Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 8

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18.10.2019 Schweiz
Venezuela
Personen
Work
Jean Ziegler
Boykott
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Ignazio Cassis: Aufwachen! Kürzlich läutete bei mir in Russin GE an einem Sonntagabend das Telefon. Am Apparat Felix Peña Ramos, der venezolanische Botschafter beim Uno-Menschenrechtsrat. „Compañero Professor, ich muss Sie unbedingt sprechen…nein, nicht am Telefon, sondern direkt, persönlich.“Die Unterwerfung des Bundesrats unter Trumps Sanktionen ist skandalös – und für Genf höchstgefährlich.Schweizer Boykott Venezuelas. Zwei Tage später trafen wir uns mittags in einer diskreten Ecke des Cafés Le Lyrique. Peña zog einen Brief der UBS aus einer Mappe. Die Grossbank teilte der venezolanischen Botschaft mit, dass sie ab sofort keine Zahlungsanweisungen mehr von venezolanischen Behörden ausführen werde. Die Löhne, die Miete und die sonstigen Ausgaben der Mission Venezuelas am europäischen Uno-Sitz in Genf können damit nicht mehr aus Caracas überwiesen werden. Ich riet zum Wechsel zur Postbank, die im Besitz der Eidgenossenschaft ist. Doch auch sie lehnte ab. Wenig später traf ich den venezolanischen Aussenminister Jorge Arreaza. Seine Frage: „Wie kann eure Regierung eine solche Verletzung des Völkerrechts stillschweigend hinnehmen?“ Arreaza hat recht: Die Wiener Verträge, welche die Beziehungen zwischen dem Gastland Schweiz und der Uno regeln, verpflichten unser Land, „befriedigende“ Arbeitsbedingungen für die in Genf akkreditierten Missionen zu garantieren. (…).
Jean Ziegler.
Work online, 18.10.2019.
Personen > Ziegler Jean. Venezuela. Boykott. Work online, 2019-10-18.
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15.02.2019 Venezuela
Personen
Work
Michael Stötzel
Putschismus
Volltext
Schweizer Medien-Liebling: Putschistenführer Juan Guaidó. Irren sich die Linken wirklich? Wer gegen den laufenden Putsch in Venezuela ist, wird von Rechten und Medien als „*ewiggestriger Revolutionsromantiker“ gegeisselt. Höchste Zeit für ein paar Fakten. Die Schweizer Presse verbreitet fast durchgängig die Ansicht, Hugo Chávez und sein Nachfolger Nicolás Maduro hätten mit ihrer linken Politik das einst blühende Venezuela in den Bankrott geführt. Letzte Hoffnung für die verzweifelte Bevölkerung sei deshalb Juan Guaidó, der sich selbst zum Interimspräsidenten ernannt hat. „Zu Recht“ („Tages-Anzeiger“) hätten ihn deshalb die USA, Kanada und Venezuelas rechtsradikal regierte Nachbarn Brasilien und Kolumbien postwendend als legitimen ¬Präsidenten anerkannt. Genau wie alle grossen EU-Staaten (Ausnahme: Italien), die von Maduro ultimativ Neuwahlen forderten. Das allerdings hatten sie mit ihrem Hoffnungsträger Guaidó nicht genau abgesprochen. Denn mit Washington im Rücken, allenfalls auch mit US-Soldaten, will er Maduro vertreiben – aber nicht über Wahlen verhandeln oder gar einen Dialog mit der Regierung eröffnen. Diese von Mexiko und Uruguay vorgeschlagene und möglicherweise nichtkriegerische Lösung ist vorerst vom Tisch. Rechte Betrüger im Parlament. Dabei ist die internationale Anerkennung Guaidós völkerrechtlich fragwürdig. Das sagt zum Beispiel der Wissenschaftliche (...). Michael Stötzel.
Work, 15.2.2019.
Personen > Stoetzel Michael. Venezuela. Putsch. Work online, 2019-02-15.
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30.03.2017 Kuba
Venezuela
Gewerkschaften
Granma

Gewerkschaften
Solidarität
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Erklärung des Gewerkschaftsbundes CTC in Solidarität mit den Arbeitern und dem Volk von Venezuela. Der Gewerkschaftsbund Kubas und die kubanischen Gewerkschaften erklären unsere bedingungslose Unterstützung und kämpferische, internationalistische und revolutionäre Solidarität mit dem Volk und der legitimen Regierung von Venezuela. Der Gewerkschaftsbund Kubas und die kubanischen Gewerkschaften erklären unsere bedingungslose Unterstützung und kämpferische, internationalistische und revolutionäre Solidarität mit der überzeugenden und energischen Antwort des Volkes und der legitimen Regierung des Arbeiterpräsidenten Nicolás Maduro Moros, die angesichts der Debatte über die Situation in Venezuela, welche von einem Bruchteil der Länder des Ständigen Rats der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) am 28. März 2017 einberufen worden war, in Verteidigung seiner Souveränität, seiner Unabhängigkeit, seiner Selbstbestimmung für die Würde Venezuelas und unseres ganzen Amerika gegeben worden ist. Wir missbilligen und verurteilen die Einmischung des Generalsekretärs der OAS, Luis Almagro, der mit der Unterstützung Washingtons durch seine destabilisierenden Aktionen eine Minderheit von Venezolanern und Vertreter der Rechten unseres Kontinents ermutigt, damit die Demokratische Interamerikanische Charta gegen Caracas zur Anwendung kommt. Dies geschieht mit dem Ziel der Einmischung in die inneren Angelegenheiten Venezuela und der Abschaffung der sozialen und beliebten Errungenschaften, die von den Arbeitern und dem ganzen Volk erreicht wurden. (…). Redacción Nacional.
Granma, 30.3.2017.
Granma > Gewerkschaften. Venezuela. Granma, 2017-03-30.
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14.12.2016 Kuba
Venezuela
Granma
Personen
Fidel Castro
Aussenpolitik
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Das Treffen, zwei Jahrzehnte später. Am 14. Dezember vor 22 Jahren besuchte Hugo Chávez Kuba zum ersten Mal. Am 14. Dezember vor 22 Jahren besuchte Hugo Chávez zum ersten Mal Kuba und traf mit dem Revolutionsführer Fidel Castro zusammen. Ihre Beziehung ging über eine blosse Freundschaft zwischen zwei Männern hinaus und führte dazu, dass sich das Antlitz eines ganzen Kontinents zu ändern begann. „Als ich aus der Flugzeugtür blicke, sehe ich ihn, Fidel, ´das Pferd´, er steht dort und wartet auf mich an der Gangway. Fidel hatte schnell verstanden, was geschehen war, und schnell verstanden, was hier zu geschehen begann“, erzählte der bolivarische Führer, der den Augenblick, in dem er Fidel kennen lernte, als „das Treffen“ bezeichnete. „Ich habe diese Ehre nicht verdient, ich strebe an, sie eines Tages, in den folgenden Monaten und Jahren, zu verdienen“, sagte Chávez an jenem Tag im Jahr 1994, überrascht, denn schliesslich war er der „Militärputschist“, der „Zurückgewiesene“ in Lateinamerika und der Karibik. Der Venezolaner hatte die Einladung des Historikers Eusebio Leal angenommen und kam mit den gleichen Träumen wie der Libertador Simón Bolívar von einer neuen Ära, die am Erwachen war. Er fand in Fidel die Motivation, das Projekt der Vorkämpfer des Unabhängigkeitskampfes neu aufzunehmen und damit das Erscheinungsbild unseres Amerikas zu verändern. Auf der anderen Seite nahm ein weitsichtiger und seiner Zeit vorausschauender Fidel in dem jungen Revolutionär dessen Fähigkeiten als ausgezeichneter Redner war, sah in ihm einen Mann, der sich seinen Wurzeln, seinen Ideen verpflichtet fühlte, und erkannte (…).
Granma, 14.12.2016.
Personen > Castro Fidel. Venezuela. Alba. Granma, 2014-12-14.
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29.01.2016 Venezuela
Granma

Privatisierungen
Volltext
Wohnungsbau
Präsident Maduro ergreift Massnahmen gegen Privatisierung des Wohnungswesens. Vom Palast Miraflores aus kündigte das Staatsoberhaupt die Schaffung des Nationalen Systems des Öffentlichen Immobilienregisters der GMVV an, eine Einrichtung, die dem Schutz des Eigentums und der Familie dient. Angesichts des Versuchs der parlamentarischen Rechten in der Nationalversammlung, die Grosse Mission des Wohnungswesens von Venezuela (GMVV) zu privatisieren, verabschiedete Präsident Nicolas Maduro am Donnerstag Massnahmen, um die Ziele der Opposition zu verhindern. Vom Palast Miraflores aus kündigte das Staatsoberhaupt die Schaffung des Nationalen Systems des Öffentlichen Immobilienregisters der GMVV an, eine Einrichtung, die dem Schutz des Eigentums und der Familie dient. Ebenfalls bestätigte Maduro die Übertragung des Fonds Simon Bolivar, eines Finanzinstruments, das die GMVV Konten artikuliert, damit dieser von nun an durch das Ministerium für Habitat und Wohnungswesen verwaltet wird, berichtete Prensa Latina. Diese Massnahmen wurden getroffen, nachdem wenige Stunden zuvor die oppositionelle Mehrheit in der Nationalversammlung in erster Lesung einen Privatisierungsvorschlag dieses von Hugo Chavez ins Leben gerufenen Sozialprogramms verabschiedet hatte, das derzeit im ganzen Land mehr als eine Million Wohnungen an Familien vergeben hat. Der Präsident rief das Volk dazu auf, sein Recht auf angemessenen Wohnraum zu verteidigen und bekräftigte, dass er die Privatisierung dieses Sozialprogramms nicht (…).
Granma, 29.1.2016.
Granma > Venezuela. Privatisierungen. Granma, 29.1.2016.
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10.04.2014 Venezuela
Personen
Regierung
Franco Cavalli
Reaktion
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Was in Venezuela wirklich geschieht. Die extreme Rechte will das Land bis zum Sturz der Regierung Maduro destabilisieren. Das erinnert an die Vorbereitung des Pinochet-Putschs 1973 in Chile. Es ist rund dreissig Jahre her, dass ich nach Ca¬racas eingeladen wurde, um einen Vortrag zu halten. Damals fragte ich die einladenden Ärzt¬Innen, wie viele Leute in den riesigen Armen¬vierteln lebten, die ich auf den Hügeln und Ber¬gen sah, die Caracas umrahmen. Etliche Millio¬nen, sagte man mir. Niemand kenne die genaue Zahl. „Uns ist es aber auch egal, die können unsere Behandlungen sowieso nicht bezahlen.“ Als diese SlumbewohnerInnen 1989 von den Hügeln herunter ins Zentrum von Caracas kamen, um gegen die Erhöhung des Brotprei¬ses zu protestieren. wurden sie zusammenge¬schossen. Man spricht von mindestens 3000 Toten, wahrscheinlich waren es viel mehr. Von diesem Massaker, das man den „Caracazo“ nennt, sprach man damals bei uns kaum - ganz anders als über die fast gleichzeitig vorgefal¬lenen Ereignisse auf dem Tiananmen-Platz in Beijing. Franco Cavalli.

WOZ, 10.4.2014.

Personen > Cavalli Franco. Venezuela. WOZ, 10.4.2014.

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07.10.2012 Venezuela
Personen
Wahlen
Work
Franco Cavalli
Luc Recordon
Michael Stötzel
Präsident
Volltext

Präsidentschaftswahlen in Venezuela mit Schweizer Wahlbegleitung. Hugo Chavez zum siebten. Sozialstaat oder Privatisierungen? Am 7. Oktober will der schillernde Hugo Chavez (58) erneut Präsident Venezuelas werden. Es ist das siebte MaI seit seinem Amtsantritt als Präsident Venezuelas 1998, dass die BevöIkerung über Hugo Chavez, die von ihm initiierte Verfassung oder seine Partei entscheidet. Bisher gewann er jedes Mal klar. Laut allen Umfragen wird er auch bei den Präsidentenwahlen vom 7. Oktober wieder eine eindeutige Mehrheit finden. Insgesamt ist das kein schlechter Ausweis für einen Mann, der im Westen gerne als „autoritärer Caudillo“ abgetan wird. (...). Michael Stötzel.

Work. Freitag, 5.10.2012.
Personen > Cavalli Franco. Präsidentenwahl Venezuela. 5.10.2012.doc.

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01.07.2010 Schweiz
Venezuela
Personen
Widerspruch
Hans Schäppi
Journalismus
Medien
Venezuela unter Dauerbeschuss. Parlamentswahlen 2010 und die Desinformationspolitik der Medien. Hans Schäppi. Widerspruch 59/2010, Zürich 2010, Seite 189ff.
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