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Anzahl gefundene Artikel: 8

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
04.12.2019 Schweiz
Ständerat
Travail.Suisse

Betreuungsberufe
Pflegepersonal
Volltext
Betreuende Angehörige: Der Ständerat geht einen Schritt weiter. Der Ständerat ist heute bei der Beratung des Gesetzesentwurfs zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenbetreuung seiner Kommission gefolgt. Die Mitglieder der kleinen Kammer haben die vier im Gesetzesentwurf vorgesehenen Massnahmen einstimmig gutgeheissen. Sie haben zudem einer Korrektur bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen zugestimmt. Jetzt muss der Nationalrat von der Stichhaltigkeit dieses neuen Elements überzeugt werden. Die Interessengemeinschaft Angehörigenbetreuung IGAB unterstützt die Neuerung vorbehaltlos. Der Entwurf des Bundesrates enthält vier Massnahmen im Hinblick auf die bessere Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit und Angehörigenbetreuung. Die IGAB hat sich von Anfang an für diese Vorlage eingesetzt, weil sie den betreuenden Angehörigen einige, wenn auch noch zu bescheidene Verbesserungen bringt. Der auf die anderen Familienmitglieder ausgedehnte bezahlte Kurzurlaub von drei Tagen, der bezahlte Urlaub von 14 Wochen für Eltern von schwer kranken oder verunfallten Kindern, die Modernisierung des Systems der Betreuungsgutschriften in der AHV sowie die weitere Ausrichtung der Hilflosenentschädigung und des Intensivpflegezuschlags für Kinder mit Behinderungen bei einem Spitalaufenthalt sind für die erwerbstätigen betreuenden Angehörigen dringend nötig. Die neue vom Ständerat verabschiedete Massnahme sieht eine Anpassung der Mietzinsmaxima (…).
Travail.Suisse, Medienmitteilung, 4.12.2019.
Travail.Suisse > Pflegepersonal. Staenderat. Travail.Suisse, 2019-12-04.
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01.10.2017 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Betreuungsberufe
Volltext
Zaghafte Vorschläge des Bundesrats zur Entlastung pflegender und betreuender Angehöriger. Die grosse Lücke. Der Bundesrat will zwar pflegende und betreuende Angehörige entlasten. Doch das Vereinbarkeitsproblem, das entsteht, wenn die alte Mutter plötzlich Unterstützung im Alltag braucht, löst er mit seinen Ideen nicht ansatzweise. Im Februar hat der Bundesrat angekündigt, dass er pflegende und betreuende Angehörige zeitlich und finanziell entlasten will. „Wer ein krankes Familienmitglied pflegen muss, soll sich an seinem Arbeitsplatz kurzfristig freistellen lassen können“, schreibt er. Er denkt zudem an einen länger dauernden Betreuungsurlaub, den er allerdings nur im Hinblick auf schwer erkrankte oder verunfallte Kinder einführen will. Ziel sei, dass die Eltern während der Pflege der Kinder im Erwerbsleben bleiben können; angedacht ist ein Ersatz des Lohnausfalls analog zur Mutterschaft. Mit der Ausweitung der Betreuungsgutschriften in der AHV sollen zudem auch jene besser geschützt werden, die Verwandte mit lediglich leichter Hilflosigkeit betreuen (bisher ist mittlere Hilflosigkeit die Voraussetzung dafür, dass in der AHV Gutschriften gemacht werden können). Grössere Distanzen. Für die Betreuung von pflegebedürftigen Erwachsenen - also namentlich für die Sorge für die eigenen Eltern, wenn sie Unterstützung benötigen - ist offenbar kein Betreuungsurlaub vorgesehen, wie er etwa (siehe folgende Seiten) in Deutschland (wenn auch schlecht finanziert) oder in Österreich (wenn auch ohne Rechtsanspruch) besteht. (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, Oktober 2017.
Personen > Schlatter Christoph. Betreuungsberufe. VPOD-Magazin, 2017-10-01.
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01.10.2017 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Christine Flitner
Betreuungsberufe
Volltext
Im November erscheint die neue VPOD-Broschüre über Rechte und Hilfsangebote für betreuende Angehörige. Wer schaut zu Opa? Viele Frauen und auch zunehmend mehr Männer sorgen neben der Berufsarbeit für eine pflegebedürftige Person. Was tun, wenn eine solche Aufgabe ansteht? Eine neue VPOD-Broschüre, die im November erscheinen soll, ist als Leitfaden für Leute in dieser Situation gedacht. Die Arbeitsbedingungen in der Schweiz sind auf Angehörigenpflege nicht ausreichend eingestellt. Auch die öffentlichen Angebote wie Tagesheime, Ferienentlastung oder Alterswohnungen sind an den meisten Orten unzureichend ausgebaut, da sich die Politik erst ganz zögerlich mit diesen Fragen beschäftigt. Dagegen gibt es unterdessen zahllose private Firmen und Pflegedienste, welche Hilfe und Unterstützung anbieten. Allerdings fragen sich viele Menschen zurecht, ob diese Angebote seriös sind und welche Verpflichtungen mit der Anstellung von Personal verbunden sind. Schwammige Bestimmungen. Das Arbeitsgesetz hält den Arbeitgeber zu Rücksichtnahme auf Arbeitnehmende mit Familienpflichten an. Die Bestimmung bezieht sich nicht nur auf Kinder; vielmehr ist die Betreuung anderer pflegebedürftiger Angehöriger ausdrücklich erwähnt. Allerdings sind die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes zumeist schwammig formuliert und, besonders in kleineren Betrieben, schwer durchsetzbar. Grundsätzlich ist die Arbeitnehmerin aber berechtigt, kurzfristig bis zu 3 Tage von der Arbeit fernzubleiben, auch wenn nicht das Kind, sondern zum Beispiel die Mutter erkrankt. Die Frage der Entlohnung ist aber nicht geregelt. Bei kranken Kindern wird die  (…). Christine Flitner.
VPOD-Magazin > Flitner Christine. Betreuungsberufe. VPOD-Magazin, 2017-10-01.
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22.06.2017 Schweiz
Arbeitsgesetz
Unia Schweiz

Arbeitsgesetz
Betreuungsberufe
Volltext
Neue Regelungen zur 24-Stunden-Betreuungsarbeit. Das Arbeitsgesetz muss für alle gelten! Der Bundesrat hat beschlossen, die 24-Stunden Betreuungsarbeit in Privathaushalten an die Kantonen zu delegieren und in unverbindlichen Normalarbeitsverträgen (NAV) zu regeln. Für die Gewerkschaft Unia ist diese Regelung zahnlos. Die Unia fordert eine Unterstellung unter das Arbeitsgesetz, Gesamtarbeitsverträge im ganzen Langzeitpflegebereich und eine neue Pflegefinanzierung. Für die Unia greift der Entscheid des Bundesrates zu wenig weit: Normalarbeitsverträge können mit Einzelarbeitsverträgen umgangen werden. Unterstellung unter Arbeitsgesetz und GAV gefordert. Um die Arbeitnehmenden im Langzeitpflegebereich besser zu schützen, braucht es eine Unterstellung unter das Arbeitsgesetz. Diesen Schutz haben alle verdient und wird auch durch die ILO-Konvention 189 verlangt. Die Unia fordert ausserdem Gesamtarbeitsverträge für den ganzen Langzeitpflegebereich. Pflegefinanzierung neu regeln. Im Herbst wird der Nationalrat über die Finanzierung der Pflegeleistungen debattieren. Die Unia wird sich dafür einsetzen, dass den Arbeitnehmenden ein vernünftiger arbeitsrechtlicher Schutz gewährleistet wird und auch neue Finanzierungsmodelle diskutiert werden. Statt die Kosten auf Private zu überwälzen, steht der Bundesrat in der Pflicht! Gegen weitere Pflästerlipolitik wehrt sich die Gewerkschaft vehement. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 22.6.2017.
Unia Schweiz > Arbeitsgesetz. Betreuungsarbeit. Unia Schweiz, 2017-06-22.
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06.06.2016 Schweiz
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Betreuungsberufe
Pflegepersonal
Volltext
Branchenkonferenz Pflege & Betreuung. Unia fordert vom Bundesrat bessere Arbeitsbedingungen in Pflege und Betreuung. An der heutigen Branchenkonferenz Pflege und Betreuung forderten die rund 60 Unia-Delegierten den Bundesrat auf, bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege zu schaffen. Dazu braucht es alternative Finanzierungsmodelle und gute Gesamtarbeitsverträge. Nur so können die hohe Berufsaustrittsrate von 45% in Pflege und Betreuung verhindert und bis 2020 die 77‘000 vakanten Stellen besetzt werden. Heute Montag, 6. Juni 2016, trafen sich um die 60 Delegierte der Gewerkschaft Unia zur nationalen Branchenkonferenz Pflege und Betreuung. Die Pflegenden und Betreuer/innen diskutierten den jüngst publizierten Bericht des Bundesrates über Perspektiven in der Langzeitpflege. Der Bundesrat stellt zwar fest, dass bis 2020 77‘000 Fachleute fehlen, berücksichtigt aber nicht, dass knapp 45% der Pflegenden frühzeitig aus ihrem Beruf ausscheiden. In einer einstimmig verabschiedeten Resolution kritisieren die Delegierten den fehlenden Fokus des Bundesrates auf die Arbeitsbedingungen der Pflegenden. Resolution fordert alternative Finanzierungsmodelle für gute Arbeitsbedingungen. Mit einer Resolution fordern die Delegierten die Regierung auf, die finanziellen Mittel für gute Pflege zur Verfügung zu stellen und Massnahmen zu ergreifen, damit in der Pflege wieder der Mensch und nicht wirtschaftliche Überlegungen im Mittelpunkt stehen. Die Resolution verlangt alternative Finanzierungsmodelle, um faire Löhne und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu sichern; nur so können gute Arbeitsbedingungen gewährleistet (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 6.6.2016.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2016-06-06.
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31.03.2016 Schweiz
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Betreuungsberufe
Investitionen
Volltext
Investieren in Care-Arbeit anstatt Steuern senken. Die sinnvolle Antwort um Arbeitsplätze zu schaffen. Die gängige neoliberale Antwort auf Wirtschaftskrisen und Arbeitslosigkeit sind Steuersenkungen. Eindeutig der bessere Weg, um mehr Stellen zu schaffen, wären Investitionen. Im Care-Bereich würden sie am meisten wirken. Das belegt eine neue Studie des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB). Steuersenkungen führen bei der öffentlichen Hand zu Mindereinnahmen. Auf solche reagiert sie mit Sparmassnahmen. Diese führen zu Stellenabbau. Ob dieser Abbau kompensiert wird, weil die Privaten wegen der Steuersenkungen mehr Geld ausgeben, ist fraglich. Investieren in Care-Arbeit ist das wirkungsvollste Instrument. Eine neue Analyse, die der Internationale Gewerkschaftsbund IGB in Australien, Dänemark, Deutschland, Italien, Japan, Grossbritannien und den USA durchgeführt hat, kommt zum Schluss, dass es bessere Wege aus der Krise gibt. Anhand von Modellrechnungen zeigen die StudienautorInnen, dass Investitionen in die Care-Ökonomie, also in die Versorgung und Betreuung von Kindern sowie pflegebedürftigen Erwachsenen, das wirkungsvollste Instrument sind, um Arbeitsplätze zu schaffen. Wenn in den sieben untersuchten OECD-Ländern zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts in den Care-Sektor investiert würden, hätte dies neben neuen Arbeitsplätzen im Care-Bereich auch einen Stellenanstieg bei den Zulieferern sowie - aufgrund gestiegener Haushaltseinkommen - in weiteren Sektoren zur Folge. (…). Regula Bühlmann.
SGB, 31.3.2016.
Personen > Bühlmann Regula. Betreuungsarbeit. Investitionen. SGB, 2016-03-31.
