Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 21

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
14.06.2019 Schweiz
Personen
Work
Katrin Bärtschi
Arbeit
Briefträger
Volltext
Die Briefträgerin & die Namen. Ein Vormittag im Bus. „Den kenne ich“, denkt die Briefträgerin und schaut in das Gesicht des stummen, allein sitzenden Fahrgasts mit der Weisswein¬flasche in der Hand. „Rosenweg 21, zweiter Kasten von links – aber wie heisst er schon wieder?“ Die Briefträgerin sieht den Hauszugang vor sich, die Kastenanlage, die Anordnung der Kästen. Sie weiss, dass er einen Stop-Kleber hat. Doch sein Name fällt ihr nicht ein. „Es ist der Mann, der selten Post bekommt und nie ein Wort redet.“ So wie mit ihm erging es ihr schon oft, doch gibt sie das ungern zu. Wer bekennt schon gern die eigene Vergesslichkeit. Kürzlich erst hatte sie einen ¬halben Nachmittag an den beiden frommen Schwestern herumstudiert, die zusammen am Rainweg 14 wohnen. Sich an die Namen zu erinnern kam ihr als Gehirntraining nützlich vor. Auch hier sah sie den Kasten blindlings vor sich, erinnerte sich an die zahllosen Sendungen von wohltätigen Organisationen und Bibelstundevereinen, die sie dort deponierte. Doch die Namen fand sie in ihrem Gedächtnis nicht. „Das darf doch nicht wahr sein!“ dachte die Briefträgerin und ärgerte sich ein bisschen. Dann kam ihr der Kaminfeger in den Sinn, der bei ihr im Einsatz war und seinen Chef am Telefon informierte: „Ich bin beim Schwedenofen an der Jura¬strasse…“. Halbautomatisch. Der Wortlose vom Rosenweg, die Bibelschwestern vom Rainweg. Da ist noch die LP-Sammlerin von der Tag (…). Katrin Bärtschi.
Work online, 14.6.2019.
Personen > Baertschi Katrin. Brieftraegerin. Arbeit. Work online, 2019-06-14.
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15.03.2019 Bern
Personen
Work
Katrin Bärtschi
Arbeit
Briefträger
Volltext
Die Briefträgerin & der Affe im Fenster. „Verdammt!“ denkt die Briefträgerin. Ein Brief hat sich zwischen die andern im Kistli verkrochen. Einen A-Post-Brief, erst noch einen von Hand ¬adressierten und mit einer Marke beklebten, zur Zeit zuzustellen ist Ehrensache. Dem Zeitteufel zum Trotz. Der Weg ist schmal, die Briefträgerin kann das Fahrzeug nicht wenden. Zu Fuss trabt sie, den Brief in der Hand, zurück zum letzten Haus – und sieht im Fenster den Affen. Ganz klassisch hängt er an einem Ast, mit der linken Hand hält er sich fest, seine Rechte fasst eine Banane. Ein grosses Fensterfarbenbild! „Jetzt bin ich schon hundert Mal an diesem Haus vorübergeeilt und habe den Affen nie gesehen!“ denkt die Briefträgerin. „Wie bewege ich mich eigentlich durch meinen Arbeitstag? Gring abe u seckle?“ Dreimaster. Vielleicht hängt der Affe noch nicht lang in diesem Fenster. Doch er erinnert die Briefträgerin an ähnliche Gegebenheiten: Wie oft ging sie in der Freizeit durch das Quartier und bemerkte plötzlich hier einen verschnörkelten Balkon, dort entlang einer Häuserfassade einen schwindelerregenden Katzensteg, hier einen seltenen Strauch im Garten und dort eine Malerei unter einem Dach! „Dinge, die ich nie wahrnahm!“ denkt die Briefträgerin, „obwohl ich unzählige Male an ihnen vorübereilte.“ Oder hinter Gittern der alte Dreimaster, ein buntes Schiff, das sicher seit Ewigkeiten durch das verstaubte Kellerfenster segelt. Unbeachtet von den Briefträgerinnen und Briefträgern, die keine zwei Meter davon entfernt in Windeseile Ballast abwerfen. Er grinst. (…).
Kathrin Bärtschi.
Work online, 15.3.2019.
Personen > Baertschi Kathrin. Briefträgerin. Arbeit. Work online, 2019-03-15.
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18.10.2018 Schweiz
Arbeit
ILO
Personen
SGB
Luca Cirigliano
Arbeit
Volltext
Arbeit darf keine Ware sein: Nur der tripartite Weg führt in die Zukunf. Erklärung von Schweizerischem Gewerkschaftsbund und Travail.Suisse anlässlich der tripartiten Erklärung zur Zukunft der Arbeit und Sozialpartnerschaft. Nur wenn die Gewerkschaften mit einbezogen werden, lassen sich die Herausforderungen im Bereich Arbeit, Digitalisierung und Sozialwerke erfolgreich meistern. Dies bekräftigt eine tripartite Erklärung zur Zukunft der Arbeit und der Sozialpartnerschaft in der Schweiz im Zeitalter der Digitalisierung der Wirtschaft, welche die Sozialpartner, Bundesrat Johann Schneider-Amman und Guy Ryder, Generaldirektor des Internationalen Arbeitsamts, heute in Bern unterzeichnet haben. Die Erklärung hält fest, dass ein konstruktiver, gleichberechtigter Dialog auf Augenhöhe nachhaltig zu Wohlstand, guter Arbeit und zur Prosperität der Schweiz beiträgt. Zu einer aktiv gelebten Sozialpartnerschaft gehören gemäss der Erklärung das System der Gesamtarbeitsverträge, paritätische Lösungen bei Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, beruflicher Aus- und Weiterbildung sowie bei der Alterssicherung. Um die anstehenden Herausforderungen meistern zu können, ist es unabdingbar, «dass unsere Sozialpartnerschaft effizient funktioniert, um die Arbeits- und Lohnbedingungen im Inland zu schützen», hält die Erklärung fest. Dazu gehört insbesondere «der Einbezug der Sozialpartner in tripartite Instanzen der Arbeitsmarktregulierung». Für die Gewerkschaften ist dies eine weitere Bestätigung dafür, dass die erfolgreichen Flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit gestärkt und (…). Luca Cirigliano.
SGB, 18.10.2018.
Personen > Cirigliano Luca. Arbeit. SGB, 2018-10-18.
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18.10.2018 Schweiz
Arbeit
SGB
Unia Schweiz

