Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 9

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
02.06.2016 Erstfeld
Personen
Tunnelbau
Work
Michael Stötzel
Arbeitsbedingungen
Gotthard-Tunnel
Volltext
„Sie sprengten gleich neben uns“. Elektromechaniker Behrendt (57) arbeitete im Gotthardtunnel. Frank Behrendt und seine Kollegen brachten die Gotthardmineure in den Tunnel. Mit einem Riesenlift. Und das ausgebrochene Gestein nach oben. Am Rand des Bündner Bergdorfes Sedrun geht ein Stollen 1000 Meter in den Berg hinab. Und an seinem Ende ein Schacht 800 Meter runter zur Tunnelsohle. In diesen Schacht hatte die westdeutsche Firma Siemag einen gewaltigen Lift eingebaut. Das war der Arbeitsplatz von Frank Behrendt aus dem niederrheinischen Moers. Zehn Jahre, von 2002 bis 2012, bediente und wartete er zusammen mit 17 Kollegen die Förderanlage. Der Stolz ist unüberhörbar, wenn er sagt: „Ohne uns ging nichts rauf und nichts runter.“ Im Dreischichtbetrieb, sieben Tage die Woche, fuhren die Siemag-Leute die Mineure in den Tunnel und brachten täglich über 6000 Tonnen Geröll aus dem Berg. Als Steuerstände für den Lift dienten am Kopf und Fuss des Schachts zunächst nur kleine Container. „Anfänglich sprengten sie keine zwanzig Meter entfernt von uns“, erzählt Behrendt. „Wenn das Signal ertönte, haben wir uns im Container flach auf den Boden gelegt. Wir hatten Glück, uns ist nie was passiert. Nur die Scheiben unseres Unterstands gingen ständig kaputt.“ Nicht minder gefährlich war der Transport des Gerölls. Am 23. November 2006 verunglückte der 30jährige Thorsten Elsemann tödlich beim Rangieren am Lift mit den 50 Tonnen schweren Loren. Das Unglück wird Behrendt wohl immer präsent bleiben. In allen Einzelheiten. Auch das, was danach geschah: „Niemand kümmerte sich um uns. Die Arbeit ging einfach weiter.“ (…). Michael Stötzel.
Work online, 2.6.2016.
Personen > Stötzel Michael. Tunnelbau. Gotthard-Tunnel. Work online, 2016-06-02.
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26.05.2016 Erstfeld
Personen
Tunnelbau
WOZ
Ruedi Widmer
Eröffnung
Gotthard-Tunnel
Volltext
Gotthardbasistunnel. Auf ins europäische Darknet! Am 1. Juni wird der Gotthardbasistunnel feierlich eröffnet. Neo-Neatologe Ruedi Widmer nimmt Sie, liebe Leserinnen und Leser, bereits jetzt mit auf die exklusive Erstfahrt im Demonstrationszug. Liebe Schweizerinnen und Schweizer, liebe Kühe. Herzlich willkommen im Demonstrationszug Erstfeld-Biasca zur Presseerstfahrt durch den neuen Gotthardbasistunnel. Am 28. Februar 2016 sagte das Schweizer Stimmvolk zur Freude von Verkehrsministerin Doris Leuthard Ja zum Gotthardtunnel. Jetzt stehen wir, nach nur vier Monaten Bauzeit, hier in Erstfeld vor dem fertigen Bauwerk. So etwas kann nur die Schweiz. Deutschland baut seit Kriegsende 1945 an seinem Flughafen Berlin-Brandenburg, und er ist immer noch nicht fertig. Natürlich, ein Flughafen dehnt sich in Länge und Breite aus, da darfs schon ein bisschen länger dauern als bei einem Tunnel. Unser neuer Gotthardbasistunnel ist 57 Kilometer lang. Wir hätten ihn natürlich gerne 57 lang und 57 breit gebaut, aber der Zeit- und Kostendruck führte dazu, dass er letztlich nur wenige Meter breit wurde. Aber so wird auch die Swissness eingehalten, denn trotz der Weltrekordlänge wird so auch unsere landestypische Beschränktheit verdeutlicht. Sie erinnern sich, das Volk hat am 28. Februar nur für eine zweite Röhre gestimmt – nun hat der Bundesrat gleich zwei doppelt so lange Röhren bauen lassen, und zusätzlich zwei parallele Seitenstollen. Die sind nötig für Evakuierungsmassnahmen. Wir schalten kurz hinüber zu Ulrich Giezendanner nach Biasca … hallo Ueli, können Sie mich hören? – „Ja, Ruedi, ja. Also typisch Bundesrat. (…). Ruedi Widmer.
WOZ online, 26.5.2016.
Personen > Widmer Ruedi. Tunnelbau. Gotthard-Tunnel. WOZ online, 2016-05-26.
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17.05.2016 Erstfeld
Personen
SEV Schweiz
Tunnelbau
Markus Fischer
Pietro Gianolli
Arbeitsbedingungen
Gotthard-Tunnel
Volltext

