Gewerkschaftschronik
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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
01.10.1976 Schweiz
Chemieindustrie
Gewerkschaftliche Rundschau
Personen
Waldemar Jucker
Chemieindustrie
Volltext
Chemiker, Chemie und chemische Industrie. Wollte man die schweizerische chemische Industrie im Stil eines wirtschaftlichen Handwörterbuches beschreiben, könnte man es etwa folgendermassen tun: Eine der wenigen wirklich innovationsintensiven schweizerischen Industrien. Sie ist gekennzeichnet durch eine hohe Wertschöpfungsquote. Sie leistet einen im Vergleich zu ihrer Beschäftigtenzahl ausserordentlichen Beitrag an die schweizerische Ertragsbilanz. Ihr hoher Spezialisierungsgrad hat ihr auf einigen Gebieten eine oligopolistische MarktsteIlung verschafft. Diese erleichtert es der Schweiz, Importverteuerungen durch kompensatorische Preissteigerung vermittels des Exports neuer, hochwertiger Produkte auszugleichen. Auf qualifiziertes Personal angewiesen, hat sie, unter Nachhilfe durch Gewerkschaften und Fiskus, zur Umgestaltung der Einkommensverteilung an ihren Hauptstandorten beitragen können. Ihr aussergewöhnlicher Erfolg beruht auf der Fähigkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse in relativ leicht anwendbare oder konsumierbare Produkte umzusetzen, diese in grossen Mengen herzstellen und weltweit zu vermarkten. Durch Diversifikationen in die verschiedenen Anwendungsbereiche der Chemie ist es ihr gelungen, einen bemerkenswerten internen konjunkturellen Risikoausgleich herzustellen. Dieses Bild ist allerdings nicht vollständig. Wissenschaft und Industrie sind beide vor allem in der westlichen Welt in gewissem Ausmass suspekt geworden. Es ist deshalb kaum verwunderlich, dass (…). Waldemar Jucker.
Gewerkschaftliche Rundschau, Heft 10, Oktober 1976.
Personen > Bickel Wilhelm. Chemische Industrie. Rundschau, Oktober 1976.
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01.05.1976 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Gewerkschaftliche Rundschau
Personen
Waldemar Jucker
Arbeitslosenversicherung
IWF Internationaler Währungsfonds
Raumplanung
Volltext
Die Abstimmungsvorlagen vom 13. Juni 1976. Am 13. Juni finden drei Volksabstimmungen statt. Ein neuer Verfassungsartikel über die Arbeitslosenversicherung soll es ermöglichen, diese Versicherung obligatorisch zu erklären und die Prämien zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern hälftig aufzuteilen. Damit soll das soziale Sicherungsnetz gegen Kriseneinbrüche verstärkt werden. Angesichts der unsicheren Währungsverhältnisse und sich abzeichnender Strukturumbrüche in der Wirtschaft entspricht dies einer dringenden Notwendigkeit. Die zweite Vorlage ist das Raumplanungsgesetz. Es gibt nicht nur Krisen durch Rückschläge; es gibt auch Wachstumskrisen. Diese wirken sich in dicht besiedelten Räumen, wie die Schweiz nun einmal einer ist, vor allem auf die Verwendung des Bodens nachteilig aus. Schöne Landschaften werden rücksichtslos zersiedelt und verbetoniert. Für die Wirtschaft günstige Standorte werden für Geschäftszwecke übernutzt; Siedlungen planlos umgestaltet und Wohnquartiere beeinträchtigt; die Mieten in die Höhe getrieben. Das Raumplanungsgesetz will dies verhindern. Durch die dritte Vorlage soll der Internationalen Entwicklungsbehörde, einer Tochtergesellschaft der Weltbank, ein zinsloser, aber rückzahlbarer Kredit von 200 Mio. Franken auf 40 Jahre eingeräumt werden. Diese finanziert damit Entwicklungsprojekte in armen Ländern. Die Schweiz gehört weder dem Internationalen Währungsfonds noch der mit ihm verbundenen Weltbank an. (…). Waldemar Jucker.
Gewerkschaftliche Rundschau, Heft 5, Mai 1976.
Personen > Jucker Waldemar. Abstimmungen Schweiz. Parolen. Rundschau, Mai 1976.
