Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 34

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04.10.2018 Schweiz
Initiativen Schweiz
Krankversicherungen
Personen
Vorwaerts
Tarek Idri
Initiativen Schweiz
Krankenkassen-Prämien
Volltext
Gegen die Prämienbelastung. Die SP will eine Initiative lancieren, die die Krankenkassenprämien auf maximal 10 Prozent des Einkommens beschränken soll. Angesichts ständig steigender Prämien und Immer weniger Prämienverbilligung scheint das Vorhaben in die richtige Richtung zu gehen. Im Laufe der letzten 20 Jahre haben sich die Krankenkassenprämien mehr als verdoppelt, während die Löhne und Renten nur leicht angestiegen sind. Die Frage, wie man die Prämien bezahlen kann, ist zu einem der Hauptprobleme für viele Menschen in der Schweiz geworden. Das soziale Ziel bei der Einführung des Krankenversicherungsgesetz - also, dass die Prämienbelastung eines Haushalts nicht mehr als acht Prozent des steuerbaren Einkommens betragen darf - wurde nie wirklich erreicht. Im Gegenteil: Die Prämienbelastung nahm seit 2010 im Durchschnitt über alle Kantone hinweg von 10 auf knapp 12 Prozent zu. Es gibt sogar Haushalte, die mehr als 20 Prozent ihres Einkommens für Krankenkassenprämien ausgeben müssen. Die individuellen Prämienverbilligungen hätten Abhilfe schaffen sollen. Auch Personen, die nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind, werden unterstützt. Allerdings wurden die Kantone damit beauftragt, für die Umsetzung der Prämienverbilligung zu sorgen. In der Folge resultieren beträchtliche kantonale Unterschiede, unter anderem bezüglich des Einkommens, das zur Berechnung der individuellen Prämienverbilligung verwendet wird. Die eigene Beteiligung der Versicherten an den Gesundheitskosten machen fast 30·Prozent der gesamten Gesundheitsausgaben aus und drücken neben (…). Idri Tarek.
Vorwärts, 4.10.2018.
Vorwaerts > Krankenversicherung. Initiative. Vorwaerts, 2018-10-04
04.10.2018 BS Kanton
Novartis
Personen
Vorwaerts
Tarek Idri
Entlassungen
Novartis
Volltext
Katzbuckeln nützt nichts. Basel macht den Grossunternehmen ein Steuergeschenk nach dem anderen, um sie bei Laune zu hal-ten. Diese kümmert das offenbar nicht: Novartis wird übel' 2000 Arbeitsplätze in Basel und der Schweiz vernichten. Der Pharmariese Novartis will in der Schweiz über 2100 Stellen vernichten. Dabei sollen 1400 Stellen in der Produktion und 700 Stellen im Dienstleistungsbereich gestrichen werden. Der Abbau soll gestaffelt über vier Jahre erfolgen, wie der Pharmakonzern mitteilte. Der Stellenabbau kommt nicht völlig überraschend. Novartis- Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt hatte bereits anfangs September entsprechende Andeutungen gegenüber der „NZZ am Sonntag“ gemacht. Reinhardt kündigte im Interview Rationalisierungen in Produktion und Verwaltung an. Als Vorwand dafür dienen die sinkenden Nettopreise in den USA. Der tatsächliche Grund wurde vom CEO Vas Narasimhan gegenüber der „AZ“ verraten: „Gegenüber unseren Konkurrenten hinken wir hinterher. Einige von ihnen haben eine deutlich höhere operative Gewinnmarge als wir.“ In geheimen Gesprächen wurden die Kantonsbehörden sowie der Bundesrat schon im Vorfeld vom Kahlschlag bei Novartis informiert. Beat Käser, Gemeindeammann von Stein, zeigt sich allerdings vom Umfang des Abbaus überrumpelt. „Mit so vielen Stellen habe ich nicht gerechnet“, gibt er offen zu. Insgesamt werden in Stein 700 Stellen bis 2022 abgebaut. Dass Novartis Umschulungen anbietet und in Stein neue Stellen schaffen will, erinnere ihn an die Redewendung vom „Zuckerbrot und der Peitsche“. Kein gutes Timing? (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 4.10.2018.
Vorwaerts > Novartis. Entlassungen. Vorwaerts, 2018-10-01.
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14.06.2018 Schweiz
Demonstrationen Zürich
Personen
Vorwärts
Tarek Idri
Demonstration
Rentenalter
Volltext
Rente mit 60 retten. Die Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und BaumeisterInnen kommen seit Monaten nicht vorwärts. Dabei geht es um die Sicherung der Frühpensionierung, die für BauarbeiterInnen dringend n6t1g bleibt. Mit einer grossen Baudemo und Streikdrohungen versucht man, Druck zu machen. Bauarbeit ist Knochenarbeit. Verletzungen sind häufig, Todesfälle nicht selten: Jedes Jahr sterben durchschnittlich um die 20 Bauarbeiterinnen auf Baustellen in der Schweiz. Unter diesen miserablen Bedingungen wünschen sich viele MaurerInnen, Eisenlegerinnen und Strassenbauerinnen mit 60 in Rente zu gehen. Seit 15 Jahren ist das für sie möglich. Doch die Frührente wird von den Bossen infrage gestellt. Vorwand ist, dass die zuständige Kasse finanziell unter Druck steht. Seit Monaten verhandeln die BauarbeiterInnen und Gewerkschaften mit den Chefinnen darüber, auf welche Weise die Frührente gesichert werden soll. „Wir hatten bereits drei Verhandlungsrunden und wir sind keinen Millimeter weitergekommen. Die Baumeister wollen nur auf der Seite der Leistungen sanieren: Rentenkürzungen oder eine Erhöhung des Rentenalters. Das kommt für uns definitiv nicht infrage“, erklärt der Unia-Gewerkschafter Lucien Robischon. Die Unia fordert von den BaumeisterInnen auch eine Lohnerhöhung für die BauarbeiterInnen um 150 Franken, weil es in den letzten vier Jahren keine gegeben hat. Und noch immer braucht es einen angemessenen Schlechtwetterschutz auf den Baustellen. 10‘000 für  (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 14.6.2018.
Personen < Idri Tarek. Bauarbeiter. Rentenalter. Vorwärts, 2018-06-14.
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15.02.2018 Schweiz
Personen
SDA Schweizerische Depeschenagentur
Vorwärts
Tarek Idri
Sda
Streik
Volltext
Die Redaktion streikt. Beinahe vier Tage hat die Redaktion der SDA gestreikt und mit ihrem Arbeitskampf den Verwaltungsrat gezwungen, in Verhandlungen mit den Gewerkschaften zu treten. Sie wird wieder streiken, falls nicht auf ihre Forderungen eingegangen wird. Die Direktion der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) hat Anfang Januar die Massenentlassung von einem Viertel des Redaktionspersonals beschlossen. Rund 80 Beschäftigte sollen entlassen werden, insbesondere Mitarbeitende über 60 sind betroffen. Die Redaktion trat daraufhin in einen Warnstreik und leistete massiven Widerstand. Die gesamte Belegschaft legte für drei Stunden die Arbeit nieder und brachte damit ihre eindeutige Haltung gegenüber dem rücksichtslosen Vorgehen der Leitung zum Ausdruck. Dennoch gab es von der Direktion keinerlei Entgegenkommen. Die Direktion trat einzig auf kleine Verbesserungen des nach wie vor ungenügenden Sozialplans ein. Und nach Zusammenbrüchen von mehreren MitarbeiterInnen sagte sie zu, psychologische Betreuung zu organisieren. CEO Markus Schwab sagte öffentlich in einem Interview, die SDA sei einzig ihren AktionärInnen etwas schuldig. Diese Aussagen zeigen offen, dass die SDA sich den Mitarbeitenden nicht mehr verpflichtet fühlt. Entschlossene Redaktion. Der Widerstand der Redaktion verstärkte sich: Ab dem 30. Januar legten die wütenden JournalistInnen an allen Standorten für beinahe vier Tage. die Arbeit nieder. Während dem Streik organisierten sie Demonstrationszüge in (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 15.2.2018.
Vorwärts > sda. Streik. Vorwärts, 2018-02-15.
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18.01.2018 Schweiz
Personen
SGB
Vorwärts
Tarek Idri
Programm
SGB
Volltext
SGB gibt Richtung an. Bessere Renten, Arbeitszeitverkürzungen und Lohngleichheit: Der Schweizerische Gewerkschaftsbund präsentierte seine Forderungen für das Jahr 2018. Der einsetzende Wirtschaftsaufschwung müsse den Arbeitenden „weitergegeben“ werden. 2018 ist das Jahr, in dem sich das grösste und wichtigste innenpolitische Ereignis des 20. Jahrhunderts in der Schweiz, der Generalstreik vom November 1918, zum hundertsten Mal jährt. Pünktlich dazu hat der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) Anfang Jahr zu einer Medienkonferenz eingeladen und die gewerkschaftlichen Forderungen für die nächste Zeit präsentiert. Ein wichtiges Thema des SGB bleiben die Renten. SGB-Chef Paul Rechsteiner weist auf eine beunruhigende Entwicklung hin, die sich gegenwärtig abspielt: Die Pensionskassenrenten sinken, besonders für Männer. Bei den Frauen stagnieren die Renten - aber nur weil die versicherten Löhne aufgrund der gesellschaftlich bedingten, höheren Erwerbsbeteiligung der Frauen stärker gestiegen sind als bei den Männern. «Diese Verschlechterung der künftigen Renten ist für die Schweiz historisch neu», meint Rechsteiner. Zwei Faktoren sind laut dem Gewerkschafter dafür ausschlaggebend: Erstens sinken die Umwandlungssätze ausserhalb des gesetzlichen Minimums; gemäss Swisscanto-Umfrage von 7,2 auf 6 Prozent. Im laufenden Jahr geht die Abwärtsbewegung weiter - in Richtung 5,5 Prozent. Zweitens würden wegen der tiefen Verzinsung die Alterskapitalien im Vergleich zu früher nur noch (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 18.1.2018.
Vorwärts > SGB. Programm. Vorwärts, 2018-01-18.
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21.12.2017 Zürich
Personen
Vorwärts
Wohnbaugenossenschaften
Tarek Idri
Streik
Volltext
Wohnbaugenossenschaften
Die Frage der Genossenschaften. Nach den Vorstellungen des Mieter-Aktionskomitees sollten die Genossenschaften in den Mieterstreik 1932 hineingezogen werden, indem diese die Zahlung der Hypothekarzinsen verweigerten. Genossenschaften müssten sich in die Gesamtfront der kämpfenden Arbeiterschaft einreihen. Der Mieterstreik stellte das Aktionskomitee vor die Frage, wie man mit Häusern im öffentlichen Besitz und mit Genossenschaftswohnungen umgehen sollte. Auch wenn in solchen Häusern die Mietzinse einige Prozent tiefer sind, würden auch hier riesige Spekulationsgewinne, hohe Profite der BauspekulantInnen und MateriallieferantInnen einkalkuliert, schrieb das Mieter-Aktionskomitee. Für die MieterInnen sei es ganz unwesentlich, ob die horrenden Mietsummen an die öffentliche Hand oder an die Genossenschaftsverwaltung geht. „Auch in den städtischen, staatlichen und Genossenschaftshäusern stehen die Mietzinse in einem krassen Missverhältnis zur Lage der Mietermassen.“ Darum müssten „gemeinnützige“ Häuser ebenfalls in die Zinsabbaubewegung einbezogen werden. Nur müsse die Form des Kampfes der MieterInnen etwas anders sein. Die Forderung nach Herabsetzung der Mietzinse wäre in den städtischen Wohnungen eine höchst politische Forderung, weil hier unmittelbar eine politische Behörde entschied. Darum müssten hierbei die Forderungen der MieterInnen mittels der Kommunistischen Partei (KP) (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 21.12.2017.
Vorwärts > Wohnbaugenossenschaften. Streik. Vorwärts, 2017-12-21.
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21.12.2017 Zürich
KPS
Personen
Vorwärts
Tarek Idri
Streik
Volltext
Wohnbaugenossenschaften
Die KP und der Mieterstreik. Welche Rolle spielte die Kommunistische Partei (KP) im Zürcher Mieterstreik von 1932? Die „NZZ“ verunglimpfte damals die Bewegung als „kommunistische Parteiaktion“. War das wirklich nur bürgerliche Propaganda? Dass einzig die KP und ihre Zeitung „Kämpfer“ für die streikenden MieterInnen eintraten, hatten die KommunistInnen von Anfang an hervorgehoben. Hingegen wurde abgestritten, dass es sich um eine „kommunistische Parteiaktion“ handelte. Dies stimmte im Sinne, dass die Mehrheit der Streikenden keine Leute mit Parteibuch waren. Wie die Verbindung zwischen KP und Mieterstreik aussah, machte die Partei an ihrer Kantonalkonferenz vom 20. März klar: „Der Mieterstreik, der unter unserer Führung steht, hat uns in letzter Zeit auch bedeutende Erfolge gebracht. Erkennen doch die Mieter immer mehr: dass wir allein es sind, die für Mietzinsherabsetzung eintreten und sich folglich unserer Bewegung anschliessen.“ Damit hatten die KommunistInnen offen erklärt, dass sie den Streik anführten und ihn - selbstverständlich - zur Stärkung der eigenen Partei nutzten. Ferner hiess es: „Die Mieteraktion zeigt Ansätze zu erfolgversprechender Arbeit, vor allem gelang es, die Aktion rechtzeitig auszulösen“. Dies deutet daraufhin, dass die KP den Mieterstreik nicht nur angeführte, sondern ihn auch geplant hatte. Dies überrascht nicht in Anbetracht, dass in Berlin, New York und London im gleichen Zeitrahmen ebenfalls von den Kommunistischen (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 21.12.2017.
Vorwärts > Mieterstreik Zürich. KP. Vorwärts, 2017-12-21.
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21.12.2017 Zürich
KPS
Personen
Vorwärts
Wohnbaugenossenschaften
Tarek Idri
Streik
Volltext
Wohnbaugenossenschaften
Mittelstand und Mieteraktion. Während dem Mieterstreik entwickelte sich eilt strategischer Konflikt zwischen der KP und dem Streikführer Hans Itschner. Letzterer wollte durch eine Vereinigung von Arbeiterschaft und Mittelstand zur Revolution. Für die KP blieben die Arbeiterinnen im Fokus. Die Mieten waren im Vergleich zur Vorkriegszeit um über 100 Prozent gestiegen. Im Zeichen der Krise wäre die Mietzinsfrage für Angestellte und Beamte brennend geworden, schrieb Itschner 1932. „Die einst gehegte Hoffnung, durch Gehaltserhöhungen einen Ausgleich für den Mietzinstribut zu schaffen, ist heute dahingeschwunden.“ Die Umsätze der LadenbesitzerInnen, HandwerkerInnen und Selbstständigen würden ständig zurückgehen. Der selbstständige Mittelstand stünde gar vor dem Ruin. „Wie oft muss der Ladenbesitzer nur für den Zins arbeiten!“, stellte das Mieter-Aktionskomitee, die OrganisatorInnen des Zürcher Mieterstreiks, unter Itschner fest. Der wahre Nutzniesser dieser Zwangslage wäre das spekulative Häuser- und Liegenschaftenkapital, das unglaubliche Gewinne einstrich. Hier müsste die organisierte Gegenaktion der Mieterinnen einsetzen, mit einer kämpferischen MieterInnenorganisation „auf breiter Grundlage nicht nur der Arbeiterschaft, sondern auch des Mittelstandes“. Dieser litt schwer unter dem Zinswucher und wäre bereit, „Schulter an Schulter mit der Arbeiterschaft aufzutreten“, Das Mieter-Aktionskomitee sollte die Initiative ergreifen zur (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 21.12.2017.
Vorwärts > Mieteraktion. Streik. KP. Vorwärts, 2017-12-21.
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07.12.2017 China
Apple
Personen
Vorwärts
Tarek Idri
Apple
Arbeitsbedingungen
Lohndumping
Volltext
Zwangsarbeit für Apple. In chinesischen Apple-Zulieferbetrieben werden die Rechte der ArbeiterInnen massiv verletzt. Studierende von Fachhochschulen werden unter dem Vorwand von „Praktika“ als Billig-Arbeitskräfte missbraucht. Der Apple-Konzern, das „wertvollste“ Unternehmen der Welt, lässt seine elektronischen Geräte grösstenteils in Taiwan und China herstellen. Seit 2010 hat der Konzern begonnen, seine Fabriken in Gegenden mit tieferen Arbeitskosten zu versetzen. Foxconn, das grösste Subunternehmen von Apple, verlegte beispielsweise seine Hauptproduktionsstätte von Shenzhen in die weniger entwickelte Stadt Zhengzhou. Manchmal werden die Fabriken auch in ärmere asiatische Länder wie Vietnam oder Malaysia ausgelagert. Dieser Wechsel hat sich in den letzten Jahren verstärkt, da sich die Arbeitsbedingungen im küstennahen China verbessert haben. Das Herstellungszentrum für die Apple Watch, die Apple-Uhr, befand sich in einer Stadt an der Küste bei Shanghai. 2016 wurde die Produktion in die Binnenstadt Chongqing verlegt. Die Arbeitsrechte sind im Innern Chinas schlechter im Vergleich zu den Küstenregionen, entsprechend sind die Löhne tiefer und die ArbeiterInnen weniger gut geschützt. “Nichts gelernt”. Ein Bericht der Studierendenorganisation Sacom aus Hongkong deckte vor Kurzem auf, wie Quanta Computer, der exklusiv die Apple Watch herstellt, studentische PraktikantInnen ausbeutet - mit 12-Stundentagen und SchülerInnen ab 16 Jahren. Die StudentInnen berichten, dass sie ohne (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 7.12.2017.
Personen > Idri Tarek, China. Apple. Dumpinglöhne. Vorwärts, 2017-12-07.
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23.11.2017 AG Kanton
BS Kanton
ZH Kanton
Personen
Vorwärts
Tarek Idri
Sozialhilfe
Sparmassnahmen
Volltext
Brutal asozial! Überall in der Schweiz finden Angriffe auf die Sozialhilfe statt. In Basel und Zürich wurde sie für vorläufig Aufgenommene gekürzt, im Aargau und in Bern soll sie allgemein verschlechtert werden. Dieser menschenfeindliche Generalangriff wird von der SVP angeführt. Nun ist auch Basel gefallen. Als letzter Kanton hat Basel-Stadt die Sozialhilfe für vorläufig aufgenommene AusländerInnen gekürzt. Als Grund für den Sinneswandel der Basler Regierung nennt die „Tageswoche“ eine vergangene Abstimmung in Zürich. Im Schatten des Referendums über die Altersvorsoge wurde am 24. September im Kanton Zürich über die Sozialhilfe von vorläufig Aufgenommene abgestimmt. Zwei Drittel der Stimmberechtigten votierten dafür, sie auf das tiefe Niveau der Asylfürsorge zu kürzen. Nun erhalten die vorläufig Aufgenommenen bloss noch 35 Prozent der zuvor ausbezahlten Beträge. Danach war Basel-Stadt als einziger Kanton übriggeblieben, der vorläufig Aufgenommenen weiterhin die vollen Sozialhilfebeiträge gewährte. Jetzt hat sich das geändert: Die Basler Regierung gab bekannt, die Beiträge auf 80 Prozent des bisherigen Niveaus zu senken. Damit ist Basel dem brutalen Einschnitt von Zürich also nicht ganz gefolgt, wo die Beiträge auf das Minimum runtergebracht wurden. Die SVP forderte prompt eine Zurückstufung der Beiträge auf das Niveau der Asylfürsorge. AusländerInnen mit Status F sollten pro Tag gerade noch 10 Franken – wie jetzt im Kanton Zürich – erhalten für Essen, Kleidung und sonstige Bedürfnisse. Im Grossen Rat kam die (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 23.11.2017.
Vorwärts > Sozialhilfe. Vorwärts, 2017-11-23.
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23.11.2017 Albanien
Serbien
Ukraine
Personen
Textilindustrie
Vorwärts
Tarek Idri
Frauenlöhne
Textilindustrie
Volltext
Märchen „Made in Europe“. Die Bekleidungsindustrie ist ein wichtiger Wirtschaftssektor in vielen Lindern Osteuropas. Die Arbeitsrechte sind schlecht, die Mindestlöhne tief. Die Arbeiterinnen, meist Frauen, leiden unter den schlechten Bedingungen. „Es gibt Zeiten, in denen unsere Familie nichts zu essen hat. Allein für Strom und Wasser zahlen wir jeden Monat 86 Euro; das ist fast so viel wie der offizielle Mindestlohn“, berichtet eine Textilarbeiterin aus der Ukraine. Zwischen 2010 und 2017 sind die Energiepreise in der Ukraine um mehr als 450 Prozent gestiegen. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeitenden Osteuropas sind allgemein miserabel. Eine Studie der Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) hat gezeigt, dass ein „dramatischer“ Unterschied besteht zwischen den Löhnen und den tatsächlichen Lebenskosten für ArbeiterInnen der Bekleidungsindustrie in Osteuropa. Die Arbeitsrechte werden nicht eingehalten oder existieren nicht, was einen negativen Einfluss auf das Leben der ArbeiterInnen hat. Kurze Transportzeit. In der Kleidungs- und Schuhindustrie in Osteuropa arbeiten mehr als 1,7 Million Personen, wobei die Mehrheit davon Frauen sind. Die Berichte der CCC zeigen, dass die miserablen Arbeitsbedingungen für ArbeiterInnen nicht auf Asien beschränkt sind. Durch die höhere Aufmerksamkeit und vermehrte Berichterstattung der Medien zur Kleidungsindustrie in Asien haben verschiedene Marken begonnen, Kleider und Schuhe gezielt als „Made in Europe“ zu bewerben. Die Konsumentlnnen werden mit Versprechen von (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 23.11.2017.
Vorwärts > Textilindustrie Europa. Löhne. Vorwärts, 2017-11-23.
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17.11.2017 Schweiz
Junge Welt
Kommunistische Jugend
Personen
Tarek Idri
Gründung
Interview
Kommunistische Jugend
Volltext
„Durch Aktivierung der Jugend die KP stärken“. Nach einigem Anlauf haben sich die jungen Kommunisten der Schweiz zusammengeschlossen. Ein Gespräch mit Tarek Idri. Tarek Idri lebt in Zürich und ist Mitglied der Kommunistischen Jugend Schweiz. Am vergangenen Wochenende haben sich verschiedene Sektionen der Kommunistischen Jugend in der Schweiz zu einem Dachverband zusammengeschlossen. Vorige Anläufe das zu erreichen waren an politischen Differenzen der Gruppen gescheitert. Weshalb klappte die Vereinigung diesmal? Zusammengeschlossen haben sich nun Sektionen der Deutschschweiz aus Zürich, Basel und Zug; aus der französischsprachigen Westschweiz sind es Gruppen aus Neuchâtel und Waadt. Die Sprachunterschiede sind dabei für uns natürlich ein Hindernis, wir müssen viel Übersetzungsarbeit leisten. Doch in verschiedenen Sitzungen haben wir gemeinsam die Statuten ausgearbeitet, im Zuge der Fusion entstand auch die Sektion in Basel. Es war uns allen wirklich ein Anliegen, dass es klappt, weshalb wir auch Kompromisse eingegangen sind. Wir brauchten eine gemeinsame Organisation. So können wir uns international mit kommunistischen Jugendorganisationen vernetzen, uns zu gesamtschweizerischen Themen äussern, in Kämpfe eingreifen und zusammen Kampagnen führen. Auf dem Gründungskongress kam etwa die Idee auf, eine Petition zu starten, um einen Mindestlohn für Lehrlinge zu fordern. Im französischsprachigen Landesteil sind die Linken allgemein stärker, die kommunistische Partei der Arbeit, PdA, ist in einigen Orten in die Stadtregierungen eingebunden. In der Deutschschweiz spielt die (…).
Junge Welt > Schweiz. Kommunistische Jugend. Junge Welt, 2017-11-17.
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09.11.2017 Schweiz
AHV
Personen
Vorwärts
Tarek Idri
AHV-Revision
Volltext
Ein politischer Fortschritt. Die PdA Schweiz hat an einem breiten Treffen ihren konkreten Vorschlag für eine Alternative zum Rentensystem vorgestellt und diskutiert: Die Integration der 2. in die 1. Säule mit Besitzstandswahrung und einer Übergangsregelung. Im September scheiterte die Reform der Altersvorsorge an der Urne. Die rechten, bürgerlichen Parteien machten sich gleich daran, den Sieg für sich zu beanspruchen, und brachten erneut die Erhöhung des Rentenalters ins Spiel. Dabei zeigte eine Analyse des Abstimmungsverhaltens, dass die Frauen den Ausschlag für das Nein zum Reformpaket gaben, weil sie die Erhöhung des Frauenrentenalters nicht hinnahmen. Nun herrscht bei den Renten weiterhin der Status quo, mit dem niemand zufrieden ist. Aber auch unter den linken Kräften hat die Diskussion über die Frage „Wie weiter?“ begonnen. Am letzten Samstag hat die Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) zu einem Treffen in Bern eingeladen, um möglichst breit ihren konkreten Vorschlag für eine eidgenössische Volksinitiative zu diskutieren. Es brauche jetzt eine Antwort der kämpferischen Linken auf die Probleme in der Altersvorsorge, erklärte PdAS-Präsident Gavriel Pinson zu Beginn des Treffens dem vollbesetzten Saal. Im Kern des Initiativvorschlags der PdAS steht die Integration der 2. in die 1. Säule bei Besitzstandswahrung des Altersguthaben aus den Pensionskassen. „Uns ist aber klar, dass eine solche Initiative nur zum Erfolg gebracht werden kann, wenn die kämpferische Linke vereint daran arbeitet“, meinte (…). Tarek Idri.
Vowärts, 9.11.2017.
Vorwärts > AHV-Revision. Vorwärts, 2017-11-09.
Ganzer Text
09.11.2017 Zürich
Personen
Vorwärts
Tarek Idri
Sonntagsarbeit
Volltext
Allzeit bereit. In Zürich haben grössere Läden mittlerweile in der Regel von Montag bis Samstag bis um 21.00 Uhr geöffnet. „Für das Schnelle und Frische. Von früh bis spät." Mit diesem Spruch bewirbt sich Coop Pronto, dessen Shops von 6.00 bis 23.00 Uhr geöffnet haben. Sonntags bleiben diese geschlossen, allerdings kann im Zürcher Shopville am Hauptbahnhof auch am sogenannten Ruhetag und an Feiertagen hemmungslos dem Konsum gefrönt werden. In den letzten Jahren wurde Shopville zu einem richtigen Einkaufszentrum ausgebaut, das durchwegs bis in die Nacht geöffnet hat Die Stadt Zürich forciert die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten nun noch weiter: An ÖV-Haltestellen mit hoher „Fahrgastfrequenz" dürfen kleinere Läden in der Umgebung (die nicht näher festgelegt ist) auch an Sonn- und Feiertagen „von früh bis spät“ geöffnet sein. Damit nutzt die Stadt eine Empfehlung des Staatssekretariates für Wirtschaft aus. Knotenpunkte mit einer Frequenz ab 15‘000 Per¬sonen seien eine Ergänzung zu Bahnhöfen, deshalb ist dort die Ausbeutung des Verkaufspersonal durchgängig zugelassen. Bei 25 VBZ-Haltestellen in der Stadt ist das der Fall. Damit die Konsumgesellschaft immer und jederzeit den Unternehmen ihre Waren abnehmen kann und ihnen dadurch den Profit realisiert, haben die Angestellten möglichst allzeit bereit zu sein. Diese sind es nämlich, die die Folgen der „Freiheit", rund um die Uhr einzukaufen, werden tragen müssen. Die Jobs im Detailhandel sind prekärer geworden. Die Unternehmen wälzen den Konkurrenzdruck, (…).Tarek Idri.
Vorwärts, 9.11.2017.
Vorwärts > Sonntagsarbeit. Vorwärts, 2017-11-09.
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26.10.2017 Europa
Personen
Streik
Vorwärts
Tarek Idri
Streikbewegung
Volltext
Schlusslicht beim Streik. In der Schweiz wird pro Jahr bloss ein Tag auf tausend Arbeitende gestreikt. Im internationalen Vergleich belegt sie damit einen hinteren Rang. Gewichtiger Grund: das schwache Streikrecht. Dass die Schweizer Arbeitenden wenig streiken, gilt als allgemein bekannt. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt nun aber, wie streikfaul die SchweizerInnen wirklich sind: Unter den 22 untersuchten Ländern belegt die Schweiz den drittletzten Platz. Nur in der Slowakei und in Japan fallen weniger Arbeitstage aus durch Arbeitskämpfe. Den Spitzenplatz belegt Frankreich, wo pro Jahr durchschnittlich 123 Tage je 1000 ArbeiterInnen die Arbeit niedergelegt wird, in Japan gerade einmal 0,2 Tage. Zu den streikfreudigsten Ländern in der Studie gehören neben Frankreich noch Dänemark mit 118, Kanada mit 87 und Belgien mit 79 Ausfalltagen. Italien und Griechenland wurden wegen fehlenden Daten nicht in der Studie berücksichtigt, hätten wohl aber auch auf den vordersten Plätzen rangiert. In vielen Ländern wird relativ wenig gestreikt. In knapp der Hälfte der untersuchten Länder streiken die Arbeitenden weniger als zehn Tage pro tausend Arbeitende. Laut Bundesamt für Statistik wurde im letzten Jahr achtmal gestreikt, woran sich etwa 2200 Lohnabhängige beteiligten. Durch die Aktionen fielen rund 1000 Arbeitsstunden aus. Im Jahr 2015 lag diese Zahl wegen dem harten Arbeitskampf im Baugewerbe noch bei 13000 Stunden. Die Zahl der registrierten Streikfälle stieg aber seit 2011 an und (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 26.10.2017.
Vorwärts > Streikbewegung. Vorwärts, 2017-10-26.
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21.07.2017 Villeneuve
Bombardier
Personen
Vorwärts
Tarek Idri
Bombardier
Entlassungen
Volltext
Bombastische Entlassungswelle. Der Konzern Bombardier, der In der Schweiz Züge produziert, hat angekündigt, 650 Stellen zu streichen. Weltweit verlieren Tausende Mitarbeitende Ihren Lebensunterhalt. Gleichzeitig will das Grossunternehmen das Salär seiner ManagerInnen erhöhen. In der Schweiz streicht der kanadische Zughersteller Bombardier die Hälfte aller Stellen: Von insgesamt 1300 Arbeitsplätzen werden 650 wegfallen. Betroffen sind alle Standorte in der Schweiz, vor allem das waadtländische Villeneuve mit 550 Stellen und Zürich mit 100 Stellen. Entlassen werden mehrheitlich ArbeiterInnen in prekären Arbeitsverhältnissen, die mit Temporär-Verträgen über Personalvermittlungsfirmen bei Bombardier arbeiteten. Im Betrieb in Villeneuve gibt es 3,5-mal mehr Temporäre als Festangestellte. Von den Chefinnen werden Zeitarbeitende regelmässig für Lohn- und Sozialdumping missbraucht. Es ist nicht nur die Schweiz, die von der Entlassungswelle betroffen ist. Bereits im Dezember kündigte Bombardier an, dass weltweit 7500 Stellen vernichtet werden. 13 Prozent davon entfallen auf die Schweiz. Noch stärker wird Deutschland getroffen, wo der Konzern momentan 8500 ArbeiterInnen beschäftigt. Lukrative Staatsaufträge. Die rechte „NZZ“ schreibt, dass die Branche der Schienenfahrzeughersteller seit Längerem mit Überkapazitäten und einem entsprechend starken Preisdruck konfrontiert sei. Der Markt ist gesättigt, deshalb müsse Bombardier international überschüssiges Personal „abbauen“. Bombardier selber spricht von (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 21.7.2017.
Vorwärts > Bombardier. Entlassungen. Vorwärts, 2017-07-21.
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21.07.2017 Zürich
Personen
Spitäler
Vorwärts
Tarek Idri
Privatisierung
Volltext
Waid-Spital
„Nein zur Privatisierung!“ In den Stadtspitälern Triemli und Waid wurden gefälschte Flyer Im Namen der Spitaldirektion verteilt, die über ihre geplante Umwandlung in eine AG informieren sollen. Damit machen die anonymen Urheberlnnen auf die tatsächlich existierenden Pläne hin zur Privatisierung aufmerksam. Ende Juni wurden in den Zürcher Stadtspitälern Triemli und Waid gefälschte Flugblätter im Namen der Spitaldirektion verteilt. Die Flugblätter, die in Stil und Ton offiziellen Spitaldokumenten glichen, informierten über die Strategie der Umwandlung der Stadtspitäler in eine Aktiengesellschaft. Mit der Öffnung für Investionsmöglichkeiten aus dem privaten Sektor würden die Stadtspitäler „zukunftsfähig“ bleiben. Subtil machen sich die FälscherInnen über die echte Politik und Spitaldirektion lustig, indem sie schreiben, dass die Spitäler die „Strategie in Richtung Privatisierung“ „selbstverständlich nur gemeinsam mit allen Mitarbeitenden und der Bevölkerung Zürichs antreten“ würden. In Wirklichkeit mussten die konkreten Pläne, auf die sich die Flugblätter beziehen und die von der zuständigen SP-Stadträtin Nielsen, der FDP und der Personalverantwortlichen geschmiedet wurden, erst von internen Quellen geleakt werden und wurden in der Öffentlichkeit bisher wohl aus politischen Gründen noch nicht zugegeben. SP legitimiert Privatisierung. Zentral bei den Versuchen, die Stadtspitäler zu privatisieren, ist die rechtsbürgerliche FDP. Spätestens seit 2014 macht sie Stimmung, dass für die Spitäler die beste Rechtsform die Aktiengesellschaft (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 21.7.2017.
Vorwärts > Spitäler Zürich. Privatisierung. Vorwärts, 2017-07-21.
Ganzer Text
07.07.2017 Zürich
Personen
Vorwärts
Tarek Idri
Sozialdetektive
Sozialhilfe
Überwachung
Volltext
Datenschutz gilt hier nicht. In der Stadt Zürich soll die Observation von SozialhIlfebezügerInnen wieder möglich gemacht werden. 2016 musste sie nach einem Urteil des EGMR eingestellt werden, weil sie keine gesetzliche Grundlage hatte. Wie im Film: SchnüfflerInnen stellen den Zielpersonen nach, verfolgen sie auf Schritt und Tritt, fotografieren ihren Alltag, belauschen Gespräche. Das ist Praxis bei den Sozialversicherungen. Werden LeistungsbezügerInnen von NachbarInnen oder Sozialarbeiterlnnen verpfiffen, setzen die Behörden oder die Versicherungen sogenannte InspektorInnen auf sie. Datenschutz gilt für sie nicht. Sieg beim EGMR. In der Stadt Zürich werden seit 2007 „bei konkretem Verdacht auf missbräuchlichen Bezug von wirtschaftlicher Sozialhilfe“ Observationen durchgeführt. Im Oktober 2016 wurden die Observationen allerdings eingestellt aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR). Eine IV-Rentnerin hatte gegen die unrechtmässige Verletzung ihrer Privatsphäre Klage eingereicht und Recht bekommen. 1995 wurde die Frau von einem Motorrad angefahren. An den Folgen leidet sie noch immer und dies verunmöglichen ihr die Arbeit. Die Unfallversicherung der Frau wollte die Leistungen einstellen. Da die Betroffene eine erneute Abklärung verweigerte, engagierte die Unfallversicherung einen Privatdetektiv. Die Betroffene wurde an vier Tagen überwacht und dabei gefilmt. Das Foto- und Videomaterial wurde von der Versicherung genutzt, um ihr die Leistungen (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 7.7.2017.
Vorwärts > Sozialhilfe. Überwachung. Vorwärts, 2017-07-07.
Ganzer Text
07.07.2017 Schweiz
Landwirtschaft
Personen
Vorwärts
Tarek Idri
Landarbeiter
Löhne
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Ausbeuterische Bäuerinnen. Die Schweizer Landwirtschaft ist kein Heidi-Land mit glücklichen Tieren und gmögigen Bäuerinnen. Hier gibt es heute noch Sklavinnen. Die Gewerkschaften berichten, dass für landwirtschaftliche Hilfskräfte teilweise Verhältnisse wie in der Sklaverei bestünden. Mara Simonetta vom Berufsverband Abla erzählt: „Erst kürzlich hatte ich einen Fall, da bekam ein Angestellter 19 Monate keinen Lohn ausbezahlt Der Bauer verteidigte sich, der Angestellte hätte Naturalleistungen bekommen. Er sei ja nicht verhungert.“ Aber nur schon bei normaleren Verhältnissen werden die Arbeiterinnen von den Bäuerinnen brutal ausgebeutet: Der übliche Lohn für Knechte beträgt 3210 Franken brutto bei einer Arbeitszeit von mehr als 55 Stunden die Woche. Überstunden werden erst gar nicht aufgeschrieben und entsprechend nicht gezahlt. Die landwirtschaftlichen ArbeitgeberInnen tun nichts dagegen. Für die Gewerkschafterin Simonetta nicht weiter erstaunlich: Es sei kein Druck da und kein Wille, die Arbeitszeiten zu reduzieren. Die Bäuerinnen profitieren davon. „Kassensturz“ deckte den Fall von zwei Rumänen auf, die 60 bis 70 Stunden die Woche schuften mussten für 1500 Franken Lohn. Gut 1000 Franken zog der Bauer ab für Kost, („abgelaufene Lebensmittel, die für die Schweine" bestimmt waren) und Logis. Schutz gibt es für Hilfskräfte auf Bauernhöfen keinen. Währenddessen schmeisst Vater Staat den Bäuerinnen das Geld hinterher. Jeder zweite Franken ihres Einkommens rührt von Subventionen her. (...). Tarek Idri.
Vorwärts, 7.7.2017.
Vorwärts > Landarbeiterinnen. Löhne. Vorwärts, 2017-07-07.
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07.07.2017 Schweiz
Löhne
Personen
Vorwärts
Tarek Idri
Managerlöhne
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Managerinnen sahnen ab. Die ManagerInnen der Schweizer Grosskonzerne verdienen Im Schnitt 165mal mehr als die Arbeiterinnen mit den tiefsten Löhnen Im gleichen Unternehmen. In nur zwei Jahren hat sich die Lohnungleichheit In gewissen Branchen mehr als verdoppelt. Leistet der Manager im schicken Büro wirklich mehr als die Arbeiterin am Fliessband? Der CEO Severin Schwan vom Pharmakonzern Roche kriegt 266-mal mehr Lohn als die ArbeiterInnen mit den tiefsten Löhnen im gleichen Unternehmen. Das bedeutet, die Arbeiterin muss 22 Jahre schuften, um auf den Betrag zu kommen, den ihr Chef in einem Monat verdient! Ein Monat Chefarbeit soll so viel wert sein, wie 22 Jahre Arbeit einer normalen Arbeiterin? In der kapitalistischen Schweiz ist das der Fall und keine Ausnahme: Eine Studie der Gewerkschaft Unia zeigt, dass im Durchschnitt der vierzig grössten Unternehmen der Schweiz die Lohnschere zwischen dem höchsten und dem tiefsten ausbezahlten Lohn 1 zu 165 beträgt, das sind immerhin noch ein Monat Chefarbeit gegenüber fast 14 Jahren „normaler“ Arbeit. Oder auch anders: Fürstlich entlohnt. Die Löhne der ManagerInnen (übrigens sind von ihnen nur 6 Prozent Frauen) in den Schweizer Grosskonzernen steigen und steigen, trotz Frankenkrise, über die sie jammern und die sie zum Vorwand nehmen, um Stellen zu streichen, Kurzarbeit einzuführen und Löhne zu senken - aber eben nicht die eigenen. Die Lohnsumme der CEO stieg 2016 um satte zehn Millionen auf 188 Millionen Franken an. In einigen Fällen (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 7.7.2017.
Vorwärts > Manager. Löhne. Vorwärts, 2017-07-07.
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27.05.2017 Bulle
Personen
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Yendi Modehaus
Tarek Idri
Entlassungen
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Yendi Modehaus
Entlassungen in Mode. Reihenweise schllessen Modeunternehmen Filialen In der Schweiz und setzen die Beschäftlgten vor die Türe. Kürzlich hat die Modekette Yendi 500 Arbeitende entlassen. Im Gegensatz dazu blüht der Online-Handel mit dem deutschen Konzern Zalando an der Spitze. Die Modebranche in der Schweiz kriselt. Der Grosskonzern Migros „reorganisiert“ seine Modeketten und baut 80 Stellen in der Globus-Zentrale in Spreitenbach (AG) ab; das Label Schild verschwindet. Laut Globus-Chef Thomas Herbert ist das grösste Problem die internationalen AnbieterInnen. Modeketten wie Zara, H&M und Mango kaufen dank grösserer Mengen ihre Waren günstiger ein und unterbieten damit die Schweizer Geschäfte, die daran zugrunde gehen. Schwächelnde Schuhgeschäfte. Der Bekleidungskonzern Charles Vögele hat bereits seine dritte Entlassungsrunde bekannt gegeben: Anfang 2016 wurden 50 Vollzeitstellen in Pfäffikon (SZ) gestrichen, die Hälfte davon durch Entlassungen. Im Januar 2017 entliess der Modekonzern weitere 100 Arbeitende. Nun schockt Vögele erneut mit einer Massenentlassung von 100 Logistik-Mitarbeitenden in Pfäffikon und Freienbach (SZ). Im letzten Jahr sorgte die Schuhhandelskette Bata für Aufregung, nachdem sie alle Filialen in der Schweiz schliessen liess. Dabei wurden 175 VerkäuferInnen und alle Lehrlinge vor die Türe gesetzt. Pikant ist, dass die Inhaberfamilie Bata mit einem Vermögen von 3,2 Milliarden zu den 300 Reichsten der Schweiz gehört. Als Grund für die Schliessungen wurde der Konkurrent (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 27.5.2017.
Vorwärts > Yendi Modehaus. Entlassungen. Vorwärts, 2017-05-27.
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02.12.2016 Bern
Partei der Arbeit Bern
Personen
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Tarek Idri
Stadtratswahlen
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Die PdA verteidigt· ihren Sitz. Bei den Stadtratswahlen in Bern hat die Partei der Arbeit (PdA) 1,7 Prozent der Stimmen geholt und ihren Sitz erfolgreich verteidigt. Daniel Egloff bleibt Stadtrat. Die Fraktion, zu der die PdA gehört, bleibt wohl bestehen. Im Laufe des Abends verschlechterte sich die Stimmung am Wahlfest der PdA Bern spürbar. Man spekulierte bereits darüber, wieso man verloren haben könnte. Die stärkere Wahlbeteiligung könnte uns geschadet haben, hiess es. Wir hatten auch deutlich weniger Ressourcen als andere Parteien, sinnierte der Spitzenkandidat Daniel Egloff, als sich die ParteiaktivistInnen von einander verabschiedeten, ohne das Ergebnis erfahren zu haben. Die Stadt Bern konnte das Resultat erst nach Mitternacht mit zwei Stunden Verspätung bekannt geben. Die Erwartungen der Pda-Anhängerlnnen wurde übertroffen: Daniel Egloff wurde mit einem sehr guten Ergebnis in den Stadtrat von Bern gewählt. Insgesamt konnte ihre Liste die Anzahl Parteistimmen verdoppeln und kommt nach vorläufigen Berechnungen auf 1,7 Prozent der Stimmen (2012: 1,0 Prozent). Das ist das beste Ergebnis seit den Nachkriegsjahren. Auch die Zweit- und Drittplatzierten erzielten sehr gute Ergebnisse. Für Mess Barry reichte es aber nicht für die Wiederwahl. Die drei Parteien, die bisher eine Fraktion bildeten, erhielten diesmal insgesamt vier Sitze und werden die Fraktion wohl weiterführen. Entscheidend war, dass die „Alternative Linke“ einen zweiten Sitz holen konnte. Die Stadtberner Gemeindewahlen waren allgemein positiv für die linken (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 2.12.2016.
Vorwärts > PdA Bern. Stadtratswahlen 2016. Vorwärts, 2016-12-02.
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23.09.2016 Ste-Croix
Alpen Peak
Personen
Unia Neuenburg
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Tarek Idri
Alpen Peak
Lohndumping
Streik
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Lohndumping in Sainte-Croix. Auf einer Baustelle im Kanton Waadt haben sechs polnische Arbeiter gestreikt und ein Gebäude besetzt. Sie mussten seit Februar für 2200 Franken im Monat 51 Stunden die Woche schuften. Bereits zum zweiten Mal hängen Unia-Fahnen aus den Fenstern der Bacab-Fabrik an der Rue de l‘Industrie in Sainte-Croix. Und wieder ein Transparent, auf dem in grossen Buchstaben „Grève“ steht. Das Gebäude in der waadtländischen Stadt nahe Yverdon war schon 2014 der Ort eines Streiks. 40 ArbeiterInnen stellten damals Heizkabel für die Firma Bacab her, bis die ChefInnen beschlossen, den Betrieb nach Deutschland auszulagern. 32 Leute wurden entlassen, ein mieser Sozialplan drohte. Die Gewerkschaft Unia organisierte in der Folge zusammen mit den ArbeiterInnen Widerstand und stellte die Arbeit ein. Die Aktion hatte Wirkung: Im Sozialplan wurde die Entschädigung für die Entlassenen verdoppelt. Die Arbeitsstellen konnten allerdings nicht gerettet werden. Drei-Zimmer-Wohnung für 4000 Franken. Der Betrieb ist weg, das Gebäude steht noch. Nun soll es umgebaut werden. Bis Redaktionsschluss stand die Baustelle jedoch still; wieder hängen Unia-Fahnen aus den Fenstern und wieder verkündet ein Transparent Streik. Das Gebäude wurde von sechs polnischen Bauarbeitern und der Gewerkschaft besetzt. Grund ist ein schwerer Fall von Lohndumping. Seit Februar dieses Jahres waren die Männer bei dem Neuenburger Unternehmen Alpen Peak International beschäftigt. Angeworben wurden sie über das Internet. Sie mussten auf der Baustelle in Sainte-Croix sechs Tage die Woche für einen Lohn von 12 Franken (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 23.9.2016.
Vorwärts > Ste-Croix. Lohndumping. Streik. Vorwärts, 2016-09-23.
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15.07.2016 Bern
Partei der Arbeit Bern
Personen
Vorwärts
Tarek Idri
Partei der Arbeit
Stadtratswahlen
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„Es gibt eine Alternative und sie lebt“. Die Partei der Arbeit Bern (PdA) will bei den Wahlen im Herbst ihren Sitz im Stadtrat der Stadt Bern verteidigen. Ein Gespräch mit Daniel Egloff, der die PdA bisher im Parlament vertritt. Welche Bilanz zieht die PdA aus ihrer Zeit im Parlament? Grundsätzlich ist es gut, dass es uns dort gibt. Man kann immer darüber diskutieren, wie viel Einfluss man hat und was man bewirken kann. Aber schon unsere Präsenz führt zu einem gewissen Druck auf die Rot-Grün-Mitte-Regierung (RGM) der Stadt Bern, die den Stadtrat dominiert. RGM bildet dort eine absolute Mehrheit, das heisst, wenn sie sich einig ist, dann kann sie durchsetzen, was sie will. Alle anderen Parteien, auch wenn sie sich zusammenschliessen, haben nichts zu melden. Wenn etwas von uns kommt, gibt es meist gar keine Diskussion und das Thema ist vom Tisch. Trotzdem versuchen wir immer wieder, Themen reinzubringen. Und wenn über Inhalte diskutiert wird, versuchen wir, unsere Position rüberzubringen und die Diskussion zu beeinflussen. Zum Beispiel bei der Viererfeld-Diskussion. Dabei ging es um eine Überbauung, die am Ende zwar ganz knapp durchgekommen ist, im Vorfeld haben wir aber dagegen opponiert. Wir haben die Fragen gestellt: Welche Stadtentwicklung wollen wir in Bern; welche Art von Wohnraum soll geschaffen werden; für welche Menschen soll Wohnraum geschaffen werden? Wenn es bei Überbauungen darum geht, Wohnraum zu schaffen, beantragen wir immer, dass günstiger Wohnraum geschaffen wird. (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 15.7.2016.
Vorwärts > PdA Bern. Stadtratswahlen 2016. Vorwärts, 2016-07-15.
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01.07.2016 BS Kanton
Partei der Arbeit
Personen
Vorwärts
Ruedi Bantie
Tarek Idri
Biografien
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Hineingewachsen in die PdA. Ruedi Bantle feierte seinen Neunzigsten. Im Gespräch mit dem „Vorwärts“ erzählt er zusammen mit seiner Frau Erika von seiner Zeit in der Freien Jugend, vom Antikommunismus und seinen Erfahrungen als Parteisekretär der PdA Basel. Wie hast du die Partei der Arbeit (PdA) kennengelernt? Ich habe sie nicht kennengelernt, sondern ich bin hineingewachsen in die Partei. Ich stamme aus einer Arbeiterfamilie, mein Vater war Briefträger. Es daher war normal, dass man sich zur Arbeiterbewegung zählte. Man kann nicht sagen, ich habe die PdA gewählt. Es hat für mich nichts anderes gegeben. Dazu gehörte noch, dass man nicht in den Religionsunterricht ging. Der Papa hat gesagt: Du gehst nicht in den Religionsunterricht. Und das war’s. Es gab keine Diskussion. Meine Eltern haben mich stattdessen in den Arbeiterkinderverband geschickt, das war eine Gruppierung von Kindern aus dem kommunistischen Kreis. In der Organisation waren wir 30 bis 40 Kinder, die einmal im Jahr die zentrale Aufgabe hatten, ein Ferienlager zu organisieren. Das hat mich sehr geprägt, weil das politisch war. Danach ist man in die Freie Jugend (die Jugendorganisation der PdA) gekommen. So hat es sich ergeben. Wobei, es hat eine Rolle gespielt, dass ich in der Kriegszeit in der Pubertät war: Es war romantisch, wenn man Plakate geklebt, die Wände vollgeschmiert hat oder eine illegale Zeitung in einen Briefkasten steckte. So war dieses Milieu. Es war dann selbstverständlich, dass man von der Freien Jugend aus den (…). Mit Foto. Tarek Idri.
Vorwärts, 1.7.2016.
Vorwärts > Bantie Ruedi. Biografie. Vorwärts, 2016-07-01.
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