach oben. Arm trotz Job. Noch stärker zugenommen haben die Working Poor, und dies vor allem in den Jahren 2015 und 2016. Das sind jene Menschen, die trotz Erwerbsarbeit arm sind. Seit 2010 ist die Quote der Erwerbstätigen, die armutsgefährdet sind, von 3,4 auf 4,5 Prozent gestiegen. Rund 150‘000 Personen erzielen trotz Arbeit kein existenzsicherndes Einkommen. Das betrifft vor allem auch Familien, in denen rund 50’000 Kinder in Armut aufwachsen. Beschämend. Im internationalen Vergleich ist der Anteil der Sozialhilfebeziehenden und der armen Erwerbstätigen zwar nicht besonders hoch. Aber wir leben in einem Land, in dem sich in den letzten 10 Jahren die Anzahl Personen, die über 10 (…). Hans Baumann.
Work online, 17.8.2018.
Personen > Baumann Hans. Vermögen, Armut. Work online, 2018-08-17.
Ganzer Text
02.02.2018 Schweiz
Personen
Work
Dominik Gross
Ralph Hug
Interview
Vermögen
Volltext
Die Ungleichheit war noch nie so gross wie heute. Weshalb ist die Welt so ungerecht? Inzwischen besitzt das reichste Prozent der Weltbevölkerung mehr als die anderen 99 Prozent zusammen. Daran schuld ist auch Finanzminister Ueli Maurer, sagt Globalisierungsexperte Dominik Gross. Work: Dominik Gross, die Ungleichheit wird weltweit immer extremer. Das zeigt der neue Bericht der globalen Entwicklungsorganisation Oxfam. Wie reagieren Sie auf diese News? Dominik Gross: Mich empört die absolute Gleichgültigkeit der grossen Mehrheit in der Schweizer Politik auf diesen Skandal. Das ist manchmal schwer auszuhalten. Gigantische Vermögen konzentrieren sich in immer weniger Händen. Was treibt diese Entwicklung an? Vor allem die Deregulierung der Finanzmärkte. Seit den 1970er Jahren kann das Kapital frei zirkulieren und sich vermehren, ohne dass noch eine produzierende Fabrik im Spiel ist. Heute macht die Mehrheit der Konzerne an der US-Börse die Gewinne nicht mit der Produktion, sondern mit Finanzanlagen. Weiter können gewaltige Daten¬mengen in Sekundenschnelle verarbeitet werden. Die Kapitalvermehrungsmaschine lief in den letzten vierzig Jahren immer schneller. Woran sieht man das? Die grossen Konzerne bilden mittlerweile quasi Parallelstaaten. Sie bestimmen die Preise für ihre Güter selbst. 60 bis 80 Prozent des Welthandels erfolgen gar nicht mehr zwischen eigenständigen Unternehmen, sondern innerhalb von Konzernen mit ihrem globalen Firmennetz. Von einem echten Markt kann (…). Ralph Hug.
Work online, 2.2.2018.
Personen > Hug Ralph. Vermögen. Interview. Work online, 2018-02-03.
Ganzer Text
02.02.2018 Schweiz
Personen
Work
Ralph Hug
Vermögen
Volltext
Oxfam-Studie schockt mit neuen Zahlen. Alle 48 Stunden gibt es einen Superreichen mehr. Die Reichsten der Reichen konnten ihr Vermögen 2017 um 762 Milliarden Dollar steigern. Nur ein Siebtel davon würde genügen, um alle Menschen aus extremer Armut zu befreien. Wer stört alljährlich die Cüpliparty der Reichen und Mächtigen in Davos? Oxfam. Jedes Jahr pünktlich zum Weltwirtschaftsforum publiziert die Entwicklungsorganisation ihren Bericht über die globale Ungleichheit. So auch dieses Jahr. Doch diesmal schockt der Rapport besonders. Mit Tatsachen wie dieser: Letztes Jahr haben sich die 1 Prozent Reichsten 82 Prozent des entstandenen Reichtums unter den Nagel gerissen. Oxfam illustriert dies mit neuen Daten.* Und weiter: 2017 ist die Zahl der Dollar-Milliardäre so stark gestiegen wie nie zuvor. Alle zwei Tage gab es einen neuen Superreichen. Die Zahl dieser Geldsäcke ist mittlerweile auf insgesamt 2043 angewachsen. Neun von zehn sind Männer. Darunter befinden sich nicht nur Altbekannte wie Jeff Bezos (Gründer von Amazon), Mark Zuckerberg (Facebook) oder Amancio Ortega (Modekonzern Zara). Zunehmend drängen auch Neureiche aus Asien in die erlauchten Kreise. Mit Namen, die keiner kennt, mit Ausnahme vielleicht des Chinesen Jack Ma -(Internetgeschäft Alibaba). Das Vermögen dieser Profiteure des Finanzkapitalismus stieg allein im vorigen Jahr um 762 Milliarden Dollar. Das ist das Siebenfache dessen, was erforderlich wäre, um alle Menschen aus extremer Armut (weniger als 1,90 Dollar pro Person und Tag) zu (…). Ralph Hug.
Work online, 2.2.2018.
Personen > Hug Ralph. Vermögen. Work, 2018-02-02.
Ganzer Text
15.11.2017 Deutschland
Junge Welt

