Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Person > Christian Koller
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 2

1
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
01.11.2018 Schweiz
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Christian Koller
Generalstreik
Volltext
Wie und wozu den Landesstreik erinnern? Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. In den kommenden Tagen wird der Hype um den Landesstreik seinen Höhepunkt erreichen. Nach der Ausstrahlung einer SRF-Docufiction im Frühling, dem zum Publikumsrenner avancierten Laientheater in Olten im Sommer und dem Erscheinen mehrerer neuer Bücher zum Thema eröffnet am 2. November der Bundespräsident die Landesstreik-Ausstellung des Landesmuseums und des Schweizerischen Sozialarchivs. Am 10. November findet in Olten ein grosser Anlass des SGB, der SP und der Robert-Grimm-Gesellschaft statt, am 13. November dankt ein Altbundesrat in Uster der Armee für ihren Einsatz, am Folgetag gedenkt die Stadt Grenchen der drei Todesopfer dieses Einsatzes. Daneben gibt es unzählige regionale Veranstaltungen. Offensichtlich bewegt das Ereignis, das vom 12. bis 14. November 1918 eine Viertelmillion Menschen mobilisiert hat, die Gemüter immer noch. Ideologisch motivierte Verdrehungen treiben dieser Tage bunte Blüten: Einige ziehen alte, von der Geschichtswissenschaft seit Jahrzehnten widerlegte Verschwörungstheorien der Zwischenkriegszeit aus der Mottenkiste. Andere versuchen – etwa unter Verweis auf die stabile Entwicklung der „allwissenden“ Finanzmärkte – die Versorgungs- und Verteilungskrise der letzten Kriegsjahre zu verharmlosen, den Landesstreik zu einem „irrtümlichen“ Ereignis ohne gesellschaftliche Ursachen umzudeuten und dadurch seine sozialpolitischen Forderungen (…).
Gewerkschaftsbund ZH Kanton, 1.11.2018.
Personen > Koller Christian. Generalstreik. GBKZ, 2018-11-01.
Ganzer Text
31.03.2017 Schweiz
Personen
Work
Christian Koller
Antikommunismus
Volltext
Der Historiker Christian Koller erklärt den helvetischen Antikommunismus: Moskau einfach! Wer ein linkes Anliegen diskreditieren will, beschimpft es als „kommunistisch“. Zum Beispiel der Zürcher SVP-Nationalrat Gregor Rutz. Er will nicht mehr gemeinnützigen Wohnungsbau in der Schweiz und polemisiert deshalb: „Wir sind doch keine kommunistische Republik!" (NZZ am Sonntag, 29.1.2017). Kommunismus = böse = unschweizerisch. „Geht doch nach Moskau!“ riefen die Freisinnigen den 68ern im Kalten Krieg zu. Und: „Moskau einfach!“ Der Antikommunismus in der Schweiz hat eine lange Tradition. Das zeigt der Historiker Christian Koller, Leiter des Sozialarchivs Zürich. „Als sich abzeichnete, dass die bolschewistische Herrschaft in Russland mehr als nur ein Intermezzo sein würde, verbreitete sich in Europa die Furcht vor einer ‚Ansteckung‘ weiterer Länder mit der kommunistischen Idee. So galt die sowjetische Vertretung in der Schweiz in bürgerlichen Kreisen als Revolutionszentrale - und die Führer der Schweizer Arbeiterbewegung als deren Befehlsempfänger. Kurz vor Ende des Ersten Weltkriegs, am 6. November 1918, beschloss der Bundesrat deshalb die Ausweisung der gesamten Sowjetvertretung - auch auf Druck der Siegermächte. Der Beschluss wurde knapp eine Woche später umgesetzt, just am ersten Tag des Landesstreiks. Nach der Ausweisung der Sowjetvertreter führte die Bundesanwaltschaft eine grossangelegte Untersuchung durch. Sie förderte kein belastendes Material bezüglich der Mithilfe am Generalstreik zutage. (…). Christian Koller.
Work, 31.3.2017.
Personen > Koller Christian. Antikommunismus. Work, 2017-03-31.
Ganzer Text
1


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden