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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
02.10.2017 Spanien
Junge Welt
Nationalismus

Nationalismus
Referendum
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Spaniens Spalter. Rajoy spielt nationale Karte. Der Zusammenstoss war gewollt. Er war die logische Folge einer kompromisslosen, auf Provokation gerichteten Politik der Volkspartei-Regierung in Madrid. Die Polizeiknüppel und Gummigeschosse, welche die Katalanen an diesem Sonntag zu spüren bekamen, waren nicht nur an sie adressiert. Ministerpräsident Mariano Rajoy schwingt die Peitsche, um fester im Sattel zu sitzen. In diesem hatte er sich nach dem Debakel seines Partido Popular (PP) 2015 gerade noch halten können. Mit deren Korruptionsskandalen und ihrem Rotstift bei den Leistungen für „kleine Leute“ lässt sich kaum punkten, mit der nationalen Karte schon. Dabei kommt die autoritäre Seite des postfranquistischen Spanien deutlich zum Vorschein. Um es mit härterer Hand führen zu können, reitet Rajoy sein Land immer tiefer in den Konflikt mit dem nordöstlichen Landesteil. Für ein solches Kalkül spricht, dass Kataloniens Unabhängigkeitsbefürworter für ihr Projekt keineswegs über eine gesicherte Mehrheit unter den Einwohnern der autonomen Gemeinschaft, von denen viele Wurzeln in anderen Teilen Spaniens haben, verfügen. Mit ausreichend Angstmache vor den ökonomischen Folgen wäre eine Abspaltung wohl auch ohne Machtdemonstrationen abzuwenden gewesen. Ihren Aufschwung seit einem Jahrzehnt verdankt die Bewegung vor allem der Krise, in die Spaniens Wirtschaft steuerte. Die EU-gelenkte Politik der sozialen Spaltung, mit der ihr Madrid begegnete, stärkte das Gefühl „Rette sich, wer kann!“ Als historisch (…).
Junge Welt, 2.10.2017.
Junge Welt > Spanien. Nationalismus. Junge Welt, 2017-10-02.
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19.12.2013 Schweiz
Nationalismus
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Rudolf Strahm
Einwanderung
Rassismus
Volltext

Der Erguss. Endlich ist es aus ihm raus: Der Berner SP-Politiker Rudolf Strahm wirbt für ein „linkes“ Ja zur SVP-Abschottungsinitiative. Strahm hat seinen Überfremdungsängsten zwar immer wieder Luft gemacht. Zum Beispiel 2001 im „“Gurtenmanifest“, einem Traktätchen des rechten SP-Flügels rund um Simonetta Sommaruga, das eine „Begrenzung der Zuwanderung“ verlangte. Der Täufer-Bub aus dem Emmental politisiert schon lange mit einem Schuss Blocher. Doch aus dem Schuss ist jetzt ein Erguss geworden: Strahm macht SVP-Politik. Mit allen Ressentiments. Wenn die Schweiz die „Tiefstlohn- Zuwanderer“ nicht stoppe, werde alles nur noch schlimmer. Sagte Strahm kürzlich in einem Interview mit der „Schweiz am Sonntag“. Horror, hier. Aus „den bildungsfernen Schichten Portugals, Ungarns, Siebenbürgens und bald ganz Rumäniens und Bulgariens“ würden sie kommen. „Zuwanderung ins Sozialsystem“ nennt Strahm das. (...).
Marie-Josée Kuhn. Editorial. Work.

Work online. 19.12.2013.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Rudolf Strahm. Rassismus. Work. 2013-12-19.

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19.11.2010 Schweiz
Nationalismus
Patriotismus
Personen
Work
Peter Bichsel
Christoph Blocher
Marie-Josée Kuhn
Ausschaffungs-Initiative

Schriftsteller Peter Bichsel gegen die SVP-Ausschaffungsinitiative und über ihr wahres Ziel: "Blocher will die ganze Schweiz". Lange hat Peter Bichsel (75) geschwiegen, jetzt spricht der grösste lebende Dichter der Schweiz Klartext. Bei der Ausschaffungsinitiative gehe es nicht primär um die Ausländer, es gehe um den Sieg der SVP. Denn die Blocher-Partei wolle die absolute Mehrheit in der Schwiez. (...). Mit Foto von Peter Bichsel.

Marie-José Kuhn. Work. Freitag, 19.11.2010. Standort: Sozialarchiv.

Bichsel Peter. Interview. 19.11.2010.pdf

20.06.1919 Deutschland
Österreich
Schweiz
Chauvinismus
Nationalismus
Patriotismus
Personen
Friedrich Adler
Volltext

Der Patriotismus. Was ist das Vaterland? Eine zufällige Anhäufung von Menschen auf einem bestimmten Stück Erde, die infolge von blutigen Kriegern da zusammengepfercht wurden. Wenn die Waadtländer in ihrem schweizerischen Patriotismus die Schlachten von Grandson und Murten feiern, wenn unser Landsmann Eugene Burnand in seiner meisterhaften Weise uns auf seiner Leinwand die finstere und traurige Figur Karls des Kühnen zeigt, dessen Stolz sich vor den Schweizerhirten beugen musste, dann vergessen wir ganz, dass unsere Waadtländer Voreltern Soldaten eben dieses Herzogs von Brugund waren und in diesen Schlachten vor ihren ehemaligen Erobern, den Schweizern, flohen. Es ist eben eine drollige Sache um diesen Patriotismus, der sich wie ein Aal windet und an alle Verhältnisse anpasst. Sind nicht die chauvinistischen „Franzosen“ in Frankreich geborene Deutsche? Sind die wütenden Antisemiten nicht selbst getaufte Juden? Sehen wir nicht, wie Deutsche, Schweizer, selbige Franzosen nach einigem Aufenthalt in England die Vollblut-Engländer spielten, ja, englischer sich gebärden als ein alter Lord? (...). Friedrich Adler.

Schweizerische Strassenbahner-Zeitung, 20.6.1919

Adler Friedrich. 20.6.1919.doc

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