Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 34

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04.04.2018 Lugano
NLM Lugano
Personen
SEV Schweiz
Peter Anliker
Fahrplan
NLM Lugano
Volltext
Der Betrieb beginnt wieder, der Kampf ist noch nicht vorbei. Konsortium für die Schifffahrt auf den Tessiner Seen nimmt den Betrieb auf. Endlich wieder Arbeit für die Schiffsleute des Lago Maggiore. Mit dreimonatiger Verspätung ist das neue Konsortium der Schiffsbetriebe von Langensee (NLM) und Luganersee (SNL) unter Leitung der SNL am Palmsonntag auf dem Langensee doch noch gestartet. Etwa 20 der ursprünglich 32 Ex-Angestellten der NLM sind weiter dabei, die andern orientieren sich beruflich neu. Die Gewerkschaften wollen mit der SNL möglichst bald einen GAV aushandeln. Es war kein Beginn mit Korkenknallen. Und es begann mit den gleichen Schiffen, die in den letzten Jahren oft genug kritisiert worden waren, und mit einem reduzierten statt einem ausgebauten Angebot. Garantiert ist im Moment nur die Verbindung Locarno–Magadino, aber nicht diejenige zu den Brissago-Inseln. In Eile hatte das Konsortium die ehemaligen NLM-Mitarbeitenden noch ärztlich untersuchen lassen. Und einer hat zum Dienstbeginn noch keine Uniform… Zwar war im letzten Moment noch Mass genommen worden, aber die Lieferung hatte nicht mehr rechtzeitig geklappt. Doch jetzt wollen wir starten, die Segel setzen und den Betrieb entwickeln. Allerdings wird es laut SNL-Sprecher Davide Bartolini seine Zeit dauern, bis im Schweizer Seebecken wieder alle bisherigen Leistungen gefahren werden. Obwohl für den Aufbau des Konsortiums genügend Zeit zur Verfügung stand seit dem Ende des Streiks im letzten Sommer. (…).
Angelo Stroppini, Peter Anliker.
SEV > NLM. Fahrpläne. SEV, 2018-04-04.
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21.11.2017 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Peter Anliker
Vivian Bologna
GAV
SBB
Volltext
„Der GAV SBB, unser Leitstern“ Die Verhandlungen über den GAV SBB/SBB Cargo standen im Zentrum der Vorstandssitzung vom 17. November. Dem wichtigsten Geschäft des SEV im nächsten Jahr ist auch unser Edito gewidmet. Der Leiter der Verhandlungsdelegation GAV SBB/SBB Cargo, Manuel Avallone, rief in Erinnerung, dass der SEV im Moment in der Fläche unterwegs ist, um das Personal für die GAV-Verhandlungen des nächsten Jahres zu sensibilisieren: „Diese Präsenz in der Fläche kommt bei den Angestellten sehr gut an. Die von uns überbrachte Botschaft ist dabei klar: Der GAV fällt nicht vom Himmel.“ Manuel Avallone erinnerte daran, dass es nicht in Frage kommt, zwei verschiedene GAV für SBB und SBB Cargo zu verhandeln. Präsident Giorgio Tuti haute in die gleiche Kerbe, indem er die Wichtigkeit des GAV SBB/SBB Cargo mit diesen Worten charakterisierte: „Er ist der Leitstern unserer Vertragspolitik. Wir müssen alle für dieses Dossier mobilisieren, das unser Thema Nummer eins im Jahr 2018 sein wird. Vom Personal des SEV über die Unterverbände bis zu den Sektionen müssen wir alle Kräfte für diese überaus wichtigen Verhandlungen bündeln, denn sie beeinflussen die GAV in andern Transportunternehmungen.“ Gilbert D’Alessandro, Präsident des Unterverbandes VPT, sekundierte: „Bei den Transports publics fribourgeois werden wir den GAV 2020 verhandeln. Der Tenor des GAV SBB spielt dabei eine extrem wichtige Rolle. Der VPT ist deshalb absolut solidarisch mit den SBB-Verbänden und (…). Vivian Bologna, Peter Anliker.
SEV, 21.11.2017.
SEV > SBB. GAV. SEV. 2017-11-21.
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12.10.2017 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Peter Anliker
Interview
Rechtsschutz
Volltext
René Windlin geht in Pension,Wossen Aregay stösst neu zum Rechtsschutz-Team. Immer im Fokus: das Recht der Kolleg/innen. Nach vierzig Jahren Tätigkeit im Bereich des öffentlichen Verkehrs geht René Windlin, der seit elf Jahren im Rechtsschutzteam des SEV arbeitet, in Pension. An seiner Stelle neu im Zentralsekretariat tätig ist Wossen Aregay – ein Jurist ebenso wie ein überzeugter Gewerkschafter. René, du arbeitest seit 2006 beim SEV. Was hast du vorher gemacht? Angefangen habe ich 1977 als Betriebsdisponent bei der SBB. Ich habe mich nach den Lehr- und Wanderjahren bei der SBB schon bald – zuerst noch bei den Kreisdirektionen Luzern und Zürich und alsdann im Konzern an mehreren Stellen – mit arbeitsrechtlichen Fragen befasst. Das Jahr 1977 führt schon zu einer ersten Parallele zu dir, Wossen… Ja, in diesem Jahr habe ich „auf der Erde angefangen“, es ist mein Geburtsjahr. Nach meinem Jura-Studium habe ich zuerst meine Dissertation geschrieben, was einige Zeit in Anspruch genommen hat. Mein Anwaltspraktikum habe ich in einer Kanzlei gemacht, in der Vertrauensanwälte der UNIA arbeiten. In diesem Rahmen konnte ich alle zwei Wochen in Biel einen Nachmittag Rechtsberatung zu einfachen arbeitsrechtlichen Fragen geben. Das hat mir gefallen und es hat mein Interesse für die Gewerkschaft geweckt. Der Kontakt mit den Mitgliedern, das Menschliche – ich habe gemerkt, dass ich mit den im Studium erworbenen Kenntnissen etwas bewirken konnte. Nach dem Praktikum habe ich dann (…). Peter Anliker.
SEV, kontakt.sev. 10.12.2017.
SEV > Rechtsschutz. SEV, 2017-10-12.
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11.07.2017 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
SOB Südostbahn
Peter Anliker
Kooperation
SBB
SOB Südostbahn
Volltext
Die SBB und die SOB einigen sich auf eine Kooperation im Fernverkehr. So geht das: Kooperation statt Konkurrenz. Was der SEV fordert, wird umgesetzt: SBB und SOB finden sich beim Betrieb von Fernverkehrslinien zu einer Zusammenarbeit, anstatt sich zu bekämpfen. „Giorgio Tuti eröffnete den Kongress mit einem Appell an SBB, SOB und BLS, zur Fernverkehrskonzession eine Einigung zu finden“: So stand es in der Nummer 09/2017 dieser Zeitung. Letzten Donnerstag traten nun die Spitzen von SBB und SOB, angeführt von Andreas Meyer, CEO SBB, und Thomas Küchler, CEO SOB, in einer kurzfristig anberaumten Medienkonferenz strahlend vor die Journalist/innen und verkündeten, dass sie in der sportlichen Frist von vier Monaten eine mögliche Form der Kooperation gefunden haben. Zwei neue SOB-Linien. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Südostbahn (SOB) zwei neu zu schaffende Linien im Auftrag der SBB betreiben wird: einen Interregio (IR) von Zürich/Basel über die Gotthard-Panoramastrecke (Bergstrecke) nach Locarno und/ oder Lugano sowie einen IR Chur-Zürich-Bern. Für die beiden Linien wird die SOB voll verantwortlich sein, das Rollmaterial (analog heutiger Voralpenexpress) beschaffen und instandhalten, Lok- und Zugpersonal bereitstellen und die Linien vermarkten. Vorteile für Reisende und EVU. Die Kooperation soll einen „Kundennutzen“ bringen, indem neue Direktverbindungen mit komfortablem Rollmaterial geschaffen werden. In den Zügen, von denen „ein grosser Teil“ durch Zugpersonal (…). Peter Anliker.
SEV kontakt.sev, 11.7.2017.
SEV > SBB. Kooperation. SEV, 2017-07-11.
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16.05.2017 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Peter Anliker
Betriebsunfälle
Volltext
Die Sonnenseite des Berufs – Personenunfälle sind eine Belastung. Erfolgreiche Zusammenarbeit von Personalkommission und Gewerkschaft. Beispielhafte Zusammenarbeit. Ein Personenunfall ist für das betroffene Personal sehr belastend. Das Bahnunternehmen muss seine Leute unterstützen. Allen Anstrengungen zum Trotz lassen sich Personenunfälle bei der Bahn nicht vollständig eliminieren. Während die Passagiere des betroffenen Zuges oft vom Unfall gar nichts mitbekommen und lediglich von den entstehenden Verspätungen und Zugausfällen betroffen sind, geht ein solcher Personenunfall dem Personal auf dem Zug «an die Nieren». Das leuchtet wohl allen ein. Und zwar ist nicht nur das Lokpersonal von den psychischen Auswirkungen betroffen, sondern auch das Zugpersonal, das die ersten Abklärungen über die Unfallursache vornehmen muss und deshalb oft das Unfallopfer sehen muss. Nicht weiter erstaunlich, wenn die betroffenen Kolleg/innen einige Tage krankheitsbedingt fehlen. Was aber die Folgen dieser Krankheitstage angeht, gab es seit einigen Jahren eine stossende Ungleichbehandlung: Dem Lokpersonal werden nämlich bis zu drei Krankheitstage infolge eines Personenunfalls nicht für die Kürzung der Ruhe- und Ausgleichstage sowie Ferien (gemäss Artikel 77 GAV SBB) angerechnet. Dies wurde an einer KooGAV-Sitzung im August 2013 so entschieden. Das Zugpersonal dagegen, das von Personenunfällen wie dargelegt gleichermassen betroffen ist, konnte von dieser Regelung bisher nicht profitieren. (…). Peter Anliker,
SEV, 16.5.2017.
SEV > Personenunfälle. SEV, 2017-05-16.
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16.11.2016 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Peter Anliker
Pedro Lenz
Interview
SBB
Volltext
Der Schriftsteller Pedro Lenz wehrt sich gegen Entmenschlichung und Geisterbahnhöfe. „Die Bahn hält die Schweiz zusammen“. Pedro Lenz ist kein Nostalgiker, aber in der heutigen Zeit gibt es für ihn zuwenig soziale Kontakte. Gerade auch bei der Bahn gibt es zuwenig Menschen und zuviel Automaten, Gedränge statt Zusammensein. kontakt.sev: Pedro Lenz, Sie touren gegenwärtig zusammen mit Ihrem Bühnenpartner Christian Brantschen auf der „Fanny-Tour“ durch die ganze Deutschschweiz und reisen für Lesungen aus Ihrem neuen Roman sogar ins nahe Ausland. Fahren Sie da mit dem Auto oder nehmen Sie den Zug? Wann immer möglich fahre ich mit dem öV; aus mehreren Gründen: ich muss oft um vier oder fünf Uhr nachmittags los, da sind die Autobahnen verstopft. Und wenn ich dann einen Abend lang konzentriert gelesen habe, bin ich froh, wenn beim Heimfahren ein anderer für mich denkt. Ich fahre auch nicht so gern selber. Nur wenn ich viel Material mitschleppen muss oder nach der Lesung sonst kaum noch wegkomme, nehme ich das Auto. Dann müssten Sie ja mit dem, was Ihnen die Bahn bietet, eigentlich zufrieden sein. Trotzdem gelten Sie eher als SBB-Kritiker. In einer Kolumne haben Sie kürzlich deutliche Worte gewählt [siehe Box «Zitat»]. Ist es wirklich so schlimm mit der Entmenschlichung? Man muss differenzieren. Es gibt zunehmend Probleme, dass eine Lok auf der Strecke steckenbleibt. Da frage ich, ob das daher kommt, dass es zuwenig Leute gibt, die die Loks warten. Ich sehe, dass die Leute ungeduldig werden, sie beginnen die Angestellten zu beschimpfen. Der Kondukteur muss funken, informiert: (…). Die Fragen stellte Peter Anliker
SEV, 16.11.2016.
Personen > Lenz Pedro. Interview. SEV, 2016-11-16.
