Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 26

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05.06.2015 Schweiz
Personen
Syndicom
Viscom
Work
Ramona Thommen
GAV
Grafische Industrie
Viscom
Volltext
Viscom kündigt den Vertrag. Sind die Drucker bald ohne GAV? Der Arbeitgeberverband der Druckindustrie Viscom will keinen GAV mehr. Ausser: Die Drucker arbeiten zu massiv schlechteren Konditionen. Der Arbeitgeberverband Viscom hat den Gesamtarbeitsvertrag der grafischen Industrie per Ende 2015 gekündigt. Die Begründung: schwierige Wirtschaftslage und internationale Konkurrenz. Der Syndicom-Verantwortliche Angelo Zanetti vermutet aber andere Gründe: „Sie wollen mit der Kündigung Druck machen.“ Ende Juni beginnen die GAV-Verhandlungen. Und die Arbeitgeber fordern Haarsträubendes: Neu sollen die Drucker 44 statt 42 Wochenstunden arbeiten. Das sind noch einmal zwei Stunden mehr. Bereits 2013 wurde die Wochenarbeitszeit von 40 auf 42 erhöht. Zudem will Viscom, dass die längere Arbeitszeit auch für den Zeitungsdruck gelte. Das sei eine lächerliche Forderung, erklärt Zanetti: „Der Akzidenzdruck muss sich auf dem internationalen Markt beweisen können - nicht aber der Zeitungsdruck. Es geht nur darum, noch höhere Gewinne zu erzielen.“ Keine Konzessionen. (…). Ramona Thommen.
Work, 5.6.2015.
Work > Syndicom. Drucker. GAV. Work, 5.6.2015.
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04.06.2015 Monthey
Personen
Syngenta
Work
Ramona Thommen
Entlassungen
Syngenta
Volltext
Nach Ölriese Tamoil kündigt auch der Agrochemiemulti Syngenta im Wallis Massenentlassungen an. Das Chablais steht auf. Seit Anfang Jahr haben Konzerne im untersten Wallis fast 400 Stellen zerstört. Jetzt aber formiert sich der Widerstand. Lieblich liegen Montreux und der Genfersee hinter uns, wir fahren ins Wallis ein. Links und rechts ziehen Felsmassen hoch, kesseln die Chablais-Region ein. Monthey liegt voraus, Chemiestadt, Industriestadt, 17 000 Einwohner. Die Grosskonzerne BASF und Huntsman lassen hier arbeiten, Cimo, diverse Industrieunternehmen und Syngenta, einer der weltweit grössten Multis für Agrochemie, Pflanzengifte, Saatgut und Biochemie. Überall hängen Warnhinweise. Doch die Welt dreht seit Anfang Jahr nicht mehr richtig in Monthey. An diesem heissen Mittwoch demonstrieren vor dem Hauptsitz der Syngenta neben dem Bahnhof an der Route de l’Ile-aux-Bois 600 Chemiearbeiterinnen und -arbeiter und Zugewandte. Ein Redner ruft: „Wir sind enttäuscht. Schockiert. Verwundet.“ Es ist der Walliser SP-Nationalrat Mathias Reynard. Er spricht allen aus dem Herzen. Niemand kann verstehen und niemand will hinnehmen, dass die Manager des Basler Weltkonzerns Syngenta trotz Milliardengewinnen 116 Stellen im Wallis streichen wollen. (…). Ramona Thommen.
Work online, 4.6.2015.
Personen > Thommen Ramona. Syngenta. Entlassungen. Work, 4.6.2015.
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22.05.2015 Schweiz
Bundesgericht
Personen
Work
Ramona Thommen
Bundesgericht
Kündigungsschutz
Volltext
Wegweisendes Urteil. Bundesgericht schützt ältere Arbeitnehmende. Firmen können älteren Angestellten mit vielen Dienstjahren nicht mehr einfach so kündigen. Das hat das oberste Gericht entschieden. Ein 59jähriger Kadermitarbeiter erkrankt an einem Burnout. Trotz Hilfsmassnahmen der Personalabteilung verbessert sich die Situation nicht. Darauf kündigt die Firma dem Mann, nach rund 35 Dienstjahren. Der Geschasste klagt daraufhin wegen missbräuchlicher Kündigung und erhält durch alle Instanzen hindurch recht. Auch vor Bundesgericht. In dessen Urteil heisst es, dass das fortgeschrittene Alter eines Arbeitnehmers mit langer Dienstzeit, eine massgebliche Rolle spiele. Deshalb gelte für den Arbeitgeber eine erhöhte Fürsorgepflicht. Der Lausanner Entscheid fiel bereits im letzten November. Dass sich das oberste Gericht der Schweiz zugunsten von älteren Arbeitnehmenden ausspricht, freut Luca Cirigliano, Jurist beim Gewerkschaftsbund SGB: „Das ist ein wichtiger Entscheid, der klarstellt, wie Arbeitgeber mit der Fürsorgepflicht für ältere Arbeitnehmer umgehen müssen.“ Doch das reiche nicht: „Wir fordern nicht nur einen besseren Kündigungsschutz im Obligationenrecht, sondern auch ein griffiges Diskriminierungsverbot. (…). Ramona Thommen.
Work, 22.5.2015.
Work > Kündigungsschutz. Bundesgericht. Work, 22.5.2015.