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01.04.1976 Schweiz
Gewerkschaftliche Rundschau
Personen
SGB
Waldemar Jucker
Raumplanung
Volltext
JA zum Raumplanungsgesetz. Am 13.Juni findet die Volksabstimmung über das Raumplanungsgesetz statt. Es ist wichtig für uns alle, dass für dieses Gesetz eine Mehrheit zustande kommt. Wir können durch unser Ja die wirtschaftlich Stärkeren daran hindern, schützenswerte Landschaften zu verbetonieren, Städte und Dörfer durch übersetzte Ausnutzung unwohnlich zu machen und es ihnen erschweren, durch das Horten von Bauland Bodenpreise und Mieten in unverantwortlicher Weise in die Höhe zu treiben. Wie soll der Schutz der Lebensqualität erreicht werden? Das Raumplanungsgesetz verpflichtet und berechtigt die Kantone zu einer Zonenplanung für ihr ganzes Gebiet. Sie haben Siedlungsgebiete, Landwirtschafts- und Forstzonen, Erholungsgebiete und Schutzzonen für besonders wertvolle Landschaften auszuscheiden. Für den Bedarf der nächsten zehn bis fünfzehn Jahre haben sie Bauzonen festzulegen. Diese müssen sie durch Erschliessung baureif machen. Wie sie diese Aufgaben zwischen sich und den Gemeinden aufteilen, bleibt Sache der Kantone. Damit erschlossenes Bauland nicht durch Aufkäufer der Überbauung entzogen werden kann, müssen die Landeigentümer nach der Erschliessung von neuem Bauland Grundeigentümerbeiträge entrichten. Dies soll sie veranlassen, ihr Land möglichst rasch selbst zu überbauen oder an Bauwillige zu verkaufen. Verstehen es besonders finanzkräftige Leute, trotzdem durch Aufkäufe eine Verknappung von Bauland hervorzurufen, so können sie nach Ansetzung einer Verkaufsfrist enteignet (…). Waldemar Jucker.
Gewerkschaftliche Rundschau, Heft 4, April 1976.
Personen > Jucker Waldemar. Raumplanungsgesetz. Rundschau, April 1976.
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01.12.1974 Schweiz
Gewerkschaftliche Rundschau
Personen
SGB
Waldemar Jucker
Betriebsschliessungen
Emigranten
Volltext
Betriebsschliessungen: Punktuelle Flurbereinigungen oder Anzeichen einer Strukturkrise? Die Jahre von 1955 bis 19651 waren ausserordentliche Boomjahre, die in diesem Umfang überhaupt nur möglich waren, weil im Übermass ausländische Arbeitskräfte importiert wurden. In diesem Zeitraum nahm die Zahl der Beschäftigten um 563‘000 zu. Um 341‘000 Personen stieg die Beschäftigung in Industrie und Baugewerbe, um 197‘000 im Dienstleistungsbereich. Rückläufig war die Beschäftigung nur in den Betrieben mit 1-3 Beschäftigten. Die Gruppe mit 1-9 Beschäftigten nahm insgesamt noch um 26‘000 Personen zu. Von 1966 bis 1971 stieg in Industrie und Baugewerbe insgesamt die Beschäftigung kaum mehr an. 1966 waren 847‘000 in dieser Gruppe beschäftigt, 1971 851‘0002. Bereits während dieser Zeit sank die Beschäftigtenzahl in der Industrie leicht, während im Baugewerbe noch eine gewisse Expansion zu verzeichnen war. Eine deutliche Expansion hingegen war noch in der Dienstleistungsgruppe zu verzeichnen. Während den letzten zwölf Monaten ist es nun auch im Baugewerbe zu Beschäftigungsrückgängen gekommen. Sie führten nicht zu Arbeitslosigkeit, weil weniger Saisonarbeiter geholt wurden und gleichzeitig in der Industrie - vorwiegend Exportbranchen - eine bescheidene Beschäftigungszunahme eintrat. Auch die Einwanderungspolitik hat einen gewissen Beitrag geleistet. Infolge verschärfter Restriktionen wird nur noch ein Teil der freiwillig Ausreisenden durch Neueinreisende ersetzt. (…). Dr. Waldemar Jucker.
Gewerkschaftliche Rundschau, Heft 11-12, November-Dezember 1974.
Personen > Jucker Waldemar. Betriebsschliessungen. Rundschau, Dezember 1974.
