Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Kapitel > Nationalbank
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 97

1 2 3 4
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
21.03.2019 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
Nationalbank muss Frankenüberbewertung bekämpfen – Ausschüttung der Negativzins-Einnahmen an die Altersvorsorge. SGB-Kommentar zur SNB-Lagebeurteilung. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) begrüsst es, dass die SNB die Zinsen unverändert tief hält und bereit ist, am Devisenmarkt zu intervenieren. Die Konjunktur im Ausland hat sich etwas eingetrübt. Die Auswirkungen einer Aufwertung des Frankens wären vor diesem Hintergrund für die Schweizer Exportwirtschaft noch schwerwiegender. Der SGB erwartet von der SNB, dass sie stärker gegen die Überbewertung des Frankens vorgeht (kommunikativ und monetär). Ziel muss nun sein, den Frankenkurs so rasch als möglich auf ein Niveau zu bringen, welches der Schweiz nicht schadet. Die SNB sollte sich klarere Ziele vorgeben und diese durchsetzen – insbesondere in Bezug auf den Wechselkurs. Aufgrund der tiefen Zinsen hat sich die finanzielle Lage der Schweizer Altersvorsorge verschlechtert. Das gilt vor allem für die 2. Säule. Gemäss dem heute veröffentlichten Geschäftsbericht nahm die SNB im vergangenen Jahr 2 Mrd. Fr. mit den Negativzinsen ein. Diese Einnahmen sollten an die Vorsorgewerke ausgeschüttet werden. Der Negativzins muss als Lenkungsabgabe aufgefasst werden und nicht als weitere Einnahmequelle der SNB bzw. von Bund und Kantonen. Zudem verlangt der SGB, dass das Konto des AHV-Fonds (Compenswiss) vollumfänglich von den Negativzinsen ausgenommen wird. Thomas Zimmermann.
SGB, 21.3.2019.
Personen > Zimmermann Thomas. Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2019-03-21.
Ganzer Text
15.02.2019 Schweiz
Nationalbank
Personen
Work
Ralph Hug
Pensionskassen
Rente
Volltext
Nationalbank soll Minuszinsen auszahlen statt bunkern. Der Vorschlag des Gewerkschaftsbundes, wie man die sinkenden Pensionskassenrenten stoppen könnte, sorgt für Wirbel. Zwei hatten eine Idee: Wie wär’s, wenn man den Tresor der Nationalbank (SNB) anzapfen würde, um die ständig fallenden BVG-Renten aufzubessern? Denn mit ihren Negativzinsen setzt die SNB die Renten zusätzlich unter Druck. Soll sie also auch dafür geradestehen! Die zwei – das sind Daniel Lampart und Paul Rechsteiner, der Chefökonom und der Ex-Präsident des Gewerkschaftsbunds. Ihre Idee entstand, wie so viele in der Politik, im Zug nach Bern. Und zwar schon vor längerem. Nun steht sie in einem Forderungskatalog, den der Gewerkschaftsbund im Januar der Öffentlichkeit präsentierte. Aber nur als letzter Punkt in einer ganzen Palette von Massnahmen, um die Kaufkraft der Bevölkerung zu sichern. Niemand schenkte dem Beachtung. Lenkungsabgabe. Doch seit die „Sonntagszeitung“ eine grosse Story draus machte, schlägt das Wellen – im Bundeshaus, in der Nationalbank, in der Pensionskassenszene. Worum geht’s genau? Die SNB kassiert jedes Jahr zwei Milliarden Franken an Negativzinsen von - 0,75 Prozent. Das müssen Banken und Versicherungen zahlen, wenn sie Geld bei der SNB deponieren. Negativzinsen sollen den Franken weniger attraktiv machen und sind deshalb geldpolitisch nötig. Für Daniel Lampart sind solche Zinsen eine Art Lenkungsabgabe. Aber er findet es falsch, wenn diese Einnahmen bei der SNB (…). Ralph Hug.
Work online, 15.2.2019.
Personen > Hug Ralph. Nationalbank. Pensionskasse. Work online, 2019-02-15.
Ganzer Text
20.12.2018 Schweiz
Nationalbank
Personen
WOZ
Daniel Stern
Gian Trepp
Finanzkrise
Interview
Volltext
Durch den Monat mit Gian Trepp (Teil 3). Macht die Nationalbank ihren Job richtig? Der Ökonom und Buchautor Gian Trepp über das Wesen der Finanzkrisen, den Blindflug der Nationalbank und eine nötige Debatte. WOZ: Gian Trepp, Sie setzen sich als Journalist und Buchautor seit den siebziger Jahren mit dem Finanzplatz auseinander. Wie sind Sie auf das Thema gekommen? Gian Trepp: Mich hat das schon immer interessiert. Ich habe mich in meinem Volkswirtschaftsstudium auf politische Ökonomie, Geld- und Einkommenspolitik spezialisiert. Abends sassen wir in unseren marxistischen Zirkeln zusammen. Wir erkannten die Produktion als zentrale Sphäre des Kapitalismus. Später glaubten Sie das nicht mehr? In den siebziger Jahren wandelte sich der Industriekapitalismus fundamental. Die Dynamik des Systems verschob sich von der Warenproduktion in die Kapitalzirkulation. 1973 wurden die fixen Wechselkurse des Bretton-Woods-Währungssystems durch flexible Kurse ersetzt. Später deregulierten die Regierungen der USA unter Reagan und Grossbritannien unter Thatcher den grenzüberschreitenden Kapitalverkehr, und es entstanden die globalisierten Kapitalmärkte. Ungefähr gleichzeitig begann nach wirtschaftlichen Reformen in China die Verlagerung der Produktion nach Asien. Die Funktion der Banken veränderte sich? Sie wurden von der Magd der nationalen Industrie zur supranationalen Akteurin des globalisierten Finanzkapitalismus. Investmentbanken erfanden ständig neue Wertpapiere, mit denen sie die computerisierte (…). Daniel Stern.
WOZ, 20.12.2018.
Personen > Trepp Gian. Nationalbank. WOZ, 2018-12-20.
Ganzer Text
13.12.2018 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
Aktive Geldpolitik der SNB nötig - Franken nach wie vor stark überbewertet. SGB-Kommentar zur Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank (SNB). In den letzten Wochen kam die Schweizerische Nationalbank (SNB) vermehrt unter Druck, die Zinsen anzuheben. Ein solcher Schritt wäre jedoch fatal. Denn der Franken ist nach wie vor markant überbewertet. Eine Zinserhöhung würde den bereits vorherrschenden Aufwertungsdruck weiter verstärken. Mit entsprechend negativen Auswirkungen auf Löhne und Arbeitsplätze. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) begrüsst es deshalb, dass die SNB die Zinsen unverändert tief hält und bereit ist, am Devisenmarkt zu intervenieren. Der SGB erwartet von der SNB aber, dass sie stärker gegen die Überbewertung des Frankens vorgeht. Insbesondere wurde die Chance verpasst, den Wert von 1.20 Fr./Euro mit diversen Massnahmen (kommunikativ und monetär) zu stabilisieren. Ziel muss nun sein, den Frankenkurs so rasch als möglich auf ein Niveau zu bringen, welches der Schweiz nicht schadet. Die SNB sollte sich klarere Ziele vorgeben und diese durchsetzen – insbesondere in Bezug auf den Wechselkurs.
Thomas Zimmermann.
SGB, 13.12.2018.
Personen > Zimmermann Thomas. Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2018-12-13.
Ganzer Text
15.03.2018 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Daniel Lampart
Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
Aktive SNB nötig - Franken nach wie vor stark überbewertet. SGB-Kommentar zur SNB-Lagebeurteilung. Die Weltwirtschaft ist auf Erholungskurs. Auch in der Schweiz geht es sukzessive aufwärts. Auch weil sich der Franken tendenziell abgewertet hat. Vor einem Jahr lag der Franken-Euro-Kurs noch bei 1.07 Fr./Euro. Dennoch ist der Franken nach wie vor stark überbewertet. Schätzungen mit verschiedenen Modellen zeigen, dass der faire Franken-Euro-Kurs im Bereich von 1.25 bis 1.35 Fr. pro Euro liegt. Das führt u.a. dazu, dass die konjunkturelle Erholung im Ausland tendenziell stärker ausfallen dürfte als in der Schweiz. Es droht die Gefahr, dass viele Firmen weniger in der Schweiz und mehr im Ausland investieren. Mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Beschäftigung - heute und morgen. Positiv ist, dass die SNB die Zinsen nach wie vor tief hält und bereit ist, am Devisenmarkt zu intervenieren. Der SGB erwartet von der SNB aber, dass sie stärker gegen die Überbewertung des Frankens vorgeht. Ziel muss sein, den Frankenkurs so rasch als möglich auf ein Niveau zu bringen, welches der Schweiz nicht schadet. Die SNB sollte sich klarere Ziele vorgeben und diese durchzusetzen versuchen (z.B. in Bezug auf die Teuerung). (…).
Daniel Lampart.
SGB, 15.3.2018
Personen > Lampart Daniel. Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2018-03-15.
Ganzer Text
19.01.2018 Schweiz
Nationalbank
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Direktion
Nationalbank
Volltext
Die Wende. Vor drei Jahren war er ein einsamer Rufer in der Wüste des ökonomischen Unverstandes: SGB-Chefökonom Daniel Lampart. Niemand mochte damals so richtig in seine Kritik an der Nationalbank einstimmen. Lampart warnte und warnte und warnte. Bereits einen Monat nach der plötzlichen Aufhebung des Frankenmindestkurses erklärte er im Work: „Mit dem Mindestkurs waren die Arbeitnehmenden sicher. Ohne Untergrenze kommen sie unter Druck.“ Und so kam es: Ohne Frankenschock hätte die Schweiz heute 100’000 Arbeitsplätze mehr. Das schätzt der St. Galler Wirtschaftsprofessor Franz Jaeger und fordert einen neuen Mindestkurs. Es stand im Work. Jaeger kritisiert aufgrund von Untersuchungen der Uni St. Gallen die falsche Geldpolitik von Nationalbank-Chef Thomas Jordan. Und nicht nur er. SNB-Kritiker Lampart bekommt Recht. Selbst Jordans oberster Chef, Bundesrat Johann Schneider-Ammann findet, ein fairer Frankenkurs läge „klar über 1.20 Franken“. Zwar hat der Volkswirtschaftsminister nie etwas gegen den überbewerteten Franken getan. Doch seine Kritik an Jordans Kurs ist massiv, wenn auch indirekt. Nach drei Jahren Lohndruck, Arbeitsplatzabbau, und Einkaufstourismus bekommt Lampart, bekommen die Gewerkschaften, Recht. Die Aufhebung des Mindestkurses war ein Riesenfehler und verheerend für die Schweiz. Im grossen Work-Interview (Seite 3) über den Aufschwung gibt Daniel Lampart sich zwar bescheiden, aber der politische Umschwung ist ein, auch sein Erfolg! Krawatte. (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 19.1.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Nationalbank. Wolk online, 2018-01-19.
Ganzer Text
19.01.2018 Schweiz
Nationalbank
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Daniel Lampart
Interview
Volltext
Wechselkurs
SGB-Chefökonom Lampart sieht Licht am Ende des Tunnels. „Jetzt geht es aufwärts!“ Der Franken hat sich abgeschwächt, der Aufschwung kommt – und Nationalbankkritiker Daniel Lampart wird mehrheitsfähig. Das wird ein gutes Jahr! Work: Daniel Lampart, Sie haben die Aufhebung des Frankenmindestkurses durch die Nationalbank vor drei Jahren von Anfang an scharf kritisiert. Damals allein auf weiter Flur. Inzwischen geben Ihnen immer mehr Experten recht: Es war ein grosser Fehler. Wie ist das, wenn man als Gewerkschaftsökonom plötzlich mehrheitsfähig wird? Daniel Lampart: Mehrheitsfähig sind wir noch nicht ganz. Aber es zeigt sich jetzt halt, wie gravierend die Folgen dieser Mindestkursaufhebung sind: Zehntausende Arbeitsplätze gingen verloren, der Druck auf Löhne und Personalkommissionen in den Betrieben war sehr hoch. Entscheidend für uns wird jetzt sein, wo der Franken sich in Zukunft hinbewegt. Sie sind kein bisschen stolz, dass Sie von ¬Anfang an vor dieser Entwicklung gewarnt hatten? Nein, wie sollte ich auch! Für mich war das schlimm mit anzusehen. Selbst der neoliberale Ökonom Franz Jaeger gab Ihnen kürzlich in einer Studie* recht, welche die Unia mit in Auftrag gegeben hatte. Ohne Frankenschock, sagt er, hätten wir heute 100’000 Arbeitsplätze mehr. Ist diese Schätzung realistisch? In Deutschland sind seit 2009 allein in der Maschinenindustrie fast 20 Prozent zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen worden. Bei uns ¬dagegen ging fast jeder zehnte Arbeitsplatz verloren. Das bedeutet klar: Ohne die (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 19.1.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Lampart Daniel. Interview. Work, 2018-01-19.
Ganzer Text
14.12.2017 Schweiz
Nationalbank
SGB

Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
Franken trotz Abwertung nach wie vor stark überbewertet. SGB-Kommentar zur SNB-Lagebeurteilung. In den letzten Monaten hat der weltweite Aufschwung endlich auch die Schweiz erfasst. Die Franken-Abwertung auf rund 1.17 Fr./Euro hat dabei geholfen. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Franken nach wie vor stark überbewertet ist. Schätzungen mit verschiedenen Modellen zeigen, dass der faire Franken-Euro-Kurs im Bereich von 1.25 bis 1.35 Fr. pro Euro liegt. Das führt u.a. dazu, dass die konjunkturelle Erholung im Ausland tendenziell stärker ausfallen dürfte als in der Schweiz. Es droht die Gefahr, dass viele Firmen weniger in der Schweiz und mehr im Ausland investieren. Mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation - heute und morgen. Positiv ist, dass die SNB die Zinsen nach wie vor tief hält und bereit ist, am Devisenmarkt zu intervenieren. Der SGB erwartet von der SNB aber, dass sie stärker gegen die Überbewertung des Frankens vorgeht. Ziel muss sein, den Frankenkurs so rasch als möglich auf ein Niveau zu bringen, welches der Schweiz nicht schadet. Die SNB sollte sich klarere Ziele vorgeben und diese durchzusetzen versuchen (z.B. in Bezug auf die Teuerung). (…).
SGB, 14.12.2017.
SGB > Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2017-12-14.
Ganzer Text
01.12.2017 Schweiz
Nationalbank
Personen
Work
Oliver Fahrni
Industriepolitik
Nationalbank
Volltext
Thomas Jordans heimliche Agenda. Manche glauben, Wirtschaftspolitik habe sich um Jobs, Wohlstand, Industrie und Innovation zu kümmern. Bundesrat Johann Schneider-Ammann weiss es besser: Gesundbeten ist die wahre Politik. Nicht schön, sagt der Milliardär aus dem bernischen LangenthaI, dass der massiv überbewertete Franken Tausende von Jobs zerstört habe und wohl noch zerstören werde: „Doch ich habe volles Vertrauen in die Nationalbank.“ Dieser Satz spiegelt die Machtverhältnisse: Als Nationalbankchef Thomas Jordan im Januar 2015 ohne Not den Mindestkurs von 1.20 Franken für einen Euro kippte, wusste er genau, was er tat. Schon 2011 hatte er die Folgen in einem Papier für die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS Papers Nr. 74) indirekt beschrieben. Benachteiligung der Schweizer Industrie, Einbruch der Exporte, Jobverluste usw. SNB gegen Werkplatz. Jordan ist ein Überzeugungstäter: Er macht die Schweizer Wirtschaftspolitik, nicht Schneider-Ammann. Die Schweiz soll deindustrialisiert und zur Welt-Finanzdrehscheibe umgebaut werden. Diese Vision eines „Alpen-Singapur“ teilt der SNB-Chef mit einem ganzen Rudel von Top-Bankern. Er tut dies diskret, denn immerhin verlangt die Bundesverfassung von der SNB, „im Gesamtinteresse des Landes“ zu handeln (Artikel 99). Manchmal aber entwischt den SNB-Direktoren ein Satz wie jener von Jordans Vize Fritz Zurbrügg im Oktober 2015: „Der starke Franken führt zu einer stärkeren Integration der Schweizer Wirtschaft in die globale Wertschöpfungskette.“ (…).  Oliver Fahrni.
Work, 1.12.2017.
Personen > Fahrni Oliver. Nationalbank. Direktion. Work, 2017-12-01.
Ganzer Text
01.12.2017 Schweiz
Nationalbank
Personen
Work
Sabine Reber
Interview
Volltext
Wechselkurs
Studienautor Franz Jäger über die Folgen des Frankenschocks. „Wir hätten 100‘000 Arbeitsplätze mehr“. Der St. Galler Ökonom Franz Jaeger analysiert die Fehler der Nationalbank, warnt vor künftigen Frankenschocks und fordert einen neuen Mindestkurs zum Euro. Work: Die Aufhebung des Frankenmindestkurses sei unumgänglich gewesen, sagte Nationalbankchef Thomas Jordan. Sehen Sie das auch so? Franz Jaeger: Zumindest war der Zeitpunkt falsch. Früher oder vor allem später wäre besser gewesen. Der Schaden, den der überbewertete Franken besonders bei den KMU angerichtet hat, ist teilweise immens. Ohne Frankenschock hätten wir heute 100‘000 wertvolle Arbeitsplätze mehr. Die Maschinenindustrie hat es immer noch schwer. Und der Schweizerfranken ist immer noch überbewertet. Die KMU sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Wir dürfen keinesfalls hinnehmen, dass sie zerstört werden! Deshalb sollte Thomas Jordan unserer Studie unbedingt Rechnung tragen. Und was tun? Die Nationalbank muss - vor allem im Falle von kapitalbilanzgetriebenen Aufwertungsschocks - noch aktiver eingreifen. Sie kann und muss einen strategischen Richtwert für einen maximalen, die Wettbewerbsfähigkeit der industriellen KMU sicherstellenden Frankenkurs anvisieren. Seit dem Spätsommer ist das ja ansatzweise auch gemacht worden. Damit hat die Nationalbank bewiesen, dass sie dazu durchaus in der Lage ist und dass das funktionieren kann. Sie fordern faktisch also wieder einen Mindestkurs. (…). Sabine Reber.
Work, 1.12.2017.
Personen > Reber Sabine. Nationalbank. Studie Work, 2017-12-01.
Ganzer Text
30.11.2017 Schweiz
Nationalbank
Personen
Work
Sabine Reber
Industriepolitik
Nationalbank
Volltext
Nationalbank-Chef Jordan killt Jobs. HSG-Studie belegt: Die Nationalbank verhindert durch den Frankenschock die Schaffung von 100 000 Arbeitsplätzen. Und bewirkt Entlassungen, Auslagerungen, Konkurse. Nationalbankpräsident Thomas Jordan, Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann und der Arbeitgeberverband Swissmem haben seit Januar 2015 immer wieder behauptet: Der überbewertete Franken sei ein lösbares Problem. Und die Industrie kenne keine Kreditklemme. Es war eine doppelte Lüge. Das wussten die Arbeitenden, die um ihre Jobs rangen. Das wussten die Gewerkschafterinnen, die in Dutzenden von Betrieben intervenierten. Das wussten auch die Patrons jener KMU, die Leute entliessen, Investitionen stoppten und ihre Kundschaft verloren. Die Gewerkschaften schlugen Alarm. Immer wieder. Doch SNB und Politik stellten sich taub. Die Swissmem genauso. Weckruf für Schneider-Ammann. Da nahmen Unia-Industriechef Corrado Pardini und der KMU-Arbeitgeberpräsident Roland Goethe von Swissmechanic die Sache gemeinsam in die Hand. Eine unerwartete Zusammenarbeit. Sie kannten sich kaum, die Unia und Swissmechanic haben noch nie einen GAV verhandelt. Bei der Hochschule St. Gallen (HSG) und beim Ökonomen Franz Jaeger bestellten sie eine gründliche Studie über die Lage der Industrie-KMU. Eine unverdächtige Adresse, die HSG lehrt neoliberal und gewerkschaftsfern. Umso aufregender das Ergebnis: Die Geldpolitik der Nationalbank, so stellt die Studie fest, hat schweren  (…). Sabine Reber.
Work online, 30.11.2017.
Personen > Reber Sabine. Nationalbank. Work online, 2017-11-30.
Ganzer Text
14.09.2017 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Daniel Lampart
Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
Bestimmteres Vorgehen der SNB gegen Frankenüberbewertung erforderlich. SGB-Kommentar zur SNB-Lagebeurteilung. Auch mit der leichten Abwertung auf rund 1.14 Fr./Euro ist der Franken nach wie vor stark überbewertet. Das Wirtschaftswachstum ist schwach. Die Kapazitäten der Schweizer Wirtschaft sind unterausgelastet. Die Beschäftigung stagniert. Die Teuerung ist tief. In dieser Situation braucht unser Land eine expansive Geldpolitik. Wegen dem überbewerteten Franken sind die monetären Bedingungen jedoch eindeutig restriktiv. Das zeigt beispielsweise der von der SNB im Quartalsheft publizierte Monetary conditions index. Positiv ist, dass die SNB nach wie vor am Devisenmarkt aktiv ist und die Zinsen tief hält. Der SGB erwartet von der SNB aber, dass sie stärker gegen die Überbewertung des Frankens vorgeht. Ziel muss sein, den Frankenkurs so rasch als möglich auf ein Niveau zu bringen, welches der Schweiz nicht schadet. Die SNB sollte sich klarere Ziele vorgeben und diese durchzusetzen versuchen (z.B. in Bezug auf die Teuerung). (…).
Daniel Lampart.
SGB, 14.9.2017.
Personen > Lampart Daniel. Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2017-09-14.
Ganzer Text
14.09.2017 Schweiz
Nationalbank
Personen
Work
Peter Bodenmann
Nationalbank
Volltext
Sind wir ein Volk von Prassern? Das reale Bruttoinlandprodukt pro Kopf sinkt, die Krankenkassenprämien steigen. Der Aufschwung kommt nun doch nicht. Der Schweizerfranken ist immer noch massiv überbewertet. Und für UBS-Chef Ermotti sind wir alles Prasser. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) hatte in den letzten Jahrzehnten immer mehr oder minder fähige Ökonomen: - Beat Kappeler kritisierte in jungen Jahren die zweite Säule und trat für die Volkspension der PdA ein. Im Verlauf seines Lebens rutschte er arg nach rechts. - Serge Gaillard war in jungen Jahren Trotzkist. Danach Mitarbeiter bei der Konjunkturforschungsstelle der ETH, der KOF, bevor er zum Gewerkschaftsbund kam. Später wechselte er ins Staatssekretariat für Wirtschaft, das Seco. Und ist jetzt der wichtigste Chefbeamte des Bundes. - Daniel Lampart, der Chefökonom des SGB, der von den Grünen kommt, vertritt ähnliche Positionen wie Serge Gaillard. Serge Gaillard kritisierte in den 1990er Jahren die Hochzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Zusammen mit der SP. Die Geschichte gab ihm recht: Erst als der Bundesrat den damaligen SNB-Chef Markus Lusser in die Pension schickte, konnte die Schweiz die lange Stagnationsphase überwinden. Jordan wie Lusser. Jetzt macht SNB-Chef Thomas Jordan die gleichen Fehler wie einst Lusser. Im Januar 2015 hob Jordan den Mindestkurs auf. Dies unter dem Druck der Währungsspekulanten. SGB-Chefökonom Daniel Lampart hat seither immer (…). Peter Bodenmann.
Work online, 14.9.2017.
Personen > Bodenmann Peter. Nationalbank. Work online, 2017-09-14.
Ganzer Text
17.08.2017 Schweiz
Nationalbank
Personen
Work
Daniel Lampart
Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
„Der Franken ist immer noch überbewertet“. Keine Entwarnung von SGB-Chefökonom Daniel Lampart. Der Franken-Euro-Kurs pendelt derzeit bei 1,15. Fair aber wäre er erst bei 1,30, rechnet Gewerkschaftsökonom Lampart vor. Ende Juli hat sich der Franken gegenüber dem Euro endlich spürbar abgewertet. Der Franken-Euro-Kurs bewegt sich nun im Bereich von 1.15. Warum der Franken ausgerechnet jetzt etwas schwächer geworden ist, kann niemand genau erklären. Weil die Wechselkurse in hohem Mass von sehr kurzfristigen Spekulationen beeinflusst werden. Geholfen hat aber sicher, dass sich bei den Wahlen in Frankreich oder in den Niederlanden die proeuropäischen Kräfte durchsetzten. Damit wurde das Vertrauen in den Euro gestärkt. Und die Flucht in den Franken geschwächt. Nationalbank muss ran. Doch auch mit 1,15 ist der Franken gegenüber dem Euro nach wie vor deutlich überbewertet. Wir haben im Gewerkschaftsbund Berechnungen zum fairen Franken-Euro-Kurs gemacht. Indem wir die Preise und Lohnstückkosten in der Schweiz mit dem Ausland verglichen. Unsere Berechnungen zeigen, dass der Franken gegenüber dem Euro erst bei einem Kurs von ungefähr 1,30 im Lot wäre. Das bedeutet: Der Franken muss sich auch bei einem Kurs von 1,15 zum Euro weiter abwerten. Die Nationalbank ist nach wie vor gefordert. Sie muss die Zinsen im Negativbereich halten und alles dafür tun, dass die für Löhne und Arbeitsplätze schädliche Überbewertung des Frankens endlich aufhört. Gute Geschäftslage. (…). Daniel Lampart.
Work online, 17.8.2017.
Personen > Lampart Daniel. Nationalbank. Wechselkurs. Work online, 2017-08-17.
Ganzer Text
11.05.2017 Schweiz
Nationalbank
Personen
Rüstungsindustrie
Work
Jean Ziegler
Nationalbank
Rüstungsexporte
Volltext
Das Geschäft mit dem Tod. Der massive Sandsteinbau aus dem Jahre 1912, Hauptsitz der Schweizerischen Nationalbank (SNB) am Berner Bundesplatz, wird renoviert. Hohe Palisaden umgeben ihn. Kurz nach acht Uhr am Dienstag, dem 11. April, schrieb eine Frau mit roter Farbe auf die Palisade vor dem Haupteingang: „Geld für Waffen tötet.“ Minuten später waren bewaffnete Stadtpolizisten zur Stelle. Sie verhafteten die 85jährige Louise Schneider. Sie führten sie auf den Posten, liessen sie später wieder frei. „Sachbeschädigung» l“utete der Vorwurf gegenüber der mutigen Frau. „Beihilfe zum Massenmord“ heisst die Anklage von ihr und den übrigen Initiantinnen und Initianten der eidgenössischen Volksinitiative „Für ein Verbot von Kriegsgeschäften“. Im Initiativkomitee sind die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA), die SP, die Grünen und 40 weitere Organisationen der Zivilgesellschaft vertreten. Die schlimmsten Geschäfte, die die Nationalbank, manche Pensionskassen und die Grossbanken tätigen, sind die Finanzierung der Produktion von Kriegsmaterial. Profitschöpfung mit verbrannten, verstümmelten und ermordeten Menschen in Syrien, Afghanistan, dem Südsudan, Jemen oder dem Irak. Es ist höchste Zeit, diese Geschäfte zu verbieten. Konkret verlangt die Initiative: Nationalbank und Pensionskassen (für Grossbanken und Versicherungen soll die Eidgenossenschaft später selbst tätig werden) dürfen keine Aktien von Rüstungsfirmen mehr kaufen, auch nicht über Fonds. Wer Bomber oder Kampfdrohnen, Panzer oder Maschinengewehre herstellt, soll zukünftig keine Kredite oder Kapitalbeteiligungen (…). Jean Ziegler.
Work online, 11.5.2017.
Personen > Ziegler Jean. Rüstungsindustrie. Nationalbank. Work, 2017-05-11.
Ganzer Text
28.04.2017 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Daniel Lampart
BIP
Nationalbank
Volltext
SNB-Jordan kostet uns 3500 Franken pro Kopf und Jahr. Die Schweizer Wirtschaft wurde durch die Finanzkrise und die Frankenüberbewertung stärker getroffen, als viele wahrhaben wollen. Die acht Jahre Finanzkrise zwischen 2008 und 2016 sind wirtschaftlich betrachtet die längste Stagnationsphase seit Messbeginn im Jahr 1950. Das zeigt die Entwicklung des Bruttoinlandprodukts pro Einwohnerin und Einwohner, das Pro-Kopf-Bruttoinlandprodukt. Schweiz hängt. Das BIP beziffert die Wertschöpfung aller im Land hergestellten Güter und erbrachten Dienstleistungen. Das Pro-Kopf-BIP ist in diesen Jahren kumuliert um nur rund 0,5 Prozent gestiegen. Auch im Jahr 2016 stand einem Bevölkerungswachstum von 1,1 Prozent nur ein bescheidenes BIP-Wachstum von 1,3 Prozent gegenüber. Dass es auch anders geht, zeigt die Wirtschaftsentwicklung in Ländern, die nicht von einer überbewerteten Währung gebremst wurden. Am besten ist ein Vergleich mit Deutschland. Denn die deutsche Wirtschaft hat eine ähnliche Struktur wie die schweizerische. In normalen Zeiten ohne Frankenüberbewertung wächst das Pro-Kopf-BIP der Schweiz und Deutschlands weitgehend im Gleichschritt. Doch seit 2010, dem Anfang der Frankenüberbewertung, hat sich eine markante Schere geöffnet. Während das Schweizer BIP pro Kopf bis 2016 nahezu stagniert hat, ist die deutsche Wirtschaft – ebenfalls pro Kopf – um 5 Prozent gewachsen. Das stärkere gesamtwirtschaftliche Einkommenswachstum in Deutschland schlägt sich mittlerweile auch in den (…). Daniel Lampart.
Work, 28.4.2017.
Personen > Lampart Daniel. Nationalbank. BIP. Work, 2017-04-28.
Ganzer Text
16.03.2017 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Daniel Lampart
Nationalbank
Volltext
SNB hat klare Ziele nötig. SGB-Kommentar zur SNB-Lagebeurteilung. Der Franken ist nach wie vor stark überbewertet. Die Beschäftigung stagniert (Vollzeitäquivalente) - im Gegensatz zur aufwärtsgerichteten Entwicklung in anderen Ländern. In der Industrie und im Gastgewerbe werden weitere Stellen abgebaut; die Arbeitslosigkeit bei den Personen über 55 Jahren steigt. Die Kernteuerung ist negativ. Die Kapazitäten der Schweizer Wirtschaft sind unterausgelastet. In dieser Situation braucht unser Land eine expansive Geldpolitik. Wegen dem überbewerteten Franken sind die monetären Bedingungen jedoch ausgesprochen restriktiv. Das zeigt beispielsweise der von der SNB im Quartalsheft publizierte Monetary conditions index deutlich. Positiv ist, dass die SNB in jüngster Zeit wieder aktiv geworden und mit Interventionen gegen die Aufwertung vorgegangen ist. Doch die Kommunikation in Bezug auf die geldpolitischen Ziele ist nach wie vor zu wenig klar. Niemand weiss, ob und wie die SNB in Zukunft gegen weitere Aufwertungen ankämpfen wird. Der SGB erwartet von der SNB, dass sie sich deutlich stärker gegen die Überbewertung des Frankens wehrt. Ziel muss sein, den Franken in der sehr kurzen Frist im Bereich von mindestens 1.10 Fr./Euro zu stabilisieren und danach rasch für einen angemessenen Wechselkurs zu sorgen, der der Schweiz nicht schadet. Die SNB sollte sich klarere Ziele vorgeben und diese durchzusetzen versuchen (z.B. in Bezug auf die Teuerung).
Die Behauptung der SNB, die Geldpolitik sei expansiv, ist nicht zutreffend. Zwar sind die Zinsen tief. Doch der stark überbewertete Franken hat eine ausgesprochen negative ökonomische (…). Daniel Lampart.
SGB, 16.3.2017.
Personen > Lampart Daniel. Nationalbank. SGB, 2017-03-16.
Ganzer Text
16.03.2017 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Daniel Lampart
Nationalbank
Preise
Volltext
Für das Ziel der Preisstabilität muss die SNB auf den Euro schauen - der Dollarkurs ist irrelevant. Bereits bei der Aufgabe des Mindestkurses am 15. Januar 2015 hat das Direktorium der Schweizerischen Nationalbank SNB signalisiert, dass die SNB künftig vermehrt auch andere Währungen als den Euro – insbesondere den Dollar – in die geldpolitischen Überlegungen einbeziehen wird. Im Dezember 2016 hat sie diesen Kurswechsel explizit gemacht. Die SNB würde neu „die gesamte Währungssituation berücksichtigen“. Übersetzt heisst das wahrscheinlich: Der sich einigermassen in der Nähe der Kaufkraftparität bewegende Dollar enthält in den Überlegungen ein stärkeres Gewicht – auf Kosten des Franken/Euro-Kurses. Doch die starke Berücksichtigung des Dollars ist kritisch zu betrachten. Die Bedeutung des Dollars für die Schweizer Wirtschaft ist im Vergleich zum Euro relativ gering. Der Dollar hat im Gegensatz zum Euro keinen messbaren Einfluss auf die Schweizer Preisentwicklung. Während eine Abwertung des Frankens gegenüber dem Euro mit einer höheren Teuerung einhergeht (steigende Importpreise), ist die Korrelation zwischen dem Dollarkurs und der Entwicklung des Landesindexes der Konsumentenpreise phasenweise sogar negativ (steigende Teuerung bei Dollarabwertung). (…). Daniel Lampart.
SGB, 16.3.2017.
Personen > Lampart Daniel. Preise. Nationalbank. SGB, 2017-03-16.
Ganzer Text
03.02.2017 Schweiz
Nationalbank
Personen
Work
Daniel Lampart
Volltext
Wechselkurs
Wirtschaftspolitik
Von wegen vorbei: Produktion leidet und Frankenschock. Der Franken ist nach wie vor 15 bis 20 Prozent überbewertet. Der Frankenschock ist nicht verdaut – entgegen gewissen Entwarnungen aus Grossbankenkreisen. Die Realität in den Firmen ist zwar unterschiedlich. Der Pharma geht es gut. Auch Teile der Maschinenindustrie machen gute Geschäfte. Doch ebenso häufig sind Firmen mit Problemen anzutreffen. Das zeigen auch die Exportstatistiken. Die Schweizer Maschinenausfuhren sind heute sogar leicht tiefer als vor 15 Jahren (nominal). Bundesrat Schneider- Ammann, die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Wirtschaftsverbände riefen: „Die Firmen sollen mehr in die Entwicklung neuer Produkte und Prozesse investieren.“ Das wollen die Betroffenen auch tun. Doch Investitionen kosten Geld. Und dieses Geld muss man zuerst auftreiben. Das ist in vielen Fällen nicht einfach. Gerade wegen des Frankenschocks leiden viele Firmen unter finanziellen Engpässen. Das zeigen auch die Umfragen der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich. Die Zahl der Firmen, die in ihrer Produktion durch finanzielle Engpässe behindert sind, hat sich in den beiden grossen Aufwertungsschüben im Jahr 2010 und im Jahr 2015 mit der Aufhebung des Mindestkurses jeweils ungefähr verdoppelt. Das ist alarmierend. Denn hier geht es um finanzielle Probleme bei der täglichen Produktion. Würde man auch noch die Investitionen einbeziehen, wäre der Anteil der Firmen mit Problemen wesentlich grösser. Die Investitionsschwäche sieht man in den offiziellen Statistiken. Investitionen in Maschinen, Forschung, Computer (…). Daniel Lampart.
Work, 3.2.2017.
Personen > Lampart Daniel. Wechselkurs. Wirtschaftspolitik. Work, 2017-02-03.