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28.09.2016 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Peter Anliker
Berufsbildung
SBB
Volltext
Petition für die Anerkennung der spezifischen Berufserfahrung bei der SBB. Für ein gutes Sowohl-als-auch. Verkommen Teile der SBB zur „akademischen Wüste“, in der das Uni-Abschlusszeugnis mehr gilt als die Erfahrung? „Immer häufiger, so ist unsere Wahrnehmung, wird Eisenbahn-Knowhow bei der SBB durch akademisches Wissen ersetzt.“: So stand es in der Einladung zur Feierabendveranstaltung, an der der Unterverband AS seine Resolution vom letzten SEV-Kongress an Markus Jordi, Leiter HR SBB, übergeben wollte. Freilich blieb es nicht bei der förmlichen Übergabe der Resolution, Jordi liess es sich nicht nehmen, in einem ausführlichen, mit viel Zahlenmaterial gespickten Referat darzustellen, dass die Nicht-Akademiker/innen, also Leute, die weder eine Uni noch eine Fachhochschule absolviert haben, bei der SBB weiterhin das Gros der Beschäftigten ausmachen. Dies solle auch in Zukunft so bleiben, meinte Jordi, ausser in einigen Bereichen, wo die akademische Bildung eine Voraussetzung oder sogar eine gesetzliche Pflicht zur Berufsausübung sei. SEV-Vizepräsident Manuel Avallone hielt mit praktischen Beispielen dagegen. Kolleg/innen ergänzten: „Für die Stelle, die ich jetzt habe, könnte ich mich heute nicht mehr bewerben, da ich die offenbar nötigen Ausweise gar nicht besitze“, wurde etwa gesagt.(…). Peter Anliker.
SEV, kontakt, 28.9.2016.
Personen > Anliker Peter. Berufsbildung. SBB. SEV, 2016-09-28.
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27.07.2016 Neuenburg
Personen
Schifffahrt
SEV Schweiz
Peter Anliker
Vivian Bologna
Finanzen
Schifffahrt
Volltext
Schifffahrt auf dem Neuenburger- und Murtensee LNM. Die LNM kreuzt momentan in trüben Gewässern. Ein Artikel im L’Express/L’Impartial vom 1. Juli führte zum Eklat. Ausgehend von den schwer defizitären Zahlen der LNM des letzten Jahres, waren es die Vorstellungen von VR-Präsident Olivier Arni und von Direktor Jean-Jacques Wenger, die den SEV zur schriftlichen Reaktion - mit Kopie an die Presse - bewogen. „Wir haben der Presse entnommen, dass die LNM in einer Phase der tiefgreifenden Veränderungen ist und in der letzten Kurve auf die Strategie 2022, die den Aktionären Anfang 2017 präsentiert werden soll. Das Personal befürchtet, am Schluss vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Deshalb fordert es ein Treffen mit dem VR-Präsidenten am Ende der Schifffahrtssaison“, erklärt SEV-Gewerkschaftssekretär Jean-Pierre Etique, der die entsprechende Forderung am 4. Juli an Olivier Arni gesandt hat. Die 21 Angestellten fordern insbesondere Garantien zur Zukunft des Unternehmens und ihrer Arbeitsplätze. Die Strategie 2022 der LNM muss das Personal einschliessen und zu einem Resultat führen, das die heutigen Arbeitsplätze in der Region sichert. Das Personal wird keine Auslagerungen hinnehmen. Olivier Arni hat Jean-Pierre Etique am 11. Juli geantwortet. Er gibt sich beruhigend: „Die Strategie 2022 wird den Aktionären anlässlich einer ausserordentlichen GV Anfang 2017 präsentiert. Es ist klar, dass die Strategie vorgängig dem Personal unserer Unternehmung präsentiert werden wird, denn ohne dieses können wir ganz einfach die Leistungen an unsere Kunden nicht in der gewünschten Qualität erbringen.“ (…). Vivian Bologna, Peter Anliker.
SEV, 27.7.2016.
Personen > Bologna Vivian. Schifffahrt. Neuenburgersee. SEV, 2016-07-27.
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27.07.2016 Schweiz
BLS
Personen
SEV Schweiz
Peter Anliker
BLS
Vertragsverhandlungen
Volltext
Schwierige GAV-Verhandlungen bei der BLS mit vorläufigem Abschluss. Zum Reden braucht es zwei. In der Literatur gibt es zwar berühmte Monologe, doch GAV-Verhandlungen können nur mit einem Dialog gelingen. Fahrt durch die Dunkelheit: der Weg des GAV BLS? Dies zeigte sich auch bei den Verhandlungen zur Weiterentwicklung des GAV BLS. Schon 2014 hatte die BLS mit internen Vorarbeiten für ein neues Lohnsystem begonnen. Im Februar 2015 begannen dann die eigentlichen GAV-Verhandlungen, in denen sich rasch zeigte, dass die BLS den bestehenden GAV demontieren oder aushebeln wollte. Als die BLS im April 2015 „Personalmassnahmen“ verhandeln wollte, weil die Frankenstärke ein Defizit von zehn Millionen Franken erwarten lasse, wurden die GAV-Verhandlungen sistiert. Der SEV organisierte eine Vollversammlung des Personals. Man fragte sich: Warum sollten der Regionalverkehr, der Schiffsbetrieb, der Autoverlad unter dem starken Franken leiden? Die BLS verzichtete anschliessend auf ihre Forderungen, und man traf sich erst im November 2015 wieder. Zweiter Anlauf. Im Januar 2016 begannen die Verhandlungen erneut. Die Arbeitgeberseite wollte auf Biegen und Brechen das neue Lohnsystem durchbringen. Auf die meisten der ursprünglich rund 60 Forderungen verzichtete sie. Die Gewerkschaften, die mit rund 20 Forderungen angetreten waren, waren ebenfalls zu Abstrichen bereit, aber das Lohnsystem ohne substanzielle Anpassungen und Kompensationen anzunehmen, kam nicht infrage. Der gute Jahresabschluss 2015 der BLS – sämtliche Geschäftsbereiche schlossen mit Gewinn ab! – zeigte, (…). Peter Anliker.
SEV, 27.7.2016.
Personen > Anliker Peter. GAV-Verhandlungen BLS. SEV, 2016-07-27.
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15.06.2016 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Peter Anliker
Vivian Bologna
Petition
SBB
Volltext
Am 15. Juni haben Basismitglieder des SEV die Petition gegen Railfit 20/30 eingereicht. 3000 Unterschriften gegen Railfit: das Signal der Basis. Am 15. Juni haben Vertreter/innen der SEV-Basis die Petition gegen Railfit offiziell an Vertreter/innen der SBB überreicht. Der Text, der 3000 Unterschriften trägt, wurde zum Sitz der SBB-Konzernzentrale in Bern gebracht. Dort trugen vier SBB-Angestellte einen Sarg herbei, um zu symbolisieren, was sie sich wünschen: die Beerdigung des Programms, das einen Abbau von mindestens 900 Stellen vorsieht. Es ist Mittwoch, 15. Juni. Die Sonne scheint. Die Beerdigung von Railfit kann beginnen. Die Sargträger, Angestellte der SBB, setzen sich in Marsch, um der Delegation der SBB den Sarg zu überbringen. Ein feierlicher Augenblick. Die vier SEV-Mitglieder in Arbeitskleidung bewegen sich während der zweieinhalb Minuten, die das Stück „Railway Station“ aus dem Film „Chat Noir Chat Blanc“ dauert, 50 Meter vorwärts. Nachdem der Sarg abgestellt ist, gesellen sich weitere Mitglieder dazu und machen deutlich, dass sie sich für ein gutes Unternehmen und einen guten Service public einsetzen (vgl. Kastenmeldung). „Der Service public ist für uns eine Herzensangelegenheit. Man muss unbedingt in Erinnerung rufen, dass das Publikum Personal in den Zügen und auf den Bahnhöfen wünscht“, so sagt es Angelo Stroppini, der Gewerkschaftssekretär, der die Tessiner Delegation begleitet. Symbolisch entnimmt er einem Karton eine Bluse einer Schalterangestellten, einen Helm eines Rangierers. „Die Petition will, dass genügend Arbeitsplätze geschaffen werden, um die Sicherheit und die Entwicklung (…). Vivian Bologna, Peter Anliker.
SEV, kontakt.sev, 28.6.2016.
SEV > Railfit. SBB. Petition. SEV, 2016-06-15.
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14.06.2016 Schweiz
Arbeitsbedingungen
Personen
SEV Schweiz
Peter Anliker
Henriette Schaffter
Arbeit auf Abruf
Industriewerk Bellinzona
Volltext
Aktion „SEV bi de Lüt“ vom Mai im Industriewerk Yverdon. Arbeit auf Abruf? – Nein danke! Der SEV hat gegen die im Industriewerk Yverdon praktizierten kurzfristigen Aufgebote zur Samstagsarbeit interveniert, damit eine klare Weisung erlassen wurde. Im Industriewerk Yverdon muss gelegentlich auch am Samstag gearbeitet werden. Das ist eigentlich nicht problematisch, meistens versteht man auch die Gründe. Wie aber diese „Arbeitssamstage“ geplant wurden, war bisher etwas… speziell. Der SEV hat nämlich erfahren, dass es sich bisher um Arbeit auf Abruf handelte – ohne Entschädigung. Deshalb haben die beiden SEV-Gewerkschaftssekretäre Jürg Hurni und Jean-Pierre Etique eine Unterredung verlangt, die jüngst stattgefunden hat. Neben den beiden nahmen daran auch ein Vertreter der Personalkommission und die Leitung des Industriewerks teil. Die Samstagsbeschäftigung sollte dabei so geregelt werden, wie es das Gesetz vorsieht. Ungeplante Samstagseinsätze, d.h. solche, die weniger als 36 Stunden im Voraus angekündigt werden, sind künftig freiwillig. Die tägliche Arbeitszeit von 8h12 wird garantiert, sie kann zum Verlängern des nächsten Wochenendes genutzt werden. Auf Verlangen des Beschäftigten kann die Kompensation auch unter der Woche oder an einem anderen Wochenende erfolgen. Zusätzlich gibt es für diese kurzfristigen Samstagseinsätze eine Zulage von 90 Franken. „Eine gute Lösung“, erklärt Jean-Pierre Etique: „Wir sind zufrieden damit, dass wir diese Zulage für ungeplante Samstage erreicht haben. Es ist eine gute Lösung sowohl für die Angestellten wie für den Arbeitgeber, (…). Henriette Schaffter, Peter Anliker.
SEV Schweiz, kontakt.sev, 14.6.2016.
SEV Schweiz > Arbeit auf Abruf. SEV Schweiz, 2016-06-14.
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02.02.2016 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Tunnelbau
Peter Anliker
Gotthard-Tunnel
Volltext
Der Bau der zweiten Röhre am Gotthard würde die Schweiz zu einer Transithölle verkommen lassen mit einer Flut von Lastwagen - auf der Strasse statt auf der Bahn. Zur zweiten Autobahnröhre am Gotthard kann es nur ein Nein geben. Diese zweite Röhre ist eine arge Mogelpackung. Bei der Abstimmung über die Sanierung des Gotthard-Tunnels ist eigentlich nur eine Sache unbestritten: der Strassentunnel muss saniert werden. Über alles andere gibt es derart viele verschiedene Meinungen und Behauptungen, derart viele Unsicherheiten und sich widersprechenden Aussagen, dass für verantwortungsbewusste Stimmbürger/innen nur eine Ablehnung der Vorlage infrage kommt: „Zurück an den Absender!“ Denn was da als schlichte Gesetzesänderung präsentiert wird, ist der Versuch, den zweiten Strassentunnel, der bereits mehrmals abgelehnt wurde, an der Verfassung vorbei durchzustieren. Offiziell heisst die Abstimmungsfrage, ob man für oder gegen die „Änderung vom 26. September 2014 des Bundesgesetzes über die Strassentransitverbindungen im Alpengebiet (STVG) (Sanierung Gotthard-Strassentunnel)“ sei. Ehrlich hätte die Frage gelautet: „Soll eine zweite Strassenröhre am Gotthard gebohrt werden?“ Doch weil das Stimmvolk bereits dreimal nein zu einem solchen Tunnel gesagt hat, versucht man es jetzt mit der sperrigen Frage einzulullen. Zentrale Fragen bleiben offen. Die in der Abstimmungsfrage genannte Sanierung des Gotthard-Strassentunnels ist wohl notwendig. Fragt sich: Wann? Wie? Zu welchem Preis? (…). Peter Anliker.
SEV, 2.2.2016.
Personen > Anliker Pater. Gotthard-Tunnel. SEV, 2016-02-02.
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19.01.2016 Schweiz
Personen
Service public
SEV Schweiz
Peter Anliker
Service public
Sparmassnahmen
Volltext
Tagung der Gewerkschaften zum Service public. Den Service public verteidigen. Der Neoliberalismus setzt den Service public unter Druck. Öffentliche Dienstleistungen sollen abgebaut, weite Teile der Bevölkerung ins Abseits gedrängt werden. Dies lassen die Gewerkschaften nicht zu. Die Berner Regierungsrätin Barbara Egger und der Waadtländer Staatsrat Pierre-Yves Maillard diskutierten unter der Moderation des Journalisten Martin Heule. Im Februar 2014 hatten die Gewerkschaften erstmals zu einer Tagung zur Thematik des Service public eingeladen. Nun kamen erneut zahlreiche Beschäftigte des öffentlichen Sektors, Vertreter/innen der Wissenschaft und der Politik zusammen, um über Problemfelder, Lösungsmöglichkeiten und Verteidigungsstrategien zu sprechen. Schlagwort „Innovation“. Nach der Begrüssung durch SEV-Präsident Giorgio Tuti war es ein Vertreter der Wissenschaft, der als erster sprach, und zum Erstaunen vieler ein Professor der Universität St. Gallen, die früher als Liberalismus-Speerspitze der Schweiz galt: Der Soziologe Franz Schultheis betrachtete die Veränderung der Arbeitsbedingungen «unter neoliberalen Vorgaben». Die Arbeitsqualität hängt von den Arbeitsbedingungen ab, diese wiederum von ökonomischen und politischen Interessen, so hielt er fest. Unter dem Schlagwort „Innovation“ werden Vorgaben im Interesse der Ökonomisierung oder Gewinnmaximierung gemacht - etwas, was früher nicht im Fokus des öffentlichen Dienstes war. Schlechtgeredete Kantonsfinanzen. (…). SGB, Peter Anliker.
SEV, 19.1.2016.
SEV > Service public. Tagung. SEV, 19.1.2016.
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16.12.2015 Schweiz
Frauen
Personen
SEV Schweiz
Peter Anliker
Markus Fischer
Henriette Schaffter
Frauenbildungstag
Volltext
Frauenbildungstagung 2015. Wie mit Beruf und Familie jonglieren? Eine Spezialistin für Gendermedizin, Elisabeth Zemp-Stutz, bestritt den ersten Teil der Frauentagung am 20. November im Hotel Bern. Darauf folgten verschiedene Workshops mit nützlichen Hinweisen für Frauen, die Berufsarbeit und Familie vereinbaren müssen. Die Frauenbildungstagung war schon seit mehreren Wochen ausgebucht. Sie ist im SEV ein echter Renner. Am Morgen referierte Professorin Elisabeth Zemp-Stutz, die wir in kontakt.sev Nummer 11/2015 vom 11. Juni bereits interviewt haben. Sie ging auf medizinische Unterschiede zwischen Mann und Frau ein, etwa beim Tabakgenuss, dem die beiden Geschlechter nicht aus den gleichen Gründen und nicht gleich häufig frönen: In Schweden rauchen mehr Frauen als Männer, in Norwegen und Dänemark ist der Anteil der Raucher/innen bei Frauen und Männern etwa gleich hoch und sonst überall bei den Männern höher. Weil Männer und Frauen nicht aus den selben Gründen rauchen, müssen Präventionsmassnahmen auf die Geschlechter zugeschnitten sein, um zu wirken. Frauen werden anders behandelt. Wechsel in der Frauenkommission. Workshops. „Nein“ ist ein vollständiger Satz“. Präsidiale Grüsse zum 30-Jahr-Jubiläum. (…). Henriette Schaffter, Markus Fischer, Peter Anliker.
SEV, 16.12.2015.
SEV> Frauenbildungstag 2015. SEV, 16.12.2015.
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03.12.2015 Schweiz
Frauen
Personen
SEV Schweiz
Peter Anliker
Markus Fischer
Henriette Schaffter
Frauen
Tagung
Volltext
Frauenbildungstagung 2015. Wie mit Beruf und Familie jonglieren? Eine Spezialistin für Gendermedizin, Elisabeth Zemp-Stutz, bestritt den ersten Teil der Frauentagung am 20. November im Hotel Bern. Darauf folgten verschiedene Workshops mit nützlichen Hinweisen für Frauen, die Berufsarbeit und Familie vereinbaren müssen. Die Frauenbildungstagung war schon seit mehreren Wochen ausgebucht. Sie ist im SEV ein echter Renner. Am Morgen referierte Professorin Elisabeth Zemp-Stutz, die wir in kontakt.sev Nummer 11/2015 vom 11. Juni bereits interviewt haben. Sie ging auf medizinische Unterschiede zwischen Mann und Frau ein, etwa beim Tabakgenuss, dem die beiden Geschlechter nicht aus den gleichen Gründen und nicht gleich häufig frönen: In Schweden rauchen mehr Frauen als Männer, in Norwegen und Dänemark ist der Anteil der Raucher/innen bei Frauen und Männern etwa gleich hoch und sonst überall bei den Männern höher. Weil Männer und Frauen nicht aus den selben Gründen rauchen, müssen Präventionsmassnahmen auf die Geschlechter zugeschnitten sein, um zu wirken. Ein sehr empfindliches Thema ist für die Frauen das Gewicht: Sie sehen sich selber dicker, als sie es wirklich sind, und bei den Männern ist es gerade umgekehrt! Dabei sind sie von Übergewicht und den damit einhergehenden gesundheitlichen Problemen häufiger betroffen als die Frauen. Frauen werden anders behandelt. (…). Henriette Schaffter, Markus Fischer, Peter Anliker
SEV, 3.12.2015
SEV > Frauen. Tagung. SEV, 3.12.2015.
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06.10.2015 Schweiz
BLS
Personen
SEV Schweiz
Peter Anliker
Billettautomaten
Fahrdienstpersonal
Volltext
Die BLS setzt wieder auf begleitete Züge. Reisebegleiter/innen begleiten die Reise. Lange Zeit schien es nur eine Frage der Zeit, bis es keine Zugbegleiter mehr gibt. Doch jetzt erfährt der Beruf offenbar ein Revival. In der guten alten Zeit galt der „Kondukteur“ als unverzichtbarer Bestandteil des Personals des öffentlichen Verkehrs: er verkaufte und kontrollierte Billette, er half beim Ein- und Aussteigen, er gab Auskünfte zum Umsteigen, rief die nächste Station aus und war beim Gepäck- und Kurierguttransport behilflich. Bei den Fahrgästen weniger bekannt waren seine fahrdienstlichen Funktionen. In den letzten Jahrzehnten haben sich die technischen und betrieblichen Voraussetzungen grundlegend geändert, sodass immer mehr Bahnunternehmen immer mehr Züge unbegleitet fahren lassen. Auf vielen Linien beschränkt sich der Einsatz von Zugpersonal auf die Stichkontrolle. Teures Personal vs. immer dienstbereite Automaten. Doch nicht nur auf den Zügen wurde der Personaleinsatz verringert, es gibt auch immer weniger Haltestellen mit Personal und weniger Dienstleistungen. Abbau, Fernbedienung und Verlagerung ins Internet schien die Devise zu sein - Personal ist zu teuer. Jetzt merkt man, dass man offenbar zu weit gegangen ist: auf manchen Spätverbindungen muss Personal eingesetzt werden, um die Sicherheit der Reisenden gewährleisten zu können. Wie soll jemand Ortsfremdes wissen, ob am Automat „Thörishaus Dorf“ oder „Thörishaus Station“ gelöst oder wo umgestiegen werden muss? (…). Peter Anliker. SEV, 6.10.2015.
Personen > Anliker Peter. Fahrdienstpersonal BLS. SEV, 6.10.2015.
Ganzer Text
17.08.2015 Schweiz
Personen
SEV
Peter Anliker
Berufsbildung
Lehrlingswesen
Volltext
Login-Lernende besuchen den SEV. „Was ist eigentlich der SEV?“ Im August starteten 900 neue Lernende und Praktikanten/-innen ihre Ausbildung in der Welt des öffentlichen Verkehrs. Zehn davon besuchten den SEV. Im Rahmen der gemeinsamen Einführungswoche, der sogenannten „login-Woche“, besuchten erstmals zehn junge Berufseinsteiger/-innen den SEV. Sie brachten Fragen mit. Grundwissen über die Gewerkschaften. Im Schulunterricht werden die Gewerkschaften oft wenig oder gar nicht thematisiert. Umso wichtiger, dass Junge beim Einstieg ins Berufsleben lernen, was Gewerkschaften sind, was ihre Aufgabe ist und warum die Mitgliedschaft wichtig ist. „Was ist der SEV?“ war eine der Fragen der Lernenden verschiedener Berufe. „Ist der SEV eine politische Organisation?“ eine weitere. Mit gedruckten Unterlagen, vier kurzen Filmen und natürlich mit Worten versuchten SEV-Präsident Giorgio Tuti, seine Assistentin Katrin Leuenberger, Stefan Jutzeler als Vertreter der SEV-Jugendkommission und der Schreibende die Wissenslücken zu stopfen: die Tätigkeit des SEV, seine Struktur in groben Zügen, seine Position im sozialwissenschaftlichen System. Die zehn Besucher/-innen führten mit Giorgio Tuti ein Interview durch und drehten einen kurzen Film, den sie im Rahmen der „login-Trophy“ ihren Kollegen/-innen zeigen werden. Der SEV als Ausbildungsort. (…). Peter Anliker.
SEV, 17.8.2015.
SEV > Lehrlings-Ausbildung. Berufsbildung. SEV, 17.8.2015.
Ganzer Text
09.06.2015 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Peter Anliker
Paul Rechsteiner
Kongress
Referate
SEV
Volltext
Grussbotschaft von Paul Rechsteiner am Kongress 2015. SGB-Präsident Paul Rechsteiner richtete eine Grussbotschaft an die Delegierten. Mit seiner klaren, schnörkellosen Art wusste er die SEV-Mitglieder zu fesseln. Rechsteiner nahm zuerst Bezug auf die Rede von BAV-Direktor Peter Füglistaler, den er aus der ständerätlichen Verkehrskommission kenne und für seine „seriöse Arbeit“ schätze: „Es ist schwierig, jetzt von der Redimensionierung der Mittel im Regionalverkehr zu hören.“ Die Integrierte Bahn sei eine Erfolgsgeschichte, die Basis des Erfolgsmodells der Schweiz im Bahnverkehr. In der Ständeratskommission konnte erreicht wer- den, dass SBB Cargo nicht ausgegliedert werden soll, jetzt müssten die Gesamträte überzeugt werden. Danach kam Rechsteiner auf die grossen Herausforderungen zu sprechen, mit denen sich die Politik in der nächsten Zeit auseinandersetzen muss. Die stark überbewertete Währung stelle eine Gefahr für die Arbeitsplätze dar: „Wir müssen dafür sorgen, das uns der Schweizer Franken nicht schadet, sondern nützt. Einigen Leuten passt es, dass die Situation schwierig ist, sie wird ausgenützt für Massnahmen gegen das Personal.“ (…). Peter Anliker.
SEV, 9.6.2015.
Personen > Rechsteiner Paul. Referat SEV-Kongress 2015. SEV, 9.6.2015.
Ganzer Text
09.06.2015 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Peter Anliker
Giorgio Tuti
Kongress
Referate
SEV
Volltext
Begeisternde Rede von SEV-Präsident Giorgio Tuti. Wie gerecht ist die Schweiz? Ein Rückblick auf Erreichtes und ein Ausblick auf die nächsten Ziele, das sind die Elemente der Kongressrede von Giorgio Tuti. Er wusste die Delegierten erneut zu begeistern. Was in den letzten zwei Jahren mit der gewerkschaftlichen Arbeit erreicht wurde, ist für alle Mitglieder im Sozialbericht nachzulesen. Trotzdem liess es sich Giorgio Tuti nicht nehmen, ein paar besonders wichtige Punkte noch speziell herauszugreifen. Ein politischer Erfolg, der zentral ist für die Zukunft des öffentlichen Verkehrs, konnte bei der FABI-Abstimmung erzielt werden. Der SEV hat hier massgeblich zum guten Ergebnis beigetragen. Gewerkschaftliche Erfolge konnten mit dem Abschluss von acht neuen Gesamtarbeitsverträgen erzielt werden: im touristischen Bereich, im Bus- und Nahverkehrsbereich, im Bahnbereich - teils nach langem und hartem „Bohren“, wie Tuti sagte. Erneuert wurden die GAV von SBB und SBB Cargo, Tuti zeigte sich „stolz auf die neuen Elemente“, die neuen Pensionierungsmodelle. Leider konnte bei der Abstimmung über zwei Initiativen kein Erfolg erzielt werden: Eine Zustimmung zur Mindestlohn-Initiative und zur 1:12-Initiative hätte die Schweiz „ein klein wenig gerechter gemacht“, stellte Tuti fest. Geld ist ungerecht verteilt. (…). Peter Anliker.
SEV, 9.6.2015.
Personen > Anliker Peter. Giorgio Tuti. SEV-Kongress 2015. SEV, 9.6.2015.
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04.03.2015 Genf
Personen
SEV
Peter Anliker
Henriette Schaffter
Arbeitsinspektoren
Überwachung
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Wo sind denn die Grenzen? Fragen an einen Genfer Arbeitsinspektor zur Überwachung von Arbeitnehmenden. Arnaud Bousquet ist Arbeitsinspektor beim Arbeitsinspektorat des Kantons Genf (OCIRT). Vorsicht vor Missbrauch bei Überwachungen! Welche Rolle spielt das OCIRT bezüglich der Überwachung der Arbeitnehmenden? Erteilt es Bewilligungen oder spricht es Sanktionen aus? Die Rolle des OCIRT wie jedes andern kantonalen Arbeitsinspektorats im Bereich der Überwachung ist es, dafür zu sorgen, dass der Artikel 26 der Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz (ArGV 3) respektiert wird. In manchen Betrieben ist das ArG nicht anwendbar: in Verwaltungen von Bund, Kantonen und Gemeinden; in Betrieben, die der Bundesgesetzgebung über die Arbeit in Unternehmen des öffentlichen Verkehrs (AZG) unterstehen; in Landwirtschaft, Gartenbau und Fischerei sowie in Privathaushalten. Trotzdem sind die Vorschriften über den Gesundheitsschutz (Artikel 6 des ArG und Schutz der Mutterschaft) auch auf das Personal der Bundes-, Kantons- und Gemeindeverwaltungen anwendbar. Zur Erinnerung: Der Artikel 6 ist jener, der die Arbeitgeber zum Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmenden verpflichtet. Die Überwachung ist dabei Teil des Gesundheitsschutzes. In diesem Gebiet erteilen wir keine Bewilligungen. Es kommt gelegentlich vor, dass uns ein Arbeitgeber vor der Installation eines Überwachungssystems beizieht. (…).
Henriette Schaffter, Peter Anliker. Interview
SEV, 4.3.2015.
SEV > Arbeitsinspektoren. Überwachung. SEV, 4.3.2015.
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18.02.2015 SG Kanton
Personen
Service public
SEV
Peter Anliker
Peter Hartmann
Privatisierung
Service public
Volltext
Es geht um den Service public. Der ehemalige SEV-Gewerkschaftssekretär Peter Hartmann zum Rückzug des Kantons aus dem Service public. kontakt.sev: Peter Hartmann, wie stehst du zum geplanten Rückzug des Kantons St. Gallen aus öffentlichen Betrieben? Peter Hartmann: Die Trennungen - zuerst von strategischer und operativer Führung, jetzt von Besteller und Ausführendem - sind im Trend. Politisch gesehen ist es der grösste Rückzug, der vom Kanton gemacht wird aus allen Bereichen, in denen er während Jahrzehnten Mitverantwortung hatte. Das betrifft die Energieversorgung, den öffentlichen Verkehr, mit der Kantonalbank das Finanzwesen, und auch das Spital. Das führt zu Abbau, weil der Kanton seine Verantwortung abgibt. Das wird dem Service public grössten Schaden zufügen. Du fürchtest einen Abbau bei den Leistungen? Ja, man kann das am Beispiel des Gesundheitswesens zeigen: Wenn sich der Kanton zurückzieht, können die Spitalverbünde danach Spitalstandorte aufgeben. Wenn er sich aus Verkehrsunternehmen zurückzieht, entsteht ein Ungleichgewicht und er verliert an Einfluss auf Entwicklungen dieser Unternehmen. (…).
Interview: Peter Anliker.
SEV kontakt, 18.2.2015.
SEV > Service public SG Kanton. SEV, 2015-02-18.
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18.02.2015 SG Kanton
St. Gallen
Personen
Service public
SEV
Peter Anliker
Besitzverhältnisse
Service public
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Unter dem Stichwort „Corporate Governance“ soll der Service public ausgehebelt werden. Der Staat soll nur noch zahlen, aber nichts zu sagen haben. Verschiedenenorts und auf verschiedenen Ebenen haben die Liberalisierungseiferer und Privatisierungsturbos eine neue Möglichkeit gefunden, den verhassten Staat zu bekämpfen: die öffentliche Hand soll ihre Beteiligung an Einrichtungen des Service public abstossen, also die Aktienpakete an mehrheitlich schon vor einiger Zeit privatisierten Betrieben wie Bahnen, Busbetrieben, Versorgungs- und Entsorgungsunternehmen (Strom, Wasser, Abwasser, Kehricht usw.) und gemeinnützigen Einrichtungen. Der „Staat“, so unterschiedlich dieser Begriff auch verstanden und interpretiert wird, hat nach unserer Auffassung als wichtigste Aufgabe die Ordnung des Gemeinwesens. Dazu gehören so zentrale Aufgaben wie die Bildung, die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern (Energie, Lebensmittel, Wasser) und Dienstleistungen (Transport, Kommunikation, staatliche Organisationen, Entsorgungswesen, Finanzwesen). Der Staat - in der Schweiz meistens die Kantone und Gemeinden - hat manche dieser Aufgaben selber übernommen, für andere hat er die Gründung staatlicher oder gemischtwirtschaftlicher Unternehmen für sinnvoller gehalten und sich entsprechend daran beteiligt. (…). Peter Anliker.
SEV, kontakt, 18.2.2015.
SEV > Service public. Besitzverhältnisse. SEV, 2015-02-18.
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09.10.2014 Schweiz
AHV
Personen
SEV-Zeitung
Peter Anliker
AHV-Revision
SGB
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Die AHV hat ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis. Volks- und Erfolgsversicherung. Es gehört zum Arsenal bürgerlicher Sozialpolitik, die AHV als wichtigste Altersversicherung der Schweiz schlechtzureden. Der SGB hat nachgerechnet: bei der AHV kriegen wir am meisten für unser Geld. „Die Eisenbahner und Eisenbahnerlnnen wissen, dass sie von der AHV profitieren. Wenn die Arbeitnehmenden heute auf eine Versicherung setzen, dann auf die AHV, nicht auf eine private Versicherung. Seit heute wissen wir, warum!“ Mit diesen Worten brachte SEV-Präsident Giorgio Tuti vor den Medien die Erkenntnis der vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) durchgeführten AHV-Studie auf den Punkt. Um zu dem Geld zu kommen, das es im Alter fürs Leben braucht, gibt es in der Schweiz mehrere Möglichkeiten: es gibt de AHV (1.Säule), die berufliche Vorsorge (Pensionskasse, 2. Säule) und das private Sparen (3. Säule). Der SGB hat nun ausgerechnet, wieviel jemand pro Franken, den er oder sie während des Erwerbslebens in die Altersvorsorge einbezahlt, zurück erhält. Das ist eine Rechnung, die man als Privatperson nicht anstellen kann, denn die notwendigen Grundlagen wie Lohnentwicklung, Zinsniveau, Lebenserwartung, insbesondere aber die Höhe der Zahlungen und der Leistungen sind nicht leicht zu beschaffen. Der SGB hat die besten zur Verfügung stehenden Daten ausgewertet und kommt zu Zahlen, die bisher unbekannt waren. (…).
Peter Anliker.
Kontakt.sev, 9.10.2014.
SEV-Zeitung > AHV. AHV-Reform. SEV-Zeitung, 9.10.2014.
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27.08.2014 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Peter Anliker
Einheitskrankenkasse
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Am 28. September geht es um eine einfachere, gerechtere und günstigere Krankenkasse. Mehr Krankheitsprävention statt Jagd auf „gute Risiken“. Bei der Abstimmung von Ende September geht es nicht um ein besseres Gesundheitswesen oder billigere Leistungen von Ärzten und Spitälern. Es geht nur darum, wer vom Krankenversicherungssystem und unseren Prämien profitiert. Eine einzige öffentliche Krankenkasse macht Sinn! In der Schweiz gibt es heute über 60 private Krankenkassen. (Grafik: SPS). Die Schweiz hat ein gutes Gesundheitssystem. Zwei Zahlenbeispiele mögen diese Behauptung belegen: Betrug im Jahr 1900 die Lebenserwartung für ein neugeborenes Kind noch weniger als 50 Jahre, so ist sie bis heute auf über 80 Jahre gestiegen. Die Säuglingssterblichkeit (Todesfälle von Kindern im ersten Lebensjahr) lag im Jahr 1800 bei 186 von 1000 Knaben und 156 von 1000 Mädchen, heute sind es noch 3,7 Knaben und 3,5 Mädchen. Gutes Gesundheitssystem bleibt. Diese erfreulichen Entwicklungen haben viele Ursachen. Sehr wahrscheinlich ist, dass die Krankenkassen nur einen kleinen Anteil daran haben. Denn diese Kassen sind zwar nicht unbedeutende Beteiligte am Gesundheitssystem, aber nur, soweit es die Verteilung der Kosten betrifft. Wenn nun das Krankenkassenwesen in der Schweiz geändert werden soll, dann wird nicht das Gesundheitssystem verändert. Es geht lediglich darum, wie die Krankenkassen, die nötig sind, organisiert werden. (…). Peter Anliker.
SEV, 27.8.2014.
SEV > Einheitskrankenkasse. Abstimmung. SEV, 27.8.2014.
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27.08.2014 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Peter Anliker
Pierre-Yves Maillard
Yves Sancey
Einheitskrankenkasse
Interview
Übersetzungen
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Interview mit dem Gesundheitspolitiker Pierre-Yves Maillard. „60 Kassen: kostspielig und unnütz“. Interview mit dem Waadtländer Regierungsrat Pierre-Yves Maillard, der die öffentliche Kasse verteidigt. Pierre-Yves Maillard. Was verlangt die Initiative? Pierre-Yves Maillard: Etwas ganz Einfaches: den falschen „Wettbewerb“ über die Prämien beenden, der nur auf der Jagd nach Versicherten mit guter Gesundheit beruht. Die Prämienunterschiede kommen nur von daher. Diese Selektion der „guten Risiken“ korrumpiert das System. Um dies zu ändern wird eine einzige Agentur pro Kanton vorgeschlagen statt der heutigen mehr als 60 Kassen, die in 26 Kantonen auf die Jagd gehen. Es ist teuer und unnütz, sechzig Kassen zu haben, die die gleichen Leistungen anbieten. Dies verursacht unnütze Werbung, unnütze Reserven und unverständliche Prämienberechnungen. Welches ist der springende Punkt dieser Initiative? Das zentrale Element ist eines, das ganz einfach scheint, ein Anspruch, der bescheiden tönt, für das System aber ein Riesenschritt wäre: die Garantie, dass die Prämien genauso stark steigen wie die Kosten. (…).
Interview: Yves Sancey, Syndicom. Übersetzung. Peter Anliker.
SEV, 27.8.2014.
Personen > Sancey Yves. Einheitskrankenkasse. Interview Pierre-Yves Maillard. SEV, 27.8.2014.
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