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22.05.2015 Schweiz
Berufsbildung
Personen
SGB
Ramona Thommen
Stipendienwesen
Volltext
Bildung: Nicht alle haben die gleichen Chancen. Wo bleiben die Arbeiterkinder? Noch immer ist die Chance, studieren zu können, für Arbeiterkinder nur halb so gross wie für Akademikerkinder. Der Staat sollte für eine möglichst weitgehende Chancengleichheit sorgen. Auch bei der Bildung. Doch die Realität sieht anders aus. Auch in der Schweiz. Das belegen diverse Statistiken. Darunter auch die Erhebung vom Bundesamt für Statistik über die „Herkunft der Studierenden an Schweizer Hochschulen“. Dort erfasst sind alle Universitäten, aber auch die Fachhochschulen und die pädagogischen Hochschulen. Grosse Ungleichheit. Die Zahlen zeigen: 43 Prozent dieser Hochschulstudierenden stammen aus Familien, in denen mindestens ein Elternteil einen Hochschulabschluss hat. Bei 27 Prozent der Studierenden ist die höchste Ausbildung der Eltern eine Berufslehre. Akademikerkinder haben also fast doppelt so hohe Chancen auf Bildung wie Arbeiterkinder. Für Kinder mit Migrationshintergrund ist der Zugang noch schwerer. Zwar sind diese Zahlen nicht ganz so erschreckend, wie jene aus Deutschland. Dort sind die Chancen für Arbeiterkinder mehr als dreimal tiefer als für Akademikerkinder, an eine Uni zu gehen. Doch sie fallen ins Gewicht. Elitäre Tendenzen. Veronique Polito, Bildungsexpertin beim Gewerkschaftsbund (SGB), erklärt den Hauptunterschied zwischen der Schweiz und Deutschland so: (…). Ramona Thommen.
Work, 22.5.2015.
Personen > Thommen Ramona. Stipendien. Work, 22.5.2015.
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22.05.2015 Schweiz
Personen
Work
Marco Maurer
Ramona Thommen
Buchbesprechung
Volltext
Journalist Marco Maurer rechnet ab: „Du bleibst, was du bist“. Er kam von ganz unten und kämpfte sich nach ganz oben: das deutsche Arbeiterkind Marco Maurer. Jetzt hat er ein Buch geschrieben. Angefangen hat alles mit einer Statistik. Der deutsche Journalist Marco Maurer (35) entdeckt die Zahlen bei seiner täglichen Zeitungslektüre: Von 100 Kindern mit Akademikereltern studieren in Deutschland 77. Von 100 Kindern mit Nichtakademikereltern lediglich 23. Maurer zählt zu diesen 23: Seine Mutter ist Coiffeuse, sein Vater Kaminfeger. Ein Arbeiterkind, wie er sich selbst bezeichnet. Nach der Schule lernt er Molkereifachmann. Erst danach holt er das Abitur nach, studiert, wird Journalist. Für das Buch suchte Maurer die Personen auf, die seinen harten Weg nach oben massgeblich geprägt hatten. Die ihm seine Karriere nicht zugetraut hatten. Etwa Herrn Schoch, den ehemaligen Primarschullehrer. Dieser hatte Maurers Mutter einst mitgeteilt, es habe keinen Wert, dass ihr Sohn eine höhere Schule anstrebe. Maurer lässt auch seinesgleichen zu Wort kommen. Andere Arbeiterkinder, die wider alle Ungerechtigkeiten den Aufstieg geschafft haben. Darunter zum Beispiel der deutsche Aussenminister Frank-Walter Steinmeier oder Martin Roth, der Direktor des Victoria und Albert Museum in London. Und die drei sind sich einig: Die Gesellschaft kann und muss allen Menschen die gleichen Chancen eröffnen. So dass es am Schluss nicht mehr heisst, du bleibst, was du bist. Sondern: Du kannst werden, was du willst. (…). Ramona Thommen.
Work, 22.5.2015.
Personen > Thommen Ramona. Marco Maurer. Buchbesprechung. Work, 22.5.2015.
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07.05.2015 Zürich
Personen
Steuern
Work
Ramona Thommen
Erbschaftssteuer
Volltext
„Gleiche Chancen für alle“. Marcel Meili und seine beiden Brüder haben viel geerbt. Gerade deshalb setzen sie sich für eine Erbschaftssteuer ein. Zum Missfallen ihrer Gegner. Der „Gipfel der Verlogenheit“ sei das Engagement der Multimillionärsbrüder Marcel (62), Martin (63) und Daniel Meili (59) für die Erbschaftssteuerinitiative. So höhnte dieser Tage FdP-Präsident Philipp Müller im „Blick“. Seine Entrüstung verrät, wie sehr sich die Gegner einer nationalen Erbschaftssteuer über die Meili-Brüder aufregen. Plötzlich sind es nicht nur Linke und Kleinverdienende, die eine gerechtere Besteuerung von Erbschaften fordern. Plötzlich machen da auch drei Multimillionäre mit. Gegen sie kann FdP-Müller nicht mit dem Totschlag-Argument vom „Sozialneid“ kommen. Die Meili-Brüder haben viel geerbt, sehr viel. Und setzen jetzt 500‘000 bis 700‘000 Franken von ihrem Privatvermögen für eine eigene Ja-Kampagne zur Initiative ein www.meili-erben.ch. (…). Ramona Thommen.
Work online, 7.5.2015.
Personen > Thommen Ramona. Erbschaftssteuer. Kampagne. Work online, 7.5.2015.
