Gewerkschaftschronik
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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
09.11.2016 Schweiz
Emigranten
SGB

Kontingentssystem
Saisonnierstatut
Volltext
Kontingentsystem war unmenschlich und wirtschaftlich schädlich. SGB-Broschüre liefert Fakten zu Ausländerkontingenten und Saisonnierstatut. Erbärmliche Unterkünfte, Ghettoisierung, demütigende Gesundheitskontrollen bei der Einreise, erpressbar durch den Arbeitgeber, weil Stellenwechsel nicht erlaubt war: Eine neue SGB-Broschüre beschreibt die menschliche Härte des 1934 eingeführten Saisonnierstatuts. Dazu gehörte auch das Verbot des Familiennachzugs, dessen Folge versteckte, weil illegale Kinder waren. Sie wurden zwar vornehm als “Gastarbeiter" bezeichnet, doch gefragt an den Gästen war nur ihre Arbeitskraft. "Wir riefen Arbeiter, und es kamen Menschen", formulierte 1965 Max Frisch. Da war der Begriff “Fremdarbeiter" ehrlicher, er brachte diese Reduktion immigrierter Menschen auf ihre Arbeitskraft auf den Punkt. In der Broschüre legen drei von Ralph Hug befragte ehemalige Saisonniers Zeugnis ab. Gleichzeitig belegen Daniel Lampart und Franziska Bender in der Publikation auch den wirtschaftlichen Schaden der Kontingentierung: Die Saisonniers waren deutlich schlechter bezahlt. Lohndumping war toleriert, wenn nicht gewollt. Mit den bekannten Folgen, vor allem: Druck auf alle Löhne. Trotz oder vielmehr gerade wegen der Kontingente gab es viel Schwarzarbeit, insbesondere in der Landwirtschaft, im Bau- und Ausbaugewerbe. Das staatliche Rotationsprinzip, das eine Integration der Saisonniers verhindern wollte, verhinderte primär eine Kontinuität in der Arbeitsorganisation, blockte Teamgeist ab, schränkte Innovation ein und führte zu Produktivitätsrückständen. (…). SGB, 9.11.2016.
SGB > Saisonnierstatut. Kontingente. SGB, 2016-11-09.
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10.12.2014 Schweiz
Emigranten
Personen
SGB
Paul Rechsteiner
Kontingentssystem
Saisonnierstatut
Volltext
Kein Zurück zur Diskriminierung. Vom Kontingentierungssystem zur Personenfreizügigkeit. Das Ja der Gewerkschaften zur Personenfreizügigkeit plus mehr Arbeitnehmerschutz ist eine historische Errungenschaft. Nach dem knappen Ja zur sogenannten Masseneinwanderungsinitiative der SVP am 9. Februar droht der Schweiz ein Rückfall in die Zeit vor den bilateralen Verträgen mit der EU. In ein fremdenpolizeilich gesteuertes Kontingentierungsregime. Mit den bilateralen Verträgen übernahm die Schweiz die auf europäischer Ebene geltende Personenfreizügigkeit. Weil es dabei um grundsätzliche Fragestellungen geht, die in ihrer Bedeutung gar nicht überschätzt werden können, werde ich vor den Überlegungen zur Zukunft einen Blick zurück in die Vergangenheit werfen. Kampfbegriff Überfremdung. Die Schweiz war in langen wirtschaftlichen Prosperitätsphasen stets ein Einwanderungsland: von 1890 bis 1914 und von 1946 bis 1974, allerdings mit grossen Unterschieden. Zu Beginn der 1890er Jahre wandelte sich die Schweiz erstmals vom Aus- zum Einwanderungsland. Der Anteil der Ausländerinnen und Ausländer an der Wohnbevölkerung erreichte bis 1914 16 Prozent, in den Städten weit mehr. (…). Paul Rechsteiner.
SGB. Kontingentierungssystem. Saisonnierstatut. SGB, 10.12.2014.
SGB > Kontingerntierungssystem, Saisannierstatut. SGB, 2014-12-10.
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04.12.2014 Schweiz
Personen
Work
Vania Alleva
Marie-Josée Kuhn
Ecopop-Initiative
Kontingentssystem
Volltext
Unia-Co-Präsidentin Vania Alleva zum Ecopop-Absturz: „Fixe Kontingente sind jetzt vom Tisch!“ Nach dem Ecoflop ist keinesfalls vor dem Ecoflop, sagt Gewerkschafts-Chefin und Co-Präsidentin der Unia Vania Alleva. Das Nein sei historisch und eine klare Absage an die Igel-Schweiz. Interview: Marie-Josée Kuhn. Work: 74 Prozent der Stimmenden sagten Nein zur Zuwanderungsstop-Initiative Ecopop. Vania Alleva, sind Sie zufrieden? Vania Alleva: Ja, sehr. Umso mehr, als bisher keine einzige fremdenfeindliche Initiative derart haushoch abgelehnt wurde. 1970 stimmten immerhin 46 Prozent für die Schwarzenbach-Initiative. Das ist fast doppelt so viel wie jetzt bei Ecopop. Der Ecoflop ist ein historischer Flop. In seiner Deutlichkeit hat das miserable Resultat alle überrascht. Wie erklären Sie es sich? (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 4.12.2014.
Personen > Alleva Vania. Kontingentssystem. Work online, 2014-12-04.
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21.11.2014 Schweiz
Personen
SGB
Daniel Lampart
Blog
Kontingentssystem
Saisonnierstatut
Volltext
Kontingente: Löcherig wie Emmentaler, schlecht für die Arbeitnehmenden. Migrationskontingente - alle reden davon. Wenige haben eine Ahnung. Dabei hat die Schweiz viel Erfahrung damit; vor allem negative. Nicht nur vor Einführung der Personenfreizügigkeit hatte die Schweiz ein Kontingentssystem, sondern auch während der Personenfreizügigkeit, wenn die Zahl der Bewilligungen in Übergangsbestimmungen oder über „Ventilklauseln“ begrenzt war. Kontingentssysteme werden von Arbeitgebern systematisch umgangen. Entweder über ein Ausweichen in Bewilligungskategorien, die nicht beschränkt sind oder über Schwarzarbeit. Die Folgen: Die Zahl der Arbeitskräfte aus dem Ausland geht nicht zurück, doch die Aufenthalts- und Arbeitsbedingungen werden prekärer. Deshalb sind die Gewerkschaften gegen Kontingentssysteme. Im April 2012 hat der Bundesrat beispielsweise beschlossen, die Zahl der Daueraufenthalte (B-Bewilligungen) von EU-8-Staatsangehörigen zu beschränken (bis Mai 2014). In der Folge wichen die Schweizer Arbeitgeber auf Kuraufenthalter oder Grenzgänger aus. Die Zahl der Kurzaufenthalter stieg um rund 50 Prozent (Link, Seite 7). Neu wurden Arbeitskräfte als Grenzgänger gemeldet. Heute sind rund 500 Grenzgänger (!) aus Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei in der Schweiz tätig (s. Grenzgängerstatistik). (…). Daniel Lampart.
SGB, Blog, 21.11.2014.
Personen > Lampart Daniel. Kontingentssystem. SGB, Blog, 2014-11-21.
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