Arbeit
Digitalisierung
Volltext
Zukunft der Arbeit im Zeitalter der Digitalisierung. Angesichts der zunehmenden Digitalisierung wird die Sozialpartnerschaft immer wichtiger. Bund, Gewerkschaften und Arbeitgeber haben heute eine Tripartite Erklärung zur Zukunft der Arbeit unterzeichnet. Sie betonen die Bedeutung der Sozialpartnerschaft angesichts der Digitalisierung. Die gemeinsame Erklärung nennt eine „vertrauensbildende und lebendige Sozialpartnerschaft“ als zentrales Element für einen gesellschaftlichen Interessenausgleich. Speziell hebt sie dabei die Bedeutung von Gesamtarbeitsverträgen (GAV) als Säule der Sozialpartnerschaft hervor. Dialog auf Augenhöhe. Die Sozialpartner bekennen sich zu einem „konstruktiven, gleichberechtigten Dialog auf Augenhöhe“, um der Digitalisierung zu begegnen. Sie nennen explizit den Schutz der Lohn- und Arbeitsbedingungen als gemeinsames Ziel. Die Digitalisierung solle sowohl den Arbeitnehmenden als auch den Unternehmen zugutekommen. Vereinbarkeit, Schutz, Weiterbildung. Die Sozialpartner wollen «insbesondere Möglichkeiten für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie von Freizeit und Arbeitszeit fördern». Sie bekräftigen, dass „der Schutz aller Vertragsparteien des Arbeitsrechts gewährt bleibt“ und anerkennen die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung und das lebenslange Lernen der Arbeitnehmenden als zentrale Aufgaben, die von den Arbeitgebern ausdrücklich begünstigt werden sollen. Breit abgestützt. (…).
Unia Schweiz, 18.10.2018.
Unia Schweiz > Arbeit. Digitalisierung. Unia Schweiz, 2018-10-18.
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19.06.2017 Deutschland
Arbeit
DGB

Arbeit
Volltext
Aus Innovation Fortschritt machen. Die Arbeitswelt befindet sich in einem rasanten Wandel. Doch: Wie wird die Arbeit der Zukunft aussehen? Und: Wie lässt sie sich gestalten? Zwei Jahre haben 32 ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis, Wirtschaft und Gewerkschaften in der Kommission „Arbeit der Zukunft“ diese Fragen diskutiert. Jetzt liegt der Abschlussbericht vor. „Innovation ist nur dann Fortschritt, wenn Arbeit besser wird“ – unter dieser Prämisse steht der Bericht „Arbeit transformieren!“, den die Kommission „Arbeit der Zukunft“ jetzt präsentiert hat. Darin hat die Kommission Denkanstösse in sieben Themenfeldern formuliert: vom demografischen Wandel bis zu sich wandelnden Lebensentwürfen von Frauen und Männern und von Vereinbarkeitsfragen bis zur Zuwanderung. Doch im Mittelpunkt der Arbeit der Kommission stand die Digitalisierung – sie treibt den gesellschaftlichen Wandel voran und birgt das Potential für radikale Umbrüche. Und bis jetzt ist nicht klar, ob diese digitale Revolution die Erwartungen und Hoffnungen der ArbeitnehmerInnen erfüllt oder enttäuscht. Dies hängt von den Entscheidungen der arbeitsmarktpolitischen Akteure ab – dem Staat, aber auch den Sozialpartnern. Klar ist: Die Kräfteverhältnisse auf dem Arbeitsmarkt werden neu geordnet, die Grundlagen der Arbeitsbeziehungen erschüttert. Wie weit der Wandel geht, wird an den Empfehlungen der Kommissionsmitglieder deutlich: Sie werben für einen neuen Arbeitnehmerbegriff für die digitale Arbeitswelt und dafür, das Eigentumsrecht auf persönliche Daten auszuweiten. (…).
DGB, 19.6.2017.
DGB > Arbeit. DGB, 2017-06-19.
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02.05.2016 Kuba
Arbeit
Granma

Arbeit
Ehrungen
Volltext
Ehre für anerkennenswerte Arbeit. Der Präsident Kubas, Raúl Castro Ruz, nahm an der feierlichen Zeremonie der Übergabe der Ehrungen an hervorragende Arbeiter und Arbeitskollektive teil. Mit einer Ehrung derer, die dies am meisten verdienen, endete an diesem Sonntag der Tag der Arbeiter. Als Teil der Feierlichkeiten, die früh am Morgen mit beeindruckenden Demonstrationen im ganzen Land begannen, war der Abend Männern und Frauen gewidmet, die die Arbeit zum Antriebsmotor ihres Lebens gemacht haben. In einer von Armeegeneral Raúl Castro Ruz angeführten feierlichen Zeremonie wurden 67 hervorragende Arbeiter und fünf Arbeitskollektive geehrt, die nach den Worten von Ermela García San¬tiago, Mitglied des Nationalsekretariats des Gewerkschaftsdachverbandes CTC, einen Stolz für das Vaterland darstellen und sich als ausserordentliche Arbeiter auszeichnen, die den Wert der Arbeit ehren. Auf Vorschlag des Präsidenten wurde der Ehrentitel Held der Arbeit der Republik Kuba an Lázaro Expósito Can-to verliehen, Erster Sekretär der Kommunistischen Partei in San¬tiago de Cuba, „weil er ein bedingungsloser Soldat jeder Aufgabe, ein Kämpfer für die Effizienz ist, weil er die gute Erfüllung der Aufgaben fordert, die Massen anspornt und mobilisiert, von jedem einzelnen das fordert, was von ihm verlangt wird, weil er ein Arbeiter mehr ist, wenn es das Beispiel und der Beweis der Fähigkeiten erfordern.“ Ebenfalls auf Vorschlag Raúls wurde der Ehrentitel Held der Arbeit der Republik Kuba an Carlos Alberto Cremata Malberti (…).
Granma, 2.5.2016.
Granma > Arbeiter. Auszeichnungen. Granma, 2016-05-02.
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18.09.2015 Schweiz
Arbeit
Landesmuseum
Personen
Work
Michael Stötzel
Arbeit
Ausstellung
Landesmuseum
Volltext
Fotoausstellung im Landesmuseum Zürich: 150 Jahre Arbeit. Lange verstaubten die Bilder in den Archiven. Jetzt präsentiert das Nationalmuseum sehenswerte Einblicke in die Arbeit. Schade, dass Fotos nicht riechen. Der Geruch schwitzender Arbeiterinnen und Arbeiter würde den Fokus darauf lenken, was die allermeisten Fotos aus der „Arbeitswelt“ ausblenden: dass Arbeit zuallererst Anstrengung ist. Die frühen Fotos aus den letzten Jahrzehnten des 19.Jahrhunderts vermeiden sogar ganz bewusst Hinweise auf das harte Leben der Arbeitenden. Stattdessen liessen die Unternehmer ihre Betriebsfamilien inszenieren. In starrer Bürgerlichkeit posieren die Arbeiter für den Patron. Und simulieren zum Teil dafür auch nur die Arbeit. Stolze Bähnler
Durchaus in der Tradition der inszenierten Betriebsfamilien, aber mit ganz anderer Aussage entstand 1898 die Fotografie „Streik der Nordwestbahn“. Sie zeigt Gruppen von Eisenbahnern aus Aarau, die eine künstliche Landschaft bevölkern. Ein Jahr zuvor hatten sie mit einem zweitägigen Streik Lohnerhöhungen durchgesetzt. Stolz treten sie auf im Bild - zu Recht. Der Arbeitskampf war ein entscheidender Beitrag zur Verstaatlichung der grossen Privatbahnen und zur Gründung der SBB (1902). (…). Mit Illustrationen. Michael Stötzel.
Work, 18.9.2015.
Personen > Stötzel Michael. Arbeit. Ausstellung. Work, 18.9.2015.
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20.03.2014 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Hans Nyffeler
Arbeit
Volltext

Wer bist du? Eine Lehre prägt. „Ich liebe den Geruch von Maschinenöl immer noch“, sagt zum Beispiel Unia-Gewerkschafter Corrado Pardini. Der SP-Nationalrat hatte ursprünglich Maschinenschlosser gelernt. Und Schreiner Hans Nyffeler meint: „Ich habe immer Dinge aus Holz gemacht.“ Möbel, Türen, Schränke: Ulmenholz mag Nyffeler besonders gern. Es hat einen schönen Braunton. Ein Beruf, das sind nicht nur Lohn, Arbeitsbedingungen und Feierabend. Berufe haben Farbtöne, riechen, tönen, sprechen. Schreiner-Stift Loris Strom zum Beispiel kann nicht nur Pläne schmieden, er kann sie auch schreinern: Im Gespräch mit Lehrlingsausbildner Nyffeler sagt er: „Ich würde mir gerne ein 1,8 Meter breites Bett bauen. Für die Zukunft, für Frau und Kinder. Etwas aus Massivholz. Etwas, das verhebt.“ Dagegen sind Berufsleute, die mit Papier und Buchstaben arbeiten, wie etwa wir Journalistinnen und Journalisten, direkt zu bemitleiden. Worauf sollen wir unser Glück bauen? Die stärksten Formulierungen wanken im Wind. Und die kräftigsten Bilder verblassen noch in der Hand. Marie-José Kuhn.

Work online, 20.3.2014.

Personen > Kuhn Marie-Josée. Arbeit. Work online. 2014-03-20.

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07.03.2014 Schweiz
Denknetz
Personen
Work
Ralph Hug
Arbeit
Ausbeutung
Volltext

Bausteine für eine neue Debatte über Arbeit. Let’s talk about work! Wie könnte Arbeit ohne Zwang und Ausbeutung aussehen? Spannende Antworten liefert der neue Sammelband „Arbeit ohne Knechtschaft“ des linken Denknetzes. „Let's talk about workl“: Sprechen wir (statt über Sex) mal über Arbeit. Die Aufforderung erscheint paradox. Denn obwohl uns die Erwerbsarbeit prägt wie kaum etwas sonst, ist sie selten ein Thema. Fast nur die Gewerkschaften pflegen seit je den Diskurs über Arbeit. Noch vor Jahren war in intellektuellen Debatten modisch vom „Ende der Arbeitsgesellschaft“ die Rede. Die Prognose war falsch. Wir arbeiten alle heute härter. Krankheiten wie Stress und Burnout zeigen an, dass viele Menschen ihre allzu belastende Arbeit nicht mehr aushalten. Doch im Buch „Arbeit ohne Knechtschaft“ geht es nicht um Psychologie, sondern um reale Prozesse. So macht Christa Luginbühl von der Erklärung von Bern. in einem Beitrag mit dem Titel „Die Welt im Kleiderschrank“ auf die Monstrosität der globalen Textilindustrie aufmerksam. 60 Millionen Näherinnen in aller Welt, vorwiegend in Bangladesh und Kambodscha, chrampfen zu Hungerlöhnen und nicht selten unter Lebensgefahr in ungesicherten Fabriken. Tausende sind schon bei Bränden ums Leben gekommen. Ralph Hug.

Work, 7.3.2014.

Personen > Hug Ralph. Arbeit. Denknetz. Work. 2014-03-07.

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16.10.2012 Schweiz
Arbeit
Personen
Rotpunktverlag
Vania Alleva
Pascal Pfister
Andreas Rieger
Arbeit
Haushalthilfen
Reinigung
Volltext

„Verkannte Arbeit“. Sechzig Prozent der Beschäftigten in der Schweiz arbeiten im privaten Dienstleistungssektor. In der öffentlichen Wahrnehmung werden sie dem Mittelstand zugerechnet. Doch diese Vorstellung eines sozialen Aufstiegs ist für die Mehrheit eine Illusion, wie Vania Alleva, Andreas Rieger und Pascal Pfister in „Verkannte Arbeit“ mit empirischem Material belegen. (...).

Kommunikation Unia online, 2012-10-16.
Personen > Rieger Andreas. Verkannte Arbeit. 2012-16-10.doc.

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05.10.2012 Schweiz
Arbeit
Personen
Rotpunktverlag
Work
Vania Alleva
Ralph Hug
Pascal Pfister
Andreas Rieger
Arbeit
Dienstleistungen
Haushalthilfen
Reinigung
Volltext

Die Dienstleistenden: Ein neues Buch räumt auf mit dem verzerrten Bild einer Branche. Wohlstand auf Abruf. Gross waren die Hoffnungen auf die Dienstleistungsgesellschaft: Sie sollte alle aus dem Fabrikzeitalter befreien. Doch das Paradies kam nicht. Im Gegenteil. Die postindustrielle Gesellschaft ist im Anzug: linke und rechte Soziologen preisen sie. Wir schreiben die 1960erJahre. Es würde immer weniger schlechtbezahlte Arbeiter in einer schrumpfenden Industrie geben. Und immer besser entlöhnte Angestellte in der wachsenden Dienstleistungsbranche. Schon schien das Ende der Klassengesellschaft nahe. Und Marx, der diese überwinden wolIte, überflüssig. Heute wissen wir es besser: (...). Ralph Hug.

Work. Freitag, 5.10.2012.
Personen > Rieger Andreas. Verkannte Arbeit. 2012-10-05.doc.

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09.09.2011 Sedrun
Emigranten
Personen
Tunnelbau
Unia
Work
Marilia Mendes
Arbeit
Tunnelbau
Volltext

„Jeder Fehler wäre katastrophal“. Mineur Diamantino Guerreiro, 52, baut im Gotthard am längsten Tunnel der Welt. Ein harter Job, Hunderte Meter tief Berg. Unia-Mitglied Guerreiro lebt und arbeitet seit zehn Jahren in Sedrun GR. Er möchte nichts anderes tun, doch er vermisst seine Familie in Portugal. Bereits sein Arbeitsweg ist speziell. Vom Dorf führt eine Standseilbahn hinunter zum Eingangsstollen am Fusse des Berges. Hier zieht sich Diamantino Guerreiro Helm, Schutzkleidung und Lampe für die Arbeit im Berg an. Anschliessend geht es mit dem Zug mehrere Kilometer ins Berginnere, dann mit dem Lift 800 Meter senkrecht in die Tiefe. Dort, im Herzen des Gotthards, arbeitet der 52jährige aus der Ortschaft Almodovar im Alentejo in Portugal seit zehn Jahren. Guerreiro und rund 500 weitere Mineure aus aller Welt bauen den mit 57 Kilometern längsten Tunnel der Welt. (...). Marilia Mendes.

Work. Freitag, 2011-09-09.
Unia > Tunnelbau. Work 2011-09-09.doc.

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02.11.1990 Schweiz
Oeffentlicher Dienst, Der
Personen
VPOD Schweiz
Bettina Kurz
Arbeit
Frauen
Volltext
Verbandskonferenz Frauen des VPOD: Arbeit ist mehr als Lohnarbeit. „Aufhebung der Arbeitsteilung zwischen Frau und Mann: Die positivste aller Massnahmen.“ Der Titel der Verbandskonferenz Frauen des VPOD tönt vielversprechend. Was erwartet die Teilnehmerinnen am 30. November und 1. Dezember in Bern? Cristina Karrer hat sich mit der Frauenbeauftragten des VPOD, Bettina Kurz, über Hintergründe, Inhalt und Ziele der sechsten Verbandskonferenz Frauen unterhalten. „Aufhebung der Arbeitsteilung zwischen Frau und Mann“. Kannst Du die Überlegungen skizzieren, die zu diesem Titel führten? Bettina Kurz: An der letzten Verbandskonferenz Frauen vor drei Jahren haben wir zum Thema „Frauen in der Gesellschaft - Frauen in der Gewerkschaft“ Forderungen u.a. für die Bereiche Frauenförderung. Gleicher Lohn und Sexuelle Belästigung diskutiert und verabschiedet. Das sind nach wie vor wichtige Themen, wir setzen uns damit bis heute auseinander. Nur: Bei der Umsetzung dieser Forderungen klemmt es beträchtlich. Wir haben festgestellt, dass wir immer an dieselbe Grenze, die Arbeitsteilung, stossen. Deshalb haben wir beschlossen, den Blickwinkel zu ändern. Einmal nicht die Lohnarbeit ins Zentrum der Überlegungen zu stellen, sondern die Strukturen der gesamtgesellschaftlichen Arbeitsteilung. Wollen wir auf dem Gebiet der Lohnarbeit für Frauen etwas ändern, müssen wir zuerst das anschauen, was Arbeit für Frauen alles bedeutet. Stichwort „unsichtbare Arbeit“. Es geht um die Betreuungsarbeit, die (…).
Der öffentliche Dienst, 2.11.1990.
Öffentlicher Dienst, Der > Verbandskonferenz Frauen. Arbeit. OeD, 1990-11-02.
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20.11.1987 Schweiz
Arbeit
Oeffentlicher Dienst, Der
Bernhard Degen
Arbeit
Volltext
Die Arbeiter in der Schweiz im 19. Jahrhundert. Unentbehrliches Nachschlagewerk. Vor bald 20 Jahren veröffentlichte Erich Gruner sein umfangreiches Werk über „Die Arbeiter in der Schweiz im 19. Jahrhundert“, in dem er eine Fülle von Informationen zu sozialer Lage und Organisation der schweizerischen Arbeiterschaft vereinigte. Wer allerdings Genaueres über die Zeit nach 1880 - z.B. über die Anfänge der stabilen lokalen und nationalen Gewerkschaften oder der Sozialdemokratischen Partei - wissen will, ist noch immer auf umfangreiche Quellenstudien angewiesen. Dem soll nun abgeholfen werden: Zusammen mit mehreren Doktoranden hat Gruner das dreibändige Werk „Arbeiterschaft und Wirtschaft in der Schweiz 1880-1914“ verfasst. Der erste Band behandelt demographische, wirtschaftliche und soziale Basis und Arbeitsbedingungen, der zweite Gewerkschaften und Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt - d.h. Streiks usw. - und der dritte Entstehung und frühe Entwicklung der Sozialdemokratie. Im Zürcher Chronos-Verlag ist nun der erste Band erschienen, für den Erich Gruner und Hans-Rudolf Wiedmer zeichnen. Er bietet aufgrund der Volkszählungen zunächst einen Einblick in Bevölkerungsbewegungen. Verstädterung und Wirtschaftsansiedlung. So erfährt man etwa, dass die Schweiz noch in den 1880er Jahren ein Auswanderungsland war, oder dass der Anteil der Frauenarbeit in der Industrie zwischen 1888 und 1910 von 38 auf 33 Prozent zurückging, dass aber in Appenzell-Innerrhoden, (…). Bernhard Degen.
Der öffentliche Dienst, 20.11.1987.
Personen > Degen Bernhard. Arbeit. Nachschlagewerk. OeD, 1987-11-20.
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30.05.1986 Schweiz
Personen
Solothurner AZ
Andreas Gross
Arbeit
Geht der Arbeitsgesellschaft die Gesellschaft aus? Die Kolumne. SoAZ 30.5.1986
01.05.1986 Schweiz
Personen
SGB
Karl Aeschbach
Max Weber
Arbeit
Arbeit auf Abruf
Volltext

Zukunftsperspektiven heutiger Arbeit. Referat von SG B-Sekretär Karl Aeschbach, gehalten an einem Wochenkurs der Religiös-sozialen Vereinigung. Sie haben mir die Aufgabe gestellt, mich aus der Sicht des Gewerkschafters über die Zukunftsperspektiven der Arbeit zu äussern. In dieser Aufgabe sind jedoch mindestens vier verschiedene Fragen enthalten, nämlich: Wieviel Arbeit wird es in Zukunft (noch) geben? (die Frage nach dem Verhältnis zwischen Arbeit und Arbeitslosigkeit). Wieviel Zeit werden wir künftig für die Arbeit aufwenden? (die Frage nachdem Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit, respektive zwischen bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter Eigenarbeit). Welches wird die Arbeit von morgen sein? (die Frage nach dem Inhalt und dem Sinn der Arbeit). Unter welchen Bedingungen werden wir diese Arbeit leisten? (die Frage nach den Arbeitsbedingungen und der Humanisierung der Arbeit). (...).