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02.04.2015 Collombey
Personen
Tamoil Schweiz AG
Unia Wallis
Ramona Thommen
Betriebsschliessung
Sozialplan
Volltext
Vor dem Ende: Die Tage der Tamoil-Raffinerie in Collombey sind gezählt. Tamoil lenkt endlich ein. Streik bringt Verhandlungen. Der schwer erkämpfte Sozialplan beim libyschen Ölgiganten Tamoil steht. Dieser will seine Raffinerie in Collombey VS schliessen. Volle sieben Treffen hat es gebraucht. Dann war der Sozialplan bei Tamoil doch noch unter Dach und Fach. Der Ölkonzern untersteht der gesetzlichen Sozialplanpflicht, weil er mehr als 250 Personen beschäftigt. 257 Mitarbeitend sind insgesamt von dieser Massenentlassung beim Ölmulti betroffen. Unia-Mann Blaise Carron sagt, „Die Mitarbeitenden sind erleichtert.“ Der Sozialplan sieht Frühpensionierungen ab 60 Jahren vor. Weiter enthält er Abgangsentschädigungen für alle, abgestuft nach Dienstjahren, Alter und Familienstand. Schliesslich gibt es für die Entlassene auch Umschulungshilfen. Anfang Januar hatte der libysche Ölgigant bekanntgegeben, dass der Raffineriebetrieb in Collombey wegen wirtschaftlichen Schwierigkeiten bis mindestens 2017 „unterbrochen“ werde. Die Möglichkeit von Kurzarbeit wollte Tamoil gar nicht erst prüfen. (…).
Ramona Thommen.
Work, 2.4.2015.
Work > Tamoil Schweiz AG. Sozialplan. Betriebsschliessung. Work, 2.4.2015.
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01.04.2015 Genf
Boss AG
Personen
Work
Ramona Thommen
Boss AG
Lohnkürzungen
Volltext
Wechselkurs
Frankenschock: Edelmarke Hugo Boss kürzt Löhne. Ein schlechter Boss. Das Luxuslabel Hugo Boss steht für teure Mode. Und jetzt auch für Lohndrückerei. Der Brief, der Work vorliegt, datiert vom 10. März. Er ging an die rund 15 Mitarbeitenden der beiden Hugo- Boss-Läden in Genf. Das Management des deutschen Luxuslabels teilt darin mit, dass es die Löhne senke, und zwar rückwirkend auf den 1. März. Begründung: der überbewertete Franken. Doch nicht nur das. Die Lohnsenkung soll abhängig vom Wohnort sein. Wer ennet der Grenze in Frankreich wohnt, also alle Grenzgängerinnen und Grenzgänger, bekommt elf Prozent Abzug. Wer in der Schweiz lebt, zwei Prozent. Die Mitarbeitenden waren gehalten, diesen Lohnabbau bis zum 23. März mit ihrer Unterschrift zu akzeptieren. Damit verletzen die Hugo-Boss-Manager das Arbeitsrecht gleich doppelt. Einerseits versäumten sie es, korrekte Änderungskündigungen vorzulegen. Ein Salär darf nicht plötzlich einfach gesenkt werden. Und schon gar nicht rückwirkend. Andererseits ist die ungleiche Behandlung von Einheimischen und Grenzgängern unzulässig. Denn das Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU verbietet eine Diskriminierung aufgrund von Nationalität und Wohnort. (…). Ramona Thommen
Work online, 1.4.2015.
Personen > Thommen Ramona. Boss AG, Lohnkürzungen. Work, 1.4.2015.
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19.03.2015 Schweiz
Jugend
Personen
Work
Ramona Thommen
Interview
Politik
Volltext
Forscher Sandro Cattacin hat es untersucht: „Die Jugendlichen rutschen nach rechts“. Das Bild der unpolitischen Jugend ist falsch. Richtig ist aber, dass Jugendliche konservativer sind als auch schon, sagt Soziologieprofessor Sandro Cattacin. Und er nennt die Gründe. Work: Sandro Cattacin, im Herbst wählt die Schweiz ein neues Parlament. Interessiert das die Jugendlichen? Sandro Cattacin: Entgegen allen Behauptungen kann ich sagen: Jugendliche interessieren und informieren sich über Politik. Sie haben auch eine eigene Meinung dazu. Und wie sieht diese aus? Wir stellen fest, dass viele Jugendliche immer weiter nach rechts rutschen. Lange sind wir Soziologen von der These ausgegangen, je jünger Menschen seien, desto linker wählten sie. Erst mit dem Alter würden sie konservativer. Das trifft heute nicht mehr zu. Beispielsweise sind Berufsschulen wahre SVP-Hochburgen: Dort identifizieren sich rund 41 Prozent der Jugendlichen mit der Rechtspartei. Ihnen steht eine Art „Prolo-Intellektuellen-Koalition“ gegenüber: Die Unausgebildeten und auch die Hochschulabsolventen wählen eher links. Was zieht die Berufsschüler zur SVP? Ich interpretiere es so, dass die Berufsschüler im dualen Bildungssystem stärker unter Druck stehen. (…). Ramona Thommen, Interview.
Work online, 19.3.2015.
Personen > Thomenn Ramona. Jugend. Interview. Sandro Cattacin. Work online, 19.3.2015.