Auswirkungen des Gotthard-Basistunnels auf das Personal. Unsichere Zukunft für Schweizer Lokdepots im Transit. Der Fahrzeitgewinn kostet Stellen beim Fahrpersonal und macht im Transitgüterverkehr Lokdepots in der Schweiz verzichtbar. Anderseits gibt es neue Stellen in den Erhaltungs- und Interventionszentren EIZ. Mit dem fahrplanmässigen Betrieb durch den Gotthard-Basistunnel (GBT) ab Dezember sinkt die Reisezeit der ICN von Zürich nach Lugano von heute 161 auf 130 Minuten. Zwar wird der (verschobene) Doppelspurausbau am Zugersee die Reise vorübergehend wieder um ein paar Minuten verlängern, doch grundsätzlich wird das Lok- und Zugpersonal in den Gotthardzügen pro Weg rund 30 Minuten kürzer unterwegs sein. Beim Zugpersonal fallen im Fernverkehr schweizweit 65 bis 70 Stellen weg, bis die Eröffnung des Ceneri-Basistunnels voraussichtlich Ende 2020 zusätzliche Züge und damit wieder mehr Stellen bringt. In dieser Rechnung nicht enthalten sind Zugbegleiter/innen auf der Bergstrecke. Offenbar hat die SBB noch immer nicht von der Idee Abschied genommen, unbegleitete Flirts durch all die Kehrtunnels und den Scheiteltunnel fahren zu lassen, trotz aller Sicherheitsbedenken (siehe Einleitungstext). Diese Frage hat natürlich Einfluss auf die Dienstpläne mehrerer Depots. Wie diese aussehen werden, ist zurzeit noch völlig offen, eine Vernehmlassung dazu ist wie jedes Jahr im September/Oktober geplant. Entsprechend „abwartend“ ist die Stimmung beim Luzerner Zugpersonal: „Falls wir weniger ins Tessin fahren können, ist dies ein grosser Verlust“, sagt Erwin Wessner, Präsident ZPV Luzern. (…).Markus Fischer.
SEV, 17.5.2016.
Personen > Fischer Markus. Gotthardtunnel. Arbeitsbedingungen. SEV, 2016-05-17.
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09.10.2014 Erstfeld
SBB
SEV-Zeitung

Depot
Lokomotivführer
Volltext
Erfolgreiches Engagement für ein neues Lokpersonaldepot des Personenverkehrs. SBB schafft Arbeitsplätze in Erstfeld. Seit den 70er-Jahren hat die SBB im Kanton Uri Hunderte Bahnarbeitsplätze abgebaut. Nun schafft sie in Erstfeld 17 P-Lokführerstellen. „Das ist eine gute Nachricht für das betroffene Bahnpersonal“, sagt Urs Kieliger, Lokführer im Depot Erstfeld von SBB Cargo, das Ende Jahr noch rund 35 Stellen aufweisen wird und Ende 2016 nach Eröffnung des Gotthard-Basistunnels (GBT) geschlossen wird. Der Erstfelder, der auch im Unterverband LPV (als Ressortleiter Cargo) und in der Personalkommission (Peko) Fläche aktiv ist, setzt sich zusammen mit andern SEV-Mitgliedern seit Jahren für die Bahnarbeitsplätze im Kanton Uri ein. Sie konnten im Herbst 2013 die Urner Regierung angesichts des drohenden Abbaus weiterer Stellen wegen dem GBT dazu bewegen, eine Arbeitsgruppe „Bahnarbeitsplätze in Erstfeld“ ins Leben zu rufen. Diese wird von Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind geleitet und umfasst Vertreter/innen der Gemeinde Erstfeld, Personalvertreter (SEV) sowie Mitarbeiter der SBB bis hinauf zum obersten Personalchef, Markus Jordi. Urs Kieliger gehört der Gruppe als Vertreter der kantonalen Verkehrskommission an. Am 24. September hat die Gruppe in einer gemeinsamen Medienmitteilung von Kanton Uri, Gemeinde Erstfeld und SBB als „erstes konkretes Resultat“ (sic!) die Eröffnung eines neuen Lokdepots des Personenverkehrs (P) in Erstfeld auf den Fahrplanwechsel bekannt geben können. (…).
Kontakt.sev, 9.10.2014.
SEV-Zeitung > SBB. Depot Erstfeld. Arbeitsstellen. SEV-Zeitung, 9.10.2014.
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20.06.2014 Bodio TI
Erstfeld
Personen
Tunnelbau
Work
Matthias Preisser
Gotthard-Tunnel
Volltext
Jahrhundertbauwerk Gotthardbasistunnel: 17 Jahre Bauzeit, 4500 Arbeiter, 57 km Länge. Aber auch: neun Tote. Bauen am Weltrekord. Der Rohbau steht. Nun kommt noch die Bahntechnik rein. In genau zwei Jahren feiern wir die Eröffnung des Gotthardbasistunnels. Typisch Schweiz: Das Jahrhundertwerk, das Erbe der kommenden Generationen, ist unscheinbar, unterirdisch - ein Loch im Berg. Aber was für eines: Der Gotthardbasistunnel zwischen Erstfeld UR und Bodio TI bricht Rekorde. Mit seinen 57 Kilometern Länge (Oströhre: 57091 m, Weströhre: 56978 m, mit Verbindungs- und Querstollen: 153,5 km) wird er bei der Eröffnung der längste Eisenbahntunnel der Welt sein. Am ersten Juni-Wochenende 2016 soll die Party steigen. Nach rund sechzehneinhalb Jahren Bauzeit wird das Mammutwerk vollbracht sein. Alles begann am 4. November 1999 mit dem Anstich. Schon drei Jahre vorher hatte die Bauherrin Alptransit Gotthard AG mit dem Ausbruch von Zugangsstollen und Montagekavernen für die Tunnelbohrmaschinen angefangen. Die Sondierungen in der Piora-Mulde vom Bündner Dorf Sedrun aus begannen sogar schon 1993. Die Bauzeit beträgt eigentlich also mehr als zweiundzwanzig Jahre. (…). Matthias Preisser.
Work, 20.6.2014.
Personen > Preisser Matthias. Gotthard-Tunnel. Work. 2014-06-20.
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20.06.2014 Bodio TI
Erstfeld
Personen
Tunnelbau
Work
Matthias Preisser
Gotthard-Tunnel
Volltext
Wer am Gotthard arbeitet, arbeitet auch an einem Schweizer Mythos. Viel mehr als einfach nur ein Berg. Der Gotthard lässt keinen kalt. Schon gar nicht diejenigen, die beim Tunnelbau dabei waren. Gotthard - das ist mehr als ein Ortsname. An der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung in der Schweiz schreibt jede Generation ihre eigene Geschichte. Vom Bezwingen der Natur, den Möglichkeiten der Technik, der Willensnation Schweiz. Die jetzige Generation fügt dem Kanon eine neue Strophe hinzu: den Gotthardbasistunnel. Dass eine Achse der Neuen Eisenbahn-Alpentransversale (Neat) durch den Gotthard führen soll, war in der Planung kaum je bestritten. Für Unsicherheit sorgten jedoch die Geologen: In den 1980er Jahren fürchteten sie, in der sogenannten Piora-Mulde könnten die Gesteinsverhältnisse derart schwierig sein, dass man durch sie keinen Tunnel bauen könne. Doch Sondierungen zeigten: Die Verhältnisse in der Piora-Mulde waren besser als befürchtet; der Gotthard war gesichert. (…). Matthias Preisser.
Work, 20.6.2014.
Personen > Preisser Matthias. Gotthardtunnel. Work. 2014-06-20-2.
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01.05.2009 Erstfeld
1. Mai

Wirtschaftskrise
1. Mai in Erstfeld. Ab 19.30 Uhr Apéro im ref. Kirchgemeindehaus. Ansprachen zum Thema "Krise bekämpfen - Jobs und soziale Sicherheit" - Was macht Uri? Comedia-Magazin Nr. 4, April 2009
05.08.1927 Erstfeld
Silenen
Zürich
Flügelrad
Strassenbahner Zürich

Feriehaus
Ferienheim Strengmatt
Ferienheime
Illustrationen
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Ferienheim „Strengmatt. Auf grüner Alp, in der Nähe dunkelgrüner Tannenwälder liegt das Ferienheim Strengmatt. Gar freundlieh und heimelig blickt es hinunter ins Reusstal. Rundum ein wunderbarer Bergkranz, also wie geschaffen für denjenigen, der fort will vom aufreibenden Getümmel. (...). Mit Zeichnung.

Der öffentliche Dienst, 1927-08-05.
Flügelrad > Ferienheim Strengmatt. 1927-08-05.doc.

 

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04.05.1923 Erstfeld
Silenen
Zürich
Flügelrad
Gemeinde- und Staatsarbeiter Zürich
Strassenbahner Zürich

Feriehaus
Ferienheim Strengmatt
Volltext

Ein Ferienheim. (Eing.)  Auf grüner Alpterrasse, in der Nähe eines dunkelgrünen Tannenwaldes steht an sonniger Halde ein wetterbraunes Häuschen, das gar freundlich und heimelig in das Reusstal hinunterblickt. Umgeben von einem Kranz majestätischer Bergesriesen, ist es wie geschaffen, um dem durch harte Tagesfron im Fabrik- oder Stadtgetriebe Abgehetzten und Ermüdeten Ruhe und Erholung zu bieten. Dasselbe liegt halbwegs zwischen Erstfeld und Silenen am Fusse des Rinderstocks und ist Eigentum des Alpenklubs Flügelrad Zürich, einer vor vielen Jahren von den zürcherischen Strassenbahnern  gegründeten alpinen Vereinigung. (...).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-05-04.
Flügelrad > Ferienheim Strengmatt. 1923-05-04.doc.

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