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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
15.02.2019 Schweiz
Personen
Work
Ralph Hug
Trotzkismus
Volltext
Das waren und wollten die Schweizer Trotzkisten. Sibir: Die wahre Revolution. Die Trotzkisten-Bewegung in der Schweiz war klein, aber einflussreich. Jetzt liegen ihre Memoiren und Dokumente vor. Er war der „eiskalte Revolutionär“. Aber nur in der Werbung. Der junge Ingenieur Hans Stierlin erfand 1944 den geräuschlosen Kühlschrank. Er gründete die Firma Sibir und begann, in Schlieren einen günstigen Kühlschrank fürs Volk zu produzieren. Das Gerät veränderte Tausende von Schweizer Haushalten. Eine echte Revolution. Doch die Umwälzung, die Stierlin eigentlich im Sinne hatte, blieb aus. Er war Trotzkist und glaubte an einen unbürokratischen Sozialismus. Heimliche Finanzierung. Stierlin war seit der Jugend ein Anhänger des russischen Revolutionärs Leo Trotzki, der die „permanente Revolution“ propagierte. Heimlich finanzierte Stierlin die Gruppierung „Marxistische Aktion Schweiz“. Geld gab er auch dem Publizisten Heinrich Buchbinder, einst der bekannteste Trotzkist im Land. Als Unternehmer lieb er aber im Hintergrund. In seiner Fabrik experimentierte er mit wirtschaftlichen Arbeitsbedingungen. Es gab Einheitslöhne und reduzierte Arbeitszeiten. So düpierte der linke Patron die rechte Metallgewerkschaft SMUV. Sibir gibt's immer noch, wenn au.ch nur noch als Handels- und Servicefirma. Ebenso lebt die trotzkistische Bewegung weiter, vor allem in der Westschweiz mit dem „Mouvement pour le socialisme“ oder bei einer jüngeren Generation mit der Zeitschrift „Der Funke“. (…). Ralph Hug.
Work online, 15.2.2019.
Personen > Hug Ralph. Trotzkismus Schweiz. Work online, 2019-02-15.
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12.08.2010 Affoltern am Albis
KPS
Personen
Ralph Hug
Trotzkismus
Die Utopie hält ihn jung. Walter Kern. Im Zweiten Weltkrieg wurde er zum Trotzkisten - bis heute ist er der permanenten Revolution treu geblieben. Am 18. August feiert er seinen 90. Geburtstag. Die WOZ war in Affoltern am Albis bei ihm zu Besuch. Zum Kommunisten wurde er erst im Aktivdienst 1940, als ihn braun angehauchte Offiziere schikanierten, weil er mit seiner Meinung nicht hinterm Berg hielt. Erstmals las er Karl Marx' "Kommunistisches Manifest" und sah am roten Horizont das Reich der Freiheit heraufziehen: *Es kam wie eine Offenbarung über mich". Kerns Mitgliedschaft in der damals verbotenen KP und in der Jugendorganisation "Frei Jugend Zürich" dauerte vier Jahre. 1945 wurde er wegen "Fraktionsmacherei" ausgeschlossen. Wie kam das? (...). Mit Foto von Walter Kern. Ralph Hug. WOZ. Donnerstag, 12.8.2010
12.08.2010 Schweiz
Personen
RML Revolutionäre marxistische Liga
SAP
WOZ
Serge Gaillard
Christine Goll
Vasco Pedrina
Andreas Rieger
Trotzkismus
Volltext

Trotzkismus in der Schweiz. Nachdem sich 1920 die Arbeiterbewegung in einen reformerischen und einen revolutionären Flügel gespalten hatte, dauerte es nicht lange, bis von der Kommunistischen Partei der Schweiz ihrerseits ein an Leo Trotzki orientierter, antistalinistischer Flügel abfiel. Diese KP-Linksopposition bildete sich in den frühen dreissiger Jahren unter der Bezeichnung „Marxistische Aktion der Schweiz“. Ab 1938 bemühten sich die TrotzkistInnen um die Bildung einer Vierten Internationale. Diese sollte nach einem Aufruf von Trotzki die als gescheitert eingeschätzte Dritte Internationale ersetzen. Trotzki hatte gerade ein entsprechendes Manifest verfasst, als er 1940 im Exil in Mexiko von einem Agenten Stalins ermordet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg formierten sich die TrotzkistInnen in der Schweiz als „Proletarische Aktion der Schweiz“. Ab 1953 nannten sie sich „Sozialistischer Arbeiterbund“ und zählten mehrere hundert AnhängerInnen. (...). Ralph Hug. WOZ. Donnerstag, 12.8.2010.

 

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