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22.11.2019 Schweiz
Ständerat
Travail.Suisse

Ständerat
Überbrückungsrente
Volltext
Überbrückungsleistung nimmt erste Hürde - ständerätliche Kommission stimmt zu. Die Sozialkommission des Ständerats (SGK-S) befürwortete heute die Einführung der Überbrückungsleistung. Die Überbrückungsleistung verhindert, dass ausgesteuerte Personen nach einem langen Erwerbsleben kurz vor der ordentlichen Pensionierung zur Sozialhilfe gehen müssen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst diesen Entscheid, fordert aber, dass die Leistung wie vom Bundesrat vorgesehen von der Steuer befreit wird. Die Beschäftigungssituation älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hat sich in den letzten Jahren verschlechtert. Zwar zeigt sich nicht eine allgemein schlechte Lage bei älteren Arbeitnehmenden, aber für Personen, welche ab 55 Jahren ausgesteuert werden, ist eine Rückkehr in ein stabiles Beschäftigungsverhältnis häufig sehr schwer. Die Sozialhilfequote bei älteren Personen ist unter anderem deshalb deutlich angestiegen. „Für diese Personen braucht es eine Überbrückungsleistung, die verhindert, dass Ausgesteuerte nach einem langen Erwerbsleben zur Sozialhilfe müssen“, sagt Thomas Bauer, Leiter Sozialpolitik bei Travail.Suisse. „Die Überbrückungsleistung schützt das Alterskapital aus der beruflichen Vorsorge.“ Die neue Leistung ist eingebunden in ein Massnahmenpaket, das Qualifikationen verbessern und Vermittlung und Beratung von Stellensuchenden effizienter gestalten soll. So erhalten etwa Personen über 40 Jahren eine kostenlose Standortbestimmung, Potenzialanalyse und Laufbahnberatung. Diese Massnahmen brauchen zur Einführung keinen (…).
Travail.Suisse, 22.11.2019.
Travail.Suisse > Ueberbrueckungsrente. Travail.Suisse, 2019-11-22.
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30.10.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Überbrückungsrente
Volltext
Überbrückungsleistung: Ein wichtiger Schritt zur Verhinderung von Altersarmut. Der Bundesrat hat heute die Botschaft zur Einführung einer Überbrückungsleistung für ausgesteuerte Personen über 60 Jahre beschlossen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst diesen Schritt. Er verringert die Fallhöhe nach einer langen Erwerbskarriere und wirkt gegen die drohende Altersarmut. Die solide Integration der älteren Arbeitnehmenden in den Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Einmal arbeitslos, haben ältere Arbeitnehmende wesentlich grössere Probleme als jüngere, wieder eine Stelle zu finden. Die Folge sind frappant steigende Sozialhilfequoten bei den älteren Arbeitnehmenden seit 2011. Insgesamt hat sich die Zahl der sozialhilfebeziehenden 56-64-Jährigen in den letzten 10 Jahren auf über 30‘000 Personen verdoppelt. Auch aus dem „Barometer Gute Arbeit“ von Travail.Suisse sind Anhaltspunkte für Probleme der älteren Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt ersichtlich. So nehmen ältere Arbeitnehmende ihre Arbeitsmarktfähigkeit im Vergleich mit den jüngeren Kolleg/innen deutlich eingeschränkter wahr. Während bei den 16-29-jährigen jeder Dritte und bei den 30-45-jährigen knapp die Hälfte mit Schwierigkeiten bei einem freiwilligen oder unfreiwilligen Arbeitsplatzverlust rechnet, glauben bei den 46-65 Jährigen rund zwei Drittel nicht oder kaum daran bei Stellenverlust wieder eine vergleichbare Stelle zu finden. (…).
Travail.Suisse, 30.10.2019.
Travail.Suisse > Ueberbrueckungsrente. Travail.Suisse, 2019-10-30.
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30.10.2019 Schweiz
Personen
SGB
Reto Wyss
Überbrückungsrente
Volltext
Ältere Arbeitnehmende: endlich ein Schritt vorwärts. Botschaft des Bundesrats für eine Überbrückungsrente. Endlich geht es bei der Bekämpfung der Probleme von älteren Arbeitnehmenden vorwärts. Fünf Jahre, nachdem dank eines Postulats des damaligen SGB-Präsidenten die "Konferenz Ältere Arbeitnehmende" ins Leben gerufen wurde, kann das Parlament nun endlich einen konkreten Fortschritt beschliessen - eine Überbrückungsrente für ältere Arbeitslose, die keine Stelle mehr finden und ausgesteuert werden. Ältere Arbeitnehmende haben im Schweizer Arbeitsmarkt mit starken Diskriminierungen zu kämpfen. Dies äussert sich insbesondere in einer Zunahme prekärer Arbeitsverhältnisse sowie steigender Arbeitslosigkeit für über 55-Jährige. Vor allem aber nimmt die Zahl der Ausgesteuerten und Sozialhilfeabhängigen stark zu, weshalb der SGB seit Jahren eine bessere soziale Absicherung am Ende des Erwerbslebens fordert. Diese muss sowohl ein Abrutschen in die Sozialhilfe verhindern, als auch zukünftige Renteneinbussen vermeiden. Die vorgeschlagene Überbrückungsleistung setzt genau hier an und erlaubt ein akutes sozialpolitisches Problem zu lindern. Der SGB unterstreicht jedoch, dass weitere Verbesserungen am bundesrätlichen Vorschlag nötig sind. So zeigen sämtliche Indikatoren, dass die Probleme der älteren Generation erwiesenermassen bereits spätestens ab dem 55., und nicht erst ab dem 60. Altersjahr beginnen. Die Überbrückungsleistung muss deshalb bereits von Arbeitslosen ab 55 Jahren (bzw. Ausgesteuerten ab 57 Jahren) bezogen werden können. (…). Reto Wyss.
SGB, 30.10.2019.
Personen > Wyss Reto. Uberbrueckungsrente. SGB, 2019-10-30.
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