Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Stichwort > GDL
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 5

1
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
10.07.2017 Deutschland
GDL
Junge Welt

Ferien
GDL
Volltext
Urlaub geht vor. Bahn-Beschäftigte entscheiden sich für mehr freie Zeit statt für mehr Lohn. Rund ein halbes Jahr nach dem Tarifabschluss bei der Deutschen Bahn hat sich über die Hälfte der Beschäftigten für mehr Urlaubstage statt für mehr Geld oder eine Arbeitszeitverkürzung entschieden. Die Einigung zwischen der Deutschen Bahn AG und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sowie der Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) hatte den Mitarbeitern diese Wahlmöglichkeit offengelassen. Nun entschieden sich 56 Prozent für sechs zusätzliche Urlaubstage ab Januar 2018, wie die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) am Sonntag in Frankfurt am Main mitteilte. Knapp 41 Prozent sprachen sich statt dessen für eine Lohnerhöhung um 2,62 Prozent aus. „Das Votum der Beschäftigten ist eine deutliche Entscheidung für mehr freie selbstbestimmte Zeit“, sagte hierzu die stellvertretende EVG-Vorsitzende Regina Rusch-Ziemba. Um eine Mehrbelastung für die Belegschaft durch die zusätzlichen Urlaubstage zu verhindern, müsse die Bahn nun rund 3‘000 Neueinstellungen vornehmen, forderte die EVG. Rund 130‘000 Mitarbeiter konnten sich bis Ende Juni zwischen mehr Geld, weiterem Urlaub oder einer Verkürzung der Wochenarbeitszeit um eine Stunde entscheiden. Letzteres wurde laut EVG kaum gewählt. Auch die GDL-Mitglieder konnten abstimmen. Die Deutsche Bahn und die EVG hatten sich im Dezember 2016 auf einen Abschluss geeinigt, an dem sich auch der Vertrag zwischen dem Konzern und der GDL vom März (...). Junge Welt, 10.7.2017.
Junge Welt > GDL. Ferien. Junge Welt, 2017-07-10.
Ganzer Text
12.05.2017 Deutschland
DB Deutsche Bahn
GDL
Junge Welt

DB Deutsche Bahn
GDL
Volltext
„Lassen die Tarifpolitik nie aus den Augen“. Lokführergewerkschaft will Streiks in Zukunft vermeiden, um das Image der Bahn nicht weiter zu beschädigen. Ein Gespräch mit Claus Weselsky. Claus Weselsky wurde bei der Generalversammlung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) in dieser Woche in Ludwigshafen mit 95 Prozent der Stimmen als Bundesvorsitzender wiedergewählt. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer, GDL, blickt auf drei harte Tarifkonflikte zurück, mit denen sie sich als eigenständiger Tarifakteur für das Zugpersonal etabliert und deutliche Lohnerhöhungen für Lokführer durchgesetzt hat. Ist die Zeit der grossen Auseinandersetzungen damit vorbei? Das wissen wir nicht. Die Eisenbahnwelt ist jetzt aber ein Stück weit geordnet. Unsere Aufgabe war, Lohndumping zu beenden und für einheitliche Arbeits- und Einkommensbedingungen zu sorgen. Das haben wir geschafft, denn die meisten Arbeitgeber haben verstanden, dass mit unseren Mitgliedern nicht gut Kirschen essen ist. Wir haben den Flächentarifvertrag mittlerweile in fast allen Unternehmen verankert. Heisst das, dass bei Bezahlung und Arbeitsbedingungen im Zugverkehr nun alles in Ordnung ist? Nein, das noch lange nicht. Es gibt bei den Arbeitszeiten und der geforderten Verfügbarkeit unserer Kolleginnen und Kollegen noch einige Baustellen. Wir arbeiten 24 Stunden an sieben Tagen in der Woche, das ist klar. Es darf aber nicht so stark zu Lasten der Beschäftigten ausarten, wie das momentan der Fall ist. Es kann nicht sein, dass sie erst am Ende einer Schicht erfahren, wann sie zur nächsten anzutreten haben. Wir verlangen (…). Interview: Daniel Behruzi.
Junge Welt, 12.5.2017.
Junge Welt > GDL. Deutsche Bahn. Junge Welt, 2017-05-12.
Ganzer Text
11.05.2017 Deutschland
DB Deutsche Bahn
GDL