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11.02.2016 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Luca Cirigliano
Betreuungsberufe
Hausarbeit
Volltext
Mehr Fairness statt neue Ausbeutung. Die Lücke in der Care-Arbeit wird immer grösser. Pflege und Betreuung sind je länger je weniger gesichert. Prekäre Jobs nehmen zu. Deshalb muss der Staat hier mehr investieren - die Männer auch. Obwohl immer mehr Frauen erwerbstätig sind, leisten sie auch heute noch einen Grossteil der unbezahlten Arbeit - Pflege- und Betreuungsleistungen nicht nur für Kinder, sondern auch für ältere und kranke Angehörige. Diese Arbeit, unter dem Begriff Care zusammengefasst, ist ein blinder Fleck in der Ökonomie. Solange sie gratis geleistet wird, taucht sie in den Wirtschaftsstatistiken gar nicht erst auf. Kommt dazu, dass die Care-Arbeit nicht der in der Ökonomie allgegenwärtigen Effizienzlogik gehorcht: Wir können zwar immer schneller Autos produzieren, aber nicht effizienter Kinder trösten oder Kranke pflegen. Lücke in der Versorgung. Frauen sind jedoch nicht mehr bedingungslos bereit, diese Arbeit zu übernehmen und das finanzielle Risiko zu tragen. Während unsere Lebenserwartung steigt und die Care-Arbeit an Bedeutung zunimmt, verzichten je länger je weniger Frauen auf einen eigenen Lohn und finanzielle Absicherung, um sogenannte Liebesarbeit zu leisten. Und Männer übernehmen nicht in dem Mass mehr unbezahlte Arbeit, wie Frauen bezahlte übernehmen. In der Versorgung von Kindern und Pflegebedürftigen ist eine Lücke entstanden. Sie wird grösser werden, wenn wir nicht Gegensteuer geben. Mangelhafter Schutz für Care-Migrantinnen. Institutionen wie Kitas, Spitäler und die Spitex können diese Lücke schon jetzt nicht mehr schliessen. Gerade die Pflege älterer (…). Regula Bühlmann, Luca Cirigliano.
SGB, 11.2.2016.
Personen > Bühlmann Regula. Betreuungsarbeit. Löhne. SGB, 2016-02-11.
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01.12.2014 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Betreuungsberufe
Männer
Volltext
Eine Tagung über Männermangel in Betreuungsberufen konstatiert Handlungsbedarf. Der Mann im Heuhaufen. „Wie wichtig sind Männer in der Betreuung?“, fragte eine OdA-Tagung in Bern. Niemand hielt das einst „stark“ genannte Geschlecht für verzichtbar. Weniger klar war, wie man es für das soziale Berufsfeld gewinnt. Und leider wurde einmal mehr viel über den „Mann als Monster“ gesprochen. Konsens an der gemeinsam von der OdA Soziales Bern und der Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule BFF Bern organisierten Impulstagung: Es ist nicht gut, wenn in Betreuungseinrichtungen geschlechtliche Monokultur herrscht. Walter Hollstein, dem die Bezeichnung „Männerforscher“ ursprünglich in abwertender Weise angehängt worden ist, unterstrich dies mit Erkenntnissen aus der Wissenschaft. Geschlechtsspezifisches Spielverhalten etwa ist gut dokumentiert: Mütter spielen mit ihren Kindern im Allgemeinen fürsorglicher, aber gleichförmiger als Väter, die mehr Experiment und Risiko wagen. Auch der Umgang mit Aggressionen ist unterschiedlich: Erzieherinnen neigen dazu, sie zu vermeiden oder zu deckeln, Erzieher lassen's eher mal krachen. Männer sind in Erziehungsaufgaben also eher die Herausforderer, Frauen die Kommunikativen und die Bindungsorientierten. Hollstein sprach von einer echten Not der Buben, die in Familie, Schule, Kita und Hort fast ausschliesslich Frauen begegnen und sich vorkommen müssten wie Fremde in einem Land, in dem niemand ihre Sprache spricht. Zerbröselndes Rollenbild. (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, Dezember 2014.
Personen > Schlatter Christoph. Männer. Betreuungsbrerufe. VPOD-Magazin, Dez. 2014.
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