Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 9

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
17.07.2017 Berlin
Junge Welt
Universitätsspital

Privatisierung
Universitätsspital
Verstaatlichung
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„Wir erfuhren davon durch die Presse“. Die Servicegesellschaft der Uniklinik Charité soll wieder zu 100 Prozent dem Land Berlin gehören. Ein Gespräch mit Kalle Kunkel, Gewerkschaftssekretär bei Verdi. Es ist die Geschichte einer Auslagerung: Seit Jahren ringt die Belegschaft der Charité Facility Management, auch CFM genannt, darum, nach demselben Tarifvertrag bezahlt zu werden wie jene Kollegen, die direkt im Berliner Uniklinikum Charité angestellt sind. Seit 2016 hat der Arbeitskampf an Fahrt aufgenommen. Am vergangenen Mittwoch beschloss der Aufsichtsrat der Charité die Einführung eines Grundlohns in der CFM. Dieser soll elf Euro betragen. Wäre das ein großer Sprung für die Kolleginnen und Kollegen? Das wäre zumindest ein erster Schritt. Für die Beschäftigten in den unteren Entgeltgruppen würden elf Euro in der Stunde eine Verbesserung bedeuten. Im Sicherheitsbereich liegt der Stundenlohn derzeit bei 9,45 Euro, in der Logistik bei 9,75 Euro und in der Reinigung bei 10,00 Euro. Doch das Niveau des Tarifvertrags für öffentlichen Dienst, TVöD, wäre mit diesem Grundlohn noch nicht erreicht. Deshalb irritiert uns der Entscheid des Aufsichtsrats auch: Über einen Stufenplan, der festlegt, wann wir das Level des TVöD erreichen, wurde offenbar nicht geredet. Dabei hatte der Regierende Bürgermeister, Michael Müller – er sitzt im Aufsichtsrat der Charité –, öffentlich mehrfach angekündigt, dass es eine Angleichung geben soll. Auch im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien ist das enthalten. Bleiben wir kurz bei dem Begriff (…).
Junge Welt, 17.7.2017.
Junge Welt > Uniklinik Berlin. Privatisierung. Junge Welt, 2017-07-17.
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20.03.2017 Deutschland
Junge Welt
Universitätsspital

Interview
Stellenplan
Universitätsspital
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„So streikstark wie an der Charité werden“. Der Erfolg bei der Berliner Uniklinik hat den Kampf um mehr Personal beflügelt. Die Auseinandersetzung reicht weit zurück. Gespräch mit Niko Stumpfögger. Niko Stumpfögger ist in der Bundesverwaltung von Ver.di tätig und leitet die Betriebs- und Branchenpolitik für den Bereich Gesundheit und Soziales. In deutschen Kliniken herrscht die Personalnot – und das bereits seit geraumer Zeit. Schauen wir einmal zurück: Bis 1996 gab es für die Häuser gesetzliche Personalvorgaben. War die Lage besser? Ja. Es gab mehr Personal, und die Arbeit bedeutete für die Beschäftigten deutlich weniger Stress. Denn Jahre zuvor war die Personalbemessung eingeführt worden, um auf einen Pflegenotstand zu reagieren, den es schon damals gegeben hatte. Doch 1996 setzte man die Regelung aus, in der Folge wurde die Arbeit in den Kliniken immer mehr verdichtet. Das Argument für die Aussetzung war, dass durch die Pflegepersonalregelung, PPR, die Ausgaben für stark gestiegen seien. Diese Kosten wollte man nicht mehr tragen, denn schon in jener Zeit wurde im Gesundheitswesen Sparpolitik betrieben. Den Kliniken wurden auch nach 1996 die notwendigen Ausgaben erstattet. Das änderte sich 2004, als man die Finanzierung der Häuser umstellte und über Fallpauschalen regelte. Welche Auswirkungen hatte das? Mit den Fallpauschalen führte man anstelle der Kostendeckung ein System ein, das Gewinne ermöglicht, wenn eine Klinik mit wenig Ressourcen viel Leistung erbringt. Das setzt den Anreiz, beim Personal zu sparen. Und im Zuge der Einführung des neuen Systems kam es dann auch zu einem (…). Interview: Johannes Supe.
Junge Welt, 20.3.2017.
Junge Welt > Universitätsklinik. Stellenplan. Junge Welt, 2017-03-20.
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16.03.2017 Deutschland
Junge Welt
Universitätsspital

Stellenplan
Universitätsspital
Volltext
Weiter Personalnot an der Charité. Berliner Universitätsklinik unterläuft Vorgaben. Pflegekräfte nachts oft allein. Die Personalsituation in Deutschlands grösster Universitätsklinik, der Berliner Charité, bleibt prekär. Das haben mehrere Beschäftigte des Krankenhauses am Mittwoch übereinstimmend berichtet. Zur Pressekonferenz hatte die Gewerkschaft Ver.di geladen. Fast ein Jahr nach Abschluss eines Tarifvertrags, der die Belegschaft entlasten sollte, könne dessen Umsetzung im Alltag nur als „durchwachsen“ beschrieben werden. Häufig würden festgelegte Personaluntergrenzen unterlaufen. „Läuft es schlecht, dann sind wir Pflegekräfte alleine für 15 oder 16 Patienten verantwortlich“, sagte Astrid Rischawy-Mariano, Pflegefachkraft der Charité. Das sei häufig der Fall, wenn Kolleginnen anderer Stationen erkrankt seien. „Dann sagt man uns, dass wir kurzfristig auf der anderen Station aushelfen sollen.“ In der Folge fehle dann aber im eigenen Bereich Personal. Nachts seien oft einzelne Beschäftigte für eine ganze Station verantwortlich – auf der sich teilweise mehr als 30 Patienten befinden. Solchen Zuständen hätte der Tarifvertrag Gesundheitsschutz und Demographie verhindern sollen, den Beschäftigte und Klinikführung im Mai vergangenen Jahres unterzeichneten. In ihm sind für viele – jedoch nicht alle – Klinikbereiche eindeutige Personalvorgaben festgehalten: So muss etwa auf Intensivstationen auf einen Patienten eine Pflegekraft im Tagdienst eingesetzt werden. Der Tarifvertrag habe zu einem Umdenken geführt, so Kalle Kunkel, Gewerkschaftssekretär bei Ver.di. „Die Zeit der Personaleinsparungen ist vorbei.“ (…). Johannes Supe.
Junge Welt, 16.3.2017.
Junge Welt > Universitätsklinik. Stellenplan. Junge Welt, 2017-03-16.
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24.02.2016 Lausanne
Personen
SGB
Universitätsspital
Anne Rubin
Mindestlöhne
Petition
Universitätsspital
Volltext
Keine Löhne unter 4000.-! Protest der CHUV-Angestellten. 100 Angestellte des Lausanner Unispitals CHUV haben am 18. Februar gegen ihre miese Bezahlung demonstriert. Unterstützt vom VPOD Waadt haben sie von der Spitalleitung ein Ende der Löhne unter 4000.- verlangt. „Es ist nicht möglich, in Lausanne mit einem Bruttolohn von 3700 Franken zu leben“, forderte VPOD-Sekretär David Gigax bei der Protestversammlung der CHUV-Angestellten. Gigax wies auch auf die harten Arbeitsbedingungen hin: „Die Leute stehen morgens um 3 Uhr auf." Keine Löhne unter 4000 mehr. Am 18. Februar haben gut 100 der in den drei tiefsten Lohnklassen beschäftigten CHUV-Mitarbeitenden gegen ihre mickrige Besoldung protestiert. Sie stellten ihre Forderung nach Löhnen über 4000 Franken nicht zum ersten Mal. Denn seit 2008 liegen die Löhne der drei untersten Besoldungsklassen klar unter 4000 Franken. Betroffen sind vor allem Bereiche der Reinigung, des Transportes und der Verpflegung. Ein CHUV-Transport-Arbeiter, seit 13 Jahren dabei, gab Zeugnis ab: „Wenn ich den Verwaltungskadern sage, dass bei uns Bruttolöhne in der Höhe von 3700 Franken gang und gäbe sind, dann glauben die mir gar nicht, dass es bei uns sowas gibt." Petition mit 850 Unterschriften. (…). Anne Rubin.
SGB, 24.2.2016.
Personen > Rubin Anne. Mindestlöhne. Uni-Spital Lausanne. SGB, 2016.02.24.
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10.02.2014 Genf
Löhne
Unia Genf
Universitätsspital

Lohndumping
Volltext

Lohndumping auf Baustelle des Universitätsspitals in Genf. Die Unia hat auf der Baustelle des Universitätsspitals in Genf einen weiteren Fall von Lohndumping aufgedeckt. Nach zähen Verhandlungen erhielten die betroffenen Arbeiter beträchtliche Lohnnachzahlungen. Bei einer Routinekontrolle auf der Baustelle des Universitätsspitals Genf Ende Januar stellte die Unia einen besonders krassen Fall von Lohndumping fest. Vier Arbeiter verdienten 8 Euro in der Stunde, im entsprechenden GAV jedoch ist ein Stundenansatz von 24.68 Franken vorgeschrieben. Am 27. Januar entschieden sich die vier Kollegen, die Arbeit nicht wieder aufzunehmen und ihren Fall mit Hilfe der Unia publik zu machen. Vorher zwang man sie unter Gewaltandrohung, nicht ausgefüllte Arbeitsverträge zu unterzeichnen. Die Arbeiter mussten darauf von der Unia in Sicherheit gebracht werden, da ihnen der Vorarbeiter erneut Gewalt androhte. Nach zehn Tagen zäher Verhandlungen zwischen der Unia, dem Universitätsspital als Auftraggeber und dem deutschen Unternehmen Lindner als Auftragnehmer konnte eine Lohnnachzahlung von 80'000 Franken erwirkt werden.


Unia Genf, 10.2.2014.

Unia Genf > Universitätsspital Genf. Dumpinglöhne. Unia. 2014-02-10.


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01.02.2012 Genf
Kantonsspital
Personen
Universitätsspital
VPOD Genf
David Andenmatten
Christoph Schlatter
Laborpersonal
Lohnerhöhungen
Reinigungspersonal
Streik
Volltext

Genfer Unispital: Streik bei den Reinigungskräften und in den Labors beendet. Die Richtung stimmt. Im Dezember ist der Streik der Laborbeschäftigten am Genfer Universitätsspital mit der Unterzeichnung einer Übereinkunft beendet worden. Kurz zuvor hatte auch das Reinigungspersonal die volle Arbeit wieder aufgenommen. Für beide Gruppen brachte der Streik eine spürbare Verbesserung bei der Lohneinreihung; volle Zufriedenheit herrscht aber noch nicht. (...). Christoph Schlatter.

VPOD-Magazin, Februar 2012.
VPOD Genf > Streik. Pflegepersonal. VPOD-Magazin 2012-02-01.doc.

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01.12.2011 Genf
Kantonsspital
Personen
SIT
Universitätsspital
VPOD Genf
Helen Brügger
Yves Mugny
Laborpersonal
Pflegepersonal
Reinigungspersonal
Streik
Volltext

Genfer Spitalstreik. Bis auf die Blutkonserve. Nach mehr als drei Wochen Streik des Labor- und Reinigungspersonals am Genfer Unispital hat sich die Regierung Anfang der Woche erstmals mit den Streikenden getroffen. Kein Zweifel, der Herbst 2011 wird den Patientinnen und Patienten des Genfer Kantonsspitals, aber auch dem Personal und den ÄrztInnen in Erinnerung bleiben. Vier Streikbewegungen haben das Spital in den letzten zwei Monaten beinahe „auf die Notlallstation“ gebracht, wie die linke Genfer Tageszeitung „Le Courrier“ titelte. (...). Mit Foto. Helen Brügger.

WOZ. Donnerstag, 2011-12-01.
VPOD Genf > Streik. Pflegepersonal. 2011-12-01.doc.

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24.11.2011 Genf
Kantonsspital
Personen
Universitätsspital
VPOD Genf
Helen Brügger
Pflegepersonal
Reinigungspersonal
Streik
Volltext

„Nicht mehr wie Putzlappen behandelt werden“. Vier Wochen lang haben die HilfspflegerInnen am Genfer Unispital gekämpft - und hatten Erfolg. Unter ihnen auch Deborah Bouyol, die den stetigen Wandel ihres Berufs miterlebt hat. „Wir haben es satt, wie Zitronen ausgepresst zu werden“, sagt Deborah Bouyol lachend. Ihr Lachen steckt an, und der singende Akzent des südlichen Frankreich lässt die turmhohen Betonfassaden des Genfer Kantonsspitals sofort weniger grau und kalt wirken. Seit Mitte Oktober setzt sie sich mit rund 250 Kolleginnen und Kollegen für mehr Lohn ein. Vierzehn Tage Streik seit Anfang November hat es gebraucht, doch jetzt haben sie gesiegt: Die 1200 HilfspflegerInnen der Hopitaux Universitaires de Genève werden eine Lohnklasse höher eingestuft. „Uns ging es beim Streik weniger um den Lohn als um eine Neubewertung unserer Arbeit“, sagt sie. (...). Mit Foto. Helen Brügger.

WOZ. Donnerstag, 2011-11-24.
VPOD Genf > Streik. Pflegepersonal. 2011-11-24.doc.

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01.05.2010 BS Kanton
Universitätsspital
VPOD Region Basel

Personalpolitik
Basel: Unispital kann so bleiben. Der VPOD Region Basel gratuliert dem Universitätsspital zu einem erfolgreichen Jahr. Das Krankenhaus präsentiere sich heute als erfolgreicher und effizienter Anbieter von qualitativ hochstehenden Gesundheitsdienstleistungen. Darum sind aus Sicht des VPOD Auslagerungen vollkommen unnötig - sie würden lediglich die demokratische Kontrolle und Steuerungsmöglichkeit einschränken, ja ausschliessen. Nur damit aber kann der unbegrenzten Mengenausweitung und der Kostenexplosion im Gesundheitswesen begegnet werden. Auch der Personalmangel im Gesundheitswesen verbietet eine Auslagerung, welche erfahrungsgemäss Anstellungs- und Arbeitsbedingungen bedroht. Die Allgemeinheit würde mit steigenden Preisen und höhren Kosten konfrontiert. VPOD. VPOD-Magazin, Mai 2010
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