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19.02.2015 Schweiz
Nautilus
Personen
Work
Ramona Thommen
Euro
Löhne
Nautilus
Volltext
Geschasst, weil er seinen Lohn nicht in Euro wollte. Kapitän Ludwig kämpft wie Robin Hood. Das Basler Schifffahrtsunternehmen Viking River Cruises bezahlt neuerdings Löhne in Euro. Zum Kurs von Fr. 1.21. Wer nicht spurt, muss gehen. Kapitän Harald Ludwig grinst vor sich hin, als er im Rheinhafen in Basel zum Termin mit Work eintrifft. „Schiffe», sagt er. „Jetzt kann ich nur noch vor ihnen stehen und nicht mehr darauf.“ Nie hätte der Kapitän gedacht, dass er einmal nicht mehr am Ruder sein würde. Bis vor kurzem noch steuerte er die Kähne des weltweit grössten Flussschifffahrtsunternehmens Viking River Cruises über den Rhein. Über die Elbe. Die Donau. Acht Jahre lang steuerte Ludwig zur Zufriedenheit der Firma. Das zeigen die Beförderungen. Seit Ende Januar ist damit Schluss: Der Kapitän hat die Kündigung erhalten. Per sofort. Die Begründung des Unternehmens: das Vertrauensverhältnis sei zerrüttet. Was ist passiert? Am 15. Januar 2015 tritt Nationalbankchef Thomas Jordan vor die Medien und verkündet die Aufhebung des Euro-Mindestkurses. Nur Minuten zuvor verschickt Viking River Cruises ein E-Mail an seine Angestellten. Und lässt sie wissen, dass per sofort die Löhne in Euro statt in Schweizerfranken ausbezahlt würden. Und zwar zum Dezemberkurs von Fr. 1.21 pro Euro. Damit schiebt das prosperierende Unternehmen das Währungsrisiko auf seine Mitarbeitenden ab. (…). Ramona Thommen.
Work online, 19.2.2015.
Personen > Thommen Ramona. Löhne. Euro. Work online, 19.2.2015.
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06.02.2015 Collombey
Personen
Tamoil Schweiz AG
Work
Ramona Thommen
Betriebsschliessung
Tamoil Schweiz AG
Volltext
Streik bei Tamoil: Hässiges Wallis. Der Ölmulti Tamoil ärgert derzeit das ganze Wallis. Die Firma hatte im Januar überraschend die „vorübergehende“ Schliessung der Raffinerie in Collombey bekanntgegeben. Vermutlich wird diese bis 2017 dauern. Jetzt verweigert Tamoil konstruktive Gespräche mit der Unia und der Regierung. Zwar hat die Firma die Konsultationsfrist um einige Tage verlängert. Doch scheint die Entlassung von insgesamt 270 Mitarbeitenden beschlossene Sache zu sein. Das Unternehmen lässt sich weder auf Kurzarbeit ein, noch bietet es sonst faire Lösungen für die Mitarbeitenden an. Stattdessen stellen die libyschen Besitzer Forderungen: Die Walliser Regierung soll einen Käufer für die Raffinerie finden, und zwar bis Ende März. Ein fast unerreichbares Ziel, will Tamoil doch das dazugehörige profitable Tankstellennetz behalten. Die Mitarbeitenden legten deshalb am vergangenen Mittwoch für zwei Stunden ihre Arbeit nieder, mit grosser Unterstützung der Gewerkschaften und der lokalen Politik. 600 Menschen waren vor Ort. Ganz so billig will man Tamoil nicht aus dem Wallis ziehen lassen. Ramona Thommen.
Work, 6.2.2015.
Work > Tamoil Schweiz AG. Betriebsschliessung. Work, 2015-02-06.
Ganzer Text
23.01.2015 Collombey
Personen
Tamoil Schweiz AG
Work
Ramona Thommen
Betriebsschliessung
Tamoil Schweiz AG
Volltext
Ohne Vorwarnung abgefackelt. Der libysche Ölmulti Tamoil schliesst sein Werk im Wallis. „Vorübergehend“, sagt er. Die Arbeiter setzt der Konzern trotzdem auf die Strasse. Ganz ist die Hiobsbotschaft bei Betriebsarbeiter Régis Michellod (34) noch nicht angekommen. Tamoil stellt den Betrieb in der Raffinerie Collombey VS ein. Angeblich „vorübergehend“». Auf unbestimmte Zeit, heisst es vom Konzern. Und völlig überraschend. Anfang Januar lud ein Personalverantwortlicher von Tamoil zur Mitarbeiterversammlung. Und verlas einige Zeilen, die ihm Verwaltungsrat Nuri Rifaat aufgetragen hatte. Michellod: „Wir rechneten überhaupt nicht damit, dass sie die Raffinerie schliessen.“ Blaue Briefe ab Februar. Rifaat lässt die Belegschaft wissen, dass mit seiner Botschaft gleich auch das Konsultationsverfahren beginne, welches das Gesetz bei Massenentlassungen vorschreibt. Zudem würden Anfang Februar erste Kündigungsbriefe versandt. Wie viele und welche der 238 Mitarbeitenden betroffen sind, darüber schweigt Tamoil eisern. Eric Anchise (58), ein Chemieverfahrenstechniker, sagt: „Ich arbeite seit elf Jahren hier - und hätte mir bei einer solchen Angelegenheit mehr Respekt gewünscht.“ Praktisch zeitgleich informiert der libysche Ölkonzern die Kantonsregierung, die ähnlich überrumpelt reagiert. So sagt CVP-Staatsrat Jean-Michel Cina gegenüber „Schweiz aktuell“: „Wir beharren darauf, dass die Unternehmung uns die Möglichkeit gibt, andere Varianten ins Spiel zu bringen, bevor sie einen solchen definitiven Entscheid fällt.“ (…). Ramona Thommen,
Work online, 23.1.2015.
