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Anzahl gefundene Artikel: 7

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
01.06.2018 Schweiz
Funke, Der
Personen
Rosa Bloch-Bollag
Biografien
Generalstreik
Volltext
Die rote Rosa und 100 Jahre Landesstreik. Sie organisierte Marktdemonstrationen, kämpfte für das Frauenstimmrecht und schrieb die Zeitung „Vorkämpferin“. Rosa Bloch war die wichtigste Schweizer Kämpferin für die Frauenbefreiung und leistete entscheidende Aufbauarbeit für den Landesstreik. Rosa Bloch (geboren Bollag) hatte am eigenen Leib erfahren, dass der Kapitalismus nur wenigen zu Wohlstand verhelfen kann. Weil ihre Familie verarmte, musste sie ihr Jura-Studium abbrechen. Eine Anstellung fand sie in einem Juweliergeschäft an der Zürcher Bahnhofstrasse. weswegen sie in späteren Jahren von der bürgerlichen Presse oft als „Brillantenrosa“ verrufen wurde. Die Missstände, die sie in ihrem Arbeitsalltag beobachtete, trieben sie dazu, sich zu organisieren. 1912 trat sie der Sozialdemokratischen Partei bei. Rosa Bloch war das einzige weibliche Mitglied des 1918 gegründeten Oltener Aktionskomitees (OAK). Ihren Sitz in der Forderungskommission gab sie aber schon nach zwei Monaten auf, noch vor Ausrufung des Landesstreiks. Fritz Platten ersetzte sie. Obschon auch er am linken Rand war, wurde Platten von den anderen Mitgliedern präferiert. Der Schritt war sicher schmerzlich für Bloch, die sich stets für eine aktive Beteiligung von Frauen an der Politik einsetzte. Frauen in der Arbeiterinnenbewegung. Nicht nur Bloch, sondern auch andere Frauen in der sozialistischen Bewegung hatten erkannt, dass sich der Missstand in der Geschlechterfrage innerhalb des Kapitalismus nicht abschliessend lösen (…). Noreen Rice.
Der Funke, Juni 2018.
Personen > Bloch Rosa. Biografie. Der Funke, 2018-06-01.
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01.06.2018 Schweiz
Generalstreik
Personen
VPOD-Magazin
Rosa Bloch-Bollag
Elisabeth Joris
Generalstreik
Nahrungsmittel
Volltext
Frauenproteste und Demonstrationen für bessere Lebensmittelversorgung im Vorfeld des Landesstreiks. Stimmrecht, Kochtopf und Tribüne. Auf der Liste der neun Landesstreik-Forderungen figurierte das Frauenstimmrecht auf dem prominenten zweiten Platz. Rosa Bloch war bei der Gründung des Oltener Aktionskomitees (OAK) allerdings die einzige Frau gewesen. Und bereits wenige Wochen später wurde sie vom Zürcher Fritz Platten abgelöst. Von nun an bis zum Landesstreik im November 1918 war das OAK frauenfrei, und vom Frauenstimmrecht war laut Protokollen ausser am 6. November - unmittelbar vor Ausrufung des Streiks - dann auch nie die Rede. Als Präsidentin der Zentralen Frauenagitationskommission der Sozialdemokratischen Partei zog sich Rosa Bloch nach ihrem Austritt aus dem OAK indes keineswegs zurück. Vielmehr sorgte sie im Sommer 1918 mit der Organisation und der aktiven Unterstützung von Aktionen und Demonstrationen gegen den Hunger für öffentliches Aufsehen. Für die Bevölkerung der grösseren Städte und Industriezentren hatte sich im Laufe des Krieges die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln und unentbehrlichen Konsumgütern wegen der galoppierenden Teuerung zunehmend verschärft. Frauen spürten den Mangel direkt in den Kochtöpfen. Es fehlte an Kartoffeln. Eier waren bald unerschwinglich. Der Milchpreis sollte mit dem Segen der Behörden angehoben werden. (…).
Elisabeth Joris.
VPOD-Magazin, Juni 2018.
Personen > Bloch Rosa. Nahrungsmittel. VPOD-Magazin, 2018-06-01.
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04.03.2011 Schweiz
Frauen
KPS
Oltener Aktionskomitee
Personen
Syndicom-Zeitung
Vorkämpferin, Die
Rosa Bloch-Bollag
Biografien
Volltext

Rosa Bloch-Bollag (1880-1922). Verkäuferin, Redaktorin, SP-Aktivistin und Gründungsmitglied der Kommunistischen Partei der Schweiz (KPS). Bloch überzeugte durch ihre Intelligenz, ihr Talent als Rednerin und ihre soliden theoretischen Grundlagen. Während des Generalstreiks 1918 gehörte sie dem linken Flügel des Oltener Aktionskomitees an und arbeitete am Forderungskatalog mit. Im Juni 1918 war sie massgeblich an einer Kundgebung der Frauen gegen hohe Preise beteiligt. Im gleichen Jahr wurde sie die erste Präsidentin der SP-Frauenkommission und Redaktorin bei der Arbeiterinnenzeitung „Die Vorkämpferin“. Bei der Spaltung der SP 1920 wurde sie Gründungsmitglied der KPS, während ihr Mann bei der SP blieb. Beim Bürgertum war sie als eine der kämpferischsten Vertreterinnen der Arbeiterinnenbewegung verhasst und gefürchtet. Mit Foto von Rosa Bloch-Bollag.

Syndicom-Zeitung, Nr. 4, 4.3.2011.
Personen > Bloch-Bollag Rosa. Biografie. 4.3.2011.doc.

