Gewerkschaftschronik
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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
07.06.1917 Biel
Gewerkschaftskartell Biel
Personen
Strassenbahner Biel
Franz Ernst
Alfred Walther
Johann Weber
5-Tage-Woche
Arbeitszeit
Präsident
Volltext

Gewerkschaftskartell Biel. Die Kartellversammlung vom 7. Juni 1917 war sehr stark besucht, zwar nicht gerade von den Strassenbahnern. Sie hatte Stellung zu nehmen zum freien Samstagnachmittag, sowie eine neungliedrige Besoldungsrevisions-Kommission zu bestellen. Über den ersten Punkt entspann sich eine sehr lebhafte, teilweise erregte Diskussion. Bekanntlich hatte der Gemeinderat in einer ersten Sitzung beschlossen, für alle in Betracht fallenden Beamten, Angestellten und Arbeiter den freien Samstagnachmittag ohne Nachholung der Zeit einzuführen. Einige Tage später wurde dieser Beschluss in Wiedererwägung gezogen, so dass danach die Zeit sollte nachgeholt werden, wogegen sich die Arbeiter natürlich auflehnten und beschlossen, lieber auf den Samstagnachmittag zu verzichten. (...). Franz Ernst.

Strassenbahner-Zeitung, 1917-06-15.
Gewerkschaftskartell Biel > Versammlung 1917-06-07.doc.

Ganzer Text

17.07.1916 Biel
Arbeiterunion Biel
Archiv GBLS Biel
Personen
Emil Ryser
Alfred Walther
Arbeiterunion Biel Vorstand
Bauarbeiter
Demonstrationen Biel
Volltext

Arbeiterunion Biel. Leitender Ausschuss, Montag, den 17. Juli 1916, abends 8 ½ Uhr, Volkshaus

Vorsitz: Vizepräsident Stucky. Protokoll: P. Polier

Traktanden: 1. Appell, 2. Protokoll, 3. Korrespondenzen, 4. Lohnbewegung der Maurer in Biel, 5. Teuerungsfrage, 6. Festsetzung einer DV, 7. Aufstellung der diesbezüglichen Traktandenliste, Bestimmung der Referenten, 8. Verschiedenes.

 

1. Appell. Der Appell ergibt 7 Anwesende. Es haben sich schriftlich entschuldigt: Präsident Emil Ryser, Sekretär Müller.

2. Protokoll. Das letzte Protokoll wird verlesen und genehmigt.

3. Korrespondenzen. Vom Einigungsamt Biel ist die Mitteilung eingetroffen, dass der Konflikt der hiesigen Bauarbeiter mit den Arbeitgebern beigelegt sei, weil letztere einige Zugeständnisse gemacht haben. Zur Detaillierung derselben wird die beiliegende Kopie des Briefes des Baumeisterverbandes an das Einigungsamt verlesen, vom Inhalt Kenntnis genommen und zur Erledigung an das Sekretariat überwiesen.

4. Lohnbewegung der Maurer in Biel. Dieses Traktandum kann wegen Abwesenheit des Präsidenten und Sekretärs nicht behandelt werden, weil nur diese beiden auf dem Laufenden sind und Aufschluss geben können.

5. Teuerungsfrage. Der Vorsitzende Stucky verweist auf die durchgeführte mächtige Kundgebung und deren Folgen und erteilt Genosse Walther das Wort betreffs der weiteren zu treffenden Resolutionen und Beschlüsse. Genosse Walther erwähnt kurz die Wirkungen der Protestkundgebung und gibt seiner Freude darüber Ausdruck, dass der gesamten Arbeiterschaft nun wieder einmal die Augen geöffnet worden seien. Er missbilligt die auf dem Markte vorgekommenen Ausschreitungen, die jedoch nicht auf das Konto der organsierten und zielbewussten Arbeiterschaft zu verbuchen seien. Nachdem nun heute von landwirtschaftlicher Seite diesbezüglich verschiedene Artikel in den hiesigen Tagesblättern lanciert worden sind, in denen diese Vorkommnisse den Arbeiterführern als Hetzerei zur Last gelegt werden, findet er, dass wir uns solches nicht gefallen lassen dürfen und die Artikel durch sachliche und scharfe Repliken beantwortet werden müssen. Um dieses Thema möglichst rasch erledigen zu können, wird einstimmig beschlossen, eine gemeinsame Mitgliederversammlung der gesamten Arbeiterunion zusammen mit der Sozialdemokratischen Partei auf Freitag, den 21. Juli 1916, 8 ½ Uhr, ins Volkshaus einzuberufen. Über das einzige Traktandum wird auf Deutsch Genosse Walther und auf Französisch Genosse Präsident Emil Ryser referieren.

Arbeiterunion Biel. Vorstand. Protokolle 1912-1922. Protokollbuch, gebunden, Handschrift.

Ganzer Text

 

05.02.1916 Biel
Arbeiterunion Biel
Archiv GBLS Biel
Personen
P. Polier
Emil Ryser
Alfred Walther
Arbeiterunion Biel Vorstand
Grütliverein
Sekretär
Volltext

Arbeiterunion Biel. Leitender Ausschuss, Samstag, den 5. Februar 1916, abends 8 ½ Uhr

Vorsitz: Präsident Emil Ryser. Protokoll: P. Polier.

Traktanden: 1. Appell, 2. Protokoll, 3. Korrespondenzen, 4. Sekretariat, 5. Volkshausfrage, 6. Generalversammlung, 7. Verschiedenes.

 

1. Appell. Der Appell ergibt 11 Anwesende. Bezüglich Mitglied Genosse Marti beantragt der Präsident, denselben zu ersetzen, weil er als Abstinenzgewerkschafter nicht mehr der Arbeiterunion angehöre.

2. Protokoll. Das Protokoll wird verlesen und genehmigt.

3. Korrespondenzen. Bezüglich Trennung der politischen und gewerkschaftlichen Parteien liegt ein Schreiben des Grütlivereins vor, in dem mitgeteilt wird, dass der Verein zur politischen Partei übergetreten sei und der Arbeiterunion nicht mehr angehöre. Genosse Walther stellt den Antrag, dass man auch dem Frauen- und Töchter-Verein mitteile, er möge zur politischen Partei übertreten. Genosse Emil Ryser entgegnet ihm, dass dies nicht anginge, weil sich dieser Verein bis heute noch nicht politisch betätigt  habe. Wahrscheinlich werde er bald aufgelöst. Mit knapper Mehrheit wird der Antrag Walther abgelehnt.

Es ist ferner eine Zuschrift von einem Karl Gvatter aus Schaffhausen eingetroffen, der für ein Honorar von 30 Franken einen Rezitations-Abend abzuhalten offeriert. Man beschliesst, das Schreiben dem Bildungsausschuss zu übergeben.
4. Sekretariat. Präsident Emil Ryser gibt die Namen der 17 Bewerbern mit und erläutert, was bis heute getan worden ist. Leider sei die zuerst in Betracht gezogene Kandidatur von einem Cousin aus St. Gallen zurückgezogen worden, weil er einen anderweitigen Contract abgeschlossen habe. Nach Ausschaltung der nicht in Frage kommenden Anmeldungen verbleiben nun noch 8 Bewerber. Es sind dies die Kandidaten Schöttli, Brandenberger, Stern, Ernst Fischer, Kunz, Müller, Götz und Krebs. Ihre Bewerbungen werden verlesen, doch kann keine definitive Wahl erfolgen, weil der Bericht der „Berner Tagwacht“ darüber noch nicht vorliegt. Es wird beantragt und zum Beschluss erhoben, auf Freitag, den 11. Februar 1916 eine Ausschuss-Sitzung abzuhalten und am Montag, den 14. Februar 1916 eine GV durchzuführen.
5. Volkshausfrage.