Vermögen
Volltext
Frei von Vermögen. Fällt das Einkommen weg, sind die Rücklagen großer Bevölkerungsteile schnell aufgebraucht. Wenige kommen hingegen ohne Arbeit Jahrzehnte gut aus. Mit den Ersparnissen der Arbeiter und Angestellten in Deutschland ist es nicht weit her. Das belegt der neue Verteilungsbericht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Das Papier wurde am Dienstag in Berlin vorgestellt und beruht auch auf Daten des sozioökonomischen Panels, einer repräsentativen Wiederholungsbefragung im Auftrag des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Zentrale Aussage des aktuellen Reports: Sind sie einmal um ihr Einkommen gebracht, können weite Teile der deutschen Gesellschaft nur kurze Zeit auf ihre Vermögen zurückgreifen, um den bisherigen Lebensstandard zu halten. „In Deutschland wird wenig dafür getan, dass Menschen mit geringem Einkommen ein Vermögen aufbauen können“, sagte Anke Hassel, wissenschaftliche Direktorin des WSI. So stehe die untere Mittelschicht in der BRD im Vergleich zu anderen EU-Ländern besonders schlecht da, wenn es um die Höhe ihrer Ersparnisse gehe. Zur unteren Mittelschicht zählt Hassel dabei jene Personen, deren Einkommen zwischen den 20 Prozent der geringsten und den 50 Prozent der höheren und höchsten Bezüge liegt. „Die materielle Unsicherheit der Menschen mit niedrigen Einkommen ist hoch. Allein auf ihr Vermögen gestellt, würden sie nicht mal ein Jahr durchhalten“, so Hassel. Diesem Befund liegt ein (…).
Junge Welt, 15.11.2017.
Junge Welt > Vermögen. Junge Welt, 2017-11-15.
Ganzer Text
30.06.2017 Kuba
Granma
Vermögen

Vermögen
Volltext
Der ausstehende Reichtum. Tendiert der Reichtum in Kuba dazu sich in wenigen Händen zu konzentrieren? Die Häufigkeit, mit der diese Besorgnis auftritt, könnte daran liegen, dass diese weniger auf Beweisen für diese Konzentration beruht, sondern eher ein Symptom für die Ungenauigkeiten und sozialen Zweifel darstellt, die die Veränderungen bezüglich auf das Eigentum begleiten. Der Besitzer von sieben prähistorischen sogenannten „almendrones“ , der sicher an keinem Ort der Welt als grosser oder mittelgrosser Unternehmer bezeichnet würde, verwandelt sich in den Stadtteilen Havannas, wo die Geschichten sich schneller verbreiten als diese Taxis fahren können, in „den Millionär“. Weder der Eigentümer einiger Hostals mit an die zwanzig Zimmern, noch der bestetablierte Paladar noch die Verteilerkette von Pizzen mit ein Dutzend Motorrädern kann bei diesem Wettbewerb mithalten. Warum also begegnen die Leute dem so argwöhnisch? Warum kommt das Thema der Konzentration des Reichtums und des Eigentums in den Debatten auf? Es blüht in einem Park, wo heftig über Baseball gestritten wird genauso wie auf einem gewerkschaftlichenTreffen, auf einem Bauernmarkt mit gestiegenen Preisen, im Bereich der Universitäten und unter den Abgeordneten, die im Juni auf der Sitzung der Nationalversammlung die programmatischen Dokumente des Umwandlungsprozesses unterstützt haben, der diese Beunruhigung ausgelöst hat. Tendiert der Reichtum in Kuba dazu sich in wenigen Händen zu konzentrieren? (…).
Granma, 30.6.2017.
Granma > Reichtum. Granma, 2017-06-30.
Ganzer Text
15.06.2017 Schweiz
Junge Welt

Vermögen
Volltext
Mehr Millionäre. „Global Wealth Report“: Die Deutschen werden immer reicher – im Durchschnitt. Wie aus dem am Dienstag veröffentlichten „Global Wealth Report“ des Schweizer Bankkonzerns Credit Suisse hervorgeht, werden die Deutschen zumindest im Durchschnitt immer reicher. Laut der Studie stieg das Durchschnittsvermögen pro Erwachsenem in der BRD in diesem Jahr um 2,8 Pro¬zent auf 185‘175 Dollar (rund 174‘157 Euro). Noch stärkere Zuwächse gab es nur in Japan und den USA. Vor allem die Zahl der Reichen und Superreichen stieg kräftig: Dem Bericht zufolge erhöhte sich die Zahl der Dollar-Millionäre in der BRD von Mitte 2015 bis Mitte 2016 um 44‘000 auf rund 1,6 Millionen. Die Autoren gehen davon aus, dass deren Anzahl bis 2021 um weitere 30 Prozent auf rund 2,1 Millionen steigen wird. Die Gruppe der Superreichen, mit einem Vermögen von mindestens 30 Millionen US-Dollar, vergrösserte sich um 500 auf nun 6‘100 Personen. Deutschland lag hier weltweit an dritter Stelle, hinter den USA und China. Bis zum Jahr 2021 werde es rund 1‘800 neue Superreiche in der BRD geben, prognostizierten die Studienautoren. Beim Durchschnittsvermögen landet Deutschland allerdings global nur auf Rang 19. An der Spitze lag erneut die Schweiz mit 561‘900 Dollar je Erwachsenem. Angetrieben wurde die Entwicklung in Deutschland, aber auch in anderen Teilen der Welt vor allem von steigenden Immobilienpreisen. Im globalen Durchschnitt lag das Pro-Kopf-Vermögen bei 52‘800 US-Dollar. Richtet man den Blick auf die Verteilung (…).
Junge Welt, 15.6.2017.
Junge Welt > Schweiz. Reichtum. Junge Welt, 2017-06-15.
Ganzer Text
18.04.2017 Schweiz
Junge Welt
Vermögen

Vermögen
Volltext
Tresor in den Alpen. Wie die kleine Schweiz zu ihrem grossen Wohlstand gelangte. „Die kleine, rohstoffarme Schweiz ist durch Fleiss und Innovationen reich geworden.“ So lautet eine weitverbreitete Ansicht, die zwar eine reale Grundlage hat, aber auch alte Mythen neu hochleben lässt. Der Reichtum der Schweiz geht unter anderem auf den geringen Zentralismus und einen Feudaladel zurück, der als volksnah galt und eher niedrige Abgaben verlangte. So floss mehr Geld in die frühe Industrialisierung; wertvolle Impulse kamen von Flüchtlingen. Sie protegierten die Uhren- und Textilproduktion sowie das Bankenwesen. Wichtig war auch die protestantische Ethik. Sie hielt die Menschen zu Sparsamkeit an. Und die fehlenden Bodenschätze erhöhten einerseits die Armut und andererseits den Innovationsdruck. Rohstoffe liessen sich aber auch zu überaus günstigen Preisen importieren. Von diesem internationalen Machtmechanismus profitiert die Schweiz heute noch erheblich. Zudem wechselte die Schweiz stets zwischen marktöffnenden und protektionistischen Massnahmen. Hätte sie ihre Handelsschranken rigoros gesenkt, wie sie das heute armen Ländern empfiehlt, wäre sie kaum so reich geworden. Hohe Einkünfte erzielte die Schweiz auch, weil Reiche aus aller Welt ihr Geld hier in Sicherheit bringen wollten - bis heute hat sich daran wenig geändert. Doch Schweizer Banken sind viel reicher als der Staat. Sie verwalten derzeit mindestens 3,7 Billionen Dollar private Vermögen. 2,3 Billionen stammen von Reichen aus dem Ausland. Anteilmässig ist die Schweiz laut der „Neuen Zürcher Zeitung (NZZ)“ der grösste Offshore-Finanzplatz der Welt. (…). Ueli Mäder.
Junge Welt, 18.4.2017.
Junge Welt > Schweiz. Reichtum. Junge Welt, 2017-04-18.
Ganzer Text
24.03.2017 Deutschland
Junge Welt

Armut
Vermögen
Volltext
Eure Armut find’ ich krass. Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) stellt Auszüge des Armuts- und Reichtumsberichts vor. Die Regierung schiebt die Mehrheit der Bevölkerung aufs Abstellgleis. Das ist die zentrale Botschaft, die Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) am Donnerstag in Berlin vermittelte. Dort stellte sie Auszüge aus dem fünften Armuts- und Reichtumsbericht vor, der so mit dem Kanzleramt abgestimmt sei, aber noch in den anderen Ministerien beraten werden müsse, bevor er im Bundestag zur Diskussion gestellt werde. „Dieser Befund ist echt krass“, sagte Nahles. Das Versprechen „Arbeit lohnt sich, und Aufstieg ist für alle möglich“ gelte nicht mehr. Es gebe eine „verfestigte Ungleichheit bei den Vermögen“. Die reichsten zehn Prozent der Haushalte besässen mehr als die Hälfte des gesamten Nettovermögens, die untere Hälfte nur ein Prozent. Grosser Reichtum beruhe oft nicht auf eigener Leistung. So basiere bei zwei von drei Reichen das Vermögen auf Erbschaften oder Schenkungen. „Je weniger aber Reichtum mit eigener Leistung zu tun hat, umso mehr stellt sich die Frage nach Gerechtigkeit.“ Sprach die Ministerin und tat so, als ob sie kein Wässerchen trüben könne. Zur Erinnerung: Die grosse Koalition hat eine Erbschaftssteuerreform zur Förderung der Superreichen beschlossen. Schätzungen des Deutschen Instituts der Wirtschaft zufolge werden dadurch jährlich sieben bis acht Milliarden Euro am Fiskus vorbeigeschleust – Geld, das für Soziales fehlt. Der Armutsforscher Christoph Butterwegge erklärte gegenüber JW: „Der Bericht ist darauf angelegt zu verharmlosen.“ Die Bundesregierung breche Vorgaben des Bundestages, (…). Simon Zeise.
Junge Welt, 24.3.2017.
Junge Welt > Armut. Vermögen. Junge Welt, 2017-03-24.
Ganzer Text
16.01.2017 Deutschland
Neues Deutschland
WEF

Vermögen
Volltext
Oxfam-Studie: Globale Ungleichheit so gross wie nie. Acht Männer besitzen mehr als 3,6 Milliarden Menschen, Hilfswerk fordert weltweiten Mindeststeuersatz für Konzerne und Besteuerung sehr hoher Vermögen. Die weltweite soziale Ungleichheit ist deutlich dramatischer als bisher bekannt - und nimmt weiter zu: Die acht reichsten Männer besassen im Jahr 2016 ein Vermögen von zusammen 426 Milliarden US-Dollar und damit mehr als die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung. Das geht aus dem Bericht „An Economy for the 99 Percent“ hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam am Montag anlässlich des bevorstehenden Weltwirtschaftsforums in Davos vorgestellt hat. Vor einem Jahr hatte Oxfam berechnet, dass das Vermögen der 62 reichsten Personen dem der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung entspreche. Neue Vermögensdaten, insbesondere aus China und Indien, zeigen nun, dass die Ärmeren deutlich weniger Vermögen besitzen als angenommen. Laut den Berechnungen besitzt das reichste Prozent der Weltbevölkerung 50,8 Prozent des Vermögens - also mehr als die restlichen 99 Prozent zusammen. Auch reiche Länder sind von sozialer Ungleichheit betroffen: In Deutschland besitzen 36 Milliardäre so viel Vermögen (297 Milliarden US-Dollar) wie die ärmere Hälfte der Bevölkerung, das reichste Prozent besitzt rund ein Drittel des Gesamtvermögens. Diese Entwicklung hängt eng mit Möglichkeiten reicher Personen und Konzerne zusammen, sich Vorteile auf Kosten des Allgemeinwohls zu verschaffen. (…). Kurt Stenger.
Neues Deutschland, 16.1.2017.
Neues Deutschland > Vermögen. WEF. Neues Deutschland, 2017-01-16.
Ganzer Text
11.01.2017 Deutschland
Armut
Neues Deutschland

Armut
Vermögen
Volltext
Reichtum wird vererbt, nicht erarbeitet. Arbeitsministerin Nahles mit ersten Erkenntnissen aus dem Armuts- und Reichtumsberichts. Manche Dinge benötigen Zeit, viel Zeit. Etwa das Erstellen eines Armuts- und Reichtumsberichts. An dieser mittlerweile fünften Bestandaufnahme bundesdeutscher Sozialpolitik unter dem Titel „Lebenslagen in Deutschland“ werkelt die Grosse Koalition seit längerem herum. Am Dienstag fand in der Berliner Friedrichstrasse das vierte und damit auch letzte Symposium zum Bericht statt. Seit dem ersten Symposium am 27. Januar 2015 sind damit fast zwei Jahre ins Land gegangen. Wie 2015 diskutierten auch in diesem Jahr Vertreter von Wohlfahrtsverbänden und anderen Nichtregierungsorganisationen mit dem wissenschaftlichen Gutachtergremium, in dem Universitäten und zahlreiche Forschungsinstitute vertreten sind. Auch die Bundesarbeitsministerin, deren Haus die Federführung hat, stiess im Laufe des Tages hinzu. Pressevertreter durften sie dabei nicht begleiten. Die Türen des Sitzungsaales blieben fest verschlossen. Dabei ist das Ministerium erklärtermassen um ein Höchstmass an Transparenz bemüht. So können Interessierte die Rohfassung des Berichts und zahlreiche Studien, deren Ergebnisse teilweise eingeflossen sind, auf der eigens eingerichteten Webseite nachlesen. Der Bericht in seiner Endfassung soll jedoch erst im Frühjahr der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Immerhin konnte Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) im Anschluss an die Presse treten und die wichtigsten Erkenntnisse (…). Fabian Lambeck.
Neues Deutschland, 11.1.2017.
Neues Deutschland > Armut. Vermögen. Neues Deutschland, 2017-01-11.
Ganzer Text
02.06.2016 Schweiz
Personen
Work
Oliver Fahrni
Ueli Mäder
Interview
Vermögen
Volltext
„Finanzplatz gewinnt, Werkplatz verliert“. Macht-Forscher Ueli Mäder (65) geht in Pension und zieht Bilanz. Seit 1989 haben die reichsten 300 in der Schweiz ihre Vermögen versiebenfacht. Die Schweiz trage stark oligarchische Züge, sagt Soziologe Mäder. Er beobachtet aber auch immer mehr Menschen, die neue Formen von sozialem Sinn ausprobieren. Work: Ueli Mäder, Ihr neues Buch heisst „macht.ch. Geld und Macht in der Schweiz“. Erfahren wir in Ihrer Studie, wer in der Schweiz die Macht darüber hat, wie wir leben und wie wir arbeiten? Ueli Mäder: Ich hoffe, dass es uns gelingt, das zu zeigen, wenigstens ein Stück weit. Ich sage ganz bewusst ein Stück weit, weil es auch darum geht, mit der einfachen Vorstellung zu brechen, Macht balle sich in einem einzigen Zentrum, das von oben herab dirigiere und alle Fäden ziehe. Es gibt zweifellos Zentren der Macht, doch ein wichtiger Punkt ist: Macht hat auch verschwommene Bereiche. Sie wird nicht nur über Zwang, sondern auch über Haltungen, über Ideologien ausgeübt. Welches sind diese wichtigsten Zentren der Macht? Ganz klar liegt sehr viel Macht bei Banken und der Finanzwelt. Mächtig sind auch Grosskonzerne, vor allem die globalisierten. Und die Macht von Finanz und Konzernen wird durch die Gewerbeverbände gestärkt, die einen recht engen Schulterschluss mit dem grossen Kapital praktizieren. Das ist überraschend. Überraschend, weil die Gewerbler eigentlich ganz andere Interessen als Banken und Grosskonzerne haben? Wenn ich mit einfachen Gewerbetreibenden rede, kommt von ihnen früher oder später oft eine erstaunliche Selbsterkenntnis: Eigentlich, sagen sie, müssten wir (…). Oliver Fahrni, Interview.
Work online, 2.6.2016.
Personen > Fahrni Oliver. Interview mit Ueli Mäder. Work online, 2016-06-02.
Ganzer Text
19.01.2016 Kuba
Granma

Besitzverhältnisse
Vermögen
Volltext
Wachsende soziale Ungleichheit auf der Welt. Die Daten zeigen, dass die 62 reichsten Menschen genau das gleiche besitzen wie die ärmste Hälfte der Weltbevölkerung. Davos. In fast allen Teilen der Welt wächst auf dramatische Weise die soziale Ungleichheit, bei der die 62 reichsten Menschen genau das gleiche besitzen wie die ärmste Hälfte der Bevölkerung, berichtete am Montag die Organisation Oxfam. Vor einem Jahr befand sich dieses Vermögen in den Händen der 80 reichsten Menschen der Welt, fügte die Organisation in einer Studie hinzu, die sie auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) vorstellen wird, das am Mittwoch in der Schweizer Stadt beginnt . Die Autoren der Studie erwähnen unter den Ursachen für die zunehmende Konzentration des Reichtums, die völlig unzureichenden Besteuerung des Großkapitals und dessen Erträge sowie die anhaltende Gewinnabführung in die Steueroasen, berichtet Prensa Latina. Die Studie, die Daten des Berichts über den Reichtum 2015 der Bank Credit Suisse zitiert, zeigt ebenfalls auf, dass 1% der Bevölkerung ein größeres Vermögen besitzt als der gesamte Rest der Welt. Allein in den letzten fünf Jahren haben sich die Vermögenswerte der 62 Reichsten, von denen 53 Männer sind, um 44% erhöht. Gleichzeitig reduzierte sich das Gesamtvermögen der ärmsten Hälfte der Bevölkerung um 41%, obwohl sich in diesem Zeitraum die Zahl der Menschen auf der Welt um 400 Millionen erhöhte. (…).
Granma, 19.1.2016.
Granma > Vermögensverteilung. Granma, 19.1.2016.
Ganzer Text
04.06.2015 Schweiz
Personen
Work
Hans Baumann
Vermögen
Volltext
Sogar die OECD warnt vor der Ungleichheit in der Schweiz. Eine neue Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) beweist, dass der Reichtum immer ungleicher verteilt ist.* Das ist aufsehenerregend. Zwar gibt es inzwischen Dutzende von Analysen, welche die wachsende Ungleichheit und ihre Gefahren belegen. Aber die OECD ist der Club der 34 reichsten Länder. Sie ist eine führende Antreiberin des entfesselten Kapitalismus. Ihre Dogmen sind Steuersenkungen, ungebremste Finanzspekulation, Abbau des Arbeitsschutzes. Jetzt schlägt sie Alarm und fordert Massnahmen wie höhere Steuern für Reiche. Die extreme Ungleichheit sei, so die OECD, auch ein Problem für die wirtschaftliche Stabilität und das Wachstum. Je höher die Ungleichheit, desto krisenanfälliger die Wirtschaft. Deshalb schlägt sie eine Reihe von Massnahmen vor, die eher zu den linken Forderungen gehören. Normalerweise werden Empfehlungen des Clubs von der „Neuen Zürcher Zeitung“ unkritisch besprochen. Meist geht es darum, dass die Schweiz den Arbeitsmarkt noch mehr deregulieren oder öffentliche Dienste privatisieren sollte. Diesmal aber war der Kommentar der NZZ ungleich kritischer: Die Annahmen, die dieser OECD-Studie zugrunde lägen, seien fragwürdig, behauptete das Blatt. Mit Grafik. (…). Hans Baumann.
Work online, 4.6.2015.
Personen > Baumann Hans. Vermögensverhältnisse. Work, 4.6.2015.
Ganzer Text
11.05.2015 Schweiz
SGB

Meinungsumfrage
Vermögen
Volltext
Schweizer unterschätzen krasse Vermögensungleichheit. Repräsentative Umfrage von SGB und Unia zur Vermögensverteilung. Das Vermögen in der Schweiz ist extrem ungleich verteilt. Noch viel ungerechter, als wir alle denken. Das zeigt eine repräsentative Umfrage bei über 1000 Schweizerinnen und Schweizern*, die SGB und Unia in einem Video präsentieren: Wir glauben zwar, dass die reichsten 20 Prozent mehr als die Hälfte des gesamten Privatvermögens besitzen. Die Realität ist aber viel heftiger - das reichste Fünftel der Schweizerinnen und Schweizer besitzt sechs Mal mehr als alle anderen zusammen, 86 Prozent des Vermögens! Den ärmsten 20 Prozent bleibt hingegen gar nichts. Schaut man die Superreichen an, wird das Verhältnis noch krasser: Die reichsten 2 Prozent besitzen gleich viel wie wir alle zusammen. Und diese Vermögenskonzentration nimmt ständig zu. Weil in den letzten Jahrzehnten die Kapitaleinkünfte der Reichen immer weniger, Arbeit und Konsum aber immer mehr belastet wurden. Und weil die Superreichen ihr Vermögen steuerfrei den Nachkommen vererben. Das ist ungerecht, unsozial und schadet Gesellschaft und Wirtschaft. Ginge es nach den Befragten sähe die Vermögensverteilung viel ausgeglichener aus. Gemäss ihrer Idealvorstellung würde das reichste Fünftel in der Schweiz etwas mehr als einen Drittel des Vermögens besitzen. Und das ärmste Fünftel besässe immerhin 9 Prozent des Vermögens und ginge nicht wie in der Realität leer aus. (…).
SGB, 11.5.2015.
SGB > Vermögen. Erbschaftssteuer. SGB, 11.5.2015.
Ganzer Text
19.02.2015 Griechenland
Personen
Steuern
Work
Michael Stötzel
Steuerhinterziehung
Vermögen
Volltext
Griechenland überlebt nur, wenn es die Steuerflucht stoppen kann. Geld-Griechen protzen in der Schweiz. Sieben von fünfzehn griechischen Milliardären leben in der Schweiz. Während ihr Land immer ärmer wird, werden sie immer reicher. Das soll sich jetzt ändern. Das US-Wirtschaftsmagazin „Forbes“ zählte Ende des letzten Jahres fünfzehn griechische Milliardäre. Sieben von ihnen haben ihr Domizil in der Schweiz aufgeschlagen. Bekannt sind der Latsis-Clan, die Livanos in Gstaad BE und die Familie Angelopoulos, die in Genf residiert. Oder die Niarchos-Brüder, denen Hotels und Tummelplätze der Superreichen in St. Moritz gehören. Sie alle haben als Reeder (oder als deren direkte Erben) angefangen und mehren ihre Milliarden mittlerweile mit Banken, Immobilien, Hotels oder als Baulöwen. Spyridon Arvanitis von der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich vermutet gegenüber Work: „Das alte Geld ist zum grössten Teil unversteuert in die Schweiz gekommen.“ Um wie viel Schwarzgeld es sich insgesamt handelt, kann nur geschätzt werden. Seit 2010 bieten die Schweizer Medien eine Grössenordnung von 35 bis 40 Milliarden Franken herum. Diese Zahl geht auf die Untersuchung eines Genfer Wertpapierhändlers zurück. Eher unwahrscheinlich ist, dass dabei die über 2000 griechischen Schwarzgeldkonten bei der Genfer Privatbank HSBC schon mitgerechnet sind. (...). Michael Stötzel.
Work, 19.2.2015.
Personen > Stötzel Michael. Griechenland. Steuerhinterziehung. Work, 20.2.2015.
Ganzer Text
01.02.2015 Schweiz
Funke, Der

Einkommensverhältnisse
Vermögen
Der Verteilungsbericht 2015 des Gewerkschaftsbundes. Die Schere öffnet sich weiter. Der diesjährige SGB- Verteilungsbericht kommt zum Schluss, dass die Ungleichverteilung bzw. die Umverteilung nach oben weiter zugenommen hat. Die Lohnschere öffnet sich weiterhin und die Vermögen sind in immer weniger Händen konzentriert. Bis in die 1990er Jahre hinein sind die höheren Löhne nicht wesentlich stärker angestiegen als die unteren. Der Unterschied war natürlich auch damals gross, aber er wuchs nicht so drastisch an wie heute. Ab 1997 fingen die ganz hohen Gehälter an stark zuzunehmen. Da die allgemeine Lohnentwicklung laut dem Bundesamt für Statistik damals stagnierte, fing die Lohnschere an, sich zu öffnen. Auffällig: Bis zum Zusammenfall des Ostblocks und der unmittelbar darauffolgenden Jahre öffnete sich die Schere nur wenig. Danach gab es auf einmal kein Halten mehr. Seit 1996 sind die Gehälter des obersten Prozents um 40% angestiegen, während sich die mittleren und untersten 10 Prozent mit lediglich 12 bzw. 8% Lohnerhöhung abfinden mussten. Trotzdem liegen die Tieflöhne immer noch höher als in Deutschland oder den USA. Der Lohn von ArbeitnehmerInnen mit einer abgeschlossenen Lehre ist hingegen zwischen 1996 und 2012 durchschnittlich um gerade mal 4% angestiegen. Progressive Steuern. (…). Marvin Brandle.
Der Funke, Nr. 39, Februar 2015.
Funke, Der > Einkommensverhältnisse. Der Funke, Nr. 39, Februar 2015.
Ganzer Text
23.01.2015 Schweiz
Personen
WEF
Work
Michael Stötzel
Vermögen
Volltext
WEF
Oxfam: Ungleichheit wächst „schockierend schnell“. Hilfswerk lobbyiert am WEF. Weltweit explodiert die Ungleichheit. Bald besitzt das reichste Prozent der Weltbevölkerung mehr als die Hälfte der globalen Vermögen. Die wachsende Ungleichheit hält das britische Hilfswerk Oxfam dem Weltwirtschaftsforum in Davos vor. Denn dort treffen sich jetzt die Verantwortlichen für diese Zustände. Winnie Byanyima, die Direktorin des britischen Hilfswerks, ist in diesem Jahr Co-Präsidentin des Davoser WEF. Ihre Bilanz zur Tätigkeit der selbsternannten Weltelite fällt verheerend aus. Noch nie klaffte die Schere zwischen Arm und Reich auf der Welt so weit auseinander wie heute. Und: Diese Schere öffnet sich immer schneller. Oxfam errechnete, dass die 85 reichsten Menschen inzwischen genauso viel besitzen wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen. Vor vier Jahren war das Verhältnis noch 388 Milliardäre zu 3,5 Milliarden Habenichtsen. Das Vermögen der Reichsten wuchs in den letzten vier Jahren um knapp 600 Milliarden US-Dollar. Diejenigen unter ihnen, die Beteiligungen am lukrativen Pharma- und Gesundheitssektor halten, wurden zwischen März 2013 und März 2014 um 47 Prozent reicher. Korken knallen. Konkret: Bill Gates (Microsoft) könnte jeden Tag eine Million Dollar verjubeln und wäre erst in 218 Jahren pleite. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des WEF könnten ob solcher Zahlen eigentlich die Korken knallen lassen. Schliesslich haben ihre Kreise die Regeln erdacht und die Gesetze erlassen, welche die Welt in den letzten Jahren so extrem ungleich machten. (…). Michael Stötzel.
Work, 23.1.2015.
Personen > Stötzel Michael. WEF. Vermögen. Work, 23.1.2015
Ganzer Text
04.12.2014 Schweiz
Personen
Work
Ralph Hug
Ausbeutung
Vermögen
Volltext
Die 300 Reichsten: Gleich reich wie die Schweiz. Noch nie waren die dreihundert Reichsten in der Schweiz so reich wie heute. Das zeigt die neuste Ausgabe des Wirtschaftsmagazins „Bilanz“. Mit Villa, Nerz und Privatjet: So präsentiert das Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ die 300 Reichsten der Schweiz. Diesen geht es blendend: Lag ihr geschätztes Vermögen im letzten Jahr noch bei 555 Milliarden Franken, sind es dieses Jahr 580 Milliarden. Fast so viel wie das Bruttoinlandprodukt der Schweiz, das rund 600 Milliarden beträgt. Fazit: Die Reichsten waren noch nie so reich wie heute. 17 Personen und Familien sind (Multi) Milliardäre. Sie werden angeführt von Kamprad (Ikea), Hoffmann und Oeri (Roche), Lemann (Bier, Fast Food), Brenninkmeijer (C&A), Bertarelli (Beteiligungen) und Wyss (Pharma). Gut vertreten sind auch die Geldscheffler aus der SVP. Allen voran die Familie Blocher (5-6 Milliarden) und Autoimporteur Walter Frey (1,5-2 Milliarden). Aber auch Nachwuchsbanker Thomas Matter ist mit im Boot (150-200 Millionen). Steuern optimieren. Der enorme Luxus der helvetischen Oligarchen verweist auf die wachsende Ungleichheit im Land. Das reichste Prozent besitzt rund 40 Prozent der Vermögen. Das zeigen die Zahlen der Eidgenössischen Steuerverwaltung für das Jahr 2011. David Gallusser, Ökonom beim Gewerkschaftsbund, sagt: „Das ist deutlich mehr als die untersten 90 Prozent zusammen.“ Seit Mitte der 1980er Jahre konzentriere sich das Vermögen immer stärker in den Händen weniger. Für diese Entwicklung gibt es drei wichtige Gründe: (…). Ralph Hug.
Work online, 4.12.2014.
Personen > Hug Ralph. Vermögen. Ausbeutung. Work online, 2014-12-04.
Ganzer Text
20.12.2013 Schweiz
Kapitalismus
Personen
Vorwärts
Siro Torresan
Besitzverhältnisse
Vermögen
Volltext

Im Staat der Eidgenossen. Wir Eidgenossen sind reich und mächtig: Die 15 umsatzgrössten Unternehmen in der Schweiz haben im 2010 einen Umsatz von 680’873 Milliarden oder 680 Billionen und 873 Milliarden oder 680’873’000’000’000 Franken erzielt. Im Verhältnis dazu hat die Eidgenossenschaft im selben Jahr läppische 191’916 Milliarden Franken eingenommen – nicht mal ein Drittel der Einnahmen der «Big 15». Die Top 5, das sind der Reihe nach Glencore  (145’000 Mil.), Nestlé (109’722) Trafigura (79’200), Novartis (52’682) und Roche (47’473) erzielten einen Umsatz von 434’077 Milliarden,  64,19 Prozent des Totalumsatz der 15 grössten Unternehmen der Schweiz! Und: Für die „Big 15“ arbeiten fast eine Million Menschen verteilt auf der ganzen Welt. Noch Fragen zur Frage, wer die Welt mitregiert? Wir Eidgenossen sind aber auch ein gebildetes Volk. Wir wissen daher, dass unser Reichtum und Überfluss darauf basiert, dass viele andere bitter arm sind und gar nichts haben. Im Kapitalismus ist es wie im Spielkasino: Wenige gewinnen, weil viele  verlieren und der ganz grosse Profit macht der Besitzer der Spielstätte. (...).

Vorwärts, 20.12.2013.
Vorwärts > Besitzverhältnisse. Vorwärts. 2013-12-20.

Ganzer Text

05.12.2013 Schweiz
Personen
Vermögen
Work
Marco Geissbühler
Einkommensverhältnisse
Tiefstlöhne
Vermögen
Volltext

Superjahr für Superreiche. Sie besitzen Milliarden und speisen ihre Angestellten mit Tieflöhnen ab: die Brenninkmeijers von C & A, die Kamprads von Ikea und die Kellerhals von Mediamarkt. Bereits zum 25. Mal präsentiert das Wirtschaftsmagazin „Bilanz“ seine Schweiz. Und kann beim Erscheinungstermin einen neuen Rekord vermelden: 564 Milliarden Franken (genauer: 564‘125‘000‘000 Franken) Vermögen bringen die Superreichen dieses Jahr zusammen. So viel wie noch nie zuvor! Die Hoffmanns und Oeris (22–23 Milliarden), Bertarellis (11–12 Milliarden), Vasellas (200–250 Millionen) usw. sind zusammen neun Mal so schwer wie die gesamten Staatsausgaben der Schweiz. Von Krise keine Spur: 2013 legten sie nochmals 52 Milliarden Franken zu. Der Immobilienboom spülte ordentliche Gewinne in die goldenen Kassen. Und die an der Schweizer Börse gehandelten Aktien legten 2013 um einen Viertel ihres Werts zu. Geiz ist geil. (...).Marco Geissbühler.

Work online, 5.12.2013.
Personen > Geissbühler Marco. Vermögen. Tiefstlöhne. Work. 2013-12-05.

Ganzer Text

14.11.2013 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
Work
Oliver Fahrni
1-zu-12-Initiative
Vermögen
Volltext

Der Schweizer Frühling. Grad heute morgen in Bern. Gefühlt eher 22 Grad. Ein warmes politisches Lüftchen weht durch die Schweiz. Trotz immenser Propagandawalze der Abzockerfreunde halten mehr als 1,5 Millionen Schweizerinnen und Schweizer an ihrem Willen fest, die höchsten Löhne auf ein 12faches der tiefsten zu begrenzen. Sie sagen Ja zu 1:12. Dabei geht es um viel mehr als um die 420 Millionen, die Ex-Novartis-Chef Vasella garniert hat. Um mehr als um den 70-Millionen-Bonus von CS-Chef Dougan (2010). Die Schweiz stellt sich die Frage, was angemessen und gerecht sei. Bewegt. Und was am 24. November auch immer herauskommt: die Volksinitiative der kleinen Juso bewegt die Dinge. (...).Oliver Fahrni, Editorial Work.

Work online, 14.11.2013.
Personen > Fahrni Oliver. 1-zu-12-Initiative. Vermögen. Work. 2013-11-14.

Ganzer Text

1 2


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden