Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 4

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
25.03.1992 Grenchen
SO Kanton
Frauen
GTCP Schweiz
Personen
SMUV Schweiz
Uhrenindustrie
Verena Bücher
Nachtarbeit
Volltext

Rechtswidrige Bewilligung für Frauennachtarbeit bei der Eta gestoppt. Vom plötzlichen Arbeitsanfall in der Swatch-Produktion. Drei Schichten lang arbeiteten Frauen bei der Uhrenfabrik ETA in Grenchen rechtswidrig nachts. Drei Nächte. Dann stoppte das Solothurner Verwaltungsgericht auf Beschwerde des SMUV die von der Solothurner Regierung erteilte rechtswidrige Bewilligung. Es gewährte der Beschwerde aufschiebende Wirkung, wichtiger noch: Aus den Erwägungen des Verwaltungsgerichtsentscheids wird deutlich, dass die Kantonsregierung verpflichtet ist, weiterhin das Frauennachtarbeitsverbot in der Industrie strikte einzuhalten. Glaubt man den Presseberichten, ereignete sich wundersam „zufällig“, 10 Tage nach der Bekanntgabe des Bundesrates, das IAO-Abkommen 89 zum Frauennachtarbeitsverbot zu kündigen, folgendes: Die Uhrenfabrik ETA in Grenchen geriet in eine „betriebliche Sondersituation“, in der die Firma der enormen Nachfrage für Swatchprodukte „bei weitem nicht mehr entsprechen konnte“. Sie least 26 Männer von der Maschinenfabrik Tschudin. (...). Verena Bücher. Mit Fotos.

Die Gewerkschaft. 25.3.1992.
GTCP Schweiz > Nachtarbeit. 25.3.1992.doc.

Nachtarbeit. 25.3.1992.pdf

26.02.1991 Schweiz
Berner Tagwacht
GDP
Personen
Verena Bücher
Lohngleichheit
Prozess
Volltext
Heute vor dem Geschworenengericht: Prozess der GDP-Frauen gegen die GDP. Zehn Jahre danach: Ein diskriminierender GAV. Klage der GDP-Frauen gegen ihre eigene Gewerkschaft: Heute fällt im Geschworenengerichtssaal des Berner Amtshauses der Entscheid, ob die Gewerkschaft Druck und Papier (GDP) einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterzeichnen darf, der für gleichwertige Arbeit in der Buchbinderbranche einen um 484 Franken tieferen Frauenlohn vorsieht. Die klagenden GDP-Frauen rechnen fest damit, dass sie mit ihrer Klage durchkommen werden. Mit ihrer Klage konnten die 22 Frauen der Gewerkschaft Druck und Papier die Unterzeichnung des GAV vorläufig verhindern. Dieser sah folgendes vor: Ungelernte Frauen in einer Buchbinderei erhalten einen (ohnehin mickrigen) Mindestlohn von 2‘200 Franken im Monat. Für die gleiche Arbeit sollten aber die Männer 2‘684 Franken erhalten. Ausserdem sollten die Frauenlöhne zuerst halbjährlich, dann jährlich um je 50 Franken angeglichen werden. Damit wäre die Lohngleichheit aber erst in fast zehn Jahren erreicht worden. Susanne Wernli, Mitglied der GDP-Frauenkommission, welche für die Klage verantwortlich ist, meint, es handle sich hier um einen Fall, wo die ungleiche Behandlung von Männern und Frauen durch unterschiedliche Löhne schwarz auf weiss festgehalten sei. Es gehe nicht an, dass die Gewerkschaft ein derartiges Papier unterschreibe. „Darum hat die Frauenkommission sich entschlossen, gegen die eigene (…). Verena Bücher.
Berner Tagwacht, 26.2.1991.
Personen > Buecher Verena. GDP-Frauen. Prozess. TW, 1991-02-26.
Ganzer Text
23.04.1987 Schweiz
GTCP Schweiz
Personen
Verena Bücher
Fritz Gfeller
Hans Schäppi
Präsident
Redaktion
Volltext
Zentralsekretariat
Zentralvorstand

Der  Zentralvorstand der GTCP. Köpfe und Namen. Mit Foto.

 

Mit Foto. Die Gewerkschaft, 1987-04-23.
GTCP Schweiz > Zentralvorstand. 1987-04-23.doc.

 

Ganzer Text

19.09.1985 Grenchen
Thalwil
Zofingen
Frauen
GTCP Schweiz
ILO
Personen
Uhrenindustrie
Verena Bücher
Nachtarbeit
Volltext

Nachtarbeit von Frauen. Verena Bücher. Sonntagsarbeit, Versuche, das Nachtarbeitsverbot für Frauen zu durchlöchern – die Gewerkschaften sind an den verschiedensten Fronten mit der Ausdehnung der Schichtarbeit in den Betrieben konfrontiert. (Vergleiche dazu auch den Artikel  auf  der  Frontseite „Wird  der  Sonntag  abgeschafft?“.) Kurz vor den Sommerferien berichteten wir über den Fall von Nachtarbeit von Frauen im zürcherischen Thalwil, der an der Branchenkonferenz Textil gemeldet wurde. Es handelte sich um die Firma „Vereinigte Färbereien und Appretur AG“ in Thalwil, die zwei Arbeiterinnen in Nachtschicht einsetzte. Direktor Garati begründete den Einsatz der zwei Frauen von 21.00 bis 5.00 Uhr mit einer „Notsituation“:  Ein  Exportauftrag für reine Seide für einen amerikanischen Kunden sei unbedingt vor den Betriebsferien zu erledigen gewesen. Gegenüber dem „Tages-Anzeiger“ führte Gerati aus: „Das Spulen von Seide sei eine Arbeit mit ganz feinen Fäden, die nur Frauen machen können.“ Für diese Arbeit wären noch weitere fünf Frauen vorgesehen gewesen. Eine beinahe „klassische“ Begründung also: Hatte doch auch die Uhrenfabrik ETA im vergangenen Jahr ihr Bewilligungsgesuch ähnlieh begründet: Überdurchschnittliche Fingerfertigkeit, grössere Monotonie-Resistenz, mehr Gewissenhaftigkeit und Ausdauer bei repetiven Arbeitsvorgängen. Zufriedenheit trotz geringer Aufstiegsmöglichkeiten, das seien die Eigenschaften von Frauen, die die Männer nicht in diesem Masse hätten. (...).

Gewerkschaft Textil, Chemie, Papier. 19.9.1985.
GTCP > Nachtarbeit von Frauen. 19.9.1985.doc.

Nachtarbeit von Frauen. 19.9.1985.pdf

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