Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 8

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
25.03.1993 Schweiz
Personen
VHTL-Zeitung
Emil Haber
Peter Werner Küng
Fotos
Nachruf
Volltext
Emil Haber hat uns verlassen. Völlig unerwartet hat uns die Nachricht vom Tode unseres Kollegen Emil Haber erreicht. ; Er ist am 3. März in seinem, 77. Altersjahr verstorben. Emil Haber ist am 31. Dezember 1978 altershalber vom Amt als Zentralkassier unserer Gewerkschaft zurückgetreten. 1943 war er als Geschäftsstellenleiter der Büchergilde Gutenberg in Bern der VHTL beigetreten. Im Jahre 1958 wurde er als vollamtlicher Sekretär auf unser Sekretariat in Bern berufen, wo er das Handelspersonal betreute. 1963 zog der in Bern tätige Basler nach Zürich, um seine gewerkschaftliche Laufbahn auf dem Zentralsekretariat fortzusetzen. Der Kongress 1966 wählte ihn schliesslich als Nachfolger von Werner Schneiter zum Zentralkassier. In seine 12jährige Amtszeit fiel als „Hauptwerk“ die Schaffung der Stiftung Hilfskasse VHTL, die den weitreichenden Ausbau der bis heute geschätzten Verbandsleistungen ermöglichte: den damals bahnbrechenden beruflichen und ausserberuflichen Verkehrsrechtsschutz und die Hilfe bei Lohnausfällen infolge Konkurs des Arbeitgebers beispielsweise. Über die Grenzen der VHTL hinaus wirkte Emil Haber in verschiedenen Gremien, vor allem in genossenschaftlichen und gemeinnützigen Unternehmungen, auch nach seiner Pensionierung 'bis zu seinem Hinschied aktiv mit. (…).
Peter W. Küng Zentralpräsident VHTL.
VHTL-Zeitung, 25.3.1993.
Personen > Haber Emil. Nachruf Peter W. Kueng. VHTL-Zeitung, 1993-03-25.
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20.02.1988 SG Kanton
Berner Tagwacht
Personen
Peter Werner Küng
Autopartei
Volltext
Freiheit oder Ellenbogengesellschaft? Den Rest Freiheit bewahren. „Lasst uns den Rest Freiheit!“ stand in Wahlaufrufen der Auto-Partei im Kanton St. Gallen. Auf Anhieb gelang es ihr, sieben Grossratsmandate zu erringen. Liegt dieser Wahlerfolg in der Sehnsucht der Menschen nach Freiräumen begründet, die sie weitgehend verloren haben? Oder anders herum gefragt: ist in unserer hochtechnologisierten Zeit das private Motorfahrzeug wirklich noch der letzte Rest Freiheit? In vielen Bereichen ist der Mensch heute Einengungen unterworfen. Gefährliche Prozesse (Atomreaktoren, Chemiefabriken usw.) machen schärfste Sicherheitsmassnahmen erforderlich. Polizei, Sicherheitskräfte, Überwachungssysteme werden eingesetzt. Aber auch ausserhalb eigentlicher Gefahrenbereiche wird mehr und mehr kontrolliert und überwacht. Kaum ein grösseres Geschäftshaus kann man noch betreten, ohne Sicherheitssperren passieren zu müssen. Verteilzentralen und Fabrikareale sind mit hohen Zäunen eingefriedet (!) und mit Eingangskontrollen versehen worden. In Warenhäusern und Supermärkten sind Überwachungsanlagen installiert, die beim Verlassen des Geschäftes losheulen, wenn die Verkäuferin vergessen hat, die Alarmetikette zu entschärfen. Computer und ihre Vernetzung machen eine weitgehende Überwachung des Menschen bis in persönliche Details möglich. Verhalten und Gewohnheiten des einzelnen können registriert werden. Die Optimierung der Betriebsabläufe engt den Freiraum immer mehr ein; Menschen werden gewissermassen zu Bestandteilen der Maschine oder Produktionsstrasse. Das alles schafft Unbehagen. (…). Peter W. Küng VHTL-Zentralpräsident.
Berner Tagwacht, 20.2.1988.
TW > Autopartei SG Kanton. TW, 20.2.1988.
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02.12.1987 Schweiz
Personen
VHTL Schweiz
VHTL-Zeitung
Peter Werner Küng
Arbeitszeit
Ausbeutung
Volltext

Disziplin und Kapovaz. Wir Arbeiterinnen und Arbeiter müssten fleissiger, disziplinierter, flexibler, bescheidener und genügsamer sein.  Das wissen wir dank der Schweizerischen Arbeitgeber-Zeitung (SAZ), die Woche für Woche diese hohen Tugenden von uns fordert. Zurzeit macht dieser Zeitschrift das gewerkschaftliche Begehren auf Arbeitszeitverkürzung zu schaffen. Alle Register werden gezogen, um gegen unsere Initiative Sturm zu laufen. Da kann es dann schon einmal passieren, dass man sich verheddert und über die eigenen Beine stolpert. Beginnen wir mit der Disziplin: In einem Artikel, abgedruckt aus dem Wochenbericht des Zürcher Bankhauses Julius Bär, wird bitter darüber Klage geführt, dass heutzutage die Disziplin zu wünschen übrig lasse und zu einem Reizwort in Gesellschaft und Wirtschaft geworden sei. Anti-autoritäre Erziehung führe unter anderem dazu, dass sich die Freude an der Arbeit, die mit Eigenanstrengung verknüpft sei, nicht herausbilde. Die Folge seien Leistungsverweigerer und Aussteiger. Anstelle von Reife trete Infantilismus. (...). Peter W. Küng, VHTL-Zentralpräsident.

VHTL-Zeitung, 1987-12-02.
VHTL > Arbeitszeit. 1987-12-02.doc.

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07.10.1987 Schweiz
Personen
VHTL Schweiz
Peter Werner Küng
Friedensabkommen
Sozialpartnerschaft
Volltext

Solidarität braucht Lebensraum. In seiner Ansprache zur Jubiläumsfeier zum 50jährigen Bestehen des „Friedensabkommens“ beklagte der Präsident des Arbeitgeberverbandes ASM, dass die Bereitschaft des einzelnen sinke, für die Gesamtheit Opfer zu  bringen. „Mangelndes Interesse, mangelndes Solidaritätsgefühl führen heute oft zu Gleichgültigkeit, ja zu Egoismus.“ Mit dieser Feststellung steht der Referent nicht allein. Auch ich habe in meiner Eröffnungsrede anlässlich unseres diesjährigen VHTL-Kongresses den heutigen Trend zur Ellbogengesellschaft beklagt. Meine diesbezügliche Feststellung ergänzte ich allerdings mit dem Satz: „Wir lassen uns vom schädlichen Zeitgeist des Egoismus nicht beirren und halten an unseren Grundsätzen übergreifender Solidarität fest.“ Gleichlautende  Beurteilungen machen einen natürlich stutzig. Das könnte ja heissen, man sitze auf dem falschen Dampfer. (...). Peter W. Küng, VHTL-Zentralpräsident.

VHTL-Zeitung, 1987-10-07.
VHTL-Zeitung > Friedensabkommen. Peter W. Küng. 1987-10-07.doc.