Gewerkschaftliche Rundschau, Nr. 5/1986.
Personen < Aeschbach Karl. Arbeit. 1986-05-01.doc.

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17.10.1984 Schweiz
PTT-Union

Arbeit
Ich machte mein Hobby zum Beruf! Interview. SMUV 17.10.1984
11.08.1982 Zürich
Sozialarchiv

Arbeit
Arbeitsalltag und Betriebsleben. Eine Festschrift besonderer Art. Mit Fotos. Willy Keller. SMUV-Zeitung 11.8.1982
01.02.1976 Schweiz
Gewerkschaftliche Rundschau

Arbeit
Volltext
Über den Sinn der Arbeit in einer sich wandelnden Welt. Es wird heute so viel von einer Entmythologisierung unseres Lebens gesprochen. Ich meine, die Menschen, die unser Verhältnis zueinander in allen Bereichen des Daseins nur rational erklären wollen, verkennen, dass in unserm Leben auch noch andere Kräfte wirksam sind, die wir nicht so einfach analysieren können und die dennoch mächtig und fruchtbar sind. Wir sind, bedenken wir die Menschheitsentwicklung vor allem der letzten hundert Jahre in unseren Breiten, auf dem Wege zu einer Arbeitsgesellschaft, die sich den technischen Fortschritt so sehr dienstbar macht, dass sie dem arbeitenden Menschen auch den notwendigen Raum für sein Leben in der Familie und der Freizeit schafft. Hier tauchen schon neue Probleme auf. Möge es gelingen, die Menschen eine so plötzlich anfallende Fülle von Freizeit sinnvoll gestalten zu lassen. Aber darüber wollen wir hier jetzt nicht sprechen. Es soll uns vielmehr darum gehen, immer wieder neu zu bedenken, wie glücklich Menschen sind, die einen Beruf ergreifen dürfen, der ihren Fähigkeiten entspricht, in dem sie sich entfalten, das heisst ihre Kräfte ausschöpfen dürfen, in dem sie sich gebraucht wissen und vielleicht auch Anerkennung erringen. Jeder Mensch bedarf dessen, selbst jener noch, der in der Besessenheit seines Dienens als einer der Grossen unter den Künstlern, Wissenschaftlern und Predigern sich selbst zu vergessen vermag, wenn es um seine Aufgabe geht. (…). Hanke Bruns.
Gewerkschaftliche Rundschau, Heft 2, Februar 1976.
Gewerkschaftliche Rundschau > Arbeit. Gewerkschaftliche Arbeit, Heft 2, Februar 1976.
Ganzer Text
01.01.1952 Schweiz
Archiv GBLS Biel

Arbeit
Arbeit, Arbeitsbedingungen, Arbeitszeit. 370 Pressetexte, Analysen, Flugblätter. 1952-2000
13.08.1926 Schweiz
Helvetische Typographia
Kapitalismus
Öffentlicher Dienst
Personen
Gustav Hoffmann
Arbeit
Klassenbewusstsein
Volltext

Arbeit und Persönlichkeit. Wir leben in der Zeit des ausgeprägten Individualismus. Der eine steht gegen den anderen. Nur der einzelne gilt, Und der einzelne gilt, weil das Leben nicht auf Innerliches, Menschliches eingestellt ist, sondern weil ein Aeusserliches, das Wirtschaftliche, das Leben bestimmt, das notwendig zum egoistischen Kampf um das Dasein führt. Je mehr dieses Wirtschaftliche des Kapitalismus dem Leben das Gepräge gibt, um so brutaler kommt dieser individualistische Kampf um das Dasein deshalb als Zersetzungserscheinung zum Ausdruck. (...). „Helvetische Typographia“. Dr. Gustav Hoffmann.

Der öffentliche Dienst, 13.8.1926.
Öffentlicher Dienst, Der > Arbeit. Helvetische Typographia. 13.8.1926.

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