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03.10.2020 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Frauenberufe
Medien-Mitteilung
Volltext
Frauenberufe aufwerten – jetzt erst recht!
„Frauenarbeit ist essenziell.“ Unter diesem Motto haben 130 Delegierte am 2. und 3. Oktober an der 10. Unia Frauenkonferenz in Luzern teilgenommen. Sie bekräftigten ihre Forderung nach mehr Lohn und flächendeckenden Gesamtarbeitsverträgen in den essenziellen Branchen und sprachen sich gegen eine Erhöhung des Frauenrentenalters aus. Sie nominierten zu Händen des Unia-Kongresses einstimmig Vania Alleva als Unia-Präsidentin sowie Véronique Polito, Renate Schoch und neu Bruna Campanello für die Geschäftsleitung der grössten Gewerkschaft der Schweiz. 130 Frauen sind gestern und heute in Luzern zur zehnten Frauenkonferenz der Unia unter dem Motto „Die Frauen und ihre Arbeit sind essenziell" zusammengekommen. Effektiv arbeiten in den essenziellen Berufen (z.B. Pflege und Verkauf) mehrheitlich Frauen, davon ein Grossteil Migrantinnen. Obwohl gerade die Pandemie gezeigt hat, wie wichtig ihre Arbeit ist, sind ihre Löhne immer noch tief und die Arbeitsbedingungen sehr prekär. Dazu kommt die skandalöse Lohndiskriminierung. Doch Frauen haben – im wahrsten Sinne des Wortes – mehr verdient! Mit einem Aktionstag am 31. Oktober werden die Unia-Frauen speziell für die essenziellen Branchen mehr Lohn, mehr Personal und mehr Zeit sowie allgemeinverbindliche und flächendeckende GAV fordern. Applaus ist gut, handeln ist besser! Nein zu Frauenrentenalter 65. Der tiefe Lohn in so genannten Frauenberufen schlägt sich auch in tiefen Renten nieder. Es braucht dringend eine Verbesserung bei der AHV – und sicher keine Erhöhung des Frauenrentenalters. In einer Resolution sagen die Unia-Frauen deutlich Nein zur inakzeptablen Erhöhung der Frauenrentenalters, wie es die Bürgerlichen im Rahmen der Reformvorlage «AHV 21» planen, und rufen die Initiative der Gewerkschaften für eine 13. AHV-Rente in Erinnerung. Historisch: Nomination von vier Frauen für Präsidium und GL der Unia. Starke Frauenstrukturen und eine Gewerkschaftspolitik, welche die Anliegen von Frauen ins Zentrum stellt, sind die zentralen Forderungen der Unia-Frauenkonferenz. Der Erfolg gibt ihr Recht: Waren im Jahr 2004 18% der Unia-Mitglieder Frauen, sind es heute schon 26% – Tendenz steigend. Diese Entwicklung wiederspiegelt sich auch in der Geschäftsleitung: Zum ersten Mal in der Geschichte der Unia stellen sich neben Präsidentin Vania Alleva drei Frauen für die Unia-Leitung zur Verfügung. Die Delegierten nominierten einstimmig Unia-Präsidentin Vania Alleva für weitere vier Jahre an die Spitze der Unia. Auch den bisherigen GL-Mitgliedern Véronique Polito und Renate Schoch sowie neu Bruna Campanello (Co-Leiterin Sektor Gewerbe) sprechen sie das Vertrauen für die nächsten vier Jahre aus. Bei sieben Mitgliedern in der Geschäftsleitung würden die Frauen damit erstmals in der Geschichte der Unia die Mehrheit stellen. Die Wahl findet im Juni 2021 am Unia-Kongress in Biel statt. Präsidium der Unia-Frauen neu besetzt. Ursula Mattmann-Alberto präsidierte die Unia-Frauen seit 2005. In den letzten 15 Jahren hat die gelernte Pflegefachkraft die Unia-Frauenstrukturen massgeblich geprägt und die Organisation mit ihrer pointierten Haltung für die Rechte der Arbeitnehmerinnen vorwärtsgebracht. Die Unia dankt Mattmann-Alberto für ihr jahrelanges Engagement für die Gewerkschaft – und begrüsst Eleonora Failla, die in ihre Fusstapfen tritt. Failla ist Erwachsenenbildnerin und Politologin und seit Jahren engagiertes Mitglied der Unia.
Für Rückfragen:
Aude Spang, Gleichstellungssekretärin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 3.10.2020
Unia Schweiz > Frauenberufe. Unia Schweiz, 2020-10-03
20.09.1988 Bern
Historisches Museum

Frauenberufe
Wie „verflixt und zugenäht“ entstanden ist. Im Historischen Museum wird Ende Oktober eine Ausstellung zu 100 Jahren Frauenberufsbildung und Frauenerwerbsarbeit eröffnet. Mit Foto. Liliane Studer. Bund 20.9.1988
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