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01.05.1974 Schweiz
Gewerkschaften
Gewerkschaftliche Rundschau
Personen
Waldemar Jucker
Ausländerpolitik
Volltext
Gewerkschaften und Ausländerpolitik. Seit über zehn Jahren übt der SGB einen ständigen Druck auf die Bundesbehörden zur Regelung der Ausländerfrage aus. Dies geschah mit zwei Stossrichtungen. Die eine zielt auf die Gleichbehandlung der ausländischen Arbeitskollegen, die andere auf die Begrenzung und Herabsetzung der Zahl der Ausländer. Die auf Gleichberechtigung der in der Schweiz zur Arbeit zugelassenen Ausländer abzielende Stossrichtung ergibt sich als Selbstverständlichkeit aus der Geschichte und Tradition der Arbeiterbewegung. Als Gewerkschafter können wir nicht hinnehmen, dass einer Gruppe von Arbeitnehmern nur mindere Rechte eingeräumt werden. Eine derartige SchlechtersteIlung muss sich schlussendlich für alle Arbeitnehmer nachteilig auswirken. Sie benachteiligt neben den Ausländern insbesondere jene ansässigen Arbeitnehmer, die wegen ihres Alters oder einer nicht vollen beruflichen Ausbildung beim Stellenwechsel Mühe haben. Die schärfste Benachteiligung der Ausländer war bis vor wenigen Jahren die mangelnde Freizügigkeit. Ein Stellenwechsel war nur mit Zustimmung des bisherigen Arbeitgebers und der Fremdenpolizei möglich. Trotzdem in Weisungen des Bundes verlangt wurde, dass Ausländer nur zu den ortsüblichen Bedingungen beschäftigt werden dürfen, blieb diese Bestimmung mehr als nur gelegentlich auf dem Papier stehen. Der Staat verfügte nicht über genügend Beamte, um die Einhaltung dieser Bestimmung durchzusetzen. (…). Waldemar Jucker.
Gewerkschaftliche Rundschau, Heft 5, Mai 1974.
Personen > Jucker Waldemar. Ausländerpolitik. Rundschau, Mai 1974.
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01.06.1972 Bern
Gewerkschaftliche Rundschau
Personen
Wohnungsbau
Waldemar Jucker
Volltext
Wohnungsbau
Programmierter Wohnungsbau. Das Niveau der Wohnungsproduktion der Schweiz ist relativ hoch im internationalen Vergleich. Daraus wird oft geschlossen, eigentlich herrsche keine Wohnungsnot, höchstens eine Mietzinsnot. Diese Ansicht trifft wohl für die niedrigeren Einkommensgruppen, vielleicht für einen noch grösseren Bevölkerungsteil kaum zu. Obschon systematische Untersuchungen fehlen, darf man wohl annehmen, die Einkommenselastizität der Wohnungsnachfrage steige, je weiter man sich von der Basis der Einkommenspyramide entferne. Die lebhafte Nachfrage nach Zweitwohnungen spricht jedenfalls dafür, aber auch die Preise, die sich innerhalb dieses Marktsegmentes erzielen lassen. Oefters ist schon angenommen worden, Neuwohnungen in städtischen Agglomerationen seien in erster Linie für Zuzüger bestimmt; die vorhandene Bevölkerung sei ja bereits untergebracht. Diese Annahme ist wohl unzutreffend. Schätzungen für Bern z.B. haben ergeben, dass die Stadt ihren Wohnungsbestand pro Jahrzehnt um 10 Prozent steigern muss, nur um die bestehende Bevölkerung halten zu können. Diese Relation hat sich über Jahrzehnte hinweg beobachten lassen. Sie ist deshalb keine vorübergehende Boomerscheinung. (…). Waldemar Jucker.
Gewerkschaftliche Rundschau, Heft 6, Juni 1972.
Personen > Jucker Waldemar. Wohnungsbau. Rundschau, Juni 1972.
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31.12.1968 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Waldemar Jucker
Kreditwesen
Nationalbank
Volltext

Instrumentarium der Nationalbank. Eine der eindrücklichsten Erfahrungen, die sich in den Jahren der Konjunkturüberhitzung aufdrängte, war, dass das Instrumentarium der Nationalbank nicht genügte, um einer inflationsfördernden Geld- und Kreditflut die nötigen Dämme entgegensetzen zu können. Die Aktionsgemeinschaft der Arbeitnehmer und Konsumenten hatte schon in einer Eingabe vom 1. Februar 1962 den Ausbau dieses Instrumentariums gefordert und in einer Eingabe des Gewerkschaftsbundes vom 5. April 1965 war diese Forderung als einer der Hauptpunkte eines allgemeinen Konjunktur- und Wachstumsprogrammes ebenfalls enthalten. Der Bundesrat beschäftigte sich seit dem Frühjahr 1962 mit dem Projekt, das Nationalbankgesetz zu revidieren und legte im Mai 1966 einen Vorentwurf zu einer Vernehmlassung vor, zu dem sich der Gewerkschaftsbund in einer Eingabe vom 1. September 1966 äusserte. (...).

SMUV Schweiz, Geschäftsbericht 1968, Seite 185.
SGB > Nationalbank. Kreditwesen. SMUV Geschäftsbericht 1968.

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