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15.06.2018 Frankreich
Junge Welt
SNCF

Privatisierung
SNCF
Volltext
Endstation. „Reform“ der Bahn in Frankreich. Nach einem fast drei Monate währenden Arbeitskampf um die Eisenbahngesellschaft SNCF darf festgestellt werden, dass der französische Präsident Emmanuel Macron für Menschen, die im Interesse der Allgemeinheit arbeiten, nicht viel übrig hat. Macron ist von Natur und von Hause aus ein Banker, ein Mann der Zahlen zusammenrechnet. Der staatliche Schienenbetrieb Frankreichs hat in den vergangenen Jahrzehnten eine Schuldenlast von fast 55 Milliarden Euro angehäuft. Für Macron ein Argument, gegen das gesellschaftliche Sinnfragen keine Chance haben. Für einen Staatsbetrieb, der keinen Profit, sondern Miese macht, gibt es nach Macron, dem Adepten des grossen Geldes, nur eine Lösung: Privatisieren, die „Cheminots“ (Eisenbahner) aus der warmen Beamtenstube in die kalte Welt der Bosse treiben, wo Gehälter gekürzt werden und Kündigung droht. Der Präsident hat in diesem neuerlichen Kampf um die Rechte der Lohnabhängigen, wie schon bei der Verschärfung des Arbeitsrechts im vergangenen Jahr, keinen Zentimeter preisgegeben. Die absolute Mehrheit seiner Leute in der Nationalversammlung und die Rechtsausleger im Senat haben in den vergangenen beiden Tagen abgenickt, was der Chef wollte: Die Eisenbahner werden ihren Status der Unkündbarkeit verlieren, das vorhandene Schienennetz wird privater Konkurrenz geöffnet, die SNCF wird in eine Aktiengesellschaft, in ein privatrechtliches Unternehmen umgewandelt. Endstation. Eine Katastrophe (…). Hansgeorg Hermann.
Junge Welt, 15.6.2018.
Junge Welt > Frankreich. SNCF. Privatisierung. Junge Welt, 2018-06-15.
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04.04.2018 Frankreich
Personen
SEV Schweiz
SNCF
Yves Sancey
Privatisierung
SNCF
Volltext
Mobilisierung der französischen Eisenbahner/innen mit europäischer Unterstützung. SNCF-Personal wehrt sich gegen Macrons Politik. "Ich überbringe euch die Grüsse der Gewerkschaften der Europäischen Transportarbeiter-Föderation", rief Giorgio Tuti, Präsident der ETF-Sektion Eisenbahn, am 22. März in Paris 70000 Eisenbahner/innen zu. "Wir alle unterstützen euch. Seid ihr privilegiert? Nein, die Privilegierten sind unter jenen zu suchen, die die neoliberale Politik machen, welche den Service public zerstört. Unter jenen, die stets von Liberalisierung, Wettbewerb und Privatisierung reden. Ihr verteidigt eure Arbeitsbedingungen. Ihr seid nicht allein! Wir sind bei euch. Dieser Kampf ist ein europäischer Kampf. Er beginnt heute, in Paris. Es ist der Kampf aller Eisenbahnerinnen und Eisenbahner in Europa." An der Kundgebung nahmen zahlreiche Bahngewerkschafter/innen aus andern Ländern teil, vor allem aus Belgien, Deutschland, Luxemburg, England und der Schweiz. Der Aufruf der französischen Gewerkschaften zur gemeinsamen Mobilisierung war ein Erfolg. Rund 35% der SNCF-Angestellten streikten und legten viele Züge lahm. In ganz Frankreich demonstrierten laut der Gewerkschaft CGT über 500'000 Menschen gegen die Angriffe der Regierung auf den Service public. Pflegerinnen, Lehrer und Kindergärtnerinnen Seite an Seite mit den Eisenbahnern. Die Bahngewerkschaften kündigten an, ab dem 3. April an zwei von fünf Tagen zu streiken, wenn nötig bis im Juni. Sie fordern eine Entschuldung der SNCF ohne (…). Yves Sancey, Markus Fischer.
SEV, 4.4.2018.
SEV > Frankreich. SNCF. Privatisierung. SEV, 2018-04-04.
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