Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 7

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
20.05.2020 Schweiz
SEV Schweiz
SGB
Syndicom
Unia Schweiz

Prekariat
Volltext
Bündnis fordert Überbrückungsfonds für prekäre Arbeitnehmende. Die Unia und rund zwei Dutzend mitunterstützende Organisationen fordern Bund und Kantone dazu auf, die notwendigen Mittel für einen Covid-Überbrückungsfonds bereitzustellen. Er soll Personengruppen, die von den bisherigen Unterstützungsmassnahmen ausgeschlossen sind, einen sozialen und wirtschaftlichen Schutz gewährleisten. Die Corona-Krise trifft zwar die ganze Gesellschaft – besonders hart aber die prekär Angestellten, die von den bisher beschlossenen Unterstützungsmassnahmen des Bundes ausgeschlossen sind; z.B. Hausangestellte, Betreuerinnen in Privathaushalten, Sans-Papiers, Scheinselbständige oder entlassene Mitarbeitende ohne Arbeitslosenentschädigung. Schon während gewöhnlichen Bedingungen leben sie oft am Existenzminimum; aktuell können sie weder Entschädigungen der Arbeitslosversicherung noch der Erwerbsersatzordnung (EO) beanspruchen. Die Probleme der betroffenen Personengruppen sind vielfältig: Lücken bei Kurzarbeit. Niedrige Löhne, unsichere Anstellungsbedingungen, fehlende oder lückenhafte Sozialversicherungen gehören zum Alltag vieler Hausangestellten. In der Corona-Krise haben viele von ihnen von einem Tag auf den anderen ihr Einkommen verloren. Sie haben keine Möglichkeit, Kurzarbeit zu beantragen. Auch Betreuerinnen in Privathaushalten können oft nicht mehr weiterarbeiten. Auch wenn sie ein Recht auf Lohn hätten, ist es für sie schwierig bis unmöglich, diesen einzufordern. Auch sie haben kein Recht auf Kurzarbeit. (…).  Unia Schweiz, 20.5.2020.
Unia Schweiz > Prekariat. Coronavirus. Unia Schweiz, 2020-05-20.
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01.02.2015 Schweiz
Armut
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Manifest
Prekariat
Sozialhilfe
Volltext
Eine breite Koalition kontert die Attacken auf die Sozialhilfe. Kampf gegen Armut, nicht gegen Arme. Unter dem Motto „Die Armut bekämpfen, nicht die Armen“ hat sich eine breite nationale Koalition von Organisationen (von Caritas bis VPOD) zusammengefunden, um die dauernden Angriffe auf die Sozialhilfe zu kontern. Die Lebenshaltungskosten decken und eine minimale Teilnahme am sozialen Leben ermöglichen: Auch Thomas Näf von der Betroffenenorganisation Kabba betont, dass die Ziele der Sozialhilfe eigentlich die richtigen wären. Dass nämlich durch Leistungsabbau der Anreiz für die Betroffenen stiege, sich aus der Sozialhilfe zu befreien, ist aus seiner Sicht ein Märchen. Das Komitee der Arbeitslosen und Armutsbetroffenen (Kabba), das Thomas Näf an der Pressekonferenz in Bern vertritt, ist ebenso Mitglied der Sozialhilfe-Koalition wie der VPOD, der Berufsverband AvenirSocial, der SGB, Travail.Suisse, die Caritas, die Pro Infirmis, das Arbeiterhilfswerk und die Centres sociaux protestants. Auch regionale Organisationen und Beratungsstellen stehen hinter dem Zusammenschluss. Thomas Näf rechnet vor, wie sich das Leben mit dem Grundbedarf von 977 Franken heute gestaltet. Und er zeigt verfehlte Wege der Sozialpolitik am Beispiel der englischen Armutsgesetzgebung im 19. Jahrhundert. Dass man Arme in Armenhäuser sperrte, löste das Problem nicht, sondern beraubte die Insassen der letzten Chancen, jemals wieder auf eigene Beine zu kommen. (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, Februar 2015.
Personen > Schlatter Christoph. Armut. Manifest. VPOD-Magazin, Februar 2015.
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17.12.2014 Schweiz
Armut
Personen
SGB
Ewald Ackermann
Manifest
Prekariat
Sozialhilfe
Volltext
Die Armut und nicht die Armen bekämpfen. Ein Manifest gegen die Hetze. Ein Bündnis aus Gewerkschaften, Hilfswerken und weiteren sozial engagierten Organisationen wendet sich in einem Manifest gegen die systematische Diffamierung der Sozialhilfe und ihrer Bezüger/innen. Es bekennt sich zu einer Sozialhilfe, die einen Zugang zum gesellschaftlichen Leben eröffnet. In letzter Zeit ist es wieder schick geworden, die Bezüger/innen der Sozialhilfe als Schmarotzer und die in der Sozialhilfe Tätigen als Naivlinge mit zuviel Herz, aber zu wenig Kopf anzugreifen. Die Botschaft, zumeist bewusst, lautet: Der gesellschaftliche Konsens wird von unten bedroht, von den Faulen, den Betrügern, die den Gabentisch absahnen, den die Krampfenden bereitstellen müssen. Missbrauch an allen Ecken stellen die Schmierenschreiber fest, Politiker fordern dann Massnahmen gegen die „soziale Hängematte“. Darüber kann wieder berichtet werden. Der Kreis hat sich geschlossen... Und einige oben lachen sich ins Fäustchen, wenn sich Volkes Zorn gegen unten entlädt. Dann kann man ungestört die Einkommensgräben ausbauen. Nicht die Armen die Zeche für falsche Fiskalpolitik bezahlen lassen. (…). Ewald Ackermann.
SGB, 17.12.2014.
SGB > Armut. Sozialhilfe. SGB, 17.12.2014.
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03.10.2014 Schweiz
Südkorea
Arbeitsgesetz
Manpower
Personen
Work
Michael Stötzel
Arbeitsgesetz
Prekariat
Volltext
7. Oktober: Welttag gegen prekäre Arbeit. Manpower & Adecco im Visier. IndustriALL warnt: Internationale Temporärfirmen seien so stark, dass sie Arbeitsgesetze diktieren könnten. Der Finne Jyrki Raina ist Generalsekretär des internationalen Industriegewerkschaftsbundes IndustriALL. Er sagt: „Die explosionsartige Ausbreitung prekärer Arbeit überall auf der Welt ist eine der grössten Bedrohungen, denen die Gewerkschaften heute ausgesetzt sind.“ Denn sie gefährde nicht nur die Sicherheit der Arbeitsplätze, der Löhne und Anstellungsbedingungen, sondern grundsätzlich die Möglichkeiten der Beschäftigten, sich zu organisieren und gemeinsam ihren Arbeitgebern gegenüberzutreten. Rainas Gewerkschaftsbund ruft deshalb in diesem Jahr den „Welttag menschenwürdiger Arbeit“, den Gewerkschafter seit 2008 jährlich am 7. Oktober begehen, zum „Aktionstag gegen prekäre Arbeit“ aus. Ins Visier nimmt IndustriALL dabei die internationalen Leiharbeitsfirmen. Raina nennt speziell Manpower und Adecco. Sie seien mittlerweile so stark und einflussreich, dass sie Regierungen dazu drängen könnten, ihre Arbeitsgesetze den Bedürfnissen der Leiharbeitsbranche anzupassen. Zuletzt so geschehen in Malaysia, in Südkorea und in Mexiko, sagt Raina. (…). Michael Stötzel.
Work, 3.10.2014.
Personen > Stötzel Michael. Manpower. Arbeitsgesetz. Work, 3.10.2014.
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01.04.2013 Schweiz
Personen
Syndicom
Bernadette Häfliger
Freischaffende
Kongress
Prekariat
Volltext