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05.11.1998 Schweiz
Personen
WOZ
Rosa Bloch-Bollag
Marie Hüni-Walter
Elisabeth Joris
Generalstreik
Volltext

Brot, Geld und Frauenstimmrecht. Das Frauenstimmrecht nahm auf der Liste der Generalstreikforderungen den prominenten zweiten Platz ein. Dies erstaunt umso mehr, als sich die Genossen vorher nicht durch eine markante Solidarität mit den Frauen ausgezeichnet hatten. Im Oltener Aktionskomitee (OAK), dem späteren Leitungsgremium des Generalstreiks, nahm bei seiner Gründung im Februar 1918 die Zürcherin Rosa Bloch-Bollag als einzige Frau Einsitz. Doch schon vor Sommerbeginn wurde sie von Fritz Platten abgelöst, und das OAK wurde damit zu einem reinen Männergremium. Trotzdem ist es vielleicht ihr zu verdanken, dass das Frauenstimmrecht im November in die Liste der Generalstreikforderungen aufgenommen wurde. Als redegewandte und öffentlich agierende Frau machte sie jedenfalls äusserst effektvoll auf sich aufmerksam und konnte damit in der Partei Einfluss gewinnen. Die klassenbewusste Genossin. Rosa Bloch-Bollags erklärtes Ziel war nicht die Einführung des Frauenstimmrechts, schon eher das Ende der Ausbeutung und der Sieg des Proletariats, doch die rechtlich ebenbürtige Stellung der Frauen als klassenbewusste Genossinnen der Arbeiter war dabei selbstverständlich. (...).Elisabeth Joris.

WOZ, 5.11.1998.
Personen > Joris Elisabeth. Generalstreik. WOZ. 1998-11-05.

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21.07.1922 Zürich
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Personen
Rosa Bloch-Bollag
Nachruf
Volltext
Genossin Rosa Bloch gest. Am 13. Juli ist in Zürich an den Folgen einer Operation Genossin Rosa Bloch gestorben. In der gesamten Arbeiterschaft, ohne Rücksicht auf Parteizugehörigkeit, Bestürzung über den plötzlichen Hinschied hinterlassend. Es ist uns leider nicht möglich, im beschränkten Rahmen einer Gewerkschaftszeitung ihre Tätigkeit so zu würdigen, wie Genossin Bloch es verdient hätte. Wer aber in der alten sozialdemokratischen Partei oder später nach der Spaltung s ich in der kommunistischen Partei betätigte, der weiss, wie unermüdlich und mit welcher begeisterten Hingabe die Verstorbene gearbeitet hat. Wohl mochte sie infolge ihres lebhaften Temperaments nicht selten hier oder dort anstossen; aber stets mussten ihre uneigennützigen Bestrebungen und ihr warmes Gefühl für die Leidenden anerkannt werden. Am meisten werden sich die Genossinnen nicht nur in Zürich, sondern in der ganzen Schweiz durch das Feh!en der Genossin Bloch betroffen fühlen, war sie doch im vollen Sinne eine Vorkämpferin der proletarischen Frauenbewegung. So ist es denn auch kein Wunder, wenn ihr am Sonntag trotz der Regenschauer die zürcherische Arbeiterschaft ein grosses Geleite zur letzten Ruhestätte gab. Sie hatte es um die Frauen, die Partei und nicht weniger um die Gewerkschaften reichlich verdient.
Wir werden nicht fehlgehen, wenn wir nicht nur in unserem eigenen Namen und demjenigen der Geschäftsleitung, sondern auch im Namen des ganzen Verbandes Genossin Bloch ihre Arbeit für das (...). .
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 21.7.1922.
Personen > Bloch Rosa. Nachruf. Gemeindearbeiter, 1922-07-21.
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13.07.1922 Zürich
KPS
Personen
Rosa Bloch-Bollag
Ernst Eichenberger
Nekrolog
Volltext
Genossin Rosa Bloch. Am 13. Juli ist in Zürich an den Folgen einer Operation Genossin Rosa Bloch gestorben, in der gesamten Arbeiterschaft, ohne Rücksicht auf Parteizugehörigkeit, Bestürzung über den plötzlichen Hinschied hinterlassend. Es ist uns leider nicht möglich, im beschränkten Rahmen einer Gewerkschaftszeitung ihre Tätigkeit so zu würdigen, wie Genossin Bloch es verdient hätte. (...). Ernst Eichenberger.


Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 21.7.1922.
Personen > Bloch-Bollag Rosa. Todesfall. 13.7.1922.doc.

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15.02.1918 Niederweningen
Schweiz
Oltener Aktionskomitee
Personen
Rosa Bloch-Bollag
Karl Dürr
Robert Grimm
Generalstreik
Volltext

Aktionsausschuss der Oltener Konferenz. (Mitg.)  Am  Donnerstag fand in Bern die erste Sitzung  des von der Oltener Konferenz der Partei, den Gewerkschaften und der sozialdemokratischen Parlamentsvertretung eingesetzten Aktionskomitees statt. Als Präsident wurde Genosse Nationalrat Robert Grimm bezeichnet, als Sekretär Genosse Karl Dürr, Sekretär des Gewerkschaftsbundes. Das Aktionskomitee behandelte zunächst den Streik der Deserteure und Refraktäre  in  Niederweningen.  Das  bisherige Vorgehen der Delegation, die mit dem Militärdepartement unterhandelte,  wurde  gutgeheissen, die  Richtlinien für die weitern Besprechungen festgelegt und eine Mitteilung an die Presse vorgesehen, sobald die Verhandlungen zum Abschluss gelangt sind. (...).

Strassenbahner-Zeitung, 15.2.1918.

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