Ganzer Text
15.01.2017 Schweiz
Nationalbank
Unia Schweiz

Nationalbank
Stellenabbau
Volltext
Wechselkurs
Nationalbankpolitik kostet weiterhin Tausende von Arbeitsplätzen – Unia fordert eine Kurskorrektur. Zwei Jahre unverantwortliche Währungspolitik sind genug! Vor genau zwei Jahren hat die Nationalbank völlig unvermittelt den Mindestkurs des Frankens gegenüber dem Euro aufgegeben Der fatale Entscheid hat Zehntausende von Arbeitsplätzen gekostet und die Arbeitslosigkeit in der Schweiz verschärft. Die Gewerkschaft Unia fordert die Nationalbank auf, alles zu unternehmen, um weiteren Schaden zu vermeiden. Dazu muss der Franken rasch bei mindestens 1,15 pro Euro stabilisiert werden. Der Entscheid des Nationalbank-Direktoriums vom 15. Januar 2015, Hals über Kopf den Euromindestkurs aufzugeben, hatte und hat für die Schweizer Wirtschaft gravierende Folgen. Zehntausende von Arbeitsplätzen sind deswegen ausgelagert, abgebaut oder nicht geschaffen worden. Betroffen ist vorab die Exportindustrie, insbesondere die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, aber auch der Detailhandel und der Tourismus. Gemäss Schätzungen der Unia sind allein in der Industrie rund 30‘000 Arbeitsplätze ausgelagert worden. Im Gastgewerbe und Tourismus gab es im 3. Quartal 2016 rund 4‘000 Stellen weniger als im Vorjahresquartal. Die arbeitsplatzvernichtende Politik der Nationalbank zeigt sich auch bei der Arbeitslosenzahl. Die Erwerbslosenquote gemäss Internationaler Arbeitsorganisation (ILO) ist mit 4,8% hoch; vor der Aufhebung des Mindestkurses lag sie noch bei 4,1%. Die Schweiz gehört zu den wenigen Ländern weltweit mit steigender Arbeitslosigkeit, und erstmals ist die Erwerbslosenquote deutlich höher als in Deutschland (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 15.1.2017.
Unia Schweiz > Nationalbank. Wechselkurs. Unia Schweiz, 2017-01-15.
Ganzer Text
15.01.2017 Schweiz
Nationalbank
Unia Schweiz

Nationalbank
Stellenabbau
Volltext
Nationalbank: 2 Jahre unverantwortliche Politik sind genug! Die arbeitsplatzvernichtende Politik der Nationalbank zeigt sich auch bei der Arbeitslosenzahl. Vor genau zwei Jahren hat die Nationalbank den Euro-Mindestkurs des Frankens aufgehoben. Der Entscheid hat Zehntausende von Arbeitsplätzen gekostet und die Arbeitslosigkeit verschärft. Die Unia fordert die Nationalbank auf, ihre Politik endlich zu ändern, um weiteren Schaden zu vermeiden. Betroffen ist insbesondere die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. Aber auch der Detailhandel und der Tourismus leiden nach wie vor. Massive Arbeitsplatzverluste. Gemäss Schätzungen der Unia sind allein in der Industrie rund 30‘000 Arbeitsplätze ausgelagert worden. Im Gastgewerbe und Tourismus gab es im 3. Quartal 2016 rund 4‘000 Stellen weniger als im Vorjahresquartal. Arbeitslosigkeit wächst. Die arbeitsplatzvernichtende Politik der Nationalbank zeigt sich auch bei der Arbeitslosenzahl. Die Schweiz gehört zu den wenigen Ländern weltweit mit steigender Arbeitslosigkeit. Erstmals ist die Erwerbslosenquote mit 4,8% deutlich höher als in Deutschland (4,1%). Unwirksame Nationalbank-Politik. Ursprünglich hoffte die Nationalbank, der Kurs des Frankens werde sich rasch wieder auf einem angemessenen Kurs einpendeln. Das ist nicht eingetreten. Seit letztem Oktober ist der Frankenkurs sogar wieder merklich tiefer und bewegt sich um 1.07 Franken/Euro. Die Interventionen (bzw. der Wille) der Nationalbank sind offensichtlich ungenügend. Kurskorrektur dringend nötig. Die Unia fordert das Nationalbank-Direktorium dringend auf, seine Politik zu korrigieren. (...). 
Unia Schweiz, 15.1.2017.
Unia Schweiz > Nationalbank. Stellenabbau. Unia Schweiz, 2017-01-15.
Ganzer Text
15.12.2016 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Daniel Lampart
Volltext
Wechselkurs
Abenteuerlicher Kurswechsel der Nationalbank. SGB-Kommentar zur geldpolitischen Lagebeurteilung der SNB. Der Franken ist nach wie vor stark überbewertet. Die Beschäftigung stagniert (Vollzeitäquivalente). In der Exportwirtschaft geht sie sogar zurück. Die Konsumenten- und Produzentenpreise sinken. Abwärtstendenzen gibt es auch bei den Mietüberbauungen. Die Kapazitäten der Schweizer Wirtschaft sind unterausgelastet. In dieser Situation bräuchte unser Land eine expansive Geldpolitik. Wegen dem überbewerteten Franken sind die monetären Bedingungen jedoch ausgesprochen restriktiv. Dazu kommt die Unsicherheit in Bezug auf den Wechselkurs. Niemand weiss, ob die SNB in Zukunft weitere Aufwertungen zulassen wird oder nicht. Anlass zur Sorge gibt der Kurswechsel der SNB, neu die „gesamte Währungssituation" zu berücksichtigen. Die SNB hat sich in der Vergangenheit vernünftigerweise an der Währung des bedeutendsten Handelspartners, dem Euro bzw. zuvor der D-Mark, orientiert. Die Geldpolitik war zielorientiert und berechenbar. Geldpolitische Abenteuer mit einer Berücksichtigung des Dollars etc. sind ineffizient. Denn entweder entsteht Unklarheit, welche Kursziele die SNB genau verfolgt. Oder die SNB müsste einen Ausgleich zwischen den grossen Währungsräumen Euro und Dollar herstellen, was unsinnig ist. Die Frankenüberbewertung hat schmerzhafte Spuren hinterlassen. In der Exportwirtschaft sind Zehntausende von Arbeitsplätzen verschwunden. Seit Beginn der Aufwertung im Jahr 2008 gingen im Gastgewerbe und in der Industrie fast 10 Prozent der Stellen verloren. (…). Daniel Lampart.