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03.12.1986 Schweiz
Personen
SGB
VHTL-Zeitung
Rita Gassmann
Peter Werner Küng
Präsidium
SGB
Volltext
Unsere Rita im Präsidium des SGB. Einstimmig und mit kräftigem Applaus ist Kollegin Rita Gassmann vom Kongress zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) gewählt worden. Ich gratuliere Rita zu dieser ehrenvollen Wahl aufs herzlichste und wünsche ihr für diese wichtige Aufgabe viel Kraft, Glück und Erfolg. Wir sind mächtig stolz darauf, dass nun im SGB-Präsidium ein VHTL-Mitglied Einsitz nimmt. Das war seit den Zeiten von Kollege Männi Leuenberger nicht mehr der Fall. Mit Rita Gassmann ist nicht einfach eine Frau gewählt worden. Sie ist bekanntlich Zentralsekretärin unserer Gewerkschaft VHTL mit allen Rechten und Pflichten. Sie führt Lohn- und Vertragsverhandlungen, und mancher Arbeitgeber weiss wohl ein Lied über ihre Standhaftigkeit und über ihr Durchsetzungsvermögen zu singen. Entscheidende Durchbrüche in der Vertragspolitik kann sie als ihr Verdienst buchen: 1980 gelang ihr bei Coop Schweiz die Einführung von 4 Wochen Ferien für alle. In den diesjährigen Verhandlungen mit dem Migros-Genossenschafts-Bund konnte sie (in zwei Stufen) die (?)-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich durchsetzen! Die Betreuung der Frauen in unserer Gewerkschaft ist ihr als zusätzliche Aufgabe überbunden. Auch hier zeigen sich Erfolge. Seit Jahren wächst der Anteil der weiblichen Mitglieder kontinuierlich. Zurzeit stehen wir bei rund 25 Prozent. Zweifelsohne wird der Frauenanteil in der Gewerkschaft VHTL weiterhin steigen. Betrachtet man unser Rekrutierungsfeld, dann drängt sich die Feststellung geradezu auf, die Zukunft liege bei den Frauen. (…). Peter W. Küng, Zentralpräsident.
VHTL-Zeitung, 3.12.1986.
Personen > Kueng Peter W. Rita Gassmann. SGB. VHTL-Zeitung, 1986-12-03.
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02.07.1986 Schweiz
Frauen
Personen
VHTL-Zeitung
Peter Werner Küng
Frauen
Volltext
Frauen kommen langsam - aber gewaltig! Ein- Viertel der VHTL-Mitglieder sind Frauen. Mit diesem Anteil stehen wir innerhalb des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) komfortabel da; dort beträgt der Frauenanteil etwa 12 Prozent. Noch immer werden Gewerkschaften vorwiegend als Männerdomäne angesehen. In der Einleitung zum neu erschienenen Buch „Syndicalisme au futur“ steht geschrieben, die Gewerkschaften beschränkten sich nach wie vor weitgehend auf die Vertretung der Interessen der traditionellen qualifizierten männlichen Industriearbeiter. Die Gewerkschaft VHTL fällt da seit jeher etwas aus dem Rahmen. Das liegt an unserem spezifischen Branchenspektrum. Selbst im industriellen Bereich (Nahrungsmittel, Tabak) sind vergleichsweise viele Frauen beschäftigt. Unser Rekrutierungsfeld liegt mehrheitlich im tertiären Sektor, bei den sogenannten Dienstleistungen. Da ist der Anteil der beschäftigten Frauen besonders gross; im Detailhandel sind Frauen klar in der Mehrheit. Frauen haben heutzutage besonderen Anlass, zusammenzustehen und sich gewerkschaftlich zu organisieren. Die Nachteile flexibilisierter Arbeitszeiten und liberalisierter Ladenöffnungszeiten werden in erster Linie die Frauen treffen. Gleiches gilt auch für die drohende Bildschirm-Heimarbeit. Wir wollen nicht, dass uns die Technologien des 21. Jahrhunderts arbeitsrechtlich ins 19. Jahrhundert zurückwerfen! Es darf nicht so weit kommen, dass Arbeitnehmerinnen ihr Leben künftig vorwiegend am Telefon verbringen müssen, um den Anruf für den nächsten Arbeitseinsatz à la KAPOVAZ (kapazitätsorientierte variable (…). Peter W. Küng, Zentralpräsident
VHTL-Zeitung, 2.7.1986.
Personen > Kueng Peter W. Frauen. VHTL-Zeitung, 1986-07-02.
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01.05.1986 Schweiz
Personen
VHTL Schweiz
Peter Werner Küng
1. Mai Schweiz
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1. Mai – Tag der arbeitenden Menschen. Von Zentralpräsident Peter W. Küng. Traditionellerweise spricht man zwar vom „Tag der Arbeit“. Natürlich ist das eine sprachliche Verkürzung. Im Mittelpunkt des internationalen Kampf- und Feiertages steht der Mensch, der arbeitende Mensch. Die Unternehmer sprechen vor allem von Arbeitsleistung und Konkurrenzfähigkeit. Für uns ist Arbeit mehr als eine blosse Funktion in der Wirtschaft, als ein Produktionsfaktor, als eine Waffe auf dem Gefechtsfeld eines immer rücksichtsloser geführten Konkurrenzkampfes. Arbeit gehört zum unverzichtbaren Inhalt menschlichen Lebens. Dabei ist nicht die Arbeit an sich der Wert, sondern es ist die besondere Aufgabe, die damit verbunden ist. Man muss höllisch aufpassen, wenn heutzutage angesichts weltweiter Arbeitslosigkeit undifferenziert von Arbeit und Beschäftigung gesprochen wird. Blosse Beschäftigungstherapie erfüllt die Anforderungen an menschenwürdige Arbeit nicht. (...).

VHTL-Zeitung, 23.4.1986.
VHTL > 1. Mai Schweiz. 1.5.1986.doc.

1. Mai Schweiz. 1.5.1986.pdf

26.03.1986 Schweiz
Personen
VHTL-Zeitung
Peter Werner Küng
Autopartei
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Nationalräte am Pranger der Auto- Partei. Der schweizerische Blätterwald hat eine zweifelhafte Bereicherung erfahren: Die Auto-Partei gibt die Zeitung „Tacho“ heraus. Was das Trio Dreher, Baer, Ebeling-Stiefelmeier in diesem Blatt von sich gibt, ist allerdings nicht das Papier wert, auf dem die Texte gedruckt sind. Und so könnte man getrost zur Tagesordnung übergehen. Wenn da nicht die Listen wären. In den drei bisher erschienenen Ausgaben des „Tacho“ werden die „autofeindlichen Politiker“ aufgelistet. Dass Sozialdemokraten zuhauf in dieser Aufstellung vorkommen, verwundert nicht. Schliesslich firmieren die Redaktoren ja auch gleichzeitig als reaktionäre „Bürgeraktion“. Die erwähnten Tabellen sind aber auch mit vielen bürgerlichen Parlamentariern gespickt. Und so wie im „Tacho“ Autofeindlichkeit definiert wird, dürfte eine Hand ausreichen, um die paar wenigen verbleibenden Autofreunde unter der Bundeskuppel noch zu zählen. Am Pranger steht auch unser VHTL-Mitglied Nationalrat Otto Nauer. Wer ihn kennt (und wer kennt ihn nicht?), weiss um seine grossen Verdienste im Bereich des genossenschaftlichen Wohnungsbaus. Hunderte, Tausende von Familien verdanken seinem Einsatz ein preisgünstiges Heim. Was wäre beispielsweise die Stadt Zürich ohne die genossenschaftlichen Wohnsiedlungen! (…). Peter W. Küng, VHTL-Präsident.
VHTL-Zeitung, 26.3.1986.
VHTL-Zeitung > Autopartei. VHTL-Zeitung, 26.3.1986.
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