Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 5

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
17.11.2016 Stettfurt TG
Unia Ostschweiz-Graubünden

Lohndumping
Submissionswesen
Volltext
Miese Löhne auf Sonnenberg. Multimillionär Christian Baha speist Bauhandwerker auf Schloss Sonnenberg mit Nettolöhnen von nicht mal 2500 Franken ab. Jetzt gibt es keine Zweifel mehr: Der schwerreiche Christian Baha zahlt seinen Arbeitern in Stettfurt TG Tiefstlöhne. Multimillionär Baha mag keine Kritik. Wer es dennoch wagt, muss mit Klagen rechnen. Bereits mit vier Anzeigen hat Baha die Unia eingedeckt. Und auch ¨Work. Superprovisorisch liess er über seine Schloss & Gut Sonnenberg AG der Gewerkschaft und ihrer Zeitung verbieten, Tieflöhne als das zu bezeichnen, was sie wirklich sind. Doch jetzt legt die Unia Beweise auf den Tisch. Vier Lohnabrechnungen der Monate Juni, Juli, August und September lassen keine Zweifel mehr offen. Die Bauhandwerker, die auf Schloss Sonnenberg mit Renovationsarbeiten beschäftigt sind, werden mit Tiefstlöhnen abgespeist. 13 Franken Stundenlohn. Laut der Abrechnung beträgt der Bruttolohn 2970 Franken. Üblich sind für einen ungelernten Bauarbeiter Löhne zwischen 4500 und 4800 Franken, für Gelernte 5300 Franken. Dazu wird den Arbeitern 80 Franken für die Unterkunft in Containern und 100 Franken für die Verpflegung abgezogen. Nach allen Abzügen resultiert ein ausbezahlter Lohn von gerade mal 2495 Franken – und das für eine 50-Stunden-Woche. Umgerechnet ergibt das einen Stundenlohn von 13 Franken. Überstunden würden nicht bezahlt, sie seien im Salär enthalten, heisst es im Arbeitsvertrag. In Bahas Diensten gilt zudem der Maulkorb. Der Arbeitnehmer ist „zur strengsten Geheimhaltung aller Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse und sonstigen Umstände» verpflichtet. (…). Ralph Hug.
Work online, 17.11.2016.
Personen > Hug Ralph. Dumpinglöhne. Submissionswesen. Work, 2016-11-17.
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14.11.2016 Stettfurt TG
Unia Ostschweiz-Graubünden

Lohndumping
Submissionswesen
Volltext
Auf Schloss Sonnenberg (TG) schuften Bauarbeiter für weniger als 3000 Franken im Monat. Nachdem das Schloss Sonnenberg in Stettfurt (TG) vom österreichischen Multimillionär Christian Baha gekauft wurde, liessen die lang ersehnten Renovierungsarbeiten auf sich warten. Nun wird endlich gebaut, jedoch zu Bedingungen, welche an das letzte Jahrhundert erinnern. Finanziert wird dieses Trauerspiel nicht zuletzt von den Thurgauer Steuerzahlenden. Diese sind aufgrund des Denkmalschutzes verpflichtet, das Projekt mit mehreren 100`000 Franken zu unterstützen. Geht es nach dem Thurgauer Submissionsgesetz, muss bei öffentlicher Beteiligung an Bauaufträgen auf die Einhaltung von orts- und branchenüblichen Arbeitsbedingungen geachtet werden. Bei der Renovierung des Schloss Sonnenberg scheinen diese Regeln jedoch nicht zu gelten. Der Gewerkschaft Unia liegen neue Informationen vor, welche bestätigen, dass die Bauarbeiter für weniger als 3000 Franken pro Monat arbeiten müssen und das bei einer 50 Stundenwoche. Überstunden dürfen laut Arbeitsvertrag nicht verrechnet werden, diese sind mit dem Lohn bereits abgegolten. Bereits im Sommer 2016 machte die Unia mit Protesten auf diese unhaltbare Situation aufmerksam. Die Antwort darauf kam in Form von mehreren Anzeigen. Die Vorwürfe gehen von Hausfriedensbruch bis hin zu unlauterem Wettbewerb. Die Schloss & Gut Sonnenberg AG erwirkte schliesslich eine superprovisorische Verfügung des Obergerichts des Kantons Thurgau gegen die Unia. (…).
Unia Ostschweiz, 14.11.2016.
Unia Ostschweiz > Submissionswesen. Lohndumping. Unia Ostschweiz, 2016-11-14.
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08.02.2016 Genf
Personen
SGB
Anne Rubin
Solidarhaftung
Submissionswesen
Volltext
Auch die Stadt Genf zieht die Schraube an. Griffige Massnahmen gegen Lohndumping. Nach dem Kanton wird nun auch die Stadt Genf aktiv: Sie verbietet bei öffentlichen Beschaffungen eine kaskadenförmige Weitergabe der Aufträge an Subunternehmer, sie führt Bussen bis zu 10% des vertraglichen Geldwertes ein - und einen Solidarfonds, mit welchem nicht korrekt entlöhnte Arbeitnehmende entschädigt werden können. Ein neuer krasser Fall hat das Fass in Genf zum Überlaufen gebracht: 2500 Franken monatlich knöpfte ein Patron seinen polnischen Arbeitnehmenden für Logis ab. Er hatte sie zusammen in einem (1!) Studio untergebracht. Die Stadt reagierte, indem sie eine neue Klausel in ihre Auftragsvergaben einführt. Diese beschränkt eine Weitergabe der Aufträge auf bloss eine Substufe. Dieses wirksame Mittel gegen Lohndumping wurde zuvor zwischen den Genfer Gewerkschaften und Arbeitgebern ausgehandelt. Keine Subsub-Weitergabe. Diese Genfer Lösung geht damit viel weiter als die Bundeslösung zur Solidarhaftung. Denn letztere sieht nicht vor, dass der Erstunternehmer für nicht bezahlte Löhne seiner Subunternehmer voll zur Rechenschaft gezogen werden könnte. Die Genfer Lösung führt viel striktere und verbindliche Massnahmen ein: Erstunternehmen öffentlicher Aufträge, die Arbeiten weitergeben, haben die ausgewählten Subunternehmen während der ganzen Dauer der Arbeiten auf Einhaltung der geltenden Gesamtarbeitsverträge sowie korrekte Zahlung (…). Anne Rubin.
SGB, 8.2.2016.
Personen > Rubin Anne. Submissionswesen. Solidarhaftung. SGB, 2016-02-08.
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29.01.2016 Genf
Unia Genf

Solidarhaftung
Submissionswesen
Volltext
Strengere Regeln bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen. Solidarhaftung: Genf zieht die Schraube an. Lohndumping ist ein Problem in der ganzen Schweiz. Eine Verschärfung der flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit ist deshalb dringend notwendig. Ein erster Schritt in die richtige Richtung hat der Gemeinderat der Stadt Genf gemacht. Er hat kürzlich mit den Gewerkschaften und den Arbeitgebern eine Vereinbarung über die Vergabepraxis bei öffentliche Aufträgen abgeschlossen. Sie geht über die Regeln des Bundesgesetzes hinaus. Die Vereinbarung verbietet Subunternehmerketten, führt höhere Bussen ein und richtet einen Sozialfonds für den Fall von fehlenden Lohnzahlungen ein. Unia begrüsst die Fortschritte. Die zahlreichen Fälle von Lohndumping zeigen, dass es bessere Instrumente gegen diese Missbräuche braucht. 2015 hat der Kanton Basel-Landschaft Massnahmen eingeführt für einen wirksamen Schutz gegen Lohndumping bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen. Nun hat auch die Stadt Genf beschlossen, bei der öffentlichen Auftragsvergabe strengere Richtlinien einzuführen. Die Grenzregionen sind dem Problem des Lohndumpings besonders stark ausgesetzt, vor allem wegen den Lücken bei den flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit. In Genf ist der Druck aufgrund der hohen Arbeitslosenquote noch stärker. Die beschlossenen Massnahmen sind ein Schritt in die richtige Richtung. Missbräuche wirksam bekämpfen. Die Regelung führt für die Vergabe von Unteraufträgen strenge Normen ein, welche die Ausführenden (…).
Unia Genf, Medienmitteilung, 29.1.2016.
Unia Genf > Solidarhaftung. Submissionswesen. Unia Genf, 29.1.2016.
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03.12.2012 Schweiz
Nationalrat
Personen
SGB
SP Schweiz
Christina Werder
Beschaffungswesen
Submissionswesen
Volltext

An ihren Taten sollt ihr sie erkennen! Beschaffungswesen: Boykott echter Kontrolle der Lohngleichheit. Kleinlich. Am 27. November hatte der Nationalrat u.a. über einen Kreditposten von 100‘000 Franken zu entscheiden. Dieser hätte im Beschaffungswesen des Bundes ermöglicht, die Einhaltung der Lohngleichheit einigermassen korrekt zu kontrollieren. Die Mehrheit des Rates lehnte ab. Das Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen verlangt, dass der Bund Aufträge nur an Unternehmen erteilt, die die Lohngleichheit gewährleisten. (...). Christina Werder.

SGB, 3.12.2012.
SGB > Submissionswesen. SGB. 3.12.2012.

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