Führt Selbständigkeit ins Prekariat? Die IG Freischaffende von Syndicom führt am 20. April den 1. Selbständigen-Kongress in Bern durch. Syndicom sucht Antworten zu den Problemen, die sich in einer unsicheren Arbeitswelt stellen. In den letzten Jahren hat die Zahl der Arbeitnehmenden, die nicht mehr in einem festen Vertragsverhältnis arbeiten, ununterbrochen zugenommen: durch Outsourcing, Vertragsunsicherheit und Scheinselbständigkeit. Da in den verschiedenen Branchen unserer Gewerkschaft immer mehr Menschen von dieser Situation betroffen sind, nimmt sich Syndicom der Frage an, wie sie als Gewerkschaft auf die veränderte Arbeitswelt reagieren kann. (...). Bernadette Häfliger Berger.

Syndicom, 28.3.2013.
Syndicom > Freischaffende. Kongress. Syndicom 2013-04-01.

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04.10.2007 Bremgarten BE
Personen
WOZ
Friedrich Engels
Arnold Künzli
Karl Marx
Arbeiterklasse
Prekariat
Proletariat
Volltext

Prekarität. Begriffe wie „Arbeiterklasse“ und „Proletariat“ werden selbst von Linken kaum mehr verwendet. Lieber reden alle vom „Prekariat“. Was trägt der Begriff zum Verständnis der wirtschaftlichen Zusammenhänge bei? Verlierer ohne Klassenfeind. Sozialpolitische Begriffe sind Thermometer des gesellschaftlichen Klimas. Nichts illustriert das schöner und anschaulicher als das im Laufe der geschichtlichen Entwicklung erfolgte stille Verschwinden des Begriffs „Proletariat“ und dessen Ersetzung in unseren Tagen durch den modernistischen Begriff „Prekariat“. Mein Lateinwörterbuch belehrt mich, dass schon das alte Rom den Begriff „proletarius“ kannte, mit dem ein „Burger der untersten Klasse“ gekennzeichnet worden sei. (...). Arnold Künzli.

WOZ. Freitag, 2007-10-04.
Personen > Künzli Arnold. Proletariat. WOZ. 2007-10-04.doc.

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27.04.2007 Schweiz
Armut
Personen
Work
Michael Stötzel
Armut
Prekariat
Wer von Verarmung nicht reden will, spricht von Prekarisierung. Medien, Wissenschaft und leider auch die Gewerkschaften haben einen Modebegriff: prekäre Verhältnisse. Darunter kann so viel fallen, dass niemand mehr genau weiss, was eigentlich gemeint ist. Mit Foto. Michael Stötzel. Work 27.4.2007
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