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Anzahl gefundene Artikel: 20

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
02.05.2016 Schweiz
Medien
Syndicom

Pressefreiheit
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Zensur
Tag der Medienfreiheit: Syndicom fordert Gesamtarbeitsvertrag und redaktionelle Unabhängigkeit. In erschreckend vielen Ländern werden JournalistInnen verfolgt oder gar umgebracht, weil sie die Machenschaften der Mächtigen in Politik und Wirtschaft aufdecken. Am internationalen Tag der Medienfreiheit engagiert sich Syndicom mit allen Mediengewerkschaften gegen die Angriffe auf die Medienschaffenden. In der Schweiz sind die JournalistInnen zwar kaum an Leib und Leben bedroht, ihre Arbeit wird aber verschiedentlich behindert, denn: Medienfreiheit bleibt Theorie, wenn die Produktions- und Arbeitsbedingungen unwürdig sind. Nur ein fairer Gesamtarbeitsvertrag legt den Grundstein für angemessene Arbeitsbedingungen von festangestellten Medienschaffenden und Freelancern. Und nur mit gut dotierten Redaktionsbudgets lässt sich journalistische Recherche betreiben. Darum: auch für die Deutschschweizer und Tessiner Redaktionen muss nach bald 12-jährigem vertragslosem Zustand dringend ein guter GAV abgeschlossen werden. Die Unabhängigkeit der Medien wird immer dreister attackiert. Nur bei garantierter Unabhängigkeit gegenüber allen politischen und wirtschaftlichen Akteuren bleiben die Medien vertrauenswürdig, erfüllen sie ihre Aufgaben als „Wachhunde der Demokratie“. Denn: nur für glaub- und vertrauenswürdige Medien gibt es beim Publikum eine Zahlungsbereitschaft. Medienfreiheit ist ein demokratisches Grundrecht, für das Verleger und JournalistInnen gemeinsam einstehen müssen. (…).
Syndicom, 2.5.2016.
Syndicom > Medienfreiheit. Grundsätze. Syndicom, 2016-05-02.
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15.05.2015 Schweiz
Syndicom-Zeitung

Volltext
Zensur
Ein alter Zopf! Bis Ende März stand der Artikel 293 des Strafgesetzbuchs (StGB) in der Vernehmlassung. Unter dem Titel „Veröffentlichung amtlicher geheimer Verhandlungen“ steht da: „Wer, ohne dazu berechtigt zu sein, aus Akten, Verhandlungen oder Untersuchungen einer Behörde, die durch Gesetz oder durch Beschluss der Behörde im Rahmen ihrer Befugnis als geheim erklärt worden sind, etwas an die Öffentlichkeit bringt, wird mit Busse bestraft.“ Syndicom fordert seit Jahren, den Artikel 293 StGB ersatzlos zu streichen. Seit der Einführung des Öffentlichkeitsgesetzes 2004 hat längst ein Paradigmenwechsel eingesetzt, weg von der Geheimniskrämerei hin zum Öffentlichkeitsprinzip. Eine Mehrheit der Kommission für Rechtsfragen schlägt nun aber vor, dass den Gerichtsbehörden ermöglicht wird, das Geheimhaltungsinteresse gegen das Öffentlichkeitsinteresse abzuwägen. Die kompletten Unterlagen und die Stellungnahmen der Journalistenverbände sind auf syndicom.ch unter „News“ zu finden. Die Redaktion.
Syndicom-Zeitung, 15.5.2015.
Syndicom-Zeitung > Zensur. Strafgesetzbuch. Syndicom-Zeitung, 15.5.2015.
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16.10.2014 Schweiz
Initiativen Schweiz
WOZ

