Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 7

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
29.09.2017 Schweiz
Gelbe Gewerkschaften
Personen
Work
Michael Stötzel
Gelbe Gewerkschaften
Strafanzeige
Volltext
Pseudogewerkschaft bemüht das Gericht – für nichts. Ein Freispruch erster Klasse für zwei Unia-Sekretäre. Zwei Unia-Sekretäre sollen den Funktionär der Arbeitgebergewerkschaft Novatrava genötigt haben. Das Strafgericht Lenzburg hielt den Vorwurf jedoch für unbegründet. S. arbeitet im Sektor Bau der Gewerkschaft Unia. Wer ihn kennt, kann sich den höflichen jungen Mann schwerlich als Rabauken vorstellen. Doch genau das warf ihm Max Forster vor, Büroleiter der Novatrava. Novatrava - das ist die sogenannte Gewerkschaft, die der Baukaderverband gegründet hat, um die Unia auszubooten. Forster erhob Klage gegen S. und einen zweiten Unia-Mann wegen Nötigung. Was war geschehen? Unerwünschte Begleitung. An einem Morgen vor mehr als zwei Jahren sei Forster nach eigenen Angaben im Aargau unterwegs gewesen, um Baustellen zu besuchen und unter den Arbeitern Mitglieder für seine neue Organisation zu gewinnen. Er habe bemerkt, dass ihm zwei Männer in einem Auto folgten. Bei einem Halt hätten sie sich als Unia-Sekretäre zu erkennen gegeben. Man habe sich beschimpft, dann sei er weitergefahren, immer mit seinen Schattenmännern im Schlepptau. Sie seien ihm auch in ein Restaurant gefolgt, hätten sich an seinen Tisch gesetzt, und, man habe erneut „heftige Worte“ gewechselt. Tenor laut Forster: Die Unia wolle ihn nicht seine Arbeit machen lassen, weil er Vertreter einer „Arbeitgebergewerkschaft“ sei. Auch nach seiner Pause seien die beiden ihm nachgefahren und hätten ihn drei Stunden an der Arbeit gehindert.(…). Michael Stötzel.
Work, 29.9.2017.
Personen > Stötzel Michael. Gelbe Gewerkschaft. Prozess. Work, 2017-09-29.
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14.09.2017 Schweiz
Angestellte Schweiz
Gelbe Gewerkschaften
Personen
Work
Christian Egg
Arbeitszeit
Gelbe Gewerkschaften
Volltext
60 Stunden chrampfen! „Angestellte Schweiz“ provozieren: Kaum zu glauben, aber Angestellte Schweiz bezeichnet sich als Arbeitnehmerverband. 60 Stunden pro Woche, das sind fünfmal ein Zwölf-Stunden-Tag. Oder täglich zehn Stunden von Montag bis und mit Samstag. Das soll künftig „zeitlich beschränkt“ erlaubt sein, und zwar für alle Arbeitnehmenden, die ihre Arbeitszeit mehrheitlich frei bestimmen können. Für sie soll auch die Zeit für Schlaf und Familie auf nur noch neun Stunden pro Nacht verkürzt werden, so dass der „tägliche Arbeitszeitraum“» 15 Stunden beträgt. Diese Forderungen kommen nicht etwa von einem Arbeitgeberverband. Auch nicht von irgendeinem neoliberalen Think- Tank. Aufgestellt hat sie Ende August vielmehr eine „Plattform“ aus vier Arbeitnehmerverbänden, darunter auch KV Schweiz und Angestellte Schweiz. Wie kommt ein Verband, der die Angestellten sogar in seinem Namen trägt, dazu, solche Forderungen aufzustellen? Unia-Industriechef Corrado Pardini kann nur den Kopf schütteln: „Für eine Organisation der Arbeitnehmenden sollte doch die Gesundheit an erster Stelle stehen. Und sie sollte sich dafür einsetzen, dass die Freizeit als solche erhalten bleibt. Beides verletzen diese Verbände mit ihrer Forderung sträflich.“ Angestellte Schweiz hat nach eigenen Angaben rund 20‘000 Mitglieder und bezeichnet sich als „Dachverband von Angestelltenvereinigungen in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) sowie der Chemie/Pharma“. Der Verband ist das Produkt mehrerer Fusionen (…). Christian Egg.
Work online, 14.9.2017.
Personen > Egg Christian. Arbeitszeit. Angestellte Schweiz. Work, 14.9.23017.
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06.06.2013 Genf
Schaffhausen
Gelbe Gewerkschaften
JardinSuisse
Personen
Unia Schaffhausen
Work
Marco Geissbühler
Gelbe Gewerkschaften
Volltext

Der Bock wird zum Gärtner. Matthias Frei ist der Chef der Schaffhauser Gärtnermeister. Weil ihm die Unia zu fordernd ist, will er jetzt selber eine brave Gewerkschaft gründen. Der Gartenbau ist eine harte Branche, viele Arbeiten sind mit jenen auf dem Bau vergleichbar. Die Löhne sind es nicht. Landschaftsgärtner verdienen bis zu 1500 Franken pro Monat weniger als Bauarbeiter. Genf als Vorbild. Im Kanton Schaffhausen verlangen die Gärtnerinnen und Gärtner nun einen allgemeinverbindlichen Gesamtarbeitsvertrag (GAV), wie er im Kanton Genf gilt. (...). Marco Geissbühler.

