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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
01.12.2020 Schweiz
Pflegepersonal
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Coronavirus
Volltext
Covid-19 in der Betagtenpflege. Pflegende fordern von Bund und Kantonen sofortige Massnahmen. An der heutigen digitalen Branchenkonferenz Pflege und Betreuung der Unia berichteten die Teilnehmenden über unhaltbare Zustände während der Corona-Pandemie in Alters- und Pflegeheimen. Sie verabschiedeten eine Resolution, in der sie Bund und Kantone auffordern, ihre Verantwortung endlich wahrzunehmen und sofortige Entlastungmassnahmen zu ergreifen. Die rund 30 Teilnehmenden der heutigen digitalen Branchenkonferenz Pflege und Betreuung waren sich einig: Sie stossen derzeit an ihre Grenzen. Bund und Kantone müssen umgehend Massnahmen ergreifen, um das Pflege- und Betreuungspersonal in der Betagtenpflege zu entlasten. Sie haben dazu eine Resolution verabschiedet. Viele Ansteckungen und Personalausfälle. Während es in der ersten Pandemiewelle vor allem an Schutzmaterial fehlte, ist derzeit der akute Personalmangel das grösste Problem. Die Personalausfälle sind so gravierend, dass in Alters- und Pflegeheimen teilweise sogar positiv getestete Pflegende eingesetzt werden. Sie gefährden damit sich selbst, die Betagten und ihre Arbeitskolleg*innen. Die Teilnehmenden der Branchenkonferenz fordern deshalb von den Kantonen: Pflegende mit einer vermuteten oder nachgewiesenen Covid-19-Infektion dürfen unter keinen Umständen zur Arbeit herangezogen werden. Sie sollen in Isolation bleiben und sich zu Hause auskurieren können. Die Kantone müssen für genügend Personal in der Betagten-Pflege und -Betreuung sorgen: Insbesondere durch heim- und kantonsübergreifende Personalpools oder durch zusätzliche Hilfe von Zivildienstleistenden und dem Militär. Überlastung vorprogrammiert. Das verbleibende Personal häuft derzeit Überstunden an und steht im Dauereinsatz. An freien Tagen trotzdem zur Arbeit zu gehen, ist nicht mehr die Ausnahme, sondern die Norm. So gravierend die aktuelle Situation ist, so wenig überraschend kommt sie. Die Pandemie zeigt, dass die Heime durch ewige Sparmassnahmen und die Ökonomisierung der Pflege bereits vorher am Limit waren. Das Personal aus Pflege und Betreuung fordert deshalb von Bund und Kantonen: ■ Das Pflege- und Betreuungspersonal muss sich nach der Pandemie von den Strapazen erholen können, ansonsten wird die bereits sehr hohe Berufsausstiegsrate dramatische Ausmasse annehmen. Die zukünftige Entlastung der Pflegenden muss jetzt geplant werden! Es braucht nach der Pandemie «Zeit» im Sinne einer Kompensation der Überstunden und einer Arbeitszeitreduktion, „Geld“ in Form einer längst überfälligen Lohnerhöhung sowie zusätzliches Personal durch die Förderung der Aus- und Weiterbildung sowie höhere Stellenschlüssel.
Für Rückfragen:
Samuel Burri, Co-Branchenverantwortlicher Pflege Unia
Silja Kohler, Mediensprecherin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 1.12.2020.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2020-12-01
12.11.2020 Schweiz
Pflegepersonal
Unia Schweiz

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Pflegepersonal muss dringend geschützt werden. Die Bewohner*innen und das Personal in Alters- und Pflegeheimen sind massiv von der zweiten Corona-Welle betroffen. Die Meldungen von Ansteckungen häufen sich. Pflegende setzen sich täglich der Gefahr einer Ansteckung aus, gleichzeitig steigen die Arbeitsbelastung und die Personalknappheit. Die Unia fordert die Behörden auf, den Schutz des Personals in den Heimen zu priorisieren und Überlastungen zu verhindern. Die zweite Covid-19-Welle trifft die Alters- und Pflegeheime in der Schweiz mit voller Wucht. Nach und nach wird nun das Ausmass sichtbar – so sind im Kanton Neuenburg 14 von 54 Institutionen betroffen, der Kanton Waadt verzeichnete letzte Woche bereits beinahe 350 infizierte Bewohner*innen, das Tessin mehrere Hundert und im Kanton Bern waren knapp 600 Angestellte aus Alters- und Pflegeheimen in Quarantäne oder nach bestätigter Covid-19-Infektion in Isolation. Gleichzeitig wenden sich besorgte Mitglieder an die Unia, die von eklatantem Personalmangel in einzelnen Institutionen und Arbeitsaufgeboten auch bei Covid-19-Verdacht berichten. Während der Fokus von Behörden und Politik auf den Kapazitäten der Intensivstationen und der Situation in den Spitälern liegt, scheinen Alters- und Pflegeheime erneut vergessen zu gehen. Neben den Bewohner*innen müssen insbesondere auch die Pflegenden besser geschützt werden! Die Gewerkschaft Unia als mitgliederstärkste Gewerkschaft in der privaten Langzeitpflege fordert in einem heute publizierten Positionspapier von den zuständigen kantonalen Behörden sofortige Massnahmen. Keine Arbeitsaufgebote bei positivem Testergebnis oder bei Verdacht auf Covid-19. Pflegende, die in Quarantäne sollten und trotzdem zur Arbeit aufgeboten werden, stehen vor einem Gewissenskonflikt – sie wollen niemanden anstecken. Daher ist die verordnete Quarantäne zu respektieren. Die Unia wehrt sich gegen global ausgestellte Bewilligungen für Alters- und Pflegeheime, die ein Arbeitsaufgebot trotz Quarantänepflicht erlauben. Beschäftigte mit Symptomen, die auf einen Test oder ein Testergebnis warten oder sich aufgrund einer nachgewiesenen Covid-19-Infektion in Isolation befinden, dürfen in keinem Fall zur Arbeit herangezogen werden. Insbesondere stellen sich für die Pflegenden auch Haftungsfragen. Bereits während der ersten Welle wurden vereinzelt Covid-19-Patient*innen von den Spitälern in Heime verlegt. Die Gewerkschaft Unia fordert, auf solche Verlegungen zu verzichten: Denn die Heime sind sowohl von der Personalstruktur als auch von der Infrastruktur her nicht für die palliative Pflege terminaler Covid-19-Patient*innen ausgelegt. So eine Verlegung ist umso fahrlässiger, als dass die Bewohner*innen der Heime zur Hochrisikogruppe gehören. Ferner fordert die Unia Behörden und Arbeitgeber auf, eine Überlastung des Personals mit allen Mitteln zu verhindern: Die minimalen Bestimmungen des Arbeitsgesetzes sind jederzeit einzuhalten und dürfen auch zukünftig nicht weiter gelockert werden. Um einen noch massiveren Personalmangel aufzuhalten und bestehende Ausfälle zu kompensieren, müssen die kantonalen Behörden Verantwortung übernehmen und eine überbetriebliche Koordination der Personalressourcen, beispielsweise über Personalpools, gewährleisten.
Für Rückfragen: Samuel Burri, Co-Branchenverantwortlicher Pflege Unia (Deutsch)
Yolande Peisl-Gaillet, Co-Branchenverantwortlicher Pflege Unia (Französisch)
Enrico Borelli, Co-Branchenverantwortlicher Pflege Unia (Italienisch)
Silja Kohler, Mediensprecherin Unia (Deutsch)
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 12.11.2020.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Gesundheitsschutz. Unia 2020-11-12.
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05.10.2015 Schweiz
Pflegepersonal
Unia Schweiz

Konferenz
Pflegepersonal
Volltext
Unia-Branchenkonferenz Langzeitpflege und Betreuung. Schweizweite Kampagne gegen Personalmangel in Pflege und Betreuung. Personalmangel ist das zentrale Problem der Beschäftigten in Pflege und Betreuung. An der heutigen nationalen Branchenkonferenz Langzeitpflege und Betreuung der Gewerkschaft Unia in Bern beschlossen die rund 60 Delegierten eine schweizweite Kampagne für mehr Personal. Zudem haben sie das Manifest für gute Pflege und Betreuung verabschiedet: Um die Arbeitsbedingungen in der Branche zu verbessern, braucht es gute, flächendeckende Gesamtarbeitsverträge. An der zweiten nationalen Branchenkonferenz diskutierten heute in Bern rund 60 Gewerkschaftsaktivistinnen und -aktivisten aus Pflege und Betreuung über die drängendsten Probleme in der Branche. Die Delegierten aus allen Regionen der Schweiz waren sich einig: Der Personalmangel ist die grösste Herausforderung. „Die Heime arbeiten mit immer weniger Personal. Einzelne Pflegende sind für immer mehr Bewohnerinnen und Bewohner zuständig. Dies führt zu krankheitsbedingten Ausfällen und Berufsausstiegen“, so Michèle Wirth, Pflegefachfrau in einem Heim im Kanton Bern. Um diese Probleme aktiv anzugehen, beschlossen die Delegierten eine schweizweite Kampagne für mehr Personal. Lanciert wird sie in den nächsten Wochen mit einer Pressekonferenz. Manifest für gute Pflege verabschiedet. Im Mai 2015 hatte die Unia ein Manifest für gute Pflege und Betreuung lanciert. (…).
Unia Schweiz. Medienmitteilung, 5.10.2015.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Branchenkonferenz. Unia Schweiz, 5.10.2015.
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01.07.2014 ZH Kanton
Personen
Pflegepersonal
VPOD Zürich Stadt und soziale Insitutionen
Brigitte Gügler
Frauenarbeit
Gleichberechtigung
Volltext
Vereinbarkeit von Beruf und Privat im Gesundheitsbereich. Wichtige Diskussion dank VPOD. 2012 waren 76,1% der Mitarbeitenden in Zürcher Spitälern Frauen, in Alters- und Pflegeheimen sogar 80,7 Prozent. Da Frauen nach wie vor den grossen Teil der unbezahlten Familienarbeit leisten, stellt sich die Frage nach der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben in Spitälern, Kliniken, Heimen und Spitex virulent. Auf Anstoss des VPOD findet am 7. Juli im Universitätsspital Zürich eine Best-Practice-Fachtagung der Gleichstellungskommission und der Fachstelle für Gleichstellung des Kantons Zürich zum Thema statt. Im Hinblick auf diese Tagung hat der VPOD das Thema in Gremien und an einer Veranstaltung für Mitglieder diskutiert. Wo liegen die zentralen Probleme? Und welche Massnahmen wären vordringlich? Dabei wurde klar: In den 7-Tage-24-h-Betrieben leiden keineswegs nur Mitarbeitende mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen. Für alle ist es schwierig, Beziehungen zu pflegen, wenn sie an Abenden oder Wochenenden oft arbeiten oder zu erschöpft sind vom ständigen Schichtwechsel. (…). Brigitte Gügler.
VPOD Zürich, Informationen Juli 2014.
VPOD Zürich > Frauenarbeit. Pflegebereich. VPOD-Informationen, Juli 2014.
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06.05.2008 Schweiz
Pflegepersonal

Aktionstag
Aktionstag des Spitalpersonals. Ein breites Bündnis aus Pflegepersonal, Gewerkschaften und Ärzten bekämpft den neuen Gesundheitsartikel. Die Verfassungsänderung, über die am 1. Juni abgestimmt wird, schaffe die Grundlage zur Zweiklassenmedizin, führe zu Qualitätsabbau und zu schlechteren Arbeitsbedingungen, hiess es an einer Medienkonferenz. Christine Goll, VPOD-Präsidentin und Zürcher SP-Nationalrätin, sagte, den Befürwortern gehe es darum, die Krankenversicherung so weit wie möglich aus dem Konzept einer Sozialversicherung herauszubrechen und der Profitwirtschaft zugänglich zu machen. (…). Bund 6.5.2008
04.11.1999 ZH Kanton
Personen
Pflegepersonal
Yvonne Leibundgut
Lohn
Nicht ruhig gestellt. Lohnerhöhung für Pflegepersonal. Yvonne Leibundgut. WoZ 4.11.1999
02.02.1989 BE Kanton
Pflegepersonal

Löhne
Regionalgruppe gegründet. Ergotherapeuten fordern höhere Löhne. Nachdem im vergangenen Jahr Krankenschwestern mehr Lohn forderten, wehrt sich nun auch das paramedizinische Personal. Mit der Gründung eines dem schweizerischen Dachverband angeschlossenen "Vereins Regionalgruppe Bern", wollen Ergotherapeuten und Ergotherapeutinnen auf tiefe Löhne aufmerksam machen und ihren wenig bekannten Beruf der Öffentlichkeit vorstellen. BT 2.2.1989
16.02.1923 ZH Kanton
Gemeinde- und Staatsarbeiter ZH
Pflegepersonal
Regierungsrat

Lohnabbau
Lohnkürzungen
Volltext

Anstalten und kantonale Angestellte. Zum Lohnabbau der Beamten, Angestellten und Arbeiter des Kantons Zürich. Die Durchführung des Lohnabbaus der kantonalen Angestellten ist nun trotz altem Protest verschiedener Gruppen der kantonalen Angestellten vom Begierungsrat verlangt worden. Mit aller Promptheit hat die Regierung auf Antrag des Kantonsrates an die kantonalen Verwaltungen die Verfügung erlassen, dass die Auszahlung des Lohnes nach der Vorlage vom 30. Dezember 1922 erfolgen soll. Somit hat die Regierung rücksichtslos einen zweiten Lohnabbau beim Personal der Kranken- und Versorgungsanstalten durchgeführt. (...).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-02-16.
Gemeinde- und Lohnkürzungen. 1023-02-16.doc.

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