Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 40

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15.05.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

SBB
Temporärarbeit
Volltext
Personalverleih auf dem Vormarsch. Temporärarbeit muss schärfer reguliert werden. Das Phänomen Temporärarbeit hat in der Schweiz beunruhigende Ausmasse angenommen: Seit 1995 hat sich der Anteil dieser potenziell prekären Beschäftigungsform am gesamten Arbeitsvolumen auf 2,6 Prozent verfünffacht. Obwohl es 2012 gelungen ist, mit einem Gesamtarbeitsvertrag für die temporär Angestellten wichtige Fortschritte zu erzielen, ist die Zunahme der Temporärarbeit besorgniserregend. Denn Temporärangestellte sind gegenüber Festangestellten nach wie vor deutlich benachteiligt. Sie verdienen oft weniger, sind einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt und ihre beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten sind schlechter als bei einer festen Anstellung. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass das Gros der Temporärangestellten eigentlich eine Festanstellung sucht. Das zeigt das SGB-Dossier zur Temporärarbeit. „Ob Migrantinnen, Uber-Taxifahrer oder Temporärangestellte: Allen Arbeitnehmenden müssen die gleichen sozialen Rechte gewährt werden und sie müssen für die gleiche Arbeit am gleichen Ort den gleichen Lohn erhalten“, fordert SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard. Aus diesem Grund muss Temporärarbeit eingedämmt werden, weil sie auf Löhne und Arbeitsbedingungen drückt. SEV-Präsident Giorgio Tuti zeigte die Situation im schweizerischen Service public auf: „Die Post beschäftigt aktuell rund 1000 temporäre Mitarbeitende, mit sehr starken Erhöhungen in Spitzenzeiten wie Weihnachten und Ostern. Bei der Swisscom beträgt der Anteil Temporäre durchschnittlich 8,5% und bei der SBB durchschnittlich 3,6%. Mit Foto. (…).
SEV, 15.5.2019.
SEV > Temporaerarbeit. SBB. SEV, 2019-05-15.
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13.05.2019 Schweiz
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
Temporärarbeit
Volltext
Temporärarbeit mit schärferen Massnahmen eindämmen. Personalverleih auf dem Vormarsch. Das Phänomen Temporärarbeit hat in der Schweiz beunruhigende Ausmasse angenommen: seit 1995 hat sich der Anteil dieser potenziell prekären Beschäftigungsform am gesamten Arbeitsvolumen auf 2.6 Prozent verfünffacht. Obwohl es 2012 gelungen ist, mit einem Gesamtarbeitsvertrag für die temporär Angestellten wichtige Fortschritte zu erzielen, ist die Zunahme der Temporärarbeit besorgniserregend. Denn Temporärangestellte sind gegenüber Festangestellten nach wie vor deutlich benachteiligt. Sie verdienen oft weniger, sind einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt und ihre beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten sind schlechter als bei einer festen Anstellung. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass das Gros der Temporärangestellten eigentlich eine Festanstellung sucht. Das zeigt das heute publizierte SGB-Dossier zur Temporärarbeit. „Ob Migrantinnen, Uber-Taxifahrer oder Temporärangestellte: allen Arbeitnehmenden müssen die gleichen sozialen Rechte gewährt werden und sie müssen für die gleiche Arbeit am gleichen Ort den gleichen Lohn erhalten“, fordert SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard. Aus diesem Grund muss Temporärarbeit eingedämmt werden, weil sie auf Löhne und Arbeitsbedingungen drückt. Das SGB-Dossier untersucht u.a. die Regulierung von Temporärarbeit in zahlreichen Ländern. (…). Thomas Zimmermann.
SGB, 13.9.2019.
Personen > Zimmermann Thomas. Temporaerarbeit. SGB, 2019-05-13.
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13.05.2019 Schweiz
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
Temporärarbeit
Volltext
Temporärarbeit mit schärferen Massnahmen eindämmen. Personalverleih auf dem Vormarsch. (SGB) Das Phänomen Temporärarbeit hat in der Schweiz beunruhigende Ausmasse angenommen: seit 1995 hat sich der Anteil dieser potenziell prekären Beschäftigungsform am gesamten Arbeitsvolumen auf 2.6 Prozent verfünffacht. Obwohl es 2012 gelungen ist, mit einem Gesamtarbeitsvertrag für die temporär Angestellten wichtige Fortschritte zu erzielen, ist die Zunahme der Temporärarbeit besorgniserregend. Denn Temporärangestellte sind gegenüber Festangestellten nach wie vor deutlich benachteiligt. Sie verdienen oft weniger, sind einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt und ihre beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten sind schlechter als bei einer festen Anstellung. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass das Gros der Temporärangestellten eigentlich eine Festanstellung sucht. Das zeigt das heute publizierte SGB-Dossier zur Temporärarbeit. „Ob Migrantinnen, Uber-Taxifahrer oder Temporärangestellte: allen Arbeitnehmenden müssen die gleichen sozialen Rechte gewährt werden und sie müssen für die gleiche Arbeit am gleichen Ort den gleichen Lohn erhalten“, fordert SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard. Aus diesem Grund muss Temporärarbeit eingedämmt werden, weil sie auf Löhne und Arbeitsbedingungen drückt. Das SGB-Dossier untersucht u.a. die Regulierung von Temporärarbeit in zahlreichen Ländern. Die Analyse zeigt, dass die Situation mit strengeren Vorgaben in Bezug auf Arbeitsbedingungen (Gleichbehandlungsprinzip) und mit quantitativen Beschränkungen verbessert werden kann. (…). Thomas Zimmermann.
Syndicom, 13.5.2019.
Personen > Zimmermann Thomas. Temporaerarbeit. SGB, 2019-05-13.
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04.10.2018 Schweiz
Personalverleih-Branche
Syna
Unia Schweiz

GAV
Temporärarbeit
Volltext
Faire Arbeitsbedingungen für temporär Beschäftigte: GAV Personalverleih soll verlängert werden. Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) Personalverleih soll bis 2020 verlängert werden. Die Mindestlöhne sollen im gleichen Zeitraum in zwei Schritten um jeweils 60 bis 75 Franken steigen. Ab 2021 beabsichtigen die Sozialpartner die Einführung eines Equal Minimum Pay-Prinzips im GAV Personalverleih und setzen zur Prüfung dieses Vorhabens eine paritätische Arbeitsgruppe ein. Der seit 2012 bestehende GAV Personalverleih ist als erster GAV der Temporärbranche eine historische Errungenschaft. Das massgeschneiderte Vertragswerk für über 360‘000 Arbeitnehmende soll mit der Verlängerung weitergeführt und verbessert werden und gilt für alle Personalverleiher in der Schweiz. Der GAV Personalverleih enthält: Verbindliche Minimalstandards für Lohn- und Arbeitsbedingungen, moderne Regelungen im Bereich der Weiterbildung und der beruflichen Vorsorge sowie eine Branchenlösung für die Krankentaggeld-Versicherung. Dank dem Weiterbildungsfonds „temptraining“ können Temporärarbeitende neue berufliche Perspektiven entwickeln und erhalten bis zu 4000 Franken für Weiterbildungskurse sowie Lohnausfallentschädigung. Seit seinem Bestehen wurden über 43 Mio. Franken in die berufliche Zukunft von mehr als 26‘000 Temporärarbeitenden investiert. Ein eigentliches Erfolgsmodell. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 4.10.2018.
Unia Schweiz > Personalverleih. GAV. Unia Schweiz, 2018-10-04.
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31.08.2018 Genf
ILO
Personen
Work
Christian Egg
ILO
Temporärarbeit
Volltext
Ausgerechnet die Internationale Arbeitsorganisation. Die ILO baut in Genf mit „Billig“-Temporären. Ausgerechnet auf der Baustelle der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sind mehr als die Hälfte der Bauarbeiter nur temporär angestellt. Mit weniger Rechten und weniger Lohn. José Sebastiao von der Unia Genf staunte nicht schlecht. Als er und seine Equipe die Baustelle am Hauptsitz der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) kontrollieren, treffen sie ganz viele Maurer an, die nicht regulär angestellt sind. Sondern von einem Temporärbüro. Und zu schlechteren Bedingungen als ihre Kollegen. Sie er¬halten nur den Mindestlohn und ¬werden von der Firma nur aufgeboten, wenn es genug Arbeit gibt. Reklamieren verboten. Das ist zwar legal. Aber die Büezer sind der Firma völlig ausgeliefert. „Bei den Temporären lautet das Motto: Wer reklamiert, kann am nächsten Tag nicht mehr kommen“, sagt Unia-Mann Sebastiao. Es ist die Waadtländer Baufirma Orlatti (800 Angestellte), die hier renoviert. Doch die Kontrolle der Unia im Juli hat gezeigt: Nur gerade 10 der anwesenden Maurer sind von Orlatti regulär angestellt. Weitere 19 hat die Firma von zwei Temporärbüros angefordert. Das hat System. Laut Einsatzplänen, die Work vorliegen, waren seit Beginn der Arbeiten im April fast immer mehr Temporäre vor Ort als Festangestellte. Und das ausgerechnet bei der ILO. Sebastiao sagt: „Die ILO sollte weltweit für faire Arbeitsbedingungen sorgen. An ihrem eigenen Hauptsitz macht sie das Gegenteil.“ Zwar sagt die ILO, sie habe „sofort“ bei Orlatti i(…). Christian Egg.
Work online, 31.8.2018.
Personen > Egg Christian. ILO. Temporärarbeit. Work online, 2018-08-31.
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25.06.2018 Genf
Firmenich SA
Manpower
Unia Genf

Firmenich SA
Manpower
Temporärarbeit
Volltext
Chemische Industrie: Abkommen in der Schweiz zwischen Firmenich, Manpower und Unia
Ein neuartiges Abkommen besiegelt die Lohngleichheit bei der Anstellung von festem und temporärem Personal. Das Genfer Unternehmen Firmenich, Manpower und die Gewerkschaft Unia Genf haben ein neuartiges Abkommen getroffen, das am 1. Juli 2018 in Kraft tritt. Es sorgt für garantierte Arbeitsbedingungen für das temporär angestellte Personal an den drei Genfer Standorten des Aromen- und Duftstoffherstellers. 2017 sind Firmenich und Manpower als verantwortungsbewusste Arbeitgeber in einen konstruktiven Dialog mit der Unia getreten. Dank der Einbindung aller Parteien konnte das seit 2015 bestehende Abkommen verbessert und das Lohngleichheitsprinzip bei der Anstellung von festen und temporär Beschäftigten verankert werden. Ab dem 1. Juli wird somit das von Manpower temporär vermittelte Personal bei Firmenich den gleichen Anfangslohn erhalten wie die Festangestellten. Der jährliche Anfangsbruttolohn beträgt 63’804 Franken für ungelerntes Personal ohne Berufserfahrung in der chemischen Industrie, respektive 68'887 Franken für die gleiche Angestelltenkategorie mit 5 Jahren Berufserfahrung. Für das qualifizierte Personal betragen die Anfangsbruttolöhne 73'333 Franken respektive 79'209 Franken mit 5 Jahren Berufserfahrung. Diese Referenzlöhne wurden von der kantonalen tripartiten Kommission (Überwachungsstelle des Arbeitsmarkts) als branchenübliche Löhne für alle grossen Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen. (.... , Medienmitteilung, 25.6.2018.
Unia Genf > Firmenich. Temporärarbeit. Unia Genf, 2018-06-25.
25.06.2018 Genf
Firmenich SA
Manor
Manpower
Unia Genf

Firmenich SA
Manor
Manpower
Temporärarbeit
Volltext
Chemische Industrie: Abkommen in der Schweiz zwischen Firmenich, Manpower und Unia. Ein neuartiges Abkommen besiegelt die Lohngleichheit bei der Anstellung von festem und temporärem Personal. Das Genfer Unternehmen Firmenich, Manpower und die Gewerkschaft Unia Genf haben ein neuartiges Abkommen getroffen, das am 1. Juli 2018 in Kraft tritt. Es sorgt für garantierte Arbeitsbedingungen für das temporär angestellte Personal an den drei Genfer Standorten des Aromen- und Duftstoffherstellers. 2017 sind Firmenich und Manpower als verantwortungsbewusste Arbeitgeber in einen konstruktiven Dialog mit der Unia getreten. Dank der Einbindung aller Parteien konnte das seit 2015 bestehende Abkommen verbessert und das Lohngleichheitsprinzip bei der Anstellung von festen und temporär Beschäftigten verankert werden. Ab dem 1. Juli wird somit das von Manpower temporär vermittelte Personal bei Firmenich den gleichen Anfangslohn erhalten wie die Festangestellten. Der jährliche Anfangsbruttolohn beträgt 63’804 Franken für ungelerntes Personal ohne Berufserfahrung in der chemischen Industrie, respektive 68'887 Franken für die gleiche Angestelltenkategorie mit 5 Jahren Berufserfahrung. Für das qualifizierte Personal betragen die Anfangsbruttolöhne 73'333 Franken respektive 79'209 Franken mit 5 Jahren Berufserfahrung. Diese Referenzlöhne wurden von der kantonalen tripartiten Kommission (Überwachungsstelle des Arbeitsmarkts) als branchenübliche Löhne für alle grossen Unternehmen der chemischen und  (…).
Unia Genf, Medienmitteilung, 25.6.2018.
Unia Genf > Firmenich. Temporärarbeit. Unia Genf, 2018-06-25.
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12.06.2018 Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Löhne
Temporärarbeit
Volltext
Ausbau des Lohnschutzes ist wichtig - Kurzaufenthalter/innen und Temporärarbeit nehmen zu. Der neue Bericht des SECO zu den Flankierenden Massnahen (FlaM) zeigt: Bei jeder vierten Kontrolle werden Verstösse festgestellt. Weil die Zahl der Kurzaufenthalter/innen steigt, ist die Meldepflicht besonders wichtig, um Lohndumping zu verhindern. Bedenklich ist zudem die Zunahme der Temporärarbeit. Aus Sicht der Gewerkschaft Unia braucht es einen Ausbau des Lohnschutzes. Die Paritätischen Kommissionen haben 2017 die Kontrolltätigkeit ausgebaut. Dies aus gutem Grund: Bei jedem vierten Betrieb wurden Lohnunterbietungen festgestellt. Dabei war die Verstossquote bei Schweizer Firmen und bei Entsendefirmen insgesamt gleich hoch. Die höchsten Verstossquoten wurden bei Schweizer Firmen im Sicherheitsgewerbe, im Bauhauptgewerbe und im Reinigungsgewerbe festgestellt. Unbefriedigend ist aus Sicht der Unia, dass nach wie vor nur wenige Kantone von der Möglichkeit Gebrauch machen, bei Lohndumping Baustellen einzustellen. Es braucht einen Ausbau der Flankierenden Massnahmen: Mehr Kompetenzen für die paritätischen Kontrollorgane, bei Lohndumping die Arbeit einzustellen; schärfere Bestimmungen im öffentlichen Beschaffungsrecht, um Lohndumping zu verhindern; ein effektives Konkursrecht, das betrügerischen Konkursen auf dem Buckel der Arbeitnehmenden endlich einen Riegel schiebt; sowie einen Ausbau des Kündigungsschutzes – insbesondere für Arbeitnehmende, die sich (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 12.6.2018.
Unia Schweiz > Temporärarbeit. Löhne. Unia Schweiz, 2018-06-12.
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27.04.2018 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
Work
Christian Egg
Temporärarbeit
Volltext
Immer mehr Temporäre. Neueste Zahlen zeigen: Temporärarbeit nimmt stark zu. Besonders bei Menschen über vierzig. Seit 2010 ist der Anteil der Temporärangestellten um einen Fünftel gestiegen (von 1,1 auf 1,3 Prozent). Das zeigen die neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik. Besonders bedenklich ist die Zunahme bei den über 40jährigen: In der Altersgruppe 40 bis 54 Jahre hat sich der Anteil von 0,6 auf 1,2 Prozent verdoppelt. Auch in der Altersgruppe 55 bis 64 stieg er von 0,5 auf 0,8 Prozent. Die tatsächlichen Zahlen dürften noch höher liegen. Denn viele Temporärangestellte sind Grenzgängerinnen oder Kurzaufenthalter - und die tauchen in der Statistik des Bundes nicht auf. Über den ganzen Arbeitsmarkt gesehen, beschleunigt sich die Entwicklung. Der Temporärarbeitgeberverband Swissstaffing jubelt, in den letzten 12 Monaten hätten die Einsatzstunden „erstmals“ um mehr als zehn Prozent zugenommen. Kritische Lage. Veronique Polito von der Unia-Geschäftsleitung sieht diese Zahlen dagegen mit Sorge. „Temporärarbeitende haben kein gesichertes Einkommen“, sagt sie. Und: „Sie werden nur bezahlt, wenn sie zu einem Einsatz geschickt werden.“ Oftmals hätten Temporäre Verträge mit mehreren Büros, um ihre Chancen auf einen Einsatz zu erhöhen. Dennoch sind sie zwischen den Einsätzen arbeitslos und zahlen etwa keine Pensionskassenbeiträge, was im Alter zu tieferen Renten führt. Unter (…). Christian Egg.
Work, 27.4.2018.
Personen > Egg Christian. Temporärarbeit. Work, 2018-04-27.
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19.04.2018 Schweiz
Unia Schweiz

Temporärarbeit
Volltext
Temporär-Arbeit nimmt überdurchschnittlich zu. Unia fordert klare Regelungen für Temporär-Arbeit. Die Zahlen der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung (SAKE) sorgen für Besorgnis bei der grössten Gewerkschaft der Schweiz. Auffallend: Gerade bei erfahrenen und älteren Mitarbeitenden ist eine starke Steigerung der Temporär-Arbeit zu verzeichnen. Die Unia fordert deshalb von Seiten Arbeitgeber klare Regelungen mittels Gesamtarbeitsvertrag (GAV) und eine Rückkehr an den Verhandlungstisch. Als grösste Gewerkschaft der Schweiz nimmt die Unia die heute vom SAKE publizierten Zahlen mit Besorgnis zur Kenntnis. Gegenüber 2010 ist speziell bei den befristeten und temporären Anstellungsverhältnissen ein starker Anstieg zu verzeichnen. Speziell gravierend ist die Entwicklung bei den 40-64 jährigen Arbeitnehmenden im Personalverleih: Die Rate beträgt bei den 40-54 jährigen 1,2% resp. 0,8% bei den 55-64 jährigen. Für diese Alterskategorien hat sich der Anteil der Arbeitnehmenden im Personalverleih fast verdoppelt. Unia fordert Wiederaufnahme der GAV-Verhandlungen im Personalverleih. Swissstaffing, der Arbeitgeberverband der Temporärbranche, hat kürzlich die laufenden Verhandlungen mit der Unia abgebrochen und weigert sich, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Véronique Polito, Mitglied der Geschäftsleitung der Unia hält klar fest: "Der Anstieg der Temporär-Anstellungen bei erfahrenen (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 19.4.2018.
Unia Schweiz > Temporärarbeit. Unia Schweiz, 2018-04-19.
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22.03.2018 Schweiz
Personen
WOZ
Martin Germann
Arbeitsvermittlung
Temporärarbeit
Volltext
Stressfrei sieht anders aus. Swissstaffing, der Verband der Schweizer Personaldienstleister, unternimmt einen Frontalangriff auf die Arbeitsbedingungen der temporär Angestellten. Dabei sind diese Bedingungen bereits heute prekär. "Die Temporärarbeit. Darfs ein bisschen weniger sein? Ein bisschen weniger Stress. Und dafür viel mehr Spass." Mit solchen Argumenten wirbt der Verband der Schweizer Personaldienstleister für die Temporärarbeit. Flexibel und attraktiv soll diese Beschäftigungsform wirken, besonders attraktiv auch für junge Menschen, etwa, um die Zeit bis zum Studium zu überbrücken oder um Geld für längere Reisen zu verdienen. Die derart Beschäftigten, so wird suggeriert, könnten selber bestimmen, wann sie arbeiten wollen. Die Realität ist jedoch eine gänzlich andere: Ein grosser Teil der temporär Angestellten entscheidet sich meist nicht freiwillig für diese Art der Anstellung. Es ist vor allem die Hoffnung auf eine Festanstellung. die sie antreibt. Eine Hoffnung, die nur allzu oft illusorisch ist. Denn immer mehr Firmen setzen, um Lohnkosten zu sparen, mittlerweile hauptsächlich auf temporär Angestellte. So dringt die Temporärarbeit in immer mehr Branchen vor. Es erstaunt also nicht, dass die Zahl der temporär Beschäftigten kontinuierlich ansteigt. Mittlerweile sind es über 315'000 Personen, Tendenz weiter steigend. Zumindest einigermassen geschützt wurden die temporär Arbeitenden bisher durch den Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih. Keinem anderen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) sind hierzulande mehr Personen (…). Martin Germann.
WOZ, 22.3.2018.
Personen > Germann Martin. Swissstaffing. Temporärarbeit. WOZ, 2018-03-22.
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02.03.2018 Schweiz
Arbeit
Personen
SGB
Daniel Lampart
Temporärarbeit
Volltext
Reisläuferei im Mittelalter als frühe Form der Temporärarbeit - PR-Eigengoal des Temporärbüroverbandes zum 50-Jahr-Jubiläum. War die „urschweizerische Arbeitsform“ der Reisläuferei nicht bereits eine frühe Form der Temporärarbeit?, fragt sich der Temporärbüroverband Swissstaffing auf seiner neu aufgeschalteten Website zu seinem 50-Jahr-Jubiläum. Fakt ist: Man muss nicht so drastischen Vergleichen greifen, um die Problematik der Temporärarbeit darzustellen. Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass Temporärbeschäftigte unsichere Einkommensperspektiven und geringere Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten haben. Wobei sich mit dem Gesamtarbeitsvertrag in der Branche die Lage etwas verbessert hat. Immer wieder wird behauptet, dass die Temporärarbeit für Arbeitslose eine Chance ist, eine Dauerstelle zu finden. Auf diese Brückenfunktion weist auch die neue Website von Swissstaffing hin. Statistisch muss man hier jedoch aufpassen. Rein die Tatsache, dass ein nennenswerter Teil nach der Temporärarbeit eine Dauerstelle hatte, ist noch kein Beleg für eine entsprechende Kausalität. Denn viele Berufstätige arbeiten temporär, um die Wartezeit bis zum Antritt einer Dauerstelle zu überbrücken. Für die Länder Deutschland, Frankreich und Italien gibt es Studien, die diese Verzerrung ausklammern. Die Resultate fallen dann weit negativer aus. Weil die Firmen die Temporärarbeit vor allem als Flexibilisierungsinstrument brauchen, erhöht die Temporärarbeit die Chancen (…). Daniel Lampart.
SGB, 2.3.2018.
Personen > Lampart Daniel. Temporärarbeit. SGB, 2018-03-02.
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04.10.2017 Deutschland
Junge Welt

Leiharbeit
Temporärarbeit
Volltext
Millionen in atypischer Beschäftigung. Jeder fünfte Lohnabhängige arbeitet befristet, in Teilzeit oder Leiharbeit. Mehr als jeder fünfte Angestellte in der BRD arbeitet nicht in einem „Normalarbeitsverhältnis“. Der Anteil der atypisch Beschäftigten ist innerhalb von 20 Jahren von 15 auf 20,7 Prozent im vergangenen Jahr angestiegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linkspartei hervor, die diese am Dienstag veröffentlichte. Unter atypischer Beschäftigung versteht man befristete Arbeitsverhältnisse, Teilzeitjobs, geringfügige Beschäftigung und Leiharbeit. Der Anteil der atypischen an der gesamten Beschäftigung nahm den Angaben zufolge seit 1996 kontinuierlich auf 22,6 Prozent im Jahr 2007 zu. Danach sank er wieder, um 2010 erneut diesen Höchstwert zu erreichen. In den Folgejahren gab es noch einmal einen leichten Rückgang. Insgesamt ist die als deutsches „Jobwunder“ gepriesene Rekordbeschäftigung somit vor allem auf den Zuwachs bei der atypischen Beschäftigung zurückzuführen. Denn die Zahl der sogenannten Normalarbeitnehmer mit mindestens 20 Wochenstunden und unbefristetem Vertrag nahm binnen 20 Jahren nur von 24,8 auf 25,6 Millionen zu. Die Zahl der atypisch Beschäftigten stieg jedoch deutlich stärker: Von rund fünf Millionen im Jahr 1996 auf 7,7 Millionen in 2016. Bei der Leiharbeit gab es einen Anstieg auf offiziell 737‘000 und bei der geringfügigen Beschäftigung auf 2,2 Millionen Beschäftigte. Die Zahl der Befristungen ist seit 1996 von 1,9 auf 2,7 Millionen gewachsen, die der Teilzeitverträge mit bis zu 20 Wochenstunden von 3,2 auf 4,8 Millionen. (…). Junge Welt, 4.10.2017.
Junge Welt > Arbeitsmakt. Temporärarbeit. Junge Welt, 2017-10-04.
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29.09.2017 Schweiz
Arbeit
Unia Schweiz

Löhne
Temporärarbeit
Volltext
Temporäre: Löhne müssen erhöht werden. Diese Woche haben die Verhandlungen über den neuen Gesamtarbeitsvertrag der Temporär-Arbeiter/innen begonnen. Eine Unia-Umfrage zeigt: Bei den Löhnen besteht der grösste Handlungsbedarf. Der Gesamtarbeitsvertrag der Temporär-Brache (GAV Personalverleih) gilt für über 300‘000 Personen in der Schweiz. Er regelt seit 2012 die Arbeitsbedingungen und die Löhne. Der GAV wurde vom Bundesrat allgemeinverbindlich erklärt und gilt für alle Personalverleiher (Temporär-Firmen) unabhängig von der Grösse und der Branche des Einsatzbetriebes. Viele arbeiten nicht freiwillig temporär. Die Unia hat Temporär-Arbeitende gefragt, welches für sie die dringendsten Probleme sind. Erschreckend ist, dass 70% der Befragten nicht freiwillig temporär arbeiten, sondern lieber eine Festanstellung hätten. Umso wichtiger ist es, dass mit dem neuen GAV die Situation der Temporären verbessert wird. Mindestlöhne müssen rauf. Auf der Liste der wichtigsten Anliegen steht mit 58% die Forderung nach gleichen Löhnen für Temporäre wie für Festangestellte zuoberst. Knapp dahinter liegen höhere Mindestlöhne. Heute betragen die tiefsten Mindestlöhne im Temporär-GAV nur 3‘000 Franken (bei 13 Monatslöhnen). Mehr Lohn und branchenspezifische Lösungen. Für die Unia steht die Lohnfrage bei den Verhandlungen im Zentrum. Die Mindestlöhne für Ungelernte sollen bis 2021 um 600 Franken, für Gelernte um 450 Franken erhöht werden. Zudem sollen für Temporär-Arbeitende in der Industrie, im öffentlichen Verkehr und im (…).
Unia Schweiz, 29.9.2017.
Unia Schweiz > Temporärarbeit. Löhne. Unia Schweiz,2017-09-29.
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29.09.2017 Schweiz
Arbeit
Personen
Work
Christian Egg
Meinungsumfrage
Temporärarbeit
Volltext
Temporärarbeit. Die meisten· tun's nicht freiwillig. 70 Prozent aller Temporärbeschäftigten hätten lieber eine feste Stelle, finden aber keine. Das zeigt eine Umfrage der Unia. Ein Job für drei Monate. Oder für ein Jahr. Was dann kommt, wissen sie nicht: Das ist die Realität von über 300000 Menschen in der Schweiz. Sie alle arbeiten temporär. Jetzt zeigt eine neue Umfrage der Unia: Die meisten von ihnen hätten lieber eine unbefristete Stelle. 70 Prozent der befragten Temporärangestellten gaben an, dass sie nicht freiwillig temporär arbeiteten. Trotzdem ist für 78 Prozent der aktuelle Job nicht der erste Temporäreinsatz. Das heisst: Viele Menschen halten sich mit Temporärjobs über Wasser, weil sie keine Festanstellung mehr finden. Rund 150 Temporärangestellte haben an der Umfrage mitgemacht. Sie ist nicht repräsentativ, bietet aber einen guten Einblick. Auch weil Angestellte aus fast allen Sektoren der Wirtschaft mitgemacht haben: Fast die Hälfte der Antworten stammen aus dem Dienstleistungssektor, am meisten aus den Bereichen Transport und Logistik. Rund ein Drittel der Rückmeldungen kommen aus der Baubranche, fast ein Fünftel aus der Industrie. Gut die Hälfte der Teilnehmenden waren 35 oder mehr Jahre alt. Veronique Polito von der Unia stellt klar: „Für diese Menschen ist der Kurzzeiteinsatz nicht eine Überbrückung, bis sie richtig ins Berufsleben einsteigen können. Für viele ist er vielmehr die einzige Möglichkeit, Geld zu verdienen.“ Überraschend: Fast drei Viertel haben eine abgeschlossene Lehre oder gar eine (…). Christian Egg.
Work, 29.9.2017.
Personen > Egg Christian. Temporärarbeit. Meinungsumfrage. Work, 2017-09-29.
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18.09.2017 Schweiz
Arbeitszeit
Unia Schweiz

GAV
Temporärarbeit
Volltext
Verhandlungen für die Erneuerung des GAV Personalverleih. Temporärarbeit: Es braucht einen besseren GAV, um Missbräuche zu verhindern. Die Verhandlungen für die Erneuerung des GAV Personalverleih beginnen am 27. September 2017. Für die Arbeitnehmerorganisationen, die Vertragsparteien des GAV sind, braucht es dringend eine Verbesserung des Vertrags, um missbräuchliche Temporäranstellungen zu reduzieren. In der Industrie und im öffentlichen Sektor müssen dem Temporärpersonal die gleichen Anstellungsbedingungen gewährt werden wie den festangestellten Arbeitnehmenden. Die Mindestlöhne müssen angehoben werden. Die Sozialpartner bereiten sich auf die Verhandlungen für die Erneuerung des GAV Personalverleih vor. Es handelt sich um den grössten gesamtschweizerischen Gesamtarbeitsvertrag, der die Arbeitsbedingungen von mehr als 300‘000 Arbeitnehmenden regelt. Temporärarbeit ist auf dem Vormarsch. Doch in vielen Betrieben wird das Temporärpersonal zu deutlich ungünstigeren Bedingungen angestellt als die festangestellten Arbeitnehmenden. Einige Betriebe stellen hemmungslos temporäre Arbeitskräfte ein, um den Bestand der festangestellten Arbeitnehmenden zu reduzieren und die gesetzlichen Bestimmungen zum Arbeitnehmerschutz und die Gesamtarbeitsverträge zu umgehen, wie dies kürzlich bei Bombardier bekannt wurde. Vier Hauptforderungen. Die vier Arbeitnehmerorganisationen, die Vertragsparteien des GAV sind, haben sich auf vier Punkte geeinigt, die verbessert werden müssen, (…).
Unia Schweiz, 18.9.2017.
Unia Schweiz > Temporärarbeit. GAV. Unia Schweiz, 2017-09-18.
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22.04.2017 Deutschland
Frauen
Junge Welt

Temporärarbeit
Volltext
Weiblich, ledig, befristet. Viele Arbeitsverträge werden nur temporär geschlossen. Immer mehr befristete Stellen gibt es in Deutschland, besonders für Frauen und junge Menschen – in den vergangenen 20 Jahren hat sich der Arbeitsmarkt nicht zum Besseren verändert. So könnte man die Antwort auf eine kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag zusammenfassen, über die die Abgeordnete Jutta Krellmann am Freitag informierte. Ein Drittel der Betroffenen arbeite demnach sogar unterhalb der Niedriglohnschwelle. Insgesamt gab es in Deutschland im Jahr 2015 rund 2,8 Millionen befristet Beschäftigte. Deren Zahl hat sich damit seit 1996 mehr als verdoppelt. Vergleichsweise hoch sind die Anteile in Berlin (9,7 Prozent), in Hamburg (9,7) und in Mecklenburg-Vorpommern (8,9), doch auch in den Bundesländern, in denen sie in Relation niedrig sind, haben immer noch viele Mitarbeiter einen Vertrag mit Ablaufdatum: Rheinland-Pfalz (6,0 Prozent), Bayern (6,2). Dabei kann man deutliche Unterschiede zwischen Beschäftigtengruppen ausmachen: In acht Bundesländern erfolgt mehr als jede zweite Neueinstellung bei Frauen befristet. Der Anteil Betroffener, die für einen Niedriglohn von 10,36 Euro pro Stunde oder weniger arbeiten, ist mit 30,8 Prozent deutlich höher als derjenige aller abhängig Beschäftigten (20,6) und fast dreimal so hoch wie der Anteil derer mit einem unbefristeten Vertrag (10,7). Das hat neben beruflichen Einschränkungen und Einbussen bei der späteren Rente auch negative Auswirkungen auf das Privatleben der Betroffenen. „Befristete Arbeitsverträge wirken wie die Antibabypille. Zukunftsplanung oder die Gründung einer Familie (…). Claudia Wrobel.
Junge Welt, 22.4.2017.
Junge Welt > Temporärarbeit. Frauen. Junge Welt, 2017-04-22.
Ganzer Text
19.11.2016 Schweiz
Arbeitszeit
Unia Schweiz

Bauarbeiter
Temporärarbeit
Volltext
Unia-Bauarbeiterparlament zutiefst besorgt über den Zustand der Bau-Branche. Bauarbeiter fordern Beschränkung der Temporärarbeit. Bauarbeiter aus der ganzen Schweiz haben heute in Bern über dringende Probleme ihrer Branche diskutiert. Ein halbes Jahr nach der Lancierung ihres Manifests „Faires Bauen“ sind sie insbesondere besorgt über die fortschreitende Prekarisierung der Arbeitsbedingungen in der Branche. Die Bauarbeiter erklärten sich zudem bereit, ihre Kollegen des Westschweizer Ausbaugewerbes im Kampf für einen neuen GAV zu unterstützen. Vor einem halben Jahr hat die Berufskonferenz Bau, das Bauarbeiterparlament der Unia, ein wegweisendes Manifest „Faires Bauen“ als Startschuss für die gleichnamige Kampagne lanciert. Die Bauarbeiter möchten sich damit für einen grundlegenden Wandel in der Baubranche einsetzen. An der heutigen Berufskonferenz haben die Delegierten das schockierende Ausmass der heutigen Probleme bilanziert.Immer mehr prekäre Arbeitsverhältnisse. Die in Bern versammelten Bauarbeiter zeigten sich besonders besorgt über die prekären Arbeitsverhältnisse, welche die Baubranche immer mehr dominieren: (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 19.11.2016
Unia Schweiz > Temporärarbeit. Bauarbeiter. Unia, 2016-11-19.
Ganzer Text
25.08.2015 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Peter Moor
Petition
Temporärarbeit
Volltext
Temporäre bei der SBB: Aussprache bei Petitionsübergabe. Weitere Rauswürfe, kaum Anstellungen. Die Vereinbarung zu den temporär Angestellten bei der SBB bleibt ein Knackpunkt. Der SEV hat eine Petition mit 1100 Unterschriften übergeben, während weitere Betroffene melden, dass sie gekündigt statt angestellt werden. Aus der ganzen Schweiz melden sich Betroffene beim SEV, die aufgrund der Vereinbarung zu den temporär Angestellten auf ein Stellenangebot warten, aber stattdessen die Kündigung erhalten (siehe Dossier in kontakt.sev 13/15). Einer der neuen Fälle betrifft Logistiker in Zürich, wo gleichzeitig neue Leute temporär eingestellt werden, während Kollegen mit über fünf SBB-Jahren gehen müssen. 1100 Unterschriften aus der Ostschweiz. Besonders auffällig sind die Kündigungen bei Wagenreinigern in der Ostschweiz. Dort hat der SEV deshalb eine Petition gestartet, mit der die Wiederanstellung von betroffenen Temporär-Kollegen gefordert wird. Ausschliesslich auf Papier und im Betrieb gesammelt, kamen innert kurzer Frist 1100 Unterschriften zusammen, die eine Delegation des SEV zusammen mit den betroffenen Wagenreinigern am SBB-Hauptsitz in Bern übergeben hat. Kündigungswelle seit Herbst. (…). Peter Moor.
SEV, 25.8.2015.
Personen > Moor Peter. Temporärarbeit. SBB. SEV, 25.8.2015.
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22.07.2015 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

SBB
Temporärarbeit
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Beispiel 1: St. Gallen. Plötzlich ists nicht mehr recht. Fb./Beispiel 2: Chiasso. 2009 bis 2015 - und weg…Gi./Beispiel 3: Genf. „Haben Sie Geduld“. Hes./Beispiel 4: Bellinzona. IW Bellinzona: Abbau - bei den langjährigen Temporären. Gi.
SEV, 22.7.2015.
SEV > SBB. Temporärarbeit. SEV, 22.7.2015.
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22.07.2015 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Peter Moor
SBB
Temporärarbeit
Volltext
„Die Haltung der SBB ist unglaubwürdig“. Sechs Fragen an Manuel Avallone. SEV-Vizepräsident Manuel Avallone war Leiter der gewerkschaftlichen Verhandlungsdelegation beim GAV 2015. Er hat die Vereinbarung zu den temporär Angestellten mit der SBB unterschrieben. SEV. Was war vor einem Jahr die Absicht bei der Vereinbarung zu den temporär Angestellten? Manuel Avallone: Die SBB lässt in verschiedenen Bereichen wie Industriewerken oder in der Wagenreinigung die Arbeit von sehr vielen temporär Mitarbeitenden machen. Wir haben ein gewisses Verständnis dafür, wenn es darum geht, zeitlich limitierte „Arbeitsspitzen“ mit zusätzlichem Personal zu bewältigen. Wenn aber temporär Mitarbeitende seit 5, 10 oder sogar über 15 Jahren am gleichen Ort eingesetzt werden, dann handelt es sich um einen Personalunterbestand. Konkret: das Tagesgeschäft kann nicht mit dem eigenen Personal erledigt werden, es braucht mehr Leute. Deshalb haben wir eine Beschränkung gefordert und mit der SBB vereinbart, dass die Anzahl der temporär Mitarbeitenden über den ganzen Konzern gerechnet maximal 4% betragen darf, und dass den temporär Mitarbeitenden nach 4 Jahren ein Angebot für eine Festanstellung gemacht werden muss. Was hat sich in der Zwischenzeit geändert? Die SBB tut sich mit der Umsetzung schwer und definiert nun eigene, nicht vereinbarte zusätzliche Bedingungen, indem sie den temporär Mitarbeitenden nur ein Angebot unterbreiten will, wenn eine offene Stelle vorhanden ist. Zudem haben wir klare Anzeichen, dass sie die Festanstellungen umgeht. Wie beurteilst du die Haltung der SBB? (…). Fragen: Peter >Moor.
SEV, 22.7.2015.
Personen > Avallone Manuel. Temporärarbeit. SBB. SEV, 22.7.2015.
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22.05.2015 Schweiz
Personen
Temporärarbeit
Work
Marco Geissbühler
GAV
Temporärarbeit
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Zwei Jahre Gesamtarbeitsvertrag für Temporärangestellte: Das Experiment ist geglückt. Der Temporär-GAV setzt für Personalvermittler Minimalstandards bei den Arbeitsbedingungen. Mit Erfolg. Es ist der grösste GAV in der Schweiz: der Gesamtarbeitsvertrag für Temporäre. Rund 300‘000 Personen sind ihm unterstellt. Es gibt ihn erst seit 2012. Weltweit ist er fast einzigartig. Und er zahlt sich aus: Dank GAV haben Temporäre Mindestlöhne von monatlich 3000 Franken (für Ungelernte im Tessin) bis 4300 Franken (für Gelernte in Hochlohngebieten wie Zürich oder Genf). Andre Kaufmann, der den Vertrag für die Unia mit ausgehandelt hat, sagt: „Gerade auf dem Land und in Grenzregionen sind die Löhne gestiegen.“ Heute verdienen insgesamt 71 Prozent der Temporären mehr als 25 Franken pro Stunde. Temporäre erhalten bezahlte Weiterbildungen. Jährlich profitieren über 3000 Angestellte davon. Das ist wichtig: je besser die Arbeitnehmenden qualifiziert sind, desto grösser sind ihre Chancen, eine feste Stelle zu finden. Heute haben auch die TemporärangesteIlten Krankentaggeld und zahlen in die Pensionskasse ein. Ein grosser Fortschritt: Früher kamen viele im Alter nicht auf die volle Rente, selbst wenn sie nur ein Jahr temporär gearbeitet hatten. Und wer krank wurde, musste oft ohne Lohn auskommen. (…). Marco Geissbühler.
Work, 22.5.2015.
Personen > Geissbühler Marco. Temporärbranche. GAV. Work, 22.5.2015.
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06.02.2015 Rheinfelden
Feldschlösschen AG
Personen
Work
Marco Geissbühler
Teresa Matteo
Feldschlösschen AG
GAV
Temporärarbeit
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Der grösste Bierbrauer der Schweiz hat einen neuen Vertrag. Prost Feldschlösschen! Der neue GAV beim Getränkehändler bringt ein paar schöne Pluspunkte. Feldschlösschen hat sich mit der Unia auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag geeinigt. Die zuständige Unia-Gewerkschafterin Teresa Matteo ist zufrieden mit den Verhandlungen beim Bierbrauer: „Der Vertrag geht die aktuellen Probleme der Angestellten an.“ Das heisst vor allem: Der GAV sorgt für mehr Familienzeit. Konkret erhalten die Mitarbeiter von Feldschlösschen neu drei statt zwei Tage Vaterschaftsurlaub. Der Braukonzern will zudem Eltern bei Gehalt und Arbeitszeiten entgegenkommen. Das liegt auf Konzernlinie: Bereits heute erhalten Mütter 16 Wochen bezahlten Urlaub statt der vorgeschriebenen 14 Wochen. Der neue Vertrag gilt nicht nur für jene, die im bekannten Schlösschen in Rheinfelden AG arbeiten, sondern für die Angestellten in der ganzen Schweiz. Insgesamt sind das 600 Mitarbeitende. Mindestens. Denn gerade in der Hochsaison im Sommer kommen viele befristet Angestellte dazu. Neu gilt der GAV auch für sie. Damit bekommen die bisher am schwächsten Gestellten gleiche Rechte. Denn auch für die Stifte hält der neue GAV Verbesserungen bereit: Feldschlösschen verspricht, sie nach der Lehre möglichst im Betrieb weiterzubeschäftigen. Der Feldschlösschen-Mindestlohn ist allerdings keine neue Errungenschaft: Bereits bisher zahlte der Konzern allen Angestellten mindestens 13 mal 4000 Franken im Monat. (…). Marco Geissbühler.
Work, 6.2.2015.
Personen > Geissbühler Marco. Feldschlösschen AG. GAV. Work, 2015-02-06.
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23.06.2014 Schweiz
Emigranten
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Regierung Schweiz

Einwanderung
Temporärarbeit
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Bundesratsvorschläge sind schlecht für Löhne und Arbeitsplätze. Umsetzung der "Masseneinwanderungsinitiative". Der Entscheid des Bundesrates zur Umsetzung der „Masseneinwanderungsinitiative“ ist schlecht für die Berufstätigen in der Schweiz. (…). Der SGB setzt sich für sichere und gerechte Verhältnisse in der Schweiz ein. Eine Voraussetzung dafür sind die Bilateralen Verträge. Diese müssen erhalten werden. Eine Förderung von prekären Aufenthalts- und Arbeitsbedingungen kommt für den SGB nicht in Frage. Das Abstimmungsergebnis von 9. Februar ist auch ein Ausdruck von Sorge über die Sicherheit der Löhne und Arbeitsplätze in der Schweiz. Deshalb braucht es mehr Schutz und Stabilität. SGB, 20. Juni 2014.
GBKZ, 23.6.2014.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Regierung Schweiz, Einwanderung. GBKZ, 23.6.2014.
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04.07.2012 Schweiz
Personen
Post
Swisscom
Syndicom
Bernard Remion
Temporärarbeit
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GIV-GAV und Temporärarbeit: die Lage bleibt skandalös. Seit dem 1. Januar 2012 ist der „Gesamtarbeitsvertrag Personalverleih“ (GAV Temporärarbeit) in Kraft. Dies bedeutet einen markanten Fortschritt für die bei Personalvermittlungen Beschäftigten, deren Arbeitsbedingungen oft unklar und prekär waren. Der GAV ist auch von Bedeutung für die Swisscom und die Post, die bekanntlich zu den grössten Kunden von Adecco in der Schweiz zählen. In der grafischen Industrie bleibt die Lage problematisch, ja skandalös. Dies sind die zentralen Eckwerte im GAV Temporärarbeit: (...).
Bernard Remion, Regionalsekretär. 

Syndicom, 4.7.2012.
Syndicom > Temporärarbeit. GAV. 4.7.2012.doc.

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