Personen > Thommen Ramona. Tamoil. Betriebsschliessung. Work online, 23.1.2015
Ganzer Text
18.12.2014 Erlenbach BE
Personen
Pro Senectute
Work
Ramona Thommen
Arbeitsbedingungen
Kündigungen
Volltext
Sie waren Pflegerinnern im Pro-Senectute-Heim Lindenmatte in Erlenbach BE und haben es erlebt: Klima der Angst. Katastrophen-Chefin, Spardruck und ständiger Wechsel beim Personal: In der Lindenmatte weht ein eisiger Wind. Schöne Bescherung für Pflegehelferin Kathrin S.* (46): Als sich Ende November der erste Schnee auf die Wiesen des Niedersimmentals legt, erhält sie die Kündigung. S. arbeitete 21 Jahre im Alters- und Pflegheim Lindenmatte, zuletzt in einem 30-Prozent-Pensum. Eine Nacht pro Woche war sie für das Wohl der Pflegebedürftigen zuständig. Sie brachte ihnen Wasser ans Bett, wenn diese durstig waren. Sie deckte sie zu, brachte Medikamente und schaute, dass sie sich wohl fühlten. S. erzählt: „Ich versuchte, den alten Menschen an diesem fremden Ort ein Zuhause zu geben. Obwohl ich mich selbst nicht wohl fühlte.“ Kein Respekt. Zu viele Wechsel beim Personal, ständiges Arbeiten am Limit, Spardruck, fehlende Wertschätzung - und das alles zu tiefsten Löhnen. S. und ihre Kolleginnen leiden seit Jahren darunter. Von der Heimleitung und der Trägerschaft Pro Senectute Niedersimmental fühlen sie sich nicht ernst genommen, wenn sie mit ihren Problemen vorstellig werden. Deshalb beginnen die Pflegerinnen 2012 sich gewerkschaftlich zusammenzutun. (…). Ramona Thommen.
Work, 18.12.2014.
Personen > Thommen Ramona. Pro Senectute Erlenbach. Work, 19.12.2014.
Ganzer Text
18.12.2014 Erlenbach BE
Personen
Pro Senectute
Work
Ramona Thommen
Arbeitsbedingungen
Direktion
Volltext
Heimleiterin Antener: Eine alte Bekannte. Katharina Antener, die Leiterin des Lindenmatte- Heims, fällt nicht zum ersten Mal negativ auf. Rabiate Methoden, zu viele Wechsel beim Personal, ständiger Druck und Stress: Darüber klagen die Pflegerinnen des Pro-Senectute-Heims Lindenmatte in Erlenbach im Berner Simmental. Mehreren von ihnen kündigte Heimleiterin Katharina Antener, nachdem sie sich für ihre Rechte gewehrt hatten. Es ist nicht das erste Mal, dass Antener negativ auffällt. Ihre Qualitäten als Heimleiterin waren bereits 2003 Gegenstand einer Untersuchung. Damals leitete sie gemeinsam mit Sozialvorsteher Andreas Marfurt gleich zwei Altersheime in Ebikon LU. Der Luzerner Untersuchungsbericht gab Antener schlechte Noten: Fehlende oder veraltete Kontrollinstrumente, schlechte Planung, ungenügende Kommunikation und Information sowie Fehlbesetzungen beim Personal und fehlende oder nicht mehr aktuelle Stellenbeschreibungen, schrieb damals die „Neue Luzerner Zeitung“. Der Mitverantwortliche Marfurt verlor wegen des Berichts sein Ressort, Antener blieb im Amt. Obschon der Bericht aufzeigte, dass sie „für einen Teil der entstandenen Führungsprobleme verantwortlich“ war. Klima der Angst. (…). Ramona Thommen.
Work online, 18.12.2014.
Personen > Thommen Ramona. Pro Senectute Erlenbach. Direktion. Work 18.12.2014.
Ganzer Text
04.12.2014 Schweiz
NZZ
Personen
Work
Ramona Thommen
Betriebsschliessung
Druckerei
Volltext
Schock bei der NZZ. Überraschend schliesst die „Neue Zürcher Zeitung“ ihre Druckerei NZZ Print in Schlieren ZH. Bei der „alten Tante“ weht jetzt der Sanierer-Geist von McKinsey. Damit hatte niemand gerechnet: Die „Neue Zürcher Zeitung“ will auf Ende Juni 2015 ihre Druckerei in Schlieren schliessen. Rund 125 Angestellte verlieren ihren Job. NZZ-CEO Veit Dengler rechtfertigte den Entscheid mit ungenügender Auslastung und anstehenden Investitionen. Diese Begründung stösst auf Unverständnis: bei den Druckern, den Redaktionen, den Aktionären - und auch bei Swatch-Chef Nick Hayek. Gegenüber Work sagt er: „Das riecht doch stark nach McKinseys kurzfristigen Kostenoptimierungsmethoden.“ Klar ist: Die Printbranche schrumpft. Etliche Druckereien mussten in den vergangenen Jahren schliessen. Wer es bis heute geschafft hat, überlebt. So dachten zumindest die Branchenkenner. Aber auch sie wurden vom Aus überrascht. Vor allem, weil NZZ-Print laut Insidern mit dem Druck der eigenen Blätter sowie mit Aufträgen von Dritten durchaus rentabel ist. Wertvolle Immobilie. Die betroffenen Drucker sind konsterniert. Aber sie sind entschlossen, für ihren Job zu kämpfen. (…). Ramona Thommen.
Work online, 4.12.2014.
Personen > Thommen Ramona. NZZ. Druckerei. Work online, 2014-12-04.
Ganzer Text
20.11.2014 Schweiz
Gewerbeverband
Personen
Work
Marco Geissbühler
Ramona Thommen
Pauschalbesteuerung
Steuerhinterziehung
Volltext
Der Pauschalsteuer-Filz. Sie sind die dicken Profiteure der ungerechtesten Schweizer Steuer: die Milliardärsschlepper, ihre Politiker und PR-Agenturen. Das Who ist who. Im Abstimmungskampf spielen sich bizarre Szenen ab. Etwa dann, wenn bürgerliche Politiker unter der Ägide des Schweizerischen Gewerbeverbandes an einem nebligen Novembernachmittag auf dem Bundesplatz demonstrieren. Gegen die Abschaffung der Pauschalsteuer. Sie reden von „Solidarität mit Berggebieten“ und „Büezern“, die ihren Job verlieren, wenn die Initiative „Schluss mit den Steuerprivilegien für Millionäre“ am 30. November durchkommt. Beste Kontakte. Einer der Redner an jenem nebligen Novembernachmittag ist Lorenz Hess, Nationalrat, Vizepräsident der BDP und: Berater bei Furrer Hugi & Partner. Die Agentur kommuniziert nach eigenen Angaben für den Rohstoffmulti Glencore, ebenso für SRG, Post und Swisscom. Furrer Hugi & Partner pflegen beste Kontakte in die Polit- und Wirtschaftsszene. Mehrere Mitarbeitende haben uneingeschränkten Zugang zum Bundeshaus, dank exklusiven Zutrittskarten der Parlamentarier Ruedi Noser (FdP), Hannes Germann (SVP) und auch Barbara Schmid-Federer (CVP). Claudine Esseiva, die Generalsekretärin der FdP-Frauen, ist Beraterin bei der Agentur. (…). Marco Geissbühler, Ramona Thommen.
Work online, 20.11.2014.
Personen > Thommen Ramona. Pauschalbesteuerung. Gewerbeverband. Work, 20.11.2014.
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20.11.2014 Freiburg
Pavatex AG
Personen
Work
Ramona Thommen
Betriebsschliessung
Pavatex AG
Volltext
Sie gaben alles - bleibt ihnen nichts? Kurz vor dem Advent durchleben 45 Mitarbeiter der Pavatex einen Albtraum. Sie verlieren nicht nur ihre Arbeit, sondern auch eine Heimat. Als die Pavatex-Mitarbeitenden, flankiert von rund 500 Personen, bei einer Solidaritätsdemo durch die Stadt Freiburg ziehen, leuchten ihnen Fackeln den Weg. Zumindest für kurze Zeit. Seit Ende Oktober befinden sie sich in einem Schwebezustand, irgendwo zwischen Hoffnung, Kampfgeist und völliger Verzweiflung. Damals verkündete Pavatex-CEO Martin Brettenthaler (44) die Schliessung der Fabrik in Freiburg. Ab Ende November soll die Produktion kontinuierlich zurückgefahren werden. Ein Angestellter nach dem anderen wird auf die Strasse gestellt. Einen Sozialplan will Brettenthaler nicht. Einseitige Loyalität. Die Pavatex-Angestellten arbeiten durchschnittlich seit 15 Jahren in der Fabrik. Einer von ihnen ist Giorgio* (63), zehn Dienstjahre. Wenn er spricht, lächelt er, doch seine Augen sind leer und ungläubig: „Ich weiss überhaupt nicht mehr, wo mir der Kopf steht“. Da ist die ständige Sorge darum, für die zwei Jahre bis zur Pensionierung noch eine Stelle zu finden. Und die Enttäuschung über das Verhalten von Chef Brettenthaler. „Als es 2010 hiess, man müsse unsere Löhne senken, um Kosten einzusparen, da willigten wir ein“, erzählt Giorgio. (…). Ramona Thommen.
Work online, 20.11.2014.
Personen > Thommen Ramona. Pavatex AG. Betriebsschliessung. Work, 20.11.2014.
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07.11.2014 Bern
Olten
Zürich
Bretzelkönig AG
Personen
Work
Ramona Thommen
Bretzelkönig AG
Überwachung
Volltext
Neue Fälle aufgedeckt. Kameras beim Brezelkönig. Die Mitarbeiter des Brezelkönig-Standes in der Berner Bahnhofsunterführung können aufatmen: Filialleiter A.R.* hat die drei Kameras entfernt, mit denen er seine Angestellten „einschüchtern“ wollte. Work hatte den Überwachungsskandal publik gemacht. Die Unia hatte ihn beim Berner Arbeitsinspektorat angezeigt. Denn: Überwachung von Arbeitnehmenden am Arbeitsplatz ist illegal. Im zweiten Fall, den Work ebenfalls aufdeckte, im Brezelkönig am Zürcher Bahnhof Stadelhofen, hängt die Kamera von Filialleiter I.S* noch immer an der Decke. Entgegen der Behauptung von Brezelkönig-Inhaberin Valora sind die Filialen in Bern und Zürich keine Einzelfälle. Das zeigen Recherchen der „Schweiz am Sonntag“. Auch die Angestellten der Winterthurer Filiale werden mit drei Kameras überwacht, diejenigen am Basler Bahnhof mit zwei. In den Filialen in Olten und Genf hängt je eine. (…). Ramona Thommen.
Work, 7.11.2014.
Personen > Thommen Ramona. Bretzelkönig AG. Überwachung. Work, 7.11.2014.
