Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 42

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
14.07.1942 Biel
Archiv GBLS Biel
Gewerkschaftskartell Biel
Personen
Paul Fell
Rudolf Rindlisbacher
Heinrich Skrivanek
Gewerkschaftskartell Vorstand Protokolle
GKB
Mitgliederbeiträge
SBHV
SMUV
Volltext

Gewerkschaftskartell Biel. Protokoll der Vorständekonferenz  des Gewerkschaftskartells, 14. Juli 1942, 20 Uhr, Unionssaal Volkshaus

Der Vorsitzende Kollege Josef Flury eröffnet um 20.15 Uhr die Sitzung. Es sind (…) Sektionsvertreter anwesend.

 

Kollege Josef Flury erinnert daran, dass die ordentliche Generalversammlung die Beitragsfrage für das Jahr 1942 offen gelassen hat. Heute kommt der Vorstand nach reiflichen Erwägungen dazu, eine Beitragserhöhung zu beantragen. Es sei jetzt 10 Jahre her, dass das Gewerkschaftskartell ein Ständiges Sekretariat mit einer Rechtsauskunftsstelle unterhalte. Damals betrugen die Beiträge Fr. 2.10 für männliche und Fr. 1.05 für weibliche Mitglieder, inbegriffen den Beitrag an den Bildungs-ausschuss von 20 Rappen pro Mitglied. Unterdessen sind die Aufgaben des Gewerkschaftskartells gewachsen. Im Jahr 1939 wurde die Beitragsfrage neu geregelt. Es wurde ein genau umschrie-benes Einzugsgebiet festgelegt. Die Beiträge wurden auf Fr. 2.- für männliche und Fr. 1.- für weibliche Mitglieder reduziert. Aber gleichzeitig wurde der Beitrag für das kantonale Gewerk-schaftskartell von 20 resp. 10 Rappen pro Mitglied übernommen. Dadurch trat ein Effektiver Verlust für das Gewerkschaftskartell von 30 Rappen pro Mitglied ein. Die erhoffte bessere Vertretung der Mitglieder der beiden grossen Verbände SMUV und SBHV ist leider nicht zur Tatsache geworden. Seither ist auch das Salär des Sekretärs vertragsgemäss gestiegen. 

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstand. Protokolle 1936-1946. Protokollbuch, gebunden, Handschrift.

Ganzer Text
03.07.1942 Biel
Archiv GBLS Biel
Gewerkschaftskartell Biel
Personen
Rudolf Rindlisbacher
Finanzen
Gewerkschaftskartell Vorstand Protokolle
GKB
Mitgliederbeiträge
Volltext

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstandssitzung 3. Juli 1942, 21 Uhr

Traktanden: 1. Appell, 2. Protokoll, 3. Korrespondenzen und Mitteilungen, 4. Beitragsfrage, 5. Verschiedenes

 

1. Appell. (...).

2. Protokoll. Nichts

3. Korrespondenzen und Mitteilungen. Nichts.

4. Beitragsfrage. Der Präsident teilt mit, dass das Büro zur Frage des Finanzhaushaltes des Gewerkschaftskartells an einer besonderen Sitzung Stellung genommen habe. Das Kartell sei bei der vorhandenen Finanzlage zur Aktionsunfähigkeit verurteilt. Deshalb müssten rechtzeitig Massnahmen ergriffen werden. Kollege Jakob Brunner, Kassier, referiert über den Stand der Kasse und entwickelt ein provisorisches Budget, das mit einem Ausgabenüberschuss abschliesst. Er weist mit Nachdruck auf die seinerzeit unglücklicherweise getroffene Herabsetzung des Beitrages auf Fr. 2.-, bei gleichzeitiger Übernahme des kantonalen Beitrages, was effektiv einem Ausfall von 50 Rappen pro Mitglied und Jahr gleichkomme, oder einem Totalausfall von 200 Franken. An der diesjährigen Generalversammlung sei die Beitragsfrage im Hinblick auf eine allfällig neu zu treffende Lösung vertagt worden. Auf alle Fälle könne es so nicht weitergehen. Er schlägt deshalb vor, der Vorstand möge eine Heraufsetzung des Beitrages von Fr. 2.- auf Fr. 2.30 zuhanden der Delegiertenversammlung prüfen. Kollege Jakob Brunner ist der Meinung, die im Büro besprochene Einstellung der Beitragszahlung an das kantonale Gewerkschaftskartell sei zu empfehlen. Kollege Armin Schneiter ist grundsätzlich nicht gegen eine Beitragserhöhung, Er gab schon damals seiner Verwunderung Ausdruck, als man eine Herabsetzung des Beitrages vornahm in einem Zeitpunkt, wo eine durchgreifende Sanierung nötig gewesen wäre nach der leidigen Rindlisbacher-Affäre. 

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstand. Protokolle 1936-1946. Protokollbuch, gebunden, Handschrift.
Archiv GBLS Biel.

Ganzer Text
31.12.1936 Biel
Gewerkschaftskartell Biel
Personen
Rudolf Rindlisbacher
Kassier
Rudolf Rindlisbacher ist Kassier des Gewerkschaftskartells Biel. Jahresbericht Gewerkschaftskartell Biel 1936
06.04.1936 Biel
Personen
VPOD Biel
Rudolf Rindlisbacher
Präsident
Rudolf Rindlisbacher, Sektionspräsident VPOD, bisher
06.04.1936 Biel
Personen
VPOD Biel
Rudolf Rindlisbacher
Beamtengesetz
Dienst- und Besoldungsordnung
Rudolf Rindlisbacher gibt bekannt, dass im Stadtrat von bürgerlicher Seite eine Motion eingereicht wurde, den Gemeindefunktionären sei das Recht abzusprechen, in den Behörden wie in der Politik tätig zu sein. Diesbezüglich wird beschlossen, abzuwarten, was die Partei beschliesst. Protokoll GV VPOD Biel 6.4.1936
06.04.1936 Biel
Personen
VPOD Biel
Rudolf Rindlisbacher
Präsident
Rudolf Rindlisbacher, Sektionspräsident, bisher
06.04.1936 Biel
Personen
VPOD Biel
Rudolf Rindlisbacher
Gemeinderatswahlen
Kollege Rudolf Rindlisbacher gibt einen kurzen Rückblick auf die politische Lage auf dem Platze Biel. Er erklärt, dass unsere Gewerkschaft politisch nicht neutral ist, aber unabhängig, so dass wir das Recht haben, im gegebenen Moment zu politischen Fragen Stellung zu beziehen. Von diesem Recht hat nun der Vorstand Gebrauch gemacht bei der Gemeinderats-Ersatzwahl, indem er an der Parteiversammlung gegen die Kandidatur Kurz intervenierte. Protokoll GV VPOD Biel 6.4.1936
06.04.1936 Biel
Personen
VPOD Biel
Rudolf Rindlisbacher
Beamtengesetz
Stimm- und Wahlrecht
Rudolf Rindlisbacher gibt bekannt, dass im Stadtrat von bürgerlicher Seite eine Motion eingereicht wurde, den Gemeindefunktionären sei das Recht abzusprechen, in den Behörden wie in der Politik tätig zu sein. Diesbezüglich wird beschlossen, abzuwarten, was die Partei beschliesst. Protokoll GV VPOD Biel 6.4.1936
06.04.1936 Biel
Personen
VPOD Biel
Rudolf Rindlisbacher

Rudolf Rindlisbacher ist Präsident der VPOD-Sektion Biel
31.12.1935 Biel
Archiv Schaffer
Personen
VPOD Biel
Walter Baumann
Martin Meister
Rudolf Rindlisbacher
Faschismus
Gaswerk
Kehrichtbeseitigung
Nationalratswahlen
Verkehrsbetrieb
Volltext
VPOD Biel Jahresberichte

VPOD Biel. Jahresbericht und Rechnungen pro 1935. Werte Verbandskollegen!. Im letzten Tätigkeitsbericht haben wir die internationale Lage wie folgt kurz umschrieben: „In internationaler Hinsicht scheinen die faschistischen Staaten Deutschland und Italien die Ursache von kriegerischen Verwicklungen zu werden. Sie bilden die Brandherde in Europa. Der Völkerbund, ein machtloses organisches Gebilde ist den Weltgeschehnissen gegenüber ohnmächtig. Der Eintritt einer furchtbaren Kriegskatastrophe scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein“. Diesen Worten haben wir nichts beizufügen. Sie haben sowohl pro 1935 als auch für die ungewisse Zukunft an Bedeutung nur gewonnen. Faschismus heisst Krieg und Krieg ist furchtbar. Als bedeutendste wirtschaftspolitische Begebenheit in der Schweiz muss die Abstimmung vom 2. Juni über die Kriseninitiative bezeichnet werden.

Das Resultat ist folgendes:

In der Schweiz: 424‘878 Ja, 566‘634 Nein

Im Kanton Bern: 90‘634 Ja, 78‘443 Nein

In Biel: 7‘111 Ja, 3‘367 Nein.

Mit Bilanz und detallierter Jahresrechnung.

VPOD Biel Jahresberichte 1932. Archiv Schaffer.

Ganzer Text

15.05.1935 Biel
Genodruck
Personen
VPOD Biel
Paul Fell
Rudolf Rindlisbacher

Rudolf Rindlisbacher verliest ein Schreiben von Fell, wonach er die Sektion avisiert, dass der Verwaltungsrat der Genodruckerei einen gewissen Druck auf ihn ausübe wegen seiner politischen Tätigkeit. Jakob erklärt, aus welchen Herren der Verwaltungsrat besteht und wie von demselben die Bürgen bearbeitet wurden, um eine solche Stellungnahme gegenüber Fell einzunehmen. In dieser Angelegenheit äussern sich noch die Kollegen Rindlisbacher, Sprunger, Von Dach  und Alchenberger. Rindlisbacher wird mit Fell Rücksprache nehmen und je nach Situation vorgehen. Protokoll Vorstand VPOD Biel 15.5.1935
15.04.1935 Biel
Personen
VPOD Biel
Rudolf Rindlisbacher
Präsident
Rudolf Rindlisbacher ist Präsident der VPOD-Sektion Biel
15.04.1935 Biel
Personen
VPOD Biel
Rudolf Rindlisbacher
Arbeiterunion
Rudolf Rindlisbacher vertritt den VPOD Biel im Vorstand der Arbeiterunion Biel. Protokoll GV VPOD Biel 15.4.1935
31.12.1933 Biel
Archiv Schaffer
Personen
VPOD Biel
Emil Brändli
Rudolf Rindlisbacher
Faschismus
Lohnabbau
Notunterstützung
Staatschutz
Volltext
VPOD Biel Jahresberichte

VPOD Biel. Jahresbericht und Rechnungen pro 1933

Jeder verantwortliche Gewerkschaftsfunktionär hat heute mehr als je die Pflicht, nicht nur die Geschehnisse innerhalb der Grenzen seiner Gewerkschaft zu beobachten, sondern er muss, um auf der Höhe seiner Aufgabe zu bleiben, die Vorgänge in Wirtschaft und Politik auf schweizerischem und internationalem Gebiet verfolgen. Wenn er dies tut, wird er feststellen, dass sich zur Zeit Ereignisse abspielen, die geschichtliche Bedeutung haben. Die deutsche faschistische Revolution hat alle seit Jahrzehnten aufgebauten Kulturgüter der Arbeiterbewegung vernichtet. Die ungeheuren Abwehrkräfte, welche in den linken Arbeiterorganisationen schlummerten, kamen nicht zur Geltung. Kampflos fielen die mächtigen Parteien und Verbände der Gleichschaltung anheim. Mittelalterliche, barbarische Zustände sind das Resultat der Revolution dieser „Nationalsozialistischen Arbeiterpartei“. Die österreichische Arbeiterschaft hat der Reaktion einen heldenmütigen, bewaffneten Widerstand geleistet. Die ungleichen Macht- und Kampfmittel entschieden die Schlacht zu Ungunsten der Arbeiter. Mitbestimmend war die Unvollständigkeit des Generalstreiks, insbesondere das Versagen der Eisenbahner. Hunderte von Genossen sind zur Zeit eingekerkert und haben schwere Zuchthausstrafen zu gewärtigen. Gedenken wir ewig der tapferen Männer, die im Kampf und durch die Hand des Henkers ihr Leben einbüssten. Helfen wir auch den Frauen und Kindern, die ihre Ernährer verloren haben und sich heute in einer verzweifelten Lage befinden. 

VPOD Biel. Jahresberichte 1932-. Archiv Schaffer.

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31.12.1932 Biel
Archiv Schaffer
Personen
VPOD Biel
Werner Chappaz
Rudolf Rindlisbacher
Arbeitslosigkeit
Jahresbericht
Sekretariat
Verkehrsbetrieb
Volkshaus Biel
Volltext
VPOD Biel Jahresberichte

VPOD Biel. Jahresbericht und Rechnungen pro 1932

 

Werte Verbandskollegen! Ungeheuer schwer lastet die Krise auf der Bieler Arbeiterschaft. Die Privatarbeiterschaft, soweit sie überhaupt noch beschäftigt ist, hat schon wesentliche Lohnkürzungen auf sich nehmen müssen, während  das öffentliche Personal beständig das Gespenst des Lohnabbaus über sich fühlt. Lohnkämpfe der privaten Gewerkschaften sind in Zeiten von grosser Arbeitslosigkeit mit wenig Aussicht auf Erfolg durchzuführen, auch wenn es sich nur um die Verteidigung der bisherigen Positionen handelt. Das unter normalen Verhältnisse erfolgreichste Kampfmittel, der Streik, ist heute nicht anwendbar, weil die industrielle Reserve-Armee - die Arbeitslosen - gewaltige Zahlen aufweist. Der Unternehmer ist sich seiner Stärke bewusst. Rücksichtslose stellt er sich auf den Herr-im-Haus-Standpunkt und duldet keine Intervention seitens der freien Gewerkschaft. Er diktiert die Bedingungen, unter denen der Arbeiter bei ihm Arbeit nehmen kann. Die Reaktion triumphiert auf breiter Front. Und begünstigt durch die wirtschaftlichen Verhältnisse macht sie alte Errungenschaften zunichte. An dem, was sich in der Privatindustrie abspielt, dürfen wir als öffentliches Personal nicht achtlos vorübergehen. Mehr als bisher muss jeder Einzelnen die wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge zu verstehen suchen. Welche ist heute eine wirtschaftliche und welche eine politische Frage?

VPOD Biel. Jahresberichte 1932. Archiv Schaffer.

Ganzer Text

21.03.1932 Biel
Personen
Seeländer-Volksstimme
Rudolf Rindlisbacher

Beschlussfassung betreffend Überweisung eines Betrages an den Ausbaufond der Seeländer-Volksstimme. Rudolf Rindlisbacher orientiert darüber, warum er beantragt, der Volksstimme eine Betrag in den Ausbaufond zu überweisen. Es ist das einzige Blatt, das unsere Bewegung unterstützt. Er beantragt, es sei 100 Franken zu spenden, weil das Organ dies gut gebrauchen könne. Gerber frägt an, ob wir nicht zuerst die Geschäftsprüfungs-Kommission begrüssen müssten, damit wir besser Fühlung bekommen als bisher. Emil Gräppi empfiehlt, statt diesen Beitrag zu leisten, sollte unsere Sektion einige Anteilscheine der Genodruck übernehmen, weil wir eine der wenigen Gewerkschaften sind, die noch fernstehen. Er ist der Meinung, dass wir bereits letztes Jahr einen Beschluss gefasst haben, der aber nicht ausgeführt worden ist. Schneiter stellt den Antrag, es sei ein Betrag von Fr. 50.- an den Ausbaufond zu leisten und dann noch zu prüfen, ob unsere Kasse in der Lage ist, Anteilscheine zu übernehmen. Dem Antrag Schneiter wird zugestimmt. Der Redaktion soll Weisung erteilt werden, betreffend den Einsendungen unserer Sektion und Gruppen, damit nicht alle möglichen Berichte über uns erscheinen. Protokoll Vorstand VPOD Biel 21.3.1932
08.02.1932 Biel
Arbeiterunion Biel
Gewerkschaftskartell Biel
Personen
Rudolf Rindlisbacher
Präsident
Rudolf Rindlisbacher VPOD, bisher
08.02.1932 Schweiz
Personen
Rudolf Rindlisbacher

Rudolf Rindlisbacher ist neu Präsident der VPOD-Sektion Biel
08.02.1932 Biel
Arbeiterunion Biel
Personen
Rudolf Rindlisbacher
Vorstand
Rudolf Rindlisbacher (VPOD) ist Vorstandsmitglied der Arbeiterunion Biel
10.09.1931 Biel
Arbeiterunion Biel
Archiv GBLS Biel
Personen
Paul Fell
Rudolf Rindlisbacher
Arbeiterunion
Arbeitslosigkeit
Bildungsausschuss
Kinder
Volltext
Winterhilfe

Arbeiterunion Biel. Delegiertenversammlung

10. September 1931, abends 8 Uhr, Volkshaus.

 

Traktanden: 1. Mandatsprüfung, 2. Protokoll, 3. Winterhilfe für die Arbeitslosen, 4. Berichte des Bildungsausschusses, 4a Bericht des Präsidenten, 4b Bericht des Kassiers, 5. Wahlen in den Bildungsausschuss, 6. Abrechnung der Maifeier, 7. Verschiedenes

Um 8 ¼ Uhr eröffnet Präsident Genosse Emil Rufer die Versammlung.

 

1. Mandatsprüfung. Die Mandatsprüfung erfolgt durch Präsenzliste. Anwesend sind 40 Delegierte.

 

2. Protokoll. Es liegt kein Protokoll vor.

 

3. Winterhilfe für die Arbeitslosen. Sekretär Genosse Franz Strasser referiert über die Winterhilfe zugunsten der Arbeitslosen und was die Arbeiterunion Biel zu tun gedenkt. Er erwähnt Kleidersammlung, Lebensmittel, Brennmaterial und eventuell Geldsammlung. Wir müssen alles Mögliche tun, um in diesem Winter die Not der Arbeitslosen zu mildern. Diskussion.

Genosse Hofmann kritisiert die Hilfsaktion der Gemeinde während der Krisenzeit. Der Präsident weist die Anschuldigung zurück, weil der Fehler nicht an der Gemeinde liege, sondern am Staate Bern. 

Protokollbuch Arbeiterunion Biel 1919-1933. Handschrift. Gebunden. Archiv Gewerkschaftsbund Biel-Lyss-Seeland.

Ganzer Text

15.12.1930 Biel
Arbeiterunion Biel
Archiv GBLS Biel
Personen
Albert Fawer
Rudolf Rindlisbacher
Arbeiterunion
Arbeitsamt
Arbeitslosigkeit
GKB
Platzunion
Volltext
VPOD Biel

Arbeiterunion Biel. Delegiertenversammlung. 15. Dezember 1930, abends 8 ½ Uhr, grosser Saal Volkshaus

Traktanden: 1. Mandatsprüfung, 2. Protokoll, 3. Korrespondenzen und Mitteilungen, 4. Arbeitslosenunterstützung, 5. Darlehen an die Volkshausgenossenschaft, 6. Verschiedenes (Projektionsapparat, Milchkrieg)

Um 8 ½ Uhr eröffnet Genosse Präsident Emil Rufer die Versammlung und verliest die Traktandenliste, die genehmigt wird.

 

1. Mandatsprüfung. Anwesend sind 29 Delegierte und 8 Vorstandsmitglieder.

2. Protokoll. Das Protokoll wird verlesen und genehmigt.

3. Korrespondenzen und Mitteilungen. An Korrespondenzen lieget ein Schreiben von Gemeinderat Albert Fawer vor als Antwort auf unsere Präsidentenkonferenz, in der er keine persönliche Meinung bekannt gibt, dass er in Zukunft mit dem Beschluss der Präsidentenkonferenz einverstanden sei. Genosse Franz Strasser erklärt, dass der Fehler nicht beim Unionsvorstand liege, sondern bei der Gemeinderatsfraktion. Er könne, wenn gewünscht, die Schreiben Pro und Contra verlesen.

Protokollbuch Arbeiterunion B iel 1919-1933. Handschrift. Gebunden. Archiv GBLS Biel.

Ganzer Text

07.06.1930 Biel
Arbeiterunion Biel
Archiv GBLS Biel
Personen
Rudolf Rindlisbacher
Rudolf Roth
Franz Strasser
Arbeiter-Kultur- und Sport-Kartell
Arbeiterunion
Gerichtspräsidium
Regierungsstatthalter
Volltext

Arbeiterunion Biel

Delegiertenversammlung der Gewerkschafts- und Sportabteilung der Arbeiterunion Biel

 

Samstag, den 7. Juni 1930, nachmittags um 4 Uhr, grosser Saal Volkshaus.

Anwesend: 35 Delegierte und 22 Vorstandsmitglieder.

Traktanden: 1. Appell, 2. Bezirksbeamtenwahlen, 8. Verschiedenes

 

Um 4 ½ Uhr eröffnet der Vorsitzende Genosse Emil Rufer die gutbesuchte Versammlung und verliest die Traktandenliste. Er meint, dass wir die heutige Sitzung einberufen mussten, um bei den Bezirksbeamtenwahlen mit einem Sieg abzuschliessen. Durch das lange Zuwarten unserer Partei war es uns nicht möglich, vorher einzuschreiten. Es handelt sich heute um eine Wahl des Regierungsstatthalters. Bis jetzt amtete ein bürgerlicher Herr Bertschinger und es ist unser volles Recht, diesen Posten zu beanspruchen. Der Vorsitzende verliest einen Artikel der letzten Bürgerzeitung, in dem unsere Maidemonstration verhunzt wurde. Hierauf geht es zur Diskussion: Genosse Paul Fell betont, dass es nicht wahr sei, dass wir einen Familienvater brotlos machen wollen, denn der Regierungsstatthalter sei eine politische Behörde, die es zu gewärtigen habe, dass sie, wenn ihre Partei in Minderheit gerät, gesprengt werden kann.

Protokollbuch Arbeiterunion Biel 1919-1933. Handschrift. Gebunden. Archiv Gewerkschaftsbund Biel-Lyss-Seeland.

Ganzer Text

12.04.1930 Biel
Arbeiterunion Biel
Archiv GBLS Biel
Personen
Werner Chappaz
Rudolf Rindlisbacher
Emil Rufer
Franz Strasser
1. Mai Biel
Arbeiter-Kultur- und Sport-Kartell
Arbeiterunion Biel DV
Arbeitszeit
Bildungsausschuss
Volltext
VPOD Biel

Arbeiterunion Biel. Generalversammlung

12. April 1930, nachmittags 3 Uhr, grosser Saal Volkshaus.

Vorsitz: Genosse Emil Rufer. Anwesend: 30 Delegierte und 13 Vorstandsmitglieder.

 

Traktanden:

1. Mandatsprüfung, 2. Genehmigung des letzten Protokolls, 3. Korrespondenzen und Mitteilungen, 4a Bericht des Präsidenten, 4b Bericht des Sekretariats, 4c Bericht des Kassiers, 4d Bericht der Revisoren,

5a Wahl des Vorstandes, 5b Wahl des Sekretärs, 5c Wahl der Rechnungsrevisoren , Geschäftsprüfungskommission), 6. Festsetzung der Beiträge der Arbeiterunion und des , Bildungsausschusses, 7. Behandlung der eventuellen Anträge, 8. Verschiedenes

Um 8 Uhr eröffnet Präsident Emil Rufer die Versammlung und schreitet sofort zu den Verhandlungen.

 

1. Mandatsprüfung.

Die Mandatsprüfung erfolgt wie üblich durch die Präsenzliste.

2. Genehmigung des letzten Protokolls.

Das Protokoll wurde verlesen und genehmigt.

3. Korrespondenzen und Mitteilungen.

An Korrespondenzen liegt ein Schreiben des Gemeinderates an den VPOD betreffs Arbeitseinteilung in den Sommermonaten vor, in dem wir eingeladen werden, auch  mit den anderen Gewerkschaften in Verbindung zu treten, um die Arbeitszeit auf 6 Uhr festzusetzen. Es wird auf dem Zirkularweg an die Gewerkschaften gelangt. Genosse Wenger vom Weichenwärterpersonal glaubt, dass für ihren Verband die Frage nicht in Betracht komme.

Protokollbuch Arbeiterunion Biel 1919-1933. Handschrift. Gebunden. Archiv GBLS Biel

Ganzer Text

09.01.1930 Biel
Arbeiterunion Biel
Archiv GBLS Biel
Personen
Albert Gobeli
Gotthelf Loosli
Rudolf Rindlisbacher
Arbeiterunion Biel Vorstand
Genossenschaftsapotheke
Lehrlingswesen
VHTL
Volltext

Arbeiterunion Biel. Vorstandssitzung, 9. Januar 1930, Volkshaus, Zimmer 3.

 

Traktanden:

1. Protokoll, 2. Korrespondenzen, 3. Sekretariats-Angelegenheiten, 4. Wahl des Beisitzers, 5. Erstellung der Unionskarte, 6. Verschiedenes

 

1. Protokoll. Das Protokoll wurde verlesen und genehmigt.

 

2. Korrespondenzen. Das Schweizerische Aktionskomitee für die Alkoholgesetz-Revisions-Abstimmung vom 6. April 1930 lädt zu einer Vertrauenskonferenz ein. Es werden die Genossen Emil Rufer, Franz Strasser und Werner Chappaz delegiert. Als Ersatz wird Genosse Rudolf Rindlisbacher bestimmt. Für das lokale Aktionskomitee werden die Genossen Emil Rufer, Franz Strasser, Rudolf Rindlisbacher und Werner Chappaz bestimmt. Ein Schreiben der Arbeiterunion Bern betreffend Erneuerung des kantonalen Lehrlingsgesetzes und Aufstellung der Lehrlingskommission liegt vor. Es wird beschlossen, eine Vorständekonferenz einzuberufen mit einem Referat von Genosse Paul Küffer über das neue Lehrlingsgesetz. Anstelle des weggezogenen Genossen Albert Gobeli wurde Genosse Werner Chappaz in den Verwaltungsrat der Genossenschaftsapotheke delegiert. Genosse Franz Strasser wünscht, dass das Kartensystem eingeführt wird zur Kontrolle der unentgeltlichen Rechtsauskünfte, damit eine Grundlage vorhanden wäre zur Eingabe einer Subvention des Gemeinderates an die Arbeiterunion. Der Konflikt mit den Geschäftsfirmen geht seiner Erledigung entgegen, weil die Firmen Bouldoires und Meyer’s Söhne und der VHTL einen Tarif auf Ende März 1930 abgeschlossen haben.

Protokollbuch Arbeiterunion Biel 1919-1933. Handschrift. Gebunden. Archiv GBLS Biel.

Ganzer Text

11.11.1929 Biel
Arbeiterunion Biel
Archiv GBLS Biel
Personen
Albert Gobeli
Rudolf Rindlisbacher
Boykott
Kassier
Mieterverein
VHTL
Volltext
Vorstand

Arbeiterunion Biel. Delegiertenversammlung. 11. November 1929, abends 8 Uhr, Volkshaus.

 

Traktanden:

1. Appell und Protokoll, 2. Bewegung des Warenhauspersonals, 3. Korrespondenzen und Mitteilungen, 4. Maifeier-Abrechnung, 5a Ersatzwahl für den Kassier, 5b Ersatzwahl für das demissionierende Mitglied der Geschäftsprüfungskommission, 6. Anträge der Gewerkschaften, 7. Verschiedenes. Punkt 8 ¼ Uhr eröffnet Präsident Emil Rufer die Versammlung und verliest die Traktandenliste;

1. Appell und Protokoll. Das Protokoll wird verlesen und genehmigt.

2. Bewegung des Warenhauspersonals. Er gibt bekannt, dass das Traktandum 2 in erster Linie behandelt werden müsse, damit das Warenhauspersonal nicht ohne weiteres entlassen werden könne. Zentralsekretär Büchi vom VHTL hat sich in zuvorkommender Weise bereit erklärt, über die Bewegung des Warenhauspersonals zu referieren. Genosse Sekretär Franz Strasser gibt ein kurzes Exposé, was bis jetzt in dieser Angelegenheit geschehen ist. Nachdem die Firmenbesitzer Bouldoires, Meyer’s Söhne, Herz und Hess vor dem Einigungsamt erklärt haben, einen Einzelvertrag für ihr Personal abzuschliessen, seien sie vom Sekretariat aus zu einer Konferenz in die Bielstube eingeladen worden. Es sei aber von allen 4 Herren im letzten Augenblick abgelehnt worden. Nun sehe sich der Unionsvorstand veranlasst, weitere Schritte zu unternehmen. Genosse Büchi verdankt die Arbeit des Sekretärs und des Unionsvorstandes aufs Beste und glaubt, dass der Konflikt beim Warenhauspersonal nicht so einfach sei, dass man die Leute so ohne weiteres in den Streik führe. Es gebe ganz andere Mittel, wie den stillen Boykott, Demonstration in den verschiedenen Geschäften, in denen einem von den Verkäuferinnen alles gezeigt werde, man dann aber nichts kaufe. Er glaube, die Herren würden im letzteren Fall eher gewillt sein, einzulenken, wenn sie sähen, dass sie die Läden voll Leute haben, aber daneben keine Einnahmen hätten. 

Protokollbuch Arbeiterunion Biel 1919-1933. Handschrift. Gebunden. Aechiv Gewerkschaftsbund Biel-Lyss-Seeland.

Ganzer Text

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