SGB, 15.12.2016.
Personen > Lampart Daniel. Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2016-12-15.
Ganzer Text
15.09.2016 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Daniel Lampart
Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
Frankenüberbewertung bekämpfen – für unsere Löhne und Arbeitsplätze! Der SGB zur SNB-Lagebeurteilung. Der Franken ist nach wie vor stark überbewertet. Die Arbeitslosigkeit steigt (saisonbereinigt). Die Kapazitäten der Schweizer Wirtschaft sind unterausgelastet. In dieser Situation bräuchte unser Land eine expansive Geldpolitik. Wegen dem überbewerteten Franken sind die monetären Bedingungen jedoch ausgesprochen restriktiv. Dazu kommt die Unsicherheit in Bezug auf den Wechselkurs. Niemand weiss, ob die SNB in Zukunft weitere Aufwertungen zulassen wird oder nicht. Die Frankenüberbewertung hat schmerzhafte Spuren hinterlassen. In der Exportwirtschaft sind Zehntausende von Arbeitsplätzen verschwunden. Seit Beginn der Aufwertung im Jahr 2008 gingen im Gastgewerbe und in der Industrie fast 10 Prozent der Stellen verloren. Der SGB erwartet von der SNB, dass sie den Franken in der sehr kurzen Frist im Bereich von mindestens 1.10 Fr./Euro stabilisiert und danach rasch für einen angemessenen Wechselkurs sorgt, der der Schweiz nicht schadet. Darüber hinaus braucht es Vorkehrungen, mit denen wir unsere Löhne und Arbeitsplätze gegen Ausschläge auf den Devisenmärkten schützen können. Fast alle kleinen, offenen Volkswirtschaften auf der Welt tun das in irgendeiner Form. (…). Daniel Lampart.
SGB, 15.9.2016.
Personen > Lampart Daniel. Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2016-09-15.
Ganzer Text
16.06.2016 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Daniel Lampart
Löhne
Volltext
Wechselkurs
Löhne und Arbeitsplätze schützen – Frankenaufwertung bekämpfen. SGB-Kommentar zur SNB-Lagebeurteilung. In den letzten Tagen hat sich der Franken in beunruhigendem Mass wieder aufzuwerten begonnen. Die Teuerung ist nach wie vor negativ. Die Arbeitslosigkeit steigt (saisonbereinigt). In der Exportwirtschaft sind in kurzer Zeit Tausende von Arbeitsplätzen verschwunden. Seit Beginn der Aufwertung im Jahr 2008 gingen im Gastgewerbe und in der Industrie fast 10 Prozent der Stellen verloren. Die Unsicherheit über die kommende Entwicklung des Frankens ist gross - namentlich im Vorfeld der Abstimmung im Vereinigten Königreich. Je nach Ausgang muss mit einem starken Aufwertungsdruck gerechnet werden. Zusammen mit den weiter bestehenden Fragezeichen zur konjunkturellen Entwicklung im Ausland wäre das Gift für die Schweizer Wirtschaft. Der Druck auf die Löhne und Arbeitsplätze würde weiter steigen. Der SGB erwartet von der SNB, dass sie den Franken in der sehr kurzen Frist im Bereich von mindestens 1,10 Fr./Euro stabilisiert und danach rasch für einen angemessenen Wechselkurs sorgt, der der Schweiz nicht schadet. Fast alle kleinen, offenen Volkswirtschaften auf der Welt schützen sich in irgendeiner Form gegen schädliche Wechselkursausschläge. In der Vergangenheit hat das auch die Nationalbank meist getan. Zwischen 1978 und Ende 2009 zunächst gegenüber der Deutschen Mark explizit (80 Rp./DM) und später gegenüber dem Euro implizit. Das wirksamste Instrument ist ein expliziter (…). Daniel Lampart.
SGB, 16.6.2016.
Personen > Lampart Daniel. Wechselkurs. Löhne. SGA, 2016-06-16.
Ganzer Text
18.03.2016 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Daniel Lampart
Nationalbank
Teuerung
Volltext
Schwächere Wachstumsaussichten wegen Frankenüberbewertung - EZB-Forscher widerlegen Stahlbad-These der SNB. Die SNB hat bei der Begründung, warum sie sich geldpolitisch zurückhält, in letzter Zeit einen Zacken zugelegt. Das Direktoriumsmitglied Zurbrügg ging am 13. Januar 2016 sogar so weit, die Frankenüberbewertung als eine Art kräftigendes Stahlbad für die Schweizer Wirtschaft zu betrachten : Die Frankenüberbewertung dürfte zu höheren Invetitionen führen, wodurch die betroffenen Branchen im Laufe der Zeit „insgesamt produktiver werden“. Gegen diese These würden die momentan wohl spannendsten Forscher zum Thema Wettbewerbsfähigkeit, das Compnet, protestieren. Aufwertungen können mittel- und langfristigen Schaden anrichten. Das europäische Compnet, welches von der EZB zur Analyse der Eurokrise ins Leben gerufen wurde, untersucht die Frage der Wettbewerbsfähigkeit und der wirtschaftlichen Ungleichgewichte mittlerweile seit Jahren und kommt zu sehr differenzierten Resultaten, welche die wirtschaftspolitischen Doktrinen z.B. der mangelnden preislichen Wettbewerbsfähigkeit der Euro-Krisenstaaten in Frage stellen. In diesem Blog wurde schon verschiedentlich auf die interessanten Untersuchungen hingewiesen. Die Untersuchungen zeigen, dass die Firmen mit einer tieferen Produktivität stärker unter Aufwertungen leiden als die produktivsten. Das klingt zunächst banal - ist es aber nicht. Denn unter den so genannt weniger produktiven sind viele Firmen, die noch jung sind. Beispielsweise Startups. Sie sind auf ihren Märkten noch nicht voll etabliert. Sie entwickeln neue Produkte etc. (…). Daniel Lampart.
SGB, 18.3.2016.
Personen > Lampart Daniel. Nationalbank. Teuerung. SGB, 2016-03-18.
Ganzer Text
1 2 3 4


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden