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Anzahl gefundene Artikel: 110

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31.08.2018 Schweiz
USA
Personen
Work
Michael Stötzel
Lotta Suter
Einbürgerung
Volltext
Lotta Suters Jahr 2017, in dem sie eine schwierige Entscheidung traf. Amerikanerin werden. Work-Autorin Lotta Suter wird US-Bürgerin. Über ihre Gründe hat sie im letzten Jahr ein Tagebuch geführt, das jetzt als Buch erscheint. Am 6.Juni 2017 kommt Lotta Suter das Stundengebet in den Sinn. Die meditative Besinnung in vielen Gesellschaften und Religionen, die den Alltag unterbrechen. Als sie daran denkt, ist knapp die Hälfte ihres „Tagebuchs einer Annäherung“ an ihre neue Heimat bereits geschrieben. Eine Heimat, die ihr gar nicht so neu ist: Mit Unterbrechungen lebt sie schon mehr als zwanzig Jahre in den USA Sie ist verheiratet mit einem Amerikaner, sie hat amerikanische Enkelinnen. Und plötzlich entscheidet sie, auch Bürgerin dieses Landes werden zu wollen. Darum drehen sich die meisten ihrer Überlegungen, ihrer Treffen und Gespräche im letzten Jahr, von denen sie berichtet. Und klar, im Mittelpunkt stehen dabei fast immer die neusten Grausamkeiten, Idiotien und Lügen des Donald Trump. Zweifel. Amerikanerin zu werden ist im Zeitalter seiner Präsidentschaft keine leichte Entscheidung. Jedenfalls nicht für eine. Lotta Suter, die nicht arm, die sehr gut gebildet, protestantisch, weiss und blond ist. Die keine Mexikanerin oder Syrerin ist und «nur» schweizerisch-amerikanische Doppelbürgerin werden will. Die sich also Zweifel leisten kann. Die Schönheit des weiten Landes und die Freundlichkeit und Zugänglichkeit so vieler ihrer Mitmenschen überwältigen sie. Sie hat Spass daran, sich an neuen kulturellen Eigenarten zu (…). Michael Stötzel.
Work 31.8.2018.
Personen > Stötzel Michael. Lotta Suter. Einbürgerung. Work, 2018.-08-31.
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21.02.2017 Schweiz
Steuern
Vorwärts

Abstimmung
Einbürgerung
Unternehmenssteuer
Volltext
Gewonnen! Die Unternehmenssteuerreform III (USRIII) ist versenkt und der erleichterten Einbürgerung für die Drittgeneration wurde zugestimmt. Ein perfekter Abstimmungssonntag; es gibt Grund zum Feiern. Doch berauschen sollte sich die Linke dabei nicht zu sehr und es ist sinnvoll, auch Genosse Karl Marx an die Siegesparty einzuladen. Es wurde nicht mal knapp! Und das ist die grösste Überraschung bei der Abstimmung über die USRIII, die mit 59,1 Prozent Nein-Stimmen begraben wurde. Wunderbar! „Wir haben den neoliberalen Angriff abgewehrt“, hält Gavriel Pinson, Präsident der Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS), mit Freude fest und fügt hinzu: „Dies ist umso bemerkenswerter, da die Unternehmen Millionen von Franken in ihre Kampagne investiert haben. Sie wussten genau, was für sie auf dem Spiel stand.“ Wie unappetitliche die Kröte ist, die nun jene schlucken müssen, die von einem Ja zur USRIII profitiert hätten, ist am Abstimmungsabend schonungslos in der Onlineausgabe der „NZZ“ dokumentiert: „Dieser Scherbenhaufen ist imposant. Fast fünf Jahre werkten die Behörden an der Unternehmenssteuerreform III. Sie zimmerten eine fürwahr riesige Kiste – wahrscheinlich die komplizierteste und am stärksten verästelte Gesetzgebung, die je in der Schweiz zur Abstimmung gelangte. (…) Aber die Deutlichkeit des Ergebnisses frappiert ohne Zweifel.“ Oder, um es mit den Worten des Präsidenten der PdAS auf den Punkt zu bringen: „Es ist eine Ohrfeige für das bürgerlich dominierte Parlament und den Bundesrat.“ (…).
Vorwärts, 21.2.2017.
Vorwärts > Unternehmenssteuer. Abstimmung. Vorwärts, 2017-02-21.
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16.02.2017 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
WOZ
Kaspar Surber
Abstimmung
Einbürgerung
Unternehmenssteuer
Volltext
Nach der Abstimmung. Und die Schweiz bewegt sich doch. So schnell am Sonntag das Abstimmungsresultat feststand, so vorschnell waren die ersten Kommentare: Verunsicherung der Beschäftigten, Aufstand gegen die Elite, Trump-Effekt – das wuchtige Nein zur Unternehmenssteuerreform (USR) III als Ausdruck der globalen Grosswetterlage. Doch optimistisch betrachtet könnte es sein, dass die Schweiz für einmal nicht der Geschichte nachhinkt, sondern ihr voraus ist: als politisches Zukunftslabor. Es wurde ja nicht nur die USR III mit fast sechzig Prozent abgelehnt. Dies allein könnte als egoistisches Votum der Mehrheit ausgelegt werden, nicht mehr Steuern zahlen zu müssen. Ebenso deutlich wurde auch die erleichterte Einbürgerung angenommen. Das heisst in der Summe: Die Stimmenden wollen eine solidarischere Steuerpolitik – also eine stärkere Belastung des Kapitals – wie auch eine Ausweitung der BürgerInnenrechte. Das ist das zukunftsweisende Signal über die Grenzen hinaus. Der Blick auf die Geschichte der Schweiz ist häufig verstellt, weil in den hiesigen Politdebatten der Rechtspopulismus meist als Phänomen erscheint, das nur im Ausland auftritt. Dabei hat kaum ein Staat in Europa eine derart lange und leidige Erfahrung damit gemacht wie die Schweiz. Seit einem Vierteljahrhundert greift der Milliardär Christoph Blocher den Rechtsstaat und die Demokratie an, eigennützig und fremdenfeindlich. Sein Einfluss in Politik und Medien hat stetig zugenommen. Doch ausgerechnet in der Phase, in der im Herrliberger Hofstaat die Erbfolge geregelt wird, kollidiert er mit einer veränderten Realität. In der Schweiz scheint etwas in Bewegung (…). Kaspar Surber.
WOZ, 16.2.2017.
Personen > Surber Kaspar. Abstimmungen Schweiz 12.2.2017. WOZ, 2017-02-16.
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16.02.2017 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
WOZ
Noemi Landolt
Abstimmung
Einbürgerung
Volltext
Erleichterte Einbürgerung. Tous ceux qui sont ici. Erleichterte Einbürgerung Ja – juhu! Die Zeiten sind so beschissen, dass man sich schon über minimalste Fortschritte freuen muss, wenn man sich links der Mitte überhaupt mal freuen können will. Doch dass im Jahr 2017 überhaupt noch über so eine Vorlage abgestimmt werden musste, ist ein Armutszeugnis. Progressiv geht anders. Gerade wenn man sich so gerne als urdemokratisch darstellt, als Land, wo Volkes Stimme eben noch zählt. Wer ist dieses Volk, wenn nicht jene, die hier leben und arbeiten, Steuern und AHV-Beiträge bezahlen, Kinder oder Geschäfte grossziehen, heiraten, sich scheiden lassen? Gehörte ihnen nicht auch eine Stimme, selbst wenn sie mal nicht freundlich grüssen, irgendwann gegen ein Gesetz verstossen haben, arbeitslos oder (noch schlimmer!) von der Sozialhilfe abhängig werden? In Schweden beispielsweise werden bei einer Einbürgerung weder Sprach- noch Landeskenntnisse getestet, und auch der Strafregisterauszug muss nicht blütenrein sein (siehe WOZ Nr. 5/2017). Exknackis einbürgern, die kein Wort Schwedisch sprechen? Ist Schweden des Wahnsinns? Hält eine Demokratie das aus? Sie hält es nicht nur aus, sondern erfreut sich bester Gesundheit. Je mehr Leute mitreden und über Gesetze bestimmen können, von denen sie selbst betroffen sind, desto eher ist es eine Demokratie. In der Schweiz kann sich neu ab 2018 nur noch einbürgern lassen, wer über eine Niederlassungsbewilligung (C-Ausweis) verfügt. Die Anforderungen an Integration und Sprachkenntnisse steigen weiter an. Mal abgesehen davon, dass – wie jüngst eine Studie des (…). Noëmi Landolt.
WOZ, 16.2.2017.
Personen > Landolt Noemi. Einbürgerung. Abstimmung. WOZ, 2017-02-16.
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12.02.2017 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Vorwärts

Abstimmung
Einbürgerung
Unternehmenssteuer
Volltext
Sieg! Die USRIII ist deutlich gescheitert! Die Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) ist über das Nein zur Unternehmenssteuerreform III (USRIII) hoch erfreut und gleichzeitig auch erleichtert. Sie hat von Beginn weg diese neoliberale Vorlage bekämpft, die zu Steuergeschenken von über vier Milliarden Franken für die Unternehmen geführt hätte. Die PdAS hat in ihrer Kampagne aufgezeigt, dass Steuergeschenke an die Unternehmen einen direkten Zusammenhang mit Sparmassnahmen haben, die auf Kosten der breiten Bevölkerung durchgeführt werden. Gavriel Pinson, Präsident der PdAS, hält mit Freude fest: „Wir haben den neoliberalen Angriff abgewehrt. Dies ist umso bemerkenswerter, da die Unternehmen Millionen von Franken in ihre Kampagne investiert haben. Sie wussten genau, was für sie auf dem Spiel stand. Aber wir dürfen uns jetzt nicht auf Lorbeeren ausruhen. Der Kampf geht weiter.“ Das Parlament muss nun eine neue Vorlage erarbeiten. Für die PdAS ist dabei klar, dass die Interessen der breiten Bevölkerung im Zentrum stehen müssen und nicht die Profitinteressen der multinationalen Unternehmen. Wir fordern eine soziale Umverteilung von oben nach unten. Nur Reiche können sich einen armen Staat leisten! Die öffentlichen Finanzen sind mit einer Steuerpolitik zu stärken, die zu höheren Einnahmen führt, insbesondere auf kantonaler und kommunaler Ebene. Die Profiteure des Finanzkapitalismus müssen an den Kosten des nötigen sozialen und ökologischen Umbaus der Gesellschaft beteiligt werden. (…).
Vorwärts, 12.2.2017.
Vorwärts > Abstimmungen Schweiz 12.2.2017. Vorwärts, 2017-02-12.
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12.02.2017 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Unia Schweiz

Abstimmung
Einbürgerung
Unternehmenssteuer
Volltext
Nein zur USR III – Ja zur erleichterten Einbürgerung. Wuchtiges Nein zu Konzern-Privilegien. Die Stimmberechtigten haben die USR III deutlich abgelehnt. Eine Steuerpolitik, die sich nur nach den Interessen von Grosskonzernen und Aktionären richtet, erhält eine deutliche Absage. Jetzt braucht es eine neue Vorlage, die ungerechtfertigte Steuerprivilegien effektiv abschafft. Die Unia ist ebenfalls erfreut über die klare Annahme der erleichterten Einbürgerung für die 3. Generation und wertet diese als ein wichtiges und längst überfälliges Zeichen. Das deutliche Nein zur Unternehmenssteuerreform III zeigt, dass die Schweizer/innen genug haben von der steuerlichen Bevorzugung grosser Konzerne. Dem masslosen und schädlichen Wettbewerb um die niedrigsten Unternehmenssteuern auf Kosten der Allgemeinheit haben sie den Riegel geschoben – trotz der millionenschweren Kampagne der Befürworter. Das Resultat weist die Richtung, die in der Steuerpolitik einzuschlagen ist: Alle müssen ihren Anteil zum Gemeinwesen beitragen – auch Firmen und Aktionäre. Neue Steuergeschenke, die Löcher in die öffentlichen Kassen reissen, kommen nicht in Frage. Steuerprivilegien abschaffen. Jetzt muss der ursprüngliche Kern der Vorlage, die Abschaffung der Steuerprivilegien für gewisse ausländische Firmen, an die Hand genommen werden. Das Ja zur erleichterten Einbürgerung für die 3. Generation zeigt, dass es einer Mehrheit der Schweizer/innen ein Anliegen ist, Kinder und Jugendliche, die in der Schweiz geboren sind, als vollwertige Bürger/innen anzuerkennen. Die Unia ist erfreut über dieses wichtige und längst überfällige Zeichen. Die Unia wird diesen Schwung nutzen (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 12.2.2017.
Unia Schweiz > Unternehmenssteuer. Abstimmung. Unia Schweiz, 2017-02-12.
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12.02.2017 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Emigranten
SGB

Abstimmung
Einbürgerung
Volltext
Genugtuung über Ja zur dritten Generation. Das Ja zur erleichterten Einbürgerung der dritten Generation stärkt die Integration der Enkelgeneration. Mit Genugtuung nimmt der Schweizerische Gewerkschaftsbund davon Kenntnis, dass künftig Grosskinder von Zugewanderten erleichtert eingebürgert werden können. Dieser Schritt war überfällig. Profitieren davon können nur rund 3000 Personen pro Jahr. Für alle anderen Einbürgerungswilligen gelten weiterhin sehr hohe Anforderungen. Vielenorts gelten schärfere Bedingungen. Die deutlichen Ja-Mehrheiten in Kantonen wie Basel-Stadt, Graubünden, Waadt und Wallis mit heute relativ hohen Hürden langen Wohnsitzfristen für eine Einbürgerung lassen darauf schliessen, dass die Bevölkerung diese Hürden als allgemein zu restriktiv einschätzt. Die Regierungen dieser Kantone aber auch der Gemeinden müssen dort administrative Hürden senken, etwa spezielle kantonale und kommunale Wohnsitzfristen abschaffen oder hohe Gebühren senken. Denn die Einbürgerung ist ein wichtiger Motor für die Integration.
SGB, 12.2.2017.
SGB > Einbürgerung. Abstimmung Schweiz. SGB, 2017-02-12.
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04.02.2017 Schweiz
Emigranten
VPOD Schweiz

Einbürgerung
Resolution
Volltext
Selbstverständlich Ja! Resolution der VPOD-Migrationskommission. Olten, 4. Februar 2017. Am 12. Februar 2017 stimmen wir ab über die erleichterte Einbürgerung für Grosskinder von Eingewanderten. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen sind stark mit der Schweiz verbunden, sie sind hier zuhause. Eine Annahme der Verfassungsänderung sollte deshalb selbstverständlich sein. Dass wir überhaupt über so eine Vorlage abstimmen müssen, offenbart, dass den Migrantinnen und Migranten, die seit Generationen in unserem Land leben, arbeiten und Steuern zahlen, bis jetzt Anerkennung und Mitbestimmung verweigert werden. Die aktuelle Plakatkampagne aus dem SVP-Umfeld schürt Ängste und Islamophobie, indem sie uns suggeriert, dass die erleichterte Einbürgerung der Enkelkinder von Zugewanderten eine Gefahr der Überfremdung und ein Sicherheitsrisiko darstelle. Dies ist typisch für die rechtspopulistische Instrumentalisierung von Migrationsfragen, die von den realen politischen Problemen ablenken soll: vor allem von der Spar-, Abbau- und Steuersenkungspolitik, die bürgerliche und rechtspopulistische Parteien gemeinsam betreiben. Das Einbürgerungsverfahren soll gemäss dem zur Abstimmung stehenden Bundesbeschluss ohnehin nur für eine kleine Minderheit vereinfacht werden: Das entsprechende Umsetzungsgesetz sieht weiterhin strenge Auflagen vor, was die kulturelle und sprachliche Integration sowie die finanzielle Selbständigkeit betrifft. Von der erleichterten Möglichkeit zur Einbürgerung würden (...).
VPOD Schweiz, 4.2.2017.
VPOD Schweiz > Emigranten. Einbürgerung. Resolution. VPOD Schweiz, 2017-02-04.
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03.02.2017 ZH Kanton
Emigranten
Gewerkschaftsbund ZH Kanton

Einbürgerung
Volltext
Das Burka-Sujet der SVP überrascht mich nicht. Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Als mich der Kollege vom kantonalen Gewerkschaftsbund vor zwei Wochen gefragt hat, ob ich bereit wäre eine Kolumne über die Initiative zur erleichterten Einbürgerung zu schreiben, bin ich erst einmal in Deckung gegangen. Warum sollte ausgerechnet ich diese Kolumne schreiben? Ich habe doch den Schweizer Pass seit meiner Geburt! Warum kann das nicht einer meiner beiden Bürokollegen übernehmen? Schon klar, denen sieht man den Migrationshintergrund nicht an, mir hingegen schon. Ja, genau: Ich geniesse das Privileg mehr als eine Kultur und mehr als ein Land sehr gut zu kennen. Deshalb bezeichne ich mich auch viel lieber als Schweizer mit Migrationsvorteil. Am besten gefällt mir jedoch Citoyen du Monde (Weltenbürger) – auch wenn wir mit all den Trumps, Höckes, Le Pens, Blochers, Orbans und all den neuen Mauern noch meilenweit von einem echten Völkerbund entfernt sind. Als selbsternanntem Weltenbürger ist es für mich natürlich nicht ganz einfach über die erleichterte Einbürgerung zu schreiben, da ich mir doch eine Welt ganz ohne Grenzen wünsche. Wer gewisse Bedingungen erfüllt, soll die Staatsbürgerschaft von mir aus schon nach zwei oder drei Jahren Aufenthalt in der Schweiz beantragen können. Aber kommt mir jetzt bitte nicht mit Integration: Ich hasse dieses Wort! (…).
Idris Djelid, Gewerkschaftssekretär Syndicom.
GBKZ, 3.2.2017.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Emigranten. Einbürgerung. GBKZ, 2017-02-03.
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02.02.2017 Schweiz
Emigranten
SGB

Einbürgerung
Volltext
Einbürgerungs-Hürden für Kinder der 3. Generation jetzt senken. Gefordert ist auch der liberale Freisinn. Hätten die Stimmberechtigten vor ein paar Wochen abgestimmt, wäre die erleichterte Einbürgerung für Personen der dritten Ausländergeneration deutlich angenommen worden. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Schliesslich sind die Betroffenen als Grosskinder von Zugewanderten hier geboren und damit schon lange Berner, Luzerner, St. Galler oder Schwyzer. Die unsägliche Burka-Kampagne bedroht nun das Selbstverständliche. Die neuste Umfrage der SRG zeigt zwar nach wie vor eine hohe Zustimmungsrate von 66%. Gegenüber der ersten Umfrage ging der Anteil jener, die bestimmt oder eher Ja stimmen wollen jedoch um 8% zurück. Das dürfte immer noch für ein Volksmehr reichen. Ob jedoch auch eine Mehrheit der Kantone Ja stimmt, ist bei diesem Trend fraglich. Die Detailauswertung der Umfrage bietet viele interessante Erkenntnisse. Etwa, dass sich der Nein-Anteil bei den Anhängerinnen und Anhängern der FDP gegenüber der ersten Umfrage verdreifacht hat. Hier ist der liberale Freisinn gefordert, diesen Trend zu kehren und der fremdenfeindlichen Kampagne von SVP-Glarner die Stirn zu bieten, so wie es die FDP bereits bei der Durchsetzungsinitiative geschafft hat. Einhalt gebieten muss sie insbesondere der Argumentation, dass sich der Bund nicht in die Kompetenz der Kantone einmischen dürfe. Denn Fakt ist, dass die Kantone auch bei der erleichterten Einbürgerung für Grosskinder von Zugewanderten angehört werden und Einspruch erheben können. (…). SGB, 2.2.2017.
SGB > Emigranten. Einbürgerung. SGB, 2017-02-02.
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30.01.2017 Schweiz
Emigranten
Personen
SGB
Ewald Ackermann
Einbürgerung
Volltext
Einbürgerung: Der Fall Kopp oder was Wohnsitzfristen auslösen. Pendeln – um nicht wieder von vorne beginnen zu müssen. Junge Erwachsene stellt das Einbürgerungsverfahren vor spezielle Probleme: Mit einem Bein in der Ausbildung, mit dem anderen im Beruf, sollen sie vor allem eines: mobil sein. Doch die langen kantonalen und kommunalen Wohnsitzfristen und das föderalistische Tohuwabohu machen ihnen einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Wie zum Beispiel Daniel Kopp. Daniel Kopp arbeitet heute als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ETH Zürich. Anfang 2011 verlegt der Deutsche, seit 21 Jahren in der Schweiz, seinen Wohnsitz berufshalber von Zürich nach Bern. Sein (normales) Einbürgerungsgesuch, schon lange geplant und wegen Aktuellerem stets verschoben, stellt er nach Abwarten der zweijährigen Wohnsitzfrist im Sommer 2013. Nach über zwei Jahren erst (!) beginnt das Prozedere zu rollen. Kopp aber hat inzwischen sein neues berufsbegleitend angepacktes Studium in Bern fertig – und eine neue gute Stelle in Zürich. Nun aber muss er seinen Wohnsitz in Bern behalten. Denn in Zürich müsste er das Einbürgerungsverfahren von vorne starten. Und erst noch zwei Jahre warten, weil dieser Kanton vor dem Einreichen des Gesuchs einen mindestens so langen ununterbrochenen Aufenthalt in einer Zürcher Gemeinde vorschreibt. Für Kopp folgen mehrere Monate erzwungenes Pendeln von Bern nach Zürich, bis die Einbürgerung unter Dach und Fach ist: erst nach fast drei Jahren, denn das Gesuch wurde verschlampt. (…). Ewald Ackermann. SGB, 30.1.2017.
Personen > Ackermann Ewald. Emigranten. Einbürgerung. SGB. 2017-01-30.
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25.01.2017 Schweiz
Emigranten
Personen
SGB
Paul Rechsteiner
Einbürgerung
Volltext
Einbürgerung: Ein Herz für Grosskinder. Ja zu einem bescheidenen Projekt. Welche Gefühle haben Sie für Ihre Grosseltern? Welche für Ihre Grosskinder? Die Einbürgerungsvorlage vom 12. Februar ist ein sehr bescheidenes Projekt. Fast beschämend bescheiden. Wenn die Grosseltern in die Schweiz kamen, vor langer Zeit, sollen die Enkel neu die Möglichkeit für eine erleichterte Einbürgerung erhalten. Nur am Rande: Auch der Grossvater von Donald Trump kam seinerzeit aus Deutschland in die USA. Erleichterte Einbürgerung heisst nicht etwa automatische Einbürgerung. Wer erleichtert eingebürgert werden will, muss noch immer alle Voraussetzungen für die Einbürgerung erfüllen. Es braucht ein Gesuch, die Integration muss gelungen und die Steuern müssen bezahlt sein. Sind diese Voraussetzungen aber erfüllt, dann besteht neu von Bundesrechts wegen ein Anspruch auf Einbürgerung. So wie dies heute beispielsweise für Ehegattinnen oder Ehegatten von Schweizerinnen oder Schweizern gilt. Gibt es einen Grund dafür, die Enkel schlechter zu behandeln als Ehegatten von Schweizerinnen oder Schweizern? Trotzdem erleben wir derzeit, wie ein SVP-Komitee mit Burka-Plakaten gegen die Einbürgerungsvorlage hetzt. Mit dem Inhalt der Abstimmungsvorlage hat die Burka null und nichts zu tun. Die hetzerische Kampagne ist somit auch ein Test dafür, für wie dumm das SVP-Komitee die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger verkaufen kann.
Bei der Integration der vor langem hier eingewanderten Menschen ist die Schweiz (...). Paul Rechsteiner.
SGB, 25.1.2017.
Personen > Rechsteiner Paul. Einbürgerungen. SGB, 2017-01-25.
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19.01.2017 Schweiz
Personen
Work
Sabine Reber
Einbürgerung
Volltext
„Der Schweizer Pass würde mir viel bedeuten“. Davide Zippo möchte in der Schweizer Nationalmannschaft rudern. Und nach dem Studium zur Polizei. Doch er wartet noch immer auf seine Einbürgerung. Aufgezeichnet von Sabine Reber. „Mein Grossvater väterlicherseits kam in den 1960er Jahren aus Apulien in die Schweiz. Die erste Zeit arbeitete er als Aushilfe bei einem Bauern, später als Saisonnier auf dem Bau. Meine Grossmutter konnte erst Jahre später nachziehen. Sie hatten drei Kinder, die alle in Biel aufwuchsen und zur Schule gingen. Die Familie meiner Mutter kommt ebenfalls aus Italien, auch sie waren Saisonniers. Ich selber bin in Biel geboren und aufgewachsen. Ich habe hier das Gymnasium besucht und die Matura gemacht. Nun studiere ich Forensik an der Universität Lausanne. Gut im Rudern. Bis jetzt hat sich niemand aus unserer Familie einbürgern lassen, weil wir eigentlich dachten, dass das für Italiener mit dem EU-Pass nicht nötig sei. Mein Vater sagte immer, die Einbürgerung koste nur Geld und bringe nichts. Ich reichte vor vier Jahren ein erstes Einbürgerungsgesuch ein, als ich merkte, dass ich im Rudern richtig gut werde. Mit dem Seeclub Biel konnte ich zwar immer an die Rennen. Doch bei den Kadertests für die Junior-Nationalmannschaft durfte ich nicht mitgehen. Also habe ich das Einbürgerungsverfahren in Angriff genommen, in der Hoffnung, dass ich im Rudersport international weitermachen könne. Damals war ich 15, und das Verfahren wäre in dem Alter noch erleichtert gewesen. (…). Sabine Reber.
Work online, 19.1.2017.
Personen > Reber Sabine. Einbürgerung. Verfahren. Work, 2017-01-19.
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11.01.2017 Schweiz
Emigranten
Personen
VPOD Schweiz
Johannes Gruber
Einbürgerung
Emigranten
Volltext
Ja, sie gehören zu uns! Am 12. Februar 2017 stimmen wir ab über die erleichterte Einbürgerung für Grosskinder von Eingewanderten. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen sind stark mit der Schweiz verbunden, sie sind hier zuhause. Eine Annahme der Verfassungsänderung sollte deshalb selbstverständlich sein. Kinder und junge Erwachsene, deren Grosseltern in die Schweiz eingewandert sind, gehören zu uns. Sie sind in der Schweiz geboren und bestens integriert. Mit der neu vorgesehenen Möglichkeit einer erleichterten Einbürgerung für diese tragen wir lediglich einer schon heute gelebten Realität Rechnung. Mit der Abstimmung am 12. Februar über den «Bundesbeschluss über die erleichterte Einbürgerung von Personen der dritten Ausländergeneration» soll die Verfassungsgrundlage für ein bereits im National- und Ständerat verabschiedetes Gesetz geschaffen werden, das jungen Ausländerinnen und Ausländern den Weg einer erleichterten Einbürgerung ermöglicht, ähnlich wie dies bereits heute für die Ehepartnerinnen und -partner von Schweizer Staatsangehörigen möglich ist. Das Einbürgerungsverfahren soll dabei nur vereinfacht werden: Das entsprechende Gesetz sieht weiterhin strenge Auflagen vor, was die kulturelle und sprachliche Integration sowie die finanzielle Selbständigkeit betrifft. Einbürgerungen erfolgen weiterhin nur auf Antrag. Die antragsberechtigte Personengruppe ist stark eingegrenzt: Die Person darf nicht älter als 25 Jahre sein, muss in der Schweiz geboren sein, hierzulande mindestens fünf Jahre eine obligatorische Schule besucht haben und eine Niederlassungsbewilligung besitzen. (…). Johannes Gruber.
VPOD Schweiz online, 11.1.2016.
VPOD Schweiz > Emigranten. Einbürgerung. VPOD Schweiz, 2017-01-11.
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05.01.2017 Schweiz
Emigranten
Personen
WOZ
Meriém Strupler
Einbürgerung
Volltext
Überfällig, aber mutlos. Am 12. Februar wird erneut über die vereinfachte Einbürgerung von AusländerInnen der dritten Generation abgestimmt. Es muss ein Ja werden. Welche Sportart wird offiziell nur in der Schweiz ausgeübt? Wer sich im Kanton Aargau einbürgern lassen will, muss das wissen. Ein Einbürgerungsverfahren ist aufwendig, kostet zwischen mehreren Hundert und 2000 Franken und hängt von den richtigen Antworten auf patriotische Fragen ab. Die konkreten Abläufe variieren dabei je nach Kanton und Gemeinde. Als Kind oder EhepartnerIn eines Schweizers oder einer Schweizerin kann man sich vereinfacht einbürgern lassen - das ist günstiger, und der allfällige Einbürgerungstest und eine allfällige Befragung der Bürgerkommission entfallen. Ob sich bald auch junge AusländerInnen der dritten Generation vereinfacht einbürgern lassen können, darüber wird am 12. Februar abgestimmt. Das Parlament hat für die Initiative „Ja zur dritten Generation“ einen entsprechenden Gesetzesentwurf ausgearbeitet. Dabei muss man glaubhaft machen können, dass mindestens ein Grosselternteil hier geboren wurde oder ein Aufenthaltsrecht besass. Zudem muss ein Elternteil in der Schweiz geboren sein und mindestens fünf Jahre hier die Schule besucht haben. Die Person selbst muss ebenfalls hier geboren sein, mindestens fünf Jahre zur obligatorischen Schule gegangen sein und unter 25 Jahre alt sein - damit sie, falls verpflichtet, keinesfalls den Militär- oder Zivildienst umgehen kann. Tritt das Gesetz in Kraft, dürfen aber während fünf Jahren auch die unter 35-Jährigen ein Gesuch stellen. (…). Meriém Strupler.
WOZ, 5.1.2017.
Personen > Strupler Meriém. Einbürgerungen. WOZ, 2017.01-05.
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28.11.2016 Schweiz
Emigranten
Vorwärts

Einbürgerung
Volltext
Ja zur dritten Generation. Junge Menschen ohne Pass, die in der dritten Generation in der Schweiz leben, sollen erleichtert – nicht automatisch – eingebürgert werden. Der Abstimmungskampf dürfte trotz starker Verwässerung der Vorlage hart werden. Ein Ja, zu dem auch die Partei der Arbeit (PdA) aufruft, ist Pflicht. Noch bevor die jüngste Abstimmungsrunde vergangen war, wurde vom Komitee „Ja zur dritten Generation“ bereits die Kampagne für die nächste wichtige Abstimmung eröffnet. Am 12. Februar im nächsten Jahr sollen AusländerInnen der dritten Generation leichter eingebürgert werden können: Menschen, die in der Schweiz geboren und aufgewachsen sind – so wie mindestens ein Elternteil von ihnen – und die noch keinen Schweizer Pass besitzen, soll eine erleichterte Einbürgerung ermöglicht werden. Das überparteiliche Komitee bis nach rechts zur FDP fordert, dass „AusländerInnen der dritten Generation nicht mehr gleich behandelt werden dürfen wie solche der ersten Generation“. „Föderalistischer Unsinn“. Kommenden Februar wird über eine kleine Änderung des Artikels 38 der Bundesverfassung, der über den Erwerb und Verlust der Bürgerrechte bestimmt, entschieden. Das geltende Bundesrecht sieht bisher keine Einbürgerungserleichterungen für Kinder ausländischer Eltern vor. Der Verfassungsartikel hält fest, dass der Bund den Erwerb und den Verlust der Bürgerrechte durch Abstammung, Heirat und Adoption selbst regelt. Die Kompetenz zur Einbürgerung von AusländerInnen hingegen überlässt er weitgehend den Kantonen und beschränkt sich diesbezüglich auf den Erlass von Mindestvorschriften. (…). PdA Schweiz, 28.11.2016.
PdA > Emigranten. Einbürgerungen. PdA Schweiz, 2016-11-28.
Ganzer Text
22.11.2016 Schweiz
Emigranten
SGB

Einbürgerung
Volltext
Ein überzeugtes Ja zur „Enkelgeneration". Breite Allianz und Aufruf für die erleichterte Einbürgerung der dritten Generation. Nicht nur sie selbst, auch ihre Eltern sind bereits in der Schweiz geboren und aufgewachsen, schon ihre Grosseltern haben hier gelebt: die Schweiz ist ihre Heimat. Und dennoch müssen sie für eine Einbürgerung dieselben Hürden überwinden als wären sie selbst immigriert. Doch diese Absurdität soll bald der Vergangenheit angehören: Am 12. Februar 2017 stimmen wir über die erleichterte Einbürgerung der Enkelgeneration ab. Nach acht Jahren Beratung hat sich eine breite Mehrheit des Parlaments hinter das Anliegen gestellt, Ausländerinnen und Ausländern der Enkelgeneration, den Ausländerinnen und Ausländern der dritten Generation, die Einbürgerung zu erleichtern. Diese breite parteiübergreifende Allianz ist sich einig, dass Menschen, deren Eltern und Grosseltern bereits hier gelebt haben, zur Schweiz gehören und den Schweizer Pass einfacher erhalten sollen. Auch die Gewerkschaften, mit ihren zahlreichen ausländischen Mitgliedern die grösste Organisation von Migrantinnen und Migranten der Schweiz, unterstützen das Anliegen. Einen Antrag zur Einbürgerung wird es auch künftig noch brauchen – automatisch wird niemand eingebürgert. Aber die Hürden, die die Betroffenen vom Recht auf Mitbestimmung ausschliessen, werden deutlich gesenkt. (…).
SGB, 22.11.2016.
SGB > Emigranten. Einbürgerungen. SGB, 2016-11-22.
Ganzer Text
21.11.2016 Schweiz
Emigranten
VPOD Schweiz

Einbürgerung
Volltext
SGB-Einbürgerungsoffensive unterstützen! Kantone und Gemeinden sollen über Verschärfungen des Bürgerschaftsgesetzes informieren und zur Einbürgerung einladen. Die Verbandskommission Migration unterstützt die Einbürgerungsoffensive des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes – gerade angesichts einer fortgeschrittenen Entrechtung der Migrationsbevölkerung und einer weiterhin bedenklichen Stimmung gegenüber Zugewanderten. Es schadet unserem Land, dass Männern und Frauen, die offensichtlich zu uns gehören, grundlegende Rechte vorenthalten werden. Bereits seit 1. Oktober dieses Jahres ist die Umsetzungsgesetzgebung zur „Ausschaffungsinitiative“ in Kraft getreten, die schon bei geringfügigen Delikten einen Landesverweis für MigrantInnen vorsieht. Schon aus Gründen des Selbstschutzes ist für viele eine Einbürgerung sinnvoll. Ab 1. Januar 2018 werden die Kriterien für die Einbürgerung von armutsbetroffenen MigrantInnen verschärft. Die VPOD Migrationskommission fordert Kantone und Gemeinden auf, über die bevorstehenden Verschärfungen der Einbürgerungsgesetzgebung zu informieren und potentielle EinbürgerungskandidatInnen zur Einbürgerung einzuladen. Das bedeutet auch, ihnen verstehen zu geben, dass sie zu uns gehören und ihre Teilnahme am politischen Geschehen erwünscht ist. 2012 hat die Eidgenössische Kommission für Migrationsfragen geschätzt, dass 900‘000 hiesige „Ausländerinnen“ und „Ausländer“ die Anforderungen für eine Einbürgerung erfüllen. (…).
VPOD Schweiz, 21.11.2016.
VPOD Schweiz > Emigranten. Einbürgerungen. Initiative. VPOD, 2016-11-21.
Ganzer Text
21.06.2016 VD Kanton
Emigranten
Regierungsrat
Unia VD Kanton

Einbürgerung
Regierungsrat
Volltext
Einbürgerung von Migrant/innen. „Partizipationskultur“: Kanton Waadt geht mit gutem Beispiel voran. Anfang 2018 tritt das neue Bürgerrechtsgesetz in Kraft. Im Hinblick darauf hat der Regierungsrat des Kantons Waadt alle Einwohner/innen ohne Schweizer Pass, welche die Voraussetzungen erfüllen, eingeladen, noch vorher Einbürgerungsgesuche zu stellen. Nach der Basler und der Genfer manifestiert damit auch die Waadtländer Regierung eine Partizipationskultur gegenüber Migrant/innen, von denen auch andere Kantone lernen könnten. In der Schweiz leben rund 900‘000 Menschen, die sich einbürgern lassen könnten, weil sie schon über 12 Jahre hier leben. Rund 180‘000 sind hier geboren, rund 120‘000 sind als Kinder oder Jugendliche in unser Land gekommen. Sie prägen unsere Gesellschaft und sind Teil von ihr. Es müsste im ureigensten Interesse der Schweiz liegen, möglichst viele von ihnen als mündige, aktive Bürger und Bürgerinnen zu gewinnen. Dazu aber braucht es eine Partizipationskultur, die den Migrant/innen vermittelt, dass sie willkommen sind, zur Schweiz gehören und ihre Einbürgerung erwünscht ist. Das hat jetzt auch der Bundesrat in seiner Antwort zu einer Interpellation von Ständerat Paul Rechsteiner Ende Mai bestätigt: „Der Bundesrat hat ein generelles Interesse daran, dass sich alle hier lebenden Personen mit der Schweiz und ihren Institutionen verbunden fühlen (…). Der Bundesrat begrüsst es, wenn die zuständigen Behörden der Gemeinden, der Kantone sowie des Bundes die ausländische Bevölkerung über die Möglichkeit zur Einbürgerung informieren.“ Kantone als Vorreiterinnen. (…).
Unia VD Kanton, Medienmitteilung, 21.6.2016.
Unia VD Kanton > Einbürgerungen. Regierungsrat VD Kanton. Unia VD Kanton, 2016-06-21.
Ganzer Text
13.06.2016 Schweiz
Ständerat
Unia Schweiz

Einbürgerung
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Ständerat für erleichterte Einbürgerung der 3. Generation. Richtiges Zeichen, aber es braucht mehr. Der Ständerat ist dem Nationalrat gefolgt und hat der erleichterten Einbürgerung der dritten Generation zugestimmt. Die Unia begrüsst diesen Schritt und hofft, dass sich dadurch mehr Migrant/innen der dritten Generation einbürgern lassen. Nach acht Jahren hat auch der Ständerat der vorgeschlagenen Änderung von Art. 38 Abs. 3 der Bundesverfassung zugestimmt. Damit könnten Menschen der sogenannten dritten Ausländergeneration erleichtert eingebürgert werden. Allerdings hat der Ständerat noch kleinere Änderungen gegenüber der Version des Nationalrates beschlossen, so dass das Geschäft nochmals in den Nationalrat zurück muss. Ein wichtiges Zeichen der Anerkennung. Die Unia begrüsst den Entscheid des Ständerates als längst fällige Anerkennung von Schweizerinnen und Schweizer ohne Pass. Es handelt sich um Menschen, die hier geboren und aufgewachsen sind und in der Schweiz sozialisiert wurden. Entsprechend sollten sie nicht als Ausländer/innen bezeichnet, sondern als Teil der Schweiz anerkannt werden. Sie weiterhin als Fremde zu behandeln, fördert nur Ausgrenzung und Diskriminierung. Dies schadet der Schweizer Demokratie. Kultur der Partizipation umsetzen. Zwar ist die Möglichkeit der erleichterten Einbürgerung ein wichtiges Zeichen und führt hoffentlich dazu, dass sich mehr Migrant/innen der dritten Generation einbürgern lassen. Aber es ist erst ein kleiner Schritt hin zu einer vollen Anerkennung von Menschen, deren Lebensmittelpunkt die Schweiz ist. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 13.6.2016.
Unia Schweiz > Einbürgerungen. Ständerat. Unia Schweiz, 2016-06-13.
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01.04.2016 Schweiz
Emigranten
VPOD-Magazin

Einbürgerung
Secondo
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SGB fordert Secondas und Secondos zur Einbürgerung auf. Den Pass anpassen? Nach dem Erfolg gegen die Durchsetzungsinitiative ruft der SGB die Secondas und Secondos ohne Schweizer Pass auf, sich jetzt ernsthaft mit einer Einbürgerung auseinanderzusetzen. Für all jene, die ohne Schweizer Pass in der Schweiz leben, hätte die Durchsetzungsinitiative eine eigentliche Entrechtung bedeutet. Das ist vom Tisch. Doch auch so ist die Lage ungemütlich. Auch ohne Durchsetzungsinitiative droht Secondas und Secondos mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Fall der Fälle neben der strafrechtlichen Verurteilung eine Zusatzstrafe: die Ausweisung in ein Land, das sie womöglich gar nicht kennen. Deshalb fordert der SGB die Betroffenen dazu auf, sich jetzt zum Thema Einbürgerung Gedanken zu machen. SGB-Präsident Paul Rechsteiner rief die Eltern ohne Schweizer Pass dazu auf, „alles in ihrer Möglichkeit Stehende zu tun, damit ihre Kinder das Schweizer Bürgerrecht erwerben, sobald sie die Voraussetzungen dafür erfüllen“. Er forderte die Städte und Gemeinden auf, entsprechende Aktionen durchzuführen. Laut Unia-Präsidentin Vania Alleva liegt es im ureigenen Interesse einer Demokratie, möglichst die gesamte Bevölkerung als mündige, aktive Bürgerinnen und Bürger zu gewinnen. Dieser Stärkung der Zivilgesellschaft stünden allerdings die strengen Einbürgerungsregeln und unterschiedliche Verfahren entgegen. (…). SGB.
VPOD-Magazin, April 2016.
VPOD-Magazin > Einbürgerungen. Secondos. VPOD-Magazin, 2016-04-01.
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03.03.2016 Schweiz
Einbürgerung
Personen
Work
Manuel Avallone
Ralph Hug
Einbürgerung
Secondo
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Gewerkschafter Manuel Avallone (54) will jetzt Schweizer werden - und ruft allen Secondos zu: „Lasst euch einbürgern!“ Manuel Avallone hat die Nase voll. Er ist hier geboren und aufgewachsen. Dennoch behandelt ihn die SVP als „Ausländer“-Sündenbock. Das Umdenken kam am Abstimmungssonntag: Am 28.Februar stoppte das Volk die selbsternannte Volkspartei. Und schickte deren Durchsetzungsinitiative unmissverständlich bachab. Für Manuel Avallone, Vizepräsident der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV), ein Freudentag. Aber nur ein bedingter. Denn er blickt nach vorn und sagt: „Es ist an der Zeit, die Sündenbockpolitik der SVP nicht mehr zu tolerieren.“ Mit ihrer ausländerfeindlichen Politik habe die BIocher-Partei auch die Secondos im Visier. Leute, die hier aufgewachsen sind, hier leben und arbeiten. Leute, die Steuern zahlen und sich als Schweizer fühlen, aber noch immer als „Ausländer“ gelten. Als potentiell unerwünschte, nur geduldete Menschen. Leute wie er. Avallone will jetzt den Schweizer Pass beantragen: „Jetzt erst recht“ sagt er. Vorher kümmerte er sich kaum darum. Besitzt er doch die C-Bewilligung und hat damit einen dauerhaften Aufenthalt. Doch nun hat der gelernte Hochbauzeichner, der auch Unia-Mitglied ist, einen dringenden Grund für die Einbürgerung. Denn: „Menschen ohne roten Pass sollen nicht länger als Manipuliermasse für die fremdenfeindliche SVP-Politik missbraucht werden“, sagt er. Seit 54 Jahren lebt der Gewerkschafter jetzt in der Schweiz. Seit seiner Geburt. (…). Ralph Hug.
Work, 3.3.2016.
Personen > Avallone Manuel. Einbürgerung. Work, 2016-03-03.
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29.02.2016 Schweiz
Einbürgerung
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
Einbürgerung
Seconda
Secondo
Volltext
Die Gewerkschaften fordern die Secondos zur Einbürgerung auf. Nach der erfolgreich gebodigten Durchsetzungsinitiative lancieren die Gewerkschaften eine Einbürgerungsoffensive. Der SGB, der unter seinen Mitgliedern eine grosse Zahl Migrantinnen und Migranten zählt, fordert alle Secondos und Secondas ohne Schweizer Pass auf, sich jetzt ernsthaft mit einer Einbürgerung auseinanderzusetzen. Mit dem klaren Nein zur Durchsetzungsinitiative ist für die Menschen in der Schweiz ohne Schweizer Pass eine eigentliche Entrechtung abgewehrt worden. Doch auch so ist ihre Lage ungemütlich. In den letzten 20 Jahren wurde die Schraube stark angezogen. Auch ohne Durchsetzungsinitiative droht Menschen, die hier aufgewachsen sind, aber keinen Schweizer Pass haben, bei Delikten nicht nur wie allen anderen die strafrechtliche Verurteilung, sondern gleichzeitig die Ausweisung in ein Land, das sie womöglich gar nicht kennen. Deshalb richtet der SGB an alle Secondas und Secondos den Apell, sich jetzt ernsthaft mit einer Einbürgerung auseinanderzusetzen. SGB-Präsident Paul Rechsteiner rief die Eltern ohne Schweizer Pass dazu auf, „alles in ihrer Möglichkeit Stehende zu tun, dass ihre Kinder das Schweizer Bürgerrecht erwerben, sobald sie die Voraussetzungen dafür erfüllen." Rechsteiner forderte Städte und Gemeinden auf, entsprechende Aktionen durchzuführen. Die Gemeinwesen sollten eine positive Haltung zur Einbürgerung der hier aufwachsenden Jungen ohne Schweizer Pass entwickeln und „diese einladen, Schweizer (…). Thomas Zimmermann.
SGB, 29.2.2016.
Personen > Zimmermann Thomas. Einbürgerungen. Secondos. SGB, 2016-02-29.
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29.02.2016 Schweiz
Einbürgerung
Personen
SGB
Vania Alleva
Einbürgerung
Seconda
Secondo
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Gewerkschaften lancieren Einbürgerungsoffensive. „Nehmt euch eure Rechte, bürgert euch ein!“, forderte Unia-Präsidentin Vania Alleva. Nach der erfolgreich gebodigten «Durchsetzungsinitiative» rufen die Unia und der Gewerkschaftsbund alle Secondas und Secondos ohne Schweizer Pass auf, sich einbürgern zu lassen. „Nehmt euch eure Rechte, bürgert euch ein!“ forderte Unia-Präsidentin Vania Alleva an einer Medienkonferenz. Die „Durchsetzungsinitiative“ hat deutlich gezeigt, wie gefährlich es in der Schweiz für Menschen geworden ist, die kein Schweizer Bürgerrecht haben. Sie leben in ständiger Rechtsunsicherheit und sind dauernd von Ausweisung bedroht. Deshalb rufen die Unia und der Schweizerische Gewerkschaftsbund alle Secondas und Secondos, Terceras und Terceros auf, sich einbürgern zu lassen. Gleiche Rechte für alle. „Als Gewerkschaft setzen wir uns entschieden ein für gleiche Rechte unabhängig von Herkunft und Pass“, stellte Unia-Präsidentin Vania Alleva vor den Medien klar. Dieser Einsatz sei nötiger denn je und die Unia werde ihr Engagement dafür verstärken. „Wenn wir heute eine Einbürgerungsoffensive einfordern, dann geschieht dies im Bewusstsein, dass es darüber hinaus andere Massnahmen braucht, um den Rechtstaat und die Menschenrechte zu stärken.“ Für Informationsoffensive und Willkommenskultur. Die Behörden forderte Alleva auf, eine Informationsoffensive und die Entwicklung einer „Willkommenskultur“ zu lancieren. Es sei im Interesse jeder Demokratie, dass sich möglichst viele (...). Vania Alleva.
SGB, 29.2.2016.
Personen > Alleva Vania. Einbürgerungen. Secondas. SGB, 2016-02-29.
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05.11.2015 Schweiz
Einbürgerung
Personen
Work
Sina Bühler
Einbürgerung
Pass
Ratgeber
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Wer mitbestimmen will, braucht die Schweizer Staatsbürgerschaft. So beantragen Sie den Schweizer Pass. Von den Entscheiden des Parlaments sind alle betroffen. Und doch durfte am 18. Oktober ein Viertel der Menschen in der Schweiz nicht wählen. Wer sich einbürgern lässt, kann das für sich ändern. Die Wahlen vom 18. Oktober haben einige neue Köpfe nach Bundesbern gebracht. Zum Beispiel Neo-Nationalrätin Sibel Arslan aus Basel. Arslans Eltern kamen aus Kurdistan in die Schweiz. Und ihre Tochter ist jetzt eine der wenigen Parlamentarierinnen und Parlamentarier mit Migrationshintergrund. Sibel Arslan hat sich 2004 einbürgern lassen. Denn, so schreibt sie Work, sie habe mitdiskutieren, mitgestalten und mitentscheiden wollen. Falls Sie das auch so sehen wie Sibel Arslan: So gehen Sie vor, wenn Sie sich einbürgern lassen möchten. Stellen Sie ein Gesuch. Wer die Schweizer Staatsbürgerschaft will, muss ein Gesuch stellen. Wo Sie das tun, ist von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlich. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Gemeinde, die entsprechenden Formulare bekommen Sie beim Kanton. Hier finden Sie die Adressliste: https://goo.gl/iP1AJy. Auch die Anforderungen sind nicht überall die gleichen. Es gibt Gemeinden, die verlangen neben einer Deutschprüfung auch einen schriftlichen Einbürgerungstest. Bei anderen werden Sie zum persönlichen Gespräch gebeten. An einigen Orten entscheidet die Gemeindeversammlung (...). Sina Bühler.
Work online, 5.11.2015.
Personen > Bühler Sina. Schweizer Pass. Einbürgerung. Work online, 5.11.2015.
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