Work online, 6.6.2013.
Unia Schaffhausen > Gelbe Gewerkschaften. Gartenbau. Work 6.6.2013.

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23.03.2005 Schweiz
Gelbe Gewerkschaften
Personen
Syna
Work
Ralph Hug
Gelbe Gewerkschaften
Syna
Volltext

Die Patrons führen Syna am gelben Gängelband. Geheimplan „Innovative Sozialpartnerschaft“. Um die kämpferische Unia auszuschalten, päppeln die Arbeitgeber die Kleingewerkschaft Syna auf. Hinter dem Geheimplan im Holzbau steckt die Consultingfirma Brugger. Seit kurzem trägt die Gewerkschaft Syna Gelb und nicht mehr Schwarz. Der Farbentausch scheint Programm: Gelb ist traditionell die Farbe der Streikbrecher- und Arbeitgeberverbände. (...). Ralph Hug.

Work online, 23.3.2005.
Personen > Hug Ralph. Syna. Gelbe Gewerkschaften. Work. 2005-03-23.

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04.09.1925 Zürich
Gelbe Gewerkschaften
Strassenbahner-Männerchor

Gelbe Gewerkschaften
Volltext

Von den „Neutralen Strassenbahnern“. Wir beschäftigen uns mit den Gelben nur ungern und nur dann, wenn es notwendig ist, notwendig im Sinne der Grundsätze unserer Organisation. In der Regel ist das von uns gegen die Gelben Geschriebene Abwehr  und entsprechende Aufklärung. Heute haben uns die Neutralen Strassenbahner abwechslungsweise Stoff gegeben zu einer Feststellung. In der letzten Nummer des „Freien Strassenbahners“ – er kam uns auf originelle Weise in die Hände, die auch die Neutralen interessieren würde – betitelt sich der zwei Spalten lange Leitartikel mit „Wandlungen“. (...).

Der öffentliche Dienst, 4.9.1925.
Strassenbahner-Männerchor Zürich > Gelbe Gewerkschaften. Zürich. 4.9.1925.

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18.08.1922 Frankreich
Gelbe Gewerkschaften
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der

Gelbe Gewerkschaften
Gründung
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Gründung einer Union der gelben 6ewerkschaften in Frankreich. Es geht uns ein Bericht zu, demzufolge in Paris eine Organisation errichtet wurde, die sich "Union der gelben Gewerkschaften Frankreichs" nennt. Diese ausserhalb jeder politischen oder religiösen Richtung stehende Organisation gibt als ihren Zweck an: „Die Entwicklung aller Berufsgruppen mit ausgesprochen anti-revolutionärer Tendenz zu fördern; alle Freiheiten im Rahmen der Landesgesetze zu unterstützen und zu verteidigen, namentlich die Freiheit der Arbeit, die durch die Tyrannei der revolutionären Gewerkschaften bedroht wird; mit allen gesetzlichen Mitteln den Klassenkampf und seine das Arbeiterinteresse schädigenden Lehren wie Sabotage, Revolution, Bürgerkrieg zu bekämpfen. Mit allen Mitteln zu trachten, ein Maximum an Einvernehmen zwischen Arbeit und Kapital herzustellen. Basis dafür soll die Interessengemeinschaft der beiden Faktoren und als Sicherungen gegenseitige finanzielle Bürgschaften genommen werden. Der leitende moralische Gedanke soll die nationale Wohlfahrt sein; den Mitgliedern soll zudem der Erwerb von Privateigentum erleichtert werden. Die Einrichtung unentgeltlicher Stellenvermittlung. Die Errichtung eines Schiedsgerichtes zur Lösung von Arbeitskonflikten zwischen den Mitgliedern und den Arbeitgebern. Errichtung eines Fonds zur Unterstützung im Falle von unverschuldeter Arbeitslosigkeit, sowie Errichtung ärztlicher und juristischer Beratungsstellen. Mit einem Wort: Erweiterung der wirtschaftlichen, geschäftlichen und sozialen Kenntnisse, um zu einer immer grösseren, auf weiterer Verantwortlichkeit gegründeten Freiheit zu gelangen. (…). I.G.B.
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 18.8.1922.
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der > Frankreich. Gelbe Gewerkschaften. Gemeindearbeiter, 1922-08-18.
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07.04.1922 Zürich
Gelbe Gewerkschaften
Personen
Strassenbahner Zürich
Martin Meister
Arbeitsbedingungen
Disziplinarverfahren
Entlassung
Gelbe Gewerkschaften
Volltext
Strassenbahner Zürich. Wir erhalten nachfolgenden Brief, den wir vollinhaltlich unseren Mitgliedern wiedergeben. Ein Kommentar scheint uns überflüssig. Die Redaktion. An die Geschäftsleitung des Schweiz. Gemeinde- und Staatsarbeiterverbandes. Werte Kollegen! Unterzeichneter erlaubt sich Ihnen mitzuteilen, unter was für Verhältnissen die Angestellten der Strassenbahn Zürich-Oerlikon-Seebach zu Sklaven geworden sind. Aus der Geschichte des Altertums wissen wir, dass Sklaven Menschen sind, welche gekauft werden und willenlos dem zur Verfügung stehen, (...).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 7.4.1922.
Strassenbahner Zürich > Gelbe Gewerkschaften. 4.7.1922.doc.

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