Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 14

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01.02.2018 Schweiz
Personen
Streik
Vorwärts
Sabine Hunziker
Publikation
Streikbewegung
Volltext
Frei ist, wer seine Freiheit braucht . Fast pünktlich zum Jubiläum des Landesstreiks von 1918 erscheint ein Buch zur jüngsten Geschichte des Streiks in der Schweiz. „Streik im 21. Jahrhundert“ Iistet Arbeitskämpfe Im neuen Jahrhundert auf. Es erklärt den Arbeitskampf und fordert dazu auf, für seine Rechte zu streiken. Es gab Streiks in allen Branchen. Die Präsidentin der Gewerkschaft Unia Vania Alleva und Unia-Gewerkschaftssekretär Andreas Rieger haben eine Sammlung von Beiträgen über Streiks bei Spar, Zeba Zentralwäscherei und bei der Primula AG, der privaten Spitex, herausgegeben. Mit dieser Darstellung wird dem helvetischen Mythos vom Arbeitsfrieden - oft von sogenannten ArbeitgeberInnen gestützt - klar widersprochen. Durch Verfassung geschützt. Leider sind die VerfasserInnen der Textsammlung nicht auch die Streikenden selbst, sondern HistorikerInnen, JournalistInnen oder Gewerkschafterlnnen. Zwar werden Betroffene zitiert, doch das Herausgeberteam hat eine wertvolle Chance vergeben und die Perspektive der Basis vernachlässigt. Umso spannender ist der Analyseteil am Schluss des Buches mit Interviews und dem Einbezug europäischer Kämpfe mit Ausblick in die nähere Zukunft. Solide Dokumentationsarbeit der Vergangenheit und informative Zusammenfassungen zur schweizerischen Streiksituation zeichnen „Streik im 21. Jahrhundert“ aus - auch weil das Thema nicht oft aufgenommen wird. Nach einer Periode mit eher wenig Streiks haben Arbeitskämpfe heute wieder zugenommen. Im Jahr 2000 wurde das (…). Sabine Hunziker.
Vorwärts, 1.2.2018.
Personen > Hunziker Sabine. Streikbewegung. Publikation. Vorwärts, 2018-02-01.
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19.01.2018 Europa
Personen
Streik
Work
Andreas Rieger
EU
Streikbewegung
Volltext
Riegers Europa. Streikwelle erfasst Europa. „Streikfähig muss man sein, sonst reden die gar nicht richtig mit uns“, sagte mir Gewerkschaftsbundschef Erich Foglar, als ich ihm im Dezember unser Buch „Streik im 21. Jahrhundert“* schenkte. Der Österreicher schilderte dann, wie die Verhandlungen über die Löhne von 180’000 Angestellten in der Metall- und Elektroindustrie so gar nicht vom Fleck kamen – trotz nächtelangem Verhandeln. Also machten sich die Gewerkschaften kampfbereit und deblockierten die Streikgelder. Und siehe da, plötzlich kamen die Verhandlungen in Schwung, und es folgten drei Prozent Lohnerhöhung. Mehr Lohn. Um die Jahreswende hat auch die IG Metall in Deutschland Streikbereitschaft erstellt. Hier geht es um die Tarifverträge (GAV) für fast 4 Millionen Lohnbezüger in der Metall- und Elektroindustrie. Die Forderung der Gewerkschaft: sechs Prozent mehr Lohn. Die Arbeitenden sollen zudem das Recht haben, ihre Arbeitszeit vorübergehend bis auf 28 Stunden zu reduzieren. Für tiefe Löhne soll es dabei einen Lohnausgleich geben. Solche Begehren bringen die Arbeitgeber auf die Palme. Auf die verkürzte Arbeitszeit wollen sie nicht eingehen. Diese sei illegal wie auch Kampfmassnahmen für diese Forderung. Die IG Metall lässt sich dadurch nicht einschüchtern. Seit Anfang Jahr organisiert sie verlängerte Warnstreiks, die überraschend mal da, mal dort laufen. Eine neue Streiktaktik, die nun ausgeweitet wird. Gute Konjunktur. Warnstreiks gibt’s derzeit auch in den Skoda-Werken in Tschechien und bei Ford (…), Andreas Rieger.
Work, 19.1.2018.
Personen > Rieger Andreas. Europa. Streik. Work, 2018-01-19.
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18.01.2018 Schweiz
Personen
Streik
WOZ
Vania Alleva
Andreas Rieger
Daniel Stern
Publikationen
Streikbewegung
Volltext
„Streik im 11. Jahrhundert. Ein Kern, ohne den es nicht geht. Seit der Jahrhundertwende wird in der Schweiz wieder vermehrt gestreikt. Ein Buch der Gewerkschaft Unia präsentiert eine erste Zwischenbilanz. Fünfzig Jahre lang hatte es im Baugewerbe keinen landesweiten Ausstand mehr gegeben. Doch am 4. November 2002 erscheinen in der ganzen Schweiz rund 15‘000 BauarbeiterInnen nicht zur Arbeit. Sie demonstrieren stattdessen in Bern, Bellinzona, Lausanne, Genf und Zürich für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag, in dem das Rentenalter auf sechzig Jahre festgeschrieben wird. Höhepunkt des Tages ist die Blockierung des Bareggtunnels auf der Autobahn A1 durch 2000 Streikende. Eigentlich soll die Aktion nur eine halbe Stunde dauern. Doch weil die Streikenden spontan durch den Tunnel marschieren, dauert alles etwas länger - mit der Folge, dass sich ein Stau von rund zwanzig Kilometern bildet. Ein Kampfmittel wird populär. Führende Köpfe der Gewerkschaft Unia haben im Rotpunktverlag das Buch „Streik im 21. Jahrhundert“ publiziert, in dem über ein Dutzend Streiks aus den letzten achtzehn Jahren beleuchtet werden. Fazit: Die Beschäftigten in der Schweiz sind wieder eher bereit zu streiken. In diesem „neuen Zyklus von Arbeitskämpfen“ ist der eingangs erwähnte Bauarbeiterstreik von 2002 die bislang bedeutendste und erfolgreichste Auseinandersetzung: Schon einen Monat später unterzeichneten die Gewerkschaften zusammen mit den VertreterInnen der Unternehmen einen Gesamtarbeitsvertrag, in dem der „flexible (…). Daniel Stern.
WOZ, 18.1.2018.
Personen > Stern Daniel. Streik. Streikbewegung. WOZ, 2018-01-18.
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07.12.2017 Schweiz
Personen
SGB
Streik
Vania Alleva
Anne Rubin
Interview
Streikbewegung
Volltext
Vania Alleva: „Unter dem Strich haben sich Streiks immer ausbezahlt". Streik im 21. Jahrhundert: Ein Unia-Buch widmet sich dem Wiederaufleben der Arbeitskämpfe seit dem Jahr 2000. Zum Auftakt des Jubiläumsjahrs 2018, in dem sich der Landesstreik vom November 1918 zum hundertsten Mal jähren wird, widmet sich eine Unia-Publikation den Streiks im 21. Jahrhundert. Angesichts immer härter auftretender Arbeitgeber, die oft jegliche Diskussion verweigern, drängt sich der Streik als ultima ratio des Arbeitskampfs wieder vermehrt auf. Streik ist alles andere als ein veraltetes Instrument. Oft steht für die Arbeitnehmenden dabei der Kampf für ihre Würde im Vordergrund. Vania Alleva, Unia-Präsidentin und SGB-Vizepräsidentin, äussert sich im Gespräch zu den Lehren aus den jüngsten Streiks und zur Hausforderung Streik im Zeitalter der Digitalisierung. Vania Alleva, seit der Jahrhundertwende ist in der Schweiz ein Wiederaufleben von Streiks zu beobachten. Wie erklären Sie sich das? Vania Alleva: Wir sehen uns zunehmend mit Arbeitgebern konfrontiert, die nicht mehr bereit sind, über die Situation ihrer Beschäftigten zu diskutieren. Generell lässt sich auf Arbeitgeberseite eine Verhärtung feststellen. Und vor dem Hintergrund der zunehmend schlechteren wirtschaftlichen Situation wird es auch immer schwieriger, bessere Lohn- und Arbeitsbedingungen auszuhandeln, ohne entsprechende Kampfmittel in der Hand zu halten. Der Streik ist also ein Mittel, um den Forderungen der Beschäftigten Nachdruck zu verleihen, aber auch um die (...). Anne Rubin, Interview.