GDL
Tarifvertrag
Volltext
Ende des GDL-Kults. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat viel erreicht. Gegen den geballten Widerstand des Bahn-Konzerns sowie des politischen und medialen Establishments hat sie eigenständige und vergleichsweise gute Tarifverträge für das Fahrpersonal bei der Bahn durchgesetzt. Entgegen dem allgemeinen Trend hat sie die Arbeitszeiten verkürzt und die Stundenlöhne deutlich erhöht. Erreicht hat sie das durch eine kämpferische und bemerkenswert konsequente Ausrichtung. Der von den Mainstreammedien entfachte Sturm der Entrüstung hat die Gewerkschaft ebensowenig von Arbeitskämpfen abgehalten wie juristische Winkelzüge und die Drohung, das Streikrecht einzuschränken. All das hat ihr in fortschrittlichen Teilen der Bevölkerung und insbesondere in der Linken viele Sympathien eingebracht. Zu Recht. Doch der Kultstatus, den die GDL in manchen linken Kreisen geniesst, gebührt ihr nicht. Das zeigte sich beim Festakt zum 150jährigen Bestehen der Lokführergewerkschaft am Mittwoch in Ludwigshafen. Bevor sich die rund 1‘000 Teilnehmer zum Abschluss zur Nationalhymne erhoben, schwor der frisch wiedergewählte Vorsitzende Claus Weselsky die Eisenbahner auf „Sozialpartnerschaft“ ein. Er machte klar: Die grossen Tarifkämpfe gehören vorläufig der Vergangenheit an. Die GDL hat ihr Ziel erreicht, von der Bahn als vollwertiger „Tarifpartner“ anerkannt zu werden. Jetzt dominiert in ihr wieder das staatstragende Element der berufsständischen Organisation. Das bedeutet nicht, dass die Gewerkschaft für die Linke (...).
Junge Welt, 11.5.2017.
Junge Welt > GDL. Deutsche Bahn. Junge Welt, 2017-05-11.
Ganzer Text
12.01.2017 Deutschland
DB Deutsche Bahn
GDL
Junge Welt

DB Deutsche Bahn
GDL
Vertragsverhandlungen
Volltext
Arbeitskampf im Séparée. Auch nach sechs Gesprächsrunden steht die GDL mit leeren Händen da. Nun hat sie eine Schlichtung angerufen. Die Bahn-Chefs scheinen erfreut. An einem nicht näher genannten Ort irgendwo zwischen Thüringen und Brandenburg haben am Mittwoch die Schlichtungsverhandlungen zwischen der Deutschen Bahn AG (DB) und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) begonnen. Das Verfahren hatte die GDL im Dezember beantragt, nachdem die seit September laufenden Tarifverhandlungen für die in ihr organisierten Lokführer und andere Angehörige des Bordpersonals keine Fortschritte gebracht hatten. „Sechs ergebnislose Runden haben klar aufgezeigt, dass beim Arbeitgeber keinerlei Bereitschaft besteht, auf Basis unserer Forderungen zu verhandeln“, so GDL-Chef Claus Weselsky in einer am 23. Dezember versandten Mitteilung. „Die berechtigten Belange des Zugpersonals dulden keinen weiteren Aufschub.“ Die Möglichkeit, auf Antrag einer Partei ein Schlichtungsverfahren in Gang zu setzen, ist Bestandteil eines Grundsatztarifvertrags zwischen Gewerkschaft und Unternehmen. Demnach haben die Unterhändler für ein Verhandlungsergebnis zunächst drei Wochen Zeit. Die Gespräche können um maximal eine Woche verlängert werden. Zu den „Spielregeln“ gehören auch die strikte Geheimhaltung des Tagungsorts, Vertraulichkeit und die Einhaltung der Friedenspflicht. Somit sind bis Anfang Februar Bahnstreiks und Demonstrationen vor dem Verhandlungslokal ausgeschlossen. (…). Katrin Küfer.
Junge Welt, 12.1.2017.
Junge Welt > GDL. Vertragsverhandlungen. Junge Welt, 2017-01-12.
Ganzer Text
22.05.2015 Deutschland
GDL
Personen
Work
Michael Stötzel
Arbeitsvertrag
GDL
Lokomotivführer
Volltext
Alle gegen die Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer (GDL). Die Kleine mit dem grossen Ziel. Seit bald einem Jahr kämpfen die deutschen Lokführer um einen Vertrag für das gesamte Zugpersonal. Jetzt soll ihre kleine Gewerkschaft aufs Abstellgleis geschoben werden. Wer in diesen Tagen deutsche Zeitungen liest, könnte fast meinen, die Republik werde von Streikenden lahmgelegt. Kein Wunder: Auf die eine oder andere Weise sind alle betroffen, wenn Züge nicht fahren. Die Lokführergewerkschaft GDL streitet seit Juni letzten Jahres für bessere Arbeitsbedingungen. Jetzt bereitet sie ihren neunten Streik allein in dieser Verhandlungsrunde vor. Dieser Kampfgeist macht sie zum eigentlichen Feindbild von Unternehmern, Medien und Politik. Die GDL sei Spalterin und Verteidigerin von Sonderinteressen: Das werfen die Bahnchefs der Kleingewerkschaft vor. Die gleichen Vorwürfe sind auch aus anderen Gewerkschaften zu hören. Wahr ist das Gegenteil. 1994 wandelte Deutschland seine Bahn in eine AG im Staatsbesitz um. Danach teilten die alten Besitzer mit neuen Kompetenzen das Unternehmen Bahn in acht getrennte Gesellschaften auf. Jede mit ganz unterschiedlichen Anstellungsbedingungen. Beispiel Lokführer: Sie sind in Strecken- und Rangierlokführer aufgeteilt, einige noch als Beamte, andere als Angestellte. Vier Gruppen, die oft genug zur gleichen Arbeit herangezogen werden: aber ganz unterschiedlich verdienen. (…). Michael Stötzel.
Work, 22.5.2015.
Personen > Stötzel Michael. GDL. Arbeitsbedingungen. Work, 22.5.2015.
Ganzer Text
1


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden