Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 11

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20.11.2020 Schweiz
Schreinermeister-Verband
Unia Schweiz

GAV
Schreiner
Volltext
Schreinermeister schicken GAV bachab. Schreiner*innen sind bereit, zu kämpfen!. Im Frühsommer haben sich die Sozialpartner des Schreinereigewerbes auf einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) und neu ein Vorruhestandsmodell geeinigt. Jetzt brechen die Schreinermeister ihr Wort und lehnen das Paket ab. Damit provozieren sie, dass die Schreiner*innen stehen ab 2021 ohne GAV dastehen. Gemeinsam mit den Gewerkschaften Unia und Syna werden sie für ein würdevolles Leben im Alter kämpfen! Der aktuelle Gesamtarbeitsvertrag für das Schreinergewerbe ist noch bis Ende Jahr gültig; dann läuft er aus. Die Sozialpartner einigten sich deshalb bereits im Frühsommer, den Gesamtarbeitsvertrag zu erneuern und neu ein Vorruhestandsmodell (VRM) einzuführen. In der Folge haben die Schreiner*innen der Unia und der Syna Anfang Juli dem Paket zugestimmt. Nicht so die Arbeitgeber: Der Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten (VSSM) steht offensichtlich nicht zu seinem Wort und lehnt das Verhandlungsergebnis ab. Nun droht für 2021 ein vertragsloser Zustand. Schreinermeister verantworten vertragslosen Zustand. Der Entscheid der Schreinermeister stürzt die Branche in die Krise – die Folgen eines vertraglosen Zustands sind verheerend: Den Arbeitnehmenden droht bei einem vertragslosen Zustand Lohn- und Sozialdumping; und ohne gleich lange Spiesse steigt der bereits hohe Druck aus dem grenznahen Ausland auf die Unternehmen massiv. Mit seinem kurzsichtigen «Nein» zum Verhandlungspaket missachtet der VSSM aber auch den klaren Willen der Branche: Bereits 2018 sprachen sich in einer Umfrage der Sozialpartner Arbeitnehmende und Arbeitgeber grossmehrheitlich für das Vorruhestandsmodell aus. Eine nachhaltige Branchenpolitik zum Wohl aller Beteiligten sieht definitiv anders aus. Die Gewerkschaften Unia und Syna werden den Affront nicht tatenlos hinnehmen; die Schreiner*innen sind bereit, für ein würdevolles Leben im Alter zu kämpfen!
Für Rückfragen:
Kaspar Bütikofer, Mitglied Sektorleitung Gewerbe Unia
Giuseppe Reo, Dossierverantwortlicher Schreiner*innen Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 20.11.2020.
Unia Schweiz > Schreinergewerbe. GAV. Unia Schweiz, 2020-11-20.
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16.11.2020 Schweiz
Schreinermeister-Verband
Unia Schweiz

Rentenalter
Schreiner
Vollgeld-Initiative
Volltext
Vorruhestandsmodell der Schreiner*innen in Gefahr. Schreinermeister spielen mit dem Feuer Im Frühsommer haben sich die Sozialpartner des Schreinereigewerbes auf einen Gesamtarbeitsvertrag mit neu einem Vorruhestandsmodell geeinigt. Während die Mitglieder der Unia dem neuen Vertrag schnell zugestimmt haben, zögern die Schreinermeister mit ihrem «Ja». Sollten die Patrons den Vertrag morgen ablehnen, droht ein für die Branche verheerender vertragsloser Zustand. Nach langen und harten Diskussionen erzielten die Sozialpartner im Frühsommer einen Durchbruch: Die Verhandlungsdelegationen der Unia und des Schreinermeisterverbandes (VSSM) einigten sich auf ein Paket. Dieses besteht aus einem neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) und der Einführung des Vorruhestandsmodell (VRM) für das Schreinergewerbe. Das neue Frührentenmodell sieht vor, dass ältere Mitarbeitende entweder fünf Jahre vor der ordentlichen Pensionierung das Pensum reduzieren können oder aber zwei Jahre früher in Rente gehen. Sie erhalten eine Überbrückungsrente von 60 Prozent. Die Frührente für Schreiner*innen ist für die Angestellten wichtig und eine Errungenschaft der Branche: Es hilft einerseits, auch ältere Mitarbeitende länger in der Branche zu halten und ermöglicht diesen anderseits, gesund und in Würde in den Ruhestand zu treten. Schreinermeister müssen dem Bekenntnis Taten folgen lassen. Nachdem die Schreiner*innen an der Berufskonferenz der Unia bereits Anfang Juli das Paket angenommen hatte, steht jetzt die Zustimmung des Verbands Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten (VSSM) aus. Diese fällen ihren Entscheid morgen, am 17. November 2020. Nun deutet alles darauf hin, als würde der VSSM einen Rückzieher machen und einem Entscheid über das Paket aus dem Weg gehen oder ablehnen. Die Unia ruft dem VSSM nochmals in Erinnerung, dass der aktuelle GAV 2018-2020 befristet ist und Ende Jahr unwiderruflich ausläuft. Ohne ein bedingungsloses «Ja» zum Paket, bestehend aus neuem GAV und VRM tritt Anfang 2021 unweigerlich der vertragslose Zustand ein. Die Unia ruft die Delegierten des Schreinermeisterverbandes auf, einen vertragslosen Zustand abzuwenden und sich zum gemeinsam verhandelten Ergebnis zu bekennen. Die Schreiner*innen sind bereit, für eine gesundes und würdevolles Leben im Alter zu kämpfen!
Für Rückfragen:
Kaspar Bütikofer, Mitglied Sektorleitung Gewerb
Giuseppe Reo, Dossierverantwortlicher Schreiner*innen
Leena Schmitter, Mediensprecherin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 16.11.2020.
Unia Schweiz > Schreinergewerbe. Rentenalter. Unia Schweiz, 2020-11-16.
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20.03.2014 Biel
Huttwil
Berufe
Personen
Work
Sina Bühler
Hans Nyffeler
Interview
Schreiner
Volltext

„Ulme ist schön“ – „Ich mag Esche“. Lehrlingsausbildner Nyffeler hat vor fast einem halben Jahrhundert begonnen. Lehrling Strom steckt im 3. Lehrjahr. Sie haben sich viel zu sagen. Interview: Work: Loris Strom, welches ist Ihr liebstes Holz? Loris Strom: Ich mag Massivholz: Esche, weil mir die Maserung und die Struktur gefallen, und beim Nussbaum mag ich das dunkle Holz. Und Sie, Hans Nyffeler? Hans Nyffeler: Unsere Ulme. Sie hat einen schönen Braunton und ist ein Holz, das sehr lange sehr schön bleibt. Warum sind Sie Schreiner geworden? Nyffeler: Ich wollte das, seit ich zehn Jahre alt war. Ich habe immer schon Dinge aus Holz gemacht. Mein Vater arbeitete in der Möbelfabrik in Huttwil, aber er war Verdingbub und durfte nicht, wie ich, eine Lehre machen. Als es so weit war, wusste ich: Dort wollte ich meinen Beruf erlernen. Strom: Ich habe zuerst ein 10. Schuljahr gemacht, weil ich wegen einer Hüftoperation im letzten Schuljahr nicht schnuppern konnte. Die Freude am Holz hatte ich immer, ich mag den Geruch. War es schwierig, eine Lehrstelle zu finden? (…). Sina Bühler, Interview.

Work online, 20.3.2014.

Personen > Bühler Sina. Schreinerberuf. Interview. Work. 2014-03-20.

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19.06.2010 Schweiz
Löhne
Personenfreizügigkeit
Unia Schweiz

Maler und Gipser
Plattenleger
Schreiner
Maler und Gipser schlagen Alarm. Die Lage im Ausbaugewerbe mit rund 200'000 Malern, Gipsern, Plattenlegern, Sanitären und Schreinern ist offenbar so ernst, dass der Gewerbeverband, die Branchenverbände und die Gewerkschaft Unia gestern erstmals überhaupt gemeinsam eine Medienkonferenzu durchführten. Unlautere Konkurrenz durch Scheinselbständige aus dem Ausland gefährden immer mehr die Existenz von Schweizer KMU. Es gehe nicht um Protektionismus, sagte Hans-Ulrich Bigler, Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes. Aber um gleich lange Spiesse für alle. Statt dessen komme es imme mehr zu unlauterer Konkurrenz durch Scheinselbständige, für die kein Gesamtarbeitsvertrag (GAV) und damit auch kein Mindestlohn gelte. So würden ausländische Plattenleger teilweise für einen Stundenlohn von 7 Franken arbeiten, Die Behörden müssten hier härter durchgreifen. Bund. Samstag, 19.6.2010
01.01.2009 Genf
Personen
Streik
Helen Brügger
Schreiner
Zum neuen Jahr eine Geschichte aus alter Zeit: Wir schreiben das Jahr 1833. Einige Hausbesitzer in Genf beschliessen, ihre Türen und Fenster in Lausanne zu bestellen, wo die Preise tiefer sind. Das Genfer Schreinerunternehmen Griss und Jabry antwortet darauf, indem es seinen Arbeitern nur noch 13 statt 15 Sous pro Fenster oder Türe bezahlt. 15 Sous sind der Preis für anderthalb Kilo Brot. Darauf versammeln sich die Genfer Schreiner, gründen eine Streikkasse und beschliessen, nicht mehr für Griss und Jabry zu arbeiten. (...). Monatliche Postkarte an die Berner Bahnhofkioskfrau Emma Zitta. Mit Zeichnung. Helen Brügger. Comedia Magazin, Nr. 1, Januar 2009
31.12.1996 Biel
GBI

Schreiner
Berufskonferenz Schreiner. Der vertragslose Zustand zeichnet sich ab. Jahresbericht GBB 1996
05.03.1996 Biel
GBI

Schreiner
Berufskonferenz Schreiner in Zürich. Jahresbericht Gewerkschaftsbund Biel 1996
21.02.1996 Biel
GBI

Schreiner
GV der Gruppe Schreiner. Jahresbericht Gewerkschaftsbund Biel 1996
29.01.1996 Biel
GBI

Schreiner
Start zur zweiwöchigen Flugblatt-Informationsaktion zum vertragslosen Zustand vor den Schreinerbetrieben im Seeland. Jahresbericht GBB Biel 1996
24.08.1923 BS Kanton
Schweiz
Baumeisterverband
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Holzarbeiterverband
SGB

Schreiner
Streik
Zimmerleute

An die Arbeiterschaft der Schweiz! Die Schreiner und Zimmerleute in Basel stehen seit dem 23. Mai in einem hartnäckigen Kampf um die Verbesserung, und tarifliche Regelung ihrer Arbeitsbedingungen. Seitdem die Unternehmer der Holzindustrie die Verlängerung des Landestarifvertrages unter annehmbaren Bedingungen abgelehnt haben, ist deren Bestreben darauf gerichtet, die Lohn- und Arbeitsbedingungen auf der ganzen Linie sukzessive zu verschlechtern. (...).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-08-24.
Holzarbeiter-Verband > Streik. 1923-08-24..doc.

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02.11.1917 Zürich
Personen
Streik
Emil Klöti
Anschläger
Einigungsämter
Glaser
Maschinisten
Schreiner
Volltext

Beendigung des Schreinerstreifes in Zürich. Nach sieben Wochen und einem Tag ist in Zürich ein hartnäckiger Kampf zugunsten der Arbeiter beendet worden. Der Kampf erstreckte sich auf sämtliche Schreiner, Glaser, Anschläger und Maschinisten, oder rund 950 Mann. Nachdem zweimal ein Vermittlungsvorschlag des Einigungsamtes von beiden Parteien abgelehnt war, griffen die Behörden energisch ein und übernahmen das gewiss nicht leichte Amt der Vermittlung. Eine Delegation, bestehend aus den Herren Regierungsräten Dr. Wettstein und Dr. Ernst sowie den Stadträten Emil Klöti und Kruck, unterhandelte vorletzten Freitag, Samstag und Montag unter dem Vorsitz des Regierungspräsidenten Dr. Wettstein mit den Parteien. Am Montag den 22. Oktober kam endlich eine Vereinbarung zustande, die am gleichen Nachmittag in den Versammlungen von allen Parteien angenommen wurde. Am Dienstag den 23. Oktober ist dann auf dem ganzen Platz unter den neuen Bedingungen die Arbeit wieder aufgenommen worden. (...).

Strassenbahner-Zeitung, 1917-11-02.
Streik > Schreinerstreik Zürich. 1917-11-02.doc.

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