SGB, 7.12.2017.
Personen > Alleva Vania. Streikbewegung. Geschichte. SGB, 2017-12-07.
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01.12.2017 Schweiz
Personen
Streik
Work
Ralph Hug
Andreas Rieger
Interview
Streikbewegung
Volltext
„Wir erleben eine Renaissance der Arbeitskämpfe“. Die Schweiz streikt. Seit zwanzig Jahren nimmt die Zahl der Streiks in der Schweiz wieder zu. Das zeigt der ehemalige Unia-Co-Präsident Andreas Rieger zusammen mit Vania Alleva in einem neuen Buch. Work: In der Berner Strafanstalt Thorberg streikten die Insassen für Sexzimmer und besseres Essen. Tauchen sie in der Streikstatistik auch auf? Andreas Rieger: Das muss der Bund für seine Statistik entscheiden. Für uns in der Unia ist ein Streik eine kollektive Arbeitsniederlegung im Arbeitsverhältnis. In Genf führten die Angestellten von ABB Sécheron tagelang eine sogenannte kollektive Konsultation durch, weil ihre Jobs nach Polen verlagert werden sollen. War das für Sie ein Streik? Jeder Arbeitskampf ist besonders. Und Leute, die sich für ihren Job wehren, sind sehr kreativ. Bei der ABB liessen die Betroffenen ihre Arbeit nicht einfach liegen und verliessen die Fabrik. Sondern sie arbeiteten weiter – an Vorschlägen zur Rettung ihrer Stellen. Sie waren sechs Jahre lang Co-Chef der Unia. Welcher Streik ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben? Unter anderen der Baustreik im Herbst 2007. Bereits am Morgen früh waren schweizweit Tausende Bauarbeiter auf den Strassen, das war sehr eindrücklich. Ich vergesse nie, wie 4000 bis 5000 Arbeiter in Genf die Montblanc-Brücke besetzten. Ein gewaltiges Erlebnis! So ein Streik schweisst die Leute zusammen. Nächstes Jahr jährt sich der Landesstreik von 1918 in der Schweiz zum hundertsten Mal. Mit ihm verlangte die Arbeiterbewegung (…). Ralph Hug.
Work, 1.12.2017.
Personen > Hug Ralph. Streikbewegung. Interview. Work, 2017-12-02.
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01.12.2017 Heimberg
Lyss
Reconvilier
Streik
Work

Streikbewegung
Volltext
Arbeitskämpfe im 21. Jahrhundert. Sechs Streiks, die Geschichte schrieben. Baugewerbe. Der grosse Durchbruch. Der Kampf um die Frühpensionierung war der grösste und wichtigste Streik der letzten 20 Jahre. Eine ganze Branche streikte 2002 landesweit. 15‘000 Bauarbeiter waren auf der Strasse - als Höhepunkt blockierten sie den Bareggtunnel. Die Baumeister lenkten ein. Seitdem können die Bauleute mit 60 vorzeitig in Pension. Ein Durchbruch, vergleichbar mit der Einführung der ersten bezahlten Ferienwoche 1944, der Fünftagewoche 1962 oder des 13.Monatslohns 1973. SBB-Officine in Bellinzona. „Hände weg!“. „Giu le mani!“ So lautete der griffige Slogan der 430 Tessiner Büezer, als sie sich 2008 gegen den drohenden Abbau der SBB-Werkstätten in Bellinzona wehrten. Und das ganze Tessin kämpfte mit. 33 Tage lang stand der Betrieb still. Ein Streikkomitee führte den Arbeitskampf. Die SBB musste schliesslich klein beigeben, versuchten aber später weiterhin, den Standort auf kaltem Weg zu schwächen. Spar in Heimberg und Dättwil. Frauenstreik. 2009 und 2013 hatten Spar-Angestellte genug von Überstunden und miesen Löhnen. Die Frauen streikten in Heimberg BE und Dättwil AG an insgesamt 13 Tagen - und schrieb damit Geschichte: Der Mythos vom streikfreien Detailhandel war fortan dahin. Und gleich auch jener von Angestellten, die angeblich nie streiken. Spar schuf mehr Stellen und hob die Mindestlöhne an. Am aggressiven Gebaren der Detailhändlers hat sich jedoch nicht viel geändert. Swissmetall in Reconvilier. Vier Monate Streik. (…).
Work, 1.12.2017.
Personen > Hug Ralph. Streikbewegung. Beispiele. Work, 2017-12-01.
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30.11.2017 Schweiz
Streik
Unia Schweiz

Geschichte
Publikation
Streikbewegung
Volltext
Publikation des Buches „Streik im 21. Jahrhundert“. Streiks gehören nicht nur der Geschichte an. 2018 sind es 100 Jahre her seit dem Landesstreik in der Schweiz. Doch Streiks existieren auch in der Schweiz nicht nur in den Geschichtsbüchern. Auch im 21. Jahrhundert greifen jedes Jahr Tausende zu diesem Mittel des Arbeitskampfes. Das zeigt das neue Unia-Buch „Streik im 21. Jahrhundert“. Seit dem Jahr 2000 finden gemäss der amtlichen Streikstatistik des Bundesamtes für Statistik jährlich drei bis zehn Streiks mit durchschnittlich über 6‘000 Beteiligten statt. In Realität sind es einige mehr, denn die offizielle Statistik zählt nur ganztägige Arbeitsniederlegungen. Viele Arbeiterinnen und Arbeiter greifen zu diesem Kampfmittel – auch Angestellte in „modernen“ Berufen und Branchen. Blick auf exemplarische Streiks. Im Buch „Streik im 21. Jahrhundert“ zeigen verschiedene Autorinnen und Autoren auf, wie Arbeitskämpfe in der Schweiz seit der Jahrtausendwende eine Renaissance erlebten. Am Beispiel von bekannten Streiks und in Gesprächen mit Gewerkschaftsexponent/innen schildern sie Strategien und Erfolge, aber auch Probleme und Widrigkeiten bei Arbeitskämpfen. So zum Beispiel bei den SBB-Officine in Bellinzona, Novartis in Nyon, Merck Serono in Genf, dem Schauspielhaus in Zürich oder dem landesweiten Baustreik, der zur Einführung der Frühpensionierung mit 60 führte. Kampfmittel der Zukunft. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 30.11.2017.
Unia Schweiz > Streikbewegung. Geschichte. Unia, 2017-11-30.
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26.10.2017 Europa
Personen
Streik
Vorwärts
Tarek Idri
Streikbewegung
Volltext
Schlusslicht beim Streik. In der Schweiz wird pro Jahr bloss ein Tag auf tausend Arbeitende gestreikt. Im internationalen Vergleich belegt sie damit einen hinteren Rang. Gewichtiger Grund: das schwache Streikrecht. Dass die Schweizer Arbeitenden wenig streiken, gilt als allgemein bekannt. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt nun aber, wie streikfaul die SchweizerInnen wirklich sind: Unter den 22 untersuchten Ländern belegt die Schweiz den drittletzten Platz. Nur in der Slowakei und in Japan fallen weniger Arbeitstage aus durch Arbeitskämpfe. Den Spitzenplatz belegt Frankreich, wo pro Jahr durchschnittlich 123 Tage je 1000 ArbeiterInnen die Arbeit niedergelegt wird, in Japan gerade einmal 0,2 Tage. Zu den streikfreudigsten Ländern in der Studie gehören neben Frankreich noch Dänemark mit 118, Kanada mit 87 und Belgien mit 79 Ausfalltagen. Italien und Griechenland wurden wegen fehlenden Daten nicht in der Studie berücksichtigt, hätten wohl aber auch auf den vordersten Plätzen rangiert. In vielen Ländern wird relativ wenig gestreikt. In knapp der Hälfte der untersuchten Länder streiken die Arbeitenden weniger als zehn Tage pro tausend Arbeitende. Laut Bundesamt für Statistik wurde im letzten Jahr achtmal gestreikt, woran sich etwa 2200 Lohnabhängige beteiligten. Durch die Aktionen fielen rund 1000 Arbeitsstunden aus. Im Jahr 2015 lag diese Zahl wegen dem harten Arbeitskampf im Baugewerbe noch bei 13000 Stunden. Die Zahl der registrierten Streikfälle stieg aber seit 2011 an und (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 26.10.2017.
