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Anzahl gefundene Artikel: 6

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04.09.2015 Schweiz
Personen
Work
Zimmerwalder Konferenz
Ralph Hug
Tagung
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Zimmerwalder-Konferenz
Jubiläumstagung mit Gregor Gysi. 100 Jahre Zimmerwald. Darum sind die Fragen, denen die Friedenskonferenz in Zimmerwald im Jahr 1915 nachging, heute so aktuell wie damals. Als Sozialistenführer Robert Grimm am 5. September 1915 zur internationalen Konferenz ins bernische Zimmerwald lud, tobte der Erste Weltkrieg schon über ein Jahr. Am Schluss liess dieser Krieg gegen zehn Millionen Tote zurück. Er war die Urkatastrophe des 20.Jahrhunderts. Die nächste, der Faschismus mit dem Holocaust, folgte nur zwei Jahrzehnte später. Zimmerwald war eine Antikriegskonferenz der damals führenden sozialdemokratischen und sozialistischen Köpfe Europas. Sogar die beiden russischen Revolutionäre Lenin und Leo Trotzki reisten inkognito ins konservative Berner Bauerndorf. Die illustre Schar diskutierte und verabschiedete ein Manifest. Darin heisst es, dass sich die Arbeiter gegen den Krieg, „dieses Schlachthaus Europas“, gemeinsam zur Wehr setzen müssten. Und die einhellige Analyse lautete: Am Krieg ist der entfesselte Kapitalismus schuld. Oder in den Worten des Manifests: „Der Krieg ist eine Folge des Imperialismus, des Strebens der kapitalistischen Klassen jeder Nation, ihre Profitgier durch die Ausbeutung der menschlichen Arbeit und der Naturschätze des ganzen Erdballs zu nähren.“ Zimmerwald ist nicht nur Geschichte, sondern auch Gegenwart. Die Tagung zum 100.Jubiläum der Zimmerwald-Konferenz, die am 4. und 5. September in Bern stattfindet, geht deshalb der Frage nach, welche Möglichkeiten der globale Widerstand gegen die zerstörerisch gewordene Wirtschaftsordnung habe. (…). Ralph Hug.
Work, 4.9.2015.
Personen > Hug Ralph. Zimmerwalder-Konferenz. Tagung. Work, 4.9.2015.
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01.09.2015 Schweiz
Zimmerwald
2. Internationale
Personen
Jonas Gerber
3. Internationale
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Zimmerwalder-Konferenz
Burgkrieg, nicht Burgfrieden! Die internationale sozialistische Konferenz in Zimmerwald vom 5. bis 8. September 1915 feiert diesen Herbst ihr 100-jähriges Jubiläum. Diese Zusammenkunft fand während eines epochalen Umbruchs, dem Ersten Weltkrieg, statt. Die Welt stand in Flammen und ein kleines Häufchen SozialistInnen versuchte, dem Gemetzel ein Ende zu bereiten. Eine kurze Analyse zu diesem heroischen Unterfangen. Die Konferenz war zweifelsohne eine Zäsur. Die Zweite Internationale und die in ihr organisierten Parteien, allen voran die deutsche und französische Sozialdemokratie, liefen offen zu ihren jeweiligen nationalen Bourgeoisien über. Mit dem Burgfrieden gaben sie den Herrschenden die Gewissheit, dass die Arbeiter stillhalten werden, und ihre Parlamentsabgeordneten stimmten den Krediten für den imperialistischen Krieg zu. Doch nicht alle verrieten den proletarischen Internationalismus. Die wahren SozialistInnen versuchten sich zu reorganisieren. Sie taten dies mitten im Ersten Weltkriege im kleinen Berner Dorf Zimmerwald. Es trafen sich dort 37 GenossInnen aus 12 verschiedenen Ländern zu einer Konferenz, an welcher auch die beiden russischen Revolutionäre Lenin und Trotzki teilnahmen. Obwohl viele TeilnehmerInnen im Herbst 1915 noch vor dem offenen Bruch mit der Zweiten Internationalen zurückschreckten, wurden die inhaltlichen Differenzen zu dieser bereits offensichtlich. Dazu das Zimmerwalder-Manifest: „In dieser unerträglichen Lage haben wir (...), die nicht auf dem Boden der nationalen Solidarität mit der Ausbeuterklasse, sondern auf dem Boden (…). Jonas Gerber, Juso Bern.
Der Funke, Nr. 44, September 2015.
Personen > Gerber Jonas. Zimmerwalder-Konferenz. Der Funke, Sept, 2015.
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28.08.2015 Schweiz
Partei der Arbeit Bern
Zimmerwalder Konferenz

2. Internationale
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Zimmerwalder-Konferenz
Und wer hat wen verraten? Zum 100-Jährigen Jubiläum der Zimmerwald-Konferenz. Ein etwas anderer Blick auf die Lehren aus der Konferenz als der gängige sozialdemokratische. Am 4. August 1914 stimmte die Reichstagsfraktion der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands den Kriegskrediten zu und gab sich so vorbehaltlos dem chauvinistischen Kriegstaumel hin. Der Kaiser hatte ihr aus dem korrumpierten Herz gesprochen: „Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche!“. Schöner ist der sozialdemokratische Verrat am proletarischen Internationalismus selten formuliert worden! Vom 5. bis 8. September 1915 trafen sich in Zimmerwald Sozialistinnen und Sozialisten aus ganz Europa, die sich der nationalistischen Kollaborationspolitik der Sozialdemokratie widersetzten, um nach einem revolutionären Ausweg aus dem gegenseitigen Abschlachten der Völker zu suchen. Als Koordinationsorgan der revolutionären AntimilitaristInnen wurde die Internationale Sozialistische Kommission gegründet. Sie kann als Keim der Kommunistischen Internationale betrachtet werden. In diesem September jährt sich die internationale Konferenz von Zimmerwald zum hundertsten Mal. Und wer nimmt dieses Jubiläum zum Anlass sich selber zu feiern? Wen wundert es? Ist die europäische Sozialdemokratie doch seit 1914 bis in unsere Tage eine ausgewiesene Expertin in Sachen Krieg und Frieden. Auf die Zerbombung Jugoslawiens kann sie ebenso stolz sein wie auf (…). Partei der Arbeit Bern.
Vorwärts, 28.8.2015.
Vorwärts > Zimmerwalder-Konferenz. Vorwärts, 28.8.2015.
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02.07.2015 Zimmerwald
2. Internationale
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Ewald Ackermann
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Zimmerwalder-Konferenz
Wichtiges Ereignis in der linken Spaltung. 100 Jahre Zimmerwald. Robert Grimm gegen Lenin. Einer setzt sich durch, der andere setzt sich ab. Daraus wächst Weltgeschichte, 1915 in der Berner Landgemeinde Zimmerwald. Denn da treffen sich Vertreter/innen der sozialistischen Opposition zu einer Geheimkonferenz, um gegen den Krieg und für eine Wiedergeburt des Klassenkampfs anzutreten. In den ersten Septembertagen dieses Jahres wird das 100-Jahre-Jubiläum der Zimmerwalder-Konferenz gefeiert. Eines der Hauptziele der 1889 gegründeten Zweiten sozialistischen Internationalen ist die friedliche Verständigung der Völker. Noch im Basler Kongress vom Herbst 1912 wehren sich die darin vereinten sozialistischen Parteien gegen einen Krieg und beschwören inter-nationale proletarische Solidarität. Der Feind, so die gemeinsame Einsicht, sei nicht der Arbeiter jenseits der Grenze sondern der Boss in der Nähe, oben. Bei Ausbruch des 1. Weltkriegs, im Sommer 1914, bricht diese Solidarität zusammen. Die sozialistischen Parteien der kriegführenden Staaten nehmen grossmehrheitlich einen engen nationalen Blickwinkel ein, akzeptieren den Krieg als einen der Verteidigung und stimmen den Kriegskrediten zu. Auch in der Schweiz setzt sich der Burgfrieden durch. Als einer der ersten erkennt Robert Grimm, der führende Kopf in der SPS, dass die Arbeiterklasse die Zeche dieser Einigung zu zahlen hat. (…). Ewald Ackermann.
SGB, 2.7.2015.
Personen > Ackermann Ewald. Zimmerwalder-Konferenz. SGB, 2.7.2015.
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23.04.2015 Zimmerwald
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Work
Marie-Josée Kuhn
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Zimmerwalder-Konferenz
Wir brauchen ein neues Zimmerwald. Vor hundert Jahren veränderte die Konferenz von Zimmerwald die Welt. Wir brauchen ein zweites Zimmerwald, fordert Chefredaktorin Marie-Josée Kuhn, neue Strategien, ein Signal der Hoffnung, ein neues Sozialmodell. Es herrschte Krieg. Schon ein Jahr lang. Da bestiegen die rund vierzig Männer und Frauen in Bern vier Kutschen. Allen voran die russischen Revolutionäre Lenin und Trotzki. Ihr Ziel: das Hotel Beau Séjour im Berner Bauerndorf Zimmerwald. Getarnt als «ornithologische Gesellschaft», wollten sie dort an einer Geheimtagung die katastrophale Weltlage bereden. Ein Zeichen für den Frieden setzen und gegen den Schulterschluss der Sozialdemokratie mit den kriegstreibenden Nationalisten. Denn sie waren Internationalisten und begriffen: Krieg und Patriotismus waren Gift für die Arbeiter. Für die Arbeiterklasse aller Länder. Klassenkampf statt Krieg, dieses Menschenschlachthaus, das war 1915 das Gebot der revolutionären Stunde. Die „Vogelfreunde“ beschlossen, sich für die „Erlösung der geknechteten Klasse“ einzusetzen. Gegen Hunger und für die soziale Gerechtigkeit. Nur zwei Jahre später stürzte Lenin mit seinen Kommunisten den russischen Zaren und errichtete die Sowjetunion. Und drei Jahre später rief Arbeiterführer Robert Grimm in der Schweiz den Generalstreik aus. Die Wiege des sozialen Staates. (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 23.4.2015.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Editorial. Zimmerwald. Work online, 23.4.2015.
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23.10.2014 Zimmerwald
Personen
WOZ
Zimmerwalder Konferenz
Thomas Bürgisser
Theater
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Zimmerwalder-Konferenz
Zimmerwald als Theater. Hoch flogen die Pläne der revolutionären Ornithologen. In der Sowjetunion fehlte die Berner Ortschaft Zimmerwald auf keiner Landkarte. Nun beschäftigt sich ein schweizerisch-russisches Theaterprojekt mit der Konferenz an diesem Ort im Jahr 1915, an der auch Lenin teilnahm. 2015 wird in der Schweiz als Jubiläumsjahr der Superlative angekündigt. 700 Jahre Schlacht am Morgarten, 500 Jahre Schlacht von Marignano, 200 Jahre Wiener Kongress, auf dem die Neutralität der Eidgenossenschaft von den europäischen Mächten anerkannt wurde. Was bedeuten diese historischen Ereignisse für die moderne Schweiz? Können sie uns helfen, die Probleme der Gegenwart anzupacken? Die Schlacht um die Deutungshoheit dieser mythischen Meilensteine vaterländischer Geschichte ist jedenfalls schon in vollem Gang. Das von Matto Kämpf und Ariane von Graffenried verfasste Theaterstück „Alle Vögel sind schon da“, das letzte Woche im Schlachthaus-Theater Bern Premiere feierte (vgl. „Nichts ist, wie es scheint“ im Anschluss an diesen Text), erinnert an einen anderen Jahrestag, der 2015 ansteht. Dieser greift über das nationale Korsett hinaus. Er steht unter dem Zeichen von Weltkrieg und Weltrevolution. Ort des historischen Ereignisses ist das Dorf Zimmerwald bei Bern. Im September 1915 trafen sich hier 38 Delegierte sozialistischer Parteien aus zwölf Ländern zu einer internationalen Konferenz. (…). Thomas Bürgisser.
WOZ online, 23.10.2014.
WOZ > Zimmerwalder-Konferenz. Theater. WOZ online, 23.10.2014.
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