Ecopop-Initiative
Plakate
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Zensur
Keine linken Plakate am Strassenrand. Zahlreiche Personen mit teils jahrzehntelanger Kampagnenerfahrung hatten das Plakat vor der Lancierung gesehen - aufgefallen ist der Schnitzer niemandem. Die Rede ist vom Abstimmungskampfsujet des linken Komitees „Solidarische Schweiz - Nein zu Ecopop“, das eine Person mit einem Sackgassenschild vor dem Kopf zeigt. Über tausend dieser von der Zürcher Agentur Weissgrund entworfenen Plakate hätten schweizweit in grossen Bahnhöfen und im öffentlichen Raum gezeigt werden sollen. Aus dem Aushang an Strassen wird aber nichts: Das Strassenverkehrsgesetz verbietet Plakate, die „zu Verwechslung mit Signalen“ führen können, überall dort, wo Autos und Velos verkehren. Kein Brett vor dem Kopf hatte die Druckerei, die das Problem mit dem Sackgassenschild bemerkte. Für Thomas Zimmermann, der für den Schweizerischen Gewerkschaftsbund im Vorstand des Komitees sitzt, ist das Ganze nicht weiter schlimm: (…).
WOZ, 16.10.2014.
WOZ > Ecopop-Initiative. Plakat. Zensur. WOZ, 16.10.2014.
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14.03.2014 Baar ZG
Glencore
Vorwärts
Xstrata

Glencore
Rohstoffhandel
Volltext
Xstrata
Zensur

GlencoreXstrata geht drastisch gegen Kritikerlnnen vor. Der Schweizer Konzern GlencoreXstrata droht der Menschenrechtsorganisation Multiwatch mit einer Klage, wenn sie nicht den Titel ihres demnächst erscheinenden Buches ändert. Multiwatch ist empört und vermutet, dass GlencoreXstrata ein Verbot des Buchs erwirken möchte. Die Menschenrechtsorganisation verzichtet nun freiwillig auf den Titel. Dies, damit die Menschen in der Schweiz trotzdem erfahren können, was tatsächlich Sache ist. Multwatch kritisiert in seiner Medienmitteilung vom 2. März, dass einer der weltweit grössten Rohstoffkonzerne Kritik abwürgt und eine breite öffentliche Diskussion über die negativen Folgen seiner Tätigkeit nicht zulassen will. Im demnächst erscheinenden Buch über den Rohstoffkonzern GlencoreXstrata zeigt Multiwatch Konfliktfelder rund um den Rohstoffabbau auf und stellt umstrittene Geschäftspraktiken des Schweizer Konzerns zur Diskussion. Das Buch basiert auf eingehend recherchierten Fällen auf vier Kontinenten - darunter Abbauländer wie Kolumbien, Peru, die Philippinen, Australien, die Demokratische Republik Kongo und Südafrika – und entstand unter Mitarbeit von Autorlnnen, welche die besprochenen Konflikte seit längerem beobachten.

Vorwärts, 14.3.2014.

Vorwärts > GlencoreXstrata. Zensur. Vorwärts. 2014-03-14.

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16.06.2011 St. Gallen
Medien
Personen
Presse
Andreas Fagetti
Journalismus
Volltext
Zensur

Medientagebuch. Die bloss bellen… Andreas Fagetti über gezähmten und wirkungslosen Journalismus. Vor zehn Jahren brachte ein Verwaltungsrat einer Lokalzeitung ein neues Redaktionsstatut zu Papier. Im Zweifelsfall, schrieb er, habe die Redaktion das Interesse der Druckkunden höher zu gewichten als das Interesse der Öffentlichkeit. In Zürich, Bern, Genf oder Basel mag man das als hinterwäldlerisch abtun. Aber dieser Verwaltungsrat, ein Treuhänder, brachte bloss einen wichtigen Aspekt des Alltags lokaler Redaktionen auf den Punkt. Und er nahm eine Realität vorweg, mit der sich inzwischen selbst professionell geführte Redaktionen konfrontiert sehen, Das Gift des Ökonomismus hat sich tief ins mediale System gefressen. Das ist nicht allein den wegbrechenden Inserateerträgen geschuldet. Jahre vor der Medienkrise zeichnete sich diese Entwicklung ab. ChefredaktorInnen konnten nicht mehr gleichberechtigt neben den Geschäftsführern agieren. Seither sind sie Mitglieder der Geschäftsleitung. Hierarchisch unter den CEOs angesiedelt, befinden sie sich in einer Art Geiselhaft der Betriebswirte. (...).
Andreas Fagetti.

WOZ. Donnerstag, 16.6.2011.
Medien > Journalismus. 16.6.2011.doc.

Journalismus. 16.6.2011.pdf

30.09.2010 England
Zürich
Personen
UBS
Carlos Hanimann
Zensur
Der lange Arm der UBS. In London hat die UBS die Aktion einer Zürcher Künstlergruppe verhindert. Unter Androhung von rechtlichen Schritten ist ein öffentliches Plakat von der zuständigen Plakatgesellschaft abgehängt worden. (...). Mit Foto. Carlos Hanimann. WOZ. Donnerstag, 30.9.2010
02.09.2010 Lichtenstein
Faschismus
Personen
Robert Best
Armin Öhri
Zensur
Die "roten Herren" und ihr Tabu. Lichtenstein und Nationalsozialismus. Ein neuer Krimi stochert in der antisemitischen Geschichte des Fürstentums. Bürgerlich-konservative Kreise wollten die Veröffentlichung behindern. Vaduz, Lichtenstein: Ein Autor spricht von Zensur und Boykott. Davon, dass eine ganze Gesellschaft Probleme habe mit der Verarbeitung der eigenen Geschichte. Von mächtigen Männern, die heikle Themen abwürgen, statt sie zu diskutieren. Armin Öhri hat ein Buch geschrieben über ein Kapitel der lichtensteinischen Geschichte, an das sich nicht alle gerne erinnern lassen. (...). Robert Best. WOZ. Donnerstag 2.9.2010.
01.02.1987 Schweiz
SSM Schweizer Syndikat Medienschaffender

Zensur
Auch Medienleute trotzen Zensur und Repression. Südafrika aus erster Hand. SSM-Gazette 2/1987
01.02.1976 Schweiz
Spanien
Fernsehen DRS
Personen
Spanischer Bürgerkrieg
SVP
Richard Dindo
Bruno Muralt
Repression
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Zensur

Zensur am Bildschirm. Sind wir ein Volk von „Griessbreifressern“? Am 11. Dezember hat das Deutschschweizer Fernsehen den Film „Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg“ von Richard Dindo ausgestrahlt. Nachdem Dindos Film bereits 1973 entstanden war und inzwischen Franco, der Diktator und Würger des spanischen Volkes, mit der Absolution des Papstes, endlich gestorben war, bedurfte es  dazu keines besonderen Mutes mehr. Trotzdem durfte das Schweizer Fernsehvolk nicht den ganzen Film sehen. Offensichtlich aus innenpolitischen Gründen, und nach langen, peniblen Verhandlungen mit Filmautor Dindo glaubten sich die für unser TV-Programm Verantwortlichen verpflichtet, eine Sequenz von rund zwei Minuten zu unterschlagen. (...). Bruno Muralt.

Bildungsarbeit. Mitteilungsblatt der Schweizerischen Arbeiterbildungszentrale. 47. Jg., Nr. 1/1976.
Spanischer Bürgerkrieg > Zensur am Bildschirm. 1981.doc.

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01.01.1976 Schweiz
Personen
SABZ
Richard Dindo
Bruno Muralt
Zensur
Film. Sind wir ein Volk von "Griessbreifressern?". Zensur am Bildschirm. Am 11. Dezember 1975 hat das Deutschschweizer Fernsehen den Film "Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg" von Richard Dindo ausgestrahlt. Nachdem Dindos Film bereits 1973 entstanden war und inzwischen Franco, der Diktator und Würger des spanischen Volkes, mit der Absolution des Papstes, endlich gestorben war, bedufte es dazu keines besonderen Mutes mehr. Trotzdem durfte das Schweizer Fernsehen nicht den ganzen Film sehen. Offensichtlich aus innenpolitischen Gründen, und nach langen, peniblen Verhandlungen mit Filmautor Dindo glaubten sich die für unser TV-Programm Verantwortlichen verpflichtet, eine Sequenz von rund zwei Minuten zu unterschlagen. Bruno Muralt. SABZ Bildungsarbeit Nr. 1/1976
01.01.1976 Schweiz
Bildungsarbeit
Personen
Spanischer Bürgerkrieg
Bruno Muralt
Fernsehen
Spanischer Bürgerkrieg
Volltext
Zensur
Zensur am Bildschirm. Sind wir ein Volk von „Griessbreifressern“? Am 11. Dezember hat das Deutschschweizer Fernsehen den Film „Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg“ von Richard Dindo ausgestrahlt. Nachdem Dindos Film bereits 1973 entstanden war und inzwischen Franco, der Diktator und Würger des spanischen Volkes, mit der Absolution des Papstes, endlich gestorben war, bedurfte es dazu keines besonderen Mutes mehr. Trotzdem durfte das Schweizer Fernsehvolk nicht den ganzen Film sehen. Offensichtlich aus innenpolitischen Gründen, und nach langen, peniblen Verhandlungen mit Filmautor Dindo glaubten sich die für unser TV-Programm Verantwortlichen verpflichtet, eine Sequenz von rund zwei Minuten zu unterschlagen. Diese Sequenz hat mit dem Spanischen Bürgerkrieg an sich nichts zu tun. Am Schluss seines Streifens, der zu einem grossen Teil aus Interviews mit den Schweizer Spanienkämpfern besteht, hatte Dindo die alten Kämpfer gefragt, was sie heute von der Demokratie hielten. Eine, wie uns scheint, durchaus berechtigte Frage. Die alten Männer und Frauen haben sie denn auch beantwortet, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Sie sagten einfach, was sie dachten, in Formulierungen, die vielleicht nicht besonders geschliffen, aber doch recht verständlich sind. (Offenbar haben die guten Leute trotz vielen bösen Erfahrungen noch nicht gelernt, ihre Sprache so fernsehgerecht „auszuwiegen“, dass keine Ecken und Kanten mehr übrigbleiben!) Hier einige der „schlimmen“ Sätze, die das Schweizer dürfen: (…). Bruno Muralt.
Bildungsarbeit, Nr. 1, 1976.
Personen > Muralt Bruno. Zensur. Fernsehen. Bildungsarbeit, Nr. 1, 1976.
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01.01.1976 Schweiz
Bildungsarbeit
Personen
Spanischer Bürgerkrieg
Richard Dindo
Fernsehen
Spanischer Bürgerkrieg
Volltext
Zensur
Ein historischer Film wird hochaktuell: „Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg“. Zusammen mit Freiwilligen aus vielen andern Ländern kämpften im Spanischen Bürgerkrieg auch rund 600 Schweizer Männer und Frauen auf der Seite der spanischen Freiheitskämpfer. Der Schweizer Filmschaffende Richard Dindo hat eine Anzahl dieser heute noch unter uns lebenden ehemaligen Spanienkämpfer aufgesucht und mit ihnen und ihren Erinnerungen einen Film gemacht. Durch die jüngsten Ereignisse in Spanien hat sein Film einen hochaktuellen Wert bekommen. Der Spanische Bürgerkrieg in den Jahren 1936 bis 1939 war für die europäische Arbeiterbewegung eine der letzten Gelegenheiten zum Widerstand gegen den Amoklauf des Faschismus, der geradewegs in den Zweiten Weltkrieg führte. So wie damals blicken die Freunde der Freiheit auch heute wieder mit bangen Gefühlen auf das Geschehen in Spanien. Wird es den freiheitlich gesinnten Spaniern gelingen, ihr Land endlich aus dem Joch der Diktatur zu befreien? Richard Dlndos Film blendet in die Jahre unmittelbar vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zurück, Es ist kein Kriegsfilm, sondern ein Film, der unmissverständlich klarmacht, warum in Spanien der Bürgerkrieg ausbrechen und durch das Eingreifen Hitler-Deutschlands und des faschistischen Italiens die Freiheit besieqt werden musste. Franco ist die letzte „grosse“ Figur aus dieser unseligen Zeit. (…).
Bildungsarbeit, Nr. 1, 1976.
Bildungsarbeit > Spanischer Bürgerkrieg. Zensur. Bildungsarbeit, Nr. 1, 1976.
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01.01.1976 Schweiz
Bildungsarbeit
Personen
Spanischer Bürgerkrieg
Richard Dindo
Bruno Muralt
Fernsehen
Spanischer Bürgerkrieg
Zensur
Zensur am Bildschirm. Sind wir ein Volk von „Griessbreifressern“? Am 11. Dezember hat das Deutschschweizer Fernsehen den Film „Schweizer im Spanischen Bürgerkrieg“ von Richard Dindo ausgestrahlt. Nachdem Dindos Film bereits 1973 entstanden war und inzwischen Franco, der Diktator und Würger des spanischen Volkes, mit der Absolution des Papstes, endlich gestorben war, bedurfte es dazu keines besonderen Mutes mehr. Trotzdem durfte das Schweizer Fernsehvolk nicht den ganzen Film sehen. Offensichtlich aus innenpolitischen Gründen, und nach langen, peniblen Verhandlungen mit Filmautor Dindo glaubten sich die für unser TV-Programm Verantwortlichen verpflichtet, eine Sequenz von rund zwei Minuten zu unterschlagen. Diese Sequenz hat mit dem Spanischen Bürgerkrieg an sich nichts zu tun. Am Schluss seines Streifens, der zu einem grossen Teil aus Interviews mit den Schweizer Spanienkämpfern besteht, hatte Dindo die alten Kämpfer gefragt, was sie heute von der Demokratie hielten. Eine, wie uns scheint, durchaus berechtigte Frage. Die alten Männer und Frauen haben sie denn auch beantwortet, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Sie sagten einfach, was sie dachten, in Formulierungen, die vielleicht nicht besonders geschliffen, aber doch recht verständlich sind. (Offenbar haben die guten Leute trotz vielen bösen Erfahrungen noch nicht gelernt, ihre Sprache so fernsehgerecht „auszuwiegen“, dass keine Ecken und Kanten mehr übrigbleiben!) Hier einige der „schlimmen“ Sätze, die das (…). Bruno Muralt.
Bildungsarbeit, 1.1.1976.
Personen > Muralt Bruno. Spanischer Buergerkrieg. Fernsehen. Bildungsarbeit, 1976-01-01.
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01.11.1972 Schweiz
Bildungsarbeit
Personen
SRF
Bruno Muralt
SRF
Volltext
Zensur
Nachwort zum Artikel „Zensur über die TV-Information“? im Heft 5, September 1972 der „Bildungsarbeit“. Inzwischen ist ein sehr umfangreicher Bericht einer von der SRG eingesetzten Untersuchungskommission erschienen. Dieser Kommission gehörten der freisinnige Tessiner Oberrichter Gastone Luvini, der Regierungsrat Willi Ritschard und der CVP-Jugendanwalt Stefan Sonder an. Bekanntlich hatte sich diese Kommission mit den schweren Vorwürfen auseinanderzusetzen, die in einer 36seitigen Dokumentation der SVP (BGB) gegen die Information am Deutschschweizer Fernsehen erhoben worden waren. Bis zum Augenblick, da wir die Redaktion dieser Nummer abschliessen mussten, ist es uns nicht möglich gewesen, diesen Bericht zu studieren. Wir hoffen, in einer späteren Nummer der „Bildungsarbeit“ darüber berichten zu können. Erich Gysling geht weg vom Fernsehen und seiner Abteilung Information nämlich und hin zur Redaktion der „Weltwoche“. Bei seinem Weggang soll er zwar erklärt haben, dieser hätte „keinen dramatischen Hintergrund“. In erster Linie habe ihn das interessante Angebot der „Weltwoche“ gelockt. (…). Bruno Muralt.
Bildungsarbeit, Heft 6, November 1972.
Bildungsarbeit > Zensur. Fernsehen. Bildungsarbeit, November 1972.
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01.05.1972 ZH Kanton
Gewerkschaftliche Rundschau
Personen
Otto Böni
Lehrmittel
Volltext
Zensur
Soll die Polizei Schulbücher zensurieren? In einem Schreiben vom 17. Februar teilte die Erziehungsdirektion des Kantons Zürich den Schulämtern mit, dass für das Sekundarschullesebuch „Welt im Wort“ kein Staatsbeitrag mehr ausgerichtet werde. Grund für diese Massnahme bildete ein darin enthaltenes längeres Prosastück des deutschen Feuilletonisten Kurt Kusenberg mit dem Titel „Ein verächtlicher Blick“. In dem erziehungsrätlichen Brief wurde festgehalten, dass die Berufszeitung „Der Polizeibeamte“ dieses Lesestück vollinhaltlich veröffentlicht und es als ein „Produkt von Brunnenvergiftung übelster Sorte“ bezeichnet habe, „welches dem Polizeibeamten Wehleidigkeit, Pflichtvergessenheit und die Anwendung erpresserischer Methoden zur Erlangung falscher Geständnisse unterstelle und ihn der Lächerlichkeit aussetze“. Diese Massnahme der zürcherischen Erziehungsdirektion fand in der Presse und in der Oeffentlichkeit nicht die erwartete Unterstützung, sie wurde als ein Schildbürgerstreich gewertet; so glossierte die in solchen Fragen sonst ansprechbare „Neue Zürcher Zeitung“ in ihrer Ausgabe vom 7. März diesen Streich mit dem Titel „Feierliche Erschiessung eines Spatzen“. (…). Otto Böni.
Gewerkschaftliche Rundschau, Heft 5, Mai 1972.
Gewerkschaftliche Rundschau > Lehrmaterialien. Zensur. Rundschau, Mai 1972.
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31.03.1971 Schweiz
Regierung Schweiz
SJU
VPOD Schweiz

Meinungsfreiheit
SRG
Volltext
Zensur

Kritik an der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG). Journalisten oder Befehlsempfänger? (ai) Von der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) wird zurzeit mehr geredet, als dieser lieb sein kann. Vor allem das Deutschschweizer Fernsehen macht Schlagzeile um Schlagzeile; Schlagzeilen allerdings, die besser ausbleiben würden. Während sich einige der unerfreulichen Vorgänge in aller Öffentlichkeit abspielen, geschieht anderes still und leise, damit es ja keiner merke. Dazu gehören die Abmachungen, die kürzlich die Generaldirektion der SRG mit der Landesregierung getroffen hat. Sollten diese Abmachungen in die Tat umgesetzt werden (theoretisch gelten sie schon heute), degradieren sie alle im Bundeshaus für Radio und Fernsehen tätigen Journalisten zu Befehlsempfängern. Denn was und wie etwas über Mikrofon und Bildschirm läuft, bestimmen allein Bundesrat, Bundeskanzlei und SRG-Generaldirektion. Die Journalisten haben sich dann allenfalls noch Mühe zu geben, dass der geneigte Hörer oder Zuschauer nichts merkt vom obrigkeitlichen Anstrich der Sendungen. Dass das einer unerträglichen Abwertung des Berufes eines Radio- und Fernseh-Journalisten gleichkommt, hat die dem VPOD angeschlossene Schweizerische Journalisten-Union gemerkt und dazu wie folgt Stellung genommen: (...).

Helvetische Typographia, 31.3.1971.
SJU > SRG. Zensur. 31.3.1971.doc.