Vorwärts > Streikbewegung. Vorwärts, 2017-10-26.
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29.09.2017 Europa
Junge Welt
Streik

Streikbewegung
Volltext
Deutsche Streikmuffel. Beschäftigte in der BRD treten im internationalen Vergleich eher selten in den Ausstand. Lob von unternehmernahen Forschern. Beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) kann man sich zumindest nicht darüber beschweren, dass dessen Namensgebung irreführend sei. Die Wirtschaftsforscher gelten selbst in den bürgerlichen Medien vollkommen zu Recht als unternehmernah. Entsprechend gehört es zu ihren Aufgaben, sich um den „sozialen Frieden“ im Land zu sorgen. Dass dieser beständig von den Gewerkschaften bedroht wird, scheint für die Ökonomen klar zu sein. Jedenfalls stehen die Arbeiterorganisationen unter Beobachtung der Kölner. Vierteljährlich gibt das IW einen „Gewerkschaftsspiegel“ heraus, und auch sonst hat man grosses Interesse an Arbeitskämpfen. Ein am Mittwoch veröffentlichter „IW-Kurzbericht“ beschäftigt sich nun mit Streiks im internationalen Vergleich. Autor Hagen Lesch warnt davor, dass Arbeitsniederlegungen in einer international vernetzten Wirtschaft »die Lieferpünktlichkeit und damit auch Kundenbeziehungen« bedrohen. Der „soziale Friede“ sei deshalb ein „wichtiger Standortfaktor“. Im internationalen Vergleich sei es „um die Qualität der Arbeitsbeziehungen recht unterschiedlich bestellt“. Der IW-Ökonom hat sich für den Zeitraum 2007 bis 2016 die Arbeitskämpfe in 22 Ländern, die der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) angehören, angesehen. Am streikfreudigsten waren demnach die französischen Arbeiter und ihre (…).
Junge Welt, 29.9.2017.
Junge Welt > Streik. Streikbewegung. Junge Welt, 2017-09-29.
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22.07.1986 Europa
OECD
Streik

Statistik
Streikbewegung
Volltext
OECD-Streikstatistik. Tellknabe streikt nicht. In der Streikstatistik von 17 OECD-Ländern erwies sich Italien mit 1276 verlorenen Arbeitstagen pro Jahr auf 1000 abhängig Beschäftigten in den vergangenen 15 Jahren als am streikanfälligsten. Die Schweiz steht mit 1,7 ausgefallenen Arbeitstagen am andern Ende der Rangliste. Dies geht aus einem vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln veröffentlichten Vergleich der Arbeitskämpfe in 17 Ländern der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit OECD hervor. Italien mit 1276 verlorenen Arbeitstagen steht deutlich vor Kanada (798), Spanien (729), Irland (684), Australien (562), Finnland (545), Grossbritannien (529), USA (269), Dänemark (266), Frankreich (166), Schweden (112), Japan (83), /I der Bundesrepublik Deutschland (51), Norwegen (50), den Niederlanden (35), Osterreich (7) und der Schweiz (1,7). In der Statistik der absoluten Arbeitskampfverluste liegen die USA an der Spitze mit 21,3 Millionen Arbeitstagen. Dahinter folgen Italien (17,3 Millionen), Grossbritannien (11,7 Millionen) und Kanada (6,8 Millionen). Es folgen Spanien (6,1 Millionen), Japan (3,0 Millionen), Australien (2,8 Millionen) und Frankreich (2,8 Millionen). Noch weniger Arbeitstage als die Bundesrepublik Deutschland mit 1,1 Millionen verloren Finnland (970‘000), Dänemark (534‘000), Irland (515‘000), Schweden (430‘000), die Niederlande (137‘000), Norwegen (77‘000), Osterreich (17‘000) und die Schweiz (3‘000).
Berner Tagwacht, 22.7.1986.
Berner Tagwacht > Streiktage. OECD. TW, 1986-07-22.
Ganzer Text
22.07.1986 Europa
Gewerkschaften
OECD

Statistik
Streikbewegung
Volltext
Schweiz in Streikstatistik an unterster Position. In der Streikstatistik von 17 OECD-Ländern erwies sich Italien mit 1276 verlorenen Arbeitstagen pro Jahr auf 1000 abhängig Beschäftigten in den vergangenen 15 Jahren als am streikreichsten. Die Schweiz steht mit 1,7 ausgefallenen Arbeitstagen am andern Ende der Rangliste. Dies geht aus einem am Montag vom Institut der deutschen Wirtschaft (lW) in Köln veröffentlichten Vergleich der Arbeitskämpfe in 17 Ländern der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit OECD hervor. Italien mit 1276 verlorenen Arbeitstagen steht deutlich vor Kanada (798), Spanien (729), Irland (684), Australien (562), Finnland (545), Grossbritannien (529), USA (269), Dänemark (266), Frankreich (166), Schweden (112), Japan (83), der Bundesrepublik Deutschland (51), Norwegen (50), den Niederlanden (35), Österreich (7) und der Schweiz (1,7). In der Statistik der absoluten Arbeitskampfverluste liegen die USA an der Spitze mit 21,3 Mio. Arbeitstagen. Dahinter folgen Italien (17,3 Mio.), Grossbritannien (11,7 Mio.), und Kanada (6,8 Mio.). Es folgen Spanien (6,1 Mio.), Japan (3,0 Mio.), Australien (2,8 Mio.) und Frankreich (2,8 Mio.). Noch weniger Arbeitstage als die Bundesrepublik Deutschland mit 1,1 Mio. verloren Finnland (970‘000), Dänemark (534‘000), Irland (515‘000), Schweden (430‘000), die Niederlande (137‘000), Norwegen (77‘000), Osterreich (17‘000) und die Schweiz (3‘000).
Das IW stützte sich bei seiner Statistik auf Zahlen der Internationalen Arbeits-Organisation (lW) und der OECD, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass es keine international abgestimmte Streikstatistik gebe, (...). 
SoAZ, 22.7.1986.
Gewerkschaften > Streiktage. Europa. SoAZ, 1986-07-22.
24.04.1986 Schweiz
Berner Tagwacht
Friedensabkommen
Personen
Richard Müller
Friedensabkommen
Streikbewegung
Volltext
Arbeitsfriede. Zuerst die Fakten: In der Schweiz haben 1985 drei Streiks mit einer Mindestdauer von einem Tag stattgefunden. Sie betrafen Unternehmungen mit 366 Arbeitern. Die Zahl der „verlorenen“ Arbeitstage betrug 662. In einem Fall dauerte die Arbeitsniederlegung nur einen Tag. Die drei Arbeitskonflikte spielten sich in den Bereichen Schreinerei, Reparaturen und in einer Möbelfabrik ab. In einem Fall handelte es sich um einen Warnstreik im Zusammenhang mit der Nichtunterzeichnung eines Kollektivvertrages; die beiden anderen Streiks betrafen unbezahlte Arbeitspausen sowie die Nichterneuerung eines Kollektivvertrages. Die höchste Zahl von Streiktagen- 70‘000 bei vier Streiks von 1120 Arbeitern in 73 Betrieben - wurde 1963 verzeichnet. Keine einzige Arbeitsniederlegung wurde zwei Jahre zuvor, 1961, registriert. Drei .Arbeitsniederlegungen, und keine aus Übermut oder begleitet von harten Forderungen der Arbeitnehmer im Lohn- oder Arbeitszeitsektor durchgeführt. Wo zum sogenannt letzten Mittel, dem Streik, gegriffen wurde, musste überheblichen Arbeitgebern, die sich um die Kollektivverträge foutieren wollten, eine Lektion erteilt werden. Wo ein Unternehmen glaubt, die Belegschaft mit Einzelverträgen auseinanderdividieren zu können, müssen die Betriebsangehörigen und die Gewerkschaft auf die Hinterbeine stehen. (…).
Richard Müller.
Berner Tagwacht, 24.4.1986.
Personen > Mueller Richard. Streikbewegung. Arbeitsfriede. TW, 1986-04-24.
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11.04.1984 Schweiz
SGB
Streik
VHTL-Zeitung

Streikbewegung
Volltext
Streik-Paradies Schweiz. Trotz Verhärtungen in den Vertragspartner-Beziehungen gab es auch im vergangenen Jahr nur wenige Arbeitsstreitigkeiten, die in Streiks endeten: Das BIGA registrierte laut Angaben im Februar-Heft der „Volkswirtschaft“ fünf Streiks, die mindestens einen Tag dauerten. Beteiligt waren 985 Arbeiter in fünf Betrieben, wobei ungefähr 4‘400 Arbeitstage verloren gingen. Je zwei der Streiks entfallen auf das grafische Gewerbe und auf die Metall- und Maschinenindustrie, einer auf das Baugewerbe. Bei drei der fünf Konflikte war die Entlassung von Arbeitern hauptsächlichster Streitgegenstand, während die bei den andern Streiks im Zusammenhang mit Lohnforderungen standen. In den beiden vorausgegangenen Jahren 1981 und 1982 kam es sogar zu nur je einem Streik. Das sind „paradiesische“ Verhältnisse, gemessen an andern Industriestaaten. Interessante Angaben darüber enthält das Arbeitsstatistische Jahrbuch 1983 des Internationalen Arbeitsamtes. Darnach streikten in den westlichen Industriestaaten im Jahre 1982 16,2 Millionen (+8% gegenüber dem Vorjahr), was 39 Millionen (+5%) verlorenen Arbeitstagen entsprach. Zwar ging die Zahl der Streiks um 15 Prozent auf 11‘000 zurück. Der Arbeitsfriede ist zweifellos ein grosser Aktivposten in der Konkurrenz unserer Wirtschaft mit dem Ausland. Er kommt auch den Arbeitnehmern zugute, sofern die Früchte der Arbeit einigermassen gerecht verteilt werden. Er kann aber nie Selbstzweck sein. Der Streik ist und bleibt eine wichtige Waffe der Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften, um berechtigte Forderungen durchzusetzen, wenn (...).
VHTL-Zeitung, 11.4.1984.
SGB > Streikbewegung 1983. VHTL-Zeitung, 1984-04-11.
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09.09.1971 Schweiz
Streik
Vorwärts

Streikbewegung
Volltext
Die Streiks in der Schweiz. Nach einem häufig im In- und Ausland kolportierten Klischee herrscht in der Schweiz seit Jahrzehnten die soziale Friedhofsruhe, der absolute Arbeitsfrieden. Abgesehen davon, dass das soziale Klima nicht notwendigerweise nur an der Zahl von Streiks ermessen werden kann, stimmt das rosige Bild einer den Arbeitskämpfen abgeschworenen Schweiz keineswegs. Eine kurze Zusammenstellung der in den letzten zwei Jahren in unserem Lande bekannt gewordenen Streikaktionen (viele Kurzstreiks namentlich im Baugewerbe gelangen nach erfolgreicher Intervention der Gewerkschaft nie zur Kenntnis der Öffentlichkeit) beweist eindrücklich, dass die schärfste Waffe, die die Arbeiterschaft zur Verteidigung ihrer Interessen besitzt, weder stumpf geworden noch verloren gegangen ist. Die im Telegrammstil gehaltene Übersicht erhebt weder den Anspruch auf Vollständigkeit noch auf eine Analyse. Das in Klammern gesetzte Datum verweist auf die Nummer des „Vorwärts“, in der meist orientierend und kommentierend zum Ereignis Stellung genommen wurde. • Am 27. April 1969 tritt die 24-köpfige Belegschaft (davon 19 italienische Grenzgänger) der LCB Bell Pen Corp. in Caslano (Tessin) in den Streik. Ursache: Anfangslöhne von Fr. 2.88 für Männer und Fr. 2.08 für Frauen! Verwaltungsräte des Unternehmens sind Dr. Tito Tettamanti (Präsident), der in 225 Verwaltungsräten sitzt, und Dr. G. Spiess (Delegierter), der 100 Verwaltungsratsmandate ausübt. Der Streik bricht aus, als vier Arbeiter fristlos entlassen werden, weil sie sich weigerten, Einzeldienstverträge zu unterzeichnen. Es kommt zu Polizeiprovokationen. Nach (…).
Vorwärts, 9.9.1971.
Vorwärts > Streikbewegung. Vorwaerts, 1971-09-09.
Ganzer Text
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