Ganzer Text
06.11.2014 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
Work
Niklaus Scherr
Ramona Thommen
Initiativen Schweiz
Interview
Pauschalbesteuerung
Volltext
Die Abschaffung der Pauschalsteuer am 3. November wäre der bisher grösste Coup von Linkspolitiker Niklaus Scherr (70). Lustvolle Bonze-Bsüechli. Seit acht Jahren kämpft „Niggi“ Scherr für die Abschaffung der Steuerprivilegien für reiche Ausländer. Und das mit Erfolg. Als Niklaus Scherr im Büro der Alternativen Liste von seiner politischen Karriere erzählen soll, übertönt das Blubbern und Zischen des Wasserkochers fast seine Stimme. An diesem Herbstnachmittag mitten im Zürcher Kreis 4 scheint es, als fehle dem 70jährigen die Kraft zum Sprechen. Anstrengend und ermüdend waren die vergangenen Wochen, „ermüdender als gedacht“, sagt Scherr. Immer wieder erhob er seine Stimme, um sich national Gehör zu verschaffen für „seine“ Initiative „Schluss mit den Steuerprivilegien für Millionäre“, für die Abschaffung der Pauschalbesteuerung. Verfolgt wurde er dabei von Journalisten-Augen, die alles über diesen David wissen wollten, der den milliardenschweren ausländischen Goliaths Gerechtigkeit beibringen will. Die Goliaths - das sind Wiktor Wekselberg (geschätztes Vermögen: 12 bis 13 Milliarden Franken) oder Gennadi Timtschenko (9 bis 10 Milliarden), zwei der rund 5600 Pauschalbesteuerten in der Schweiz. Scherr sagt: „Eine Initiative zu bewerben kommt heute einem persönlichen Wahlkampf gleich. Diese Intensität war mir nicht bewusst.“ (…). Ramona Thommen.
Work online, 6.11.2014.
Personen > Scherr Niklaus. Pauschalbesteuerung. Initiative. Work, 6.11.2014.
Ganzer Text
23.10.2014 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Ramona Thommen
Redaktion
Volltext
Unheimliche Patrioten. Editorial von Marie-Josée Kuhn, Chefredaktorin Work, 23.10.2014. Seit SVP-Chef Toni Brunner die Wiedereinführung des Saisonnierstatuts verlangt hat, ist für die Gewerkschaften klar: Die Geschichte darf sich nicht wiederholen. Nicht schon wieder Baracken, Fremdenhass und versteckte Kinder. Nicht schon wieder ein Zuwanderungsregime, das die Arbeitnehmenden in zwei Klassen teilt. Die Saisonniers: Ihre Stelle durften sie nicht wechseln und ihre Familien nicht mitnehmen. Sie sollten die Dreckarbeit machen, aber bleiben durften sie nicht. Wir nannten sie Gastarbeiter - und steckten sie in erbärmliche Baracken. So eine Baracke wird ab dem 7. November auf dem Berner Waisenhausplatz zu besichtigen sein. (…). In eigener Sache. Wir freuen uns, die junge Zürcher Journalistin Ramona Thommen als neue Work-Redaktorin begrüssen zu dürfen. Sie stösst von der „Schweizer Illustrierten“ und dem „Magazin“ zu uns. In dieser Ausgabe hat sie beim Brezelkönig recherchiert - und skandalöse Überwachungsmethoden gefunden. Marie-Josée Kuhn.
Work online, 23.10.2014.
Personen > Thommen Ramona. Redaktion Work. Work, 23.10.2014.
Ganzer Text
23.10.2014 Schweiz
Personen
Work
Ramona Thommen
Ecopop-Initiative
Volltext
Ein Ja zu Ecopop würde der AHV schaden. Eine Annahme der Ecopop-Initiative am 30. November würde ein Riesenloch in die AHV reissen. Nicht nur das: Die Abschottung macht uns auch sonst ärmer. 1. Ein Ja zu Ecopop hätte ein 3-Milliarden-Loch in der AHV zur Folge. Und auch die anderen sozialen Sicherheiten nähmen massiv Schaden. Der Grund ist einfach: Die inländische Bevölkerung wird älter, die Sozialwerke profitieren stark von der zuwandernden, jüngeren und aktiven Bevölkerung. 2. Ecopop macht die Migranten zu Sündenböcken für Umweltprobleme. Sie fordert die radikale Begrenzung der ständigen ausländischen Wohnbevölkerung. Aber sie lässt Grenzgängerinnen und Kurzaufenthalter zu. Der Grenzverkehr nähme bei einer Annahme der Initiative zu - keine sonderlich grüne Idee. 3. Es gäbe nicht weniger Ausländerinnen und Ausländer in der Schweiz, sondern mehr mit weniger Rechten. Ecopop führt zu Lohndumping, Illegalität und Schwarzarbeit. 4. Durch Ecopop würden die bilateralen Verträge mit der EU fallen, also auch das Freizügigkeitsabkommen. Das bedeutet die Rückkehr zu Verhältnissen wie unter dem Saisonnierstatut. (…). Ramon Thommen.
Work online, 23.10.2014.
Personen > Thommen Ramona. Ecopop-Initiative. Work, 23.10.2014.
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23.10.2014 Bern
Zürich
Bretzelkönig AG
Personen
Work
Ramona Thommen
Bretzelkönig AG
Überwachung
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Big Brezelkönig is watching you. Drei Kameras filmen in der Brezelkönig- Filiale im Berner Hauptbahnhof die Mitarbeitenden. Das ist kein Einzelfall. Der Geruch von frischem Brot lockt täglich Hunderte Pendlerinnen und Pendler an: Der Brezelkönig in der Berner Bahnhofsunterführung verführt mit Laugensandwiches und Butterbrezeln. Es ist eine von 38 Filialen in der Schweiz. Der Hefeduft ist ein Erfolgsrezept, das vor allem die Inhaber und die hungrigen Mäuler der Kunden befriedigt, nicht aber Verkäufer wie Blerim F. Steht er am Tresen, wachen drei Videokameras über ihn. Sucht er das Rückgeld aus der Kasse, ordnet er die Sandwiches in der Vitrine neu an - kann Blerim F. von seinem Vorgesetzten beobachtet und kontrolliert werden. Keine Ecke, kein Winkel bleibt unüberwacht. Das zumindest sollen die Mitarbeitenden glauben. Filialleiter A.R. erklärt gegenüber Work: „Ich habe die Kameras aufgehängt, um meine Angestellten einzuschüchtern. Sie sind noch nicht eingeschaltet, aber das weiss niemand.“ Überwachung oder die Androhung von Überwachung verstossen gegen mehrere Gesetze. Video- und Audiosysteme dürfen nicht dafür eingesetzt werden, um das Verhalten der Arbeitnehmenden am Arbeitsplatz zu überprüfen. Erst recht nicht rund um die Uhr. (…). Ramona Thommen.
Work online, 23.10.2014.
Personen > Thommen Ramona. Bretzelkönig AG. Überwachung. Work, 23.10.2014.
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19.09.2014 Zürich
Personen
Unia Zürich
Ramona Thommen
Hausfriedensbruch
Prozess
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Ein Urteil aus Zürich weist den Weg. Richterin sagt: Unia darf auf die Baustellen. Das Bezirksgericht Bülach ZH gab fünf Gewerkschaftern recht. Trotz Hausverbot hatten sie durch Baustellenbesuche einen schweren Fall von Lohndumping aufgedeckt. Werner Stoller Kess im Frühling 2011 sein Hotel am Zürcher Albisriederplatz renovieren. Die Bauarbeiter aus Ungarn, angestellt von der Firma Marafels, arbeiteten für 4500 Franken brutto. Angeblich. Tatsächlich. erhielten sie 2000 Franken netto, wie die Unia durch Baustellenbesuche herausfand. Hotelier Stoller passten diese Besuche nicht. Der Ex-SVPler, der 1992 aus dem Zürcher Kantonsrat flog, unter anderem, weil er bewaffnet zu Sitzungen erschienen war, erteilte ein Hausverbot. Doch das schreckte die Unia-Leute nicht. Es ging um korrekte Löhne und das grundsätzliche Recht, als Gewerkschaft für die Arbeitenden einzustehen. Stoller und zwei weitere Bauherren zeigten sie wegen Hausfriedensbruchs an. Jetzt spricht das Bezirksgericht Bülach alle fünf Unia-Angeklagten frei: Es sei deren Aufgabe, Missstände aufzudecken, so die Richterin. Das sei nur mit Baustellenbesuchen möglich. Stoller zieht das Urteil weiter. (…). Ramona Thommen.
Work, 19.9.2014.
Unia Schweiz > Hausfriedensbruch. Prozess. Work, 2014-09-19.
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19.09.2014 Mühleberg
BKW
Personen
Unia Region Bern
Work
Christian Gusset
Ramona Thommen
Entlassungen
Sozialplan
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Harte Umbaustrategie bei den Barnischen Kraftwerken (BKW), doch: Gewerkschaften verhindern 162 Entlassungen. Die Bernischen Kraftwerke (BKW) strichen 200 Stellen. Doch Unia und VPOD konnten Massenentlassungen abwenden. „Fit 2“ heisst ein Sparprogramm, mit dem der Berner Energiekonzern BKW seit dem Jahr 2011 jährlich rund 80 Millionen Franken einspart. Auf Kosten der Belegschaft: Die BKW opferten mehr als 200 Arbeitsplätze der höheren Rentabilität. Immerhin: Unia und VPOD intervenierten und setzten einen guten Sozialplan durch, mit langen Übergangsfristen, Frühpensionierungen und Möglichkeiten zur Umschulung. Jetzt bekamen im Rahmen von „Fit 2“ 38 Mitarbeitende den blauen Brief. Für 162 BKW-Leute fand sich eine bessere Lösung. Christian Gusset, in der Unia für die BKW-Verhandlungen verantwortlich, sagt: „Entlassungen akzeptieren wir bei gutgehenden Unternehmen grundsätzlich nicht. Aber das Ergebnis zeigt immerhin, wie wichtig ein guter Sozialplan für die Betroffenen sein kann.“ (…). Ramona Thommen.
Work, 19.9.2014.
Work > BKW. Entlassungen. Work, 2014-09-19.
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05.09.2014 Bern
Lolipop
Personen
Work
Ramona Thommen
Arbeitsbedingungen
Lolipop
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Knusper, knusper, Knäuschen... Wer knuspert an meinem Häuschen? Alexandra Bisaz (36) wurde als Königin der Schleckereien gefeiert. Jetzt bröckelt der Zuckerguss ihres Imperiums. Es begann vielversprechend. 1998 eröffneten Alexandra Bisaz und ihre Geschäftspartnerin Nicole Reolon im Zürcher Niederdorf einen Süsswarenladen. Da waren sie schon mit anderen Projekten gescheitert. Bisaz etwa mit einem Glaceladen auf den Kanaren. Doch den Traum von der Selbständigkeit wollten sie nicht begraben. Im Niederdorf profitierten die beiden Unternehmerinnen von der hohen Fussgängerfrequenz. Und von ihrem klaren Konzept, nur kleine Schleckereien zu verkaufen. Zu satten Kilopreisen. Lolipop-Ladies. Fortan gaben sie Interviews und erzählten von den Startschwierigkeiten. Von damals, als sie Telefonbücher verbrannten, weil sie die Heizkosten nicht bezahlen konnten. Sie wünschten, als Lolipop- statt Business-Ladies bezeichnet zu werden. Ihr Glaube an die Tellerwäscherkarriere. ihr Mut und der Erfolg verhalfen Bisaz und Reolon 2007 zum Swiss Economic Award und zu 25‘000 Franken Preisgeld. Plus höhere Bekanntheit, mehr Wachstum, mehr Gewinn. (…).
Ramona Thommen.
Work, 5.9.2014.
Work > Lolipop. Arbeitsbedingungen. Work, 2014-09-05.
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