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01.05.1970 Schweiz
Bildungsarbeit
TSR

Fernsehen
Volltext
Zensur
Freiheit am Fernsehen. Am 10. März, um 20.40 Uhr, erwarteten die Westschweizer Fernseher die Sendung „Canal 18-25“. Sie warteten vergeblich. Die Sprecherin verkündete, die Sendung könne vorerst nicht ausgestrahlt werden, da sich einige Mitwirkende an der Sendung beklagt hätten. Das war, gelinde gesagt, unrichtig. Tags darauf konnte man nämlich aus der Presse vernehmen, dass sich keiner der Teilnehmer beklagt und keiner gegen die Ausstrahlung der Sendung etwas einzuwenden hatte. In Tat und Wahrheit war folgendes geschehen: Am Tage vor der vorgesehenen Ausstrahlung von „Canal 18-25“ hatte der konservative Walliser alt Bundesrichter Antoine Favre beim SRG Generaldirektor Marcel Bezençon interveniert. Und diese Intervention eines einzigen Mannes hat bewirkt, dass die Sendung abgesetzt wurde. Diese Tatsache hat einen grossen Teil der Westschweizer Presse alarmiert. Mit Recht, scheint uns. Wo kommen wir hin mit der vielgerühmten Radio- und Fernsehfreiheit, wenn das Stirnrunzeln eines einzigen Mannes mit Titel und Namen genügt, eine Sendung zu verhindern, die für Hunderttausende, wenn nicht Millionen anderer Fernsehabonnenten bestimmt ist? (…).
Bildungsarbeit, Heft 3, Mai 1970.
Bildungsarbeit > Fernsehen. Zensur. Bildungsarbeit, Mai 1970.
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01.11.1969 Schweiz
Bildungsarbeit
Literatur
Personen
Hedi Schaller
Literatur
Volltext
Zensur
Das Buch - eine Macht. Die Sprache ist es, durch die der Mensch sich grundsätzlich vom Tier unterscheidet. Doch, wo wäre der Mensch geblieben, wenn er sich zur Sprache nicht auch noch die Schrift geschaffen hätte? Erst als er anfing, sich von der Magie des Bildes zu lösen und seine Gedanken und Gefühle, seine Erfahrungen und sein Wissen mit Hilfe von Buchstaben festzuhalten, erst von diesem Zeitpunkt an begann der Mensch, ein historisches Wesen zu werden. Der Buchstabe - mit ihm das geschriebene Wort und das Buch - wurde eine Macht, über die wir uns viel zu wenig Rechenschaft geben. Halten wir uns doch einmal vor Augen, welche Bedeutung das geschriebene Wort für die Menschheit seit der Erfindung der Schriftzeichen hatte und nach wie vor haben wird. Es ist doch so, wie der österreichische Dichter Stefan Zweig geschrieben hat. „Die Worte, die vor einem auf dem Papier stehen, entführen den Leser, kaum dass er es merkt, in eine andere Welt, die sich mit jedem Wort, mit jedem Satz deutlicher einstellt.“ Undenkbar, denn nur durch das Lesen kann der Mensch mit der Welt des Geistes in Verbindung treten. Als Träger von Ideen vermag das Buch aber auch die Welt zu verändern. Es hat sie auch verändert. (…). Hedi Schaller.
Bildungsarbeit, Heft 6, November 1969.
Personen > Schaller Hedi. Literatur. Zensur. Bildungsarbeit, Nov. 1969.
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30.04.1943 Biel
Archiv GBLS Biel
Gewerkschaftskartell Biel
KPS
Personen
Paul Fell
Max Felser
Emilf Gräppi
Karl Hofmaier
Léon Nicole
1. Mai Biel
Antifaschismus
Gewerkschaftskartell Vorstand Protokolle
KPS
Volltext
Zensur

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstandssitzung, 30. April 1943, 20 Uhr, Volkshaus Zimmer 1

Traktanden: 1. Appell, 2. Protokoll, 3. Korrespondenzen und Mitteilungen, 4. Maifeier, 5. Verschiedenes.

 

1. Appell. Vorsitz: Kollege Josef Flury. Es sind 8 Kollegen anwesend und die Genossen Fawer Parteipräsident und Emil Gräppi. Abwesend sind die Kollegen Jakob Brunner und Armin Schneiter

2. Protokoll. Das Protokoll vom 9. April wird verlesen und genehmigt.

3. Korrespondenzen und Mitteilungen. Vom SMUV ist ein Schreiben eingetroffen, in dem festgestellt wird, dass in Bezug auf die Mitgliederzahlen und Beitragsleistungen des SMUV falsche Gerüchte in Umlauf sind. Die Sektion verlangt deshalb die Ausfertigung einer Statistik der Mitgliederzahlen und Beitragsleistung. Der Kartellvorstand stellt fest, dass dem Wunsch des SMUV Rechnung getragen ist, indem bereits früher beschlossen wurde, eine solche Statistik an der bevorstehenden Generalversammlung aufzulegen. In diesem Sinne soll das Schreiben beantwortet werden. Von der Gewerbeschule ist eine Einladung eingetroffen zur Schlussfeier der Lehrabschlussprüfungen. Kollege Emil Brändli wird das Gewerkschaftskartell vertreten. Von der Musikgesellschaft „Concordia“ liegt eine Einladung vor zum 50-jährigen Jubiläum am 10 Mai 1943. (...). 

4. Maifeier. Mit Rücksicht auf die anwesenden Parteigenossen Fawer und Emil Gräppi wird das Traktandum „Maifeier“ zu Beginn der Sitzung behandelt. Der Vorsitzende Kollege Josef Flury begrüsst die beiden Genossen. Sie sind eingeladen worden, um mit ihnen über die Transparent-frage zu beraten. Kollege Emil Brändli orientiert kurz übe die Vorarbeiten zur Maifeier und teilt mit, dass einige linksgerichtete ...

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstand. Protokolle 1936-1946. Protokollbuch, gebunden, Handschrift.
Archiv GBLS Biel.

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25.04.1941 Biel
Archiv GBLS Biel
Gewerkschaftskartell Biel
Personen
Emil Brändli
Baptist Clerico
Fritz Feller
Karl Meierhans
1. Mai Biel
Gewerkschaftskartell Vorstand Protokolle
Seeländer Volksstimme
Vizepräsident
Volltext
VPOD Biel
Zensur

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstandssitzung 25. April 1941, 20 Uhr, Volkshaus Zimmer 2

Traktanden: 1. Appell, 2. Konstituierung des Vorstandes und Büros, 3. Kartellinternes, 4. Maifeier, 5. Verschiedenes

 

1. Appell. Vorsitz: Kollege Josef Flury. Es sind 14 Kollegen anwesend. Entschuldigt sind die Kollegen Voutat, Jakob Brunner und Max Felser. Dieser wird durch Kollege Gottfried Trächsel ersetzt.

2. Konstituierung des Vorstandes und des Büros. Als Vizepräsident wird der Bisherige, Kollege Emil Rufer, bestätigt und als Protokollführer Karl Meierhans. Dem Büro gehören die Kollegen Josef Flury als Präsident, Emil Rufer Vizepräsident, Jakob Brunner Kassier und als Beisitzer Max Felser und Emil Brändli von Amtes wegen an.

3. Kartellinternes. Kollege Emil Brändli ist nicht befriedigt über die beiden Nominationen, die der VPOD an der Generalversammlung mit Kollege Fritz Feller und Alfred Alchenberger gemacht hat. Nachdem von Seiten des VPOD mehrmals Kritik am Bildungsausschuss geübt wurde, hätte Kollege Brändli einen Vorschlag erwartet, der auch gewisse Garantien zu geistiger Mitarbeit gebracht hätte und nicht nur eine Vergrösserung des Bildungsausschusses darstellt. Kollege Fritz Feller ist in gewissem Sinne eine Provokation. 

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstand. Protokolle 1936-1946. Protokollbuch, gebunden, Handschrift. Archiv GBLS Biel.

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