Arbeiterunion Biel. Vorstand. Protokolle 1912-1922. Protokollbuch, gebunden, Handschrift.

Ganzer Text

30.12.1915 Biel
Chur
Arbeiterunion Biel
Archiv GBLS Biel
Personen
Volkshaus Biel
P. Polier
Alfred Walther
F. Zimmermann
Arbeiterunion Biel Vorstand
Helvetia
Sekretär
Volkshaus
Volltext

Arbeiterunion Biel. Leitender Ausschuss, Donnerstag, den 30. Dezember 1915, abends 8 Uhr, Helvetia

Vorsitz: Präsident S. Gusset. Protokoll: P. Polier. Anwesende Mitglieder: Walther, Moser, Fritz Würsten, Fischer, Luginbühl, Stucky, Hofer.

Traktanden: 1. Protokoll, 2. Beitragserhöhung, 3. Festsetzung der Delegiertenversammlung, 4. Verschiedenes.

 

1. Protokoll. Das Protokoll wird verlesen und genehmigt.

2. Beitragserhöhung. Genosse Walther bemerkt, dass nachträglich auf der bereinigten Liste 15 Gewerkschaften für das zu schaffende Platzsekretariat und die Beitragserhöhung auf Fr. 1.20 pro Mitglied gestimmt haben, während 6 wegen finanziellen Unmöglichkeiten dagegen gestimmt haben und sich 2 der Stimme enthielten.  Der Präsident erteilt dem Kassier das Wort, der genaue Angaben über den jetzigen Mitgliederbestand der Arbeiterunion Biel macht. Er beträgt gegenwärtig netto 605 zahlende Mitglieder. Deren jährlicher Gesamtbeitrag werde ungefähr Fr. 1200.- ausmachen. Dazu komme der Beitrag der „Berner-Tagwacht“-Seite von Fr. 2700.-, so dass man mit einer Jahreseinnahme von Fr. 2‘700.- rechnen könne. Genosse Walther bemerkt, dass die Betrag zur Finanzierung des Sekretariates nicht ganz reicht, dass es aber unsere Pflicht sei, vorwärts zu machen, damit die dringende Sache nicht wieder im Sande verläuft. Er verlangt Auskunft über die an der letzten Sitzung des Leitenden Ausschusses gefassten Beschlüsse und ist damit einverstanden, dass die vorgesehene DV abgehalten wird. Ferner findet er die Vorwürfe, die bezüglich des für die Stelle in Aussicht genommenen Genossen, die der Leitende Ausschuss gemacht hat, absolut ungerechtfertigt. Er ist sehr eingenommen für die Wahl des Genossen May (Deutscher), weil derselbe in Biel von der Schreibbücher-Fabrik gemassregelt worden sei. Er sei eine bewährte Kraft, und man habe in ihm eine einen ganz tüchtigen Kandidaten. Allerdings habe die GV über die Wahl zu entscheiden. Präsident S. Gusset erwähnt hierauf Genosse Zimmermann, der auch sehr gut geeignet wäre und schlägt ihn als Kandidaten vor. Genosse Fritz Würsten würde es am besten finden, wenn die Arbeiterunion Biel die „Helvetia“ mieten und einen Sekretär engagieren würde, der zugleich als Wirt fungiere wie in Chur. 

Arbeiterunion Biel. Vorstand. Protokolle 1912-1922. Protokollbuch, gebunden, Handschrift.

Ganzer Text

15.12.1915 Biel
Arbeiterunion Biel
Archiv GBLS Biel
Personen
Emil Ryser
Alfred Walther
H. Windler
Arbeiterunion Biel Vorstand
Budget Stadt Biel
Volltext

Arbeiterunion Biel. Leitender Ausschuss, Mittwoch, den 15. Dezember 1915, abends 8 Uhr, Helvetia

Vorsitz: Präsident Gusset. Protokoll: O. Polier

 

Traktanden:

1. Budget der Gemeinde Biel pro 1916, Referat Genosse Hans Windler

2. Fusion mit der Gemeinde Bözingen. Referenten: Genosse Walther, Grossrat deutsch und Genosse Emil Ryser, Nationalrat, französisch.
Weil auf heute Abend, da sehr pressant, die Mitgliederversammlung der sozialdemokratischen Mitgliedschaft ebenfalls angesetzt werden musste, empfiehlt Präsident Genosse S. Gusset, dem Büro für die Vorarbeiten Décharge zu erteilen, was ohne Opposition beschlossen wird. Somit fallen die Verhandlungen dahin und es kann sofort zur Eröffnung der ordentlichen Generalversammlung übergegangen werden.

P. Polier. Protokollführer

 

Arbeiterunion Biel. Vorstand. Protokolle 1912-1922. Protokollbuch, gebunden, Handschrift.

Ganzer Text

22.04.1914 Biel
Lebernberg
Olten
Arbeiterunion Biel
Archiv GBLS Biel
Personen
Emil Ryser
Alfred Walther
F. Zimmermann
1. Mai Biel
Arbeiterunion Biel Vorstand
Bildungsausschuss
Volltext

Arbeiterunion Biel. Leitender Ausschuss, Mittwoch, den 22. April 1914, abends 8 ½ Uhr, Helvetia

Traktanden: 1. Appell, 2. Protokoll, 3. Maifeier, 4. Grossratswahlen und Abstimmungen vom 3. Mai, 5. Verschiedenes

 

1. Appell. Der Appell ergibt die Anwesenheit folgender Genossen: S. Gusset, G. Zimmermann, Hofer, Bachmann, Walther, Fritz Würsten, Hans Moser, Fischer, May, Horst Arbeiterunion Bözingen.
2. Protokoll. Wegen einer anderen Sitzung muss vom Verlesen des Protokolls abgesehen werden.
3. Maifeier. Der Umzug wird im Pasquart aufgestellt und bewegt sich durch  einige Strassen der Stadt. Bei schönem Wetter nach dem Schützenhausareal. Bei schlechtem Wetter werden die Turnhallen an der Logen- und Wiesengasse in Anspruch genommen. Umzugschef  ist S. Gusset. Gruppenführe: Möri, May, Löffel. Der Vertrieb der Literatur übernimmt Kassier Adam Wysshaar. Wegen der Kindergruppe soll ein Inserat verfasst werden. Die Teilnahme zugesagt haben „Union Instrumental“, Concordia italiana militar,  Tambourenverein.
4. Grossratswahlen und Abstimmungen vom 3. Mai 1914. Über die am 3. Mai stattfindenden Wahlen referiert Genosse Walther. Er betont, dass man die gegenwärtige Situation noch nicht kenne. Immerhin könnte die Möglichkeit vorhanden sein, dass es zum Kampfe kommen könnte. Die Genossen von Bözingen teilen mit, dass es ihnen am nötigen Holz fehle zur Aufstellung einer eigenen Kandidatur. Immerhin sind sie bereit, falls der Kampf stattfindet, für die Liste der Arbeiterunion geschlossen aufzumarschieren. Am 28. April findet in der Tonhalle eine Versammlung statt zur Besprechung der beiden am 3. Mai vorlie-genden Gesetze. Handels- und Gewerbegesetz, Jagdgesetz. Als Referenten sind gewonnen worden die Genossen Albrecht und Emil Ryser. Die Konsumgenossenschaft Biel besorgt die nötige Propaganda unter ihren Mitgliedern. Walther wird beauftragt, an der Unionsversammlung über die zur Abstimmung gelangenden Vorlagen zu referieren.

Arbeiterunion Biel. Vorstand. Protokolle 1912-1922. Protokollbuch, gebunden, Handschrift.

Ganzer Text

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